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News des Tages: Attentäter von Charleston zum Tode verurteilt

+++ Verdächtige im Fall des getöteten 15-jährigen Syrers festgenommen +++ Härteres Vorgehen gegen Gefährder +++ Suche nach HSV-Manager läuft +++ Kalifornischer Park verliert sein Wahrzeichen +++ News des Tages im Überblick.

Charleston-Attentäter Dylann Roof

Dylann Roof während einer Video-Anhörung - der Attentäter von Charleston wurde zum Tode verurteilt

Die News des Tages im Überblick.

+++ 23.16 Uhr: Attentäter von Charleston zum Tode verurteilt +++

Der rassistisch motivierte Attentäter von Charleston, Dylann Roof, ist zum Tode verurteilt worden. Das Urteil der zwölfköpfigen Geschworenen-Jury fiel einstimmig aus. Roof hatte sich im Juni 2015 in einer Kirche in Charleston im Bundesstaat South Carolina unter die afroamerikanischen Teilnehmer einer Bibelstunde gemischt und dann plötzlich um sich gefeuert. Er tötete den Pastor und acht Gemeindemitglieder. Der 22-Jährige, der sich während der Beratungen über das Strafmaß gegen den Rat seiner Anwälte selbst verteidigt hatte, verfolgte die Urteilsverkündung ohne erkennbare Gemütsregung. Im ersten Teil des Gerichtsverfahrens, der im Dezember mit einem Schuldspruch endete, hatte Roof keinerlei Reue erkennen lassen. In seinen Vernehmungen nach der Festnahme hatte er die Tat mit rassistischen Vorbehalten gegen Afroamerikaner begründet. Das Attentat am 17. Juni 2015 in der Emanuel African Methodist Episcopal Church, einer der ältesten Schwarzen-Kirchen des Landes, war der schlimmste rassistische Gewaltakt in der jüngeren Geschichte des Landes.

+++ 20.11 Uhr: VW akzeptiert Strafe in Höhe von 4,3 Milliarden Dollar +++

Der Volkswagen-Konzern hat im Abgasskandal eine Einigung mit dem US-Justizministerium und der US-Zollbehörde erzielt. Der Konzern bestätigte am Dienstagabend "Marktgerüchte", "einen konkreten Vergleichsentwurf mit den genannten US-Behörden ausgehandelt" zu haben. Dieser Entwurf sehe Bußgeld- und Strafzahlungen in einer Gesamthöhe von rund 4,3 Milliarden Dollar, umgerechnet vier Milliarden Euro.

+++ 19.45 Uhr: Zahl der Kältetoten in Europa steigt auf fast 60 +++

Die Zahl der Kältetoten in Europa hat sich auf fast 60 erhöht. In Polen seien allein am Montag sechs Menschen erfroren aufgefunden worden, teilte das Krisenzentrum RCB am Dienstag in Warschau mit. In Rumänien starben nach Angaben des Gesundheitsministeriums seit Donnerstag sechs Menschen an Unterkühlung. Viele Opfer der Kältewelle mit extrem eisigen Temperaturen waren Obdachlose.Polen ist das von der derzeitigen Kältewelle am stärksten betroffene Land. Schon seit Wochen gibt es dort besonders ausgeprägte Probleme bei der Verhinderung von Erfrierungstoden. In einigen Regionen sanken die Temperaturen auf bis zu 20 Grad unter Null. Im Zentrum Rumäniens wurden sogar Temperaturen von minus 32 Grad gemessen. In der Hauptstadt Bukarest und im südöstlichen Bezirk Constanta wurden die Schulen geschlossen.

+++ 19.21 Uhr: Die nationalen Anti-Doping-Agenturen fordern unbefristeten Ausschluss Russlands von allen internationalen Wettbewerben +++

Die führenden Nationalen Anti-Doping-Agenturen (NADOs) haben den unbefristeten Ausschluss Russlands von allen internationalen Sportwettbewerben wegen des mutmaßlichen Staatsdoping-Skandals gefordert. Das war das Ergebnis eines zweitägigen Treffens der 19 NADOs, darunter auch Deutschland, die USA und Frankreich. Ferner sollen auch keine internationalen Sportveranstaltungen in Russland stattfinden. 

+++ 17.56 Uhr: Im Fall des erschlagenen 15-jährigen Syrers gibt es zwei Festnahmen +++

Nach der tödlichen Attacke auf einen 15-Jährigen in der Silvesternacht in Bremen sind zwei Tatverdächtige festgenommen worden. Das sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Frank Passade, am Dienstag. Um wen es sich dabei handelt, war zunächst nicht zu erfahren. Der Zugriff sei in der Nacht zum Dienstag erfolgt. Der 15-jährige Syrer hatte in der Silvesternacht mit seiner Familie auf der Straße vor seiner Wohnung in Bremen gefeiert, als es zum Streit mit einer Gruppe kam. Der Jugendliche rannte in ein Lokal und wurde dort von Verfolgern tödlich verletzt. Über die Festnahmen hatte zuerst die Syker "Kreiszeitung" online berichtet.

+++ 17.28 Uhr: Fußgänger stirbt nach Unfall mit Streufahrzeug +++

Ein 60-Jähriger ist in Isny im Allgäu von einem Streufahrzeug erfasst worden und wenig später an seinen Verletzungen gestorben. Der 34 Jahre alte Fahrer des Fahrzeugs war am Dienstag in gleicher Richtung auf dem Geh- und Radweg unterwegs wie der Fußgänger und übersah ihn vermutlich, wie die Polizei mitteilte. Das Fahrzeug erfasste den Mann, er stürzte und verletzte sich lebensgefährlich am Kopf. Er starb im Krankenhaus an seinen Verletzungen. 

+++ 17.03 Uhr: Zivilverfahren gegen Bachmann wegen Facebook-Eintrags endet mit Vergleich +++

Ein Zivilprozess gegen den Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann vor dem Landgericht Dresden ist mit einem Vergleich zu Ende gegangen. Dies sagte ein Gerichtssprecher am Dienstag. Ein Flüchtlingshilfeverein aus Dresden, der Geld für ein Rettungsschiff sammelt, hatte wegen Äußerungen auf Bachmanns Facebook-Seite auf Unterlassung geklagt. Bachmann soll den Verein als "Gesetzesbrecher" und "kriminell agierende, private Schlepperorganisationen" bezeichnet haben. Der Pegida-Verein teilte diesen Eintrag auf seiner Seite. Dem nun geschlossenen Vergleich zufolge müssen Bachmann und Pegida derartige Äußerungen unterlassen, wie der Gerichtssprecher sagte. Der Eintrag wurde zuvor bereits gelöscht.

+++ 16.48 Uhr: Maas und de Maizière vereinbaren härteres Vorgehen gegen Gefährder +++

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und Justizminister Heiko Maas (SPD) haben als Konsequenz aus dem Anschlag von Berlin ein härteres Vorgehen gegen Gefährder vereinbart. Das teilten die beiden Minister am Dienstag in Berlin mit. Unter anderem seien erleichterte Voraussetzungen für die Abschiebehaft sowie die Einführung von elektronischen Fußfesseln für sogenannte Gefährder geplant, sagte de Maizière. Für Asylbewerber, die deutsche Behörden über ihre Identität täuschen, werde eine verschärfte Wohnsitzauflage eingeführt.

+++ 16.13 Uhr: Mindestens acht Tote und 13 Verletzte bei Brückeneinsturz in Kolumbien +++

Bei dem Einsturz einer Hängebrücke in Kolumbien sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. 13 weitere seien bei dem Unglück verletzt worden, wie der Chef der Katastrophenschutzbehörde UNGRD bestätigte. Demnach geschah das Unglück bereits am Montagmorgen in einer ländlichen Gegend der Gemeinde Villavicencio,, als etwa 30 Fußgänger die Brücke über eine Schlucht überqueren wollten, unter der ein kleiner Bach fließt. Laut Behörden gab die etwa 15 Meter hoch hängende Konstruktion unter dem Gewicht der Menschen nach. Unter den Todesopfern sollen auch zwei Kinder sein.

+++ 15.33 Uhr: Gesuchte Zeuginnen im Mordfall Freiburg melden sich +++

Nach mehreren Aufrufen der Polizei im Fall des Sexualmords von Freiburg haben sich zwei seit Wochen gesuchte Zeuginnen gemeldet. Ihre Aussagen würden nun ausgewertet, teilte die Polizei am Dienstag mit. Eine der beiden Frauen sei eine Radfahrerin, die zur Tatzeit am Ort des Verbrechens vorbeifuhr. Ebenfalls gesucht worden war eine Frau, die am Tatabend in der Straßenbahn war, in der auch der Verdächtige saß. Sie war von ihm angesprochen worden und hatte dann den Platz gewechselt.

Der Verdächtige, ein Flüchtling, war Anfang Dezember festgenommen worden. Ihm wird vorgeworfen, Mitte Oktober in Freiburg die 19 Jahre alte Studentin Maria L. vergewaltigt und ermordet zu haben.

+++ 15.25 Uhr: Mindestens 24 Tote und dutzende Verletzte bei Doppelanschlag in Kabul +++

Die radikalislamischen Taliban haben am Parlamentsgebäude in Afghanistans Hauptstadt Kabul einen Doppelanschlag verübt und mindestens 24 Menschen getötet. Die meisten der Opfer seien Zivilisten, darunter viele Parlamentsmitarbeiter, sagte ein Vertreter der Sicherheitskräfte der Nachrichtenagentur AFP. Dutzende weitere Menschen wurden verletzt. Die Taliban übernahmen die Verantwortung für die Tat. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen und eines Augenzeugen wurden die beiden Explosionen durch einen Selbstmordattentäter und eine Autobombe ausgelöst. Sie erfolgten in der Nähe eines Parlamentsanbaus, in dem mehrere Abgeordnetenbüros untergebracht sind, gegen 17 Uhr Ortszeit (13.30 Uhr MEZ).

+++ 15.19 Uhr: Dreijähriger fährt allein im ICE von Berlin nach Leipzig +++

Ein dreijähriger Knirps ist allein in einem ICE von Berlin nach Leipzig gefahren. Der Junge und drei weitere Geschwister waren plötzlich verschwunden, als die Mutter am Montag im Berliner Hauptbahnhof Fahrkarten kaufen wollte, wie die Bundespolizei am Dienstag mitteilte. Eine Zugbegleiterin des ICE nach Leipzig entdeckte den Dreijährigen später in der Bahn und verständigte sofort die Bundespolizei, die ihn in Leipzig in ihre Obhut nahm. Zwei weitere Kinder der völlig aufgelösten Mutter wurden noch am Hauptbahnhof in Berlin gefunden und der Frau, die ihren Wohnsitz in Italien hat, übergeben. Ein weiteres Geschwisterkind wurde am Bahnhof Berlin-Südkreuz entdeckt.

Der dreijährige Ausreißer, der nur Spanisch und Italienisch spricht, schlief unterdessen vor lauter Erschöpfung auf der Dienststelle der Bundespolizei in Leipzig ein. Wenig Stunden später konnte die Mutter, nachdem sie ihren anderen Ausreißer in Berlin-Südkreuz abgeholt hatte, in Leipzig auch ihren Jüngsten wieder in die Arme schließen. Die Familie setzte ihre Reise nach München gemeinsam fort.

+++ 15.14 Uhr: Nach Tod von 15-Jährigem zwei Tatverdächtige festgenommen +++

Nach der tödlichen Attacke auf einen 15-Jährigen in der Silvesternacht in Bremen sind zwei Tatverdächtige festgenommen worden. Das sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Frank Passade, am Dienstag. Um wen es sich dabei handelt, war zunächst nicht zu erfahren. Der Zugriff sei in der Nacht zum Dienstag erfolgt. Der 15-jährige Syrer hatte in der Silvesternacht mit seiner Familie auf der Straße vor seiner Wohnung in Bremen gefeiert, als es zum Streit mit einer Gruppe kam. Der Jugendliche rannte in ein Lokal und wurde dort von Verfolgern tödlich verletzt. Über die Festnahmen hatte zuerst die Syker "Kreiszeitung" online berichtet.

+++ 15.07 Uhr: Verbot für Demonstrationen und öffentliche Versammlungen in Ankara +++

Die Behörden in der türkischen Hauptstadt Ankara haben alle Demonstrationen und sonstigen öffentlichen Versammlungen verboten. Der Gouverneur der Provinz Ankara teilte am Dienstag mit, das Verbot gelte 30 Tage lang für die gesamte Provinz. Grundlage seien Geheimdienstinformationen, wonach nicht näher genannte Terrororganisationen Anschläge auf Menschenansammlungen planten. Das Parlament in Ankara hatte am Montag mit den Beratungen über die Einführung eines Präsidialsystems in der Türkei begonnen. Dagegen hatten kurz vor Beginn der Debatte Regierungskritiker vor dem Parlament demonstriert. Die Polizei hatte die Versammlung - an der sich auch Oppositionsabgeordnete und Anwälte beteiligten - mit Tränengas und Wasserwerfern aufgelöst.

+++ 14.58 Uhr: Breivik provoziert zum Auftakt von Berufungsprozess erneut mit Hitlergruß +++

Der rechtsextreme Attentäter Anders Behring Breivik hat beim Berufungsprozess zu seinen Haftbedingungen in Norwegen erneut seine radikale Gesinnung zur Schau gestellt. Zum Auftakt des Prozesses zeigte Breivik am Dienstag den Hitler-Gruß, so wie er dies bereits im vorangegangenen Verfahren im Frühjahr 2016 getan hatte. Die Isolationshaft für Breivik war damals von einem Gericht als "unmenschlich" untersagt worden, dagegen war der norwegische Staat in Berufung gegangen.

+++ 14.55 Uhr: Verfassungsschutz filmte Amri vor Berliner Fussilet-Moschee +++

Der Berliner Verfassungsschutz hat den Weihnachtsmarkt-Attentäter Anis Amri im Oktober zweimal beim Betreten der Fussilet-Moschee in Berlin-Moabit gefilmt. Das teilte Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Dienstag mit. Ursprünglich sollte dort am 2. und 3. Oktober ein Islamseminar der Salafisten-Szene observiert werden, das jedoch nicht stattfand. Das Material sei deswegen damals nicht vollständig ausgewertet worden. Das habe man nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt nachgeholt. "Wir werden auch weiterhin alles unternehmen, um das Bewegungsprofil von Anis Amri in Berlin lückenlos nachverfolgen zu können", sagte Geisel. 

+++ 14.03 Uhr: Gut zwei Jahre nach Tugces Tod: Täter wird wohl abgeschoben +++

Der wegen des gewaltsamen Todes von Tugce Albayrak verurteilte Täter wird voraussichtlich nach Serbien abgeschoben. Das Verwaltungsgericht Wiesbaden wies den Eilantrag von Sanel M. gegen seine Abschiebung zurück. Gegen diesen Beschluss kann Sanel M. allerdings noch innerhalb von zwei Wochen Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof in Kassel einlegen. 

Die Ausländerbehörde habe zu Recht angenommen, dass von Sanel M. die Gefahr erneuter Straftaten ausgehe und sein Aufenthalt in der Bundesrepublik eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung bedeute, heißt es in der Mitteilung des Verwaltungsgerichts. 

Sanel M. hatte die Studentin Tugce vor gut zwei Jahren auf dem Parkplatz eines Fast-Food-Restaurants in Offenbach so geschlagen, dass sie auf den Kopf fiel. Sie starb wenige Tage später an ihrem 23. Geburtstag. Sanel M. wurde im Juni 2015 vom Landgericht Darmstadt wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu drei Jahren Jugendstrafe verurteilt.

+++ 13.21 Uhr: Legida gibt auf ++++

Wie der "MDR" und die "Leipziger Volkszeitung" übereinstimmend melden, wird das islam- und fremdenfeindliche Bündnis Legida in Leipzig die Montagsdemonstrationen beenden. Das bestätigte Sprecher Arndt Hohnstädter gegen über der "Leipziger Volkszeitung". Am vergangenen Montag, als Legida sein zweijähriges Bestehen feierte, kamen rund 350 Menschen zur Demonstration, aber 2000 Gegendemonstranten. Das waren deutlich weniger als beim vergleichbar stark mobilisierten Jahrestag vor einem Jahr.

Im Dezember bei der letzten regulären Legida-Veranstaltungen waren sogar nur bestenfalls 150 Menschen gekommen. Politisch will Legida künftig im Hintergrund an einem sachsenweiten Bürgerforum arbeiten, in dem sich auch andere gleichgesinnte Initiativen organisieren können, berichtet die Zeitung.

+++ 12.58 Uhr: Vier Menschenrechtsaktivisten in Pakistan verschwunden +++

In Pakistan sind seit Anfang Januar vier Menschenrechtsaktivisten verschwunden. Der bekannteste von ihnen, Salman Haider, war nach offiziellen Angaben Freitagnacht in der Hauptstadt Islamabad als vermisst gemeldet worden. Drei weitere - Ahmad Raza Yasir, Waqas Goraya and Asim Saeed - waren am 4. und am 7.
Januar plötzlich nicht mehr auffindbar. Die Männer sollen in sozialen Medien unter anderem das mächtige Militär und seine Einflussnahme auf die Politik sowie die Islamisierung der Gesellschaft für politische Zwecke kritisiert haben. Die Seiten sind nicht mehr aufrufbar. Die pakistanische Menschenrechtskommission deutete in einer Stellungnahme vom Montagabend an, staatliche Akteure könnten am Verschwinden der Männer beteiligt gewesen sein.

+++ 12.11 Uhr: Keine Spur vom HSV-Mitarbeiter - Polizei sucht Taxifahrer +++

Die Polizei hat bei der intensiven Suche nach dem vermissten Mitarbeiter des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV noch keine konkrete Spur. Derzeit konzentrieren sie ihre Bemühungen auf die Suche nach dem Taxifahrer, in dessen Fahrzeug Merchandising-Chef Timo Kraus am Samstagabend gegen 23.30 Uhr gestiegen sein soll. Die Fahrt sollte von den Hamburger Landungsbrücken in seinen Heimatort Buchholz in der Nordheide führen. Dort ist er aber nicht angekommen.

Der 44 Jahre alte Kraus hatte am vergangenen Samstag mit Kollegen in einem Brauhaus an den Landungsbrücken gefeiert. Anschließend soll er von Kollegen in ein Taxi gesetzt worden sein. Die großen Taxi-Unternehmen konnten eine Fahrt nach Buchholz zu dem Zeitpunkt jedoch nicht bestätigen. Die Polizei appelliert an den Taxifahrer, sich als Zeuge zu melden. "Er nimmt eine zentrale Rolle ein. Unsere Arbeit konzentriert sich derzeit auf die Suche nach dem Fahrer", sagte ein Polizeisprecher in Buchholz.

Unklar bleibt, warum Kraus' Handy noch nach Mitternacht von einem privaten Ortungsdienst im Bereich der Landungsbrücken lokalisiert worden ist. Seitdem ist das Telefon ausgeschaltet.

+++ 11.58 Uhr: Straßburger Gericht: Muslimische Mädchen müssen zum Schwimmunterricht +++

Zwei muslimische Eltern sind vor dem Menschenrechtsgerichtshof mit Klagen gegen die Pflicht zur Teilnahme ihrer Töchter am gemischten Schwimmunterricht gescheitert. Die Schweizer Behörden durften der Schulpflicht und der Integration der Kinder Vorrang einräumen gegenüber dem religiös begründeten Wunsch der Eltern nach einer Befreiung, entschieden die Straßburger Richter in Straßburg. 

Geklagt hatten ein Vater und eine Mutter aus Basel. Ihnen waren Bußgelder auferlegt worden, weil sie sich geweigert hatten, ihre Töchter zum gemeinsamen Schwimmunterricht mit Jungen zu schicken.

Die Straßburger Richter sahen in dem Bußgeldbescheid keinen Verstoß gegen die Religionsfreiheit. Sie argumentierten, die Schule spiele eine besondere Rolle bei der sozialen Integration, insbesondere von Kindern ausländischer Herkunft. Die Kläger kommen ursprünglich aus der Türkei, sie haben mittlerweile aber auch die Schweizer Staatsbürgerschaft.

+++ 11.14 Uhr: Mutter reanimiert drei Tage altes Baby mit Hilfe der Feuerwehr +++

Eine junge Mutter hat in Düsseldorf ihr drei Tage altes Baby mit telefonischer Hilfe eines Feuerwehrmanns wiederbelebt. Die 33-Jährige meldete sich am Montagabend über den Notruf 112 mit den Worten, ihr Baby sei "ganz blau im Gesicht", wie die Feuerwehr in Düsseldorf mitteilte. Der Leitstellendisponent gab der Frau sofort klare Anweisungen für die Mund-zu-Mund-Beatmung, bis sich eine Hand des Babys wieder bewegte.

Bis zum Eintreffen des Rettungswagens betreute der 42-jährige Feuerwehrmann, der selbst Notfallsanitäter und für solche lebensbedrohlichen Situationen geschult ist, die Mutter weiter am Telefon. Als der Notarzt wenige Minuten später das Kind untersuchte, atmete es wieder selbstständig. Baby und Mutter wurden zur weiteren Behandlung in eine Kinderklinik gebracht. Das Kind ist außer Lebensgefahr.

+++ 9.56 Uhr: Deutsche Urlauberin in Island tödlich verunglückt +++

Eine deutsche Urlauberin ist an der isländischen Küste von einer Welle ins Meer gerissen worden und gestorben. Das berichtete die Zeitung "Morgunbladid" unter Berufung auf die Polizei. Die Frau in ihren Vierzigern sei mit ihrem Mann und zwei Kindern am Kap Dyrhólaey im Süden der Insel unterwegs gewesen. Die Welle habe auch ihre Familie erfasst, die sich aber wieder an Land habe retten können. Die Frau sei am Montagnachmittag an der Küste gefunden und im Krankenhaus für tot erklärt worden. Nähere Angaben zu Herkunft und Alter wurden zunächst nicht bekannt.

Der Küstenabschnitt ist wegen seiner riesigen Mengen an schwarzem Vulkansand bei Touristen beliebt - aber auch sehr gefährlich. Im vergangenen Jahr war dort ein chinesischer Urlauber gestorben. 2007 ertrank eine US-Amerikanerin. Ausländer unterschätzen oft den starken Wind und die hohen Wellen auf der Insel.

+++ 9.47 Uhr: Altbundespräsident Roman Herzog ist tot +++

Altbundespräsident Roman Herzog ist tot. Er starb im Alter von 82 Jahren, bestätigte das Bundespräsidialamt auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Herzog war von 1994 bis 1999 Bundespräsident.

+++ 8.59 Uhr: Urheber von "Hollyweed"-Scherz stellt sich der Polizei +++

Der Urheber eines Silvester-Scherzes mit dem weltberühmten "Hollywood"-Schriftzug in den Hügeln über Los Angeles hat sich der Polizei gestellt. Zachary Cole Fernandez sei gemeinsam mit seinem Anwalt auf einer Wache erschienen, teilte die Polizei in der kalifornischen Metropole mit. Der 30-jährige Künstler habe nach seiner Aussage wieder gehen können, müsse aber am 15. Februar vor Gericht erscheinen.

Cole wird unerlaubtes Betreten eines Grundstücks vorgeworfen, weil er in der Silvesternacht die beiden mehr als 13 Meter hohen "O"s in dem Schriftzug mit bedruckten Planen überspannt hatte, so dass dann das Wort "Hollyweed" zu lesen war. "Weed" ist in den USA ein salopper Begriff für Marihuana.

Cole wollte mit der Aktion nach eigenen Angaben nicht nur auf das Votum der kalifornischen Wähler bei einem Referendum im November zur Entkriminalisierung des Gebrauchs von Marihuana verweisen - es sei auch eine Hommage an den Kunststudenten Daniel Finegood gewesen, der das Wahrzeichen von Hollywood bereits 1976 einmal in "Hollyweed" abgeändert hatte.

+++ 8.42 Uhr: SPD-Experte Lauterbach fordert mehr Geld für Zahnersatz gesetzlich Versicherter +++

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach will gesetzlich Krankenversicherte bei den Kosten für Zahnersatz entlasten. "Man kann inzwischen die soziale Situation eines Menschen wieder an seinen Zähnen erkennen. Gerade Rentner haben oft schlechte Zähne", sagte Lauterbach der Zeitung "Passauer Neue Presse". Der Umfang der Zahnersatzleistungen, den die Kassen übernehmen, müsse überprüft und erweitert werden.

"Zahnsanierungen werden häufig aufgeschoben oder gar nicht erst durchgeführt - aus finanziellen Gründen. Das ist ein unhaltbarer Zustand", sagte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Bundestag. Er forderte die Einsetzung einer Kommission aus unabhängigen Experten, die den finanziellen Bedarf der Versicherten ermitteln soll.

+++ 8.11 Uhr: Acht philippinische Fischer bei Überfall auf hoher See getötet +++

Bei einem Überfall auf hoher See sind acht philippinische Fischer von unbekannten Angreifern getötet worden. Ihr Boot wurde nach Angaben der Armee am Montagabend (Ortszeit) in den Gewässern vor der Stadt Zamboanga überfallen, etwa 875 Kilometer südlich von Manila, der Hauptstadt des südostasiatischen Inselstaates. Sieben anderen Fischern gelang es, zu entkommen. Ein Armeesprecher vermutete, dass die Angreifer Geld erpressen wollten oder dass die Tat einen persönlichen Hintergrund hat.

Im Süden der Philippinen kommt es immer wieder zu Piraten-Angriffen. Islamistische Extremisten haben dort häufiger schon Fischer und auch ausländische Touristen entführt. Die Terrorgruppe Abu Sayyaf hält derzeit etwa 20 Geiseln in ihrer Gewalt, darunter auch einen 70-jährigen Deutschen, der im November von seiner Jacht verschleppt wurde.

+++ 7.37 Uhr: Unbekannte schießen auf Polizisten in Athen +++

Ein griechischer Polizist ist vor den Athener Büros der sozialistischen Partei Pasok durch zwei Schüsse verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei seien dort am Morgen ein oder zwei Unbekannte zu Fuß erschienen, berichtete der staatliche Rundfunk (ERA). Einer davon feuerte mehrere Schüsse auf eine Gruppe der Bereitschaftspolizei ab, die vor den Büros der Partei Wache stand. Anschließend verschwand der oder die Täter in den engen Gassen des Zentrums von Athen. Ein Sprecher der Partei bestätigte den Zwischenfall im Nachrichtensender Skai.

Der verletzte Polizist sei außer Lebengefahr, berichtete das Staatsradio. Die Polizei vermutet, dass radikale Autonome hinter der Tat stecken. Vergangene Woche war eine Anführerin der linken Untergrundorganisation "Revolutionärer Kampf" festgenommen worden, die in den vergangenen Jahren mehrere Anschläge auf Banken, Parteibüros, diplomatische Vertretungen und Polizeistationen verübt hatte.

+++ 6.47 Uhr: Kalifornischer Park verliert mit mehr als tausendjährigem Baum sein Wahrzeichen +++

Durch ein Unwetter hat der kalifornische Calaveras-Park sein Wahrzeichen verloren: Ein vermutlich mehr als tausend Jahre alter Baum, durch den Autos hätten fahren können, wurde entwurzelt. "Wir haben heute einen alten Freund verloren", teilte ein ehrenamtlicher Mitarbeiter des Parks, Jim Allday, über das soziale Netzwerk Facebook mit. Der als "Pioneer Cabin Tree" bekannte Baum war eine Touristenattraktion in dem südöstlich von Sacramento gelegenen Park. Seit den 1880ern Jahren befand sich in dem Mammutbaum eine Öffnung, die groß genug für die Durchfahrt eines kleinen Autos war.

Alldays Frau Joan berichtete, der größtenteils abgestorbene Baum habe sich bereits seit einigen Jahren stark zur Seite geneigt. Starke Stürme, die am Wochenende über den nördlichen Teil Kaliforniens hinweg fegten und für Überschwemmungen, Erdrutsche und Stromausfälle sorgten, wurden dem Baum dann schließlich zum Verhängnis.

+++ 6.33 Uhr: Autofahrer stirbt bei Zusammenstoß mit Rindertransporter +++

Bei einem Frontalzusammenstoß mit einem Rindertransporter ist ein Autofahrer in Zwickau tödlich verunglückt. Der 54-Jährige sei am späten Montagabend aus bisher ungeklärter Ursache in einer Kurve auf die Gegenfahrbahn geraten und dort mit dem Lastwagen zusammengestoßen, teilte die Polizei mit. Der Lkw kippte um, der 62 Jahre alte Fahrer blieb jedoch unverletzt.

Ob die Tiere den Unfall überlebten, war am frühen Dienstagmorgen noch unklar. Man müsse den weiteren Verlauf der Bergung abwarten, sagte ein Polizeisprecher. Es entstand Sachschaden in Höhe von 50.000 Euro.

+++ 6.31 Uhr: Gabriel will laut "Bild" als Kanzlerkandidat antreten +++

SPD-Chef Sigmar Gabriel will nach Informationen der "Bild" bei der Bundestagswahl im kommenden Herbst als Kanzlerkandidat seiner Partei antreten. Diese Entscheidung habe der Vizekanzler und Wirtschaftsminister nach internen Gesprächen und unter anderem auf dringendes Anraten von Altkanzler Gerhard Schröder getroffen, schrieb die Zeitung unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Parteikreise. 

Der SPD-Parteivorstand erklärte in einer Reaktion auf Twitter, es handele sich um "Spekulationen". Es bleibe dabei, dass die Frage der SPD-Kanzlerkandidatur erst am 29. Januar entschieden werde.

kis / DPA / AFP