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News des Tages: Erdogan-Sicherheitsleute "spielten" in Köln Polizei - deutsche Beamte greifen ein

Erdbeben und Tsunami: mehr als 800 Tote in Indonesien +++ Hambacher Forst: inzwischen 77 Baumhäuser geräumt +++ AfD überholt in Umfrage SPD und ist zweitstärkste Kraft +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Türkischer Staatschef: Warum Erdogan wegen Hetze schon im Gefängnis saß

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • 14.00 Uhr: Erdogan-Sicherheitsleute "spielten" in Köln Polizei
  • 13.39 Uhr: Hambacher Forst: inzwischen 77 Baumhäuser geräumt
  • 9.06 Uhr: Inzwischen mehr als 800 Menschen bei Naturkatastrophe in Indonesien gestorben
  • 0.33 Uhr: Elon Musk tritt als Tesla-Verwaltungsrat zurück
  • 0.05 Uhr: AfD überholt in Umfrag SPD und ist zweitstärkste Kraft

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 17.37 Uhr: WDR-Journalist und -Moderator Bernd Müller ist tot +++

Der langjährige WDR-Journalist und Fernsehmoderator Bernd Müller ist am Freitagnachmittag in Neuss im Alter von 78 Jahren gestorben. WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn würdigte Müller als "Urgestein des WDR": "Er war ein kluger und neugieriger Journalist sowie vor allem ein herzlicher und zugewandter Mensch. Er hat über Jahrzehnte das Programm des WDR Fernsehens geprägt. Im Talk "mittwochs Live" hat er als Gastgeber bewiesen, dass Politik und Humor zusammenpassen. Generationen junger Reporterinnen und Reporter haben von ihm gelernt, wie man hart und bestimmt aber trotzdem freundlich Fragen stellt."

+++ 16.59 Uhr: Blökende Schafe auf der London Bridge +++

Blöken statt Hupen: Schafe sind am Sonntag über die London Bridge getrieben worden. Mit der ungewöhnlichen Aktion wird in der britischen Hauptstadt an einen uralten Brauch erinnert: Ehrenbürger (Freemen of the City) haben seit Jahrhunderten das Recht auf freien Zugang über die Themse-Brücke zur Stadt, ohne dafür bezahlen zu müssen. Organisiert wird das Event, das inzwischen viele Touristen in der Millionen-Metropole anzieht, von einem Verband der Wollproduzenten. Etwa 600 Ehrenbürger haben dieses Mal daran teilgenommen. Nicht alle früheren Privilegien der Freemen of the City sind heute noch erlaubt - etwa das offene Tragen eines Schwerts.

+++ 16.13 Uhr: Deutscher Urlauber in Simbabwe von Elefant schwer verletzt +++

Nur wenige Tage nachdem eine Deutsche von Elefanten totgetrampelt wurde, ist in Simbabwe erneut ein Tourist aus Deutschland angegriffen worden. Der Urlauber filmte und fotografierte im Nationalpark Victoriafälle Tiere, als ein Elefantenbulle ihn attackierte und schwer verletzte, wie ein Sprecher der Nationalparkverwaltung am Sonntag mitteilte. Der Mann wurde nach dem Vorfall vom Samstagnachmittag in einem örtlichen Krankenhaus behandelt. Weitere Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt. Eine 49-jährige Deutsche war kürzlich im Nationalpark Mana Pools in Simbabwe von Elefanten totgetrampelt worden. 

In Simbabwe, einem Land im südlichen Afrika, kommt es immer wieder zu Angriffen von Wildtieren. 2017 gab es der Nationalparkverwaltung zufolge 41 Fälle, in denen Elefanten Menschen angriffen.

+++ 15.49 Uhr: Kim Jong Un schickt südkoreanischem Präsidenten zwei Hunde +++

Als weiteres Zeichen der Annäherung zum Nachbarland hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In ein Paar weißer Jagdhunde aus seiner Heimat geschenkt. Das männliche und weibliche Exemplar der nordkoreanischen Hunderasse Pungsan sollen künftig auf dem Gelände des Präsidentenpalastes leben, teilte das Büro Moons am Sonntag mit. Die beiden etwa einjährigen Hunde, Songgang und Gomi, seien am Donnerstag im Grenzort Panmunjom im Empfang genommen worden. 

Kim hatte den Angaben zufolge bei seinem Gipfeltreffen mit Moon im September in Pjöngjang vorgeschlagen, die Hunde als Geschenk zu schicken. Moon gilt als Tierliebhaber. Er besitzt unter anderem bereits einen Pungsan sowie einen Hund, den er nach seinem Antritt im Mai des vergangenen Jahres aus einem Tierheim adoptiert hatte. 

+++ 15.33 Uhr: Drei Kinder bei Minenexplosion in der Ostukraine getötet +++

Drei Kinder sind bei einer Minenexplosion im Kriegsgebiet Ostukraine getötet worden. Die Schulkinder seien am Morgen nahe der Rebellenhochburg Horliwka im Gebiet Donezk unterwegs gewesen, berichteten örtliche Medien unter Berufung auf die Behörden am Sonntag. Dabei seien sie auf die Minen getreten und getötet worden. Ein weiterer Junge sei schwer verletzt worden.

+++ 15.26 Uhr: Rebellen widersprechen Angaben zu Abzug aus Nordsyrien +++

Syrische Rebellen haben Angaben von Aktivisten über einen angeblichen Rückzug aus der geplanten entmilitarisierten Zone um die nordsyrische Provinz Idlib widersprochen. "Es gibt keinen Abzug schwerer Waffen aus irgendeinem Gebiet oder von irgendeiner Front. Dieser Bericht wird verneint, vollständig verneint", sagte ein Sprecher der protürkischen Rebellenallianz Nationale Befreiungsfront (NLF), Nadschi Mustafa, der Nachrichtenagentur AFP. Zuvor hatte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitgeteilt, dass die zur NLF-Allianz gehörende Failak al-Scham al-Islami am Sonntag im Zuge des zwischen der Türkei und Russland ausgehandelten Abkommens zur Einrichtung einer Pufferzone um Idlib mit dem Abzug von Einheiten und schweren Waffen begonnen habe.

+++ 14.32 Uhr: Moor im Emsland brennt seit vier Wochen - Lage ist stabil +++

Rund vier Wochen nach dem Ausbruch des Moorbrandes auf einem Bundeswehrgelände im Emsland sind noch 980 Einsatzkräfte mit den Löscharbeiten beschäftigt. Das teilte die Bundeswehr mit. Da sich die Lage einem Sprecher zufolge weiterhin stabil entwickelt, wurden zuletzt 70 ehrenamtliche Helfer abgezogen. Eine weitere Reduzierung der Zahl der Einsatzkräfte sei geplant. In der Nacht zum Sonntag war ein oberirdisches Feuer entdeckt und gelöscht worden.

Die Luftwaffe unterstützt die Arbeiten auf dem Bundeswehrtestgelände in Meppen weiterhin mit einem Transporthubschrauber. Es gibt zudem Aufklärungsflüge mit Drohnen der Bundeswehr. Für den 2. und 5. Oktober sind laut Bundeswehr auch wieder Aufklärungsflüge mit Tornados geplant. Am Montag will die Bundeswehr eine Ansprechstelle einrichten, die Schadensmeldungen entgegennimmt. Der Brand war durch einen Raketentest ausgelöst worden.

+++ 14.00 Uhr: Erdogan-Sicherheitsleute "spielten" in Köln Polizei +++

Türkische Sicherheitskräfte haben beim Besuch ihres Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Köln kurzzeitig ohne Rücksprache mit der deutschen Polizei selbst Maßnahmen ergriffen. Die Türken hätten eine Straße unweit der Kölner Zentralmoschee mit rot-weißem Flatterband teilweise abgesperrt, sagte eine Polizeisprecherin in Köln. "Wir haben sie auf die Rechtslage hingewiesen - für hoheitliche Aufgaben ist die Polizei zuständig." Daraufhin hätten die Türken ihre Absperrungsmaßnahmen beendet. 

Die "Bild" hatte berichtet, dass die türkischen Sicherheitsleute Erdogan-Kritiker auf der Straße bedrängt und eingeschüchtert hatten - erst nach 90 Minuten hätten deutsche Polizisten die Kontrolle übernommen. Die Polizeisprecherin sagte, hierzu habe sie keine Erkenntnisse. Bisher lägen keine Anzeigen zu etwaigen Bedrohungen vor. Sollten solche Anzeigen doch noch kommen, würden selbstverständlich Ermittlungen aufgenommen.

+++ 13.39 Uhr: Hambacher Forst: inzwischen 77 Baumhäuser geräumt +++

Die Polizei ist bei der Räumung des Hambacher Forsts vorangekommen, sieht sich aber noch nicht am Ziel. 77 Baumhäuser seien bis Samstagabend geräumt und entfernt worden, sagte ein Polizeisprecher in Aachen. Wann genau die Räumung abgeschlossen sein werde, könne aber noch nicht gesagt werden - es sei durchaus möglich, dass noch bisher unentdeckte Hütten gefunden würden. "Das kann noch dauern."

Der Energiekonzern RWE will einen Großteil des Waldes roden lassen, um einen Tagebau zu erweitern. Nach Auffassung des Konzerns ist das zwingend notwendig für die Sicherung der Stromproduktion in Braunkohlekraftwerken. Umweltschützer betonen hingegen die Bedeutung des 12.000 Jahre alten Waldes für den Klimaschutz und die Artenvielfalt. 

Ursprünglich war die Polizei von 50 bis 60 Baumhäusern ausgegangen. Nun vermuten die Beamten, dass Aktivisten neue Hütten in den Bäumen bauen und damit die Zahl der Hindernisse für die Ordnungskräfte hochschrauben. Von Aktivisten war zu hören, dass es in dem Forst noch immer besetzte Baumhäuser gebe.

+++ 13.21 Uhr: 75-Jähriger harrt tagelang in festgefahrenem Auto aus +++

 Ein 75-jähriger Rentner hat in einem Waldgebiet in Mittelfranken mehrere Tage und Nächte in seinem Auto ausharren müssen, nachdem er den Wagen abseits sämtlicher Waldwege festgefahren hatte und ein Baum die Autotür blockierte. Rettungskräfte entdeckten den Pkw am Samstagnachmittag zufällig unweit einer Schafsweide und befreiten den seit Dienstagabend vermissten Rentner wohlbehalten aus seiner misslichen Lage, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Der 75-Jährige aus Pleinfeld befand sich den Angaben zufolge trotz der kalten Nächte und der langen Zeit ohne Versorgung in gutem gesundheitlichen Zustand. 

+++ 12.58 Uhr: "Aquarius" übergibt Migranten auf See an Malta +++

Das private Rettungsschiff "Aquarius" hat nach fünf Tagen des Wartens 58 Migranten nahe Malta an ein Schiff der dortigen Küstenwache überreicht. Die Übergabe erfolgte am Vormittag. Das bestätigte eine Sprecherin der NGO SOS Méditerranée, die zusammen mit der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen das Schiff betreibt. 

Die "Aquarius" hatte seit Dienstag nahe Malta darauf gewartet, die Menschen übergeben zu können. Schlechtes Wetter hatte dies verzögert. Die Migranten sollen auf vier EU-Länder verteilt werden, darunter Deutschland. 

+++ 12.34 Uhr: Tödlicher Streit auf Oktoberfest: Haftbefehl gegen mutmaßlichen Täter erlassen +++

Nach dem tödlichen Streit auf dem Münchner Oktoberfest ist Haftbefehl gegen einen 42-Jährigen erlassen worden. Es werde wegen Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt, teilte die Polizei mit. Der Beschuldigte war am Samstag in Begleitung seines Anwalts bei der Polizei erschienen. Er hatte eingeräumt, an der Auseinandersetzung in der Nacht zum Samstag beteiligt gewesen zu sein. Die Hintergründe waren zunächst unklar. Bei dem Opfer handelt es sich laut Polizei um einen 58-jährigen Deutschen aus dem Münchner Umland. Er starb an einer Hirnblutung, so das Ergebnis der Obduktion.

+++ 12.32 Uhr: Messerangriff in Köln: Polizei prüft fremdenfeindliches Motiv +++

Nach einer Messerattacke auf einen 24-jährigen Türkischstämmigen in Köln prüft die Kripo ein fremdenfeindliches Motiv des festgenommenen Tatverdächtigen. Der ebenfalls 24 Jahre alte mutmaßliche Täter soll das Opfer am frühen Morgen an einer Straßenbahnhaltestelle mit einem Messer im Gesicht verletzt haben, wie die Polizei mitteilte. Zeugenaussagen zufolge soll der Angreifer den Türkischstämmigen und seine Freunde zuvor ausländerfeindlich beschimpft haben. Polizisten nahmen den Tatverdächtigen in der Nähe des Tatorts am Rand der Kölner Innenstadt vorläufig fest. 

+++ 12.23 Uhr: Frau kracht durch Glasdach des Zürcher Hauptbahnhofs und stirbt +++

Beim Sturz vom Dach des Hauptbahnhofs in Zürich ist eine 17-Jährige ums Leben gekommen. Sie war in der Nacht mit drei weiteren jungen Leuten über ein gesichertes Baugerüst auf das Gebäude geklettert, wie die Kantonspolizei Zürich mitteilte. Über der Querhalle brach dann eine Scheibe des Glasdachs unter dem Gewicht der 17-Jährigen ein. Die junge Frau stürzte rund zwölf Meter in die Tiefe. Trotz sofort eingeleiteter Reanimation sei sie noch vor Ort gestorben. Während des Einsatzes löste sich eine noch im Dachrahmen steckende Glasscherbe und fiel auf einen der helfenden Polizisten. Der Mann wurde leicht verletzt und in ein Krankenhaus gebracht.

+++ 9.40 Uhr: Erste Rebellengruppe zieht sich offenbar aus Nordsyrien zurück +++

Im Norden Syriens hat nach Angaben von Aktivisten eine erste Rebellengruppe mit dem Rückzug begonnen. Die Rebellengruppe ziehe sich aus der geplanten entmilitarisierten Zone um Idlib zurück, die von der Türkei und Russland am 17. September beschlossen worden war, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntag mit. Um Idlib soll bis zum 15. Oktober eine 15 bis 20 Kilometer breite entmilitarisierte Zone entstehen.

+++ 9.06 Uhr: Inzwischen mehr als 800 Menschen bei Naturkatastrophe in Indonesien gestorben +++

Nach dem schweren Erdbeben und dem anschließenden Tsunami auf der indonesischen Insel Sulawesi ist die Zahl der Toten auf mehr als 830 gestiegen. Die Katastrophenschutzbehörde teilte mit, es gebe mindestens 832 Todesopfer.

Die meisten Menschen kamen demnach in der Küstenstadt Palu ums Leben, die von anderthalb Meter hohen Wellen getroffen worden war. In der Stadt leben etwa 350.000 Menschen.

Das Erdbeben der Stärke 7,5 hatte sich am Freitag vor der Küste von Sulawesi ereignet und einen Tsunami ausgelöst. Die Katastrophenschutzbehörde warnte, dass die Opferzahl noch steigen könnte.

+++ 3.13 Uhr. Mehr als 400 Tote nach Erdbeben und Tsunami in Indonesien +++

Nach dem schweren Erdbeben und anschließenden Tsunami auf der indonesischen Insel Sulawesi ist die Zahl der Todesopfer auf mehr als 400 gestiegen. Allein in der Küstenstadt Palu seien mindestens 420 Menschen bei der Naturkatastrophe ums Leben gekommen, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Antara  unter Berufung auf den Katastrophenschutz. Mindestens 540 Menschen wurden demnach schwer verletzt. Die Opferzahl könne noch weiter steigen, da die Rettungsmannschaften noch nicht in alle Gebiete der von dem Erdbeben und der Flutwelle verwüsteten Insel vorgedrungen seien. 

Helfer retten eine Frau nach den schweren Beben und dem Tsunami in Indonesien

Helfer retten eine Frau nach den schweren Beben und dem Tsunami in Indonesien. Für mehr als 800 Menschen kam jede Hilfe zu spät

DPA

+++ 0.33 Uhr: Elon Musk tritt als Tesla-Verwaltungsrat zurück +++

Der umstrittene Tech-Milliardär Elon Musk darf Vorstandschef beim Elektroautobauer Tesla bleiben, muss aber den Vorsitz des Verwaltungsrates abgeben. Musk einigte sich mit der US-Börsenaufsicht SEC außerdem darauf, eine zweistellige Millionenstrafe zu bezahlen, wie die SEC mitteilte. Musk und Tesla hätten einer entsprechenden Einigung im Streit um Vorwürfe des Aktienbetrugs zugestimmt, ohne dass der Unternehmer eine Schuld einräumen oder bestreiten muss.

Hintergrund ist Musks überraschende Ankündigung vom August, Tesla von der Börse nehmen zu wollen. Die SEC warf Musk in ihrer Klage vor, dabei falsche und irreführende Angaben gemacht zu haben.

Musk und Tesla müssen nun außerdem jeweils 20 Millionen Dollar Strafe zahlen, wie aus der SEC-Mitteilung hervorgeht. Die insgesamt 40 Millionen Dollar würden an geschädigte Investoren ausgezahlt. Tesla werde außerdem "zusätzliche Kontrollen und Prozesse" einführen, um Musks Kommunikation zu beaufsichtigen.

Die SEC teilte weiter mit, nach der Einigung dürfe Musk für drei Jahre nicht erneut zum Vorsitzenden des Verwaltungsrates gewählt werden. Er werde durch einen unabhängigen Vorsitzenden ersetzt.

+++ 0.08 Uhr: Auto stürzt von Fähre in den Neckar: zwei Tote +++

Bei einem Unglück auf dem Neckar sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei in Göppingen durchbrach ein Auto am Abend nahe Edingen-Neckarhausen die Schranke einer Fähre und stürzte vom Schiff in den Fluss. Der Wagen sei sehr schnell versunken und in rund zwei Metern Tiefe auf dem Dach zu liegen gekommen. Die beiden Insassen, ein 86-Jähriger und seine Begleiterin, konnten nur noch tot geborgen werden. Die Wasserschutzpolizei Mannheim ermittelt.

+++ 0.05 Uhr: AfD überholt in Umfrage SPD und ist zweitstärkste Kraft +++

Die AfD hat die SPD im Emnid-Sonntagstrend für die "Bild am Sonntag" bundesweit erstmals überholt. In der wöchentlichen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts legt die AfD um einen Zähler auf 17 Prozent zu, die SPD gibt im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt ab und landet bei 16 Prozent. Auch CDU und CSU verlieren einen Zähler und kommen nur noch auf 27 Prozent. Das ist der bisher tiefste Wert für die Union im Sonntagstrend. Die Grünen erreichen 15 Prozent, die Linken 11 und die FDP 10 Prozent. 

Wäre am Sonntag Bundestagswahl, würden die Regierungsparteien SPD, CDU und CSU laut Emnid zusammen nur noch 43 Prozent der Stimmen bekommen. Damit hat die große Koalition derzeit bei allen großen Forschungsinstituten - mit Ausnahme von Allensbach - die Mehrheit bei der Sonntagsfrage verloren. Die Regierungsparteien kommen durchgängig auf 43 bis 45 Prozent der Stimmen (Allensbach: 51 Prozent). Bei der Bundestagswahl 2017 erhielten sie zusammen noch 53,4 Prozent.

+++ 0.00 Uhr: Erdogan aus Deutschland abgereist +++

Nach der Einweihung der Ditib-Zentralmoschee in Köln hat der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan seinen dreitägigen Staatsbesuch in Deutschland beendet. Erdogan sei am Abend abgereist, sagte ein Sprecher der Kölner Polizei. Vor seinem Besuch in Köln hatte Erdogan politische Gespräche in Berlin geführt, die von einigen Misstönen und Eklats überschattet waren.

Erdogans Besuch war sowohl in Berlin wie auch in Köln von Demonstrationen von Kritikern sowie Unterstützern des türkischen Staatschefs begleitet gewesen. Wie die Kölner Polizei mitteilte, versuchten dort türkische Sicherheitskräfte im Stadtzentrum, "eine Flatterbandabsperrung entlang der Inneren Kanalstraße einzuziehen". Die Einsatzkräfte hätten dies jedoch unterbunden.

Türkischer Staatschef: Warum Erdogan wegen Hetze schon im Gefängnis saß
wue / DPA / AFP