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News des Tages: Explosion vor AfD-Büro in Döbeln - Hintergründe unklar

Brexit: Irland will EU um Nothilfen bitten  +++ Helfer stellen nach Explosion in Russland Suche ein +++ Bundespolizei nimmt möglichen Vergewaltiger einer 13-Jährigen fest +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Noch läuft der SEK-Einsatz in Köln (Symbolbild)

Noch läuft der SEK-Einsatz in Köln (Symbolbild)

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Verkaufsverbot für iPhone-Modelle tritt in Kraft (19.38 Uhr)
  • Helfer stellen nach Gasexplosion in Russland Suche ein (17.12 Uhr)  
  • Macrons Redenschreiber gibt Posten auf (16.52 Uhr)
  • Bundespolizei nimmt mutmaßlichen Vergewaltiger einer 13-Jährigen fest (16.16 Uhr)
  • Irland will EU im Falle von hartem Brexit um Millionen-Nothilfen bitten (16.05 Uhr)
  • Polizei gibt Tatorte nach Attacken in Bottrop und Essen frei (15.32 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 23. 39 Uhr: Explosion vor AfD-Büro in Döbeln - Hintergründe unklar +++

Vor einem AfD-Büro im sächsischen Döbeln hat es eine Explosion gegeben. Eine unbekannte Substanz sei hochgegangen, sagte ein Polizeisprecher. Die Hintergründe der Explosion waren zunächst unklar. Verletzt wurde niemand. 

An dem Haus sowie an einem benachbarten Gebäude wurden dem Sprecher zufolge Scheiben und Türen beschädigt. Zudem soll es Schäden an Fahrzeugen geben. Außerdem habe Werbematerial gebrannt, sagte der Sprecher. Die Höhe des Sachschadens war zunächst unklar. 

Wie der Einsatzleiter der Polizei der "Leipziger Volkszeitung" sagte, bestehe der Verdacht einer politisch motivierten Straftat. Der Polizeisprecher bestätigte dies am Abend nicht. Das sei Gegenstand der Ermittlungen, sagte er. Das LKA sei involviert. Die Polizei sperrte die Gegend großräumig ab. Auch die Feuerwehr war vor Ort.

+++ 19.54 Uhr: US-Demokratin Pelosi erneut zur Vorsitzenden des Repräsentantenhauses gewählt +++

Die Demokratin Nancy Pelosi ist erneut zur Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses gewählt worden. Die 78-jährige langjährige Fraktionschefin der Demokraten ist damit die politisch mächtigste Frau im Land - und stärkste Gegenspielerin von Präsident Donald Trump. Sie stand der Kongresskammer bereits von 2007 bis 2011 vor.

+++ 19.38 Uhr: Verkaufsverbot für iPhone-Modelle tritt in Kraft +++

Nach dem Erfolg im Patentstreit mit dem iPhone-Hersteller Apple vor Gericht in München hat der US-Chipkonzern Qualcomm ein Verkaufsverbot für mehrere ältere iPhone-Modelle in Deutschland in Kraft gesetzt. Apple kündigte an, Berufung einzulegen. Im Patentstreit der beiden Konzerne hatte Apple im Dezember vor dem Landgericht München I eine Niederlage erlitten. Diese ermöglichte es Qualcomm, gegen Zahlung einer Sicherheitsleistung ohne weitere Gerichtsentscheidung ein Verkaufsverbot durchzusetzen. Betroffen davon sind die iPhone-Modelle 7plus, 7, 8, 8plus und X. Wie ein Sprecher von Apple sagte, werden während des Berufungsverfahrens iPhone 7- und iPhone 8-Modelle nicht in den 15 Apple Stores in Deutschland verfügbar sein. Alle Modelle seien aber weiterhin an 4300 anderen Standorten in Deutschland etwa über Wiederverkäufer erhältlich.

+++ 19.16 Uhr: Brasiliens neue Regierung kündigt ideologische "Säuberung" an +++

Brasiliens neue Regierung unter dem rechtsradikalen Präsidenten Jair Bolsonaro macht Ernst mit der angekündigten "Säuberung" der Verwaltung: Angestellte in den Ministerien, die mit der Regierung ideologisch nicht auf einer Linie liegen, sollen entlassen werden, wie Staatsminister Onyx Lorenzoni nach der ersten Kabinettssitzung sagte. Die Regierung werde das "Haus säubern". Die Maßnahme zielt auf Anhänger linker Parteien, insbesondere der oppositionellen Arbeiterpartei, die 2003 bis 2016 die Regierung stellte. Ziel sei es, "die sozialistischen und kommunistischen Ideen" aus den Ministerien zu verbannen, sagte Lorenzoni.

+++ 18.38 Uhr: Streiks in der Geldtransportbranche gehen Freitag weiter +++

Im Tarifstreit um höhere Löhne für die Beschäftigten in der Geldtransportbranche kommt es den dritten Tag in Folge zu Warnstreiks. Die Arbeitsniederlegungen würden auch am Freitag fortgesetzt, teilten mehrere Landesverbände der Gewerkschaft Verdi mit. Bereits am Mittwoch und Donnerstag hatten tausende Beschäftigte mit Streiks den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöht. Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten der Branche eine Erhöhung des Stundenlohns um 1,50 Euro pro Jahr über zwei Jahre.

+++ 18.31 Uhr: Empörung nach Festnahme von "Gelbwesten"-Anführer in Frankreich +++

In Frankreich hat die Festnahme des "Gelbwesten"-Anführers Eric Drouet für Empörung gesorgt. Der Rechtsstaat habe sich damit selbst "mit Füßen getreten", sagte sein Anwalt Kheops Lara. Drouet kam am Nachmittag aus dem Polizeigewahrsam in Paris frei und bezeichnete seine Festnahme als "politisch". Die linke und rechte Opposition warfen der Polizei "Machtmissbrauch" und eine "Verletzung der politischen Rechte" vor. Die Regierung verteidigte hingegen ihr Vorgehen.

+++ 18.22 Uhr: Apple lässt Erholungsversuch an den Börsen verpuffen +++

Das enttäuschende Weihnachtsgeschäft von Apple hat die Sorgen der Anleger vor einem Abschwung der Weltwirtschaft weiter verstärkt. Schwache Daten aus den USA drückten zusätzlich auf die Stimmung. Ein deutliches Plus am letzten Handelstag hatte nichts daran geändert, dass der Dax 2018 so schwach wie seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr abgeschnitten hatte. Zum Auftakt des neuen Börsenjahres hatte er es letztlich noch knapp ins Plus geschafft.  

+++ 17.23 Uhr: Polens Außenminister verlangt Einstellung des EU-Strafverfahrens +++

Polen verlangt eine Einstellung des EU-Strafverfahrens gegen Warschau. "Wir haben getan, was von uns verlangt wurde. Unserer Ansicht nach gibt es jetzt keine Substanz mehr", sagte der polnische Außenminister Jacek Czaputowicz dem "Handelsblatt". "Wir haben alle Vorwürfe aus dem Weg geräumt."

Die EU-Kommission hatte 2017 erstmals überhaupt ein Verfahren nach Artikel 7 gegen Polen eingeleitet. Grund war die umstrittene Justizreform der rechtskonservativen Regierung. Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) in Luxemburg nahm Polen die Reform teilweise zurück. Mitte Dezember setzte Präsident Andrzej Duda ein Gesetz in Kraft, mit dem die Absenkung der Altersgrenze für Richter des Obersten Gerichts revidiert wurde.

"Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs ist für uns sakrosankt", sagte Czaputowicz. Der Außenminister beklagte, dass das EU-Verfahren gegen Polen vor der Europawahl im Mai als "politisches Instrument" benutzt werde.

+++ 17.12 Uhr: Helfer stellen nach Gasexplosion in Russland Suche ein +++

Nach der Gasexplosion in einem russischen Plattenbau haben die Rettungskräfte die Suche eingestellt. Helfer bargen 39 Leichen aus den Trümmern des Hauses in der Industriestadt Magnitogorsk. Damit wird nun niemand mehr vermisst.

"Für die Rettungsdienste ist hier nichts mehr zu tun. Die Arbeit ist beendet", sagte der russische Behördenvertreter Alexander Tschuprian. Die Explosion in dem neunstöckigen Plattenbau aus Sowjetzeiten hatte sich am Montagmorgen ereignet. 35 Wohnungen wurden bei der Gasexplosion zerstört, zehn weitere beschädigt. Dutzende Menschen verloren ihr Zuhause.

Insgesamt konnten sechs Menschen lebend gerettet werden, darunter zwei Kinder. Zuletzt war am Dienstag ein zehn Monate altes Baby lebend aus den Trümmern geborgen worden. Es kam mit schweren Erfrierungen, einer Kopfverletzung und mehreren Knochenbrüchen ins Krankenhaus.

+++ 16.52 Uhr: Macrons Redenschreiber und Berater gibt Posten auf +++

Der Redenschreiber und Kommunikationsberater von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Sylvain Fort, gibt seinen Posten zum Monatsende auf. Nach zweieinhalb Jahren "pausenloser Arbeit" wolle er sich beruflich und privat anderen Projekten widmen und vor allem mehr Zeit mit seiner Familie verbringen, teilte der 46-Jährige mit. Deshalb gebe er Ende Januar seine Aufgaben im Elysée-Palast ab.

Fort ist ein Macron-Unterstützer der ersten Stunde. Er schloss sich im August 2016 dessen Wahlkampfteam an und wechselte nach dessen Wahl im Mai 2017 als Redenschreiber in den Elysée-Palast. Seit vergangenem Sommer übernahm er als Kommunikations- und Medienberater weitere Verantwortung.

+++ 16.16 Uhr: Bundespolizei nimmt mutmaßlichen Vergewaltiger einer 13-Jährigen fest +++

Ein mit europäischem Haftbefehl gesuchter 26-Jähriger ist von der Bundespolizei in Saarbrücken festgenommen worden. Die finnischen Behörden werfen dem Mann vor, in mehreren Fällen über einen längeren Zeitraum hinweg im finnischen Oulu ein 13-jähriges Mädchen vergewaltigt zu haben, teilte die Bundespolizei Bexbach mit. Der Haftrichter entschied, den Mann nach Finnland ausliefern zu lassen.

Der Mann aus dem Irak wurde in einem ICE von Paris nach Mannheim festgenommen. Aufgefallen war er den Beamten, weil er keine Einreisedokumente oder einen Ausweis dabei hatte. Bei der Überprüfung stellten die Beamten fest, dass nach dem 26-Jährigen international gefahndet wird.

+++ 16.05 Uhr: Irland will EU im Falle von hartem Brexit um Millionen-Nothilfen bitten +++

Irland will die Europäische Union im Falle eines harten Brexit um Nothilfen in Millionenhöhe bitten. "Wir sprechen hier von hunderten von Millionen", sagte Landwirtschaftsminister Michael Creed der Zeitung "Irish Independent". In der Rindfleisch- und Fischereiindustrie gehe um "riesige Geldsummen".

Großbritannien will zum 29. März aus der EU austreten. Bislang gibt es noch keinen gültigen Austrittsvertrag. Für einen von Premierministerin Theresa May mit der EU ausgehandelten Vertragsentwurf gibt es bislang keine Mehrheit im britischen Parlament. Damit wächst die Gefahr, dass das Vereinigte Königreich die EU ohne Abkommen verlässt. Dann droht die Wiedereinführung von Grenzkontrollen zwischen dem EU-Mitglied Irland und Großbritannien. 

 Ein großer Teil der irischen Exporte, vor allem in der Rindfleisch-, Molkerei- und Fischereiindustrie, gehen nach Großbritannien. Irland sei sehr stark auf den britischen Markt angewiesen, sagte Landwirtschaftsminister Creed. Aber es gebe immer noch die Hoffnung, dass in London am Ende "ein gewisses Maß an Vernunft vorherrschen" und der Brexit-Vertragsentwurf angenommen werde.

+++ 15.32 Uhr: Polizei gibt Tatorte nach Attacken in Bottrop und Essen frei +++

Drei Tage nach dem Angriff eines Autofahrers auf feiernde Passanten im Ruhrgebiet sind die Tatorte in Bottrop und Essen wieder freigegeben worden. Nach Auskunft der Polizei Münster haben die Ermittler ihre Arbeit vor Ort abgeschlossen.

Der 50 Jahre alte Autofahrer soll seinen Wagen nach Angaben von Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) in der Silvesternacht aus Fremdenhass mehrfach auf feiernde Menschen zugesteuert haben. Dabei wurden acht Menschen verletzt, darunter auch Kinder. Die meisten Opfer stammen aus Syrien und Afghanistan.

Erste Aussagen des Mannes deuteten darauf hin, dass er aus rassistischen Motiven gehandelt habe, hieß es von den Ermittlern. Der Verdächtige sitzt in Untersuchungshaft. Nach Aussage Reuls war der Mann in der Vergangenheit wegen psychischer Probleme in Behandlung.

+++ 15.12 Uhr: DDR-Autor Martin Stade mit 87 Jahren gestorben +++

Der vor allem zu DDR-Zeiten gelesene Thüringer Autor Martin Stade ist tot. Er starb am 11. Dezember in einem Krankenhaus in Arnstadt, wie das Einwohnermeldeamt des Amtes Wachsenburg auf Anfrage mitteilte. Stade war am 1. September 1931 indem heutigen Ortsteil Haarhausen der Gemeinde im Ilm-Kreis geboren worden. Zuvor hatte der MDR über Stades Tod berichtet.

In seinen Werken beschäftigte sich Stade vor allem mit dem Leben und den Menschen in der DDR. Er selbst war zunächst Funktionär beim kommunistischen Jugendverband FDJ, arbeitete später in anderen Berufsfeldern, bis er schließlich freier Schriftsteller wurde.

Zu seinen bekannten Arbeiten zählen etwa der Sammelband "Der himmelblaue Zeppelin" (1970) und der historische Roman "Der König und sein Narr" (1975), der später mit Wolfgang Kieling und Götz George in Hauptrollen verfilmt wurde.

+++ 14.20 Uhr: Päckchen mit Waffe und Sägeblatt auf Gefängnisgelände im Elsass geworfen +++

Ein Unbekannter hat an Silvester ein Päckchen mit einer Handfeuerwaffe auf das Gefängnisgelände in der nordostfranzösischen Gemeinde Oermingen geworfen. Wachleute konnten das Päckchen abfangen, das die halbautomatische Waffe samt Magazin, ein Sägeblatt aus Metall sowie eine Drahtzange enthielt, wie die Leitung der elsässischen Strafvollzugsbehörde erklärte. Sie bestätigte damit einen Bericht der Regionalzeitung "Dernières Nouvelles d'Alsace".    

Nach Angaben der Gewerkschaft UISP-FO wurde der Mann von den Überwachungskameras dabei gefilmt, wie er am Nachmittag des 31. Dezember den Gefängniszaun hochkletterte und ein Päckchen abwarf. Bevor die Wachleute eintrafen, konnte er demnach flüchten. Als Konsequenz aus dem Vorfall forderte die Gewerkschaft CGT, dass alle Gefangenen, die dem Profil der Anstalt von Oermingen nicht entsprechen, in andere Gefängnisse verlegt werden. Normalerweise sollen in der ehemaligen Kaserne Häftlinge mit "besten Aussichten auf ihre Resozialisierung" untergebracht werden.

+++ 13.52 Uhr: Container-Havarie: Sack mit giftigem Puder angespült +++

Nach der Havarie eines Frachters in der Nordsee ist an der niederländischen Wattenmeer-Insel Schiermonnikoog ein Sack mit einem giftigen Puder angespült worden. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich um einen Stoff aus der Gruppe der Peroxide, meldeten die Behörden der Provinz Friesland. Die Substanz werde nun untersucht. In dem Sack seien etwa 25 Kilo Puder. Tests sollen ergeben, welcher Stoff genau es ist. Erst dann wisse man, wie stark giftig das Pulver ist.

Die "MSC Zoe" hatte etwa 270 Container verloren, darunter sollen nach Angaben der niederländischen Küstenwache auch drei Behälter mit dem gefährlichen organischen Peroxide sein. Die Behörden hatten Strandbesucher zur Vorsicht aufgerufen. Sie sollten sich von dem Stoff fernhalten. Die Strände der niederländischen Wattenmeer-Inseln sind inzwischen übersät vom Inhalt der Container, darunter viel Plastik und Verpackungsmaterial.

+++ 13.34 Uhr: Empörung nach Festnahme von "Gelbwesten"-Anführer in Frankreich +++

In Frankreich sorgt die Festnahme des "Gelbwesten"-Anführers Eric Drouet für Empörung. Die Festnahme sei "völlig ungerechtfertigt und willkürlich", erklärte sein Anwalt . Die linke und rechte Opposition nannte das Vorgehen der Polizei einen "Machtmissbrauch" und eine "Verletzung der politischen Rechte". Die Regierung verteidigte hingegen das Vorgehen gegen Drouet, der am Mittwochabend in Paris festgenommen worden war.     

Der Lastwagen-Fahrer Drouet, der durch Fernsehauftritte zu einer Symbolfigur und einer Art Sprecher der "Gelbwesten"-Bewegung in Frankreich wurde, war in der Nähe des Prachtboulevards Champs-Elysées festgenommen worden. Ihm wird die Organisation einer nicht angemeldeten Demonstration vorgeworfen. Er war bereits am 22. Dezember festgenommen worden, damals wegen "Tragens einer verbotenen Waffe" - eines Stocks. Der Prozess dazu soll am 5. Juni stattfinden. Zu einer Polizeianhörung musste er zudem, nachdem er Demonstranten im Fernsehen dazu aufgerufen hatte, in den Präsidentenpalast "reinzugehen".     Einige Dutzend Demonstranten hatten am Mittwochabend auf Drouet in der Nähe des Triumphbogens auf den Champs-Elysées gewartet. Er hatte in einem Video auf seiner Facebook-Seite zu der Demo aufgerufen. Auf dem Weg dorthin wurde er aber festgenommen.

+++ 13.04 Uhr: Passant bei Schlägerei in Hannover Rolltreppe hinuntergetreten und verletzt +++

Bei einer körperlichen Auseinandersetzung in Hannover ist ein Helfer eine Rolltreppe heruntergetreten und schwer verletzt worden. Nach Polizeiangaben handelte es sich um einen 47-jährigen Passanten, der an einem innerstädtischen Platz samt dazugehöriger U-Bahnstation einem von Jugendlichen attackierten Mann helfen wollte. Beamte nahmen drei Verdächtige im Alter von 15 bis 18 Jahren fest.    

Nach bisherigen Ermittlungen gehörten diese zu einer Gruppe von jungen Männern, die dort am Mittwochabend mit einem 37-Jährigen in Streit geraten waren und auf diesen einschlugen. Der Passant wollte dem Angegriffenen helfen, wurde aber selbst attackiert und floh daraufhin. Einer der jungen Männer holte ihn auf einer Rolltreppe ein und trat ihm in den Rücken. Er stürzte laut Polizei hinab und brach sich die Schulter.     Zur Hilfe gerufene Polizisten nahmen drei Verdächtige fest. Wer den 47-Jährigen auf der Treppe attackierte, war noch unklar. Die Beamten in der niedersächsischen Landeshauptstadt werteten unter anderem die Aufzeichnungen von Überwachungskameras aus, um die Frage zu klären.

+++ 12.59 Uhr: Mehr als 370.000 Dieselfahrer haben sich zum Klageregister gegen VW angemeldet +++

Mehr als 370.000 vom Abgasskandal bei Volkswagen betroffene Dieselbesitzer wollen von dem Wolfsburger Autobauer Schadenersatz fordern und sich deshalb der Musterfeststellungsklage gegen den Konzern anschließen. Bis Mittwochabend verzeichnete das Bundesamt für Justiz (BfJ) 372.000 Anmeldungen für das entsprechende Klageregister, wie eine Behördensprecherin am Donnerstag sagte.

Mit der Musterfeststellungsklage wollen der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und der ADAC geklärt wissen, ob Kunden mit betroffenen Fahrzeugen der Marken des Wolfsburger Konzerns Schadenersatzansprüche zustehen. Die Verbände wollen dabei mit ihrer Klage feststellen lassen, dass der Autobauer Kunden vorsätzlich geschädigt und betrogen hat.

+++ 11.40 Uhr: Nach Messerattacke in Nürnberg: Opfer aus Krankenhaus entlassen +++

Nach der Messerattacke von Nürnberg Mitte Dezember sind die drei verletzten Frauen aus dem Krankenhaus entlassen worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth mit. Zuvor hatte die "Nürnberger Zeitung" darüber berichtet.

Die Polizei werte weiter Hinweise in dem Fall aus, sagte eine Sprecherin der Anklagebehörde. Der 38 Jahre alte mutmaßliche Messerstecher schweige immer noch zu den Vorwürfen. Der Deutsche soll die drei Frauen im Alter von 26, 34 und 56 Jahren im Nürnberger Stadtteil St. Johannis niedergestochen haben. Alle drei Opfer wurden am Oberkörper schwer verletzt - zwei der Frauen waren zeitweise in Lebensgefahr.

Der gebürtig aus Sachsen-Anhalt stammende Mann sitzt wegen versuchten Mordes in drei Fällen in Untersuchungshaft. Eine Polizeistreife hatte den mehrfach vorbestraften 38-Jährigen ohne festen Wohnsitz einen Tag nach der Tat festgenommen. Auf ihn hatten die Beschreibungen der Opfer sowie von Zeugen gepasst. Außerdem hatte er die Tatwaffe dabei - ein Messer. Für die Ermittler erhärtete sich der Tatverdacht unter anderem durch DNA-Spuren eines Opfers an dem Messer.

+++ 11.25 Uhr: Wieder Erdbeben im Südwesten Japans +++

Erneut ist der Südwesten Japans von einem starken Erdbeben erschüttert worden. Das Beben der Stärke 5,0 traf am Donnerstagabend (Ortszeit) die Provinz Kumamoto, wo im Frühjahr 2016 bei einer Erdbebenkatastrophe Dutzende Menschen ums Leben gekommen waren. Diesmal gab es zunächst keine Berichte über Verletzte, wie örtliche Medien meldeten. Gefahr eines Tsunami bestand nach Angaben der nationalen Wetterbehörde nicht. Auch habe es keine Unregelmäßigkeiten in Atomkraftwerken der Region gegeben, hieß es.

+++ 10.52 Uhr: Reederei sucht mit Sonar-Booten nach Containern in Nordsee +++

Die Reederei des Containerschiffs "MSC Zoe" lässt nun mit Spezial-Schiffen in der Nordsee nach den von Bord gespülten fast 300 Containern suchen. Die Schiffe sind mit Sonar ausgerüstet. Ein Bergungsunternehmen sei mit der Suche beauftragt worden, teilte die MSC Reederei mit Sitz in Genf auf ihrer Homepage mit. Das Unternehmen solle auch die Säuberung der Strände koordinieren. "MSC nimmt den Vorfall sehr ernst, sowohl in Hinsicht auf die Folgen solcher Unfälle für die natürliche Umwelt als auch hinsichtlich der Schäden bei der Fracht der Kunden." 

Die "MSC Zoe", eines der größten Containerschiffe der Welt, hatte auf dem Weg von Antwerpen nach Bremerhaven in der Nacht zum Mittwoch rund 270 Container verloren. Bislang waren erst einige Dutzend sowie große Teile der Ladung an den Stränden der niederländischen Wattenmeer-Inseln angespült worden.

+++ 10.44 Uhr: Bürgermeister auf Philippinen soll Mord an Rivalen angeordnet haben +++

Ein Bürgermeister auf den Philippinen soll die Ermordung eines Rivalen in der Stadt Daraga angeordnet haben. Der Kongressabgeordnete Rodel Batocabe war am 22. Dezember nach einer Benefizveranstaltung für ältere Menschen in Daraga, gut 300 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Manila, zusammen mit einem Personenschützer erschossen worden. Die Polizei habe Anklage gegen den amtierenden Bürgermeister Carlwyn Baldo erhoben, teilte Polizeichef Oscar Albayalde am Donnerstag mit. Demnach wollte Batocabe bei der bevorstehenden Wahl im Mai gegen Baldo antreten.

Den Angaben zufolge hatte Baldo die Tat bereits kurz nach der Bewerbung Batocabes im August geplant. Im September habe er sechs Auftragsmördern fünf Millionen Pesos (gut 80 000 Euro) angeboten und eine Anzahlung von 250 000 Pesos für den Kauf von Waffen und Motorrädern geleistet. Unter den angeheuerten Schützen seien ehemalige Soldaten, Milizkämpfer sowie kommunistische Rebellen gewesen. Zwei der Männer stellten sich demnach der Polizei und sagten gegen Baldo aus.

+++ 10.40 Uhr: UNHCR: 2018 mehr als 2200 Flüchtlinge im Mittelmeer gestorben +++

Mehr als 2200 Flüchtlinge sind nach UN-Angaben im vergangenen Jahr im Mittelmeer gestorben. Die Zahl der Toten oder als vermisst gemeldeten Menschen liege bei 2262, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR mit. Im Vorjahr waren demnach noch 3.139 Todes- oder Vermisstenfälle registriert worden. Die Gesamtzahl der über das Meer nach Europa gekommenen Menschen ging demnach von 172.301 im Jahr 2017 auf 113.482 zurück.

+++ 10.32 Uhr: Chinesischer "Jack the Ripper" hingerichtet +++

In China ist ein als chinesischer "Jack the Ripper" bekannter Serienmörder hingerichtet worden. Das Gericht in der Stadt Baiyin in der nordwestlichen Provinz Gansu, das den 54-jährigen Gao Chengyong im März zum Tode verurteilt hatte, gab die Vollstreckung des Urteils im Kurzbotschaftendienst Weibo bekannt. Chinas Oberstes Gericht hatte die Hinrichtung demnach zuvor genehmigt. Gao hatte elf Frauen und Mädchen vergewaltigt, ermordet und anschließend ihre Leichen geschändet. Wegen der bestialischen Weise, wie er einige seiner Opfer zurichtete, wurde er von den chinesischen Medien "Jack the Ripper" genannt. Als Motiv für die brutalen Morde vermutete die Polizei neben sexueller Perversion auch Frauenhass.    

Gao ging meist nach demselben Muster vor: Er folgte Frauen, die rote Kleidungsstücke trugen, bis zu ihnen nach Hause, vergewaltigte und tötete sie, danach zerstückelte er ihre Leichen. Einigen seiner Opfer entnahm er Medienberichten zufolge die Fortpflanzungsorgane. Sein jüngstes Opfer war acht Jahre alt.    

Gao beging seine Morde zwischen 1988 und 2002 in Gansu und der benachbarten Inneren Mongolei. Doch erst 2016 kam die Polizei ihm auf die Spur, als ein Onkel wegen eines kleinen Vergehens festgenommen und dessen DNA getestet wurde. Daraus schlossen die Ermittler, dass der Frauenmörder ein Verwandter sein müsse. Der ursprüngliche Jack the Ripper war ein Serienmörder, der 1888 im Londoner East fünf Prostituierte grausam ermordete. Der Kriminalfall wurde nie aufgeklärt.

+++ 10.28 Uhr: Bootsflüchtlinge im Ärmelkanal: Mutmaßliche Schleuser festgenommen +++

Die britische Polizei hat zwei mutmaßliche Menschenschmuggler festgenommen, die die illegale Einreise von Migranten über den Ärmelkanal organisiert haben sollen. Es handele sich um einen 33 Jahre alten Iraner und einen 24-jährigen Briten, teilte die Ermittlungsbehörde National Crime Agency (NCA) in London mit. 

Die beiden Männer waren am Mittwochabend in Manchester festgenommen worden. Details wollte die NCA auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag nicht nennen.

+++ 10.25 Uhr: Irans Staatsanwaltschaft will Instagram sperren +++

Die iranische Staatsanwaltschaft will voraussichtlich auch die Fotoplattform Instagram sperren. "Instagram hat leider nicht nur illegale, sondern auch unmoralische und obszöne Inhalte", sagte der IT-Beauftragte der Staatsanwaltschaft, Dschawad Dschawadnia. Die Staatsanwaltschaft warte nur auf eine finale Entscheidung der iranischen Führung um ein Verbot durchzusetzen, so Dschawadnia laut Nachrichtenagentur Isna.

Instagram ist im Iran sehr beliebt und wird von Millionen von Persern zum Teilen von Fotos und Videos benutzt. Neben ausländischen sind auch zahlreiche iranische Videos zu sehen, deren Inhalte gegen die strengen islamischen Vorschriften verstoßen.  

+++ 10.13 Uhr: Zehntausende Urlauber in Thailand fliehen vor Tropensturm "Pabuk" +++

In Thailand sind zehntausende Urlauber vor dem Tropensturm "Pabuk" geflohen. Auf den Inseln Koh Phangan und Koh Tao im Golf von Thailand packten zahlreiche Touristen schon am Mittwoch ihre Sachen. Die Inseln seien inzwischen "fast leer", sagte der Verwaltungschef von Koh Phangan, Krikkrai Songthanee, am Donnerstag. Seit Silvester hätten 30.000 bis 50.000 Menschen die Inseln verlassen.    

"Pabuk" ist der erste Tropensturm seit rund 30 Jahren, der die Region außerhalb der Monsunzeit erreicht. Er sollte Koh Phangan, Koh Tao und die Insel Koh Samui, wo um den Jahreswechsel Hochsaison ist, Freitagnacht erreichten und dann weiter zum Festland ziehen. Eine offizielle Evakuierungsanordnung gab es zunächst nicht, trotzdem verließen die Touristen scharenweise die Inseln. Der Bürgermeister von Koh Tao sagte, die Schiffe nach Chumphon auf dem Festland seien völlig überfüllt. Auf der Insel, die vor allem bei Tauchern beliebt ist, harren demnach aber noch einige tausend Urlauber aus, die dem Unwetter trotzen wollen.

+++ 10.05 Uhr: Bericht: Urheber von Autoattacke in Bottrop lebte zeitweilig in Psychiatrie +++

Der Urheber der offenbar fremdenfeindlichen Autoattacke von Bottrop hat einem Medienbericht zufolge seit Jahrzehnten unter einer schizophrenen Erkrankung gelitten. Der heute 50-jährige Deutsche aus Essen habe im Jahr 2005 zeitweilig in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik gelebt, berichtete der "Kölner Stadt-Anzeiger".    

Im Verhör berichtete der Beschuldigte demnach, dass er sich nach wie vor in psychiatrischer Behandlung befinde. Vor diesem Hintergrund will die zuständige Essener Staatsanwaltschaft dem Bericht zufolge die Frage seiner Schuldfähigkeit durch einen Gutachter überprüfen lassen. Während der Vernehmung soll der Essener der Zeitung zufolge auch teils krude Angaben zu seinem Motiv gemacht haben. Demnach wollte er mit seinen Taten etwaigen Anschlägen durch syrische oder afghanische Flüchtlinge zuvorkommen.

Augenzeugenvideos zeigen die Amokfahrt in Bottrop

+++ 9.50 Uhr: Mann fährt in Fußgängergruppe und tötet eigenes Kind +++

Ein Mann ist in Luxemburg mit dem Auto in eine Fußgängergruppe gefahren und hat dabei sein zweijähriges Kind getötet. Vier weitere Menschen, darunter ein zweites Kleinkind, wurden bei dem Vorfall am Mittwoch im luxemburgischen Wiltz verletzt, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Die Ermittler gingen von einer Beziehungstat aus. Unter den Opfern sei auch die ehemalige Partnerin des Täters. Die Verletzten kamen ins Krankenhaus.

Der 47 Jahre alte Luxemburger soll das Auto gezielt in die Menschengruppe auf dem Gehweg gesteuert haben. Es habe sich um zwei Mütter mit Kinderwagen und einen weiteren Passanten gehandelt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Der 47-Jährige wurde festgenommen. Ermittelt werde unter anderem wegen Mordes. Das getötete Kind war ein Junge. Das zweite Kleinkind wurde leicht verletzt.

+++ 8.56 Uhr: Teenager ersticht Angestellten in Scientology-Zentrum in Australien +++

In Sydney hat ein Jugendlicher im regionalen Hauptquartier von Scientology ein Messer gezogen und zwei Angestellte der Organisation verletzt. Einer der Männer sei im Krankenhaus an seinen Nackenverletzungen gestorben, teilte die Polizei des Bundesstaats New South Wales mit. Der 16-jährige Täter sei zuvor aufgefordert worden, das Gebäude im nordwestlichen Vorort Chatswood zu verlassen. Die beiden 24 und 30 Jahre alten Männer sollten ihn vom Gelände begleiten. Daraufhin zückte der Jugendliche laut der Polizei ein 25 Zentimeter langes Messer und stach auf den 24-Jährigen ein. Auch der 30-Jährige sei verletzt worden, sein Zustand sei aber stabil.

Die Polizei nahm den jungen Täter vor Ort fest. Das Motiv seines Gewaltausbruchs war noch unklar. Die Scientology-Repräsentanz in Chatswood ist das größte Zentrum der sich selbst als Kirche bezeichnenden Organisation außerhalb der USA. Scientology äußerte sich zu dem Vorfall zunächst nicht.

+++ 8.13 Uhr: Opferzahl nach Zugunglück in Dänemark steigt auf acht +++

Bei dem Zugunglück auf der Brücke über den Großen Belt (Storebælt) in Dänemark sind zwei Menschen mehr ums Leben gekommen als ursprünglich angegeben. Damit steigt die Zahl der Todesopfer auf acht, wie ein Polizeisprecher in Odense sagte. Darunter seien fünf Frauen und drei Männer, aber keine Kinder. Es sei weiter zu früh, eine Unglücksursache zu benennen.

Das Zugunglück hatte sich am Mittwochmorgen auf der Storebælt-Brücke ereignet. Die Polizei hatte bislang von sechs Toten und 16 Verletzten gesprochen. Bereits damit hatte es sich um das schwerste Zugunglück auf dänischen Gleisen seit 1988 gehandelt. Ob es sich bei den beiden weiteren Toten um Menschen handelt, die zuvor zu den Verletzten gezählt worden waren, ließ die Polizei am Donnerstag zunächst offen.

+++ 6.34 Uhr: Tropensturm "Pabuk" zieht auf Süden Thailands zu +++

Beliebte Touristenorte in Thailand wappnen sich für den womöglich schlimmsten Sturm seit Jahrzehnten. Die Ankunft des Tropensturms "Pabuk" werde am Donnerstag im Süden des Landes erwartet, teilte das thailändische Katastrophenschutzministerium mit. "Pabuk" bewegte sich demnach mit einer Geschwindigkeit von 65 Stundenkilometern von Osten in den Golf von Thailand hinein und könnte ähnlich zerstörerisch sein wie Tropensturm "Harriet", der 1962 fast tausend Menschen im Land tötete. Bis Samstag wurden heftige Regenfälle für den Großteil des Landessüdens angekündigt, darunter in den Urlaubsregionen Phuket, Krabi und auf Inseln im Golf von Thailand wie Ko Samui. Boote durften nicht mehr auslaufen. Auch das Schwimmen im Meer verboten die Behörden angesichts starker Winde, die Wellen von bis zu fünf Metern Höhe verursachen könnten.

+++ 6.15 Uhr: Gasexplosion in Russland: Inzwischen 37 Tote geborgen +++

Die schwere Gasexplosion in der russischen Stadt Magnitogorsk hat neuen Erkenntnissen zufolge mindestens 37 Menschen das Leben gekostet. In der Nacht zum Donnerstag zogen die Rettungskräfte weitere Leichen aus den Gebäudetrümmern, wie die Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf den russische Zivilschutz berichtete. Am Montag war ein ganzer Aufgang des zehnstöckigen Wohnblocks aus Sowjetzeiten eingestürzt. Vier Vermisste würden noch unter dem Schuttberg vermutet, hieß es.

Die Industriestadt Magnitogorsk ist für ihre Stahlproduktion bekannt. Sie liegt am südlichen Ural, etwa 1400 Kilometer östlich der russischen Hauptstadt Moskau, und hat rund 400 000 Einwohner.

+++ 5.33 Uhr: Apple korrigiert Umsatzprognose für das vierte Quartal deutlich +++

Apple hat mit einer Korrektur seiner Umsatzprognose Branche und Börse in Unruhe versetzt. Der US-Elektronikkonzern stellte für das abgelaufene vierte Quartal nur noch einen Umsatz von 84 Milliarden Dollar (73,7 Milliarden Euro) in Aussicht, Analysten hatten zuvor mit etwa 91 Milliarden Dollar gerechnet. Die Apple-Aktien verlor daraufhin nach Börsenschluss zeitweilig bis zu 7,6 Prozent an Wert. Für den erfolgsverwöhnten Konzern ist eine solch deutliche Korrektur eine Seltenheit.    

Apple-Chef Tim Cook erklärte die Korrektur der Umsatzprognose mit unerwarteten Schwierigkeiten auf dem chinesischen Markt. "Während wir einige Herausforderungen in Schlüsselmärkten vorhergesehen haben, haben wir den Umfang der wirtschaftlichen Verlangsamung, insbesondere in China, nicht vorhersehen", schrieb Cook in einer Mitteilung an Investoren. Das wirtschaftliche Umfeld in China sei nach Einschätzung der Konzernführung beeinflusst von den Spannungen mit den USA. 

+++ 5.13 Uhr: Feuerwehr rettet Hunderte Tiere vor dem Verdursten +++

Nach einem Rohrbruch hat die Feuerwehr mithilfe eines kilometerlangen Wasserschlauchs Hunderte Tiere in Baden-Württemberg vor dem Verdursten gerettet. Vor allem die vielen Kühe der großen Landwirtschaftsbetriebe im Römersteiner Ortsteil Strohweiler hatten wegen der defekten Leitung auf dem Trockenen gesessen, wie der Einsatzleiter der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Einsatzkräfte pumpten daraufhin in der Nacht zum Donnerstag über eine Strecke von drei Kilometern Wasser durch den Schlauch.

Das Leck im Wasserrohr konnte zunächst nicht gefunden werden. Erschwert wurde die Arbeit durch Minustemperaturen, Schneefall und Glatteis.

+++ 4.10 Uhr: Bericht: Nordkoreas Botschafter in Rom beantragt Asyl in westlichem Land +++

Ein ranghoher nordkoreanischer Diplomat hat einem Medienbericht zufolge von Italien aus Asyl beantragt. Der Botschafter Pjöngjangs in Rom, Jo Song Gil, habe den Antrag für ein unbekanntes westliches Land gestellt, berichtete die südkoreanische Zeitung "JoongAng Ilbo" unter Berufung auf ungenannte diplomatische Quellen. Damit wäre Jo ein weiterer ranghoher Vertreter der kommunistischen Landes, der dessen Führung den Rücken kehrt. Zuletzt setzte sich der frühere nordkoreanische Vize-Botschafter in London, Thae Yong Ho, ab.    

Der Asylantrag Jos seit im vergangenen Monat gestellt worden, berichtete die Zeitung. Der 48-jährige Diplomat werde an einem "sicheren Ort" geschützt. Jo hatte seinen Posten im Oktober 2017 angetreten, nachdem die italienische Regierung seinen Vorgänger Mun Jong Nam aus Protest gegen einen nordkoreanischen Atomtest des Landes verwiesen hatte. Jo sei ein "Sohn oder Schwiegersohn" eines der ranghöchsten nordkoreanischen Kader, heißt es in dem Bericht unter Berufung auf einen nicht namentlich genannten Nordkorea-Experten. 

+++ 3.35 Uhr: Dänemark arbeitet tödliches Zugunglück auf +++

Nach dem schlimmsten Zugunglück in Dänemark seit mehr als drei Jahrzehnten sind die zuständigen Ermittler weiter mit der Aufarbeitung des Vorfalls beschäftigt. Sowohl der auf der Storbæltbrücke verunglückte Passagierzug als auch der am Unfall beteiligte Güterzug sollten für weitere Untersuchungen in einen abgesperrten Bereich bei Nyborg am westlichen Ende der Brücke gebracht werden, wie die Polizei der Region Fünen (Fyn) am Mittwochabend mitteilte. Gleichzeitig wurde an der Identifizierung der Toten gearbeitet. 

Frühestens am Donnerstag wollte die Polizei nähere Auskünfte zu den Opfern geben. Am Morgen wollte sie in Odense über den Ermittlungsstand informieren.

+++ 2.58 Uhr: US-Botschafter darf mit angeblichem US-Spion in Moskau sprechen +++

Die russischen Behörden haben dem US-Botschafter in Moskau Zugang zu einem unter Spionageverdacht festgenommenen Amerikaner gewährt. Botschafter Jon Huntsman habe Paul Whelan im Lefortovo-Gefängnis der russischen Hauptstadt besucht, hieß es aus dem Außenministerium in Washington. Der Diplomat habe dabei die Unterstützung der Botschaft angeboten und anschließend mit Whelans Familie telefoniert.

Die US-Regierung hatte von Russland dringend Aufklärung zu der Festnahme Whelans gefordert. US-Außenminister Mike Pompeo sagte am Mittwoch am Rande eines Besuches in Brasilien, die US-Regierung wolle erfahren, was dem Mann vorgeworfen werde. Wenn seine Inhaftierung nicht rechtmäßig sei, werde man seine sofortige Freilassung verlangen.

+++ 2.27 Uhr: Blutiger Kult: Gottheit in Mexiko wurde mit Häutungen geehrt +++

Wissenschaftler haben im Zentrum von Mexiko erstmals einen Tempel der prähispanischen Gottheit Xipe Tótec (Unser gehäuteter Herr) entdeckt. Die Forscher fanden in der Ruinenstadt Ndachjian-Tehuacán im Bundesstaat Puebla unter anderem zwei Opferaltäre, zwei Schädelskulpturen und eine Statue, wie das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte mitteilte.

Am linken Arm der Statue hängt hinten eine rechte Hand herunter. Archäologin Noemí Castillo erklärte, das sei ein Hinweis auf die Opferrituale für Xipe Tóte. Gefangene wurden auf dem ersten Altar in gladiatorenartigen Kämpfen oder mit Pfeilen getötet und dann auf dem zweiten Altar gehäutet. Die Priester trugen die Haut der Opfer während des Rituals wie Kleidung.

+++ 1.45 Uhr: Tödlicher Unfall - Kleinkind und wohl auch Eltern in Lebensgefahr +++

Bei einem schweren Autounfall im ostfriesischen Weener sind drei Menschen lebensgefährlich und ein Mann tödlich verletzt worden. Zu den Verletzten gehört ein einjähriges Mädchen, wie die Polizei mitteilte. Zwei Autos waren am Mittwochabend aus bisher ungeklärter Ursache auf der Bundesstraße 436 zusammengeprallt und in einen Graben geschleudert worden. Ein 43-jähriger Autofahrer erlag noch vor Ort seinen schweren Verletzungen.

In dem zweiten Wagen saßen ein 26-jähriger Mann, eine 23-jährige Frau und das Kleinkind. Die Polizei geht einem Sprecher zufolge davon aus, dass es sich bei ihnen um eine Familie handelt. Alle drei zogen sich lebensgefährliche Verletzungen zu und mussten von den Einsatzkräften aus ihrem Wagen befreit werden. Das Mädchen und der Mann wurden per Hubschrauber in eine Unfallklinik geflogen, die Frau kam mit dem Rettungswagen in ein anderes Krankenhaus. Die Bundesstraße war rund dreieinhalb Stunden voll gesperrt.

+++ 1.13 Uhr: Nigrische Armee tötet mehr als 200 Kämpfer von Boko Haram +++

Die nigrischen Streitkräfte gehen am Tschad-See verstärkt gegen die Islamistenmiliz Boko Haram vor. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden bei Luftangriffen mehr als 200 "Terroristen" getötet. 87 weitere Boko-Haram-Kämpfer seien von Bodentruppen "neutralisiert" worden, hieß es im Staatsfernsehen.  Der Einsatz habe am 28. Dezember begonnen und konzentriere sich auf die Seeküste bei Komadougou, die als natürliche Grenze zwischen dem Niger und Nigeria dient, und auf die Inseln im Tschad-See.    

Die Streitkräfte hätten keinerlei Verluste erlitten, hieß es weiter. Dagegen habe Boko Haram auch militärisches Gerät verloren. Die nigrische Armee hatte im vergangenen Monat Befürchtungen geäußert, dass Boko Haram Anfang des Jahres in der Grenzregion Militär-Stützpunkte attackieren könnte. Die Regierung in Niamey verfolgt zu dem die Lage in Nigeria mit Sorge, wo die Islamisten dem Militär zuletzt einige Niederlagen beibrachten.

+++ 0.25 Uhr: Weit entfernter Himmelskörper Ultima Thule sieht aus "wie ein Schneemann" +++

Nach dem weitesten von der Erde entfernten Rendezvous mit einem Himmelskörper hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa weitere Bilder von "Ultima Thule" veröffentlicht, auf denen das rund 6,5 Milliarden Kilometer entfernte Objekt aussieht wie ein Schneemann. Die Aufnahmen, die die Nasa am Mittwoch erstmals zeigte,  hatte die Sonde "New Horizons" bei ihrem Vorbeiflug in der Silvesternacht an dem Himmelskörper im sogenannten Kuipergürtel gemacht. 

"Es handelt sich um zwei komplett verschiedene Objekte, die nun zusammengewachsen sind", sagte Missionschef Alan Stern bei einer Pressekonferenz. Ein Objekt ist etwa halb so groß wie das andere. Wahrscheinlich seien sie eine Zeit lang umeinander herumgeflogen, bis sie aneinander angedockt hätten. 

vit / DPA / AFP