HOME
+++ Ticker +++

News des Tages: Erdogan lässt Fußball-Stadien umbenennen

Flugbetrieb von British Airways nach Systemausfall weltweit gestört +++ "Washington Post": Kushner wollte geheimen Gesprächskanal mit dem Kreml +++ Polizei fasst flüchtigen Psychiatrie-Gefangenen +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Recep Tayyip Erdogan

Recep Tayyip Erdogan, türkischer Präsident

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 21.34 Uhr: Tausende Israelis demonstrieren für Frieden +++

Tausende Israelis haben am Samstagabend in Tel Aviv für eine friedliche Lösung des Konflikts mit den Palästinensern demonstriert. Sie trugen Protestschilder gegen die seit 50 Jahren andauernde Besatzung der Palästinensergebiete. "50 Jahre sind genug - Frieden jetzt!", stand auf einem der Schilder. Nach Schätzungen der Zeitung "Haaretz" nahmen rund 15.000 Menschen teil.

Oppositionsführer Izchak Herzog warf in einer Ansprache auf dem zentralen Rabin-Platz dem Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vor, Furcht zu säen und Gelegenheiten für eine Friedensregelung verpasst zu haben.

20.45 Uhr: Erdogan lässt Fußball-Stadien umbenennen +++

Der Türkische Präsident Erdogan hat angeordnet, dass Fußball-Stadien nicht mehr das Wort "Arena" im Namen tragen dürfen. Betroffen von der Anordnung sind auch die Heimstätten von Rekordmeister Galatasaray Istanbul und Besiktas Istanbul. Die Türk Telekom Arena heißt also in Zukunft Türk Telekom Stadion. Aus der Vodafone-Arena wird das Vodafone-Stadion.

Erdogan erteilte dem Sportminister eine entsprechende Anordnung. Der Staatspräsident verweist zur Begründung auf die Rolle von Arenen im alten Rom, in denen Menschen um ihr Leben kämpfen mussten und "zerfleischt" wurden.

+++ 19.07 Uhr: British Airways-Flüge auch in Frankfurt gestrichen +++

Nach einem Systemausfall bei British Airways sind am Frankfurter Flughafen drei Flüge nach London abgesagt worden. Drei Maschinen aus der britischen Hauptstadt fielen ebenfalls aus. Über die Passagiere konnte der Flughafenbetreiber Fraport keine Angaben machen. Ein Sprecher ging aber davon aus, dass die meisten auf andere Flüge umgebucht wurden - London wird von Frankfurt aus von vielen Airlines angeflogen. Für Sonntag sind ab Frankfurt sechs British Airways-Flüge geplant, sieben Maschinen sollen ankommen. Sie seien bisher nicht gecancelt worden, sagte der Sprecher. Die größte Fluggesellschaft des Landes hat alle Flüge von den Londoner Flughäfen Heathrow und Gatwick abgesagt. Grund dafür war nach Angaben der Airline ein Ausfall der IT-Systeme.

+++ 19.06 Uhr: Marokkaner suchen per Haftbefehl nach Anführer von Protesten +++

Nach mehrmonatigen Protesten in der Rif-Region im Norden Marokkos suchen die Behörden per Haftbefehl nach einen der mutmaßlichen Anführer. Nasser Zefzafi habe gemeinsam mit anderen Beschuldigten die Predigt eines Imams in einer Moschee in der Stadt al Hoceima gestört, teilte die Staatsanwaltschaft des Königreichs am Samstag zur Begründung mit. Al Hoceima war eine der Hochburgen der Massenproteste, die es im Zuge des Arabischen Frühlings im Jahr 2011 auch in Marokko gab. Neu angeheizt wurde der Aufruhr durch den grausamen Tod eines Fischverkäufers im vergangenen Oktober. Er starb in der Presse eines Müllwagens, als er versuchte, Behördenmitarbeiter daran zu hindern, seine Ware zu zerstören.

+++ 18.54 Uhr: Festnahme von Gedichte lesendem Zehnjährigen schockiert Russen +++

Ein Video von der brutalen Festnahme eines zehnjährigen Jungen, der auf der Straße Gedichte rezitierte, hat in Russland für Empörung gesorgt. Auf dem Video, das von russischen Fernsehsendern verbreitet wurde, ist zu sehen, wie der Junge von mehreren Polizeibeamten in Gewahrsam genommen wird und dabei "Rettet mich" ruft. Die Beamten hatten Berichten zufolge den Zehnjährigen verdächtigt, verbotenerweise auf der Straße zu betteln. Dem widersprach seine Stiefmutter, die in der Nähe auf einer Bank gesessen und das Video gemacht hatte. Ihr Stiefsohn habe Gedichte aufgesagt, um sein schauspielerisches Talent zu trainieren, sagte sie den Berichten zufolge. Der Junge und seine Stiefmutter wurden von den Polizeibeamten auf eine Wache mitgenommen. Dort hätten sie etwa vier Stunden zubringen müssen, berichtete die Website "Ovdinfo", die Festnahmen der Polizei unter die Lupe nimmt. Erst nach Mitternacht hätten die beiden nach Hause gehen dürfen.

+++ 18.53 Uhr: Erdrutsch schließt 17 Menschen in Alpenschlucht ein +++

Ein Erdrutsch hat 17 Menschen in einer Bergschlucht in den österreichischen Alpen eingeschlossen. Die Zufahrtsstraße zur Liechtensteinklamm bei St. Johann im Pongau wurde verschüttet, wie ein Salzburger Polizeisprecher der Nachrichtenagentur DPA mitteilte. Es sei niemand verletzt worden. Die Bergrettung war am Abend vor Ort, um die Menschen aus der Schlucht zu führen. Die Liechtensteinklamm mit ihren dramatischen Felsformationen ist ein beliebtes Ausflugsziel nahe der Grenze zu Bayern.

+++ 18.39 Uhr: Tränengaseinsatz bei Anti-G7-Demo auf Sizilien +++

Bei der Demonstration gegen den G7-Gipfel auf Sizilien ist es zu einem Zusammenstoß zwischen Polizei und Protestierenden gekommen. Die Polizei setzte Tränengas ein, nachdem zwischen 20 und 30 Demonstranten plötzlich auf sie zugegangen waren, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur DPA berichtete. Zu dem "No G7"-Protest gegen die Politik der sieben führenden Industrienationen waren etwa 1000 Menschen nach Giardini Naxos südlich vom Tagungsort Taormina gekommen.

+++ 17.53 Uhr: Burger King verärgert belgisches Königshaus mit Werbespot +++

Schon vor der Eröffnung ihres ersten Schnellrestaurants in Belgien hat sich die Imbiss-Kette Burger King beim Monarchen des Landes in die Nesseln gesetzt. In einem im Internet veröffentlichten Werbespot fordert die Kette die Belgier in humorvollem Ton auf, sich zwischen ihrem Staatsoberhaupt König Philippe und dem "King des Burgers" zu entscheiden. "Seid Ihr sicher, dass Ihr König Philippe wählen wollt?", heißt es in dem Werbevideo weiter. "Er wird Euch keine Fritten machen." Bebildert wird dies auf der einen Seite mit einem Porträt des Königs im Profil und auf der anderen Seite mit einem Hamburger. Das Königshaus reagierte verschnupft. "Die Verwendung des Bildes des Königs bedarf einer Erlaubnis", hob der Palast in einer Stellungnahme hervor. "In diesem konkreten Fall wurde keine Anfrage an uns gerichtet", sagte Palastsprecher Emmanuel de Bauw der Nachrichtenagentur AFP. Und da es sich um eine Verwendung zu kommerziellen Zwecken handele, wäre eine Autorisierung verweigert worden. 

+++ 15:36 Uhr: IS reklamiert Angriff auf Christen für sich - Luftangriffe in Libyen +++

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Terrorangriff auf Christen in mit 29 Toten für sich beansprucht. "Soldaten des Kalifats" hätten den Christen einen Hinterhalt gestellt, teilten die Extremisten am Samstag mit. Die Echtheit der Erklärung konnte zunächst nicht überprüft werden. Sie wurde aber über die üblichen IS-Kanäle im Internet verbreitet. In der Stadt Al-Minja trauerten Familien um ihre getöteten Angehörigen.

Bei dem Anschlag hatten etwa zehn bewaffnete am Freitag einen Tag vor Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan nahe Al-Minja einen Bus mit Christen angegriffen, die auf dem Weg in ein Kloster waren. Mehr als 20 Menschen wurden verletzt. Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi kündigte danach Vergeltung an.

Ägyptische Flugzeuge griffen am Abend und in der Nacht Ziele in Libyen an, von wo die Täter gekommen sein sollen. Auch Jets der libyschen Luftwaffe seien an dem Einsatz beteiligt gewesen, meldete die Nachrichtenseite Libya 24 unter Berufung auf Armee.

+++ 15.32 Uhr: AfD-Spitzenkandidatin Weidel fordert Kopftuchverbot für Deutschland +++

Die AfD-Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl, Alice Weidel, fordert neben einem Verbot der Vollverschleierung auch ein Kopftuchverbot. "Kopftücher gehören aus dem öffentlichen Raum und von der Straße verbannt. Das sollte gesetzlich festgelegt werden", sagte Weidel dem "Tagesspiegel". Mit dem Kopftuch werde die Apartheid von Männern und Frauen zur Schau gestellt. Es sei ein "absolut sexistisches Symbol". "Das Kopftuch gehört nicht zu Deutschland", erklärte Weidel. Der Gesichtsschleier Nikab, der nur die Augen freilässt, und die Burka sollten verboten werden, und zwar "überall", verlangte die AfD-Politikerin weiter. Verstöße sollten "unter eine empfindliche Geldstrafe gestellt werden". Im Wahlprogramm der AfD heißt es, der Islam "gehört nicht zu Deutschland". Die Partei will im September erstmals in den Bundestag einziehen.


+++ 15:15: Systemausfall - Flugbetrieb von British Airways weitweit gestört +++

Chaos bei Großbritanniens größter Fluggesellschaft: Kunden von haben am Samstag weltweit mit Verspätungen und Flugausfällen rechnen müssen. Grund dafür war nach Angaben des Unternehmens ein Ausfall des IT-Systems, der den weltweiten Flugbetrieb der Airline erheblich beeinträchtige. Einen Hackerangriff schloss British Airways zunächst aus. Dafür gebe es bislang keine Anhaltspunkte, erklärte das Unternehmen dem Nachrichtensender BBC.

Wegen der Probleme strich die Fluglinie sämtliche Flüge ab London. Bis 18 Uhr Ortszeit am Samstagabend würden ab Heathrow und Gatwick keine Maschinen mehr starten, teilte der Flughafen London-Heathrow mit. Auch von zahlreichen anderen Flughäfen wurden Verspätungen der British-Airways-Maschinen gemeldet.

Passagiere berichteten in den sozialen Netzwerken zudem, dass sie nicht online über die App einchecken konnten, ferner waren Teile der Homepage von British Airways nicht zu erreichen. Das Unternehmen entschuldigte sich über Twitter bei seinen Kunden: "Wir versuchen, die Probleme so schnell es geht zu beheben."

+++ 14:53 Uhr: Schulz: Schlechtere Bezahlung von Frauen ist eine "Schande" +++

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will bei einem Wahlsieg unmittelbar etwas gegen die schlechtere Bezahlung von Frauen tun. "Eine SPD-geführte Bundesregierung wird in den ersten 100 Tagen alle notwendigen Initiativen ergreifen (...), um sicherzustellen, dass diese Schande, dass Frauen immer noch schlechter bezahlt werden als Männer, aufgelöst wird", sagte Schulz am Samstag bei einer Wahlkampf-Konferenz vor rund 500 SPD-Funktionären in Berlin. 

+++ 14:50 Uhr: Großbritannien senkt nach jüngsten Festnahmen Terrorwarnstufe wieder +++

Angesichts zahlreicher Festnahmen nach dem Anschlag von Manchester hat die britische Regierung die Terrorwarnstufe am Samstag wieder gesenkt. Premierministerin Theresa May erklärte, nach der "beträchtlichen Zahl von Polizeieinsätzen in den vergangenen 24 Stunden" befänden sich elf Verdächtige in Gewahrsam. Wegen einer Reihe von Großveranstaltungen am Wochenende blieben die Sicherheitsvorkehrungen aber massiv.

Am Samstagmorgen nahmen die Ermittler in Manchester nach eigenen Angaben zwei Männer im Alter von 20 und 22 Jahren bei einer Hausdurchsuchung fest. Damit befinden sich nun insgesamt elf Menschen im Zusammenhang mit dem Anschlag in britischem Gewahrsam. Zudem wurden der Vater und der Bruder des Selbstmordattentäters Salman Abedi in Libyen festgenommen.

+++ 14:33 Uhr: Merkel nennt Klima-Ergebnisse von G7-Gipfel "sehr unzufriedenstellend" +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich enttäuscht über das Scheitern des G7-Gipfels in der Klimafrage geäußert. "Sehr unzufriedenstellend ist die gesamte Diskussion über das Thema Klima gewesen", sagte Merkel beim Treffen der sieben großen Industriestaaten am Samstag im italienischen Taormina. Bei der Frage nach dem Klimaabkommen von Paris stehe es sechs zu eins, "das heißt, es gibt keinerlei Anzeichen bis jetzt, ob die USA im Pariser Abkommen verbleiben werden oder nicht."


+++ 13:16 Uhr: Feuerwehr rettet 500 Kilo schweren Hengst aus Graben +++

Die Feuerwehr hat in Hamburg ein verunglücktes Pferd gerettet. Der rund 500 Kilo schwere Hengst Laban sei in einen Wassergraben gerutscht, aus dem er sich nicht mehr selbst befreien konnte, teilte ein Feuerwehrsprecher mit. Wie Augenzeugen berichteten, war das Tier so tief im schlammigen Graben versunken, dass nur noch der Kopf aus dem Wasser ragte. Die Einsatzkräfte schafften es am frühen Samstagmorgen, den Hengst mit Hilfe von zwei unter dem Bauch befestigten Schläuchen zu befreien.

Feuerwehrleute ziehen in Hamburg-Altengamme ein Pferd aus einem Wassergraben. Hengst Laban war am Morgen auf einer Weide in den Graben gerutscht und musste mit viel Muskelkraft gerettet werden. 

Feuerwehrleute ziehen in Hamburg-Altengamme ein Pferd aus einem Wassergraben. Hengst Laban war am Morgen auf einer Weide in den Graben gerutscht und musste mit viel Muskelkraft gerettet werden. 


+++ 12:02 Uhr: G7-Gipfel endet im Streit mit USA beim Klimaschutz +++

Die großen Industriestaaten haben auf ihrem Gipfel die Differenzen mit den USA im Klimaschutz nicht überbrücken können. In der Abschlusserklärung wurde deutlich gemacht, dass sich die USA nicht klar zum Pariser Klimaabkommen bekennen, hieß es am Samstag auf dem G7-Gipfel in Taormina aus diplomatischen Kreisen. Die anderen G7-Staaten bekräftigen hingegen, die Verpflichtungen zur Verringerung der Treibhausgase schnell umsetzen zu wollen.

Die Unterhändler saßen bis tief in die Nacht zusammen und setzten ihre Verhandlungen am Vormittag fort. Schwere Differenzen bestanden auch im Freihandel und Umgang mit der Flüchtlingskrise, wo sich US-Präsident Donald Trump ebenfalls sperrte. Die G7 wollten am Nachmittag auch über die Sanktionen gegen Russland beraten, das wegen der Annexion der Krim seit 2014 nicht mehr bei den Treffen dabei ist.

Arktis Schneelandschaft


+++ 11:48 Uhr: Irakische Truppen starten neue Offensive auf letzte IS-Gebiete in Mossul +++

Die irakischen Regierungstruppen haben eine neue Offensive in der nordirakischen Stadt Mossul gestartet, um die letzten Stadtviertel unter Kontrolle der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) im Westteil der Stadt zurückzuerobern. Wie das Einsatzkommando der irakischen Streitkräfte am Samstag mitteilte, begannen verschiedene Sicherheitskräfte einen Angriff auf die "noch unbefreiten Gebiete" in West-Mossul.

+++ 11:39 Uhr: Polizei fasst flüchtigen Psychiatrie-Gefangenen +++

Die Polizei hat einen aus einer Psychiatrie am Niederrhein geflohenen Strafgefangenen gefasst. Das teilte die Staatsanwaltschaft Kleve am Samstag mit. Der 35-Jährige war am Donnerstagabend nach einer Geiselnahme aus der geschlossenen Abteilung der Klinik in Bedburg-Hau geflohen. Laut Staatsanwaltschaft hatte er mit einem weiteren Insassen einen Pfleger zunächst als Geisel genommen und ihn schwer verletzt. Einzelheiten zur Festnahme wollte die Staatsanwaltschaft noch am Samstag mitteilen.

+++ 10:32 Uhr: Mehr als 1000 britische Polizisten schützen Großveranstaltungen +++

Mehr als 1000 bewaffnete Polizisten sind zum Schutz vor einem weiteren Terroranschlag am langen Wochenende in Großbritannien im Einsatz. Der kommende Montag ist im Vereinigten Königreich ein Feiertag. Spezialisten hatten daher die Sicherheit von etwa 1300 geplanten Veranstaltungen überprüft. Im Land gilt die höchste Terror-Warnstufe; Soldaten unterstützen die Polizei.

Die Gesundheitsbehörde NHS (National Health Service) hatte Kliniken vorsichtshalber aufgefordert, sich ausreichend auf schwere Verletzungen in diesen Tagen einzustellen. Auch öffentliche Verkehrsmittel werden verstärkt überwacht.

+++ 10:17 Uhr: Solidaritätsaktion für Anschlagsopfer in Manchester +++

 Aus Solidarität mit den Opfern des Terroranschlags von Manchester haben sich viele Briten jetzt Bienen-Tattoos stechen lassen. Die Einnahmen der Tattoo-Studios gehen an die Betroffenen des Anschlags. Die Organisatoren hoffen, dass bis zum Ende des Wochenendes 50.000 Pfund (etwa 57.000 Euro) zusammenkommen.

+++ 9:47 Uhr: Zwei weitere Festnahmen nach Anschlag in Manchester +++

Nach dem Anschlag in Manchester sind zwei weitere Verdächtige festgenommen worden. Die beiden Männer im Alter von 20 und 22 Jahren seien am Samstag bei einer weiteren Razzia in der nordwestenglischen Stadt in Gewahrsam genommen worden, teilte die Polizei mit. Die Festnahme erfolgte demnach bei einer Hausdurchsuchung, bei der die Polizei auch eine kontrollierte Sprengung vornahm.

+++ 9:21 Uhr: G7-Staaten setzen Gipfeltreffen in Taormina fort +++

Die Staats- und Regierungschefs der sieben großen Industrienationen (G7) haben am Samstag ihr Gipfeltreffen im italienischen Taormina fortgesetzt. Am Ende der Beratungen am frühen Nachmittag ist die Veröffentlichung einer gemeinsamen Erklärung vorgesehen. Nach dem ersten Tag des Treffens ist aber fraglich, ob sich die G7 zu den Themen Klimaschutz und freier Handel auf Formulierungen einigen können.

Grund ist in beiden Fragen die Haltung von US-Präsident Donald Trump. Er vertritt eine protektionistische Wirtschaftspolitik und stellt das Pariser Klimaabkommen in Frage.


+++ 8:40 Uhr: Hunderte Palästinenser in israelischer Haft beenden Hungerstreik +++

Nach fast sechs Wochen haben hunderte palästinensische Häftlinge in israelischen Gefängnissen ihren Hungerstreik beendet. Die Protestaktion für bessere Haftbedingungen wurde nach einer Vereinbarung mit den israelischen Behörden beendet, wie der Leiter des Vereins der palästinensischen Gefangenen, Kaddura Fares, am Samstag mitteilte. Eine Sprecherin der israelischen Gefängnisbehörde bestätigte die Einigung und das Ende des Hungerstreiks.

+++ 7:40 Uhr: Schlafmohn-Plantage im Millionenwert in den USA entdeckt +++

Durch puren Zufall ist die Polizei im US-Bundesstaat North Carolina auf ein großes Opium-Mohnfeld gestoßen und hat damit dem regionalen Drogenhandel einen schweren Schlag versetzt. Den Handelswert der über 2000 beschlagnahmten Schlafmohn-Pflanzen schätzten die Behörden auf etwa 500 Millionen Dollar (445,5 Mio Euro), wie unter anderem der "Charlotte Observer" am Freitag (Ortszeit) berichtete.

Eigentlich waren die Beamten am Dienstag im Catawba County wegen einer Beschwerde "in anderer Sache" zu der Farm gefahren. Doch als der Besitzer die Tür öffnete, habe er die Beamten auf die Spur des Mohns gebracht, berichteten die Medien. "Ihr kommt vermutlich wegen des Opiums", sagte er und verriet damit seine Plantage.

+++ 7:27 Uhr: Zwei Tote bei Messerstecherei in US-Straßenbahn +++

Zwei Menschen sind bei einer Messerstecherei in einer Straßenbahn in Portland im US-Bundesstaat Oregon ums Leben gekommen. Ein weiterer Passagier wurde schwer verletzt, als die Männer versuchten, zwei muslimische Frauen vor einem Randalierer zu beschützen. Wie US-Medien am Freitag (Ortszeit) berichteten, hatte der Mann die beiden Frauen, von denen eine verschleiert war, lautstark "beschimpft und rassistisch beleidigt". Als andere Fahrgäste den Frauen zu Hilfe kamen, stach der Mann zu. Er flüchtete nach der Tat, konnte aber später festgenommen werden.

+++ 6:48 Uhr: Früherer US-Präsidentenberater Brzezinski ist tot +++

Der Berater des früheren US-Präsidenten Jimmy Carter, Zbigniew Brzezinski, ist tot. Er starb im Alter von 89 Jahren in Falls Church im US-Bundesstaat Virginia, wie seine Tochter am Freitagabend mitteilte. Der polnischstämmige Politologe galt als wichtiger Experte für die Außenpolitik der USA.

+++ 5:49 Uhr: Chinesische Luftwaffe fängt US-Spionageflugzeug ab +++

Die chinesische Luftwaffe hat nach US-Angaben ein amerikanisches Spionageflugzeug abgefangen. Der Vorfall habe sich über dem südchinesischen Meer ereignet, erklärte das Pentagon am Freitag (Ortszeit). Das US-Verteidigungsministerium kritisierte das Manöver als "nicht professionell und nicht sicher". Nach einem Bericht des Senders CNN flogen die chinesischen Kampfflugzeuge zu nah an den US-Aufklärer heran.

+++ 5:23 Uhr: Ägypten greift nach Tod von 28 Christen "Terroristencamps" in Libyen an +++

Nach dem Angriff auf Christen in Ägypten hat die Luftwaffe des Landes Ausbildungslager von Dschihadisten im Nachbarland Libyen bombardiert. Präsident Abdel Fattah al-Sisi sagte in einer Fernsehansprache, Ägypten werde nicht zögern, weitere "Terroristencamps" anzugreifen. Die ersten der 28 Todesopfer wurden unter großer Anteilnahme beerdigt. Die Gewalt gegen die christliche Minderheit kurz vor Beginn des Ramadans wurde international verurteilt.


+++ 3:36: Zeitung: Kushner hat mit Russen geheimen Draht zum Kreml erwogen +++

Donald Trumps Schwiegersohn und Berater, Jared Kushner, hat nach einem Bericht der "Washington Post" die Möglichkeit eines geheimen Kommunikationsdrahtes zum Kreml erwogen. Entsprechende Gespräche habe er im Dezember 2016 - nach der Wahl seines Schwiegervaters zum US-Präsidenten - mit dem russischen Botschafter in Washington, Sergej Kisljak geführt, berichtete die Zeitung am Freitag unter Berufung auf Regierungsbeamte, die in der Sache informiert wurden. Quelle sollen russische Aufzeichnungen sein. 


anb / DPA / AFP