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News des Tages: Kim Jong Uns Halbbruder offenbar in Malaysia ermordet

+++ Sanktionen gegen Venezuelas Vizepräsidenten +++ Weltkriegsbombe am Frankfurter Flughafen entschärft +++ Mnuchin als US-Finanzminister bestätigt +++ "Playboy" kehrt zu nackten Models zurück +++ Die Nachrichten des Tages im Ticker.

Kim Jong-nam

Der Halbbruder des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un, Kim Jong-nam, soll in Malaysia einem Mordanschlag zum Opfer gefallen sein

Die Nachrichten des Tages im Überblick:

+++ 21.44 Uhr: Wirbel um BVB-Fans in Lissabon +++

Nach massiven Problemen bei den Einlasskontrollen haben zahlreiche Fans von Borussia Dortmund auch lange nach Beginn des Champions-League-Achtelfinals bei Benfica Lissabon vor dem Stadion ausharren müssen. "Der Ordnungsdienst von Benfica ist nach unseren Infos akut unterbesetzt", teilte der Fußball-Bundesligist am Dienstagabend knapp eine halbe Stunde nach Spielbeginn via Twitter mit. Die Verantwortung für die Verzögerungen liege allein bei den portugiesischen Gastgebern, hieß es von Seiten der Dortmunder.

Zudem soll es zu Auseinandersetzungen zwischen BVB-Anhängern und der lokalen Polizei gekommen sein. Die Fanabteilung der Borussia berichtete von einer Polizeiattacke gegen einen Fanvertreter. Eine Bestätigung gab es dafür zunächst nicht.

Laut eines Berichts des "Kicker" sind außerdem vier Mitglieder der Dortmunder Ultragruppierung Desperados vor dem Spiel festgenommen worden. Nach BVB-Angaben sollen die Festgenommenen, die Pyrotechnik bei sich hatten, am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden.

Tausende Anhänger hatten die Dortmunder zum Hinspiel der ersten K.o.-Runde in der europäischen Fußball-Königsklasse nach Lissabon begleitet.

+++ 20.39 Uhr: Rückzahlung von Geld aus Blitzer-Panne +++

Der Kölner Stadtrat hat den Weg freigemacht, um Hunderttausenden Autofahrern zu Unrecht kassierte Bußgelder zurückzuzahlen. Der Rat stimmte einem "freiwilligen Ausgleichsprogramm" zu, mit dem die Betroffenen entschädigt werden können. Um ihr Geld zurückzubekommen, müssen sie nun noch ein Online-Formular ausfüllen.

Ursache für die als Blitzer-Posse bekannt gewordene Panne war ein nicht richtig ausgeschildertes Tempolimit auf der A3 am Kreuz Heumar gewesen. Hunderttausendfach war dort 2016 geblitzt worden, obwohl gar keine Höchstgeschwindigkeit vorgegeben war. Bis es auffiel, dass das entsprechende Schild fehlte, vergingen jedoch Monate, und Bußgelder wurden bezahlt. Der Fall hatte deutschlandweit Schlagzeilen gemacht - auch weil es ein großes Behörden-Hickhack gab, ob und wie man das Geld zurückzahlen kann.

+++ 19.11 Uhr: Nach fast 40 Jahren: Urteil im Fall Etan Patz +++

Fast 40 Jahre nach dem Verschwinden des kleinen Etan Patz in New York ist ein Mann des Mordes an dem Kind für schuldig befunden worden. Eine Jury sah es in einem New Yorker Gericht als erwiesen an, dass der heute 56-Jährige den damals 6 Jahre alten Jungen in einen Keller gelockt und ermordet habe. Der Mann hatte bereits 2012 ein Geständnis abgelegt, das aber später wieder zurückgezogen. Ein erster Prozess war geplatzt, weil sich die zwölfköpfige Jury nicht auf ein Urteil einigen konnte. Etan Patz war 1979 auf dem Weg zur Schule verschwunden und wurde 22 Jahre später für tot erklärt, obwohl die Leiche nie gefunden wurde.

+++ 15.44 Uhr: Vater gesteht jahrelangen Missbrauch der Tochter +++

Ein 56-Jähriger hat einen jahrelangen Missbrauch seiner Tochter gestanden. Er könne die Vorwürfe grundsätzlich nicht bestreiten, habe aber vieles verdrängt, sagte der Mann am Dienstag zu Prozessbeginn vor dem Berliner Landgericht. Die Anklage geht von 260 Taten in der Zeit von 1998 und 2003 aus. Das Mädchen sei bei den ersten sexuellen Übergriffen acht Jahre alt gewesen. Zudem soll sich der 56-Jährige im Sommer 2015 an einem siebenjährigen Nachbarskind vergangen haben. Die Tochter hatte jahrelang geschwiegen. Im August 2015 kam es zu einer Durchsuchung der Wohnung des Vaters. Die Polizei stellte 891 Bild- und 16 Videodateien mit Kinderpornografie sicher.

+++ 15.13 Uhr: Schleswig-Holstein setzt Abschiebungen nach Afghanistan aus +++

Schleswig-Holstein setzt Abschiebungen nach Afghanistan mit sofortiger Wirkung aus. Der Schritt sei aus "humanitären Gründen geboten", weil eine Rückführung "in Sicherheit und Würde" unter Berücksichtigung völkerrechtlicher Standards wegen der Sicherheitslage vor Ort derzeit unmöglich sei, erklärte Innenminister Stefan Studt (SPD) in Kiel. Er habe deshalb einen befristeten Abschiebestopp für zunächst drei Monate angeordnet.

+++ 15.06 Uhr: Mehrheit der Bundesbürger für Rauswurf Höckes aus der AfD +++

Eine Mehrheit der Bundesbürger ist der Ansicht, die AfD sollte ihren Thüringer Landeschef Björn Höcke aus der Partei ausschließen. Das geht aus einer repräsentativen Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für die "Welt" hervor. Dabei sprachen sich 69 Prozent der Befragten für den Rauswurf aus. Lediglich 23 Prozent sind den Angaben zufolge dagegen. Vor allem Frauen (drei Viertel) und Anhänger von CDU und CSU (83 Prozent) befürworteten den Rausschmiss.

+++ 14.50 Uhr: Jugendliche posten Schuleinbrüche auf Instagram +++

Sie posteten Bilder vom Einbruch in zwei Hamburger Schulen auf Instagram - so fasste die Polizei drei 15-Jährige. Die drei Beschuldigten seien in den vergangenen Wochen sechs Mal in Schulen in Hamburg-Langenhorn eingestiegen, teilte die Polizei mit. Beim ersten Einbruch hatten die Jugendlichen demnach eine Fensterscheibe eingeschlagen und einen Universalschlüssel geklaut. In weiteren Einbrüchen verwüsteten sie unter anderem Klassenräume, stahlen Geld, Süßigkeiten und einen alten Laptop. Im Rahmen der Ermittlungen wurde laut Polizei bekannt, dass ein Foto der Tat auf Instagram eingestellt war. Über weitere Recherchen auf der Internetplattform wurden dann die drei Tatverdächtigen identifiziert.

+++ 14.21 Uhr: Kim Jong Uns Halbbruder offenbar in Malaysia ermordet +++

Der ältere Halbbruder des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un ist südkoreanischen Medienberichten zufolge in Malaysia getötet worden. Wie die Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf eine Regierungsquelle berichtete, wurde der 45-jährige Kim Jong Nam am Montag umgebracht. Der Sender TV Chosun berichtete ebenfalls unter Berufung auf Regierungskreise, Kim sei von zwei Frauen am Flughafen von Kuala Lumpur mit präparierten Nadeln vergiftet worden.

Regierungsstellen in Seoul konnten für eine Bestätigung der Berichte zunächst nicht erreicht werden. Die malaysische Polizei erklärte, am Flughafen der Hauptstadt sei ein rund 40-jähriger Koreaner gefunden worden, der sich unwohl fühlte. Er wurde demnach ins Krankenhaus gebracht und starb auf dem Weg dorthin. Zur Identität des Mannes konnte die Polizei in Malaysia keine Angaben machen.

Sollte sich die Tötung von Kim Jong Nam bestätigen, wäre das der ranghöchste Todesfall unter Kim Jong Uns Herrschaft seit der Hinrichtung seines Onkels Jang Song Thaek wegen angeblichen Verrats im Dezember 2013. Kim Jong Un und Kim Jong Nam haben denselben Vater, den früheren Machthaber Kim Jong Il.

+++ 14.03 Uhr:  Einheitsdenkmal in Berlin soll doch gebaut werden +++

Wie die Nachrichtenagentur AFP aus Fraktionskreisen erfahren haben will, soll das Einheitsdenkmal in Berlin nun doch gebaut werden.

+++ 13.45 Uhr: Flüchtlingsmädchen missbraucht - Bewährungsstrafe für 27-Jährigen +++

Ein 27-Jähriger ist wegen sexuellen Missbrauchs eines sechsjährigen Mädchens in einer Flüchtlingsunterkunft zu einem Jahr und acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Der Angeklagte aus Pakistan hatte die Tat am Dienstag vor dem Amtsgericht Tiergarten gestanden und erklärt, er habe spontan gehandelt. Ob Mädchen oder Frau sei ihm egal gewesen.

Bei der Festnahme des Angeklagten kurz nach der Tat Ende September 2016 im Stadtteil Moabit war es zu einem tödlichen Drama gekommen. Polizisten feuerten auf den mit einem Messer bewaffneten Vater des Mädchens aus dem Irak und verletzten ihn tödlich. Der Vater hatte offensichtlich auf den Festgenommenen losgehen wollen, der bereits gefesselt in einem Polizeiwagen saß.

+++ 13.34 Uhr: Facebook-Nutzer soll fast 2000 Euro für Beleidigung von Claudia Roth zahlen +++

Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten hat einen Facebook-Nutzer wegen Beleidigung der Grünen-Politikerin Claudia Roth zu einer Geldstrafe von 1920 Euro verurteilt. Das Gericht verhängte am Dienstag gegen Andreas M. wegen Beleidigung in zwei Fällen eine Gesamtstrafe in Höhe von 160 Tagessätzen zu je zwölf Euro. Der Angeklagte war dem Verfahren nach Angaben der Richterin "ohne ausreichende Entschuldigung" ferngeblieben.

Der 57-Jährige kann gegen das noch nicht rechtskräftige Urteil Einspruch einlegen. Er hatte sich im Herbst 2015 auf seiner Facebook-Seite über die Bundestagsvizepräsidentin Roth geäußert. Nach Angaben des vorgeladenen Zeugen hatte der Angeklagte der Mann Roth als "linksfaschistische Sau" bezeichnet.

+++ 13.19 Uhr: Fast 70 Tote bei Kämpfen zwischen Dschihadisten in Syrien +++

Bei Kämpfe zwischen rivalisierenden Dschihadistengruppen in Syrien sind laut Aktivisten fast 70 Kämpfer getötet worden. Am Montagmorgen seien Gefechte zwischen der Dschihadistengruppe Fateh al-Scham und der noch radikaleren Gruppierung Dschund al-Aksa im Süden der Provinz Idlib ausgebrochen, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Demnach griffen Anhänger von Dschund al-Aksa ihre Rivalen des früheren Al-Kaida-Ablegers mit einer Autobombe an und tötete neun ihrer Kämpfer.

Bis Dienstagmorgen seien 69 Kämpfer bei Gefechten und Hinrichtungen getötet worden, meldete die oppositionsnahe Organisation in Großbritannien, die ihre Informationen von einem Netz aus Aktivisten in Syrien bezieht. Für Medien sind ihre Angaben zumeist kaum zu überprüfen. "Das sind Schlachten zwischen Kriegsherren. Es ist ein Krieg um Einfluss", sagte der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman.

+++ 12.40 Uhr: Französischer Autokonzern prüft Kauf von Opel +++

Der französische Autokonzern PSA Peugeot Citroën prüft den Kauf des deutschen Autobauers Opel. Mit Opel gebe es bereits gemeinsame Projekte, betonte ein Sprecher. Zu PSA gehören die Marken Peugeot, Citroën und DS. Opel gehört derzeit zum US-Autokonzern General Motors (GM) und beschert diesem anhaltende Verluste. GM hatte im vergangenen Jahr im Europageschäft ein Minus von 257 Millionen Dollar (rund 240 Millionen Euro) eingefahren. Opel-Chef Karl-Thomas Neumann machte dafür den geplanten Brexit und den Fall des britischen Pfundes verantwortlich.

+++ 12.12 Uhr: Mutmaßlicher Hintermann von "Reina"-Anschlag in Istanbul gefasst +++

In Istanbul ist ein mutmaßlicher Hintermann des Anschlags auf den Nachtclub "Reina" festgenommen worden. Der Verdächtige A. S., der die französische wie die türkische Staatsbürgerschaft besitzt, hatte bei seiner Festnahme in der südwestlichen Provinz Burdur den Mietvertrag der Wohnung bei sich, in der Mitte Januar der Hauptverdächtige gefasst worden war, wie die Nachrichtenagentur Dogan am Dienstag berichtete. Demnach sieht die Staatsanwaltschaft in dem Mann "einen der Planer des Angriffs".

In der Silvesternacht hatte ein bewaffneter Mann das "Reina" gestürmt und in dem schicken Nachtclub am Bosporus-Ufer 39 Menschen erschossen. Zu dem Anschlag bekannte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Zwei Wochen später wurde der Usbeke Abdulkadir Mascharipow in einer Wohnung im Stadtviertel Esenyurt am Westrand von Istanbul als der mutmaßliche Attentäter festgenommen.

China: Verfressene Zoo-Tiger haben dicke Bäuche


+++ 11.51 Uhr: Auch vermisste deutsche Urlauberin in Australien tot entdeckt +++

Im australischen Hinterland ist nach tagelanger Suche eine vermisste deutsche Urlauberin tot gefunden worden. Die Leiche der 73-jährigen Frau wurde am Dienstag im Naturpark Trephina Gorge entdeckt, etwa 70 Kilometer von der Stadt Alice Springs entfernt, wie die Polizei mitteilte. Dort war am Montag bereits ihr Mann, ein 76 Jahre alter Deutscher, tot geborgen worden.

Das Paar, das sich seit Anfang Februar in Australien aufhielt, war seit dem Wochenende vermisst worden. Die genaue Todesursache steht noch nicht fest. Hinweise auf ein Gewaltverbrechen gibt es bislang keine. Vermutet wird, dass sich die beiden in dem Naturpark verlaufen haben und die Strapazen dann nicht überstanden. In der abgelegenen Region werden derzeit Temperaturen von 40 Grad und mehr gemessen.

+++ 11.36 Uhr: Mann verbrennt Munition im Kamin +++

Ein Mann hat in seiner Wohnung im niedersächsischen Georgsmarienhütte Munition im Kamin verbrannt. Beim Eintreffen der Polizei saß der offensichtlich Betrunkene seelenruhig auf seinem Sofa und schaute auf den bereits beschädigten Kamin, in dem es immer wieder explodierte, wie die Polizei in Osnabrück mitteilte. Im Kamin fanden sich teilweise verbrannte Schrotpatronen, zum Teil aber auch noch intakte Munition.

Ein Bewohner hatte in der Nacht zum Dienstag die Polizei alarmiert und erklärt, dass in der Nachbarwohnung immer wieder Explosionen zu hören seien. Nachdem die Beamten den Tatverdächtigen in Sicherheit gebracht hatten, löschte die Feuerwehr den Kamin.

+++ 11.10 Uhr: Brexit-Votum kostet Motorenhersteller Rolls-Royce Milliarden +++

Den britischen Motorenhersteller Rolls-Royce haben das Brexit-Votum und eine Bestechungsaffäre im vergangenen Jahr Milliarden gekostet. Rolls-Royce beendete das Jahr 2016 mit einem Verlust von vier Milliarden Pfund (4,8 Milliarden Euro) nach Steuern, wie der Konzern mitteilte. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch 84 Millionen Pfund Gewinn gemacht.

Der gefallene Pfundkurs infolge des Votums der Briten für einen Austritt ihres Landes aus der Europäischen Union im vergangenen Juni hat bei Rolls-Royce mit einem Minus von 4,4 Milliarden Pfund zu Buche geschlagen. Das britische Pfund hat seit der Brexit-Abstimmung im Vergleich zum Dollar fast ein Fünftel an Wert eingebüßt.

+++ 10.57 Uhr: Obdachloser in Polen gequält und mit Luftgewehr beschossen +++

In Polen sollen zwei Männer Polizeiangaben zufolge einen Obdachlosen besonders grausam misshandelt haben. Ihnen wird vorgeworfen, das Opfer mehrere Wochen lang eingesperrt, gequält und mit einem Luftgewehr beschossen zu haben. Den 40- und 23-jährigen mutmaßlichen Tätern drohten dafür bis zu zehn Jahre Haft, sagte ein Polizeisprecher im nordpolnischen Starogard Gdanski.

Am Sonntag war dem 44-jährigen Opfer die Flucht gelungen. Sanitäter fanden den verletzten Mann, brachten ihn ins Krankenhaus und informierten die Polizei. Bei der Hausdurchsuchung bei einem der mutmaßlichen Peiniger stellten die Beamten zwei Luftgewehre mit Patronen, Jagdmesser, Macheten sowie Drogen sicher. Die beiden Männer kamen in Untersuchungshaft.

+++ 10.43 Uhr: Maas: Politik muss Rahmenbedingungen für Smart Home schaffen +++

Die Bundesregierung sieht die Politik in der Pflicht, mit gesetzlichen Regelungen einen Datenmissbrauch im vernetzten Zuhause zu verhindern. Das betonte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) in Berlin. Die digitale Vernetzung etwa im Smart Home bietet vielfältige Möglichkeiten für Verbraucher. "Allerdings, wo große Chancen sind, bleiben auch Risiken", etwa beim Schutz der Privatsphäre", sagte Maas. Die Aufgabe der Politik sei es deshalb, die technischen Neuerungen "kritisch-konstruktiv zu begleiten".

Maas bekräftigte den Grundsatz der Datensparsamkeit aus der europäischen Datenschutz-Grundverordnung. Es sollten nur die Daten erhoben werden, die für den jeweiligen Service unbedingt erforderlich seien. Außerdem sollten Daten nach Möglichkeit anonymisiert erfasst werden. "Und aus unserer Sicht sollten Daten gelöscht werden, wenn sie für den unmittelbaren Zweck nicht mehr gebraucht werden", sagte Maas. 

+++ 10.20 Uhr: Tiger tötet Frau in Nepal +++

In Nepal ist eine 60-jährige Frau einem Tiger zum Opfer gefallen. Die Frau wurde von der Wildkatze getötet, als sie in der Nähe eines Nationalparks gerade Futter für ihre Tiere holen wollte. Nach Polizeiangaben begann ihre Familie, sich Sorgen um sie zu machen, nachdem sie von dem Ausflug in den Wald längere Zeit nicht zurückkehrte. Ihre Leiche wurde dann in nur etwa 800 Metern Entfernung von ihrem Wohnhaus im Gehölz entdeckt.

In dem südasiatischen Staat leben noch annähernd 200 wilde Tiger. Die größte Teil davon ist im Chitwan-Nationalpark zu Hause, in dessen Nachbarschaft die Frau am Montag getötet wurde. Vermutet wird, dass einer der Tiger den Nationalpark verlassen hatte, um nach Beute zu suchen. Angriffe von Wildtieren - etwa auch von Elefanten und Nashörnern - auf Menschen hatten in Nepal zuletzt eine Diskussion über die Sicherheit ausgelöst, insbesondere in der Nähe von Naturschutzgebieten.

+++ 10.06 Uhr: Wissenschaftler finden mehr als 100 neue Planeten-Kandidaten +++

Mehr als 100 Planeten-Kandidaten bei anderen Sternen haben Wissenschaftler mit Hilfe eines Observatoriums auf Hawaii entdeckt. Die potenziellen Exoplaneten seien bei der Analyse von Daten eines Spektrometers aus den vergangenen 20 Jahren gefunden worden, teilten die Forscher in der Nacht zum Dienstag mit. Möglicherweise sei das aber längst noch nicht alles, was in den fast 61 000 individuellen Messungen von mehr als 1600 Sternen stecke, hieß es. Deswegen würde die Daten nun komplett online gestellt. Es handele sich dabei um den größten je veröffentlichten Datensatz zu Exoplaneten-Messungen.

+++ 9.24 Uhr: Formelle Syrien-Friedensgespräche um drei Tage verschoben +++

Die geplanten Syrien-Friedensgespräche in Genf unter Vermittlung der Vereinten Nationen beginnen formell erst einige Tage später als bislang geplant. Die Delegationen sollten zwar wie geplant Anfang nächster Woche an der europäischen Zentrale der Vereinten Nationen in der Schweiz, dem Völkerbundpalast, eintreffen. Aber: "Der formelle Start ist für den 23. Februar geplant", teilte Yara Sharif, Sprecherin des UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, am Montagabend mit.

Nach langem Ringen hatte die syrische Opposition am Wochenende ihre 21-köpfige Delegation zur Genfer Syrienkonferenz zusammengestellt. Kasachstan hatte die Konfliktparteien für diesen Donnerstag zu einer neuen Gesprächsrunde nach Astana eingeladen. Es soll darum gehen, die brüchige Waffenruhe zu halten.

+++ 9.04 Uhr: Zentralbankchef: Mit der Drachme würde Griechenland wie Nordkorea +++

Der Chef der griechischen Notenbank hat seine Landsleute aufgefordert, die Diskussionen über einen Austritt aus der Eurozone zu beenden. "Wer solchen Unsinn erzählt - wenn wir den Euro aufgeben, würde nichts (Schlimmes) passieren -, soll nach Nordkorea reisen. Dann werden sie sehen, was passieren würde", sagte Ioannis Stournaras von der Bank of Greece dem Finanzausschuss des Parlaments, wie mehrere Medien am Dienstag übereinstimmend berichteten. Stournaras war am Vortag vor dem Ausschuss in Athen erschienen.

+++ 7.58 Uhr: Deutsche Wirtschaft erhöht Ende 2016 Wachstumstempo +++

Die deutsche Wirtschaft hat zum Ende des vergangenen Jahres ihr Wachstumstempo erhöht. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Dienstag stieg das Bruttoinlandsprodukt von Oktober bis Dezember 2016 gegenüber dem dritten Quartal um 0,4 Prozent nach zuletzt nur 0,1 Prozent.

+++ 6.31 Uhr: Inflation in China höher als erwartet +++

Die Inflation in China ist im Januar unerwartet stark gestiegen. Die Verbraucherpreise legten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wegen des frühen chinesischen Neujahrsfestes um 2,5 Prozent zu, wie das Statistikamt am Dienstag in Peking berichtete. Der Anstieg beschleunigte sich im Januar, nachdem im Dezember die Preise für Reisen, Nahrung und Kleidung schon deutlich um 2,1 Prozent gestiegen waren. Die Erzeugerpreise legten ebenfalls stärker als erwartet um 6,9 Prozent zu. Es war der höchste Anstieg seit mehr als fünf Jahren. Ursache waren vor allem höhere Preise für Öl, Gas und Rohstoffe sowie die niedrige Vergleichbasis vor einem Jahr.

+++ 6.06 Uhr: Indonesischer Bürgermeister macht an Valentinstag Kondomkontrollen +++

Der Bürgermeister der indonesischen Millionen-Metropole Makassar, Mohammad Ramdhan Pomanto, hat den Valentinstag für Kondomkontrollen in Supermärkten genutzt. Der muslimische Politiker stattete mehreren Geschäfte Besuche ab, um zu prüfen, ob Präservative dort auch an Ledige verkauft werden. "Der Valentinstag ist ein Tag der Liebe. Aber das bedeutet nicht, dass man im Namen der Liebe alles tun darf", wurde der 53-Jährige am Dienstag von der Nachrichtenagentur Antara zitiert. Manche Geschäfte verkauften Kondome, "als ob dies Süßigkeiten wären".

+++ 5.52 Uhr: Explosionsgefahr: Neuseeländer bringen Walkadaver von Küste weg +++

Aus Sorge vor "Fäulnisbomben" sind die Kadaver von etwa 350 in Neuseeland gestrandeten Grindwalen von der Küste weggebracht worden. Die toten Tiere wurden mit Baggern in ein abgesperrtes Dünengebiet transportiert, wo sie nun in den Dünen verwesen sollen. Die Naturschutzbehörde DOC begründete dies am Dienstag damit, dass die Kadaver aufquellen und durch Fäulnisgase sogar explodieren könnten. Dies könne auch für Menschen zur Gefahr werden.

DOC-Sprecher Mike Ogle sagte, die toten Wale seien "einfach eklig". "Diese Dinger explodieren aus dem Magen heraus. Es ist nicht wirklich nett, wenn man eine solche Bombe aus Innereien ins Gesicht bekommt." Sicherheitshalber schnitten Helfer auch tiefe Löcher in die Kadaver, damit das Gas entweichen kann. Es wird Monate dauern, bis die riesigen Tiere - manche bis zu acht Meter lang - schließlich zu Skeletten geworden sind. 

+++ 5.29 Uhr: Drogenbeauftragte Mortler will Tabakaußenwerbung endlich verbieten +++

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), dringt weiter auf ein Außenwerbeverbot für Tabakwaren. "Es kann doch nicht sein, dass wir mit einigen Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt Tabakprävention in Schulen machen, es aber gleichzeitig zulassen, dass die Unternehmen mit einem Vielfachen unseres Budgets auf dem Schulweg unserer Kinder Tabakwerbung aufstellen", sagte Mortler der Deutschen Presse-Agentur. Sie fügte hinzu: "Die Forschung zeigt uns zu alledem, dass Tabakwerbung gerade bei Jugendlichen Wirkungen erzielt."

+++ 4.44 Uhr: Grüne und Linke warnen Merkel vor Flüchtlingsabkommen mit Tunesien +++

Vor dem Besuch des tunesischen Regierungschefs Youssef Chahed in Berlin haben Grüne und Linke Kanzlerin Angela Merkel vor einem Flüchtlingsabkommen mit dem Maghreb-Staat gewarnt. ""Angela Merkel darf mit Tunesien nicht den Fehler wiederholen, den sie im Umgang mit Erdogan gemacht hat, und durch einen schmutzigen Flüchtlingsdeal das Land von westlicher Kritik abschirmen", sagte die Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Dienstag). Linken-Chefin Katja Kipping mahnte: "Kanzlerin Merkel muss von jeglichen Plänen Abstand nehmen, in Tunesien Flüchtlingslager einzurichten, und gegenüber dem tunesischen Premier auf die Einhaltung der Menschenrechte statt auf eine verschärfte Flüchtlingsabwehr drängen."

+++ 4.12 Uhr: 30-Jähriger rettet Nachbarin aus brennender Wohnung +++

Heldenhafter Einsatz: Ein Mann hat seine Nachbarin am Montagabend aus deren brennender Wohnung gerettet. Der 30-Jährige verschaffte sich gewaltsam Zutritt und schaffte die 77-Jährige ins Freie, wie die Feuerwehr mitteilte. Zuvor hatte er die Einsatzkräfte verständigt. Als diese ankamen, schlugen die Flammen bereits aus zwei Fenstern des Mehrfamilienhauses im Stadtteil Sahlkamp. Obwohl der Brand schnell gelöscht werden konnte, wurde sieben Menschen verletzt.

Eine 31-jährige Bewohnerin und ihre drei Kinder, darunter ein Säugling, kamen mit Verdacht auf Rauchvergiftung in ein Krankenhaus. Auch der Retter und seine Nachbarin wurden in eine Klinik gebracht - so wie eine weitere 67 Jahre alte Bewohnerin des Hauses. Wie es zu dem Feuer kam, war zunächst unklar. Die Obergeschosswohnung brannte völlig nieder. Der Sachschaden wird auf 75.000 Euro geschätzt.

+++ 3.17 Uhr: US-"Playboy" kehrt zu nackten Models zurück +++

Nach nur einem Jahr mit verhüllten Models kehrt der US-"Playboy" zu vollständiger Nacktheit zurück. Cooper Hefner, Chef-Kreativer und Sohn des Magazin-Gründers Hugh Hefner, bezeichnete die Entscheidung auf Twitter im Rückblick als einen Fehler. Fans des bekanntesten Herrenmagazins der Welt hatten die Verkündung der Jugendfreiheit, die ab Februar 2016 umgesetzt wurde, ungläubig und erstaunt aufgenommen. In der deutschen Ausgabe war alles beim Alten geblieben.

"Ich bin der erste, der zugibt, dass die Art und Weise, wie das Magazin mit Nacktheit umgegangen ist, altmodisch war - aber sie vollständig zu entfernen, war falsch", schrieb Hefner nun. "Heute nehmen wir uns unsere Identität wieder, und wir gewinnen zurück, wer wir sind." Der offizielle Twitter-Account des Magazins verbreitete das Titelbild der Ausgabe März/April, versehen mit dem Hashtag #NakedIsNormal, Nacktsein ist normal. Seinerzeit hatte der "Playboy" die Entscheidung zur Verhüllung damit begründet, dass sich die Zeiten änderten, und vor allem auf eine gänzlich andere Mediennutzung durch das Internet verwiesen. 2014 hatten die "Playboy"-Macher die US-Webseite jugendfreier gestaltet, um auch auf sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram und Twitter aktiv sein zu dürfen. 

+++ 2.33 Uhr: US-Senat bestätigt Mnuchin als Finanzminister der Regierung Trump +++

Der US-Senat hat den umstrittenen ehemaligen Goldman Sachs-Partner und Hedgefonds-Manager Steven Mnuchin als neuen Finanzminister bestätigt. 53 Senatoren stimmten am Montag für den Wunschkandidaten von US-Präsident Donald Trump, 47 dagegen, wie US-Medien berichteten. Als einziger Demokrat stimmte Joe Manchin für Mnuchin. Der 54-Jährige steht für die neue Macht der Finanzlobby im Weißen Haus.

Dem Ex-Goldman-Partner - Spitzname "Mr. Zwangsversteigerung" - werfen Kritiker vor, nach der Finanzkrise als Chef der Immobilienbank OneWest (zuvor IndyMac) Zehntausende Eigenheimer rücksichtslos und am Rande der Legalität aus ihren Häusern geworfen zu haben. Befürchtet wird, dass ein wirksamer Kampf gegen Steueroasen mit der künftigen Regierung in den USA nicht möglich sein wird. Die Republikaner lobten dagegen die Routine des 54-Jährigen im Finanzbereich. Er habe langjährige Erfahrung im Umgang mit privatwirtschaftlichen Unternehmen und beim Verhandeln von Kompromissen.

+++ 1.51 Uhr: Weltkriegsbombe am Frankfurter Flughafen entschärft +++

In der Nähe des Frankfurter Flughafens ist eine Weltkriegsbombe erfolgreich entschärft worden. Sperrungen seien wieder aufgehoben worden, teilte die Polizei in Kelsterbach mit. Der 250 Kilogramm schwere Sprengkörper war am Montagmittag nur wenige hundert Meter von dem größten deutschen Flughafen entfernt in einem Feld gefunden worden. Auch Wohnhäuser und ein Hotel mussten evakuiert werden. Zudem wurden die Autobahn 3, eine Bundesstraße und die am größten deutschen Flughafen vorbeiführenden Bahnstrecken gesperrt. Der Flughafenbetreiber Fraport hatte angesichts des Nachtflugverbots zwischen 23.00 und 5.00 Uhr mit keinerlei Einschränkungen des Flugverkehrs gerechnet.


+++ 1.12 Uhr: Berichte: USA verhängen Sanktionen gegen Venezuelas Vizepräsidenten +++

Die USA werden nach übereinstimmenden Medienberichten Sanktionen gegen Venezuelas Vizepräsident Tareck El Aissami verhängen. Washington wirft ihm Verwicklung in Geldwäsche und Drogenhandel vor. Der Vizepräsident wäre der höchstrangige Vertreter Venezuelas, der mit Sanktionen belegt wird. El Aissami hatte alle Vorwürfe stets abgestritten. Den Berichten zufolge würde El Aissami künftig auf einer Liste mit Personen geführt, deren Vermögen eingefroren werden, und mit denen niemand aus den USA mehr Handel treiben darf. 

Der Schritt des US-Finanzministeriums gegen Venezuelas Nummer zwei hinter Präsident Nicolas Maduro dürfte die bereits schwer belasteten Beziehungen beider Länder weiter verschlechtern. Maduro hatte El Aissami (42) Anfang des Jahres ernannt, was einige mächtige US-Senatoren erzürnt hatte. Das ölreiche Venezuela leidet unter einer schweren Wirtschaftskrise.

+++ 0.55 Uhr: Tunesiens Premier lehnt Verantwortung für Terroristen Amri ab +++

Der tunesische Ministerpräsident Youssef Chahed hat Fehler seiner Behörden im Fall des Terroristen Anis Amri kategorisch zurückgewiesen. "Eines muss ich ganz klar sagen: Die tunesischen Behörden haben keine Fehler gemacht", sagte Chahed vor seinem Besuch bei Kanzlerin Angela Merkel am Dienstag im Interview der "Bild"-Zeitung. Amri hatte kurz vor Weihnachten einen Lastwagen auf einen Berliner Weihnachtsmarkt gesteuert. Insgesamt starben zwölf Menschen. "Als Amri 2011 Tunesien verlassen hat, war er kein Terrorist, es gab keinerlei Anzeichen dafür, dass er sich radikalisieren würde."

Chahed wollte in Berlin den Tatort besuchen. "Uns tut wahnsinnig leid, was in Berlin passiert ist", sagte er. "Das ging allen Tunesiern sehr nahe, denn wir haben 2015 selbst drei Terroranschläge erlebt." Angesichts der Diskussion um eine mögliche Rückführung von Flüchtlingen, die von Nordafrika aus versuchen, Europa per Boot zu erreichen, erteilte Chahed der Idee von Asylzentren in Tunesien eine Absage. Tunesien sei eine sehr junge Demokratie, er denke nicht, dass es im Land für Flüchtlingscamps Kapazitäten gebe. "Es muss eine Lösung zusammen mit Libyen gefunden werden. Das ist der einzige Weg."

amt / DPA / AFP