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News des Tages: Nach Suizid eines Afghanen: Seehofer versteht Rücktrittsforderungen "überhaupt nicht"

Erste Bilder der thailändischen Jugendfußballer aus dem Krankenhaus +++ NRW führt wieder das neunjährige Gymnasium ein +++ Achtjähriger macht Abitur und geht an die Uni +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) versteht die Rücktrittsforderungen wegen seiner zynischen Äußerung über Abschiebungen nicht

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) versteht die Rücktrittsforderungen wegen seiner zynischen Äußerung über Abschiebungen nicht

AFP

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Seehofer weist Rücktrittsforderung wegen Suizid eines Abgeschobenen zurück (20.07 Uhr)
  • Nato-Staaten einigen sich auf Gipfelerklärung (17.20 Uhr)
  • Aufnahmen zeigen gerettete Jungs im Krankenhaus (14.44 Uhr)
  • Mertesacker kritisiert Umgang mit Özil (13.30 Uhr)
  • Trump provoziert vor Nato-Gipfel: Deutschland "Gefangener" Russlands wegen Gaslieferungen (9.45 Uhr)

Die Nachrichten des Tages:

+++ 22.19 Uhr: Frankreich: Polizei zerschlägt bulgarischen Zuhälterring +++

Französische Behörden haben einen Zuhälterring zerschlagen, der über Jahre bulgarische Frauen im Osten Frankreichs zur Prostitution gezwungen hat. Zehn Zuhälter seien in Bulgarien, Deutschland und Frankreich festgenommen worden, hieß es aus Justizkreisen. Sie sollen nun in Frankreich einem Richter vorgeführt werden. Seit 2015 seien "dutzende" Frauen aus Bulgarien in das Netz der Zuhälter geraten, erklärte die Quelle. Die jungen Frauen, denen eine Anstellung in Frankreich versprochen worden sei, seien in Deutschland untergebracht worden, erklärte das zuständige  Gericht in Nancy. Von dort aus hätten sie sich in Straßburg oder Annecy prostituieren müssen.

Fünf Zuhälter wurden in Bulgarien, drei in Deutschland, in Kehl und Offenburg, festgenommen. Zwei in Frankreich festgenommenen Männern wird unter anderem schwere Zuhälterei, Menschenhandel sowie die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Die Festnahmen fanden Anfang Juli statt. Die Ermittlungen würden jetzt weitergehen, um weitere Komplizen ausfindig zu machen, erklärte das Gericht in Nancy. Die Frauen wurden in die Obhut von Hilfsorganisationen übergeben.

+++ 21.17 Uhr: Nowitschok-Opfer Rowley nicht mehr in Lebensgefahr +++

Das britische Nowitschok-Opfer Charlie Rowley schwebt nicht mehr in Lebensgefahr. Sein Zustand sei weiterhin "ernst, aber stabil", teilte die Klinik im südenglischen Salisbury mit. Dort wird der 45-Jährige seit dem 30. Juni behandelt. Die Pflegedienstleiterin des Krankenhauses, Lorna Wilkinson, sagte, Rowley habe in der Nacht "zusätzliche Fortschritte" gemacht. Am Dienstag hatte die Klinik bekannt gegeben, dass der Patient wieder bei Bewusstsein war. Die Polizei erklärte unterdessen, sie habe "kurz" mit Rowley sprechen können und wolle in den kommenden Tagen erneut mit ihm sprechen.

Rowleys 44-jährige Lebensgefährtin Dawn Sturgess war am Sonntagabend nach acht Tagen im Krankenhaus an den Folgen einer Vergiftung mit dem Kampfstoff Nowitschok gestorben. Diese hatten sich beide eine Woche zuvor zugezogen. 

+++ 21.09 Uhr: Portugal: Polizei nimmt 56 Hells Angels fest +++

Die portugiesische Polizei hat 56 Mitglieder der Motorrad-Rockergruppe Hells Angels festgenommen. Nach amtlichen Angaben werden ihnen verschiedene Delikte zur Last gelegt - von versuchtem Mord bis Zuhälterei. Die Razzien waren demnach Teil eines Großeinsatzes, um die "gewalttätige kriminelle Organisation" vor einer Motorrad-Rallye kommende Woche im Süden des Landes auszuheben.

Manuela Santos von der nationalen Anti-Terroreinheit sagte, die zwischen 30 und 50 Jahre alten Männer müssten sich auch wegen schwerer Gewalt, Erpressung sowie Drogen- und Waffenhandels verantworten. Unter den Festgenommenen sind vier Deutsche und ein Finne. Internationale Haftbefehle bestehen gegen im Ausland lebende Portugiesen. An dem Großeinsatz waren mehr als 400 Polizisten beteiligt.   

+++ 20.28 Uhr: Seehofer will Flüchtlingsabkommen mit Italien bis Ende Juli +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) strebt bis Ende Juli oder Anfang August ein Abkommen mit Italien zur Rücknahme von Flüchtlingen an. Darauf hätten sich beide Seiten verständigt, sagte Seehofer am Abend nach einem Treffen mit dem italienischen Innenminister Matteo Salvini in Innsbruck. Gleichzeitig solle auch über das Thema der Seenotrettung gesprochen werden. "Das ist auch ein berechtigtes Anliegen von Italien." 

Solche Abkommen mit EU-Staaten zur Rücknahme bereits registrierter Flüchtlinge sind zentraler Bestandteil der Einigung im wochenlangen Asylstreit der großen Koalition und sollen von Seehofer angedrohte nationale Alleingänge Deutschlands unnötig machen. Seehofer hatte zuletzt gesagt, dass mögliche Beschlüsse hinterher auf jeden Fall noch mit der Bundesregierung abgestimmt werden müssten. Salvini betonte nach dem Treffen am Mittwoch jedoch, Italien werde keinen einzigen Flüchtling zurücknehmen, bevor Europa nicht seine Außengrenzen schütze. "Wenn das Realität wird, werden wir über alles andere diskutieren." Salvini ist Chef der rechten Lega-Partei.

+++ 20.07 Uhr: Suizid eines Abgeschobenen: Seehofer weist Rücktrittsforderungen zurück +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat Rücktrittsforderungen von Linken und FDP nach dem Suizid eines nach Afghanistan abgeschobenen Flüchtlings zurückgewiesen. Er verstehe diese Forderungen überhaupt nicht, sagte Seehofer am Abend in Innsbruck vor Journalisten. Der Bund sei bei der Auswahl der Flüchtlinge für den Abschiebeflug nicht zuständig. "Der Flüchtling wurde uns von der Hansestadt Hamburg gemeldet", sagte Seehofer. Die Bundesländer würden die Flüchtlinge auswählen. Warum ausgerechnet dieser Mann ausgewählt worden sei, müssten die Hamburger Behörden sagen.

Seehofer sagte, "der Vorgang ist natürlich zutiefst bedauerlich". Er habe erst am Vormittag davon erfahren. Zu dem Zeitpunkt seiner umstrittenen Äußerungen über den Abschiebeflug habe er noch nichts davon gewusst. Der Innenminister hatte sich am Dienstag zufrieden über die Abschiebung von Mittwoch vergangener Woche gezeigt: Ausgerechnet an seinem 69. Geburtstag seien 69 Menschen abgeschoben worden, sagte er. Seehofer warf seinen Kritikern vor, diese Äußerungen bewusst zu missbrauchen.

+++ 19.14 Uhr: Italien: Innenminister Salvini verweigert der Küstenwache das Einlaufen +++

Der italienische Innenminister Matteo Salvini hat einem Schiff der italienischen Küstenwache mit Flüchtlingen an Bord das Anlegen in Italien verwehrt. Der stellvertretende Regierungschef und Parteivorsitzende der fremdenfeindlichen Lega forderte am Mittwoch "Garantien", bevor die "Diciotti" mit 67 Flüchtlingen an Bord einlaufen dürfe. Medienberichten zufolge hat das Schiff nun die Erlaubnis, Donnerstagmorgen den Hafen im sizilianischen Trapani anzulaufen. Einige Flüchtlinge an Bord der "Diciotti" sollen zuvor auf einem anderen italienischen Schiff gegen die Besatzung vorgegangen sein - aus Furcht, nach Libyen zurückgebracht zu werden. Medienberichten zufolge schlossen sich die Besatzungsmitglieder im Kommandoraum ein und verständigten die Rettungszentrale in Rom.

Er werde "kein Anlegen" zulassen, solange er keine Garantien bekäme, dass die "Verbrecher" einige Zeit im Gefängnis verbringen und dann in ihre Heimat zurückgebracht würden, hatte Salvini angekündigt. Am Donnerstagmorgen soll die "Diciotti" nun dennoch in Trapani anlegen dürfen. Einige Medien hatten zunächst berichtet, das Schiff habe bereits am Mittwoch einlaufen können. Der italienische Innenminister setzte seine Schimpftirade gegen die Menschen an Bord der "Diciotti" fort: Bei ihrer Ankunft in Sizilien sollen die "gewalttätigen Piraten" "in Handschellen" von Bord geholt werden, kommentierte er.

+++ 18.27 Uhr: Sri Lanka will Todesstrafe wieder vollstrecken +++

Im Kampf gegen den Drogenschmuggel soll auf Sri Lanka die Todesstrafe wieder vollstreckt werden. Die Regierung des Inselstaats beschloss, dass 19 bereits zum Tode Verurteilte hingerichtet werden sollen. Die Todesstrafe war 1976 zum letzten Mal in Sri Lanka vollstreckt worden, wird aber für Mord, Vergewaltigung und Drogendelikte verhängt. 

Nach Angaben eines Regierungssprechers hatten die 19 Verurteilten im Gefängnis mit Drogen gehandelt. Derzeit sitzen 743 zum Tode Verurteilte in Sri Lankas Gefängnissen. Zudem will die Regierung auch die Armee gegen Drogenhändler einsetzen. Die Menschenrechtsorganisatin Amnesty International verurteilte den Schritt.

+++18.20 Uhr: Slowakei kauft US-Kampfflugzeuge +++

Die slowakische Regierung hat den milliardenschweren Kauf von 14 amerikanischen F16-Kampfflugzeugen beschlossen. Wie der sozialdemokratische Regierungschef Peter Pellegrini nach der Sitzung seines Kabinetts erklärte, werde demnächst ein entsprechender Vertrag mit der US-Regierung unterzeichnet. Es geht um eine Kaufsumme von 1,589 Milliarden Euro. Das von der amerikanischen Regierung vorgelegte Angebot sei leicht günstiger gewesen als ein schwedisches Konkurrenzangebot für den Typ JAS-39 Gripen. Die Flugzeuge sollen in dem seit 2004 zur Nato gehörenden ex-kommunistischen Land die russischen MiG-29 ersetzen.

Der Flugzeugkauf ist Teil des größten Aufrüstungsprogramms seit der Unabhängigkeit der Slowakei 1993. Zu den geplanten und teils schon vereinbarten Anschaffungen gehören auch Panzerhaubitzen, gepanzerte Transportfahrzeuge, Hubschrauber, Transportflugzeuge und Radarsysteme.

+++ 18.15 Uhr: Afghanistan: Mindestens 15 Tote bei Angriff auf Schulamt +++

Bei einem Angriff mutmaßlicher Extremisten auf ein Schulamt in der ostafghanischen Stadt Dschalalabad sind nach offiziellen Angaben mindestens 15 Menschen getötet worden. Zwölf der Toten seien Angestellte des Amtes und Besucher gewesen, sagte ein Provinzratsmitglied am Abend. Unter ihnen sei der Leiter der Behörde, hieß es in einer Mitteilung der Provinzregierung. Außerdem hätten Sicherheitskräfte nach mehrstündigen Gefechten auch alle drei Angreifer erschossen. Mindestens 16 Menschen seien verletzt worden, sagte Provinzratsmitglied Ustad Israrullah Murad. 

Eine Gruppe bewaffneter Männer war gegen 9.00 Uhr Ortszeit in das Haus eingedrungen. Ein Angestellter, der entkommen konnte, sagte der Deutschen Presse-Agentur, das Haus habe keinen Schutzraum. Ein Teil des Gebäudes stehe in Flammen. 

+++ 17.55 Uhr: Mehrjährige Haftstrafen für Attacke auf Polizisten bei Paris +++

Nach einer brutalen Attacke auf Polizisten sind zwei Männer in Frankreich zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Einer der Brüder muss für viereinhalb Jahre ins Gefängnis, der zweite für dreieinhalb Jahre, wie das Strafgericht in Meaux nordöstlich von Paris entschied. Der Angriff auf das Polizistenpaar vor den Augen seiner dreijährigen Tochter hatte für Empörung gesorgt. Präsident Emmanuel Macron verurteilte die "Schandtat und Feigheit" der Täter.

Die beiden Männer hatten die Polizisten - eine 35 Jahre alte Frau und ihren 31-jährigen Freund - vor gut einer Woche in dem Ort Othis abgefangen, als sie in Zivil mit ihrer Tochter das Haus einer Freundin verließen. Die Brüder warfen der Beamtin vor, sie zuvor zu Unrecht einer Verkehrskontrolle unterzogen zu haben. Sie schlugen der Frau ins Gesicht und malträtierten die beiden Beamten mit Fußtritten. Die Polizistin war danach zwei Wochen krank geschrieben.

+++ 17.30 Uhr: Nato lädt Mazedonien zu Beitrittsgesprächen ein +++

Die Nato hat den Balkan-Staat Mazedonien zur Aufnahme von Beitrittsgesprächen eingeladen. "Die Tür der Nato ist und bleibt offen: Wir sind übereingekommen, die Regierung in Skopje einzuladen, Beitrittsgespräche zu beginnen", sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg zum Abschluss des Nato-Gipfels in Brüssel. Voraussetzung dafür war die Beilegung des Streits zwischen den Regierungen in Skopje und Athen über den Namen Mazedoniens.

+++ 17.20 Uhr: Nato-Staaten einigen sich trotz Streits auf Gipfelerklärung +++

Die Staats- und Regierungschefs der Nato-Staaten haben sich trotz des erbitterten Streits um die Verteidigungsausgaben auf eine gemeinsame Gipfelerklärung geeinigt. In dem in Brüssel verabschiedeten Text wird allerdings keine Lösung für die vor allem zwischen Deutschland und den USA ausgetragene Auseinandersetzung aufgezeigt. Die 29 Nato-Staaten bekräftigen lediglich noch einmal ihr "uneingeschränktes Bekenntnis" zu dem sogenannten "Zwei-Prozent-Ziel" aus dem Jahr 2014.

Dieses wird allerdings unterschiedlich interpretiert. Nach Auffassung von US-Präsident Donald Trump haben sich damals alle Nato-Staaten verpflichtet, spätestens 2024 mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben. Die Bundesregierung verweist jedoch darauf, dass im Beschluss lediglich davon die Rede ist, sich in Richtung der zwei Prozent zu bewegen.

Nach den jüngsten Prognosen der Nato werden 2018 neben den USA lediglich Griechenland, Großbritannien, Polen, Rumänien sowie die drei baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland das Zwei-Prozent-Ziel erreichen. Deutschland liegt trotz deutlich steigender Verteidigungsausgaben derzeit bei etwa 1,24 Prozent. Nach deutscher Lesart haben sie sich damit auf die zwei Prozent zubewegt, weil die Quote 2014 nur bei 1,18 Prozent lag. 2024 soll die Quote nach einem Versprechen von Bundeskanzlerin Angela Merkel bei 1,5 Prozent liegen.

+++ 16.55 Uhr: "Lifeline"-Kapitän darf nach Deutschland ausreisen +++

Der Kapitän des auf Malta liegenden Rettungsschiffs "Lifeline" darf nach Deutschland reisen. Das Gericht gab einem Antrag von Claus-Peter Reisch statt. Reisch wollte einem Medienbericht zufolge Malta für einige Tage verlassen, um zu seiner betagten Mutter nach Deutschland zu fliegen. 

Die "Lifeline" der in Dresden ansässigen Hilfsorganisation Mission Lifeline war fast eine Woche auf dem Meer blockiert, nachdem sie rund 230 Migranten vor Libyen gerettet hatte. Erst nach der Vereinbarung, dass die Migranten unter EU-Ländern aufgeteilt werden, erlaubte Malta die Einfahrt in einen Hafen. Reisch muss sich vor Gericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, das Schiff ohne ordnungsgemäße Registrierung in maltesische Gewässer gesteuert zu haben.

+++ 16.46 Uhr: Zwölf Jahre Haft gegen Journalisten in Tadschikistan verhängt +++

In der autoritär geführten Ex-Sowjetrepublik Tadschikistan ist ein unabhängiger Journalist wegen angeblicher Unterschlagung zu zwölf Jahren strenger Lagerhaft verurteilt worden. Die Botschaften Deutschlands, Frankreichs und anderer westlicher Länder kritisierten das Urteil öffentlich. "Der Richterspruch wirkt sich negativ auf die Presse- und Meinungsfreiheit in Tadschikistan aus", hieß es in einer Erklärung in Duschanbe, Hauptstadt des zentralasiatischen Landes.

+++ 16.43 Uhr: Versteigerung einer Guillotine sorgt in Frankreich für Kontroverse +++

Die Versteigerung einer Guillotine hat in Frankreich für eine Kontroverse gesorgt: Das rund 150 Jahre alte Hinrichtungsinstrument wechselte in Paris für rund 8000 Euro den Besitzer, wie das Auktionshaus Drouot mitteilte. Die öffentliche Kontrollinstanz für Auktionen hatte vergeblich gegen die Versteigerung protestiert. Ein Sprecher nannte eine solche Auktion äußerst "heikel". Er verglich sie mit dem Verkauf von Habseligkeiten von KZ-Opfern oder von Folterinstrumenten.

Den Käufer störte das offenbar nicht. Dabei handelt es sich um einen französischen Geschäftsmann, der nach Angaben eines Sprechers "Liebhaber ungewöhnlicher Objekte" ist. Bisher gehörte die Guillotine zu einem Foltermuseum in der Nähe der Kathedrale Notre Dame, das Teil des bekannten Jazzclubs Caveau des Oubliettes war. Nach dessen Pleite wurde die Guillotine im Rahmen einer Zwangsvollstreckung versteigert - der Erlös geht an den Staat, um entgangene Steuern auszugleichen.

+++ 16.25 Uhr: Macron trifft Putin einen Tag vor Trump +++

Der französische Staatschef Emmanuel Macron wird einen Tag vor US-Präsident Donald Trump den russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen. Macron werde am Sonntag am Rande des Endspiels der Fußball-Weltmeisterschaft in Moskau Gespräche mit Putin führen, erklärte der Elysée-Palast. Frankreich steht im Finale der Fußball-WM und wird gegen England oder Kroatien antreten. Unklar war zunächst, ob das Treffen der beiden Präsidenten im Fußballstadion oder im Kreml stattfindet.

+++ 16.10 Uhr: Sri Lanka will Drogenkriminelle erhängen +++

Sri Lanka will im Kampf gegen die Drogenkriminalität die Todesstrafe erstmals seit Jahrzehnten wieder ausführen. "Ab jetzt werden wir Drogenkriminelle erhängen", sagte ein Regierungssprecher. Präsident Maithripala Sirisena sei bei Wiederholungstätern bereit, Hinrichtungsbefehle zu unterschreiben, sagte der Sprecher Rajitha Senaratne. Seit dem Jahr 1976 werden Todesurteile in dem Inselstaat im Indischen Ozean nicht mehr vollstreckt umgesetzt, sondern in lebenslange Haftstrafen umgewandelt. 

Senaratne bezog sich bei seiner Ankündigung auf einen Fall von dieser Woche: Ein verurteilter Drogendealer, dessen Todesstrafe umgewandelt wurde, habe die Einfuhr von 100 Kilogramm Heroin aus dem Gefängnis heraus organisiert. In insgesamt 19 Fällen wurde die Todesstrafe demnach umgewandelt. Es war unklar, ob alle diese Straftäter nun angesichts der jüngsten Ankündigung erhängt werden. 

+++ 15.55 Uhr: Syrer bei fremdenfeindlich motiviertem Messerangriff in Rostock schwer verletzt +++

Nach einem Messerangriff auf einen Syrer mit mutmaßlich ausländerfeindlichem Hintergrund in Rostock sucht die Polizei nach drei Verdächtigen. Der 21-Jährige sei bei dem Vorfall in einem S-Bahntunnel in der Nacht zu Mittwoch von einem Täter schwer verletzt worden, teilten die Beamten in der Stadt in Mecklenburg-Vorpommern mit. Zuvor sollen der Angreifer und seine zwei Begleiter ausländerfeindliche Parolen gerufen haben.

Nach Angaben der Beamten waren die drei Verdächtigen und insgesamt drei Syrer in dem Tunnel zusammengetroffen. Nachdem das Trio die Parolen rief, wollte das Opfer die beiden Männer und eine Frau zur Rede stellen. Dabei schlug einer der Täter auf den 21-Jährigen ein, bevor er ihm Stichverletzungen beibrachte. Zudem soll der zweite Verdächtige versucht haben, seinen Hund auf ihn zu hetzen.

+++ 15.50 Uhr: 15 Tote bei Überschwemmungen und Erdrutschen in Indien +++

In Indien sind bei Überschwemmungen und Erdrutschen 15 Menschen ums Leben gekommen. Neun Menschen seien im nordöstlichen Bundesstaat Manipur von einer Schlammlawine erfasst worden, sechs weitere Todesopfer habe es im nördlichen Bundesstaat Uttarakhand gegeben, teilten indische Behörden mit. Die Zahl der Toten infolge der diesjährigen Monsun-Regenfälle stieg somit auf knapp 200.

+++ 15.45 Uhr: Deutsche Frau in der Bretagne im Meer ertrunken +++

Eine 58 Jahre alte Deutsche ist vor einem bretonischen Strand im Ärmelkanal ertrunken. Wie die zuständige Präfektur mitteilte, ereignete sich das Unglück am Dienstagabend bei Erquy, etwa 100 Kilometer nordwestlich von Rennes. Alarmierte Rettungskräfte der Feuerwehr konnten nur noch den Tod der Frau feststellen. Aus welchem Teil Deutschlands sie kam, war zunächst unklar. 

+++ 15.30 Uhr: Armee: Israel schießt Drohne aus Syrien mit Abwehrrakete ab +++

Israel hat nach Angaben der Armee mit einer Abwehrrakete eine Drohne im Norden des Landes abgeschossen. Die Drohne sei aus Syrien gekommen, teilte die Armee mit. Angesichts der instabilen Lage im syrischen Grenzgebiet hatte die israelische Armee zuletzt weitere Truppen auf die Golanhöhen verlegt. Israel hatte die syrischen Golanhöhen 1967 erobert und später annektiert. Bereits im Februar war nach Angaben Israels eine iranische Drohne in Israels Luftraum eingedrungen. Die Armee schoss das Flugobjekt damals ab. Der Iran dementierte jedoch, eine solche Drohne eingesetzt zu haben.

+++ 15.20 Uhr: Diesel-Fahrverbot in Stuttgart ab 2019 beschlossen +++

Nach Hamburg bekommt nun auch Stuttgart ein Diesel-Fahrverbot. "Ab 2019 wird es eine Fahreinschränkung in der grünen Umweltzone für ältere Diesel Euro 4 und schlechter geben mit einer Übergangsregelung für die Anwohner und angemessenen Ausnahmen für Handwerker und Lieferverkehre", erklärte der Chef der grünen Landtagsfraktion in Baden-Württemberg, Andreas Schwarz. "Fahrverbote von Euro-5-Diesel wollen wir mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket zur Luftreinhaltung vermeiden."

Zu den Maßnahmen gehören demnach ein Ausbau von Schnellbuslinien, günstigere Tickets für den Nahverkehr und eine Busspur am besonders belasteten Neckartor. "Wir gehen davon aus, dass wir damit die Grenzwerte einhalten können", erklärte Schwarz weiter. "Sollte dies Mitte 2019 nicht in Sicht sein, wird der Luftreinhalteplan entsprechend den Vorgaben der Gerichte fortgeschrieben."

+++ 15.12 Uhr: Polen suchen nach Tigerpython an der Weichsel +++

Eine bis zu sechs Meter lange Tigerpython soll seit Tagen am Warschauer Weichselufer ihr Unwesen treiben. Die mehrere Meter lange Haut der Würgeschlange habe ein Anwohner im Süden der Stadt gefunden, teilte die Tierschutzorganisation Animal Rescue Polska mit, die von Helfern unterstützt an Ufern und im Wasser nach dem Tier suchte. 

Die Aktivisten hatten online ein Bild der Schlangenhaut gepostet, deren Echtheit ein Experte bestätigt habe, wie es hieß. Einen leichtsinnigen Scherz schlossen die Tierschützer dennoch nicht aus. Außer der Schlangenhaut gebe es kein handfestes Indiz, dass die Schlange existiert. Sie könnte von einem Schlangenzüchter aus Spaß ans Ufer gelegt worden sein. 

+++ 14.44 Uhr: Behörden zeigen Filmaufnahmen der geretteten thailändischen Jugendfußballer aus dem Krankenhaus +++

Die thailändischen Behörden haben auf einer Pressekonferenz einen Film der geretteten Jugendlichen im Krankenhaus vorgeführt. Journalisten konnten die Aufnahmen von einer Leinwand abfilmen. Uns liegen die getwitterten Aufnahmen des Korrespondenten der britischen Zeitung "The Guardian" vor.

Zu sehen sind die Jungen,die mit Mundschutz in ihren Betten liegen, Pfleger und Ärzte, ebenfalls mit Mundschutz, sind bei ihnen. Auch die Eltern sind in gelben Pullovern zu sehen, wie sie hinter einer Scheibe den Kindern zuwinken. 

Die zwölf Jugendlichen befinden sich in Quarantäne, der persönliche Kontakt zur Außenwelt, und damit auch zu den Eltern, ist ihnen wegen der Infektionsgefahr untersagt. Nach über zwei Wochen in der Höhle in absoluter Dunkelheit geht es den Jungen zwar relativ gut, aber sie haben ein geschwächtes Immunsystem und drei von ihnen eine leichte Lungenentzündung. 

+++ 14.15 Uhr: AC Mailand gehört jetzt einem US-Fond +++

Der italienische Traditionsverein AC Mailand hat einen neuen Besitzer. Der siebenmalige Fußball-Europapokalsieger gehört nun der US-Anlagegesellschaft Elliott Management. Wie die staatliche italienische Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf das Unternehmen des Milliardärs Paul Singer berichtete, löste der Hedgefonds den chinesischen Unternehmer Li Yonghong als Hauptaktionär ab.

Der bisherige Milan-Besitzer hatte erst im vorigen Jahr dem früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi die Mehrheitsanteile des Clubs abgekauft. Li Yonghong ließ nach Angaben von Elliott nun jedoch eine Frist zur Rückzahlung eines Darlehens verstreichen, das er bei dem US-Fonds für den Kauf der Milan-Aktien aufgenommen hatte. 

+++ 14.04 Uhr: Hamburger Soko "Rocker" durchsucht sechs Wohnungen - vier Festnahmen +++

Die Soko "Rocker" der Hamburger Polizei hat sechs Wohnungen in Norddeutschland durchsucht und vier Männer vorläufig festgenommen. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, wird gegen einen 24- und einen 29-Jährigen ermittelt, weil sie in großer Menge gemeinschaftlich mit Betäubungsmitteln gehandelt haben sollen. Der 29-Jährige ist laut Polizei Mitglied der Hells Angels, der 24-Jährige soll dieser Rocker-Gruppe nahe stehen.

Die Ermittler durchsuchten am Dienstagabend Wohnungen in Hamburg, Bleckede bei Lüneburg und Seevetal bei Harburg. Dort wurden Munition, Testosteron, 50.000 Euro Bargeld und weitere Beweismittel gefunden. Die beiden Tatverdächtigen wurden schließlich in Seevetal festgenommen. 

+++ 13.30 Uhr: Mertesacker kritisiert Umgang mit Özil +++

Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Per Mertesacker hat nach dem frühen Aus der DFB-Elf bei der WM in Russland den Umgang mit Mesut Özil kritisiert. "Alles an seiner Person festzumachen, ist falsch. Ich glaube, es ist ganz gut, dass er jetzt im Urlaub ist, dass er mal zurückblicken kann", sagte Mertesacker dem Radiosender NDR 2: "Ich denke, da ist er auch schon sehr selbstkritisch mit sich und kann das gut einschätzen."

+++ 13.10 Uhr: Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium in NRW besiegelt +++

Nordrhein-Westfalen kehrt zurück zum Abitur nach neun Jahren Gymnasium (G9). Der Landtag in Düsseldorf besiegelte abschließend mit den Stimmen der Regierungsfraktionen von CDU und FDP die Abkehr vom achtjährigen "Turbo-Abitur". Die Umstellung zu G9 an öffentlichen Gymnasien startet im Schuljahr 2019/20 mit den Fünft- und Sechstklässlern. Der erste reguläre G9-Jahrgang macht dann 2027 Abitur. Schüler, die derzeit ein öffentliches Gymnasium besuchen, bleiben aber im G8-Modus. Auch andere Bundesländer wie Niedersachsen sind inzwischen wieder zum G9 zurückgekehrt. Sogar Bayern hat die Kehrtwende beschlossen.

+++ 12.55 Uhr: Eigener Hund biss zu - Ärzte retteten die Nasenspitze von Frauchen +++

Eine besonders ruhige Hand haben Ärzte des Klinikums Graz bewiesen, die einer Patientin deren abgebissene Nasenspitze wieder annähten. Um die Durchblutung des Gewebes sicherzustellen, mussten eine Arterie und eine Vene, die dünner als ein Haar waren, mit vier Stichen zusammengenäht werden, teilte die Abteilung für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie des Klinikums mit. Beim Säubern des Fells hatte der Terrier der Patientin zugeschnappt und die Nase des Frauchens erwischt. 

Die Dame hatte das Glück, dass die Helfer schnell zur Stelle waren und auch die Nasenspitze geborgen werden konnte. Hätte das Zusammennähen der Blutgefäße nicht geklappt, wäre der Knorpel der Nase an der Stirn angenäht und die Nase aus einem heruntergezogenen Stirnlappen rekonstruiert worden. Die Hundebesitzerin war äußerst dankbar, dass ihr dieses Prozedere erspart blieb. Ihrem Hund hat sie verziehen. Sie habe seine Signale ignoriert.

+++ 12.49 Uhr: Merkel weist scharfe Kritik Trumps zurück +++

Angela Merkel hat die scharfe Kritik von Donald Trump an der wirtschaftlichen Zusammenarbeit Deutschlands mit Russland im Energiebereich zurückgewiesen. Es sei gut, dass Deutschland eine "eigenständige Politik" machen könne, betonte Merkel zum Auftakt des Nato-Gipfels in Brüssel. Trump hatte zuvor gesagt, Deutschland werde von Russland kontrolliert.

+++ 12.29 Uhr: Mindestens elf Tote bei Angriff auf Billdungsamt in Afghanistan +++

Bei einem Angriff mutmaßlicher Extremisten auf ein Bildungsamt der ostafghanischen Stadt Dschalalabad sind nach offiziellen Angaben elf Menschen getötet worden. Unter ihnen sei der Leiter der Behörde, hieß es in einer Mitteilung der Provinzregierung am Mittwochmittag.  Provinzsprecher Attaullah Chogiani hatte zuvor gesagt, alle Angreifer seien mittlerweile tot. Mehr Informationen zu ihrer Zahl oder zur Identität der Opfer gab es zunächst nicht.

+++ 12.22 Uhr: Hund im heißen Auto gelassen - Besitzer muss 450 Euro Bußgeld zahlen +++

Weil er seinen Hund in Düsseldorf über eine Stunde lang im überhitzten Auto zurückgelassen hat, muss ein Hundebesitzer 450 Euro Bußgeld zahlen. Das Amtsgericht bestätigte einen entsprechenden Bescheid wegen Tierquälerei gegen den 43-Jährigen. Dieser hatte Einspruch dagegen eingelegt.

Der Maler hatte an einem heißen Sommertag im Juni 2017 den schwarzen Mischlingshund ohne Wasser in seinem in der prallen Sonne geparkten Auto warten lassen. Mitarbeiter des Ordnungsamtes entdeckten das stark hechelnde Tier. Fenster und Schiebedach waren demnach nur fingerbreit geöffnet. Kurz bevor die Ordnungskräfte den Wagen aufbrechen wollten, kam der 43-Jährige und erklärte: das Hecheln seines Hundes sei normal. Das liege am schwarzen Fell.

+++ 12.20 Uhr: Polizei verhört Nowitschok-Opfer im Krankenhaus +++

Die britische Polizei versucht weiter herauszufinden, wie ein Pärchen in Südengland mit dem Kampfstoff Nowitschok in Kontakt kam. Die 44 Jahre alte Frau war am Sonntag gestorben, ihr Mann liegt mit kritischem Zustand im Krankenhaus. Polizisten hätten kurz mit dem vergifteten Briten sprechen können, teilte Scotland Yard mit. Der 45-Jährige ist erst seit Dienstag wieder bei Bewusstsein. In den nächsten Tagen solle es in enger Absprache mit den Ärzten weitere Gespräche geben, erklärte die Polizei. 

+++ 12 Uhr: Film über Höhlenrettung von Jugend-Fußballteam in Thailand geplant +++

Die spektakuläre Rettung von zwölf jungen Fußballern und ihrem Trainer aus einer Höhle in Thailand könnte bald auf der großen Leinwand laufen. Solch ein Film könne Millionen Menschen weltweit inspirieren, sagte Michael Scott, Geschäftsführer der US-amerikanischen Produktionsfirma Pure Flix Entertainment, in einer Videobotschaft auf Twitter. Pure Flix Entertainment mit Sitz in Scottsdale im Bundesstaat Arizona produziert Filme, die Jesus Christus und den christlichen Glauben hervorheben. "Es muss nicht unbedingt ein christlicher Film werden, nur ein inspirierender", sagte Scott dem US-Branchenmagazin.

+++ 11.50 Uhr: US-Behörden räumen Probleme bei Zusammenführung von Einwandererfamilien ein +++

Die US-Behörden haben Probleme bei der Zusammenführung getrennter Einwandererfamilien. Von mehr als hundert Kindern unter fünf Jahren wurden bis zum Ablauf einer Frist am Dienstagabend weniger als die Hälfte ihren Eltern zurückgegeben, wie die Behörden einräumten. Die restlichen Familienzusammenführungen werden sich den Angaben zufolge aber verzögern. Einige Eltern wurden bereits abgeschoben, andere sitzen noch in Haft, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

+++ 11.18 Uhr: Thailänderin als Zuhälterin in der Schweiz verurteilt +++

Eine Thailänderin hat mindestens 75 Frauen aus Thailand in die Schweiz gelockt und die meisten als Prostituierte ausgebeutet. Ein Gericht in Biel rund 90 Kilometer südwestlich von Basel verurteilte sie zu zehneinhalb Jahren Gefängnis. Die Anklage hatte die 58-Jährige als eine Zuhälterin beschrieben. Sie berechnete den Frauen demnach zunächst große Summen für den Flug aus Thailand in die Schweiz und gefälschte Visa und verteilte sie dann auf verschiedene Bordelle. Sie habe sie rund um die Uhr zum Anschaffen genötigt, ständig überwacht und ihnen oft den meisten Lohn persönlich abgenommen. Die Frauen hätten gewusst, dass es um Prostitution ging, nicht aber, unter welchen Bedingungen sie arbeiten mussten. Die Angeklagte habe keine Reue gezeigt, monierten Anwältinnen der Opfer während des Prozesses.

+++ 10.44 Uhr: Netanjahu schaut sich Halbfinal-Spiel im Moskauer Stadion an +++

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu will sich nach russischen Angaben das Halbfinalspiel zwischen England und Kroatien im Moskauer Luschniki-Stadion anschauen. Zuvor werde er sich am Mittwoch noch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu bilateralen Gesprächen treffen, teilte der Kreml mit. Themen sollen dabei die Lage in Syrien und der israelisch-palästinensische Konflikt sein. Netanjahu hat in diesem Jahr schon mehrmals Russland besucht. Am 9. Mai nahm an der großen Militärparade zum Tag des Sieges auf dem Roten Platz teil. 

+++ 9.37 Uhr: Trump provoziert vor Nato-Gipfel: Deutschland "Gefangener" Russlands wegen Gaslieferungen +++

Donald Trump hat Deuschland vor dem Nato-Gipfel massiv kritisiert. Deutschland sei wegen seiner Abhängigkeit von Gaslieferungen ein "Gefangener" Russlands, sagte Trump bei einem Frühstück mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenber in Brüssel. Er kritisierte, dass Deutschland "Milliarden" für Gas an Russland zahle und sich gleichzeitig von der Nato vor Russland beschützen lasse.

+++ 9.02 Uhr: Elf Menschen aus abgestürztem Flugzeug in Alaska gerettet +++

Aus einem in Alaska abgestürzten Wasserflugzeug haben US-amerikanische Rettungskräfte haben elf Menschen lebend geborgen. Die Einsatzkräfte fanden das Wrack an einem Berghang in rund 600 Metern Höhe auf der Prince-of-Wales-Insel, rund 400 Kilometer südlich von Juneau, der Hauptstadt Alaskas, wie die US-Küstenwache mitteilte. Der Pilot selbst hatte den Notruf abgesetzt.

Eine Foto der Küstenwache zeigt ein weißes Kleinflugzeug, das beschädigt auf grauen Felsen liegt. Der Pilot und die zehn Passagiere wurden laut Küstenwache mit Hubschraubern zu einem Krankenhaus in der Nähe gebracht. Alle hatten demnach kleinere Verletzungen, ihnen ging es aber ansonsten gut. Die Ursache des Absturzes war noch unklar.

+++ 8.49 Uhr: Hochzeit von Gerhard Schröder und Soyeon Kim fand in Seoul statt +++

Die neue Ehefrau von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder, 74, die Südkoreanerin Soyeon Kim, 48, hat Details über die Hochzeit verraten. "Wir haben am 2. Mai in meiner Heimatstadt Seoul geheiratet. Wir sind sehr glücklich", sagte Kim der "Bunten". Für den SPD-Politiker ist es die fünfte Ehe, für die Wirtschaftsexpertin die zweite. Groß gefeiert werden soll die Hochzeit Medienberichten zufolge im Oktober in Berlin im noblen Hotel "Adlon".

+++ 7.06 Uhr: Achtjähriger macht Abitur +++

Der achtjährige Turboschüler Laurent Simons aus Amsterdam sucht nach bestandenem Abi eine passende Uni. Nach dem Sommer will er mit dem Mathestudium beginnen. Dabei soll der belgisch-niederländische Junge nicht mit 20-Jährigen im Hörsaal sitzen, sondern Einzelunterricht bekommen.

Hochbegabt, Genie, Wunderkind. Schon jetzt wird der belgisch-niederländische Junge mit einem IQ von 145 von Medien mit Einstein und Stephen Hawking verglichen. Grundschule und Gymnasium absolvierte Laurent in rekordverdächtigem Tempo. Für ihn wurde ein maßgeschneidertes Unterrichtspaket entwickelt, er bekam Einzelunterricht. "Wenn er echt gefordert wird, dann geht es rasend schnell, zu schnell für uns", sagt Vater Alexander über ihn.

+++ 6.40 Uhr: China "geschockt" von USA - "Gegenmaßnahmen" auf US-Zölle angekündigt +++

China hat "geschockt" auf die Pläne der USA reagiert, Strafzölle auf weitere Importe aus China im Wert von 200 Milliarden US-Dollar verhängen zu wollen. Der Sprecher des Handelsministeriums kündigte in Peking für den Fall des Inkraftretens "notwendige Gegenmaßnahmen" an. Die Vorlage der neuen Liste mit Waren für neue Strafzölle sei "völlig inakzeptabel". 

China will umgehend eine Klage gegen das einseitige Vorgehen der USA bei der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf einreichen. "Das Verhalten der USA schadet China, schadet der Welt und schadet ihnen selbst", sagte der Sprecher. Es sei "irrational".

+++ 5.58 Uhr: Zahl der Toten durch Unwetter in Japan auf 179 gestiegen +++

Die Zahl der Toten bei den verheerenden Regenfällen in Japan ist auf 179 gestiegen. Das sagte ein Regierungssprecher in Tokio. Berichten örtlicher Medien zufolge werden noch mehrere Dutzend Menschen vermisst. Tausende Menschen halten sich in Notunterkünften auf.

Ende vergangener Woche hatten heftige Regenfälle im Westen und Zentrum Japans schwere Überschwemmungen und Erdrutsche verursacht. Die Einsatzkräfte suchen in den überschwemmten Gebieten weiter nach möglichen Opfern. Es ist bereits jetzt die höchste Opferzahl durch Regenfälle in Japan seit mehr als drei Jahrzehnten. 

+++ 4.51 Uhr: Chinesischer Dissident Qin Yongmin zu 13 Jahren Haft verurteilt +++

Der langjährige chinesische Dissident Qin Yongmin ist zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Ein Volksgericht in Wuhan (Provinz Hubei) befand ihn der "Untergrabung der Staatsgewalt" für schuldig. Das Urteil wurde auf der Webseite des Gerichts bekannt gegeben. Der 64-Jährige ist ein Veteran der Menschenrechts- und Demokratiebewegung in China. Wegen seines Engagements hat er schon Haftstrafen von insgesamt 22 Jahren abgesessen.

ivi/tkr / AFP / DPA