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News des Tages: Unterbrechung nach Drohung: Chemnitz-Konzert von Feine Sahne Fischfilet wird fortgesetzt

Schauspieler Rolf Hoppe gestorben +++ May hält an Brexit-Entwurf fest +++ Gericht ordnet Diesel-Fahrverbotszone auf A40 in Essen an +++ Schulbus in Bayern verunglückt +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Band spricht von "Bombendrohung": Chemnitz-Konzert von Feine Sahne Fischfilet unterbrochen

 Band Feine Sahne Fischfilet mit Frontmann Jan "Monchi" Gorkow (l., Archivbild)

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:  

  • Drohung gegen Konzert mit Feine Sahne Fischfilet in Chemnitz (21.20 Uhr) - Konzert wird nach Prüfung fortgesetzt (22.31 Uhr)
  • Schauspieler Rolf Hoppe gestorben (20.59 Uhr)
  • May hält am Brexit-Kurs fest (18.51 Uhr)
  • Gericht ordnet Diesel-Fahrverbotszone auf A40 in Essen an (14.43 Uhr)
  • Britische Minister treten aus Protest gegen Brexit-Deal zurück (11.23 Uhr) 

Die News des Tages im stern-Ticker:       

+++ 22.31 Uhr: Nach Drohung: Chemnitz-Konzert von Feine Sahne Fischfilet wird nach Prüfung fortgesetzt +++

Ein Konzert mit der linken Punkband Feine Sahne Fischfilet in Chemnitz ist am Donnerstag wegen einer Drohung unterbrochen worden. "Es gab eine telefonische Drohung bei der Polizei", sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstagabend. Daraufhin seien die rund 550 Zuschauer nach draußen gebeten worden. Nach mehr als einer Stunde konnte die Polizei die Überprüfung des Alternativen Jugendzentrums (AJZ) beenden und das Konzert wurde fortgesetzt. Laut "Freier Presse" (online) hatte gerade die Vorband gespielt, als die Polizei anordnete, dass die Menschen das Gebäude verlassen müssen. 

Laut der Band, die sich bei Facebook zu dem Vorfall zu Wort gemeldet hat, hatte es sich um eine "Bombendrohung" gehandelt. "Wir werden aber, wenn es irgendwie geht, auf jeden Fall später am Abend das Konzert wie geplant durchziehen!", schrieb die Gruppe. 

KONZERTBEGINN IN CHEMNITZ WEGEN BOMBENDROHUNG VERSCHOBEN! Kurz vor dem Beginn unseres Konzertes im AJZ Chemnitz gab es...

Gepostet von Feine Sahne Fischfilet am Donnerstag, 15. November 2018

Erst am Mittwoch war nach einer Drohung eine Vorführung des Dokumentarfilms "Wildes Herz" über Feine Sahne Fischfilet in Bad Schwartau in Schleswig-Holstein abgesagt worden.

Die Punkband Feine Sahne Fischfilet engagiert sich gegen Rechts. Im Oktober hatte die Stiftung Bauhaus Dessau unter Verweis auf ihr Hausrecht ein Konzert der Band auf der historischen Bauhaus-Bühne abgesagt. Rechte Gruppierungen hatten zuvor in sozialen Netzwerken gegen das Konzert mobil gemacht. Die Punkband gilt als umstritten: Sie war vor einigen Jahren wegen Gewaltaufrufen gegen Polizisten im Verfassungsschutzbericht von Mecklenburg-Vorpommern genannt worden.

+++ 22.15 Uhr: Waldbrände in Kalifornien: Trump will sich mit Betroffenen treffen +++

US-Präsident Donald Trump will am Samstag nach Kalifornien reisen, um sich mit Betroffenen der schweren Waldbrände zu treffen. Das teilte das Weiße Haus mit. In dem Bundesstaat an der Westküste wüten seit der vergangenen Woche zwei große Brände. Das "Camp"-Feuer im Norden hat mindestens 56 Menschen das Leben gekostet. Noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen in Kalifornien sind so viele Menschen bei einem Feuer in dem Bundesstaat gestorben. Im Süden belief sich die Zahl der Todesopfer bei dem "Woolsey"-Feuer nahe Malibu auf mindestens zwei. Beide Brände haben bereits Hunderte Quadratkilometer Wald und Tausende Häuser zerstört. Tausende Feuerwehrleute sind im Einsatz.

Brandkatastrophe in Kalifornien: Amateurvideo zeigt furchteinflößende Feuerwand – weitere Todesopfer gefunden

+++ 21.20 Uhr: Drohung gegen Konzert mit Feine Sahne Fischfilet in Chemnitz +++

Ein Konzert mit der linken Punkband Feine Sahne Fischfilet in Chemnitz ist am Donnerstag wegen einer Drohung unterbrochen worden. "Es gab eine telefonische Drohung bei der Polizei", sagte eine Polizeisprecherin. Daraufhin seien die Zuschauer nach draußen gebeten worden. Der Veranstaltungsraum, das Alternative Jugendzentrum (AJZ), werde nun überprüft. Wie viele Menschen das Gebäude verlassen mussten, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. Laut "Freier Presse" spielte gerade die Vorband, als die Räumung angeordnet wurde.

Laut der Band, die sich bei Facebook zu dem Vorfall zu Wort gemeldet hat, habe es sich dabei um eine "Bombendrohung" gehandelt. "Wir werden aber, wenn es irgendwie geht, auf jeden Fall später am Abend das Konzert wie geplant durchziehen!", schreibt die Gruppe. 

KONZERTBEGINN IN CHEMNITZ WEGEN BOMBENDROHUNG VERSCHOBEN! Kurz vor dem Beginn unseres Konzertes im AJZ Chemnitz gab es...

Gepostet von Feine Sahne Fischfilet am Donnerstag, 15. November 2018

Erst am Mittwoch war nach einer Drohung eine Vorführung des Dokumentarfilms "Wildes Herz" über Feine Sahne Fischfilet in Bad Schwartau in Schleswig-Holstein abgesagt worden.

Die Punkband Feine Sahne Fischfilet engagiert sich gegen Rechts. Im Oktober hatte die Stiftung Bauhaus Dessau unter Verweis auf ihr Hausrecht ein Konzert der Band auf der historischen Bauhaus-Bühne abgesagt. Rechte Gruppierungen hatten zuvor in sozialen Netzwerken gegen das Konzert mobil gemacht. Die Punkband gilt als umstritten: Sie war vor einigen Jahren wegen Gewaltaufrufen gegen Polizisten im Verfassungsschutzbericht von Mecklenburg-Vorpommern genannt worden.

+++ 20.59 Uhr: Schauspieler Rolf Hoppe gestorben +++

Schauspieler Rolf Hoppe, bekannt etwa aus dem Märchenfilm "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel", ist tot. Er starb am Mittwoch im Alter von 87 Jahren, wie seine Familie der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Auch die "Dresdner Neuesten Nachrichten" hatten berichtet.

+++ 19.58 Uhr: Etnische Regierung sagt Nein zum UN-Migrationspakt +++

Auch Estland wird den globalen Migrationspakt der Vereinten Nationen nicht unterstützen. Die Regierung in Tallinn konnte sich bei ihrer Kabinettssitzung nicht darauf einigen, dass sich das baltische EU- und Nato-Land dem geplanten Pakt anschließt. "Bei der Bildung einer Koalition haben wir uns darauf verständigt, Entscheidungen einvernehmlich zu treffen. Leider haben einen solchen Konsens heute nicht erreicht", wurde Regierungschef Jüri Ratas in einer Mitteilung der Staatskanzlei zitiert.

In dem Ostseestaat war zuvor eine Debatte über den Pakt entbrannt. Während sich Außenminister Sven Mikser für einen Beitritt aussprach, äußerten Justizminister Urmas Reinsalu und dessen konservative Partei Pro Patria rechtliche Bedenken. Sie sehen die Gefahr, dass der Pakt Teil des internationalen Gewohnheitsrechts werde und dadurch die nationale Regelungshoheit von Migrationsfragen einschränke.

+++ 18.51 Uhr: May hält am Brexit-Kurs fest +++

Die britische Premierministerin Theresa May hat die Kritik an ihrem Brexit-Abkommen energisch zurückgewiesen. "Ich glaube mit jeder Faser meines Seins, dass der Kurs, den ich vorgegeben habe, der richtige für unser Land und unser ganzes Volk ist", sagte May bei einer Pressekonferenz in London im Regierungssitz 10 Downing Street.

Zuvor hatten mehrere Minister und Staatssekretäre aus Protest gegen den Deal ihr Amt niedergelegt. Darunter waren Brexit-Minister Dominic Raab und Arbeitsministerin Esther McVey. Für die Regierungschefin sind die Rücktritte ein schwerer Rückschlag. Erst am Mittwochabend hatte May ihrem Kabinett nach stundenlanger Debatte die Zustimmung zu dem Entwurf abgerungen.

Auch im Parlament gibt es heftigen Widerstand. Die Abgeordneten werden voraussichtlich im Dezember über das Abkommen abstimmen. Bislang ist nicht absehbar, wie May eine Mehrheit dafür zusammenbekommen will. Zudem fordern immer mehr Abgeordnete eine Misstrauensabstimmung.

May hat keine eigene Mehrheit und Dutzende Mitglieder ihrer eigenen Fraktion haben Widerstand angekündigt. Auch die nordirische DUP, die Mays Regierung in der Regel unterstützt, will das Abkommen ablehnen. Oppositionschef Jeremy Corbyn kündigte ebenfalls an, den Entwurf nicht zu unterstützen.

+++ 16.48 Uhr: Fall Khashoggi: USA verhängen Sanktionen gegen 17 Saudis +++

Im Fall des getöteten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi in Istanbul hat die US-Regierung Sanktionen gegen 17 Saudi-Arabier verhängt. Darunter sind der saudische Generalkonsul in Istanbul, Mohammed al-Otaibi, und die Angehörigen eines Teams, das für den Tod Khashoggis in der diplomatischen Vertretung verantwortlich gemacht wird, wie das US-Finanzministerium mitteilte.

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+++ 16.21 Uhr: Terrorverdächtiger mit Kontakten zu Amri in Italien verurteilt +++

Ein Terrorverdächtiger mit Kontakten zum Berliner Attentäter Anis Amri ist in Italien verurteilt worden. Richter in Rom verurteilten den Palästinenser zu vier Jahren Haft, wie italienische

Nachrichtenagenturen berichteten. Ihm wurde vorgeworfen, Anschlagspläne verfolgt oder propagiert zu haben. Zu Amri soll er nur indirekt Kontakt gehabt haben. Der Mann saß bereits wegen Drogendelikten in Haft. Er soll nach Ablauf seiner Strafe abgeschoben werden.

+++ 15.48 Uhr: Zahl der Waldbrandopfer in Kalifornien steigt auf mindestens 59 +++  

Bei den verheerenden Waldbränden in Kalifornien ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 59 gestiegen. In der von den Flammen zerstörten Kleinstadt Paradise im Norden des US-Bundesstaates wurden die Leichen von acht weiteren Opfern gefunden, wie Sheriff Kory Honea sagte. Damit stieg die Zahl der Opfer des sogenannten "Camp Fire" auf mindestens 56.

Bei einem anderen Waldbrand hunderte Kilometer weiter südlich in der Gegend um den Prominentenwohnort Malibu sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen.

Die kalifornischen Behörden veröffentlichten am Mittwoch eine Liste mit 130 Vermissten. Die meisten von ihnen stammen aus Paradise.

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+++ 15.29 Uhr: Tschetscheniens Machthaber schenkt Kind nach Rekordversuch ein Auto +++

Nach einem angeblichen Rekordversuch mit Liegestützen hat ein Fünfjähriger von Tschetscheniens Machthaber Ramsan Kadyrow einen Mercedes geschenkt bekommen. Der Junge, der in seiner Heimat als "tschetschenischer Arnold Schwarzenegger" bekannt sein soll, habe sich mit seiner außergewöhnlichen Leistung das Geschenk verdient, sagte Kadyrow der Agentur Ria Nowosti zufolge.

Das Kleinkind soll nach eigenen Angaben innerhalb weniger Stunden mehr als 4000 Liegestütze geschafft haben. Der landesweite Rekordversuch ist aber nach Angaben der autoritär regierten russischen Nordkaukasus-Republik nicht anerkannt worden. Bei der Übergabe des teuren Wagens demonstrierte der Junge seine Stärke und stemmte auf der Motorhaube gleich mehrere Push-Ups.

+++ 14.43 Uhr: Gericht ordnet Diesel-Fahrverbotszone auf A40 in Essen an +++

Die A40 gilt als wichtigste Autobahn-Achse durch das Ruhrgebiet. Sie ist auch als "Ruhrschnellweg" bekannt. Die 92 Kilometer lange West-Ost-Verbindung führt teils mitten durch Großstädte wie Duisburg, Essen und Bochum. Im August 2018 registrierte der Landesbetrieb Straßen.NRW in Essen-Kray unter der Woche im Schnitt 130.000 Kraftfahrzeuge pro Tag.

Insgesamt hat die Autobahn 45 Anschlussstellen. Typisch sind dabei einige vergleichsweise kurze Auf- und Ausfahrten. Teilweise fahren zudem Straßenbahnen und Busse auf dem Mittelstreifen der A40, die von der niederländischen Grenze bis nach Dortmund reicht. Dort geht sie in die Bundesstraße 1 über.

+++ 14.35 Uhr: Thomas Haldenwang zum Verfassungsschutz-Präsidenten ernannt +++

Der bisherige Vizepräsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, ist neuer Chef der Behörde. Innenminister Horst Seehofer (CSU) stellte den 58-Jährigen in Berlin vor, nachdem das Bundeskabinett der Personalie zugestimmt hatte. Vorgänger Hans-Georg Maaßen war vergangene Woche in den einstweiligen Ruhestand versetzt worden. Seehofer sagte, er freue sich, mit Haldenwang zu einer sachorientierten und vertrauensvollen Arbeit zurückzukehren. Haldenwang ist seit 2009 Mitarbeiter im Verfassungsschutz-Amt. Davor hat er seit 1991 unter anderem in verschiedenen Bereichen des Bundesinnenministeriums gearbeitet.

+++ 14.23 Uhr: Mehrere schwerverletzte Kinder bei Schulbus-Unfall in Bayern +++

Bei einem Zusammenstoß von zwei Schulbussen nahe Ammerndorf in Bayern sind mehrere Kinder schwer verletzt worden. Ein Polizeisprecher vor Ort berichtete von einer unübersichtlichen Lage. Details waren zunächst unklar.

+++ 14.15 Uhr: Führender Brexit-Befürworter strebt Misstrauensvotum gegen May an +++

Ein führender Brexit-Befürworter der britischen Konservativen will ein Misstrauensvotum gegen Premierministerin Theresa May im Parlament anstrengen. Jacob Rees-Mogg werde die Abstimmung offiziell beantragen, meldete die Nachrichtenagentur Press Association unter Berufung auf einen Sprecher. Zuvor hatte May im Parlament den von ihrer Regierung mit Brüssel ausgehandelten Entwurf für das Brexit-Abkommen verteidigt, der von zahlreichen Kritikern auch in den Reihen ihrer konservativen Partei abgelehnt wird.

+++ 13.50 Uhr: Tochter jahrelang missbraucht - Sechseinhalb Jahre Haft +++

Weil er seine Tochter jahrelang sexuell missbrauchte, ist ein Vater zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Berliner Landgericht sprach den 60-Jährigen am Donnerstag in 44 Fällen schuldig. "Das ist die Spitze des Eisberges", sagte der Vorsitzende Richter. Der Angeklagte habe das Mädchen "wohl ab drei Jahren bei jeder sich bietenden Gelegenheit missbraucht". Die Folgen für seine inzwischen 16 Jahre alte Tochter seien verheerend. 

Die Anklage des schweren sexuellen Kindesmissbrauchs war auf die mehr als 40 Fälle beschränkt worden, dem Finanzkaufmann wurden Übergriffe in der Zeit von August 2008 bis April 2014 zur Last gelegt. Bei den ersten angeklagten Taten war das Mädchen sechs Jahre alt. "Er hat seiner Tochter das Leben zur Hölle gemacht", sagte der Richter. 

+++ 13.45 Uhr: Verdi bereitet Streiks bei Eurowings vor  +++

Im Tarifkonflikt zwischen der Gewerkschaft Verdi und der Lufthansa-Tochter Eurowings für rund 1000 Kabinenbeschäftigte stehen die Zeichen auf Eskalation. Die Arbeitnehmervertreter drohten mit Streiks. Angesichts monatelanger ergebnisloser Verhandlungen "bereite man sich nun auf Arbeitskampfmaßnahmen vor", teilte Verdi in Berlin mit. Ein Datum für die möglichen Streiks wurde nicht genannt.

Die Gewerkschaft forderte verlässliche Dienstpläne, Arbeits- und Bereitschaftszeiten und wirft Eurowings vor, diese ohne tarifliche Grundlage zu ändern. So gebe es bis zu 18 Stunden lange Dienste. In den Verhandlungen geht es auch um Beschäftigte, die von der insolventen Air Berlin zur Eurowings kamen.

+++ 12.23 Uhr: Gericht erwägt Diesel-Fahrverbot auch für Autobahn A40 im Ruhrgebiet +++

Im Ruhrgebiet könnte es ein Diesel-Fahrverbot auch auf einem vielbefahrenen Autobahn-Abschnitt geben. Im Verfahren um die Klage der Deutschen Umwelthilfe gegen die Luftreinhaltepläne für Essen und Gelsenkirchen erwägt das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen eine Sperrzone für große Teile des Essener Stadtgebiets. Durch diese Zone führt auch die Autobahn 40.

Die Luftbelastung durch den Autobahnverkehr lasse sich vermutlich nur durch Einbeziehung dieser Strecke in die Umweltzone reduzieren, sagte die Vorsitzende der 8. Kammer des Gerichts, Margit Balkenhol, am Donnerstag in der mündlichen Verhandlung. Für Gelsenkirchen erwägt die Kammer ein Diesel-Fahrverbot für eine Hauptverkehrsstraße

+++ 12.05 Uhr: Britische Brexit-Staatssekretärin Suella Braverman zurückgetreten +++

Die britische Brexit-Staatssekretärin Suella Braverman ist von ihrem Amt zurückgetreten. Das teilte Braverman per Kurznachrichtendienst Twitter mit. Sie protestiert damit gegen das Brexit-Abkommen von Premierministerin Theresa May. Zuvor hatten bereits ihr Chef, Brexit-Minister Dominic Raab, und die mArbeitsministerin Esther McVey ihr Amt niedergelegt.   Für Premierministerin Theresa May sind die Rücktritte ein schwerer Rückschlag. Erst am Mittwochabend hatte May ihrem Kabinett nach stundenlanger Debatte die Zustimmung zu dem Entwurf abgerungen. Das Unterhaus wird voraussichtlich erst im Dezember über das Abkommen abstimmen.

+++ 11.45 Uhr: Justiz in Riad fordert Todesstrafe für Verdächtige im Fall Khashoggi +++

Die Staatsanwaltschaft in Saudi-Arabien hat die Todesstrafe für fünf Verdächtige wegen der Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi im Istanbuler Konsulat des Königreichs gefordert. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Riad sagte, der "Washington Post"-Kolumnist sei im Konsulat von den Tätern betäubt, getötet und zerteilt worden. Die Körperteile seien dann an einen Agenten außerhalb des Konsulatsgeländes übergeben worden.

+++ 11.39 Uhr: Saudischer Generalstaatsanwalt fordert im Fall Khashoggi Todesstrafen +++

Der saudische Generalstaatsanwalt hat im Fall des getöteten Journalisten Jamal Khashoggi die Todesstrafe für fünf an der Tat Beteiligte gefordert. Das sagte er bei einer Pressekonferenz in Riad.

+++ 11.23 Uhr: Britische Arbeitsministerin tritt aus Protest gegen Brexit-Deal zurück +++

Aus Protest gegen das geplante Brexit-Abkommen mit der EU ist auch die britische Arbeitsministerin Esther McVey zurückgetreten. Der Deal, den Premierministerin Theresa May dem Kabinett vorgelegt habe, entspreche nicht dem Brexit-Votum der britischen Bürger, begründete McVey ihren Rücktritt in einem Schreiben an May. Zuvor waren am Donnerstag aus Protest gegen den Deal bereits Brexit-Minister Dominic Raab und der Nordirland-Staatssekretär Shailesh Vara zurückgetreten

+++ 11.09 Uhr: Britische Arbeitsministerin Esther McVey tritt zurück +++

Die britische Arbeitsministerin Esther McVey ist zurückgetreten. Das teilte die Tory-Politikerin im Kurznachrichtendienst Twitter mit.

+++ 11.04 Uhr: Mann hackt Ehefrau aus Eifersucht Hände ab - 14 Jahre Haft +++

Weil er seiner Frau aus Eifersucht beide Hände abhackt hat, ist ein Mann in Russland zu 14 Jahren Straflager mit verschärften Haftbedingungen verurteilt worden. Zudem müsse er seiner Ex-Partnerin mehr als zwei Millionen Rubel (etwa 26.000 Euro) Schadenersatz zahlen, urteilte eine Richterin in der Nähe von Moskau der Agentur Tass zufolge. Der Fall hatte vor einem Jahr weltweit Bestürzung ausgelöst. Die Mutter von zwei Kindern wollte sich damals von ihrem Partner trennen, dieser entführte sie daraufhin in einen Wald und schlug mit einer Axt auf sein Opfer ein. Danach brachte der Täter die Frau in ein Krankenhaus, wo Ärzte nur eine Hand retten konnten.

+++ 10.47 Uhr: EuGH: Flugpreise dürfen nicht in beliebiger Währung angegeben werden +++

Preise für Flüge innerhalb der EU dürfen nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs nicht in jeder beliebigen Währung angegeben werden. Airlines, die die Preise nicht in Euro ausweisen, müssten zumindest eine Währung wählen, die mit dem angebotenen Flug objektiv in Verbindung stehe, urteilten die Luxemburger Richter. Dies treffe vor allem auf jene Währungen zu, die am Start- oder Zielort gesetzliches Zahlungsmittel sind (Rechtssache C-330/17). Neben dem Euro, den 19 Staaten als Währung haben, gibt es in der Gemeinschaft neun weitere Währungen.

+++ 10.43 Uhr: Strafbefehl nach Hitlergruß bei Eliteeinheit KSK der Bundeswehr +++

Weil ein Soldat der Eliteeinheit KSK mehrmals den Hitlergruß gezeigt haben soll, hat das Amtsgericht Böblingen einen Strafbefehl gegen den Oberstleutnant erlassen. Ihm wird das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zur Last gelegt, bestätigte ein Gerichtssprecher einen Bericht von "Spiegel"-Online. Der Strafbefehl umfasse 40 Tagessätze. Über die Höhe machten weder der Gerichtssprecher noch ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Stuttgart Angaben. Dem Bericht zufolge sind es 4000 Euro.

Der Mann habe Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt. In der Regel kommt es dann zu einer mündlichen Verhandlung des Falls. Genaue Details zu den Hintergründen des Vorfalls wurden nicht gemacht. 

+++ 10.25 Uhr: Pariser Bürgermeisterin will Stadtzentrum zur Fußgängerzone machen +++

Die Bürgermeisterin von Paris will das historische Zentrum der französischen Hauptstadt zur Fußgängerzone machen. In vier Innenstadtbezirken soll dafür nach den Plänen der Sozialistin Anne Hidalgo der Autoverkehr drastisch eingeschränkt werden, wie die Nachrichtenagentur AFP aus dem Pariser Rathaus erfuhr. Im Bereich der geplanten Fußgängerzone liegen Touristen-Attraktionen wie der Louvre und die Kathedrale Notre Dame.    

Künftig sollen demnach elektrische Shuttlebusse die Menschen transportieren. Bereits jetzt lässt die Bürgermeisterin das Radwegenetz ausbauen. Das Vorhaben für die Fußgängerzone soll den Angaben zufolge aber erst in einer möglichen nächsten Amtszeit Hidalgos ab 2020 umgesetzt werden. Ihre Wiederwahl gilt nicht als sicher.

+++ 10.00 Uhr: Brexit-Minister Dominic Raab zurückgetreten +++

Der britische Brexit-Minister Dominic Raab ist aus Protest gegen den Vertragsentwurf zum EU-Austritt von seinem Amt zurückgetreten. Das teilte Raab bei Twitter mit. Der Jurist gilt als ehrgeizig und hatte mehrere Posten in der Politik inne, unter anderem im Außenministerium. 

Britische Medien rechneten mit weiteren Rücktritten von Politikern in diesen Tagen aus Protest gegen die Brexit-Pläne der Premierministerin Theresa May. Als mögliche Rückzugskandidaten wurden unter anderem Handelsminister Liam Fox, Entwicklungshilfeministerin Penny Mordaunt und Arbeitsministerin Esther McVey genannt.

+++ 9.45 Uhr: Südkorea sprengt Wachposten im Grenzgebiet zu Nordkorea +++

Südkorea rüstet Wachposten im innerkoreanischen Grenzgebiet ab, um die militärischen Spannungen mit Nordkorea zu reduzieren. Das südkoreanische Militär sprengte im Beisein der lokalen und ausländischen Presse einen Wachposten im Landkreis Cheorwon mit Dynamit.

Bereits vergangene Woche hatten Nord- und Südkorea Teile ihrer Truppen und Waffen von einigen Wachposten abgezogen. Beide Länder planen bis Ende des Monats, jeweils elf ihrer Wachposten im Grenzgebiet abzurüsten. Die Maßnahme ist Teil eines Abkommens zur Reduzierung der militärischen Spannungen, das die Armeeführungen beider Staaten im September unterzeichnet hatten.

+++ 9.15 Uhr: Britischer Staatssekretär für Nordirland zurückgetreten +++

Der britische Nordirland-Staatssekretär Shailesh Vara ist aus Protest gegen die Brexit-Pläne zurückgetreten. Das teilte er im Kurznachrichtendienst Twitter mit. Der Tory-Politiker bezeichnete Großbritannien als "stolze Nation", die nicht darauf reduziert werden sollte, den Regeln anderer Länder zu gehorchen. "Die Menschen in Großbritannien verdienen Besseres."

Video: Sieg für May im Streit über Brexit-Deal

+++ 8.42 Uhr: Tusk beruft Brexit-Sondergipfel ein +++

Nach dem Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen hat EU-Ratspräsident Donald Tusk einen Sondergipfel einberufen, um den Austrittsvertrag der Europäischen Union mit Großbritannien unter Dach und Fach zu bringen. Das Treffen der Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten soll am 25. November in Brüssel stattfinden, teilte Tusk mit.

+++ 8.25 Uhr: US-Polizei findet 44 gefrorene Hunde +++

Beim Durchsuchen eines Hauses im US-Staat New Jersey hat die Polizei 44 tote Hunde in Plastiktüten verpackt in Gefriertruhen entdeckt. Rund 130 weitere Hunde lebten demnach in verwahrlostem Zustand auf dem Gelände in der Gemeinde Shamong, wie die örtliche Polizei bei Facebook mitteilte. Die 65 Jahre alte Bewohnerin des Hauses müsse sich nun wegen Tierquälerei vor Gericht verantworten, hieß es.

Die Polizisten hatten demnach am Dienstag die Gesundheitsbehörde bei einer Inspektion des Geländes unterstützt. Bei ihrem Einsatz sei den Beamten bereits ein starker Gestank von Tierfäkalien entgegengeschlagen, so dass einigen von ihnen übel geworden sei, hieß es. 

Vier der gefundenen Hunde seien in kritischem Zustand in eine Tierklinik gebracht worden, die übrigen wurden nach Angaben von Tierschutzorganisationen auf verschiedene Tierheime verteilt. Die Hunde und Welpen verschiedener Rassen müssten jetzt medizinisch versorgt und aufgepäppelt werden. Viele von ihnen hätten verfilztes Fell, Hautkrankheiten und andere Probleme.

+++ 7.53 Uhr: Polizei durchsucht linksautonomes Zentrum in der Rigaer Straße in Berlin +++

Ein Großaufgebot der Polizei hat das linksautonome Zentrum in der Rigaer Straße und drei weitere Orte in Berlin durchsucht. 560 Beamte starteten die Einsätze in den Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln um 06.00 Uhr, wie ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP sagte. Gesucht wurde demnach im Auftrag der Staatsanwaltschaft nach sieben Tatverdächtigen im Zusammenhang mit einem Überfall auf einen Berliner Spätkauf im Mai 2018. Die Durchsuchungen dauerten gegen 07.30 Uhr weiter an, verliefen aber ohne Zwischenfälle, wie der Polizeisprecher sagte. Die Gegend um das besetzte Haus in der Rigaer Straße 94 sei abgesperrt worden.    

Die sieben Verdächtigen konnten laut dem Polizeisprecher identifiziert werden. Ihnen werde gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Sie sollen bei dem Überfall auf den Spätkauf den Verkäufer verletzt und das Geschäft beschädigt haben. Die Rigaer Straße 94 in Berlin ist ein Wohnprojekt, um das es immer wieder heftige Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Angehörigen wie Sympathisanten der Berliner Hausbesetzerszene gibt.

+++ 7.22 Uhr: Todesstrafe gegen 64-jährigen Mexikaner in Texas vollstreckt +++

Trotz internationaler Proteste ist im US-Bundesstaat Texas ein 64-jähriger Mexikaner wegen Mordes hingerichtet worden. Das bereits im Jahr 1993 gegen Roberto Moreno Ramos verhängte Todesurteil wurde im Gefängnis von Huntsville mit einer Giftspritze vollzogen, wie die Behörden mitteilten. Ramos hatte 1992 seine Frau und seine sieben und drei Jahre alte Kinder in der Stadt Progresso nahe der mexikanischen Grenze getötet.    

Während der 25 Jahre seit Verhängung des Todesurteils hatten Ramos' Anwälte wiederholt auf angebliche Gehirnschäden und psychische Probleme ihres Mandaten verwiesen. Der mexikanische Staaten und Menschenrechtsorganisationen beklagten, dass Ramos von den US-Ermittlern nicht über sein Recht auf juristische Betreuung durch das mexikanische Konsulat hingewiesen worden sei. Die mexikanische Regierung hatte am Montag erklärt, die Hinrichtung des 64-Jährigen würde eine "ungeheuerliche Verletzung der Menschenrechte und internationaler Gesetze" darstellen. Auch UN-Experten kritisierten die geplante Hinrichtung.     Nach einer Klage Mexikos im Jahr 2003 ordnete der Internationale Gerichtshof in Den Haag ein Wiederaufrollen des Falls an. Das Oberste Gericht der USA wies dies 2008 jedoch zurück.

+++ 6.25 Uhr: Anwalt von Stormy Daniels wegen häuslicher Gewalt festgenommen +++

Der Anwalt von Pornodarstellerin Stormy Daniels, die mit US-Präsident Donald Trump eine juristische Fehde führt, braucht möglicherweise selber einen Rechtsbeistand. Michael Avenatti sei unter dem Verdacht häuslicher Gewalt gegen eine Frau in Los Angeles festgenommen worden, berichteten US-Medien. Die Polizei der Westküstenstadt bestätigte die Festnahme Avenattis auf Twitter, ebenso wie die gegen ihn erhobenen Vorwürfe. Die Kaution für seine Freilassung sei auf 50.000 Dollar (rund 44.200 Euro) festgesetzt worden. Weitere Details wurden von der Polizei unter Hinweis auf laufende Ermittlungen nicht genannt. Auch Polizeisprecher Josh Rubenstein wollte der "L.A. Times" keine Einzelheiten nennen. Die Identität der Frau wurde nicht genannt.

Avenatti selbst sprach nach seiner Freilassung vor laufenden TV-Kameras von "falschen Vorwürfen". Er habe noch nie jemanden misshandelt, er respektiere alle Frauen. "Ich sehe meiner vollen Entlastung entgegen", sagte er. Nach einem Bericht des Onlinemagazins "TMZ.com" soll der Anwalt eine Frau misshandelt haben. Der Zwischenfall habe sich bereits am Dienstag ereignet. Unter Berufung auf Polizeiquellen heißt es bei "TMZ.com", Avenatti habe die Frau geschlagen und aus dem Apartment geworfen.

+++ 5.50 Uhr: Torkelnde Waschbären - betrunken statt tollwütig +++

Die Waschbären taumelten und torkelten, verängstigte Bewohner von Milton im US-Staat West Virginia befürchteten Tollwut und riefen die Polizei. Doch als die Polizei erschien und einige der Tiere einfing, entpuppte sich die Angelegenheit nach einem Kennerblick der Beamten als Trunkenheit. Die Tiere hatten gegorene Holzäpfel gegessen, die schon am Baum fermentiert waren. "Sie sind nun von den Holzäpfeln betrunken", zitierten die Medien aus einer Mitteilung der Polizei an die Bevölkerung. Die eingefangenen Tiere seien in einer "Ausnüchterungszelle für Waschbären" gelandet und später wieder in die Wildnis entlassen worden.

+++ 5.05 Uhr: Zwei gescheiterte Anschläge in Buenos Aires +++

In Buenos Aires sind zwei Sprengstoffanschläge gescheitert, die nach Darstellung der Behörden im Zusammenhang mit dem bevorstehenden G20-Gipfel stehen. Drei mutmaßliche Täter wurden festgenommen. Zunächst hatte ein Paar auf einem Friedhof versucht, selbst gemachte Sprengkörper an das Mausoleum eines ehemaligen Polizeichefs zu legen, der 1909 von einem Anarchisten getötet wurde. Beim Anbringen wurde die Frau nach Angaben des Nachrichtensenders TN schwer verletzt.

Wenige Stunden später warf ein Mann ein Paket mit einer hausgemachten Bombe in den Vorgarten der Wohnung von Bundesrichter Claudio Bonadío, der Prozesse wegen Korruption gegen die Ex-Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner eingeleitet hatte. Die Bombe explodierte nicht. Der Mann wurde vom Wachpersonal des Richters festgenommen.  

"Beide Fälle stehen zweifelsohne in Zusammenhang mit dem bevorstehenden G20-Gipfel", sagte der Sicherheitssekretär der Stadt Buenos Aires, Marcelo D'Alessandro. Die Täter stünden in Beziehung mit einer anarchistischen Gruppe. In Buenos Aires kommen Ende des Monats die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer zum G20-Gipfel zusammen. Rund 20 000 Sicherheitskräfte sollen dabei im Einsatz sein.

+++ 4.48 Uhr: Zahl der Todesopfer durch Brände in Kalifornien steigt weiter +++

Die Großbrände in Kalifornien haben weitere Todesopfer gefordert. Beim "Camp"-Feuer im Norden des Bundesstaats stieg die Zahl der Toten auf 56, nachdem acht weitere Leichen entdeckt wurden, wie der Sheriff von Butte County, Kory Honea, mitteilte. Dies sind mehr Tote als je zuvor bei einem Feuer in dem Bundesstaat seit Beginn der Aufzeichnungen. Vom Ort Paradise blieben nur qualmende Ruinen übrig.

Im Süden Kaliforniens bei Malibu nordwestlich von Los Angeles wütet weiter das "Woolsey"-Feuer. Beide Brände haben bereits Hunderte Quadratkilometer Wald und Tausende Häuser zerstört. Im Süden belief sich die Zahl der Todesopfer bislang auf zwei. Insgesamt starben bislang also 58 Menschen durch die verheerenden Feuer.

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+++ 4.17 Uhr: Mexikos neuer Präsident will Nationalgarde in Drogenkrieg schicken +++

Mexikos künftiger Präsident Andrés Manuel López Obrador will für den Kampf gegen die mächtigen Drogenkartelle eine 50 000 Mann starke Nationalgarde ausheben. Die neue Truppe soll sich am Vorbild der spanischen Polizeieinheit Guardia Civil und der französischen Gendarmerie orientieren und von den Streitkräften ausgebildet werden. Menschenrechtler kritisieren die zunehmende Militarisierung des Kampfs gegen die Verbrechersyndikate in Mexiko. "Seid versichert, dass sie die Menschenrechte achten werden", sagte der Linkspopulist bei der Vorstellung seines Sicherheitsplans. Am 1. Dezember wird López Obrador als Staatschef vereidigt.

+++ 3.34 Uhr: Chef von Victoria's Secret räumt Posten +++

Wenige Tage nach der letzten großen Modenschau von Victoria's Secret ist der Chef der bekannten US-Dessous-Marke, Jan Singer, zurückgetreten. Das bestätigten informierte Kreise der Nachrichtenagentur AFP. Singer stand seit September 2016 an der Spitze des Unternehmens, dessen Shows mit Topmodels zu den meistgesehenen Fashion-Ereignissen der Welt zählen. Gründe für Singers Rücktritt wurden zunächst nicht bekannt. Allerdings schwächeln die Verkaufszahlen von Victoria's Secret. Außerdem löste Marketing-Direktor Ed Razek kürzlich eine Kontroverse aus, als er in einem Interview mit dem Magazin "Vogue" ausschloss, die Marke könne auf Transgender-Models oder rundliche Mannequins zurückgreifen.

+++ 3.25 Uhr: Perlen-Anhänger von Marie-Antoinette für knapp 32 Millionen Euro versteigert +++

Ein diamantbesetzter Perlen-Anhänger der französischen Königin Marie-Antoinette ist für umgerechnet knapp 32 Millionen Euro versteigert worden. Bei der Versteigerung des Auktionshauses Sotheby's in Genf erhielt ein anonymer Bieter den Zuschlag. Der Preis übertrifft den Schätzpreis um ein Vielfaches: Sotheby's hatte den Wert des Anhängers mit einer großen, birnenförmigen Perle mit zwischen ein und zwei Millionen Dollar angegeben.     Beim Verkauf von zehn Schmuckstücken der 1793 hingerichteten Königin wurden insgesamt rund 38 Millionen Euro eingenommen. Eine diamantbesetzte Brosche brachte knapp 1,6 Millionen Euro ein. Versteigert wurden auch Perlen-Ohrringe und eine Perlen-Halskette.

+++ 2.44 Uhr: CDU-Arbeitnehmer gegen Änderungen an Hartz IV +++

Der CDU-Arbeitnehmerflügel lehnt grundlegende Änderungen des Sozialsystems Hartz IV ab. "Ob Garantiesystem oder Grundeinkommen, das sind doch Quatschbegriffe. Es geht darum, dass wir die Menschen in Arbeit bringen", sagte der Chef der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Karl-Josef Laumann, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Nur so könne man Armut überwinden. Er wies auf die Koalitionspläne für einen sozialen Arbeitsmarkt hin, bei dem bezuschusste Stellen für Langzeitarbeitlose geschaffen werden sollen. "Das ermöglicht Teilhabe, nicht diese immer wiederkehrende Debatte der SPD, ihrem eigenen Kind Hartz IV einen neuen Namen zu geben."

+++ 2.13 Uhr: Bolsonaro ernennt Karrierediplomaten zu Brasiliens künftigem Außenminister +++

Brasiliens künftiger Präsident Jair Bolsonaro wird den Karrierediplomaten Ernesto Araújo zum Außenminister machen. Der 51-Jährige sei ein "brillanter Intellektueller", schrieb Bolsonaro bei Twitter. Der US-Experte Araújo verfüge über fast drei Jahrzehnte diplomatische Erfahrung.     Araújo leitet derzeit die für die USA und Kanada zuständige Abteilung im brasilianischen Außenministerium. Im Wahlkampf zählte er zu den Unterstützern des Rechtspopulisten Bolsonaro. Medienberichten zufolge beschimpfte er Mitglieder der linken Arbeiterpartei in einem Blog als "Terroristen".

Jair Bolsonaro : Das sind die politisch inkorrektesten Zitate des neuen brasilianischen Präsidenten

+++ 1.53 Uhr: Buffett steigt bei JPMorgan ein - Aktien für vier Milliarden Dollar +++

Staranleger Warren Buffett ist mit seiner Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway in großem Stil bei der größten US-Bank JPMorgan Chase eingestiegen. Im dritten Quartal kaufte die Investment-Holding des 88-jährigen Börsengurus mehr als 35 Millionen Aktien des Geldhauses und baute so eine Beteiligung im Wert von rund vier Milliarden Dollar (rd 3,55 Mrd Euro) auf. Das geht aus einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervor. 

Buffett setzt ohnehin stark auf US-Banken und Finanzdienstleister: Auch der Anteil an der Bank of America wuchs im vergangenen Quartal kräftig, zudem stockte Berkshire Hathaway etwa bei Goldman Sachs, US Bancorp sowie Bank of New York Mellon auf und stieg bei PNC Financial Services ein. Großaktionär Buffett und JPMorgan-Chef Jamie Dimon sind seit langem befreundet, zudem betreiben ihre Unternehmen zusammen mit Amazon ein Gemeinschaftsprojekt in der Krankenversicherung.

+++ 0.25 Uhr: Trump unterstützt Pläne für Strafrechts- und Gefängnisreform +++

US-Präsident Donald Trump unterstützt Reformpläne aus dem US-Kongress, das Strafmaß für bestimmte kleinere Delikte zu reduzieren und die Resozialisierung von entlassenen Häftlingen zu verbessern. Das verkündete Trump in Washington. Das überparteiliche Vorhaben werde für mehr Sicherheit sorgen und gebe früheren Häftlingen eine zweite Chance im Leben, sagte Trump. "Das ist ein großer Durchbruch für viele Menschen." Es gebe viel Unterstützung für das Vorhaben, auch und gerade bei Vertretern der Strafverfolgungsbehörden.

vit / sos / wue / fs / DPA / AFP