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+++ News des Tages +++: Medienbericht: Deutsche Pkw-Maut soll kommen

Britische Regierung muss Parlament über Brexit abstimmen lassen +++ Oettinger entschuldigt sich für "Schlitzaugen"-Rede +++ Familiendrama in Lünen - zwei Kleinkinder getötet +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Die PKW-Maut soll einem Medienbericht zufolge überraschend doch kommen

Die PKW-Maut soll einem Medienbericht zufolge überraschend doch kommen

Die News des Tages im Überblick:

+++ 19.44 Uhr: Pariser Klimaschutzabkommen tritt offiziell in Kraft +++

Nicht einmal ein Jahr nach der Pariser Klimakonferenz tritt das dort vereinbarte globale Abkommen zur Bekämpfung der Erderwärmung am Freitag in Kraft. Die internationale Gemeinschaft hatte sich unter Frankreichs Vorsitz am 12. Dezember 2015 auf das Abkommen verständigt, das die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter begrenzen soll.

+++ 19.03 Uhr: Bundesanwaltschaft beantragt Haftbefehl gegen Terrorverdächtigen aus Berlin +++

Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat Haftbefehl gegen einen in Berlin festgenommenen Terrorverdächtigen beantragt. Der 27-Jährige solle noch am Donnerstag dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden, der darüber entscheiden werde, teilte die Bundesanwaltschaft am Abend mit. Der Mann wird demnach verdächtigt, Mitglied der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gewesen zu sein und soll von einem IS-Verbindungsmann in Syrien "die Erlaubnis" erhalten haben, einen Anschlag in Deutschland zu planen.

+++ 18.26 Uhr: Papst: Alle Religionen müssen im Namen Gottes verübte Gewalt verurteilen +++

Papst Franziskus hat die Vertreter der Weltreligionen zu einer Verurteilung von Gewalt und Terrorismus aufgefordert. Es vergehe leider "kein Tag, ohne dass man von Gewalttaten, Konflikten, Entführungen, terroristischen Attacken, Ermordungen und Zerstörungen hört", sagte das katholische Kirchenoberhaupt am Donnerstag bei einem interreligiösen Treffen mit 200 Teilnehmern in Vatikan.

"Und es ist schrecklich, dass diese barbarischen Akte teilweise im Namen einer Religion oder Gottes selbst" gerechtfertigt würden, fügte der Papst hinzu. Dies müsse "klar und deutlich verurteilt werden".

+++ 18.17 Uhr: Medienbericht: Deutsche Pkw-Maut soll kommen +++

Nach Informationen der "Bild" soll die EU ihren Widerstand gegen die deutsche Pkw-Maut überraschend aufgeben. Eine Sprecherin von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker habe dies bestätigt. Eine Einigung sei demnach noch im November möglich, so der Bericht. Demnach könnte es zusätzlich zu den geplanten Maut-Stufen noch günstigere Kurzzeit-Vignetten für Pendler und eine stärkere Berücksichtigung der Umweltverträglichkeit geben. 

Das Maut-Konzept sieht vor, dass diese für deutsche Autofahrer mit der Kfz-Steuer verrechnet wird, damit für sie keine Mehrkosten entstehen.

+++ 17.57 Uhr: Unicef: Mehr als 20.000 Menschen vor Kämpfen um Mossul geflohen +++

Seit Beginn der Offensive auf die IS-Hochburg Mossul sind nach Angaben des Kinderhilfswerks Unicef rund 20.700 Menschen vor den Kämpfen geflohen. Darunter seien nach Schätzungen der Organisation etwa 9.700 Kinder, teilte Unicef mit. Im Gespräch mit den Flüchtlingsfamilien zeige sich, dass viele Kinder traumatisiert seien und psychologische Hilfe bräuchten, hieß es weiter. Viele Menschen kommen nach Angaben der Hilfsorganisation erschöpft und teilweise barfuß in den Flüchtlingslagern an.

Mitte Oktober hatte ein Bündnis aus irakischer Armee, kurdischen Peschmerga und lokalen Milizen eine Offensive zur Befreiung Mossuls begonnen. Die Stadt ist die letzte Bastion der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Irak. Das Bündnis greift Mossul aus mehreren Richtungen an und konnte mittlerweile im Osten bis in die Außenbereiche der Stadt vordringen. Unterstützt wird es von Luftangriffen einer US-geführten Militärkoalition.

+++ 17.22 Uhr: Schweiz beschlagnahmt Luxusautos von afrikanischem Vizepräsidenten +++

Die Schweizer Staatsanwaltschaft hat am Flughafen von Genf elf Luxusautos des Vizepräsidenten und Sohns des Präsidenten von Äquatorialguinea, Teodorin Obiang, beschlagnahmt. Die Zwangsmaßnahme sei im Zuge eines Strafverfahrens wegen Geldwäsche erfolgt, teilte der Sprecher der Genfer Staatsanwaltschaft, Henri Della Casa, am Donnerstag auf Anfrage der Schweizer Nachrichtenagentur SDA mit. Er bestätigte damit Informationen der Zeitschrift "L'Hebdo" sowie der Zeitungen "Tages-Anzeiger" und "Bund".

Auch die französische Justiz hat ein Strafverfahren gegen den 47-jährigen Obiang eröffnet, wie die SDA berichtet. Demnach soll er sich in Frankreich wegen Vermögensdelikten wie Veruntreuung und Korruption vor Gericht verantworten müssen. Die französischen Ermittler werfen ihm demnach vor, sich zwischen 2007 und 2011 teilweise über Vermittler oder Scheinfirmen Immobilien im Wert von mehreren Dutzend Millionen Euro angeeignet zu haben. 

+++ 16.57 Uhr: Mann soll Fotos von Bekannten auf Pornoseiten gestellt haben +++

Ein Mann aus Unterfranken soll die Fotos von 17 Jugendlichen und Frauen ohne deren Wissen auf Pornoseiten gestellt haben. Die Polizei ermittelt gegen den 31-Jährigen nach Angaben vom Donnerstag unter anderem wegen "Beleidigung auf sexueller Grundlage". Der Mann aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld sei mit den Opfern im Alter von 16 bis 28 Jahren in einem sozialen Netzwerk befreundet und habe sich an dort veröffentlichten Fotos bedient. In einigen Fällen soll der Beschuldigte Fotomontagen gebastelt haben, bei denen er den Kopf der jeweiligen Frau einem nackten Körper zuordnete.

Aufgeflogen war der Mann, weil eine 24-Jährige Wind davon bekommen hatte, dass Bilder von ihr auf diversen pornografischen Webseiten zu sehen waren. Sie ermittelte eigenmächtig weitere Geschädigte, die zusammen zur Polizei gingen. Die Beamten fanden noch mehr Opfer. Bei einer Wohnungsdurchsuchung in der vergangenen Woche sicherten die Ermittler dann unter anderem den Laptop des Beschuldigten.

+++ 16.44 Uhr: Julia Klöckner droht Strafe: Kennzeichen war alt +++

Das Kennzeichen ihres Motorrollers war abgelaufen - jetzt droht der rheinland-pfälzischen CDU-Fraktionschefin Julia Klöckner eine Strafe. "Ich hatte übersehen, dass der Versicherungsschutz abgelaufen war", teilte Klöckner am Donnerstag mit. Die Polizei habe sie darauf angesprochen, daraufhin habe sie sich sofort darum gekümmert. Die Feststellung der Polizei führt jedoch automatisch zu einer Strafanzeige. "Da ich Abgeordnete bin, wird sich der Rechtsausschuss des Landtags mit meiner Immunität befassen müssen", erklärte Klöckner. "Ich ärgere mich selbst sehr über mein Versehen." Wer nicht mit vorgeschriebenem Kennzeichen fährt, muss mit einer Strafe von 60 Euro rechnen.

+++ 16.31 Uhr: Bei Anruf Knast - Gesuchter bittet ausgerechnet Polizei um Hilfe +++

Wenig Skrupel zeigte ein mit Haftbefehl gesuchter Österreicher bei der Suche nach einem Telefon. Er scheute am Donnerstag nicht davor zurück, die Nürnberger Bundespolizei bei der Erledigung eines dringenden Telefonats um Hilfe zu bitten, wie die Beamten mitteilten. Das wurde dem 23-Jährigen aus Graz prompt zum Verhängnis. Als die Beamten seine Personalien überprüften, fanden sie dessen Namen auf der Fahndungsliste.

Der Mann war nach einem Diebstahl zu einer Strafe von 920 Euro, ersatzweise 133 Tage Haft verurteilt worden, hatte aber bislang den geforderten Geldbetrag nicht beglichen. Bei seiner Durchsuchung fanden die Beamten zudem eine geringe Menge Marihuana. Der 23-Jährige wurde erst einmal in die Justizvollzuganstalt Nürnberg gebracht.

+++ 16.16  Uhr: Bislang stärkste chinesische Rakete ins All gestartet +++

China hat seine bislang stärkste Trägerrakete zu einem unbemannten Flug ins All geschickt. Die Rakete "Langer Marsch 5" hob auf dem neu gebauten Weltraumbahnof in Wenchang auf der Insel Hainan im Südosten des Landes ab, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Die Rakete ist in der Lage, eine Last von bis zu 25 Tonnen in die erdnahe Umlaufbahn zu transportieren. Die US-Rakete Saturn V, die 1969 die Astronauten zu ihrer legendären Mond-Mission brachte, konnte in dieselbe Umlaufbahn bis zu 154 Tonnen transportieren. Für China ist der Start der neuen Rakete dennoch ein weiterer wichtiger Schritt zu seinem Ziel, im Bereich der Raumfahrt mit den USA und Europa Schritt zu halten - oder diese einzuholen.

+++ 16.07 Uhr: Asylbewerber in Baden-Württemberg sollen 17-Jährigen mehrfach vergewaltigt haben +++

Wegen des Verdachts der mehrfachen Vergewaltigung eines 17-Jährigen hat die Polizei in Baden-Württemberg Räumlichkeiten von insgesamt zehn Asylbewerbern in Flüchtlingsunterkünften durchsucht. Wie die Staatsanwaltschaft in Tübingen und die Polizei in Karlsruhe mitteilten, waren in Nagold und Wildberg etwa 30 Beamte im Einsatz. "Die afghanischen Asylbewerber stehen im Verdacht, einen 17-jährigen iranischen Asylbewerber mehrfach vergewaltigt und die Taten gefilmt zu haben", hieß es. Gegen sieben der Tatverdächtigen wurden den Angaben zufolge Haftbefehle beantragt. Sie sollten noch am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt werden.

+++ 15.16 Uhr: Viereinhalb Jahre Haft für deutschen IS-Kämpfer +++

Wegen Mitgliedschaft in der Dschihadistenmiliz IS hat das Oberlandesgericht Düsseldorf den Deutschen Fadil Rudolf S. zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Die beiden Mitangeklagten Deutschen Mohamed A. und Mustafa P. wurden zu je zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Laut Urteil waren die Angeklagten im Sommer 2013 nach Syrien gereist und durchliefen dort bei der Miliz Dschunud al-Scham (Die Soldaten Syriens) eine Kampfausbildung. Der Angeklagte Fadil Rudolf S. schloss sich demnach November 2013 dem IS an. Im Dezember 2013 und im Januar 2014 kehrten die jungen Männer laut Gericht nach Deutschland zurück.

+++ 15.10 Uhr: Urteil in NPD-Verbotsverfahren am 17. Januar +++

Das Bundesverfassungsgericht will am 17. Januar 2017 verkünden, ob die rechtsextreme NPD verboten werden muss. Dies teilte das Gericht mit. Den Verbotsantrag hatte der Bundesrat gestellt. Die Länderkammer ist der Ansicht, die NPD wolle die freiheitlich-demokratische Grundordnung beseitigen, und führte dazu in der mündlichen Verhandlung im Februar zahlreiche Äußerungen von Parteifunktionären an.

+++ 15.09 Uhr: Vergoldete Hauswand - Hamburger Kunstprojekt sorgt für Kritik +++

Vergoldete Hauswand für mehr als 85.000 Euro Steuergeld: Ein geplantes Kunstprojekt im sozial schwachen Hamburger Stadtteil Veddel sorgt für harsche Kritik. "Es ist kaum zu glauben, wofür in unserer hoch verschuldeten Stadt plötzlich Geld da ist", sagte Sabine Glawe vom Bund der Steuerzahler am Donnerstag. Solange viele soziale Einrichtungen aus finanziellen Gründen von der Schließung bedroht seien, sei das Projekt "Hohn gegenüber den hilfsbedürftigen Menschen dieser Stadt".

Zuvor hatten mehrere Medien berichtet, dass die Kunstkommission der Kulturbehörde dem Künstler Boran Burchhardt Geld für sein Projekt einer vergoldeten Hauswand bewilligt hatte. Auf dpa-Anfrage verteidigte Burchhardt sein Vorhaben: "Der Sinn des Projektes ist Kommunikation." Es gehe darum, Wirkung zu erzielen für einen Stadtteil, der sonst oft in einem negativen Kontext auftauche. Aus der Kunst-Szene habe er schon viel positive Rückmeldungen bekommen.

+++ 14.54 Uhr: Horror-Clown wird von Dackel gebissen +++

Ein als Horror-Clown verkleideter Mann hat sich für seinen üblen Scherz das falsche Opfer ausgesucht. Als er die Besitzerin eines Dackels am Mittwochabend vermutlich mit einem Messer erschrecken wollte, biss ihn der Hund in die Wade, wie die Polizei mitteilte. Während der Mann noch damit beschäftigt gewesen sei, den beißenden Dackel abzuschütteln, habe ihm die 25-Jährige in den Unterleib getreten. Laut Polizei flüchtete der Mann anschließend mit weiteren als Horror-Clowns verkleideten Männern, die in einem Gebüsch gewartet hatten.

+++ 14.40 Uhr: Brauerei darf Begriff "bekömmlich" nicht in Bierwerbung verwenden +++

Erneute Schlappe für die Brauerei Härle aus Leutkirch: Das Unternehmen darf für sein Bier weiterhin nicht mit dem Begriff "bekömmlich" Werbung machen, wie das Oberlandesgericht Stuttgart mitteilt. Das Wort gehöre zu den gesundheitsbezogenen Angaben, sagte Richter Gerhard Ruf. Diese seien aber nach einer Verordnung der Europäischen Union aus dem Jahr 2006 - der sogenannten Health-Claims-Verordnung - für Getränke mit einem Alkoholgehalt von mehr als 1,2 Volumenprozent verboten.

+++ 14.29 Uhr: Waffenhandel im Darknet - Zweieinhalb Jahre Haft +++

Wegen illegalen Waffenhandels im Netz ist ein 25 Jahre alter Werkzeugmacher zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Stuttgart sprach ihn wegen etlicher Verstöße gegen das Waffengesetz schuldig. Lieferungen diverser Kriegswaffen an eine Adresse in Paris hingegen konnten dem Mann im Laufe des Prozesses nicht nachgewiesen werden. Verurteilt wurde er, weil er Schreckschusswaffen in scharfe Waffen umgebaut und diese im sogenannten Darknet - einem anonymen Bereich des Internets - verkauft hat. Er hatte ein Geständnis abgelegt - ebenso wie sein 28 Jahre alter Cousin, der wegen Beihilfe zu einer Bewährungsstrafe verurteilt wurde.

+++ 14.28 Uhr: Polizeigewerkschaft lehnt Bußgeld-Staffelung nach Einkommen ab +++

Die Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) hält nichts von dem Vorschlag aus den Ländern, die Bußgelder bei Verkehrsverstößen künftig nach dem Einkommen zu staffeln. "Die Unterscheidung zwischen Normal- und Gutverdienern dürfte bei mehr als vier Millionen Bußgeldverfahren für die Verwaltung fast unmöglich zu stemmen sein", sagte der DPolG-Vorsitzende Rainer Wendt der "Saarbrücker Zeitung". Der Bundesrat wird in seiner Sitzung am Freitag einen Entschließungsantrag des Landes Niedersachsen beraten, wonach reiche Raser künftig stärker zur Kasse gebeten werden sollen als solche mit einem geringen Verdienst. "Pauschale Bußgelder sind sozial sehr ungerecht", heißt es in dem Antrag. Für Menschen mit einem geringen Einkommen könnten die Bußgelder bereits jetzt eine hohe Sanktionswirkung entfalten, während sie von Menschen mit höheren Einkommen kaum wahrgenommen würden.

+++ 13.56 Uhr: Rentner zündet Nachbarn an - im Prozess kann er sich nicht erinnern +++

Im Prozess um versuchten Mord vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth hat sich der angeklagte Rentner auf Erinnerungslücken berufen. Er könne sich an die Tat im Januar nicht mehr erinnern, sagte die Anwältin des 63-Jährigen beim Prozessauftakt. Grund könne eine Chromosomenstörung des Mannes sein, die ihn in eine Art Rauschzustand versetzt habe. Laut Anklage ging dem Anschlag in Seubersdorf ein monatelanger Nachbarschaftsstreit um eine gestutzte Hecke voraus.

Laut den Ermittlungen klingelte der Angeklagte am Tag der Tat bewaffnet mit Axt, Bunsenbrenner und Pistole an der Haustür seines 65 Jahre alten Nachbarn. Als dieser die Tür öffnete, soll der Rentner den Mann mit einem brennbaren Lösungsmittel bespritzt und die Flüssigkeit mit dem Bunsenbrenner angezündet haben. Das Opfer erlitt Brandverletzungen im Gesicht, an den Oberschenkeln und Händen. Eine Nachbarin und deren Sohn konnten den 63-Jährigen überwältigen. Opfer und Täter lagen anschließend mehrere Tage lang im künstlichen Koma. Wegen einer psychischen Erkrankung könnte der 63-Jährige vermindert schuldfähig sein. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.

+++ 13.40 Uhr: Seniorin vertreibt Räuber mit Zeitungen +++

Eine 70-jährige Kioskbesitzerin und ihr ein Jahr älterer Ehemann haben in Berlin-Wedding zwei maskierte Räuber in die Flucht geschlagen. Wie die Polizei mitteilt, waren die beiden Täter mit einem Schwert bewaffnet am Mittwochabend in den Laden gestürmt. Einer der beiden forderte Geld und schlug zur Einschüchterung mit dem Schwert auf einen Zeitungsständer und den Verkaufstresen. Die 70-Jährige warf dem Mann daraufhin einen Stapel Zeitungen entgegen und rief laut um Hilfe, woraufhin ihr Ehemann aus einem Nebenraum gelaufen kam. Die Täter sprühten dem Ehepaar Reizgas ins Gesicht und ergriffen die Flucht - ohne Beute.

+++ 13.35 Uhr: Erdogan wirft Deutschland Terror-Unterstützung vor +++

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat Deutschland die Unterstützung von Terrorismus vorgeworfen. "Hey Deutschland, sei Dir bewusst, dass diese Terrorplage Euch wie ein Bumerang treffen wird", sagte Erdogan bei einer Zeremonie im Präsidentenpalast in Ankara.

+++ 13.30 Uhr: UN befürchten erneute Flüchtlingstragödie im Mittelmeer +++

Die Vereinten Nationen befürchten eine erneute Flüchtlingstragödie im Mittelmeer. Mindestens 239 Menschen würden vermisst, nachdem zwei Schiffe mit Flüchtlingen verunglückt seien, teilte die Sprecherin den UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR in Rom, Carlotta Sami mit. Die Informationen stammten von Überlebenden. Die Nachrichtenagentur AFP schrieb von 110 Toten. Immer wieder ertrinken Flüchtlinge im Mittelmeer bei dem lebensgefährlichen Versuch, von Afrika aus Europa zu erreichen. Die meisten der oft schrottreifen Boote starten dabei von der Küste des Bürgerkriegslandes Libyen aus.

+++ 13.13 Uhr: Auszeichnung "Winzer des Jahres" geht an die Saar +++

Die begehrte Auszeichnung "Winzer des Jahres" des Weinführers Gault&Millau geht für 2017 an die Saar. Hans-Joachim und Dorothee Zilliken aus dem rheinland-pfälzischen Saarburg freuten sich überschwänglich über den Preis, der ihnen in Mainz überreicht wurde. "Diese Auszeichnung ist eine große Ehre", sagte Dorothee Zilliken. Es sei schön, dass nicht nur die trockenen, sondern auch fruchtige Weine, wie ihre Familie sie produziere, wieder Beachtung bekämen. Die Experten des Weinguide Gault&Millau Deutschlands 2017 testeten mehr als 13.000 Weine von 1200 deutschen Weingütern.

+++ 13.12 Uhr: 15 Jahre Haft für Syrer wegen dreifachen Mordversuchs an eigenen Kindern +++ 

Wegen dreifachen Mordversuchs und Körperverletzung an seinen eigenen Kindern hat das Landgericht Bonn einen syrischen Flüchtling zu 15 Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte seine drei Kinder aus den Fenstern einer Flüchtlingsunterkunft warf, weil er sich über seine Frau ärgerte. Die beiden Töchter des Mannes im Alter von einem und sieben Jahren sowie sein fünfjähriger Sohn hatten die Tat am 1. Februar in Lohmar überlebt, aber teils schwere Verletzungen erlitten.

+++ 13.09 Uhr: Uno warnt: Ohne zusätzlichen Klimaschutz droht "menschliche Tragödie" +++

Wenige Tage vor der UN-Klimakonferenz in Marrakesch haben die Vereinten Nationen die Weltgemeinschaft dringend zum Abbau von Treibhausgasen aufgerufen. Wenn die Emissionen nicht radikal gesenkt würden, drohe "eine vermeidbare menschliche Tragödie", warnte der Chef des UN-Umweltprogramms, Erik Solheim. Am Freitag tritt der Klimaschutzvertrag von Paris in Kraft, auf den sich die internationale Gemeinschaft im vergangenen Dezember verständigt hatte. Bei der am Montag beginnenden UN-Klimakonferenz in Marokko geht es bis zum 18. November darum, das Pariser Abkommen mit Leben zu erfüllen. Darin verpflichten sich erstmals alle Staaten der Welt zum Kampf gegen Treibhausgase. Die weltweite Erwärmung soll idealerweise auf 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit begrenzt werden.

+++ 12.56 Uhr: Berliner Terrorverdächtiger ohne Verbindung zu al-Bakr +++

Der in Berlin festgenommene Terrorverdächtige hatte nach Angaben des Berliner Verfassungsschutzes keinen Kontakt zu dem mutmaßlichen Terroristen Dschaber al-Bakr. Es gebe keine Verbindung zur Leipziger Terrorzelle, sagte Bernd Palenda, Leiter des Verfassungsschutzes Berlin, dem Sender N24. Al-Bakr, der vor gut drei Wochen gefasst wurde, hatte sich schon Sprengstoff besorgt und wollte den Ermittlern zufolge einen Berliner Flughafen angreifen. Er erhängte sich kurz nach seiner Festnahme in seiner Gefängniszelle in Leipzig.

+++ 12.56 Uhr: Mindestens 30 Zivilisten bei Nato-Luftangriff in Afghanistan getötet +++

Bei einem Luftangriff der Nato in der Provinz Kundus im Norden Afghanistans sind nach Angaben der afghanischen Behörden mindestens 30 Zivilisten getötet worden. Afghanische Verbände und internationale Truppen hätten gemeinsam einen Einsatz gegen Kämpfer der radikalislamischen Taliban geführt, sagte der Provinz-Sprecher Mahmud Danisch der Nachrichtenagentur AFP. Dabei seien mindestens 30 afghanischen Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, getötet und 25 weitere verletzt worden.

+++ 12.29 Uhr: Deutsche Bahn will Zugtüren früher schließen +++ 

Die Deutsche Bahn will pünktlicher werden, indem sie die Zugtüren früher schließt. Die Abfahrt am Bahnhof solle künftig sekundengenau erfolgen, sagte Konzernchef Rüdiger Grube der "Frankfurter Allgemeinen Woche". Bei einem Pilotprojekt in Frankfurt am Main dürften Zugführer derzeit die Türen eine Minute vor Abfahrt schließen. "Der Zug kann nun exakt zur fahrplanmäßigen Zeit losfahren." Die Kunden verlangten zu Recht, dass der Zug "zum Zeigersprung" starte.

Grube äußerte Verständnis für möglichen Ärger bei zurückbleibenden Fahrgästen. Ihm sei es auch schon passiert, dass er 30 Sekunden zu spät gekommen sei und am Bahnsteig vor verschlossenen Türen gestanden habe. "Aber die 500 Reisenden im Zug waren zufrieden, weil es auf die Sekunde pünktlich losging."

Offizielles Ziel der Deutschen Bahn ist eine Pünktlichkeitsquote von 80 Prozent im Fernverkehr. Ein Zug gilt als pünktlich, wenn er weniger als sechs Minuten zu spät am Ankunftsort eintrifft. Im vergangenen Jahr lag die Pünktlichkeitsquote bei 74,4 Prozent.

+++ 12.17 Uhr: Hollywoodstar Steven Seagal wird russischer Staatsbürger +++

Der US-Actionstar Steven Seagal hat von Präsident Wladimir Putin die russische Staatsbürgerschaft verliehen bekommen. Den Erlass veröffentlichte der Kreml auf seiner Webseite. Der Held aus Hollywood-Blockbustern wie "Hard to Kill" und "Alarmstufe: Rot" leistet damit dem Franzosen Gérard Depardieu Gesellschaft, der sich als Freund Russlands ebenfalls hat einbürgern lassen.

Der Schauspieler und Kampfsportler Seagal hat mehrfach seine Unterstützung für Putins Politik erklärt. Nach der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland gab er mit seiner Band ein Konzert in Sewastopol. Seagal verweist auch immer wieder auf seine familiären Wurzeln in St. Petersburg und anderen Teilen Russlands. Auch zum weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko pflegt er gute Kontakte.

+++ 12.10 Uhr: Kleinkind lebte womöglich tagelang neben toter Mutter +++

Ein Kleinkind hat womöglich tagelang neben seiner toten Mutter ausharren müssen, bevor jemand auf seine Schreie aufmerksam wurde. Die 32 Jahre alte Frau sei am Dienstag tot in ihrer Wohnung in Pocking im Landkreis Passau gefunden worden, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Niederbayern. Wie lange die Mutter zu diesem Zeitpunkt bereits tot war, stand zunächst nicht fest.

+++ 11.40 Uhr: Hulk Hogan erhält 31 Millionen Dollar als Entschädigung für Sex-Video +++ 

Der ehemalige US-Wrestler Hulk Hogan erhält mindestens 31 Millionen Dollar als Entschädigung für die Veröffentlichung eines heimlich gedrehten Sex-Videos. Der 63-Jährige stimmte einem Vergleich mit dem Betreiber der inzwischen eingestellten US-Klatschwebsite Gawker zu, wie aus Gerichtsdokumenten hervorgehtt Der Gründer der gleichnamigen Mediengruppe, Nick Denton, bestätigte die Einigung in seinem Blog.

Gawker war im März wegen der Veröffentlichung des Sex-Videos von einem Gericht im US-Bundesstaat Florida zu einer Entschädigungszahlung von 140 Millionen Dollar (gut 126 Millionen Euro) an Hogan verurteilt worden. Die Gawker-Anwälte beriefen sich vergeblich auf das Recht auf freie Meinungsäußerung. Im Juni meldete Gawker dann Insolvenz an, Ende August stellte die Klatschwebsite ihren Betrieb ein. Andere Teile der Mediengruppe wurden derweil vom spanischsprachigen US-Konzern Univision für eine Summe von 135 Millionen Dollar übernommen.

+++ 11.30 Uhr: Oberstes Gericht: Parlament muss über Beginn der Brexit-Verhandlungen abstimmen +++ 

Die britische Regierung darf erst nach einer Abstimmung des Parlaments das Verfahren zum Austritt aus der Europäischen Union starten. Die Richter des Obersten Gerichts in London erklärten, das Gericht akzeptiere nicht die Argumentation der Regierung, dass dies nicht nötig sei, sondern folge dem Hauptargument der Kläger. Die Entscheidung des Gerichts könnte den Zeitplan von Premierministerin Theresa May, die den Beginn des Austrittsverfahrens für März angekündigt hatte, verzögern. Die Regierung will das Urteil der Richter anfechten.

+++ 11.08 Uhr: Oettinger entschuldigt sich für Schlitzaugen-Äußerung +++

EU-Kommissar Günther Oettinger hat offiziell um Entschuldigung für seine "Schlitzaugen"-Rede gebeten. Er sehe ein, dass seine Wortwahl negative Gefühle erzeugt habe und einige Menschen sogar verletzt haben könnte, ließ der Deutsche in Brüssel mitteilen. Er bitte deswegen um Verzeihung für alle Äußerungen, die "nicht so respektvoll waren, wie sie es hätten sein sollen".

Oettinger hatte in einer Rede in Hamburg unter anderem Chinesen als "Schlitzaugen" bezeichnet, von einer "Pflicht-Homoehe" gesprochen und missverständliche Äußerungen zur Frauenquote gemacht. Daraufhin brach ein Sturm der Entrüstung los und Oettinger sah sich sogar mit Rücktrittsforderungen konfrontiert.

+++ 11.07 Uhr: Jürgen Klinsmann wird Ehrenspielführer der Nationalmannschaft +++

Jürgen Klinsmann wird Ehrenspielführer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr, wird der Kapitän der EM-Siegermannschaft von 1996 und ehemalige Bundestrainer heute Mittag beim Festakt vor dem DFB-Bundestag in Erfurt diese Auszeichnung erhalten. Die Laudatio auf den einstigen Weltklassestürmer hält Bundeskanzlerin Angela Merkel. Bislang gibt es vier Ehrenspielführer. Fritz Walter, Uwe Seeler, Franz Beckenbauer und Lothar Matthäus wurde diese Ehre zuteil. 

+++ 10.26 Uhr: Türkei entlässt mehr als 1000 Mitarbeiter der Gendamerie +++

Mehr als drei Monate nach dem Putschversuch in der Türkei sind 1218 Mitarbeiter der Gendarmerie entlassen worden. Darunter seien 419 Offiziere, teilte das Innenministerium mit. Ihnen würden Verbindungen zur Bewegung um den islamischen Prediger Fethullah Gülen vorgeworfen. Die Türkei macht den in den USA lebenden Gülen für den Putschversuch vom 15. Juli verantwortlich. Seitdem gehen die Behörden gegen vermeintliche Gülen-Anhänger vor. Mehr als 60.000 Staatsbedienstete sind inzwischen entlassen worden. Nach Angaben von Staatsmedien sitzen derzeit mehr als 36.000 Menschen in Untersuchungshaft.

+++ 10.14 Uhr: Jeder Fünfte in Deutschland von Armut und Ausgrenzung bedroht +++

Ein Fünftel der Bevölkerung in Deutschland und damit rund 16,1 Millionen Menschen sind einer Statistik zufolge im vergangenen Jahr von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht gewesen. Der Anteil der Betroffenen lag nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden bei exakt 20,0 Prozent und war minimal niedriger als im Jahr zuvor mit 20,6 Prozent. Der Wert lag 2015 erneut unter dem EU-weiten Durchschnitt von 23,7 Prozent. Die Daten stammen aus der Erhebung "Leben in Europa" (EU-SILC). Danach gelten Menschen als von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht, wenn ihr Einkommen unter der Armutsgefährdungsgrenze liegt, ihr Haushalt von erheblicher Entbehrung betroffen ist oder sie in einem Haushalt mit sehr geringer Erwerbsbeteiligung leben.

+++ 9.49 Uhr: Berliner Terrorverdächtiger soll IS-Mitglied gewesen sein +++

Der in Berlin festgenommene terrorverdächtige Syrer wird verdächtigt, Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gewesen zu sein. Das sagte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. Die Behörde hat die Ermittlungen in dem Fall übernommen. Noch wird nach Angaben der Sprecherin geprüft, ob der dringende Tatverdacht bejaht und ein Haftbefehl beantragt wird. Erst dann wird der Festgenommene von Berlin nach Karlsruhe gebracht. Beamte des Berliner Landeskriminalamts hatten den Mann am Mittwochabend in einer Wohnung im Stadtteil Schöneberg festgenommen. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen wurde bei ihm offenbar kein Sprengstoff gefunden. Endgültig klar sei das aber noch nicht.

+++ 09.31 Uhr: Studie: Jede sechste Betriebsratsgründung von Arbeitgebern behindert +++

Fast jede sechste Betriebsratsgründung wird einer Untersuchung zufolge von den Arbeitgebern behindert. Beispielweise würden Kandidaten eingeschüchtert, mit Kündigung bedroht oder die Bestellung des Wahlvorstands werde verhindert, erklärte das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung in Düsseldorf.

Die Auswertungen stützen sich auf die Befragung von 159 hauptamtlichen Gewerkschaftern der Industriegewerkschaft Bergbau Chemie Energie (IG BCE), der IG Metall und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Mehr als die Hälfte der Befragten gab demnach an, Fälle von Einflussnahme bei Betriebsratsgründungen zu kennen. Besonders häufig war dies der Studie zufolge in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie und im Gastgewerbe der Fall (76 Prozent). Die betroffenen Firmen waren den Angaben zufolge "überproportional häufig inhabergeführt".

+++ 08.44 Uhr: Türkei droht mit Ende des Flüchtlingsabkommens +++

Die Türkei hat der Europäischen Union mit der Aufkündigung des Flüchtlingsabkommens noch vor Ende dieses Jahres gedroht, sollte ihre Forderung nach Visafreiheit für türkische Bürger in der EU nicht bald erfüllt werden. "Unsere Geduld neigt sich dem Ende zu", sagte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu in einem Interview der "Neuen Zürcher Zeitung". "Wir warten auf eine Antwort (der EU) in diesen Tagen. Wenn die nicht kommt, werden wir die Vereinbarung kündigen."

+++ 7.18 Uhr: Werbeeinnahmen treiben Facebooks Gewinne nach oben +++

Kräftige Zuwächse im Werbegeschäft lassen die Gewinne von Facebook weiter steigen. Der Profit sei im dritten Quartal auf 2,4 Milliarden Dollar (2,2 Milliarden Euro) gestiegen, teilt der Internetkonzern mit. Das bedeutet ein Gewinn-Plus von 166 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der Umsatz stieg im gleichen Zeitraum von 4,5 Milliarden Dollar auf sieben Milliarden Dollar. Konzernchef Mark Zuckerberg sprach von einem "weiteren guten Quartal".

Die Einnahmen aus Werbung sind für Facebook überlebenswichtig, weil die Benutzung des Netzwerks kostenlos ist. Rund 84 Prozent dieser Werbeeinnahmen stammten im abgelaufenen Quartal aus Werbung, die auf mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablets angezeigt wird. Auf Mobilgeräten funktionieren Werbeblocker in der Regel nicht. Der Branchendienst eMarketer schätzt die gesamten Werbeeinnahmen von Facebook in diesem Jahr weltweit auf 26 Milliarden Dollar und auf 33 Milliarden Dollar im kommenden Jahr.

+++ 6.58 Uhr: Kretschmann für erneute Kanzlerkandidatur Merkels +++

Baden-Württembergs Grünen-Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sich für eine erneute Kanzlerkandidatur der Amtsinhaberin und CDU-Vorsitzenden Angela Merkel ausgesprochen. "Das fände ich sehr gut", sagt er am Mittwochabend in der ARD-Sendung "Maischberger". Aus seiner Sicht ist die Kanzlerin "sehr wichtig in der europäischen Krise". Der Kurs, den sie fahre, sei richtig, sagte Kretschmann. "Ich wüsste auch niemand, der diesen Job besser machen könnte als sie."

+++ 6.34 Uhr: Umfrage: Sechs Prozent sympathisieren mit "Reichsbürgern" +++

Die politischen Vorstellungen der "Reichsbürger" werden von der großen Mehrheit der Deutschen abgelehnt - immerhin sechs Prozent halten sie aber für richtig. Dagegen waren in einer YouGov-Umfrage allerdings 65 Prozent der Befragten. "Reichsbürger" erkennen die Bundesrepublik nicht als Staat an. Stattdessen behaupten sie, das Deutsche Reich bestehe bis heute fort. Am 19. Oktober hatte ein 49-jähriger "Reichsbürger" in Mittelfranken einen Polizisten erschossen und weitere Beamte verletzt. Vor dieser Tat hatten der Umfrage zufolge nur 35 Prozent der Bürger bereits von der Bewegung gehört. 69 Prozent der Befragten plädieren nun dafür, die Bewegung vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen, 13 Prozent sind dagegen.

+++ 6.10 Uhr: Zwei Kleinkinder getötet - Mutter unter Verdacht +++

Bei einem Familiendrama in Lünen bei Dortmund sind zwei Kleinkinder im Alter von einem und vier Jahren getötet worden. Die Mutter ist schwer verletzt, sie kam in ärztliche Behandlung. Nach ersten Ermittlungen ist die 28-Jährige dringend tatverdächtig. Sie wurde vorläufig festgenommen, teilt die Polizei mit und betont gleichzeitig, dass die Ermittlungen in diesem Fall erst am Anfang stünden. Es wurde eine Mordkommission gebildet. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar. Weitere Details könnten vorerst nicht genannt werden, der Fall liege in der Hand der Staatsanwaltschaft, sagte ein Sprecher der Polizei in Dortmund.

+++ 6.05 Uhr: Chicago Cubs gewinnen erstmals seit 108 Jahren Baseball-World-Series +++

Die Chicago Cubs haben erstmals seit 1908 die Baseball-World-Series gewonnen. Durch einen 8:7-Erfolg am Mittwoch (Ortszeit) bei den Cleveland Indians in einem hochdramatischen Entscheidungsspiel mit Regenpause und zwei Verlängerungs-Innings drehte der neue Baseball-Champion in der Best-of-Seven-Serie einen 1:3-Rückstand nach drei erfolgreichen Partien hintereinander in ein 4:3. Für Chicago endete mit dem dritten Titelgewinn nach 1907 und 1908 eine 108 Jahre alte Durststrecke. Die Cleveland Indians müssen dagegen auf die dritte World Series nach 1920 und 1948 weiter warten.

+++ 4.52 Uhr: Älteres Ehepaar in Hannover getötet - 25-Jähriger festgenommen +++

 In Hannover ist am Mittwochabend ein älteres Ehepaar unter noch nicht geklärten Umständen getötet worden. Die Polizei nahm kurz darauf einen 25-jährigen Verwandten der Opfer unter dringendem Tatverdacht fest. Nachbarn hatten die Polizei alarmiert, als sie Hilferufe aus der Wohnung im vierten Stock des Mehrfamilienhauses hörten, wie die Polizei mitteilt. Die Beamten fanden das Ehepaar leblos vor, ein Notarzt konnte nur noch den Tod der 82-jährigen Frau und ihres 75 Jahre alten Mannes feststellen. Ermittlungen brachten die Fahnder auf die Spur des 25-Jährigen, der in unmittelbarer Tatortnähe festgenommen wurde. Nach ersten Untersuchungen am Tatort gingen die Ermittler von einem Kapitalverbrechen aus.

+++ 2.34 Uhr: Weltberühmter russischer Clown Oleg Popow tot +++

Der weltberühmte russische Clown Oleg Popow ist tot. Der 86-Jährige starb am Mittwochabend während einer Tournee im südrussischen Rostow am Don, wie russischen Agenturen berichteten. Wie es hieß, war Popow am Abend vor dem Fernseher friedlich eingeschlafen. Oleg Konstantinowitsch Popow galt als einer der letzten Großen unter den Zirkusartisten. Er verkörperte in der Manege die Figur des "Iwanuschka", einem Pendant zum deutschen Hans im Glück. Sein Kostüm war weltbekannt: Eine karierte Mütze mit einer blonden Perücke, dazu eine schwarze Samtjacke und eine rote Fliege.

jen/kng/amt / DPA / AFP