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News des Tages: Mali: Zwei tote Bundeswehrsoldaten bei Hubschrauber-Absturz

Abschaffung von "Obamacare" scheitert erneut +++ EU-Kommission droht Polen mit Stimmrechtsentzug +++ Neue Details zu Motorsägen-Mann aus Schaffhausen +++ Großbritannien will Diesel- und Benzinautos verbieten +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Ein Kampfhubschrauber Tiger der Bundeswehr (Archivbild)

Ein Kampfhubschrauber Tiger der Bundeswehr (Archivbild)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:  

+++ 22.33 Uhr: Abschaffung von "Obamacare" scheitert erneut +++

Im US-Senat ist der nächste Anlauf für die Abschaffung der Krankenversicherung "Obamacare" gescheitert. Mit 55 zu 45 Stimmen lehnte die Kammer einen Entwurf ab, der große Teile von "Obamacare" beseitigt hätte. Neben allen 48 Demokraten stimmten auch sieben Republikaner dagegen. Am Dienstag hatte der Senat den Weg für die Abstimmung über die Abschaffung und eine neue Gesetzgebung freigemacht. Danach scheiterte die Kammer, in der die Republikaner die Mehrheit haben, noch in der Nacht mit einem ersten Anlauf. Weitere Abstimmungen sind in den nächsten Tagen zu erwarten.

Neuer US-Gesetzentwurf: "Obamacare": Das ändert sich, wenn es verschwindet


+++ 22.10 Uhr: Mali: Zwei Tote Bundeswehrsoldaten bei Hubschrauber-Absturz +++

Bei dem Absturz des "Tiger"-Kampfhubschraubers in Mali sind zwei deutsche Soldaten ums Leben gekommen. Das bestätigte die Bundeswehr am Abend.

Um wen es sich bei den Toten handelt, ist noch nicht bekannt. Auch zur Absturzursache gibt es noch keine Angaben. Der Helikopter war im Rahmen der UN-Friedensmission in dem afrikanischen Land eingesetzt.

+++ 22.04 Uhr: Rathaus von Dillingen ausgebrannt +++

Bei einem Großbrand ist das historische Rathaus im schwäbischen Dillingen an der Donau weitgehend ausgebrannt. Das etwa 500 Jahre alte Gebäude stand lichterloh in Flammen. Nach etwa zwei Stunden hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle. Verletzte gab es nicht.

Die Ursache des Feuers war zunächst völlig unklar. "Die Kripo ist vor Ort, kann aber noch nicht ins Rathaus hinein", erklärte der Polizeisprecher. Die Ermittler müssen herausfinden, ob vielleicht jüngste Bauarbeiten für den Brand verantwortlich sind. Teilweise war das Gebäude noch eingerüstet, als das Feuer entstand.

+++ 21.31 Uhr: Frau bringt an Bord von Lufthansa-Jet Kind zur Welt +++

Eine Frau hat während eines Transatlantik-Flugs einen Jungen zur Welt gebracht. Mutter und Kind seien wohlauf, teilte die Fluggesellschaft Lufthansa mit. Das Baby wurde während eines Flugs von der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá nach Frankfurt am Main geboren. Medienberichten zufolge waren drei Ärzte an Bord der Maschine, die bei der Entbindung halfen. Die Piloten des Airbus A340 legten nach der Geburt eine Zwischenlandung im englischen Manchester ein.

+++ 21.09 Uhr: Brief eines Neunjährigen wird im Weißen Haus verlesen +++

Auch in politisch bereits ungewöhnlichen Zeiten geht es in Washington immer noch etwas ungewöhnlicher. Statt mit drängenden Themen wie dem Streit über die Krankenversicherung, dem Konflikt mit Nordkorea oder dem Bann von Transgendern aus dem US-Militär begann das tägliche Briefing des Weißen Hauses am Mittwoch mit der Verlesung des Briefes eines Neunjährigen.

Sarah Huckabee Sanders, Donald Trumps neue Sprecherin, zitierte aus dem Brief eines Jungen namens Dylan. Dylan liebe Trump und wolle dessen Freund sein. Er habe eine Trump-Motto-Geburtstagsparty gefeiert und verstehe überhaupt nicht, warum viele Leuten den Präsidenten nicht leiden könnten.

Sanders sagte, so etwas wie das Verlesen solcher Briefe solle nun Standard für die Briefings werden.

+++ 20.39 Uhr: Rihanna wirbt bei Macron für Bildungsinvestitionen +++

R&B-Sängerin Rihanna hat bei Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron für Bildungsinvestitionen in Entwicklungsländern geworben. Sie ist Botschafterin für die Organisation "Global Partnership for Education" ("Weltweite Bildungspartnerschaft") und hatte sich mit ihrem Anliegen via Twitter auch an Macron gewandt. Auf Bildern war Rihanna mit dunkler Jacke gemeinsam mit Macrons Frau und "Première Dame" Brigitte Macron auf den Stufen des Élyséepalasts zu sehen.


+++ 20.23 Uhr: Tausende erweisen achtjährigem Opfer des Anschlags von Manchester letzte Ehre +++

Abschied von der achtjährigen Saffie Rose Roussos: Hunderte Trauernde haben dem jüngsten Opfer des Attentats von Manchester die letzte Ehre erwiesen. Bei dem Begräbnis waren neben ihren Eltern auch Manchesters Bürgermeister Andy Burnham und Polizeichef Ian Hopkins anwesend. Sie alle trugen während des Trauerakts in der Kathedrale von Manchester eine Rose bei sich.
Ein Selbstmordattentäter hatte bei einem Konzert von US-Sängerin Ariana Grande in der Stadt am 22. Mai 22 Menschen getötet - sieben der Opfer waren unter 18 Jahren alt. Lisa Roussos, die Mutter des achtjährigen Opfers, wurde bei dem Anschlag selbst schwer verletzt. Bei der Trauerzeremonie für ihre Tochter war ihr Arm noch im Gips. In Tarleton, wo die Achtjährige zur Schule ging, waren die Straßen mit rosafarbenen Bändern dekoriert.


+++ 19.48 Uhr: Erste Hinrichtung in Ohio seit 2014 +++

Im US-Bundesstaat Ohio ist erstmals seit mehr als drei Jahren ein Todesurteil vollstreckt worden. Der wegen Kindesmordes und Vergewaltigung verurteilte Ronald Phillips wurde mit einer Giftspritze hingerichtet, wie die Strafvollzugsbehörde mitteilte. In dem Bundesstaat waren Hinrichtungen nach dem quälend langen Todeskampf des Häftlings Dennis McGuire Anfang 2014 ausgesetzt worden. Der damals verwendete Giftmix enthielt das umstrittene Betäubungsmittel Midazolam, das laut Kritikern nicht stark genug ist, um starke Schmerzen der Todeskandidaten zu vermeiden. Auch bei der Hinrichtung des 43-jährigen Phillips kam Midazolam zum Einsatz, allerdings in deutlich höherer Dosis. Zeugen zufolge verlief die Exekution ohne Zwischenfälle.

+++ 19.44 Uhr: Slowakei will keine EU-Flüchtlingsquoten akzeptieren +++

Die Slowakei will im Rechtsstreit um die Umverteilung von Flüchtlingen in der EU nicht nachgeben. Regierungschef Robert Fico werde "verpflichtende Quoten niemals akzeptieren", teilte das Regierungsamt in Bratislava schriftlich mit. Innenminister Robert Kalinak stieß auf seiner Facebookseite ins selbe Horn: "Die Slowakei war immer und wird immer gegen Quoten sein", sagte er in einer Videobotschaft.

+++ 19.35 Uhr: Nächste große Airline stellt Venezuela-Flüge ein +++

Die Fluggesellschaft Avianca hat als weitere große Airline die Flüge in das von heftigen politischen Unruhen erschütterte Venezuela eingestellt. Wie Avianca in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá mitteilte, werden die Verbindungen von Bogotá und der peruanischen Hauptstadt Lima nach Caracas und zurück am 16. August wegen Sicherheitsbedenken eingestellt. Seit über 60 Jahren fliegt Avianca nach Venezuela. Bereits gekaufte Tickets, für die Zeit nach dem 16. August würden erstattet, so Avianca. 

+++ 18.49 Uhr: Baby Charlie soll in einem Hospiz sterben +++

Das todkranke britische Baby Charlie Gard soll in einem Hospiz für Kinder sterben. Darauf einigten sich britischen Medien zufolge Eltern und Ärzte des elf Monate alten Jungen vor Gericht. Charlies Eltern hatten gefordert, den Jungen zum Sterben mit nach Hause nehmen zu dürfen. Sie stießen dabei auf den Widerstand der Ärzte im Great-Ormond-Street-Krankenhaus, wo Charlie behandelt wird. Die Ärzte bezweifelten, dass Charlie im Haus seiner Eltern angemessen versorgt werden kann.

+++ 18.33 Uhr: Ermittlungen gegen JVA-Mitarbeiter zum Al-Bakr-Suizid eingestellt +++

Die nach dem Suizid des terrorverdächtigen Dschaber al-Bakr in der JVA Leipzig eingeleiteten Ermittlungen gegen Gefängnismitarbeiter sind eingestellt worden. Einen entsprechenden Bericht von Focus Online bestätigte der Anwalt des Syrers, Alexander Hübner. Die Verfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung gegen den stellvertretenden Anstaltsleiter und die Gefängnispsychologin seien bereits Anfang Juni mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt worden. Die Staatsanwaltschaft Leipzig war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Laut Focus Online hat sie für Donnerstag eine Mitteilung angekündigt.

+++ 17.15 Uhr: Bundeswehr-Hubschrauber über Mali abgestürzt +++

Ein Hubschrauber der Bundeswehr mit zwei deutschen Piloten ist in Mali abgestürzt. Das bestätigte der Sprecher der UN-Friedensmission in Mali, Ahmad Makaila, der Deutschen Presse-Agentur. Nähere Angaben zu möglichen Todesopfern oder zur Unfallursache waren zunächst nicht bekannt. 

+++ 16.49 Uhr: Frau bringt auf Flug Jungen zur Welt +++

Eine Frau hat auf dem Flug LH543 zwischen der kolumbianischen Hauptstadt Bogota und Frankfurt am Main einen Jungen zur Welt gebracht. Dies sagte eine Sprecherin der Fluglinie am Mittwoch. Das Flugzeug legte nach der Geburt eine Zwischenlandung im britischen Manchester ein. Kind und Mutter gehe es gut, sie seien in ein Krankenhaus gebracht worden. "Ein Flugzeug ist nicht der Ort, wo man sein Kind zur Welt bringen möchten", sagte die Sprecherin.

An Bord der Maschine halfen drei Ärzte der Frau bei der Entbindung. Der Kapitän entschied sich daraufhin für eine sogenannte Sicherheitslandung. Eine Geburt im Flugzeug komme "sehr selten vor", berichtete die Sprecherin. Es seien elf Geburten während eines Lufthansa-Fluges bekannte, sagte sie nach ersten Nachforschungen. Schwangeren ist es bis zum Ende der 36. Schwangerschaftswoche erlaubt, einen Flug bei der Gesellschaft anzutreten. "Die Frau war in der Lage zu fliegen". In der Geburtsurkunde werden vermutlich Koordinaten als Geburtsort vermerkt - die Frau brachte das Kind über dem Atlantik zur Welt.

+++ 16.01 Uhr: Millionenstrafe für französischen TV-Sender wegen schwulenfeindlicher Scherze +++

Wegen schwulenfeindlicher Scherze eines umstrittenen Fernsehmoderators ist ein französischer Sender zu drei Millionen Euro Geldstrafe verurteilt worden. Der Moderator Cyril Hanouna habe in einer Sendung "zahlreiche Klischees" und Stereotype über Homosexuelle verbreitet, erklärte die französische Rundfunkaufsicht am Mittwoch in Paris. Der Privatsender C8 habe damit gegen den Respekt vor dem Privatleben und die Verpflichtung verstoßen, Diskriminierungen zu bekämpfen. Hanouna hatte in einer Sendung im Mai in Telefonaten Homosexuelle vorgeführt, die auf eine gefälschte Anzeige in einer Online-Partnerbörse reagierten. Bei der französischen Rundfunkaufsicht gingen daraufhin fast 40.000 Beschwerden ein - ein Rekord.

+++ 15.34 Uhr: Drei Feuerwehrleute im Hochwassereinsatz bei Verkehrsunfall verletzt +++

Drei Feuerwehrmänner sind im Hochwassereinsatz bei einem Verkehrsunfall in Niedersachsen verletzt worden, zwei von ihnen schwer. Das Einsatzfahrzeug der Feuerwehr war nach Polizeiangaben am Mittwoch mit Blaulicht und Martinshorn zu einem Einsatz in Wolstorf bei Helmstedt unterwegs. Aus bislang ungeklärter Ursache geriet das Fahrzeug plötzlich auf den unbefestigten Seitenstreifen, der wegen der Regenfälle stark aufgeweicht war. Der 55-jährige Fahrer verlor dabei auf der Landesstraße 641 die Kontrolle über das Fahrzeug, fuhr etwa 70 Meter über den Seitenstreifen und prallte schließlich gegen einen Baum. Durch den Aufprall wurden der Fahrzeugführer, der 23 Jahre alte Beifahrer schwer und ein weiterer 24-jähriger Feuerwehrmann in dem Fahrzeug leicht verletzt. Alle wurden ins Krankenhaus gebracht.

+++ 15.25 Uhr: Talsperre oberhalb von Wernigerode läuft voraussichtlich über +++

Wegen der starken Regenfälle droht die Zillierbachtalsperre oberhalb von Wernigerode im Harz überzulaufen.
"Wir rechnen damit, dass es am späten Nachmittag oder am Abend passiert", sagte Maren Dietze, Leiterin Betrieb des Talsperrenbetriebs Sachsen-Anhalt, am Mittwochnachmittag in Blankenburg. Die Talsperre habe in den vergangenen Tagen schon eine ganze Menge Wasser zurückgehalten und werde nun wie eine volle Badewanne überlaufen. Andere Möglichkeiten gebe es nicht. Zuvor hatte Radio SAW darüber berichtet. Wie groß das Ausmaß am Ende sei, hänge auch vom Zulauf ab. Sturzbachähnlich werde es aber nicht. Laut Talsperrenbetrieb fasst die Zillierbachtalsperre 2,83 Millionen Kubikmeter Wasser.

+++ 15.07 Uhr: Nach G20-Krawallen: 49 Ermittlungsverfahren gegen Polizisten +++

Mehr als zwei Wochen nach den gewalttätigen Auseinandersetzungen rund um den G20-Gipfel in Hamburg ist die Zahl der Ermittlungen gegen Polizisten gestiegen. Am Dienstagnachmittag gab es beim Dezernat Interne Ermittlungen 49 Verfahren, wie eine Sprecherin der Hamburger Innenbehörde sagte. Zuletzt waren 35 Verfahren bekannt.

In 41 Fällen lautet der Vorwurf demnach Körperverletzung im Amt. Es geht zudem um Nötigung, sexuelle Belästigung, Beleidigung oder die Verletzung des Dienstgeheimnisses. In einem Fall handelt es sich um Vorermittlungen. Grundlage können der Behörde zufolge nicht nur Strafanzeigen, sondern auch Hinweise auf Internetseiten sein, die kritisch über Polizeieinsätze berichten. 

+++ 14.52 Uhr: 17 Mitglieder derselben Familie kommen bei Überschwemmungen in Indien ums Leben +++

Ihre Leichen seien am Mittwoch aus dem Schlamm in einem Dorf in der westlichen Provinz Gujarat geborgen worden, sagte ein Polizeivertreter. In der Nacht hatten die Rettungskräfte mindestens zwölf weitere Tote gefunden, wie die Katastrophenschutzbehörde von Gujarat mitteilte. Damit stieg die Zahl der Todesopfer infolge heftiger Monsunregen auf mehr als 110. Mehr als 36.000 Menschen mussten den Behörden zufolge in der Region in Sicherheit gebracht werden. Rettungskräfte versuchten, weiterhin von den Wassern eingeschlossene Menschen mit Booten und Hubschraubern zu erreichen. Auch der Nordosten des Landes war von starken Regenfällen betroffen: Allein in der Provinz Assam kamen bislang mindestens 75 Menschen ums Leben.

+++ 14.44 Uhr: Djokovic beendet Tennis-Jahr wegen Ellbogenverletzung vorzeitig +++

Der ehemalige Tennis-Weltranglisten-Erste Novak Djokovic hat seine Saison wegen einer Verletzung am rechten Ellbogen vorzeitig beendet. Dies teilte der 30 Jahre alte Serbe in Belgrad mit. Djokovic hatte wegen der Beschwerden zuletzt im Viertelfinale von Wimbledon gegen den Tschechen Tomas Berdych aufgeben müssen. Der bis Ende des vorigen Jahres von Boris Becker trainierte Djokovic will nun eine längere Pause einlegen und wird damit auch die US Open verpassen. Das letzte Grand-Slam-Turnier der Saison, bei dem Djokovic 2011 und 2015 den Titel holte, findet vom 28. August bis zum 10. September in New York statt. 

+++ 14.37 Uhr: Polens Regierung wirft EU im Streit über Justizreform "Erpressung" vor +++

Die polnische Regierung hat die Drohung der EU-Kommission, angesichts der geplanten Justizreform in Polen ein Verfahren zum Stimmrechtsentzug einzuleiten, mit scharfen Worten zurückgewiesen. "Wir werden keine Erpressung von Seiten von EU-Funktionären akzeptieren", sagte Regierungssprecher Rafal Bochenek der polnischen Nachrichtenagentur PAP. Alle von der polnischen Regierung angestrebten Änderungen stünden im Einklang "mit der Verfassung und demokratischen Regeln", sagte Bochenek.

Wegen der umstrittenen Reform des Obersten Gerichtshofs in Polen hatte die EU-Kommission der Regierung in Warschau zuvor mit der Einleitung eines Verfahrens zum Stimmrechtsentzug auf europäischer Ebene gedroht. Die Behörde werde das Verfahren nach Artikel 7 EU-Vertrag "sofort" auslösen, wenn die Regierung tatsächlich Richter des Gerichtshofs in den Ruhestand zwinge, sagte Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans.

+++ 14.35 Uhr: Spaniens Fußballverband benennt Nachfolger für Villar Llona +++

Nach der vorläufigen Suspendierung seines Präsidenten Ángel María Villar Llona hat der spanische Fußballverband Juan Luis Larrea als Vertreter bestimmt. Die oberste Sportbehörde (CSD) hatte am Dienstagabend nach einer Sitzung bekanntgegeben, dass Villar für ein Jahr suspendiert wird. Er war zuvor unter Korruptionsverdacht festgenommen worden.

+++ 14.33 Uhr: Niederlande: Tod von drei Deutschen durch Wartungsmängel am Segler +++

Grobe Wartungsmängel auf einem niederländischen Segelschiff waren nach einem Untersuchungsbericht die Ursache für einen tödlichen Unfall von drei deutschen Männern im August 2016. Bei dem Unglück bei Harlingen im Nordwesten der Niederlande war plötzlich ein Mast des Zweimastseglers "Amicitia" aus dem Jahr 1898 abgebrochen und hatte die drei Männer einer deutschen Familie erschlagen. Die Opfer kamen damaligen Angaben zufolge aus der Nähe von Worms, Saarbrücken und Würzburg.

Nach der in Den Haag vorgelegten technischen Untersuchung war der Mast von innen verrottet. "Sowohl der Schiffer, sein Wartungspersonal als auch die Testinstanzen hatten nicht gesehen, dass vier Jahre lang Wasser in den Mast eindrang und er von innen verrottete", heißt es in dem Bericht des nationalen Untersuchungsrates für Sicherheitsfragen.

+++ 14.21 Uhr: Fünfeinhalb Jahre Haft für Islamistenführer Sven Lau +++

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat am Mittwoch den bundesweit bekannten Salafistenprediger Sven Lau zu einer Haftstrafe von fünfeinhalb Jahren verurteilt. Der 36-Jährige musste sich in dem Prozess wegen Unterstützung der als Terrorvereinigung eingestuften islamistischen Gruppierung Jamwa in Syrien verantworten. Die Bundesanwaltschaft hatte sechseinhalb Jahre Haft für Lau gefordert.

+++ 13.43 Uhr: Rachevergewaltigung in Pakistan - 20 Männer verhaftet +++

Weil sie aus Rache ein 17-jähriges Mädchen vergewaltigen ließen, sind in Pakistan 20 Männer festgenommen worden. Sie seien Mitglieder eines Dorfrates, sagte am Mittwoch ein Polizist aus der ostpakistanischen Stadt Multan, Muhammad Saleem Niazi. Die Ratsmitglieder hätten die Tat angeordnet, nachdem ein Mann aus dem Dorf vor mehreren Tagen ein anderes junges Mädchen vergewaltigt hatte. Medien berichteten, es sei 13 Jahre alt. Am Dienstag durfte dann der Bruder des Opfers mit Erlaubnis des Dorfrates die Schwester des Täters vergewaltigen. Er sei auf der Flucht. Man suche nach ihm, sagte Niazi.

+++ 13.36 Uhr: Ex-Banker soll für Prostituierten-Mord für 18 Jahre hinter Gitter +++

Für den Mord an einer Prostituierten soll ein 49-jähriger Schweizer Ex-Banker nach dem Willen der Staatsanwaltschaft für 18 Jahre hinter Gitter. Der Mann habe sein Opfer in einem Hotelzimmer erstickt, es danach in einen Koffer gelegt und diesen im Weinkeller seines Hauses am Zürichsee verstaut. Der 49-Jährige bestritt am Mittwoch vor dem Gericht in Zürich eine Tötungsabsicht. Die Prostituierte habe ihn geliebt und bei ihm einziehen wollen. Weil er sich für seine Partnerin entschieden habe, sei es zum tödlichen Streit gekommen. Dagegen meinte der Staatsanwalt, mit der Tat habe der Ex-Banker sich die Erkenntnis ersparen wollen, dass nur sein Geld der Grund für die Beziehung war. Der Mann war käuflichen Frauen sehr zugetan: Er gab laut Anklage 25 000 Franken (22 600 Euro) pro Monat größtenteils in Bordellen aus.
Das Urteil wird für Donnerstag erwartet.

+++ 13.34 Uhr: Nico Rosberg plant kleines Studium in Stanford +++

Der deutsche Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg (32) steuert nach dem Rücktritt vom Profisport auf ein Wirtschaftsstudium in Kalifornien zu. "Nächstes Jahr möchte ich an der Stanford Business School in einem Kompaktkurs studieren", sagte er dem Magazin "Gala". "Ich habe den Campus besucht, ein Wirtschaftsprofessor hat mich herumgeführt. Der Oberhammer, welche Brains dort studiert haben." Gerade war er demnach im sogenannten Silicon Valley bei San Francisco, dem wohl bedeutendsten Zentrum der globalen IT- und High-Tech-Industrie. "Diese Reise stand schon immer auf meiner Bucket List." Beeindruckt habe ihn, dass die Unternehmer dort "furchtlos" seien: "Keiner von ihnen hat Angst vorm Scheitern oder Versagen. In unserer Kultur empfinde ich das gänzlich anders."

Nico Rosbergs Rücktrittserklärung im Video

+++ 13.25 Uhr: Prozess wegen Entlassung einer Lehrerin endet mit Vergleich +++

Im Prozess um die Entlassung einer Lehrerin unter anderem wegen einer Tafel Schokolade haben beide Seiten einem Vergleich zugestimmt. Demnach wird die fristlose Kündigung der 64-Jährigen in eine Abmahnung umgewandelt, das Arbeitsverhältnis aber fortgesetzt. Das entschieden beide Parteien am Mittwoch vor dem Arbeitsgericht in Heidelberg. Der Arbeitgeber, eine Hilfseinrichtung auch für behinderte Kinder, hatte der Frau nach mehr als 30 Arbeitsjahren fristlos gekündigt - unter anderem wegen des Vorwurfs, Schokolade einer Kollegin gegessen zu haben. Die Frau wies die Anschuldigungen des wiederholten Diebstahls und der Verstöße gegen die Hausordnung zurück.

+++ 13.17 Uhr: Prozess gegen mutmaßlichen IRA-Attentäter startet mit Geständnis +++

Zum Auftakt des Prozesses gegen einen mutmaßlichen Attentäter der Untergrundorganisation IRA hat der Angeklagte ein Geständnis abgelegt. Über seinen Rechtsanwalt ließ der 48-Jährige am Mittwoch im Landgericht Osnabrück eine Erklärung verlesen, in der er die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft einräumt. Er sei am 28. Juni 1996 an einer Mörserattacke auf die britischen "Quebec-Barracks" im Osnabrücker Stadtteil Eversburg beteiligt gewesen und habe die Vorrichtung zum Abschuss der Mörser auf einen Pritschenwagen montiert. Es sei aber nicht vornehmlich die Absicht gewesen, möglichst viele britische Soldaten zu töten, sondern ihnen zu zeigen, dass sie auch außerhalb Großbritanniens und Irlands keinen sicheren Rückzugsraum hatten, erklärte der wegen versuchten Mordes angeklagte Mann. Von terroristischen und gewalttätigen Mitteln der politischen Auseinandersetzung habe er inzwischen Abstand genommen. Mögliche Mittäter nannte er nicht.

+++ 12.46 Uhr: Regierung: Flüchtlingsandrang in Deutschland so hoch wie in Italien +++

Deutschland nimmt nach Aussage der Bundesregierung derzeit genauso viele Flüchtlinge auf wie Italien, das im Fokus der politischen Debatte steht. "Bei aller Dynamik, die wir feststellen auf der sogenannten zentralmediterranen Route, wenn man die Zahlen sich anschaut, dann ist Italien derzeit konfrontiert ungefähr mit der gleichen Zahl von ankommenden Flüchtlingen im laufenden Jahr wie Deutschland", sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin. Eine konkrete Zahl nannte er dabei nicht.

Verglichen mit dem Andrang auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise 2015 in Deutschland sei "das, was derzeit in Italien passiert, jedenfalls doch weit dahinter zurückliegend". "Das soll das nicht verharmlosen, soll aber dennoch ein Stück weit ein etwas realistischeres Bild malen, wenn man jetzt die aktuellen Diskussionen verfolgt." In diesem Jahr kamen bereits mehr als 93 300 Migranten an italienischen Häfen an. 

+++ 12.40 Uhr: Landkreis Goslar ruft wegen Hochwassers Katastrophenalarm aus +++

Wegen Dauerregens und Überflutungen hat der Landkreis Goslar am Mittwoch Katastrophenalarm ausgerufen. Damit übernehme der Katastrophenschutzstab des Kreises die Einsatzleitung im Hochwassergebiet, teilte der Landkreis mit.

+++ 12.33 Uhr: EU-Kommission droht Polen mit Start von Verfahren zum Stimmrechtsentzug +++

Wegen der umstrittenen Reform des Obersten Gerichtshofs droht die EU-Kommission Polen mit der Einleitung eines Verfahrens zum Stimmrechtsentzug auf europäischer Ebene. Die Behörde werde das Verfahren nach Artikel 7 EU-Vertrag "sofort" auslösen", wenn die Regierung tatsächlich Richter des Gerichtshofs in den Ruhestand zwinge, sagte Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans in Brüssel. Er kündigte gleichzeitig ein Vertragsverletzungsverfahren an, sobald das verabschiedete Gesetz zur Neuordnung der normalen Gerichte in Polen veröffentlicht werde.

+++ 12.25 Uhr: Aktivisten: Neue Kämpfe bei Damaskus trotz Waffenruhe +++

Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, gab es in der Nacht in der Region Ost-Ghuta, wo eigentlich seit Samstag eine Waffenruhe gilt, Zusammenstöße zwischen Regierungstruppen und der Rebellengruppe Fajlak al-Rahman. Zudem habe die Luftwaffe am Morgen Angriffe geflogen.

Die regierungsnahe Zeitung "Al-Watan" hatte am Montag berichtet, Fajlak al-Rahman sei von der Waffenruhe ausgenommen, weil sie mit dem früheren Al-Kaida-Ableger Fateh-al-Scham-Front verbündet sei. Laut den für Medien nur schwer überprüfbaren Angaben der Beobachtungsstelle gab es auch in anderen Orten der Region Ost-Ghuta Luftangriffe. Die oppositionsnahe Organisation in Großbritannien, die ihre Informationen von Ärzten und Aktivisten vor Ort bezieht, hatte bereits in den vergangenen zwei Tagen Luftangriffe in der Stadt Arbin in Ost-Ghuta gemeldet, bei denen zwölf Zivilisten getötet worden seien. Laut der Beobachtungsstelle bedeuten die Luftangriffe eine Verletzung der Waffenruhe

+++ 12.20 Uhr: Merkel bekräftigt Solidarität mit Italien in Flüchtlingspolitik +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Italien erneut Solidarität in der Flüchtlingspolitik zugesagt - einen Tag vor einer Reise von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz nach Rom. In einem Telefonat versicherte Merkel Ministerpräsident Paolo Gentiloni Deutschlands Unterstützung angesichts der vielen über das Mittelmeer ankommenden Flüchtlinge, wie Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer in Berlin mitteilte. Unter anderem habe die Kanzlerin Pläne zur Stärkung libyscher Kommunen hervorgehoben, um dem Geschäft von Schleppern in dem nordafrikanischen Land entgegenzutreten.

Merkel wolle sich in diesem Zusammenhang im August voraussichtlich auch mit dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR beraten, sagte Demmer. Die Kanzlerin und Gentiloni begrüßten demnach auch die vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron vermittelten Vereinbarungen wichtiger Gegenspieler im libyschen Bürgerkrieg zur Stabilisierung des Landes. 

+++ 11.54 Uhr: Wut auf den Ex: Frau in Japan soll 54 Geigen zerstört haben +++

Aus Wut über ihren Ex-Mann hat eine Frau in Japan offenbar 54 wertvolle Geigen aus dessen Sammlung zerstört. Die 34-Jährige wurde unter dem Vorwurf festgenommen, 54 Violinen sowie 70 Geigenbögen im Gesamtwert von 105,9 Millionen Yen (etwa 800.000 Euro) geschrottet zu haben, sagte ein Polizeisprecher der zentralen Präfektur Aichi. Die Frau werde verdächtigt, Anfang 2014 in das Haus ihres Ex-Partners eingebrochen zu sein, sagte der Sprecher weiter. Laut Medienberichten befanden sich die beiden damals im Scheidungsprozess, der im vergangenen Jahr abgeschlossen wurde. Die Geigen wurden demnach von dem 62-jährigen Mann gebaut oder gesammelt. Der Norweger verlange eine Entschädigung.  

+++ 11.52 Uhr: Kinder aus Deutschland bei Sommerlager in Ukraine vergiftet +++

Wegen einer Lebensmittelvergiftung sind Dutzende Kinder eines ukrainisch-deutsch-polnischen Sommerlagers in den ukrainischen Karpaten in ein Krankenhaus gebracht worden. 34 Teilnehmer, darunter 14 Deutsche und 11 Polen, mussten medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, teilte die Gebietsverwaltung Iwano-Frankiwsk mit. Insgesamt nahmen 152 Menschen an dem Ferienlager teil. Nach der Ursache werde noch gesucht, hieß es. Der Besitzer des Touristenkomplexes, Dmitri Dimidjuk, vermutete im TV-Sender 112 einen Backwettbewerb als Auslöser. Nähere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. Wie die "Ostthüringer Zeitung"
berichtete, sollen Kinder aus Thüringen und Nordrhein-Westfalen unter den Kranken sein.

+++ 11.45 Uhr: Bericht: Polens Präsident Duda stand unter Druck +++

Der polnische Präsident Andrzej Duda hat einem Bericht zufolge unter erheblichem Druck gestanden, die beiden kontroversen Gesetze über das Oberste Gericht und den Landesrichterrat doch noch zu unterzeichnen. Unmittelbar nachdem Duda am Montag im Fernsehen sein Veto angekündigt hatte, hätten ihn Regierungschefin Beata Szydlo und die Vorsitzenden beider Parlamentskammern aufgesucht, berichtete die polnische Ausgabe des Nachrichtenmagazins "Newsweek" am Mittwoch.

"Jarek (PiS-Chef Jaroslaw Kaczynski) gibt dir eine Stunde, um deine Entscheidung zu ändern", sagte demnach Sejmmarschall Marek Kuchcinski. Alle drei Besucher bei Duda gehören der nationalkonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) an. Formal war zu diesem Zeitpunkt ein Rückzieher noch möglich, weil Duda die Gesetze noch nicht zurück in den Sejm, das Unterhaus des Parlaments, geschickt hatte. Es hätte indes einen erheblichen Gesichtsverlust bedeutet.

+++ 11.10 Uhr: Polizei: Zwei Mafia-Bosse in Italien festgenommen +++

Die italienische Polizei hat im Süden des Landes zwei mutmaßliche Mafia-Bosse festgenommen. Die Männer gelten als Drahtzieher von Attentaten zur Destabilisierung des italienischen Staates in den 90er Jahren, bei denen die kalabrische Mafia 'Ndrangheta und die sizilianische Cosa Nostra zusammenarbeiteten, wie die Polizei twitterte. Bei insgesamt drei Attentaten 1993 und 1994 auf Carabinieri in Reggio Calabria starben laut Nachrichtenagentur Ansa zwei Beamte, weitere wurden verletzt.

Die beiden Festgenommenen sollen entscheidend für die Allianz zwischen der 'Ndrangheta und Cosa Nostra gewesen sein. Einer der beiden Männer, ein 77-Jähriger, wurde laut "La Repubblica" am Mittwochmorgen in seinem Zuhause festgenommen. Bei dem anderen handelt es sich demnach um einen Vertrauten des einst meist gefürchteten Mafia-Bosses Italiens, Salvatore "Totò" Riina. 

+++ 10.56 Uhr: Weiter schwere Vorwürfe gegen Zschäpe im NSU-Prozess +++

Die Bundesanwaltschaft hat auch am zweiten Tag ihres Plädoyers im NSU-Prozess schwere Vorwürfe gegen die Hauptangeklagte Beate Zschäpe erhoben. Zschäpe spielte demnach bei der Tarnung des "Nationalsozialistischen Untergrunds" eine zentrale Rolle. Ihr sei es stets darum gegangen, ihre beiden Freunde Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt "sorgfältigst abzusichern", sagte Oberstaatsanwältin Anette Greger vor dem Münchner Oberlandesgericht. Sogar untereinander hätten sich die drei mit ihren Tarnnamen angeredet.

+++ 10.29 Uhr: 26 afghanische Soldaten bei Taliban-Angriff auf Armeestützpunkt getötet +++

Bei einem Angriff der radikalislamischen Taliban auf einen afghanischen Armeestützpunkt sind nach Regierungsangaben mindestens 26 Soldaten getötet und 13 weitere verletzt worden. Die Soldaten hätten Widerstand geleistet und mehr als 80 Aufständische getötet, sagte ein Sprecher des afghanischen Verteidigungsministeriums. Die Gefechte ereigneten sich demnach in der Nacht zum Mittwoch im Bezirk Chakres in der Provinz Kandahar. 

+++ 10.23 Uhr: Antiterroreinsatz: Polizei durchsucht Objekte in Güstrow +++

Die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern hat bei einem Antiterroreinsatz in Güstrow mehrere Objekte durchsucht. Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft bestätigte den Einsatz, gab aber zunächst mit Blick auf den laufenden Einsatz keine weiteren Informationen. Bisher unbestätigten Medienberichten zufolge soll sich die Aktion gegen Islamisten richten. Danach gab es mehrere Festnahmen. Zuvor hatte der Radiosender "Ostseewelle" berichtet.

+++ 10.21 Uhr: EuGH-Anwalt fordert Flüchtlingsaufnahme auch von Ungarn und die Slowakei +++

Auch Ungarn und die Slowakei müssen sich nach Ansicht des Generalanwalts am Europäischen Gerichtshof (EuGH) an der Verteilung von Flüchtlingen in der EU beteiligen. Dies geht aus den Schlussanträgen des Generalanwalts Yves Bot hervor, die in Luxemburg vorgelegt wurden. Bot empfahl, die Klagen der Slowakei und Ungarns gegen den entsprechenden EU-Beschluss abzuweisen, weil das Abkommen "wirksam und in verhältnismäßiger Weise" dazu beitrage, dass Griechenland und Italien die Folgen der Flüchtlingskrise von 2015 bewältigen können.

+++ 10.20 Uhr: Duterte wegen Bombendrohung gegen Schulen in Kritik +++

Der seit einem Jahr regierende Staatschef der Philippinen, Rodrigo Duterte, warf einer Gruppe von Ureinwohnern im Süden des Landes vor, in ihren Schulen kommunistische Propaganda zu lehren. Wörtlich sagte er am Montag an die Adresse des Lumad-Volkes: "Ich werde Eure Schulen bombardieren. Ich werde bomben lassen, weil Ihr illegal arbeitet und den Kindern beibringt, gegen die Regierung zu rebellieren."

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) warf Duterte vor, mit der Bombendrohung die Armee zu "Kriegsverbrechen" anzustacheln. Die philippinische Organisation Karapatan hielt ihm vor, gegen das Völkerrecht zu verstoßen. 

+++ 10.17 Uhr: EuGH kippt geplantes Fluggastdaten-Abkommen der EU mit Kanada +++

Der Europäische Gerichtshof hat das von der EU und Kanada geplante Abkommen zum Austausch von Fluggastdaten gestoppt.
Die Luxemburger Richter entschieden, dass mehrere der vorgesehenen Bestimmungen nicht mit den von der EU anerkannten Grundrechten vereinbar sind.

+++ 10.02 Uhr: Schaffhausen: Pressekonferenz - Franz W. bei Zürich festgenommen +++

Die Schaffhauser Polizei kapituliert die Ereignisse in der schweizerischen Stadt. Laut Rawy Landolt von der Schaffhauser Polizei seien zwei Mitarbeiter der Krankenkasse der CSS verletzt, zwei Kunden standen nach dem Motorsägen-Angriff von Franz. W unter Schock.

Über 300 Polizisten der Schaffhauser Polizei standen während der Fahndung im Einsatz. Ein Terrorakt wurde schnell ausgeschlossen. Aufgrund der Gefährlichkeit des Tatverdächtigen habe man sich für eine Öffentlichkeitsfahndung entschieden. Die schließlich erfolgreich war: Franz W. wurde im Kanton Zürich gefasst.

Laut Staatsanwaltschaft, Peter Sticher, habe sich der Tatverdächtige bei der Festnahme gegen 19.00 Uhr am Dienstag nicht gewährt. Der Beschuldigte führte zwei geladene Armbrüste mit Pfeilen sowie angespitzte Holzstäbe mit sich. Nach der Motorsäge wird allerdings noch gesucht. Kurz vor Mitternacht wurde Franz W. oms Schaffhauser Gefängnis überführt. Der Staatsanwalt sei erleichtert über die Festnahme des Beschuldigten. Ein Strafverfahren in mehreren Fällen sei eröffnet. 

+++ 9.39 Uhr: Apple soll eine halbe Milliarde Dollar in Patentprozess zahlen +++

Apple soll nach einem verlorenen Patentstreit mit einer US-Universität gut eine halbe Milliarde Dollar zahlen. Der zuständige Richter erhöhte die Summe von 234 auf 506 Millionen Dollar, weil Apple nach dem Urteil im Jahr 2015 das Patent weiterhin verletzt habe, bis es Ende 2016 auslief.

Bei dem Patent der University of Wisconsin geht es um eine Technologie, die Chips effizienter machen soll. Apple entwickelt für seine Mobil-Geräte bereits seit einiger Zeit eigene Prozessoren auf Basis von Technologie des Chipdesigners ARM. Die Klage aus dem Jahr 2014 betraf Apples Chips in dem iPhone 5s, dem iPhone 6 und diversen iPads. Spätere Gerätegenerationen nahm die Universität mit einer weiteren Klage ins Visier.

+++ 9.23 Uhr: Moskau: US-Sanktionen gefährden Normalisierung der Beziehungen +++

Russland hat die vom US-Repräsentantenhaus beschlossenen US-Sanktionen verurteilt und als Hindernis für eine Normalisierung der Beziehungen bezeichnet. "Die Unterzeichner und Befürworter dieses Gesetzentwurfs unternehmen einen schwerwiegenden Schritt dahingehend, die Möglichkeiten einer Normalisierung der Beziehungen zu Russland zu zerstören", sagte der russische Vize-Außenminister Sergej Riabkow der staatlichen Nachrichtenagentur Tass. Das US-Repräsentantenhaus hatte zuvor neue Sanktionen gebilligt, als Nächstes muss der Senat dem Gesetzentwurf zustimmen.

+++ 9.19 Uhr: Tausende Menschen demonstrieren in Chile für legale Abtreibung +++

Tausende Menschen haben in Chile für das Recht auf Abtreibung demonstriert. "Die Frauen unterstützen die freie, sichere und kostenlose Abtreibung in Chile", sagte eine Organisatorin. Die Proteste schließen sich an die Bekanntgabe des chilenischen Kongresses an, eine Entscheidung zur Lockerung des Abtreibungsgesetzes zu verschieben. Konkret soll im Fall der Lebensgefahr für die Mutter, keiner Überlebenschance für das Baby und Vergewaltigung die Abtreibung entkriminalisiert werden. Die aktuelle Gesetzgebung stammt noch aus der Zeit der Pinochet-Diktatur (1973-1990) und gilt als eine der restriktivsten der Welt.

+++ 9.04 Uhr: Afghanische Armee erobert Stadt von Taliban zurück +++

Die afghanische Regierung hat nach offiziellen Angaben eines der drei jüngst von den Taliban überrannten Bezirkszentren zurückerobert. Die Hauptstadt des Bezirks Kohistan sei seit Dienstagnacht wieder in den Händen der Regierung, bestätigte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Daulat Wasiri.

Ein Provinzratsmitglied, Mohammed Sami Chaierchwah, bestätige die Rückeroberung und sagte, die Sicherheitskräfte hätten 70 Talibankämpfer getötet und rund 50 afghanische Soldaten befreit, die von den Taliban umzingelt worden waren. Acht Soldaten seien verletzt worden. Eigene Opferzahlen oder die von Gegnern werden von allen Kriegsparteien in Afghanistan oft verzerrt dargestellt.  

+++ 8.58 Uhr: Bericht: In Mossul festgenommene Dschihadistinnen stammen aus drei Bundesländern +++

Die vier mutmaßlichen deutschen Dschihadistinnen, die von irakischen Streitkräften bei der Rückeroberung von Mossul gefasst wurden, stammen einem Zeitungsbericht zufolge aus Sachsen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Wie die "Welt" aus Sicherheitskreisen erfuhr, wurden neben der 16-jährigen Linda W. aus Pulsnitz (Sachsen) auch eine gebürtige Marokkanerin und ihre erwachsene Tochter aus Mannheim (Baden-Württemberg) aufgegriffen. Außerdem befinde sich eine deutsche Frau in irakischer Haft, die in Tschetschenien geboren worden und zuletzt in Detmold (NRW) gemeldet gewesen sei.

Deutsche Diplomaten hatten die Frauen in den vergangenen Tagen im Gefängnis besucht. Anschließend bestätigte das Auswärtige Amt, dass es sich um deutsche Staatsbürgerinnen handelt. Laut "Welt" ermittelt die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe gegen die vier Frauen wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in der Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS). 

+++ 8.49 Uhr: Daimler äußert sich weiter nicht zu Kartell-Vorwürfen +++

Der Autobauer Daimler will sich auch weiterhin nicht zum Vorwurf unerlaubter Absprachen mit anderen Herstellern äußern. "Wir sind gut beraten, uns nicht an Spekulationen zu beteiligen", sagte Vorstandschef Dieter Zetsche bei der Präsentation der Halbjahresbilanz. Für die bestehenden Kooperationen mit anderen Herstellern bedeuteten die Berichte aus seiner Sicht zunächst nichts. Die Gespräche seien im existierenden Rechtsrahmen erfolgt. Der "Spiegel" hatte über ein womöglich seit vielen Jahren bestehendes mutmaßliches Kartell berichtet, in dem sich VW, Audi, Porsche, BMW und Daimler über Technik, Kosten und Zulieferer verständigt haben sollen. Auch die anderen Hersteller schweigen dazu.

+++ 8.30 Uhr: Zahl der Toten bei Hauseinsturz in Mumbai auf 17 gestiegen +++

Beim Einsturz eines mehrstöckigen Wohnhauses in der indischen Metropole Mumbai sind nach neuesten Angaben 17 Menschen ums Leben gekommen. 28 weitere Menschen konnten aus den Trümmern gerettet werden, wie ein Sprecher des Katastrophenschutzes von Mumbai der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die Einsatzkräfte suchten unter den Trümmern weiter nach Verschütteten.

Das vierstöckige Wohnhaus in Mumbai war am Dienstag plötzlich vollständig in sich zusammengefallen. Möglicherweise waren seine Mauern und Fundamente durch den tagelangen Regen aufgeweicht worden.

+++ 7.34 Uhr: Rund 10.000 Menschen vor Waldbränden in Südfrankreich in Sicherheit gebracht +++

Wegen der verheerenden Waldbrände in Südfrankreich haben in der Nacht zum Mittwoch rund 10.000 Menschen ihre Häuser verlassen müssen. Durch ein neues Feuer seien nahe der Ortschaft Bormes-les-Mimosas mindestens 400 Hektar verbrannt, teilte die Feuerwehr mit. Die Evakuierungsmaßnahmen beträfen ein Wohngebiet, in dem sich die Bevölkerung im Sommer verdopple oder verdreifache, sagte ein Feuerwehrsprecher. 

+++ 6.31 Uhr: Großbritannien will Diesel- und Benzinautos bis 2040 verbieten +++

Das berichten britische Zeitungen übereinstimmend unter Berufung auf die britische Regierung. Eine offizielle Bestätigung der Behörden sollte im Verlauf des Tages folgen. Der "Times" zufolge sollen unter das Verbot auch Hybrid-Autos fallen, die neben einem Elektro- mit einem Benzin- oder Dieselmotor ausgestattet sind. Zur Verbesserung der Luftqualität seien dann nur noch Elektroautos auf britischen Straßen erlaubt. Das Verbot folgt knapp drei Wochen nach der Bekanntgabe Frankreichs, für den Klimaschutz den Verkauf von Verbrennungsmotoren bis 2040 einzustellen. 

+++ 5.41 Uhr: Nordkorea droht den USA mit Atomangriff +++

Nordkorea hat den USA offen mit einem Atomangriff mitten ins Herz des Landes gedroht. Sollten die Amerikaner weiter versuchen, einen Regierungswechsel in Pjöngjang herbeizuführen, werde Nordkorea mit einem Gegenangriff reagieren, zitierte die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap die nordkoreanische Staatsagentur KCNA.

"Sollten die USA es wagen, das geringste Anzeichen eines Versuchs zu zeigen, unsere oberste Führung zu beseitigen, werden wir mit unserem mächtigen Atomhammer, der mit der Zeit geschliffen und gehärtet wurde, einen erbarmungslosen Schlag in das Herz der USA machen", zitierte KCNA das nordkoreanische Außenministerium.


+++ 5.34 Uhr: Krankenstand-Statistik: Lange Ausfälle wegen psychischer Probleme +++

Insgesamt sank der Krankenstand im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar leicht von 4,4 auf 4,3 Prozent, die durchschnittliche Erkrankungsdauer stieg jedoch von 12,3 auf 12,6 Tage. Dies geht aus einer Analyse der Krankenkasse DAK-Gesundheit mit Daten von rund 2,3 Millionen erwerbstätigen Versicherten hervor.

63,5 Prozent der Berufstätigen seien dieses Jahr bis Ende Juni noch nicht krankgeschrieben worden, gut jeder dritte (36,5 Prozent) einmal oder öfter, hieß es. Sogenannte Muskel-Skelett-Erkrankungen, Erkrankungen der Atemwege wie Husten oder Schnupfen sowie psychische Erkrankungen kamen mit zusammen fast 55 Prozent am häufigsten vor. Nach psychischen Erkrankungen (Krankenstand im ersten Halbjahr 2017: 15,6 Prozent; 2016: 15,9 Prozent) fielen die Betroffenen besonders lange aus - im Durchschnitt 34,7 Tage. 

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+++ 4.32 Uhr: Vize-Präsident Pence sichert Mini-Erfolg für Trump in Sachen "Obamacare" +++

Der US-Senat hat seinen ersten Schritt zur Abschaffung von "Obamacare" unternommen. Er stimmte am Dienstag (Orstzeit) mit der knappest möglichen Mehrheit dafür, eine Debatte über ein Alternativgesetz zu eröffnen. Vizepräsident Mike Pence musste das Unentschieden mit seiner Stimme brechen, weil zwei republikanische Senatorinnen mit Nein gestimmt hatten. Damit hatte es 50:50 gestanden. Alle 48 Demokraten stimmten mit Nein. Knapp an der Niederlage vorbeigeschrammt, macht die formale Entscheidung dem Senat zunächst den Weg für eine Debatte frei. Bei der Abstimmung war nicht bekannt, über welche Inhalte in der Folge debattiert werden sollte. Der politische Prozess im Senat sieht die Möglichkeit zahlreicher Anfügungen und Änderungen zu einem vorliegenden Gesetzestext vor.

+++ 4.24 Uhr: Sozialausgaben steigen auf über 900 Milliarden Euro +++

Vor allem steigende Ausgaben in der Renten- und Krankenversicherung und für Pensionen treiben die Sozialausgaben in Deutschland einem Bericht zufolge in die Höhe. Trotz Rekordbeschäftigung und guter Konjunktur seien die Sozialausgaben im Jahr 2016 auf 918 Milliarden Euro gewachsen - ein Plus von 32,6 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf den Sozialbericht 2017. Der Bericht des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) lag der Zeitung nach eigenen Angaben vor. Zum Ende der nächsten Legislaturperiode würden die Ausgaben dann die Billionengrenze deutlich übersteigen: Für das Jahr 2021 erwarte die Bundesregierung Sozialausgaben in Höhe von 1,1 Billionen Euro. Für 2017 werden mit einem Anstieg der Sozialausgaben auf 961 Milliarden Euro gerechnet.  

+++ 3.34 Uhr: Richter entscheidet über Sterbeort von Baby Charlie +++

Ein Richter in London wird an diesem Mittwoch ab 15 Uhr über den Sterbeort des elf Monate alten Babys Charlie Gard entscheiden. Die Eltern wollen die letzten Tage mit ihrem Sohn zu Hause verbringen. Sie trafen aber auf den Widerstand der Ärzte, die den todkranken Jungen im Londoner Great-Ormond-Street-Krankenhaus behandeln. Beide Seiten konnten sich am Dienstag bei einem Termin am High Court nicht einigen.

+++ 3.15 Uhr: Frank Sinatras Witwe im Alter von 90 Jahren gestorben +++

Barbara Sinatra starb am Dienstag im Alter von 90 Jahren in Rancho Mirage im US-Bundesstaat Kalifornien, wie der Leiter des nach ihr benannten Kinderschutzzentrums der Nachrichtenagentur AFP sagte. Das frühere Model hatte den berühmten Sänger 1976 geheiratet. Der damals 60-Jährige war für die damals 49-Jährige der dritte Ehemann. Für Frank Sinatra war Barbara bereits die vierte Ehefrau - und diejenige, die am längsten an seiner Seite blieb. Das Paar war 22 Jahre verheiratet, bis zu seinem Tode 1998.

+++ 3.01 Uhr: Missbrauchsvorwürfe: Papst-Vertrauter Pell plädiert auf unschuldig +++

Der australische Kardinal George Pell hat bei einer ersten Anhörung vor Gericht in Melbourne alle Missbrauchsvorwürfe zurückgewiesen. Sein Anwalt Robert Richter sagte dem Gericht bei der nur fünf Minuten dauernden Verhandlung: "Kardinal Pell plädiert bezüglich aller Vorwürfe auf unschuldig", die Unschuldsvermutung gelte für ihn weiter. Richter Duncan Reynolds setzte als Termin für die nächste Anhörung den 6. Oktober fest.

Pell gilt als einer der engsten Vertrauten von Papst Franziskus. Er steht unter Verdacht, sich als junger Pfarrer in seiner Heimat vor Jahrzehnten an Kindern vergangen zu haben. Das hatte Pell bereits zurückgewiesen. Sein Amt als Finanzchef des Vatikans - inoffiziell die Nummer drei der Hierarchie - legte er trotzdem nieder.  

+++ 0.59 Uhr: US-Repräsentantenhaus billigt neue Russland-Sanktionen +++

Die Abgeordneten der Kongresskammer votierten am Dienstag nahezu einstimmig für die Strafmaßnahmen. Diese könnten den Weg zu Sanktionen auch gegen europäische Unternehmen ebnen, die mit Russland im Energiesektor zusammenarbeiten. Die Bundesregierung hatte das Vorhaben zuvor als "völkerrechtswidrig" verurteilt. Das Gesetz sieht auch neue Sanktionen gegen den Iran und Nordkorea vor. Damit würden "die Schrauben bei unseren gefährlichsten Gegnern enger gezogen", sagte der Sprecher des Repräsentantenhauses, Paul Ryan nach der Abstimmung. Als Nächstes muss der Senat darüber abstimmen. Seine Zustimmung gilt als sicher.

+++ 0.45 Uhr: Regen ohne Ende: In Hildesheim drohen Überschwemmungen +++

Nach heftigem und lange andauerndem Regen spitzt sich die Lage in einigen Landesteilen zu. Im niedersächsischen Hildesheim drohten in der Nacht zum Mittwoch Überflutungen. Der Wasserstand des Flusses Innerste sei stark gestiegen, sagte ein Sprecher der Stadt. Sollte der bisherige Höchststand von sieben Metern überschritten werden, müsse ein Wohngebiet evakuiert werden. Am Nordrand des Harzes in Sachsen-Anhalt stellte sich die Feuerwehr ebenfalls darauf ein, dass sich die Lage in der Nacht zuspitzen könnte. Im südthüringischen Suhl drohte das Sammelbecken einer Mülldeponie überzulaufen. Nach Auskunft des Deutschen Wetterdienstes wird es auch an diesem Mittwoch vielerorts in Deutschland weiter regnen.


+++ 0.05 Uhr: 34.000 Haushalte kassierten zu Unrecht Wohngeld +++

Insgesamt 34. 000 Haushalte haben nach einem "Bild"-Bericht zwischen Juni 2015 und Mai 2016 zu Unrecht oder zu viel Wohngeld kassiert. Das sei durch einen Datenabgleich der Wohngeld-Ämter mit anderen Behörden aufgefallen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Angaben des Bundesbauministeriums. Dabei sei bemerkt worden, dass Betroffene zum Teil gleichzeitig mehrere Einkünfte nicht angegeben hatten. In etwa 20.000 Fällen hätten die Wohngeld-Bezieher Einkünfte aus Mini-Jobs verschwiegen, 13.000 gaben Einkommen nicht an, 6.000 meldeten ihre Zinseinkünfte nicht. Die Behörden forderten von den Betroffenen insgesamt 18,7 Millionen Euro Wohngeld zurück. 4600 Strafanzeigen und 8200 Ordnungswidrigkeitsverfahren wurden eingeleitet.

fs/tim/fin/wue / AFP / DPA