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News des Tages: Echowand am Königssee: Touristin überlebt Hunderte Meter Sturz und lotst Retter zu sich

Nordkoreas Machthaber will Südkoreas Präsidenten 2019 treffen  +++ Grüne kritisieren neue Personalwerbung der Bundeswehr +++ Umfrage zur K-Frage: Kramp-Karrenbauer führt deutlich vor Merz und Spahn +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Königssee

Der Königssee in Bayern

Picture Alliance

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Widerstandskämpfer stirbt mit 108 (9.33 Uhr)
  • Kramp-Karrenbauer bei K-Frage klar vor Merz und Spahn (7 Uhr)
  • Grüne kritisieren neue Personalwerbung der Bundeswehr (6.30 Uhr)
  • Unwetter auf Philippinen: 20 Menschen kommen ums Leben (5 Uhr)
  • Union bekommt die meisten Großspenden  (4.36 Uhr)
  • CSU will Freiwilligendienste mit "Zukunftskonto" attraktiver machen (1.22 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:     

+++ 15.43 Uhr: Touristin überlebt Hunderte Meter Sturz und lotst Retter zu sich +++

Eine Touristin ist am Königssee im Bereich der Echowand mehrere Hundert Meter in einen Graben gestürzt und lebensgefährlich verletzt worden. Die Bergwacht Berchtesgaden konnte die Chinesin nach Angaben des Bayerischen Roten Kreuzes mithilfe zweier Hubschrauber retten. Die Frau hatte am Samstagabend selbst einen Notruf abgesetzt, konnte aber nicht genau sagen, wo sie losgegangen war, wo sie hinwollte und wo sich befand.

Während der aufwendigen Suche entdeckte eine Gruppe der Bergwacht eine Fußspur im Schnee, die im weglosen Hang an einer steilen Rinne endete. Das Team um einen Notarzt seilte sich zu der Frau ab.

Die Chinesin hatte derweil per Telefon Kontakt zu den Rettungskräften gehalten, so dass die Besatzung des Hubschraubers "Edelweiß 6" sie auch aus der Luft orten konnte. Aufziehender Nebel erschwerte allerdings die Bergungsmaßnahmen, bevor die Frau ins Salzburger Unfallkrankenhaus gebracht wurde, wo sich Ärzte um sie kümmerten.

 

+++ 15.24 Uhr: 34 Al-Shabaab-Terroristen in Somalia getötet +++

Spezialkräfte des somalischen und des US-Militärs haben bei einer Razzia im Süden Somalias mindestens 34 Kämpfer der islamistischen Terrororganisation Al-Shabaab getötet, darunter vier Kommandeure. Das berichteten somalische Staatsmedien. Die Soldaten hatten in der Nacht ein Terroristenlager in der Stadt Jilib gestürmt, das zur Herstellung von Bomben und zur Ausbildung von Selbstmordattentätern genutzt wird, wie der ranghohe somalische General Ali Mohamed Mohamud Journalisten sagte.

Die USA unterstützen Somalias Regierung und eine rund 20 000 Mann starke Friedenstruppe der Afrikanischen Union (AU) im Kampf gegen Al-Shabaab. Die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbundenen sunnitischen Fundamentalisten kämpfen in Somalia seit Jahren für die Errichtung eines sogenannten Gottesstaates. Bei Anschlägen und Angriffen der Extremisten sind schon Tausende Menschen ums Leben gekommen.

+++ 14.27 Uhr: Türkische Behörden greifen 109 Migranten an Westküste auf +++

Die türkischen Behörden haben nach Angaben der Staatsagentur Anadolu in der westtürkischen Provinz Izmir 109 Migranten aufgegriffen, die illegal das Land verlassen wollten. Zudem seien drei mutmaßliche Schleuser festgenommen worden, berichtete Anadolu am Sonntag.

Die Migranten seien im Viertel Demircili des Bezirks Urla aufgegriffen worden. Von dort ist es nicht weit bis zur griechischen Insel Samos. Die Nationalität der Migranten war zunächst unklar.

Nach offiziellen Angaben hat die Türkei 3,5 Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen. Hinzu kommen Migranten aus Afghanistan und dem Irak. Immer wieder versuchen Flüchtlinge, von der Türkei aus auf eine der griechischen Inseln zu gelangen.

+++ 14.11 Uhr: Cyber-Attacke verzögert Druck großer Tageszeitungen in den USA +++

Wegen einer Cyber-Attacke auf das Computersystem eines Verlagshauses haben zahlreiche Zeitungsleser in USA ihre Samstagsausgabe verspätet oder überhaupt nicht erhalten. Betroffen waren US-Medienberichten vom Samstag zufolge größere Blätter wie die "Los Angeles Times" und der "San Diego Union Tribune" in Kalifornien sowie die Westküstenausgaben des "Wall Street Journal" und der "New York Times". Sie alle nutzen demnach dieselbe Druckerei in Los Angeles. Die Probleme verzögerten sowohl den Druck als auch die Auslieferung der Blätter.

Das Medienunternehmen Tribune Publishing hatte den Berichten zufolge bereits am Freitag Schad-Software ("Malware") auf seinen Servern entdeckt. Die Cyber-Attacke sei möglicherweise von außerhalb der USA gekommen, berichtete die "LA Times" unter Berufung auf eine gut informierte Quelle. Es sei aber noch zu früh, Genaueres zu sagen. Auch eine Sprecherin von Tribune Publishing konnte den Verdacht laut dem Sender CNN zunächst nicht bestätigen.

+++ 13.34 Uhr: CSU fordert staatliche "Steuerbremse" zur Entlastung der Bürger +++

Die CSU fordert einem Bericht zufolge eine staatliche "Steuerbremse" zur Entlastung der Bürger. Wie die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf ein Papier für die CSU-Klausurtagung Anfang Januar berichtete, soll der Staat so zu regelmäßigen Erleichterungen verpflichtet werden. "Wir wollen, dass künftig in jedem Jahr auf Grundlage der Frühjahrs-Steuerschätzung konkrete Maßnahmen geprüft und ergriffen werden, um die steuerliche Belastung der Menschen nicht weiter steigen zu lassen", heißt es demnach.

Bei entsprechender Einnahmelage müssten auch konkrete Entlastungen umgesetzt werden, heißt es in dem Papier weiter. Der Gesetzgeber soll nach dem Willen der CSU zudem dazu verpflichtet werden, neue Ausgaben gegen Entlastungen abzuwägen. "Jede neue Ausgabe muss zeigen, dass sie besser wirkt als eine Entlastung." Insgesamt solle mit den Maßnahmen die Mitte der Gesellschaft entlastet werden.

+++ 12.34 Uhr: Nordkoreas Machthaber will Südkoreas Präsidenten 2019 treffen +++

Nach den Entspannungsschritten auf der koreanischen Halbinsel im abgelaufenen Jahr wünscht sich Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un häufigere Gipfeltreffen mit Südkorea. Kim äußerte in einem persönlichen Brief an Präsident Moon Jae In zudem sein Bedauern, dass sein geplanter Besuch in Seoul vor dem Jahreswechsel nicht mehr zustande gekommen sei, wie das Büro des südkoreanischen Staatschefs mitteilte. Moon bedankte sich über die sozialen Medien für den Brief Kims, den er in diesem Jahr dreimal getroffen hatte.

Kim habe die Absicht geäußert, den Besuch in Seoul nachzuholen, hieß es. Er wolle Moon 2019 öfters treffen und dabei die Diskussion über "Frieden und Wohlstand" vorantreiben sowie die atomare Abrüstung auf der Halbinsel gemeinsam besprechen. Moons Büro veröffentlichte nicht den vollständigen Brief. Moon schrieb aber, Kim habe seinen Entschluss bekräftigt, "die Vereinbarungen mit den Präsidenten Südkoreas und der USA aktiv umzusetzen".

+++ 12 Uhr: Macrons Ex-Bodyguard Benalla will Diplomatenpässe zurückgeben +++

Neue Wendung in der Affäre um Diplomatenpässe des früheren Leibwächters des französischen Präsidenten Emmanuel Macron: Alexandre Benalla will die Pässe einem Bericht nach "in den kommenden Tagen" zurückgeben. "Ich habe mich bei der Verwendung dieser Pässe möglicherweise geirrt", sagte Benalla der Zeitung "Le Journal du Dimanche", kurz nachdem sich am Samstag die Justiz in den Fall eingeschaltet hatte. 

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Untersuchung wegen des Verdachts des Vertrauensbruchs eingeleitet. Benalla hatte die Diplomatenpässe im Rahmen seiner Tätigkeit für den Élyséepalast erhalten. Die investigative Internetzeitung "Mediapart" hatte berichtet, Benalla sei in den vergangenen Monaten mit Diplomatenpass in verschiedene afrikanische Länder eingereist, obwohl er zu diesem Zeitpunkt nicht mehr für das Präsidialamt gearbeitet habe. 

+++ 9.33 Uhr: Kinder vor den Nazis gerettet - Widerstandskämpfer stirbt mit 108 +++

Der jüdische Widerstandskämpfer Georges Loinger, der während des Zweiten Weltkriegs Hunderte Kinder vor den Nazis rettete, ist mit 108 Jahren gestorben. Der 1910 als Sohn einer jüdischen Familie in Straßburg geborene Loinger starb am Freitag, wie die Stiftung zur Erinnerung an die Shoah in Paris mitteilte.

Loinger schloss sich im von Deutschland besetzten Frankreich dem Widerstand an. Unter dem Deckmantel von Sommerlagern brachte der Sporttrainer mit Unterstützern rund 350 jüdische Kinder über die Grenze in die Schweiz. Er bewahrte die Jungen und Mädchen so vor der Deportation nach Auschwitz.

Frankreich und Israel hatten Loinger mehrfach geehrt, 2016 bekam er auch das Bundesverdienstkreuz. Es wurde ihm in der deutschen Botschaft in Paris verliehen.

+++ 7 Uhr: Umfrage: Kramp-Karrenbauer bei K-Frage klar vor Merz und Spahn +++

Bei der Frage nach der nächsten Kanzlerkandidatur der Union hat die neue CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer in der Bevölkerung die größten Sympathien auf ihrer Seite. Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur zufolge würden sich 26 Prozent wünschen, dass die ehemalige saarländische Ministerpräsidentin die CDU/CSU in den nächsten Bundestagswahlkampf führt. Nur 17 Prozent wären für

Friedrich Merz, der Kramp-Karrenbauer bei der CDU-Vorsitzendenwahl knapp unterlegen war. Gesundheitsminister Jens Spahn kommt sogar nur auf 3 Prozent Unterstützung. 29 Prozent wären allerdings mit keinem der drei zufrieden und weitere 25 Prozent machten keine Angaben.

+++ 6.30 Uhr: Grüne kritisieren neue Personalwerbung der Bundeswehr +++

Die Grünen haben eine Werbekampagne der Bundeswehr kritisiert, bei der mit einer Serie über das Kommando Spezialkräfte (KSK) im Kurzmitteilungsdienst WhatsApp und mit einem Fitnessprogramm neue Soldaten angeworben werden sollen. Es sei "zynisch, junge Leute mit einer Action-Serie und einem Muskelprogramm als Staatsbürger in Uniform gewinnen zu wollen", sagte der verteidigungspolitische Sprecher der Grünen, Tobias Lindner, der "Bild am Sonntag".

Das Ministerium verteidigte die Kampagne. Die Bundeswehr müsse sich bemühen, "auf das Radar der jungen Leute zu kommen", sagte ein Sprecher der "BamS". Dafür sei "zielgruppengerechte Werbung" notwendig. Die KSK-Serie hat laut Ministerium derzeit rund 28.000 Abonnent, das KSK-Sportprogramm, bei dem über den Amazon-Sprachassistenten Alexa Fitnesseinheiten abgerufen werden können, 2300 Nutzer.

+++ 5 Uhr: Unwetter auf Philippinen: 20 Menschen kommen ums Leben +++

Osten der Philippinen sind durch Erdrutsche und Überschwemmungen infolge starker Regenfälle 20 Menschen ums Leben gekommen. Nach Behördenangaben wurden darüber hinaus in sechs Provinzen fast 5000 Menschen obdachlos. In den betroffenen Gebieten würden weiter Vermisste gesucht. Nach Angaben des Wetterdiensts müssen sich östliche und zentrale Provinzen auf weitere starke Regenfälle einstellen, wenngleich sich das Tiefdruckgebiet auch abgeschwächt habe. Die Philippinen werden alljährlich von rund 20 Wirbelstürmen getroffen, die unter anderem Erdrutsche und Überflutungen auslösen.

+++ 4.36 Uhr: Union bekommt die meisten Großspenden - vor allem aus der Industrie +++

Die CDU hat 2018 mit Abstand die meisten Großspenden bekommen. Die Partei profitierte vor allem von Zuwendungen aus der Industrie, darunter die BMW-Großaktionärsfamilie. Deutlich weniger Zuwendungen bekam der Koalitionspartner SPD. Das geht aus Veröffentlichungen der Bundestagsverwaltung hervor, mit Stand 28. Dezember.

Die im Bundestag vertretenen Parteien erhielten im abgelaufenen Jahr insgesamt rund 2,1 Millionen Euro an Großspenden - 2017 waren es noch rund 6,6 Millionen Euro. In einem Jahr mit einer Bundestagswahl allerdings wird traditionell bedeutend mehr gespendet als in anderen Jahren. 

+++ 2.10 Uhr: Juncker wirft EU-Staaten "himmelschreiende Heuchelei" vor +++

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat den EU-Mitgliedstaaten "himmelschreiende Heuchelei" beim Kampf gegen die illegale Einwanderung vorgeworfen. Mehr als zwei Jahre lang hätten die EU-Staats- und Regierungschef einen besseren Schutz der EU-Außengrenzen gefordert, sagte Juncker der "Welt am Sonntag". Nachdem die EU-Kommission vorgeschlagen habe, die Zahl der europäischen Grenzschutzbeamten bis Ende 2020 auf 10.000 zu erhöhen, kämen nun "plötzlich von vielen Seiten Bedenken", dies ginge zu schnell oder wäre ein Eingriff in die nationale Souveränität.

+++ 1.22 Uhr: CSU will Freiwilligendienste mit "Zukunftskonto" attraktiver machen +++

Die CSU-Landesgruppe will die Attraktivität von Freiwilligendiensten einem Medienbericht zufolge durch einen finanziellen Anreiz von bis zu 3500 Euro steigern. "Dazu wollen wir ein Zukunftskonto für all diejenigen jungen Menschen einrichten, die bis zu ihrem 27. Lebensjahr in einem Bundesfreiwilligendienst oder im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres einen gesellschaftlichen Beitrag geleistet haben", zitierte die "Welt am Sonntag" aus einem Papier für die am 3. Januar beginnende dreitägige Klausurtagung der CSU-Landesgruppe im Bundestag. 


+++ Die Nachrichten vom Samstag +++

+++ 17.34 Uhr: Flugverkehr nach Zwischenfall am Flughafen Hannover eingestellt +++

Nach einem Zwischenfall am Flughafen Hannover ist der Flugverkehr dort eingestellt worden. Ein Mann in einem Auto mit polnischem Kennzeichen habe versucht, durch eine Durchlassstelle auf das Vorfeld des Flughafens zu gelangen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Zuvor hatte der NDR über den Zwischenfall berichtet. Der Fahrer des Autos sei in Gewahrsam genommen worden. Der Flughafen sei derzeit geschlossen, es gebe keine Starts und Landungen, die Terminals seien jedoch geöffnet, sagte ein Sprecher des Flughafens. Wie lange dies dauern sollte, war demnach zunächst noch unklar. Ob es sich um einen Anschlag handelt oder etwa um einen Unfall, wurde laut Bundespolizei noch untersucht.

+++ 16.22 Uhr: Ein wenig wie bei Tschick: Teenager kaufen Auto und kommen bis zur Bushaltestelle +++

Für 220 Euro haben zwei Jugendliche in Bayern ein Auto gekauft. Ohne Zulassung und Führerschein fuhren die beiden 15-Jährigen dann nach Polizeiangaben los - Nummernschilder stahlen sie auf dem Weg von Bad Kötzting ins etwa 40 Kilometer entfernte Zwiesel. Dort fanden Beamte die Jungs an einer Bushaltestelle, mit Zigarette und Wagenschlüssel in der Hand. Der Autoverkäufer wird sich laut Polizei wegen Beihilfe verantworten müssen. Der 29-Jährige hätte den Jungen das Auto nicht verkaufen dürfen, weil 15-Jährige nur beschränkt geschäftsfähig sind. Strafmündig sind der Schüler und der Azubi allerdings: Die Liste ihrer Vergehen umfasst Fahren ohne Versicherung, ohne Zulassung, ohne Führerschein und Diebstahl von Kennzeichen.

+++ 16.18 Uhr: Vierjähriges Mädchen stirbt nach Skiunfall in der Schweiz +++

Ein vier Jahre altes Mädchen ist nach einem Skiunfall im Schweizer Kanton Bern gestorben. Das Kind war mit einem anderen Skifahrer zusammengeprallt und hatte sich schwer verletzt, wie die Kantonspolizei Bern am Samstag mitteilte. Das Kind wurde nach dem Unfall am Donnerstag mit einem Helikopter ins Krankenhaus gebracht. Dort starb das Mädchen am späten Freitagabend.

+++ 15.15 Uhr: Pariser Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ex-Mitarbeiter von Macron +++

Die Pariser Staatsanwaltschaft hat Vorermittlungen gegen einen geschassten Mitarbeiter des französischen Präsidenten Emmanuel Macron wegen mutmaßlicher Veruntreuung eingeleitet. Der frühere Sicherheitsbeauftragte Macrons, Alexandre Benalla, soll nach seiner Entlassung im Juli unberechtigterweise mit zwei Diplomatenpässen ins Ausland gereist sein, teilte Staatsanwalt Rémy Heitz mit. Französischen Medienberichten zufolge war Benalla mit den Pässen zuletzt als privater Berater in Afrika unterwegs.

Die Vorermittlungen beziehen sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft auch auf den Vorwurf des missbräuchlichen Verwendens eines Ausweises. Zudem werde Benalla verdächtigt, er habe bei seinen jüngsten Geschäftsreisen den Anschein erweckt, weiterhin als hochrangiger französischer Beamter tätig zu sein.

Benalla hatte im Juli nach einer mutmaßlichen Prügelattacke auf Demonstranten in Paris am 1. Mai seinen Posten verloren. Nach Angaben des französischen Außenministeriums sollten die Behörden Macrons Ex-Berater daraufhin zur Rückgabe der Diplomatenausweise auffordern. Benalla erklärte, er sei dieser Aufforderung nachgekommen. Nach Angaben aus seinem Umfeld wurden ihm die Pässe Anfang Oktober allerdings erneut ausgehändigt

+++ 13.54 Uhr: Lawrow: Russland und Türkei stimmen künftigen Syrien-Einsatz ab +++

Nach dem angekündigten Abzug der US-Truppen aus Syrien wollen Russland und die Türkei ihren künftigen Einsatz in dem Bürgerkriegsland abstimmen. In dem "neuen Kontext" würden die russische und die türkische Armee "ihre Aktionen weiterhin koordinieren", sagte Russlands Außenminister Sergej Lawrow nach Gesprächen mit einer türkischen Delegation in Moskau. Ziel sei es, "die terroristische Bedrohung in Syrien auszulöschen".

+++ 11.46 Uhr: Texter der Welthits "Killing Me Softly" und "Girl From Ipanema" stirbt mit 91 Jahren +++

Norman Gimbel, der Texter des Welthits "Killing Me Softly" und anderer berühmter Songs, ist tot. Er starb bereits am 19. Dezember im Alter von 91 Jahren in seinem Haus im kalifornischen Montecito, wie sein Sohn Tony Gimbel und  Broadcast Music Incorporated, die US-Gesellschaft zur Wahrnehmung von Urheberrechten, erst jetzt mitteilte. Der in Brooklyn geborene Gimbel gewann zusammen mit dem Komponisten David Shire einen Oscar für den besten Originalsong für "It Goes Like It Goes" von Jennifer Warnes im Film "Norma Rae" von 1979. 1973 hatte er zusammen mit seinem langjährigen Komponisten-Mitarbeiter Charles Fox für "Killing Me Softly" von Roberta Flack den Grammy für den besten Song des Jahres gewonnen. Die Version des Liedes durch die US-Hip-Hop-Gruppe The Fugees wurde in den 90er-Jahren ebenfalls ein großer Erfolg. Einen weiteren Hit landete Gimbel mit dem englischen Text zum brasilianischen Bossa-Nova-Song "The Girl from Ipanema". Dafür bekam er einen Grammy für die Schallplatte des Jahres 1965. 1984 wurde Gimbel als Mitglied in die Songwriters Hall of Fame aufgenommen.

+++ 11.33 Uhr: Australien leidert unter Rekord-Hitzewelle +++

Mit einer Rekord-Hitzewelle und Temperaturen über 40 Grad Celsius steuert Australien auf den Jahreswechsel zu. Nach Angaben des australischen Wetterdienstes soll es in den ersten drei Monaten des neuen Jahres weiter ungewöhnlich heiß bleiben. Im Schnitt liegen die Temperaturen demnach 10 bis 14 Grad über dem Normalwert für diese Jahreszeit. Grund für die andauernde Hitze sei ein Hochdruckgebiet über der Tasmansee zwischen Australien und Neuseeland. Die Hitzewelle Down Under dauert bereits seit Weihnachten an. Die Strände sind voll, die Klimaanlagen laufen auf Hochtouren. In der Mitte und im Süden des Landes schwitzen einige Regionen den vierten Tag in Folge bei über 44 Grad. Im westlichen Teil der Metropole Sydney wurden am Samstag 42 Grad gemessen. Überall im Land werden Rekordwerte erreicht oder überschritten. In Tarcoola (Victoria) war es am Freitag 48,1 Grad heiß.

+++ 10.23 Uhr: Ministerium: 40 "Terroristen" nach Anschlag auf Touristenbus in Ägypten getötet +++  

Nach dem Anschlag auf einen Touristenbus in der Nähe der Pyramiden von Gizeh hat die ägyptische Polizei nach Angaben der Regierung 40 Dschihadisten getötet. Die "Terroristen" seien am Samstagmorgen bei Razzien in Gizeh und im Norden der Sinai-Halbinsel getötet worden, teilte das Innenministerium in Kairo mit. Die Verdächtigen hätten eine Serie von Anschlägen auf Touristenziele, christliche Einrichtungen und Sicherheitskräfte in Ägypten geplant.

+++ 10.02 Uhr: Israelische Armee fliegt Luftangriff auf Hamas-Stellung im Gazastreifen +++  

Israel hat in der Nacht zum Samstag einen Luftangriff auf eine Stellung der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen geflogen. Ein Hubschrauber habe eine "Militärstellung" der Hamas im Süden des Palästinensergebiets angegriffen, teilte die israelische Armee mit. Es handelte sich demnach um einen Vergeltungsangriff für einen "Beschuss" aus dem Gazastreifen. Israelischen Medienberichten zufolge war zuvor eine Rakete auf Israel abgefeuert worden. Es war das erste Mal seit der Gewalteskalation im November, dass eine Rakete aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert worden war. Die Hamas bestätigte den Luftangriff auf ihre Stellung. Verletzte gab es demnach nicht. 

+++ 9.36 Uhr: Kanadische Lehrerin in China freigelassen +++

China hat eine inhaftierte Kanadierin freigelassen. Die Lehrerin Sarah McIver sei freigelassen worden und nach Kanada zurückgekehrt, teilte die Regierung in Ottawa am Freitag mit. Die Beziehungen zwischen Kanada und China sind wegen der vorübergehenden Festnahme einer chinesischen Spitzenmanagerin in Vancouver angespannt. Zum Fall der Lehrerin, die "illegal" in China gearbeitet haben soll, bestand aber offenbar kein direkter Zusammenhang.

McIver war kurz nach dem ehemaligen Diplomaten Michael Kovrig und dem in China lebenden Nordkorea-Experten Michael Spavor festgenommen worden. Die beiden Kanadier stehen nach amtlichen Angaben im Verdacht, die "nationale Sicherheit" zu gefährden -  in China eine Umschreibung für einen Spionageverdacht

+++ 8.12 Uhr: Betrunkener fährt Fußgänger in Berlin um - fünf Verletzte +++

Ein laut Polizei betrunkener Autofahrer ist in Berlin-Wedding in mehrere Fußgänger gerast. Fünf Menschen wurden verletzt, wie ein Polizeisprecher sagte. Der Autofahrer kam am frühen Samstagmorgen von der Fahrbahn ab, raste auf einen Gehweg und stieß dort mehrere Menschen um. Zur Identität der Verletzten und dem Fahrer gab es zunächst keine Informationen. Der Unfallverursacher soll betrunken gewesen sein. Weitere Details konnte der Polizeisprecher zunächst nicht nennen.

+++ 6.12 Uhr: Tsunami-Warnung nach Erdbeben auf Philippinen ausgelöst +++

Der Süden der Philippinen ist am Samstag von einem Erdbeben der Stärke 7,2 erschüttert worden. Das US-Tsunami-Warnsystem löste daraufhin eine Tsunami-Warnung aus. Gefährliche Wellen seien an Küsten möglich, die im Umkreis von 300 Kilometern vom Epizentrum des Erdbebens entfernt seien, hieß es in einer Bekanntmachung. Ungewöhnlich hohe Wellen von bis zu einem Meter über den normalen Gezeiten seien bis 07.00 Uhr (MEZ) zu erwarten. Die Warnung betraf zehn Provinzen und eine Stadt in der südlichen Region von Mindanao. Die Menschen sollten vom Strand weg bleiben, hieß es weiter. Menschen, deren Häuser nahe der Küste liegen, sollten sich ins Landesinnere begeben.

+++ 2.47 Uhr: Bericht: Kevin Spacey will bei Gerichtstermin nicht erscheinen +++

Der amerikanische Schauspieler Kevin Spacey (59) will einer für den 7. Januar terminierten gerichtlichen Anhörung zu Vorwürfen eines sexuellen Übergriffs fern bleiben. Der "Boston Globe" berichtete am Freitag, die Anwälte des früheren "House of Cards"-Stars hätten beim Bezirksgericht in Nantucket im US-Staat Massachusetts um eine entsprechende Erlaubnis gebeten. In der Anklage werde ihm vorgeworfen, einen 18-Jährigen 2016 in einer Bar in Nantucket betrunken gemacht und unsittlich berührt zu haben.

+++ 2.04 Uhr: Vor Rumäniens EU-Ratspräsidentschaft: Juncker zweifelt an Bukarest +++

Kurz vor der Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft durch Rumänien zum Jahresbeginn hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker Zweifel an der Führungskraft der Regierung in Bukarest geäußert. Das Land sei zwar "technisch gut vorbereitet" auf den sechsmonatigen Vorsitz, sagte Juncker der "Welt am Sonntag". "Ich glaube aber, dass die Regierung in Bukarest noch nicht in vollem Umfang begriffen hat, was es bedeutet, den Vorsitz über die EU-Länder zu führen. Für ein umsichtiges Handeln braucht es auch die Bereitschaft, anderen zuzuhören und den festen Willen, eigene Anliegen hintenan zu stellen. Da habe ich einige Zweifel", erklärte der Kommissionschef weiter.

+++ 1.57 Uhr: Vier Sektenmitglieder in den USA wegen Kindesentführung festgenommen +++

Vier Mitglieder einer jüdischen Sekte aus Guatemala sind in den USA wegen des Verdachts der Kindesentführung festgenommen worden. Wie die Staatsanwaltschaft von Manhattan am Freitag mitteilte, stehen die vier Männer im Verdacht, die Entführung einer 14-Jährigen und ihres zwei Jahre jüngeren Bruders organisiert zu haben, nachdem die Mutter der Kinder der Sekte den Rücken gekehrt hatte und mit ihnen in die USA gezogen war.

Den Ermittlungsbehörden zufolge gehörten sowohl die Frau als auch die vier Verdächtigen der extremistischen jüdischen Sekte Lev Tahor an, die eine ultraorthodoxe Form des Judentums praktizierte. Die Frau, Tochter des Sektengründers, hatte die Sekte demnach verlassen, nachdem ihr Bruder die Führung übernommen hatte und die Gruppe zunehmend extremistischer wurde.

Den Ermittlungen zufolge verschleppten die Verdächtigen wenige Tage vor Weihnachten die beiden Kinder der Frau aus dem Dorf Woodridge nördlich von New York nach Mexiko. Nach der Festnahme der Männer wurden die Kinder mit Unterstützung der mexikanischen Behörden unversehrt gefunden. Sie sollen nun wieder zu ihrer Mutter in die USA gebracht werden. Den vier mutmaßlichen Entführern droht lebenslange Haft.

sos / AFP / DPA