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News des Tages: Fischhändler verklagt Volkswagen auf Schadenersatz

Deutscher in Vorarlberg tot unter Lawine gefunden  +++ Verbraucherschützer warnen vor Handy-Policen +++ Fischunternehmen Deutsche See verklagt Volkswagen +++ Die Nachrichten des Tages.

Das Fischunternehmen Deutsche See reichte am Freitag beim zuständigen Landgericht Braunschweig Klage gegen VW ein, teilte das Unternehmen am Sonntag mit.

Das Fischunternehmen Deutsche See reichte am Freitag beim zuständigen Landgericht Braunschweig Klage gegen VW ein, teilte das Unternehmen am Sonntag mit.

Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker:

+++ 14.50 Uhr: Rumäniens Regierung nimmt Korruptionsdekret zurück +++

Die rumänische Regierung hat wie angekündigt das umstrittene Korruptionsdekret zurückgenommen. Dies teilte Gesundheitsminister Florian Bodog am Sonntag nach einer Kabinettssitzung in Bukarest mit. Gegen die Lockerung der bisherigen Anti-Korruptionsregeln hatten in den vergangenen Tagen hunderttausende Menschen demonstriert.

+++ 13.48 Uhr: Pariser Macheten-Angreifer verweigert offenbar Aussage +++

Der Pariser Macheten-Angreifer hat während eines ersten Verhörs die Aussage verweigert. Er habe sich geweigert, die Fragen der Ermittler zu beantworten, berichtete die französische Wochenzeitung "L'Express" am Sonntag auf ihrer Internetseite mit Bezug auf Ermittlerkreise.

Der Mann, der am Freitag in der Nähe des Louvre mit zwei Macheten auf vier Soldaten gestürzt war, wurde am Samstagabend im Pariser Krankenhaus Georges-Pompidou in Polizeigewahrsam genommen. Der Angreifer war von einer Kugel im unteren Bauchteil getroffen worden und schwebte zunächst in Lebensgefahr. 

Bei dem Täter handelt es sich vermutlich um einen 29-jährigen Ägypter. Die Ermittler gehen von einem Terrorakt aus. Der Angreifer hatte laut gedroht und "Allahu Akbar" ("Gott ist groß" auf Arabisch) gerufen. Frankreich war in den vergangenen zwei Jahren mehrfach Ziel islamistischer Anschläge, im Land gilt deshalb der Ausnahmezustand.

+++ 13.30 Uhr: Fischunternehmen verklagt VW wegen Abgasmanipulationen auf Schadenersatz +++

Das Fischunternehmen Deutsche See hat als erster Großkunde den Volkswagen-Konzern wegen der Abgasmanipulationen bei Dieselautos auf Schadenersatz verklagt. Die Klage wegen arglistiger Täuschung sei am Freitag beim zuständigen Landgericht Braunschweig eingereicht worden, teilte das Unternehmen am Sonntag mit. Zuvor sei vergeblich versucht worden, sich mit VW auf einen gemeinsamen Weg zu verständigen. Nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" beträgt die Schadenersatzforderung 11,9 Millionen Euro.

Deutsche See liefert seine Ware mit 500 VW-Leasingfahrzeugen an Kunden aus. Das Unternehmen sei die Partnerschaft mit VW nur eingegangen, weil der Autokonzern das umweltfreundlichste, nachhaltigste Mobilitätskonzept versprochen habe, hieß es in der Erklärung.

+++ AfD-Mann aus Niedersachsen könnte Alterspräsident im Bundestag werden +++

Der niedersächsische AfD-Abgeordnete Wilhelm von Gottberg (76) könnte nach der Bundestagswahl Alterspräsident des Parlaments in Berlin werden. Die Aufstellungsversammlung des AfD-Landesverbandes wählte den langjährigen Vizepräsidenten des Bundes der Vertrieben am Sonntag auf Platz vier ihrer Landesliste. Über von Gottbergs Chancen auf den Posten des Alterspräsidenten hatte zuerst "Der Spiegel" berichtet. Der niedersächsische AfD-Landesvorsitzende Paul Hampel geht davon aus, dass aus seinem Landesverband nach der Wahl im September acht Abgeordnete in den Bundestag einziehen werden. 


+++ 11.49 Uhr: Merkel kritisiert Schleswig-Holsteins Abschiebestopp nach Afghanistan +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat das Nein der schleswig-holsteinischen Landesregierung zur Abschiebung abgelehnter Asylbewerber nach Afghanistan kritisiert. Die Entscheidung der SPD-geführten Landesregierung sei nach ihrer "festen Überzeugung" nicht in Ordnung, sagte Merkel am Samstag auf einem Parteitag des CDU-Landesverbands in Neumünster. Schleswig-Holstein hat bis auf Weiteres Abschiebungen nach Afghanistan mit Verweis auf die heikle Sicherheitslage am Hindukusch gestoppt. Im nördlichsten Bundesland stehen im Mai Landtagswahlen an.

+++ 11.14 Uhr: Verbraucherschützer warnen vor Handy-Policen +++

Verbraucherschützer raten dringend vor dem Abschluss von Handy-Versicherungen ab. Die oft von Elektronikmärkten angebotenen Policen seien nicht nur teuer, sondern auch sinnlos, sagte Christian Biernoth, Versicherungsexperte der Verbraucherzentrale Hamburg, der "Welt am Sonntag". Bei Diebstahl würden Versicherer so gut wie nie zahlen. "Wir können vor Handy-Versicherungen nur warnen. Finger weg", sagte Biernoth.

Die Verbraucherzentrale Hamburg ist im Rahmen des von der Politik installierten Frühwarnnetzwerks Marktwächter für den Bereich Versicherungen zuständig. Wer sich ein neues Gerät im Wert mehrerer Hundert Euro kaufe, lasse sich leicht zu einer Versicherung für drei, vier Euro im Monat überreden, sagte Biernoth. "Was gerne übersehen wird: Die Versicherungen laufen meist mehrere Jahre und kosten den Kunden so schnell mehrere 100 Euro." Das sei viel zu viel.

Tolle Technik, super Preise: Das sind die besten Smartphones unter 300 Euro
Moto G5 und G5 Plus liegen nebeneinander

Lenovo Moto G5

Nachdem Lenovo Motorolas Smartphone-Sparte kaufte, machten sich manche Sorgen um die Qualität. Völlig zu Unrecht: Das neue Moto G5 muss sich in keiner Weise hinter den beliebten Vorgängern verstecken - im Gegenteil. Das Gerät zeigt sich in unserem Test als flink und schießt gute Fotos. Zudem ist es gut verarbeitet und bietet sogar einen Fingerabdruck-Sensor - und das alles zum Preis von 180 Euro. Ein rundum gelungenes Einsteiger-Gerät.

Das größere Moto G5 Plus (links im Bild) ist etwas schneller und legt bei der Kamera eine Schippe drauf. Es kostet ab 275 Euro.


Zudem stehe im Kleingedruckten der Vertragsbedingungen, dass der Kunde das Handy "im persönlichen Gewahrsam sicher mitzuführen" hat. Werde das Handy beispielsweise aus einer Handtasche geklaut, bekämen Verbraucher keinen Cent, sagte Biernoth. Es sei denn, die Handtasche sei mit einem Zahlenschloss versehen. Das verdeutliche den Unsinn dieser Policen.

+++ 11.05 Uhr: IS erobert Stadt in Nordsyrien von Rebellen zurück +++

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat eine umkämpfte Stadt nahe dem wichtigen Zentrum Al-Bab in Nordsyrien von protürkischen Rebellen zurückerobert. Die Dschihadisten nahmen das nur zwei Kilometer östlich von Al-Bab gelegene Basaah von den Aufständischen ein, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntag.

Der IS konnte den Ort zurückgewinnen, nachdem Rebellen die Stadt nur wenige Stunden zuvor für befreit erklärt hatten. Dabei hätten die Extremisten auch Selbstmordattentäter eingesetzt. Über sein Sprachrohr Amak beanspruchte der IS den Ort Basaah für sich. 

+++ 9.59 Uhr: Freilaufende Kamele sorgen für Polizeieinsatz in pfälzischem Dorf +++

Freilaufende Kamele haben in einem rheinland-pfälzischen Dorf für einen nächtlichen Polizeieinsatz gesorgt. Nach Angaben der Polizei wurden die Beamten am frühen Sonntagmorgen gegen 4.45 Uhr nach Freimersheim gerufen, wo Zeugen sechs Kamele aufgefallen waren. Die Tiere "konnten durch die eintreffenden Kollegen friedlich grasend im Bereich der Fahrbahn festgestellt werden", hieß es.

Als Eigentümer stellte sich den Angaben zufolge ein Zirkus im Winterlager heraus. Zirkusmitarbeiter hätten die Kamele wieder zurück in ihre Stallungen treiben können, erklärte die Polizei. Für die Beamten verlief der Einsatz nicht ohne Zwischenfall: "Im Rahmen des Einsatzes fuhr sich der Funkstreifenwagen im Feld fest und musste freigeschleppt werden."

+++ 09.33 Uhr: Türkische Polizei nimmt 60 mutmaßliche IS-Mitglieder in Ankara fest +++

Bei mehreren Razzien in Ankara hat die türkische Polizei am Sonntag 60 mutmaßliche Mitglieder der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, fanden die Einsätze in den Hauptstadtbezirken Sincan, Çubuk, Yenimahalle und Mamak statt. Bei den Festgenommenen handle es sich vor allem um ausländische Bürger, hieß es. Ob sie Anschlagspläne verfolgten, blieb zunächst unklar.

Die Festnahmen erfolgten nun über einen Monat nach dem tödlichen Anschlag in einem Nachtclub in Istanbul. Dabei waren in der Silvesternacht 39 Menschen getötet worden. Der IS bekannte sich zu dem Anschlag. Der nach der Tat festgenommene mutmaßliche Schütze gab später an, auf direkte Anweisung der Miliz gehandelt zu haben.

+++ 8.20 Uhr: 23 Menschen bei Faschingsball verletzt +++

Ein Reizstoff hat 23 Menschen bei einem Faschingsball in Bayern verletzt. Nach Polizeiangaben musste die Veranstaltungshalle mit bis zu 400 Besuchern im unterfränkischen Amorbach geräumt werden, nachdem ein zunächst unbekannter Täter in der Nacht auf Sonntag Pfefferspray oder Tränengas verteilt hatte. Die Verletzten im Alter von 16 bis 34 Jahren litten unter Augen- und Atemwegsreizungen, Übelkeit und Husten. Fünf von ihnen wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.


+++ 8.06 Uhr: Vermisster Deutscher in Vorarlberg tot unter Lawine gefunden +++

Ein deutscher Skifahrer ist zwei Tage nach seinem Verschwinden in den österreichischen Alpen tot aus einem Schneebrett geborgen worden. Der 64-Jährige aus dem oberfränkischen Burgkunstadt war allein abseits der gesicherten Pisten im Skigebiet Lech in Vorarlberg unterwegs gewesen, berichtete die Polizei am Samstag.

Als er am Donnerstag nicht in sein Hotel zurückkehrte, wurde eine Suchaktion gestartet. Bergretter suchten seitdem mit Hilfe eines Hubschraubers, einer Drohne und Hunden nach dem Mann, doch die erhebliche Lawinengefahr in dem Gebiet erschwerte ihren Einsatz. Am Samstag wurde der Vermisste 100 Meter unterhalb der Bergstation einer Seilbahn unter Schneemassen gefunden.

+++ 7.35 Uhr: Britische Forschungsstation in der Antarktis umgezogen +++

Der Umzug ist perfekt: Container für Container haben britische Forscher ihre Antarktis-Station "Halley VI" versetzt. Die aus acht blauen und roten Modulen bestehende Einrichtung befindet sich nun 23 Kilometer weiter östlich vom bisherigen Standort auf dem Brunt-Schelfeis.

13 Wochen dauerte nach Angaben der Forschungsgesellschaft British Antarctic Survey (BAS) das Unterfangen, bei dem die Container einzeln auf Kufen gestellt und damit vorsichtig über das Eis gezogen wurden. "Halley VI" sei nun bereit, um mit dem im November beginnenden antarktischen Sommer wieder ihren Dienst aufzunehmen, teilte die BAS auf ihrer Website mit. Die Einrichtung dient vor allem der Beobachtung des Klimawandels.

Mitte Januar hatte die Gesellschaft erklärt, dass entgegen ursprünglicher Planung doch kein Team in der Station überwintern werde. Experten fürchteten, dass das Eis in der Umgebung im Winter brechen könnte. Mögliche Veränderungen an der Schelfeisplatte sind auch der Grund für den Umzug der von vornherein mobil konstruierten Station. Mit der Umsetzung könne langfristig die wissenschaftliche Datenerfassung gesichert werden, hieß es.

+++ 7.19 Uhr: Weidel: AfD soll sich nicht als Partei der Provokateure positionieren +++

AfD-Bundesvorstandsmitglied Alice Weidel will nicht, dass sich die AfD im Wahljahr als Partei der Provokateure präsentiert. "Provokationen haben grundsätzlich den Nachteil, dass sie stark verkürzen und die Debatte verengen", sagte Weidel der Deutschen Presse-Agentur. Der Fokus werde dadurch auf Oberflächliches gelenkt. In der politischen Debatte, die ihre Partei führen wolle, "ist das nicht immer förderlich", fügte Weidel hinzu, die auf der baden-württembergischen AfD-Kandidatenliste für die Bundestagswahl den Spitzenplatz besetzt.

Die Dresdner Rede des Thüringer AfD-Fraktionsvorsitzenden Björn Höcke sei ein Beispiel für eine überflüssige Provokation. "Das geht nicht", betonte Weidel. Höcke hatte das deutsche Geschichtsverständnis und das Holocaust-Gedenken kritisiert und eine "erinnerungspolitische Wende um 180 Grad" gefordert. 

Laut einem internen Strategiepapier will die AfD die anderen Parteien im Wahlkampf mit "sorgfältig geplanten Provokationen" zu nervösen und unfairen Reaktionen verleiten.

Auf die Frage, wie Weidels wirtschaftspolitisch liberale Haltung zu ihren rechten Positionen in der Einwanderungspolitik passe, sagte sie: "Ich weise das von mir, dass das rechts ist." Sie wolle eine "ganz strenge Grenzsicherung". Das sei, "nicht rechts sondern rechtens". 

Wer hat an der Uhr gedreht?: AfD-Anwalt blamiert sich mit Redezeit


anb / DPA / AFP