HOME
Live

News des Tages: "Handgranate" im Auto - Fahrerin ruft die Polizei

Beckenbauer wollte offenbar 5,5 Millionen Euro am Finanzamt vorbeischleusen +++ Frau ruft Polizei wegen Handgranate im Auto +++ Tödlicher Unfall auf Kreuzfahrtschiff +++ Deutsche ändern aus Terrorangst ihre Urlaubsgewohnheiten +++ Diese und weitere Nachrichten des Tages im Überblick.

Flugzeug-Unglück in Großrückerswalde - es gibt offenbar zwei Tote (Symbolbild)

Flugzeug-Unglück in Großrückerswalde - es gibt offenbar zwei Tote (Symbolbild)

Die News des Tages im Überblick:

+++ 19.31 Uhr: Israels Ex-Präsident Peres nach Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert  +++

Der frühere israelische Präsident und Friedensnobelpreisträger Schimon Peres ist nach einem Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert worden. Sein Zustand sei stabil, er sei bei Bewusstsein und erhalte die notwendige Behandlung, teilt das Büro des 93-Jährigen am Dienstagabend mit. Peres war bereits Anfang des Jahres wegen Brustschmerzen und Herzrhythmusstörungen in einer Klinik behandelt worden.

+++ 18.18 Uhr: Beckenbauer wollte offenbar 5,5 Millionen Euro WM-Honorar nicht versteuern +++

Wie der "Spiegel" berichtet, hat Franz Beckenbauer als Chef des Organisationskomitees für die WM 2006 nicht ehrenamtlich gearbeitet. Stattdessen habe er 5,5 Millionen Euro Honorar erhalten, das er und der DFB offenbar am Finanzamt vorbeischleusen wollten. Erst vier Jahre, nachdem er das Geld kassiert hatte, sei das Geld versteuert worden: Ende 2010, nach einer Betriebsprüfung des Finanzamtes Frankfurt/Main. Dies habe der DFB auf Anfrage des "Spiegel" bestätigt. 

+++ 16.06 Uhr: "Handgranate" im Auto - Fahrerin ruft Polizei +++

Aus Furcht vor einer Handgranate in ihrem Auto hat eine Frau in Mainz die Polizei alarmiert. Die vermeintliche Handgranate entpuppte sich aber als Feuerzeug, wie die Beamten in der rheinland-pfälzischen Hauptstadt am Dienstag mitteilten. Dieses war demnach unter dem Beifahrersitz des Wagens hervorgerollt, als die 50-Jährige am Montag im Straßenverkehr bremsen musste.

Sie warf das Feuerzeug "in Miniatur-Handgranaten-Optik" laut Polizei aus dem Fenster und wartete auf die Einsatzkräfte. Die Beamten stellten demnach fest, dass es sich um ein funktionstüchtiges Feuerzeug handelte. Die Frau habe es aber dennoch direkt "entsorgt".

+++ 15.51 Uhr: Tödlicher Unfall auf weltgrößtem Kreuzfahrtschiff +++

Auf dem weltgrößten Kreuzfahrtschiff "Harmony of the Seas" hat es einen tödlichen Unfall gegeben: Ein Rettungsboot mit mehreren Menschen an Bord löste sich am Dienstag während einer Sicherheitsübung im Hafen von Marseille von dem Ozeangiganten, wie der für die Feuerwehr zuständige Mitarbeiter in der Stadtverwaltung, Julien Ruas, sagte. Nach Angaben der Feuerwehr wurde ein Mensch getötet, zwei Menschen wurden lebensgefährlich verletzt, zwei weitere Menschen schwer.

Der Unfall habe sich während einer Übung ereignet; das auf dem fünften Deck befestigte Boot sei meerseitig "zehn Meter" tief ins Wasser gestürzt, sagte Ruas. Demnach handelt es sich bei dem Toten und den Verletzten um Besatzungsmitglieder. Der Tote sei ein 42-jähriger Philippiner. Die Unglücksursache sei noch unklar.

Die in Frankreich gebaute "Harmony of the Seas" war im vergangenen Mai der US-Großreederei Royal Caribbean Cruises übergeben worden. Mit einer Länge von 362 Metern, einer Breite von 66 Metern und einer Höhe von 72 Metern ist sie das größte Kreuzfahrtschiff der Welt. Sie kann rund 6400 Passagiere transportieren. Nach Angaben der auf Schifffahrt spezialisierten Website marinetraffic.com kam das Schiff gerade aus Mallorca und machte in Marseille Station.

+++ 15.45 Uhr: Muslimin in New York angezündet +++

Ein Unbekannter hat die Bluse einer traditionell gekleideten Muslimin in New York angezündet. Die schottische Touristin habe ihren glimmenden, verkohlten Ärmel beim Einkaufsbummel auf der Fifth Avenue in Manhattan bemerkt, berichtete die "New York Daily News" unter Berufung auf die Polizei. Die 36-Jährige habe neben sich noch einen Mann mit einem Feuerzeug gesehen, der sich dann entfernt habe. Schwer verletzt wurde die Frau bei dem Vorfall am Samstagabend (Ortszeit) nicht. Die Polizei untersucht, ob es sich um ein gegen Muslime gerichtetes Hassverbrechen handelt und veröffentlichte am Dienstag das Video eines Verdächtigen.

+++ 14.11 Uhr: Prozess um Mord an Aline K.: Angeklagter sagt aus +++

Im Prozess um den Mord an der 30-jährigen Aline K. aus München hat ihr Lebensgefährte vor dem Landgericht München umfassend ausgesagt. Er schilderte eine schwierige Kindheit, die von der Scheidung seiner Eltern und einem schlechten Verhältnis zu den jüngeren Brüdern geprägt gewesen sei. Er sei schon seit Jahren depressiv, verletze sich selbst und habe zwei Suizidversuche in der Jugend hinter sich.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Mord aus Heimtücke und niederen Beweggründen vor. Laut Anklage hatte er seine Freundin massiv überwacht und beispielsweise eine Spionage-Software auf ihrem Handy installiert. So soll er davon erfahren haben, dass seine Freundin sich in ihren Arbeitskollegen verliebt und ein Verhältnis mit ihm begonnen hatte. "Aline K. sollte für ihn, den Angeklagten da sein, oder eben für niemanden", bilanzierte die Anklagebehörde. Die Leiche der Frau wurde Anfang November 2015 in einem Kellerschacht im Westen von München gefunden. In der Gegend hatte der Angeklagte seine Kindheit verbracht, auf dem überwucherten Grundstück soll er als Kind gespielt haben.

+++ 13.29 Uhr: Dobrindt bereitet Entwurf für Alkohol-Wegfahrsperren vor +++

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt will seine Pläne für Alkohol-Wegfahrsperren konkretisieren und bereitet dafür einen Entwurf vor. "Alkohol am Steuer ist immer noch eine der häufigsten Unfallursachen", sagte der CSU-Politiker am Dienstag. Bei schweren Alkoholvergehen oder bei Wiederholungstätern würden solche Zündsperren daher "als starkes Signal gegen Alkoholmissbrauch" gebraucht. Wie die "Passauer Neue Presse" berichtet, führt Dobrindt diese Systeme auch im "Unfallverhütungsbericht" seines Ressorts auf, der an diesem Mittwoch im Kabinett beraten werden soll.

+++ 13.11 Uhr: Tödlicher Unfall auf weltgrößtem Kreuzfahrtschiff "Harmony of the Seas" +++

Auf dem weltgrößten Kreuzfahrtschiff "Harmony of the Seas" hat es einen tödlichen Unfall gegeben: Ein Rettungsboot mit mehreren Menschen an Bord löste sich im Hafen von Marseille von dem Ozeangiganten, wie aus Ermittlerkreisen verlautete. Nach Angaben der Feuerwehr wurde ein Mensch getötet, zwei Menschen wurden lebensgefährlich verletzt, zwei weitere Menschen schwer. Warum sich die Menschen an Bord des Rettungsbootes befanden, war zunächst unklar. Die Tageszeitung "La Provence" berichtete, womöglich habe sich das Rettungsboot bei einer Übung gelöst. Demnach handelt es sich bei dem Toten und den Verletzten um Besatzungsmitglieder. Die in Frankreich gebaute "Harmony of the Seas" war im vergangenen Mai der US-Großreederei Royal Caribbean Cruises übergeben worden. Mit einer Länge von 362 Metern, einer Breite von 66 Metern und einer Höhe von 72 Metern ist sie das größte Kreuzfahrtschiff der Welt. Sie kann rund 6400 Passagiere transportieren.

+++ 13.05 Uhr: Australier stimmen über gleichgeschlechtliche Ehe ab +++

Die Australier stimmen nächstes Jahr über die Zulassung von gleichgeschlechtlichen Ehen ab. Die Volksbefragung mit Abstimmungszwang finde am 11. Februar statt, teilte das Justizministerium mit. Das Votum der Wähler ist nicht bindend. Das Parlament müsste zusätzlich über eine entsprechende Gesetzesvorlage abstimmen. Eine Umfrage von "Essential Research" zeigte im August 62 Prozent Zustimmung für die Homo-Ehe. Deshalb tobt unter den Parteien ein erbitterter Streit. Die Opposition hält die Abstimmung für überflüssig und die 170 Millionen australischen Dollar (115 Millionen Euro) für herausgeschmissenes Geld. Die konservative Regierung wolle die Einführung der Homo-Ehe damit nur herauszögern. Die Labor-Partei will einen Gesetzesentwurf zur Legalisierung gleichgeschlechtlicher Ehen einbringen und eine Abstimmung im Parlament herbeiführen. Die für die Volksabstimmung benötigte Verordnung im Parlament wollen dagegen viele Abgeordnete blockieren. 

Youtube-Hit "Kids React to Gay Marriage": Wie erfrischend Kinder mit der Homo-Ehe umgehen

+++ 12.43 Uhr: Festgenommene Syrer hatten Bezüge zu Paris-Attentätern +++

Die drei in Schleswig-Holstein festgenommenen mutmaßlichen IS-Mitglieder haben vermutlich Bezüge zu den Attentätern von Paris gehabt. Das gab Bundesinnenminister Thomas de Maizière in Berlin bekannt. Der Polizeieinsatz fand demnach in Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge statt. 

+++ 11.57 Uhr: Gericht entscheidet: Kein zusätzliches Mandat für AfD in Bremen +++

Die AfD bekommt kein zusätzliches Mandat im Bremer Landtag. Damit verliert die SPD im kleinsten Bundesland keinen Abgeordnetensitz an die Alternative für Deutschland. Der Staatsgerichtshof Bremen hob einen entsprechenden Beschluss des Wahlprüfungsgerichts auf. Der Beschluss verletze den Grundsatz der Wahlgleichheit, urteilte das Gericht. Das Wahlprüfungsgericht habe nur die von der AfD vorgetragenen Zählfehler bei der Bürgerschaftswahl 2015 berücksichtigt, aber nicht eventuelle Fehler zu Lasten anderer Parteien.

+++ 11.11 Uhr: Studie: Jeder Zehnte benutzt sein Handy auf der Autobahn +++

Jeder zehnte Autofahrer greift auf der Autobahn trotz großer Unfallgefahr zum Handy. Das fanden Verkehrspsychologen der TU Braunschweig in einer neuen Studie heraus. Viele Fahrer hätten ihr Handy nicht nur zum Telefonieren in der Hand, sondern bedienten auch Apps, erklärte Studienleiter Mark Vollrath. "Das Ergebnis ist ein "Blindflug" von fünfzig bis hundert Metern bei hoher Geschwindigkeit", sagte er. Die Studie lag zuerst den Radioprogrammen NDR Info und N-Joy vor. Die Forscher fanden heraus, dass Fahrer auf der Autobahn ihr Handy doppelt so oft nutzen wie im Stadtverkehr. Bei langen und monotonen Autobahnfahrten sei die Versuchung offensichtlich groß, erklärten sie. Die Wissenschaftler hatten im Frühjahr gut 2000 Autofahrer auf der Autobahn 2 beobachtet und ihr Verhalten dokumentiert. Im selben Zeitraum beobachteten sie auch knapp 3000 Autofahrer im Braunschweiger Stadtverkehr.

+++ 10.43 Uhr: Schulen sollen sexuelle Gewalt den Kampf ansagen +++

Die Schulen in Deutschland sollen der weit verbreiteten sexuellen Gewalt gegen Schülerinnen und Schüler stärker den Kampf ansagen. Das ist das Ziel der Initiative "Schule gegen sexuelle Gewalt" des Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, und der Bundesländer. Rörig sagte bei der Vorstellung der Initiative in Berlin: "Wir müssen davon ausgehen, dass in jeder Schulklasse mindestens ein bis zwei Kinder sind, die sexuelle Gewalt erlebt haben oder aktuell erleben." Durch Informationsmaterial für alle Schulen, Aufklärung im Internet und Regionalkonferenzen sollen Lehrer und Schulleiter der über 30.000 Schulen sensibilisiert werden. "Wir müssen das Thema enttabuisieren", sagte die Chefin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Marlis Tepe.

+++ 10.22 Uhr: Nach Terror-Razzien: Bundesanwaltschaft ermittelt gegen drei Syrer +++

Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen drei Syrer wegen Terrorverdachts. Dies teilte die Behörde am Dienstag in Karlsruhe mit. Den Männern im Alter zwischen 17 und 26 Jahren werde vorgeworfen, im Auftrag der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) im November 2015 nach Deutschland gekommen zu sein, "um entweder einen bereits erhaltenen Auftrag auszuführen oder sich für weitere Instruktionen bereitzuhalten". Konkrete Aufträge gab es nach bisherigen Ermittlungen aber nicht. Die Männer wurden den Angaben bei den Razzien in Schleswig-Holstein festgenommen.

+++ 9.58 Uhr: Überhitzter Reisebus in Autobahnstau ruft Feuerwehr auf den Plan +++

Ein überhitzter Reisebus mit 50 Kindern und Betreuern an Bord hat auf der Autobahn 3 in Nordrhein-Westfalen einen Rettungseinsatz ausgelöst. Der Innenraum des im Stau stehenden Busses hatte sich nach Feuerwehrangaben so stark aufheizt, dass mehrere Kinder über massive Kreislaufprobleme klagten. Zwei Kinder mussten von Notärzten in Kliniken gebracht werden, wie die Feuerwehr Ratingen weiter mitteilte. Die übrigen Kinder und Betreuer wurden bis zum Eintreffen eines Ersatzbusses von Feuerwehrleuten mit Getränken versorgt. Außerdem konnten sich die Hitzeopfer unter einer improvisierten Dusche abkühlen.

+++ 9.28 Uhr: Festnahmen bei Anti-Terror-Razzien in Norddeutschland +++

Bei Anti-Terror-Razzien sind am Dienstagmorgen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein drei Männer festgenommen worden. Außerdem habe man umfangreiches Material sichergestellt, sagte eine Sprecherin des Bundeskriminalamtes (BKA) in Wiesbaden. Insgesamt seien sechs Objekte durchsucht worden, sagte die Sprecherin. 200 Kräfte von Bundespolizei, BKA und den Landespolizeien seien im Einsatz gewesen. Für weitere Auskünfte verwies die Sprecherin auf die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe, die sich im Laufe des Tages zu der Aktion äußern sollte.

Laut "Welt" durchsuchten die Beamten im Auftrag der Bundesanwaltschaft drei Flüchtlingsunterkünfte und mehrere Wohnungen. Es soll sich bei den Festgenommenen um Asylbewerber aus Syrien handeln. Nach dpa-Informationen war in Schleswig-Holstein der Raum Ratzeburg betroffen. Nach Informationen der "Welt" ermittelte das BKA bereits seit mehreren Monaten gegen die drei Männer. Ausgangspunkt soll ein Hinweis des Bundesamtes für Verfassungsschutz auf mögliche Dschihadisten gewesen sein. Daraufhin sei beim BKA in Berlin-Treptow eine eigene Ermittlungsgruppe gegründet worden, die wochenlang Telefone abgehört und die Männer observiert habe.

+++ 9.23 Uhr: LinkedIn-Gründer sagt bei Steuer-Offenlegung von Trump fünf Millionen Dollar zu +++

Der Mitgründer des Online-Karrierenetzwerks LinkedIn, Reid Hoffman, will bis zu fünf Millionen Dollar an Kriegsveteranen spenden, sollte US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump seine Steuererklärungen veröffentlichen. Er unterstütze eine Initiative des Marine-Veteranen Pete Kiernan, der über das Internet mindestens 25.000 Dollar sammeln und Veteranen-Verbänden zur Verfügung stellen will, sollte Trump bis zum 19. Oktober seine Finanzen offenlegen, erklärte Hoffman. "Angesichts von Trumps lautstarker Unterstützung für Veteranen denke ich, dass er erkennen wird, welche positive Wirkung Kiernans Vorschlag haben kann", schrieb der Silicon-Valley-Unternehmer in einem Beitrag für den Webblog Medium. "Sollte Kiernans Kampagne ihr Ziel erreichen oder überschreiten, werde ich den fünffachen Beitrag - maximal bis zu fünf Millionen Dollar - zur Gesamtsumme beisteuern", fügte er hinzu.

+++ 9.10 Uhr: Volkswagen will frei werdende Stellen möglichst nicht neu besetzen +++

Der mit den Folgen des Abgasskandals kämpfende Volkswagen-Konzern will über die Nichtbesetzung freiwerdender Stellen Personal abbauen. Wenn Arbeitsplätze frei würden, etwa durch den Renteneintritt von Mitarbeitern, sollten sie möglichst nicht wieder besetzt werden, sagte Personalvorstand Karlheinz Blessing dem "Handelsblatt". Wie umfangreich der Personalabbau ausfallen soll, wollte er nicht sagen: "Jede Zahl wäre spekulativ." Betriebsbedingte Kündigungen lehnte Blessing ab. "Ich habe in meinem Leben noch nie betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen. Darauf bin ich stolz, und ich möchte das weiterhin so handhaben", sagte er dem "Handelsblatt". Das sei auch die allgemeine Haltung im Konzern. Sollten über die Nichtbesetzung freier Stellen hinaus weitere Reduzierungen nötig werden, "haben wir gute Erfahrungen mit zurückhaltenden Einstellungen, Qualifizierungsmaßnahmen und Altersteilzeitangeboten gemacht".

+++ 8.57 Uhr: Unfall auf Autobahn - zwei Menschen im Auto verbrannt +++

Bei einem Auffahrunfall auf der Autobahn 96 München-Lindau sind am Dienstagmorgen zwei Menschen in ihrem Wagen verbrannt. Kurz nach der Anschlussstelle Mindelheim sei es im fließenden Verkehr zu dem Unfall mit zwei Autos gekommen, berichtete die Polizei. Als die Rettungskräfte eintrafen, stand das vordere Fahrzeug voll in Flammen. Bisher ist unklar, ob die beiden Insassen eingeklemmt waren oder ob sie wegen ihrer Verletzungen nicht mehr aus dem Auto kamen. Auch ihre Identität steht noch nicht fest.

+++ 8.45 Uhr: Deutsche ändern wegen Terrorangst ihre Urlaubsgewohnheiten +++

Die Furcht vor Terroranschlägen verändert nach Branchenangaben die Reisegewohnheiten der Deutschen. "Die Mittelmeerländer Spanien, Portugal, Griechenland, Kroatien und Bulgarien haben dieses Jahr ganz, ganz stark profitiert", sagte der Sprecher des deutschen Reiseverbands, Torsten Schäfer, im Radiosender SWR Info. Länder wie etwa Tunesien seien hingegen weniger gefragt. Zur Türkei sagte Schäfer, die Urlauberzahlen seien zwar nach dem gescheiterten Putschversuch Mitte Juli zurückgegangen. Dennoch sei die Türkei eines der beliebtesten Urlaubsziele der Deutschen. "Und das wird sich auch in diesem Jahr, wenn man die Bilanz zieht, nicht geändert haben", prognostizierte Schäfer. "Nur der Zuwachs der vergangenen Jahre, den können wie dieses Jahr nicht verzeichnen." Trotz Terrorismus und weltweiter Krisen bleiben die Deutschen laut Schäfer "In Urlaubslaune. Sie wollen verreisen und sie verreisen auch." 

+++ 8.16 Uhr: USA lassen Langstreckenbomber über Südkorea fliegen +++

Als Reaktion auf Nordkoreas jüngsten Atomwaffentest haben die USA zur Abschreckung zwei strategische Bomber über Südkorea fliegen lassen. Die Überschall-Langstreckenbomber B-1B Lancers starteten nach US-Angaben vom US-Luftwaffenstützpunkt auf der Pazifikinsel Guam aus und erreichten den südkoreanischen Luftraum. Sie wurden von südkoreanischen und US-Kampfjets begleitet. Mit dem Überflug zeigten die militärischen Fähigkeiten der USA, ihrem Verbündeten Beistand zu leisten, erklärte der Kommandeur der US-Streitkräfte in Südkorea, General Vincent Brooks. Er bezeichnete den nordkoreanischen Atomwaffentest als "gefährliche Eskalation und unannehmbare Bedrohung" und betonte die "unerschütterliche Verpflichtung" der USA, ihre Verbündeten in der Region zu verteidigen. Der Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums, Moon Sang Gyun, sagte, der Überflug der US-Langstreckenbomber sende eine "deutliche Warnung" an Nordkorea. 

+++ 6 Uhr: Merkel verteidigt Flüchtlingspolitik und will Fremdenhass begegnen +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Kurs der vergangenen Monate erneut verteidigt. "Wer richtungsweisende politische Entscheidungen zu treffen hat, muss das tun, auch wenn sie polarisieren", sagte Merkel dem "Tagesspiegel". Zugleich betrachte sie es als ihre Pflicht, "immer die Gründe für die Entscheidungen zu benennen und um Unterstützung zu werben". Die CDU-Vorsitzende versicherte, sie nehme die Sorgen der Menschen ernst und versuche, sie mit "handfesten Lösungen" zu überzeugen.

"Gleichzeitig sind aber auch manche Vorurteile zutage getreten, die latent schon immer vorhanden waren", sagte Merkel weiter. "Und wir wissen seit den rechtsradikalen Ausschreitungen der neunziger Jahre und den Morden des NSU, dass es ein Potenzial für Ressentiments, ja sogar für Hass gegen Ausländer gibt. Die Aufgabe von Politik ist es, dem entgegenzutreten." In dem Interview bekräftigte Merkel ihre Ablehnung einer Obergrenze, wie sie die Schwesterpartei CSU fordert. Stattdessen sagte sie, es gelte, die EU-Außengrenzen besser zu schützen, gegen Fluchtursachen vorzugehen "und mit Herkunfts- und Transitländern faire Vereinbarungen, wie die EU-Türkei-Vereinbarung", zu schließen.

+++ 5.30 Uhr: Clinton verteidigt Umgang mit Pneumonie-Diagnose +++

US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat sich gegen den Vorwurf verteidigt, die Öffentlichkeit nicht rechtzeitig über ihre Pneumonie-Erkrankung informiert zu haben. "Ich hätte einfach nicht gedacht, dass das so eine große Sache wird", sagte sie im Sender CNN. "Das ist so eine Angelegenheit, bei der man einfach weitermacht, wenn man ein vielbeschäftigter und aktiver Mensch ist." Die Kandidatin hatte am Sonntag eine Veranstaltung wegen eines Schwächeanfalls vorzeitig verlassen müssen. Ihre Ärzte teilten dann mit, bei ihr sei bereits am Freitag eine Lungenentzündung diagnostiziert worden. Kritiker warfen Clinton vor, mit der Diagnose im Wahlkampf nicht transparent genug umgegangen zu sein.

In dem CNN-Interview betonte Clinton, dass der Zwischenfall nicht ernst gewesen sei. "Mir wurde schwindlig, und ich habe für eine Minute mein Gleichgewicht verloren", sagte sie. Sie werde in den kommenden Tagen in den Wahlkampf zurückkehren. Bald sollen auch umfassendere Informationen über Clintons Gesundheitszustand veröffentlicht werden. 

+++ 5.23 Uhr: Frankreich nimmt mutmaßliche Dschihadistinnen in U-Haft +++

Die drei im Verdacht eines geplanten Terroranschlags in Paris stehenden Frauen sind in Untersuchungshaft genommen worden. Gegen die mutmaßlichen Dschihadistinnen im Alter von 19, 23 und 39 Jahren wurde ein Verfahren wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung eingeleitet, wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft berichtete. Den zwei jüngeren wird demnach unter anderem die versuchte Ermordung von Amtspersonen zur Last gelegt, die älteste soll sich wegen Komplizenschaft bei diesem Verbrechen verantworten. Zudem sei ein Verfahren gegen den Partner der 23-Jährigen eingeleitet worden, weil er die islamistisch motivierten Anschlagspläne nicht den Behörden gemeldet habe.

+++ 4.05 Uhr: Fremdenfeindlicher Übergriff auf zwei Ausländer in Rostock +++

Zwei Ausländer sind in Rostock von zwei Betrunkenen angegriffen und fremdenfeindlich beschimpft worden. Wie die Polizei mitteilte, warteten die Opfer gerade auf einen Bus, als die beiden 32-jährigen Täter sie angriffen, zu Boden schubsten, schlugen und mit volksverhetzenden Parolen überzogen. Die Ausländer erlitten zwar keine sichtbaren Verletzungen, die Kriminalpolizei ermittelt aber dennoch wegen schwerer Körperverletzung.

+++ 3.24 Uhr: Duterte ordnet Abzug von US-Beratern aus Süden der Philippinen an +++

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat den Abzug der US-Militärberater aus den Konfliktgebieten im Süden des Landes angeordnet. Die Sondereinsatzkräfte aus den USA seien eine Provokation für die muslimische Bevölkerung auf der Unruhe-Insel Mindanao, sagte Duterte in einer Rede vor Regierungsangestellten. Die US-Präsenz "regt die Leute auf", sagte Duterte. "Wenn sie einen Amerikaner sehen, wollen sie ihn töten."

Der neue philippinische Staatschef strebt eine größere Distanz zum traditionellen Verbündeten USA an. In der vergangenen Woche hatte er für Aufsehen gesorgt, als er US-Präsident Barack Obama einen "Hurensohn" nannte. Obama sagte daraufhin ein Treffen mit Duterte ab. Auf Mindanao sind seit Jahrzehnten muslimische und linksgerichtete Rebellen aktiv; bei Gewalttaten kamen mehr als 150.000 Menschen ums Leben. Duterte bemüht sich um einen neuen Friedensprozess in der Konfliktregion.