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News des Tages: IS-Hauptstadt Rakka steht kurz vor der Rückeroberung

ÖVP gewinnt Wahl in Österreich +++ Mutmaßlicher Täter von Schulmassaker in Kenia gelyncht +++ Bundesamt warnt vor verunreinigtem Frischkäse +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Rakka IS

Ein Soldat der Demokratischen Kräfte Syriens geht im August in Rakka in Deckung, während Kämpfe mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in der Stadt stattfinden

Lesen Sie hier die Nachrichten des Tages:

+++ 20.14 Uhr: Tiroler wollen keine Olympia-Bewerbung +++

Innsbruck sollte nach 1964 und 1976 zum dritten Mal Olympia-Gastgeber werden. 2026 war das Ziel, Inzell sollte die Wettbewerbe der Eisschnellläufer ausrichten. Doch die Tiroler machen nicht mit. Die Tiroler haben sich zum dritten Mal gegen Olympische Winterspiele vor der Haustür ausgesprochen. Bei einer Volksbefragung lehnten am Sonntag gut 53 Prozent eine Bewerbung um die Austragung 2026 ab. Damit platzt auch der Traum im deutschen Inzell um Olympia-Wettbewerbe: Die Österreicher hatten angefragt, ob dort die Eisschnelllauf-Wettbewerbe stattfinden könnten. 

+++ 16.39 Uhr: IS-Hauptstadt Rakka steht kurz vor der Rückeroberung +++

Die einstige IS-Bastion Raka im Norden Syriens steht offenbar kurz vor ihrer vollständigen Rückeroberung. Die Kämpfe um Raka seien in ihre "Endphase" eingetreten, erklärte am Sonntag die kurdisch-arabische Allianz, die den IS in Raka bekämpft. Zuvor konnten die letzten noch verbliebenen Zivilisten die Stadt im Zuge einer Evakuierungsvereinbarung verlassen. Diese schließt auch einheimische IS-Kämpfer ein, nicht aber Dschihadisten aus dem Ausland.

Mehr als 3000 Zivilisten hätten als Teil der Vereinbarung Raka in der Nacht zum Sonntag verlassen können, sagte ein Sprecher der Allianz der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) der Nachrichtenagentur AFP. Sie seien in Gebiete unter Kontrolle der SDF gebracht worden. In der Stadt gebe es mit Ausnahme von einigen Angehörigen der dort noch verschanzten Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) "keine Zivilisten" mehr.

+++ 15.45 Uhr: Spannung bis zuletzt bei der Österreich-Wahl +++

Bei strahlendem Spätsommer-Wetter haben die Österreicher am Sonntag ein neues Parlament gewählt. Großes, auch internationales Medieninteresse löste der erst 31-jährige Spitzenkandidat der konservativen ÖVP, Sebastian Kurz, aus. Der derzeitige Außenminister hat Umfragen zufolge gute Chancen, nächster Kanzler der Alpenrepublik zu werden. Die Augen richten sich aber auch auf das Abschneiden der FPÖ. Die Rechtspopulisten können wegen ihrer Kritik an der bisherigen Koalition von SPÖ und ÖVP sowie ihrer zuwanderungskritischen Haltung mit einem deutlichen Plus an Stimmen rechnen. Ein großes Fragezeichen steht hinter dem Abschneiden der Sozialdemokraten unter Kanzler Christian Kern.

Generell gilt der Wahlausgang inzwischen als offen. Rund eine Million Wähler waren nach Einschätzung der Wahlforscher bis zuletzt unentschlossen. "Da gibt es Potenzial für Last-Minute-Bewegungen", erklärte der Experte des Meinungsforschungsinstituts Sora, Christoph Hofinger. Insgesamt waren 6,4 Millionen Bürger der Alpenrepublik stimmberechtigt. Es kandidierten 16 Parteien, zehn davon bundesweit. Die letzten Wahllokale schließen um 17 Uhr. Die ersten Hochrechnungen werden gegen 17.15 Uhr erwartet.

Sollte es zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen ÖVP, FPÖ und SPÖ kommen, gilt eine Regierungsbildung als besonders schwierig. Alle Parteien hatten zum Wahlkampfschluss noch einmal versucht, ihre Anhänger zu mobilisieren. Das gilt nicht zuletzt für die Grünen, die liberalen Neos und die Liste des Grünen-Abtrünnigen Peter Pilz. Diese Parteien müssen nach Umfragen um den Einzug ins Parlament bangen. Die Hürde dafür liegt in Österreich bei vier Prozent.


+++ 15.42 Uhr: Schon mehr als 230 Tote nach Anschlag in Mogadischu +++

Die Zahl der Todesopfer des schwersten Anschlags der jüngeren Geschichte in Somalia ist auf mindestens 231 gestiegen. Das bestätigten Polizeikreise sowie Vertreter mehrerer Krankenhäuser in Somalia am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

+++ 14.37 Uhr: Anschlag in Somalia fordert mindestens 137 Todesopfer +++

Bei dem schweren Anschlag in Somalias Hauptstadt Mogadischu sind mindestens 137 Menschen getötet worden. 300 weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der Anschlag war am Samstag mit einem mit Sprengstoff beladenen Lkw vor einem Hotel im Zentrum der Hauptstadt verübt worden.

+++ 14.19 Uhr: Deutschlands wohl ältester Mann feiert 112. Geburtstag +++

Deutschlands wohl ältester Mann ist am Sonntag 112 Jahre alt geworden. Gustav Gerneth verbrachte den Tag im Kreis seiner Familie in Havelberg (Sachsen-Anhalt), wie Bürgermeister Bernd Poloski bestätigte. "Es ehrt uns, dass wir sagen können, wir haben den ältesten Deutschen bei uns in der Stadt", sagte Poloski. Gerneth lebt auch im hohen Alter noch in seiner eigenen Wohnung, umsorgt von seiner Familie. Seine Glückwünsche wollte der Bürgermeister per Telefon übermitteln. Der Jubilar sollte zudem eine Glückwunschkarte und einen Präsentkorb von der Stadt erhalten.

Gerneth wurde am 15. Oktober 1905 in Stettin geboren. Ihr Großvater sei immer noch geistig fit und könne auch gut rechnen, sagte Gerneths Enkelin Christine Rattay der "Magdeburger Volksstimme". Jeden Tag bringe sie ihm das Mittagessen, dann plauderten sie miteinander, und sie lese ihrem Opa aus der Zeitung vor. Abends schaue Gerneth gern Fußball. "Und er scherzt gern. Als ich vor Kurzem beim Aufstehen vom Mittagstisch sagte, dass mir die Knie wehtun, meinte er: "Komm du mal erst in mein Alter."" 

+++ 13 Uhr: Instagram ändert offenbar nach Beschwerden Geschäftsbedingungen +++

Die Facebook-Tochter Instagram will offenbar auf Druck von Verbraucherschützern ihre Geschäftsbedingungen für deutsche Nutzer überarbeiten. "Instagram hat sich von seinen zumeist jugendlichen Nutzern viel zu weitreichende Rechte einräumen lassen", zitiert der"Tagesspiegel" den Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands Klaus Müller. Demnach hat sich Instagram bereit erklärt, bis zum Jahresende 18 beanstandete Bedingungen im Kleingedruckten zu ändern.

Bislang heißt es in den Geschäftsbedingungen, Streitigkeiten sollten nicht in Deutschland, sondern vor US-Schiedsgerichten ausgefochten werden. Gelten sollte dabei nicht deutsches, sondern kalifornisches Verbraucherrecht. Zudem hatte sich Instagram kostenlos weitreichende Nutzungsrechte an den Bildern und Filmen der User einräumen lassen sowie die Erlaubnis, mit dem Material werben zu dürfen. Instagram hätte zudem aus eigenem Ermessen Fotos, Videos oder gleich das ganze Nutzerprofil sperren können.

+++ 12.55 Uhr: Entlaufener Bär tötet Mann in Russland +++

In Russland ist ein Bär aus einem Privatzoo ausgebrochen und hat einen Mann getötet. Das Tier war am Morgen aus dem Gehege nahe der südrussischen Stadt Woronesch entflohen, wie das regionale Innenministerium mitteilte. Als die Besitzer den Bären einfangen wollten, habe das Tier einen 84 Jahre alten Mann auf der Hauptstraße angegriffen und getötet. Zudem sei ein 49-Jähriger schwer verletzt worden. Die Polizei erschoss das Tier daraufhin auf der Straße. Wie der Bär aus dem Gehege ausbrechen konnte, ist nicht bekannt.

+++ 12.10 Uhr: Zwei Tote nach Verkehrsunfall mit Streifenwagen in Brandenburg +++

Bei einem schweren Unfall mit einem Polizeifahrzeug in Brandenburg sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Zwei Beamte in dem Streifenwagen wurden verletzt, wie die Brandenburger Polizei über Twitter mitteilte. Die Polizisten waren demnach mit Martinshorn unterwegs zu einem Einsatz am Bahnhof der östlich von Potsdam gelegenen Stadt Teltow.

Der Streifenwagen war am Morgen zur Unterstützung gerufen worden, nachdem es dort eine Rangelei gegeben hatte, bei der drei Polizisten verletzt wurden. Die Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen zur Unfallursache, ein Gutachter soll den Unfallhergang rekonstruieren.

+++ 11.55 Uhr: Mutmaßlicher Täter von Schulmassaker in Kenia gelyncht +++

Der mutmaßliche Täter eines Massakers in einer kenianischen Schule ist im Polizeigewahrsam von einer Gruppe Menschen getötet worden. "Bürger sind in das Polizeirevier in Kakuma, wo der Student in Gewahrsam war, eingedrungen, haben die Polizisten überwältigt und den Schüler angegriffen", sagte Polizeichef David Nyabuto. Sie hätten den jungen Mann am Samstagnachmittag zusammengeschlagen und anschließend verbrannt.

Zuvor war der 17-Jährige den Angaben zufolge zusammen mit zwei bewaffneten Männern in seine ehemalige Schule in Lokichogio im Nordwesten Kenias eingedrungen und hatte dort sechs Menschen getötet sowie weitere verletzt. Laut Ermittlungen war das Trio auf der Suche nach dem Schulleiter und einem weiteren Schüler, mit dem es vorher Streit gegeben hatte. Als sie die Gesuchten nicht fanden, schossen sie laut Nyabuto willkürlich um sich. Der Ex-Schüler wurde nach den Angaben festgenommen, die beiden Mittäter konnten entkommen.

+++ 11.54 Uhr: Bundesamt warnt vor verunreinigtem Frischkäse +++

In zwei Bioland-Frischkäseprodukten sind Salmonellen entdeckt worden, das Bundesamt für Verbraucherschutz warnt vor dem Verzehr. Es handelt sich demnach um die Produkte "Sultans Freude" sowie "Sultans Freude mit Datteln" des Herstellers Hof Butendiek. Die Salmonellen sind im Schwarzkümmel, der bei der Frischkäse-Zubereitung verwendet wurde, entdeckt worden. Betroffen sind Einzelhandelspackungen mit 150 Gramm sowie lose Ware an Bedientheken mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum bis einschließlich 17. November 2017.

Der zuliefernde Gewürzhändler hatte über den positiven Befund informiert, der Hersteller Hof Butendiek ruft die Produkte nun zurück. Die betroffene Ware muss entsorgt oder kann zurückgegeben werden, teilte der Hersteller mit. Die Produkte wurden nach Niedersachsen und Hessen ausgeliefert. Eine Salmonellenerkrankung äußert sich innerhalb weniger Stunden bis einiger Tage nach dem Verzehr mit Durchfall, Bauchschmerzen, eventuell Erbrechen sowie leichtem Fieber.

+++ 11.50 Uhr: Rostocker Fans bewerfen Jenaer Anhänger mit Fischen +++

Anhänger des Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock haben im Auswärtsspiel beim FC Carl Zeiss Jena gegnerische Fans mit Fischen beworfen. Unter dem Gesang "Wir haben Euch was mitgebracht: Fisch, Fisch, Fisch!" flogen während der Partie am Samstag, die Jena 1:0 gewann, Fische in Richtung Fanblock der Jenaer. Die Geschosse landeten in der Pufferzone zwischen den Fanlagern. Insgesamt blieb es bei der brisanten Partie nach Polizeiangaben aber relativ ruhig. Wegen des Abbrennens von Feuerwerkskörpern wird der Deutsche Fußball-Bund aber genauso ermitteln wie wegen der Fisch-Würfe.

+++ 11.34 Uhr: Twitter gibt US-Senat 201 Profilnamen in Russland-Ermittlungen +++

In den Ermittlungen zu vermuteter russischer Einflussnahme auf die US-Präsidentenwahl 2016 hat der Kurznachrichtendienst Twitter 201 Profilnamen an den US-Senat weitergegeben. Das bestätigten informierte Kreise dem Sender CNN. Die Ermittler hätten nun die von den Konten gesendeten Nachrichten angefordert. Twitter hatte den Kongress bereits im September darüber informiert, dass das Unternehmen rund 200 Konten gesperrt habe, die Verbindungen zu Facebookkonten hätten, die wegen Verbindungen nach Russland suspendiert worden waren. Über diese Konten sei politischer Streit in den USA angefacht worden.

+++ 10.42 Uhr: +++ Menschenfressende Tigerin in Indien stirbt an Stromschlag +++

Die Jagd auf eine menschenfressende Tigerin in Indien hat mit dem Tod des Tieres durch einen Stromschlag geendet. Die Raubkatze Kala, die vier Menschen getötet und zum Teil gefressen haben soll, habe einen elektrischen Zaun gestreift, teilte das Pench Tiger Reservat mit. Der Zaun war demnach von Dorfbewohnern errichtet worden, um Wildtiere fernzuhalten, vor allem Wildschweine. Ein Gericht hatte den Abschuss des zweijährigen Tigerweibchens am Freitag erlaubt, nachdem dieses zuletzt erneut zwei Menschen getötet hatte. Bereits im Juli war Kala gefangen worden, nachdem sie im Ort Brahmapuri in Maharashtra zwei Dorfbewohner getötet und vier weitere verletzt hatte. Kurze Zeit später war sie in einem Wildtierreservat wieder freigelassen worden.

Tiger greifen normalerweise keine Menschen an. Manche Experten aber gehen davon aus, dass die Tiere auf den Geschmack kommen können, sobald sie einmal Menschenfleisch gefressen haben. In Indien lebt mehr als die Hälfte der weltweit existierenden Tiger, nach der jüngsten Zählung aus dem Jahr 2014 umfasst ihr Bestand in den dortigen Schutzgebieten mehr als 2200 Raubkatzen.

+++ 10.30 Uhr: Börsenverein des Buchhandels verurteilt Gewalt bei Höcke-Auftritt +++

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und die Frankfurter Buchmesse haben gewalttätige Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit Veranstaltungen rechter Verlage kritisiert. "Wir verurteilen jede Form der Gewalt", erklärten die Verantwortlichen der Buchmesse. Zuvor war es unter anderem am Rande einer Veranstaltung mit dem Thüringer AfD-Politiker Björn Höcke zu Ausschreitungen gekommen.

Dass Verlage der sogenannten neuen Rechten in Frankfurt ausstellen dürfen hatte bereits im Vorfeld für Diskussionen gesorgt. Auch nach den Auseinandersetzungen verteidigten die Verantwortlichen diese Entscheidung. "Die Frankfurter Buchmesse lebt von der Vielfalt der Meinungen und ist ein Ort des freien Dialogs." Gewalt verhindere den Austausch von politischen Positionen. "Wir werden sie als Mittel der Auseinandersetzung nicht zulassen."

+++ 10.19 Uhr: Arbeitsagentur öffnet Büro in Air-Berlin-Zentrale +++

Die Bundesagentur für Arbeit öffnet morgen ein Büro in der Zentrale der insolventen Air Berlin. Dort können sich die Beschäftigten der Fluggesellschaft arbeitssuchend melden, wie Personalchefin Martina Niemann intern mitteilte. Für Donnerstag ist demnach eine weitere Jobmesse bei Air Berlin geplant, dieses Mal mit dem Berliner Senat. Präsentieren sollen sich dort die allgemeine Verwaltung, Polizei, Feuerwehr, Bürgerämter, das Landesflüchtlingsamt, der IT-Dienstleister des Landes, Bildungseinrichtungen und der Justizdienst.

Air Berlin hatte im Zuge der Insolvenz mitgeteilt, es gebe gute Aussichten für 80 Prozent der mehr als 8000 Beschäftigten. Bislang ist jedoch nur klar, dass bis zu 3000 Mitarbeiter zur Lufthansa wechseln können, die große Teil der Airline übernimmt. Für andere Bereiche gibt es noch keine Lösung, darunter die Verwaltung und die Technik.

+++ 9.56 Uhr: Zwei Tote in Esslinger Wohnhaus gefunden +++

In einem Wohnhaus in Esslingen in Baden-Württemberg sind in der Nacht zwei Leichen entdeckt worden. Wie die Polizei in Reutlingen weiter mitteilte, konnten zur Identität der Toten zunächst keine Angaben gemacht werden. Auch die Hintergründe seien bisher unklar, sagte ein Polizeisprecher. Derzeit werde das Haus von Kriminaltechnikern untersucht.

+++ 9.04 Uhr: Irak verlängert Ultimatum für Rückzug kurdischer Kämpfer +++

Im Konflikt um die ölreiche Provinz Kirkuk hat die irakische Armee den kurdischen Kämpfern ein neues Ultimatum zum Rückzug gestellt. Die zunächst bis Sonntag 2 Uhr Ortszeit (1 Uhr MESZ) gestellte Frist sei um 24 Stunden verlängert worden, sagte ein kurdischer Beamter, der anonym bleiben wollte. Für heute Vormittag ist demnach ein Treffen des irakischen Präsidenten Fuad Massum, selbst ein Kurde, mit Kurdenpräsident Massud Barsani sowie Vertretern von Massums Patriotischer Union Kurdistans (PUK) geplant.

Die irakische Armee fordert einen Rückzug der Peschmerga auf ihre Stellungen, die sie vor dem 6. Juni 2014 hielten. Die Peschmerga hatten die strittigen Gebiete 2014 im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) erobert.

+++ 8.00 Uhr: Wahl in Niedersachsen beginnt +++

In Niedersachsen haben ab jetzt die Wahllokale geöffnet. Knapp 6,1 Millionen Menschen sind aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. Letzte Umfragen lassen ein Kopf-an-Kopf-Rennen erwarten zwischen der SPD von Ministerpräsident Stephan Weil und der CDU, die mit dem früheren Kultusminister Bernd Althusmann als Spitzenkandidat ins Rennen geht.

Die Landtagswahl war ursprünglich für Anfang 2018 geplant. Wegen des überraschenden Wechsels einer Grünen-Abgeordneten zur CDU wurde die Abstimmung vorgezogen, denn seitdem hat die rot-grüne Regierung keine Mehrheit mehr. Die Abstimmung in Niedersachsen ist die erste Landtagswahl nach der Bundestagswahl vor drei Wochen und wird deshalb bundesweit mit Spannung verfolgt. Die Wahllokale sind bis 18 Uhr geöffnet.

+++ 7.35 Uhr: Europaweit aktive Betrügerbande ausgehoben +++

Die Polizei hat eine europaweit aktive Bande von Anlagebetrügern ausgehoben. Der mutmaßliche Kopf der Bande - oder zumindest ein führendes Mitglied - soll ein bis dahin unbescholtener Familienvater und Geschäftsmann aus Solingen sein. Er habe sich sehr konspirativ verhalten, sagte ein Sprecher der Wuppertaler Staatsanwaltschaft. "Niemand kannte seinen Namen. Er hieß nur 'Der Türke' oder 'die Haupthand'." "Wenn sich die Bande in einer Wohnung traf, wurden alle Handys in einer Mikrowelle deponiert", berichtete Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert der Deutschen Presse-Agentur. Ein Kronzeuge habe sich schließlich das Kennzeichen des Autos merken können, mit dem der mutmaßliche Bandenchef unterwegs war. So habe man den 38-Jährigen identifiziert.

+++ 6.00 Uhr: Parlamentswahl in Österreich gestartet +++

In Österreich hat mit der Öffnung der ersten Wahllokale die Parlamentswahl begonnen. 6,4 Millionen Stimmberechtigte können unter 16 Parteien entscheiden. Landesweiter Wahlschluss ist um 17 Uhr. Mit den ersten Hochrechnungen wird gegen 17.15 Uhr gerechnet. Das amtliche Endergebnis wird nach Auszählung der Stimmen der Briefwähler erst am Donnerstag feststehen.

Als Favorit gilt der 31-jährige Spitzenkandidat der konservativen ÖVP, Außenminister Sebastian Kurz. Kanzler und SPÖ-Chef Christian Kern könnte nach Einschätzung der Demoskopen auf dem zweiten Platz landen. Die Sozialdemokraten tragen eine Mitverantwortung für eine in der Öffentlichkeit breit diskutierte Schmutzkampagne gegen Kurz. Die Rechtspopulisten der FPÖ mit ihrem Spitzenkandidaten Heinz-Christian Strache können wegen der anhaltenden Debatte um die Migrationskrise mit erheblichen Stimmengewinnen rechnen.

+++ 5.17 Uhr: Bus- und Bahnfahren im Nahverkehr wird teurer +++

Die Preise für Bus- und Bahnfahrten im Nahverkehr werden in weiten Teilen Deutschlands erhöht. In vielen Regionen werden die Fahrkarten zum Jahreswechsel etwa zwei Prozent teurer, teilweise gibt es aber auch niedrigere Aufschläge, wie ein Vergleich durch die Deutsche Presse-Agentur ergab. Der Fahrgastverband Pro Bahn kritisierte die Erhöhungen. "Die Kunden bekommen weniger fürs Geld, weil viele Kommunen Buslinien streichen, um zu sparen", sagte der Vorsitzende Detlef Neuß. Er forderte die Städte auf, den öffentlichen Nahverkehr stärker zu fördern. Im langfristigen Vergleich fallen die Steigerungen jedoch moderat aus.

+++ 4.15 Uhr: Mindestens 38 Tote bei Waldbränden in Kalifornien +++

Die Zahl der Toten durch die verheerenden Waldbrände im US-Bundesstaat Kalifornien ist auf mindestens 38 gestiegen. Allein im nördlich von San Francisco gelegenen Bezirk Sonoma starben mindestens 20 Menschen, wie die Behörden mitteilten. Dort werden noch mehr als 200 Menschen vermisst. Mehr als 10.000 Feuerwehrleute kämpfen in dem US-Bundesstaat derzeit gegen 16 große Brände. 100.000 Menschen wurden inzwischen vor den Flammen in Sicherheit gebracht. Winde erschweren die Arbeit der Feuerwehr.

Es sind die tödlichsten Waldbrände in der Geschichte Kaliforniens. Im Jahr 1933 starben beim "Griffith-Park"-Feuer in der Region von Los Angeles mindestens 29 Menschen, 1991 kamen in den Bränden von "Oakland Hills" 25 Menschen ums Leben. 

+++ 3.37 Uhr: Massives Fischsterben in paraguayischem Fluss +++

Mehrere Tausend Fische sind in einem Fluss in Paraguay umgekommen. Das Fischsterben wurde von den Umweltbehörden einem starken Sauerstoffmangel im Fluss Confuso zugeschrieben. Die Ursache könne ein plötzlicher Tiefstand des Wasserpegels sein, der die Fortbewegung der Fische behindert und die Sauerstoffnot ausgelöst habe, teilte das Umweltsekretariat mit. Bewohner der naheliegenden Stadt Villa Hayes, 30 Kilometer nördlich von Asunción, erklärten dagegen der Zeitung "ABC Color", Gerbereien verschmutzten das Wasser mit giftigen Stoffen. Die ungeklärte Blutabfuhr aus Schlachthöfen verbrauche außerdem den Sauerstoffgehalt im Fluss.

+++ 2.46 Uhr: Lange gewinnt Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii +++

Patrick Lange hat die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii gewonnen. Der 31-Jährige erreichte am Samstag (Ortszeit) in Streckenrekordzeit als Erster das Ziel in Kailua-Kona nach 3,8 Kilometern Schwimmen, 180,2 Kilometern Radfahren und 42,195 Kilometern Laufen.

+++ 2.22 Uhr: Weitere Schauspielerin wirft Weinstein Vergewaltigung vor +++

Als fünfte Frau hat die britische Schauspielerin Lysette Anthony Vergewaltigungsvorwürfe gegen Harvey Weinstein erhoben. Der Hollywoodproduzent habe sie in den 1980er-Jahren vergewaltigt, sagte die 54-Jährige, die unter anderem in Woody Allens Film "Ehemänner und Ehefrauen" mitspielte, der britischen "Sunday Times". Sie habe Weinstein in New York kennengelernt und ihn dann später in seinem Mietshaus in London getroffen. "Auf einmal war er halb ausgezogen und hat mich gepackt. Das war das Letzte, womit ich gerechnet hätte, und ich bin geflüchtet." Später habe der Produzent ihr nachgestellt und sie vor ihrem Haus überrascht. "Er hat mich hineingedrängt und gegen einen Kleiderständer gerammt", berichtete Anthony. Er habe versucht sie zu küssen und in sie einzudringen. "Am Ende habe ich aufgegeben." Letzte Woche sagte die Schauspielerin laut "Sunday Times" bei der Londoner Polizei aus.

Die "New York Times" hatte vor anderthalb Wochen Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen Weinstein publik gemacht. Zahlreiche Frauen werfen dem Oscarpreisträger sexuelle Übergriffe oder Vergewaltigungen vor.

+++ 1.28 Uhr: FDP macht ersatzlose Streichung des Soli zur Koalitionsbedingung +++

FDP-Chef Christian Lindner hat eine ersatzlose Abschaffung des Solidaritätszuschlags zur Bedingung für eine Koalition mit Union und Grünen erklärt. "Ein Jamaika-Steuerkonzept kann es nur geben, wenn es das Ende des Solidaritätszuschlags umfasst, ohne dass den Menschen das Geld an anderer Stelle wieder aus der Tasche gezogen wird," sagte Lindner der "Bild am Sonntag". Bei den kommende Woche beginnenden Sondierungsgesprächen werde die FDP "das von allen Parteien versprochene Ende des Solidaritätszuschlags zum Thema machen". Dabei gehe es nicht nur um eine steuerliche Entlastung, sondern auch um die Glaubwürdigkeit der Politik.

mad/DPA/AFP
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(