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News des Tages: Medien: Regierung will Kinder von IS-Anhängern nach Deutschland holen

Sachverständiger gibt Rauchabzugsanlagen am BER frei  +++ Drei Tote bei Geiselnahme in Zürich +++ China setzt neue Zölle gegen USA in Kraft +++ Terrorgruppe Abu Sayyaf tötet niederländische Geisel +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Medien: Regierung will Kinder von IS-Anhängern nach Deutschland holen

Syrien, Baghus: Frauen mit einem Kind, die von den syrischen demokratischen Kräften (SDF) aus dem verbliebenen Gebiet der Terrormiliz "Islamischer Staat" evakuiert wurden

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Mutmaßlicher Feuerwerkskörper verursacht Panik in New Yorker U-Bahn (17.40 Uhr)
  • Medien: Regierung will Kinder von IS-Anhängern nach Deutschland holen (16.35 Uhr)
  • Sachverständiger gibt Rauchabzugsanlagen am BER frei (16 Uhr)
  • Drei Tote bei Geiselnahme in Zürich (12.50 Uhr)
  • Nordkoreanischer Sondergesandter offenbar hingerichtet (7.37 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 22.40 Uhr: : Bundeswehr will Whistleblower feuern +++

Die Bundeswehr will dem "Spiegel" zufolge einen Whistleblower entlassen, der mehrmals detaillierte Hinweise auf rechte Umtriebe in der Truppe geliefert hat. Unteroffizier Patrick J. habe seit 2016 zahlreiche mutmaßlich rechtsextreme Soldaten an den militärischen Nachrichtendienst MAD gemeldet, berichtet das Nachrichtenmagazin. Patrick J. hat demnach in einem 100-seitigen Bericht Belege aus sozialen Netzwerken aufgeführt sowie Vorfälle, deren Zeuge er in Kasernen geworden sein will. 

+++ 19.36 Uhr: Chef von Zuckerbergs Personenschutz unter Belästigungsverdacht +++

Gegen den Chef des Personenschutzes von Facebook-Chef Mark Zuckerberg sind Vorwürfe der sexuellen Belästigung und des Rassismus aufgekommen. Der Mann, der früher für die US-Sicherheitsbehörde Secret Service arbeitete, wurde deshalb beurlaubt, wie ein Sprecher der Zuckerberg-Familie am Freitag mitteilte. Während der Beurlaubung lasse die Familie des Gründers des US-Onlinekonzerns die Vorwürfe von einer externen Anwaltskanzlei untersuchen.  

+++ 19.50 Uhr: Greta Thunberg will Sabbatjahr einlegen +++ 

Die schwedische Klimaktivistin Greta Thunberg will ab dem Sommer ein Sabbatjahr einlegen. Das verriet sie der Zeitung "Dagens Nyheter". Nachdem sie in wenigen Wochen ihre neunjährige Grundschulzeit in Schweden beendet hat, will sie in die USA und nach Chile reisen, wo jeweils Klimagipfel stattfinden, darunter der COP25 in Santiago de Chile. Da Thunberg aus Umwelt-Gründen nicht fliegt, steht bislang noch nicht fest, wie sie in die USA reisen wird, wo ihr Sabbatjahr beginnen soll. Den "Dagens Nyheter" sagte sie aber, dass es eine lange Reise werden würde. Nach der Auszeit wolle sie in Schweden das Gymnasium besuchen. 

+++ 19.36 Uhr: Chef von Zuckerbergs Personenschutz unter Belästigungsverdacht +++ 

Gegen den Chef des Personenschutzes von Facebook-Chef Mark Zuckerberg sind Vorwürfe der sexuellen Belästigung und des Rassismus aufgekommen. Der Mann, der früher für die US-Sicherheitsbehörde Secret Service arbeitete, wurde deshalb beurlaubt, wie ein Sprecher der Zuckerberg-Familie mitteilte. Laut einem Bericht des Onlineportals "Business Insider" wird dem Personenschützer unter anderem vorgeworfen, homophobe, sexistische und rassistische Bemerkungen gegenüber anderen Mitarbeitern gemacht zu haben. Auch Zuckerbergs Ehefrau Priscilla Chan soll demnach Zielscheibe gewesen sein. 

+++ 19.06 Uhr: Rund 2000 Teilnehmer bei Al-Kuds-Marsch in Berlin erwartet +++ 

Etwa 2000 Teilnehmer werden am Samstag zum geplanten Al-Kuds-Marsch radikal-islamischer Gruppen in Berlin erwartet. Ein breites Bündnis aus Parteien, Gruppen und Initiativen hat zu Gegenprotesten aufgerufen. Wie eine Polizeisprecherin sagte, sind zwei Demonstrationen mit jeweils 400 Teilnehmern angemeldet. Am Al-Kuds-Tag, der am Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan liegt, ruft der Iran jedes Jahr zur Eroberung Jerusalems auf. Hintergrund ist die Besetzung Ost-Jerusalems durch Israel während des Sechstagekrieges 1967. Al-Kuds ist der arabische Name für Jerusalem. 

+++ 17.57 Uhr: Finnische Sozialdemokraten mit Partnern über Regierungsprogramm einig +++ 

Die Sozialdemokraten in Finnland haben sich mit ihren gewünschten Koalitionspartnern auf ein Regierungsprogramm geeinigt. Der Inhalt des Programms stehe fest, sagte der sozialdemokratische Parteichef und voraussichtliche künftige Ministerpräsident Antti Rinne nach Angaben des finnischen Rundfunks Yle in Helsinki. Am Sonntag werde über die Ministerposten verhandelt, das Programm dann am Montag veröffentlicht. Rinne will Finnland in den kommenden vier Jahren mit einem Mitte-links-Bündnis regieren. Die fünf Parteien kommen gemeinsam auf eine Mehrheit von 117 der 200 Parlamentssitze. 

+++ 17.50 Uhr: Besteigung des Mont Blanc künftig nur noch mit Reservierung +++ 

Angesichts des Massenansturms auf den Mont Blanc wollen die französischen Behörden den Aufstieg künftig stärker beschränken. Wer über den einfachsten, mindestens zwei Tage dauernden Normalweg zur Bergspitze wolle, muss ab Samstag eine Reservierung für eine der Hütten vorweisen, wie der Präfekt des Departements Haute-Savoie anordnete. Ohne Reservierung dürfen Bergsteiger erst gar nicht aufsteigen. Als Grund nannte Präfekt Pierre Lambert die häufige Überbelegung der Herbergen auf dem Weg zum Gipfel. 

+++ 17.40 Uhr: Mutmaßlicher Feuerwerkskörper verursacht Panik in New Yorker U-Bahn +++

In einer New Yorker U-Bahn hat die mutmaßliche Zündung eines Feuerwerkskörpers Panik ausgelöst. Die Polizei teilte mit, man gehe Berichten nach, dass ein Böller in einen Waggon der Linie F geworfen worden sei. Der U-Bahn Betreiber NYCT schrieb auf die Frage eines Nutzers bei Twitter ebenfalls von einem "Feuerwerkskörper, der dazu geführt hat, dass alle aus dem Zug gestürmt sind". Augenzeugen berichteten von Szenen der Panik. Ein Mann schrieb auf Twitter: "Ich ging vor 45 Minuten gerade zur Haltestelle, und eine Menge Menschen kam die Stufen heraufgelaufen. Und da waren viele Leute, die schrien und weinten."

+++ 17.27 Uhr: Seehofer will Kritik an Verfassungsschutzgesetz ausräumen +++

Nach der Kritik von Journalistenorganisationen an seinem Verfassungsschutzgesetz will Innenminister Horst Seehofer (CSU) den Entwurf noch einmal verändern. "Ich will Terroristen und Extremisten bekämpfen, keine Journalisten", erklärte er. "Zur Ausräumung aller Restzweifel wird dieser Punkt im Gesetzgebungsverfahren deutlich gemacht und im Gesetz klargestellt." 

Voraussichtlich werde in der Gesetzesbegründung deutlich gemacht, dass der Verfassungsschutz keine weitergehenden Rechte zum Ausspähen von Journalisten bekommen soll, sagte ein Sprecher. Aus Sicht des Innenministeriums gibt der Wortlaut des Gesetzes dies auch jetzt nicht her. Reporter ohne Grenzen dagegen hatte kritisiert, Geheimdienste könnten künftig leichter in die Computer und Smartphones von Journalisten eindringen und verdeckt nach Recherchematerialien suchen.

+++ 16.58 Uhr: Gouda ist der Lieblingskäse der Deutschen +++

Gouda ist die Lieblingskäsesorte der Deutschen. Bei einer Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag des Milchindustrie-Verbandes nannten 43 Prozent Gouda als ihren Lieblingskäse. Dahinter folgen mit einigem Abstand Camembert (23 Prozent), Emmentaler (17 Prozent) und Butterkäse (13 Prozent). Insgesamt essen die Deutschen statistisch gesehen 24,1 Kilogramm Käse pro Kopf im Jahr.

Cordon Bleu

+++ 16.35 Uhr: Medien: Regierung will Kinder von IS-Anhängern nach Deutschland holen +++

Die Bundesregierung hat sich Medienberichten zufolge erstmals bereit erklärt, Kinder von IS-Angehörigen aus Syrien nach Deutschland zu holen. Das Auswärtige Amt sei "seit einiger Zeit darum bemüht, besonders schutzwürdige Kinder aus den Flüchtlingslagern in Syrien herauszuholen", berichteten NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung". Den Angaben zufolge erklärte das Auswärtige Amt dies im Rahmen eines derzeit laufenden Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht in Berlin. Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur hieß es: "Das Auswärtige Amt äußert sich zu laufenden Verfahren nicht."

In dem Rechtsstreit will der Anwalt Dirk Schoenian die Bundesregierung vor dem Verwaltungsgericht Berlin zwingen, zwei Waisenkinder aus einem syrischen Flüchtlingslager zu ihren Großeltern nach Deutschland zu holen. Die Mutter der vier- und knapp zweijährigen Mädchen sei eine aus Baden-Württemberg stammende IS-Anhängerin, die bei Kämpfen um die letzte IS-Bastion in Baghus ums Leben gekommen sein soll. Schoenian sagte NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" es sei "gut, dass sich das Auswärtige Amt nun zu seiner Verantwortung bekennt". Allerdings sei immer noch nicht absehbar, wann nun etwas passiere. 

+++ 16.27 Uhr: Mathe-Abi-Noten im Saarland werden verbessert +++

Im Streit um die Prüfungsaufgaben beim diesjährigen schriftlichen Mathe-Abitur können saarländische Schüler jetzt mit besseren Noten rechnen: Die Arbeiten sollten nach einer leicht "milderen" Bewertungstabelle gewertet werden, sodass sich die Note um rund einen Notenpunkt erhöhe, teilte das Bildungsministerium in Saarbrücken mit. Die Erstkorrekturen hätten gezeigt: Die Klausuren seien im "Anforderungsniveau anspruchsvoll, aber noch angemessen", jedoch "insgesamt etwas zu umfangreich" gewesen.

Nach Abschlussprüfung: Mathe-Abi zu schwer? Schüler starten Online-Petition und finden Zehntausende Unterstützer

Zudem hätten Schüler, die die Klausur auf grundlegendem (G-Kurs)  oder erhöhtem Niveau (E-Kurs) geschrieben haben, ohnehin Gelegenheit, im Rahmen einer mündlichen Prüfung ihre Note zu verbessern. Die Schüler hatten sich in einer Online-Petition wegen des Mathe-Abiturs an das Bildungsministerium gewandt. Auch in etlichen anderen Bundesländern hatten sich Tausende Schüler über den Schwierigkeitsgrad beschwert.

+++ 16.07 Uhr: Ärztetag spricht sich für Impfpflicht gegen Masern aus +++

Die deutsche Ärzteschaft begrüßt die von der Bundesregierung geplante Impfpflicht gegen Masern. Um das Ziel eines möglichst lückenlosen Impfschutzes der Bevölkerung zu erreichen, müsse aber nicht nur der Schutz gegen Masern, sondern der Impfschutz von Kindern und Erwachsenen generell deutlich erhöht werden, teilte der Deutsche Ärztetag mit Münster mit. Die Delegierten begrüßten, dass künftig jeder Arzt berechtigt sein soll, Schutzimpfungen zu machen, und Fachärzte bei dieser Frage nicht mehr an ihre Gebietsgrenzen gebunden seien.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte einen Gesetzentwurf vorgelegt, nach dem eine Impfpflicht gegen Masern ab März 2020 für Kinder und das Personal in Kitas und Schulen kommen soll. Dies soll zugleich für Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen gelten.

+++ 16 Uhr: Sachverständiger gibt Rauchabzugsanlagen am BER frei +++

Auf dem Weg zur geplanten Eröffnung im Oktober 2020 hat der künftige Hauptstadtflughafen (BER) weitere Hürden genommen. Der übergeordnete Sachverständige habe die Rauchabzugsanlagen sowie die Lüftungstechnik im Hauptgebäude sowie den beiden Pavillons für sicher und für den Betrieb zulässig erklärt, sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup am Freitag in Berlin. "Das Monster ist final gezähmt", sagte er. "Monster" ist der unternehmensinterne Begriff für einen zentralen Abschnitt der Brandschutzanlage, den die Ingenieure jahrelang nicht in den Griff bekamen.

Der Flughafen Berlin Brandenburg in Schönefeld sollte ursprünglich im Oktober 2011 in Betrieb gehen, nun soll es im Herbst kommendes Jahres so weit sein. Die Fertigstellung der Brandschutzanlage im Terminal hatte sich immer wieder verzögert. Daneben gibt es diverse Mängel auf dem Gelände, die noch immer beseitigt werden müssen.

+++ 15.37 Uhr: 25-Jähriger wegen Terrorangriffs in Manchester angeklagt +++

Ein mutmaßlicher Terrorist ist wegen dreifachen versuchten Mordes in Großbritannien angeklagt worden. Der 25-Jährige hatte am vergangenen Silvesterabend mit einem Messer auf ein Paar am zentralen Bahnhof in Manchester eingestochen. Ein Mann und eine Frau, beide zwischen 50 und 60 Jahre alt, wurden bei dem Angriff schwer verletzt. Polizisten überwältigten den Täter, einer von ihnen erlitt dabei eine Stichwunde an der Schulter. Der Angreifer soll Medienberichten zufolge bei der Attacke "Allah" gerufen haben. Er soll am 12. Juni vor Gericht erscheinen.

Manchester war zuvor von einem Terrorakt schwer getroffen worden. Ein islamistischer Selbstmordattentäter hatte am 22. Mai 2017 insgesamt 22 Besucher eines Popkonzerts in der direkt an die Victoria Station angrenzenden Manchester Arena in den Tod gerissen. Unter den Opfern waren viele Kinder und Jugendliche, Hunderte wurden verletzt.

+++ 15.25 Uhr: Elton John schämt sich für den Brexit +++

Der britische Pop-Superstar Elton John hat bei einem Konzert im italienischen Verona seinem Ärger über den Brexit Luft verschafft. "Ich habe Politiker so satt, vor allem britische Politiker. Ich habe den Brexit satt. Ich bin ein Europäer. Ich bin kein dummer, kolonialer, imperialistischer, englischer Idiot", sagte der 72-Jährige bei einem Auftritt im Rahmen seiner letzten Welttournee. "Ich schäme mich für das, was mein Land getan hat. Es hat die Leute auseinandergerissen." 

John, mit bürgerlichem Namen Reginald Kenneth und derzeit im Biopic-Kinofilm "Rocketman" gefeiert, hat sich mehrfach kritisch über den geplanten Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union geäußert - wenn auch nicht so drastisch wie beim Verona-Konzert vom Mittwoch. 2018 hatte er gesagt, er glaube nicht, dass dem britischen Volk die Wahrheit über den Brexit gesagt worden sei.

+++ 14.48 Uhr: Hauptstadtflughafen will leise Starts und Landungen belohnen +++

Mit Gebühren von bis zu 7500 Euro pro Flugbewegung will der künftige Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg (BER) die Fluggesellschaften zu leiserem Fliegen veranlassen. Ein neues Gebührenmodell, das bei jedem Flug den Start- und Landelärm misst, soll leises Fliegen belohnen und lautere Starts und Landungen finanziell bestrafen. "Damit leisten wir Pionierarbeit", sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup in Berlin.

Bisher seien die Lärmklassen nach Flugzeugtypen und nicht nach tatsächlich verursachtem Lärm geordnet gewesen. "Ein Airbus A 320 war immer in einer Lärmklasse, egal ob Sie laut oder leise geflogen sind", sagte Lütke Daldrup. Deshalb habe es sich für die Fluggesellschaften nicht gelohnt, leiser zu fliegen. 

+++ 14.45 Uhr: Seehofer für mehr Bundespolizei an Grenze zu Tschechien +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat sich für mehr Beamte im Grenzgebiet zu Tschechien ausgesprochen. "Mir schwebt da vor, dass wir die Bundespolizei im Grenzbereich noch weiter verstärken", sagte der CSU-Politiker nach einem Treffen mit dem tschechischen Innenminister Jan Hamacek in Prag. Dies würde nicht nur zur Bekämpfung des Drogenschmuggels und der Grenzkriminalität, sondern allgemein zur Sicherheit beitragen.

Beide Politiker stellten bei der deutsch-tschechischen Polizeizusammenarbeit deutliche Fortschritte in den letzten Jahren fest. Darüber sei er froh, sagte Seehofer. Der Sozialdemokrat Hamacek hob den schnellen Informationsaustausch und die gemeinsamen Streifen mit Polizisten beider Länder im Grenzgebiet hervor.

+++ 14.37 Uhr: Verbraucherpreise legen im Mai um 1,4 Prozent zu +++

Angetrieben von den Energiekosten sind die Verbraucherpreise im Mai um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt aufgrund vorläufiger Zahlen mitteilte, lag die Teuerungsrate für Haushaltsenergie und Kraftstoffe kombiniert bei 4,2 Prozent. Nahrungsmittel zogen hingegen nur um 0,9 Prozent an, Dienstleistungen um 1,2 Prozent. Wohnungskaltmieten stiegen um 1,4 Prozent.    

Im April hatte die Inflationsrate noch einen Sprung auf 2,0 Prozent gemacht. Gegenüber dem Vormonat wuchsen die Preise im Mai nach den vorläufigen Zahlen nun um 0,2 Prozent. Die endgültigen Ergebnisse für Mai veröffentlichen die Statistiker am 13. Juni.

+++ 14.29 Uhr: Auf der Zugspitze liegen noch mehr als sechs Meter Schnee +++

Wer trotz Sonne und Wärme an diesem Wochenende ein wenig Wintergefühle haben möchte, ist auf der Zugspitze gut aufgehoben: Der Deutsche Wetterdienst hat am Morgen auf Deutschlands höchstem Berg (2962 Meter) eine Schneehöhe von 6,4 Metern gemessen. Zu Beginn dieser Woche habe es erneut geschneit, sagte ein Sprecher. Dass auf dem Berg bei Garmisch-Partenkirchen im Mai so viel Schnee liegt, ist zwar selten, aber auch nicht ungewöhnlich: Der Behörde zufolge war am 31. Mai 1967 eine Schneehöhe von 6,50 Metern gemessen worden.

+++ 14.03 Uhr: Mann nach Unfall mit E-Scooter in Schweden gestorben +++

Ein 27-jähriger Mann ist in Schweden an den Folgen eines Verkehrsunfalls mit einem E-Tretroller gestorben. Er sei mit dem E-Scooter am späten Donnerstagabend an einer Kreuzung in der Stadt Helsingborg mit einem Auto zusammengestoßen, sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur.

Der Mann sei kurz darauf verstorben. Zu dem Unfall liefen nun Ermittlungen. Es handelt sich um den ersten bekannten Fall, bei dem in Schweden ein Mensch seit dem Beginn des E-Scooter-Booms mit einem solchen Tretroller ums Leben gekommen ist. Die mit einem Elektromotor ausgestatteten Tretroller gehören mittlerweile an zahlreichen Orten in Europa zum Stadtbild, mehrere Unternehmen bieten sie per App zur Ausleihe an. In Deutschland sollen sie ab Mitte Juni zugelassen sein. Eine entsprechende Verordnung soll am 15. Juni in Kraft treten. 

+++ 13.59 Uhr: Freunde und Kollegen nehmen Abschied von Hannelore Elsner +++

Verwandte, Freunde, Kollegen und andere Weggefährten haben der Schauspielerin Hannelore Elsner bei einem feierlichen Requiem in München die letzte Ehre erweisen. Regisseurin Doris Dörrie, Schauspieler Florian David Fitz und Schauspielerin Iris Berben erinnerten bei der öffentlichen Trauerfeier in der katholischen Jesuitenkirche St. Michael an Elsner, die am Ostersonntag mit 76 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben war. Die Beisetzung sollte anschließend im kleinen Kreis stattfinden. 

Neben der Urne und zahlreichen Blumenkränzen zeigte ein Schwarz-weiß-Porträt die lächelnde Hannelore Elsner. Unter den Trauergästen waren zahlreiche Kollegen aus der Filmbranche wie Elmar Wepper, Götz Otto, Oliver Berben, Michaela May und Katja Eichinger. Elsner hatte zuletzt in Frankfurt am Main gelebt. Sie galt als eine der großen Diven des deutschen Films. Im Laufe ihrer langen Karriere hatte sie zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Deutschen und den Bayerischen Filmpreis sowie den Grimme-Preis.

+++ 13.20 Uhr: SPD: Keine Aushöhlung von Journalisten-Rechten +++

Die SPD-Fraktion will nicht zulassen, dass der Verfassungsschutz weitgehende Rechte zum Ausspähen von Journalisten bekommt. Fraktionsvize Eva Högl kündigte Widerstand gegen die von Innenminister Horst Seehofer (CSU) geplante Novelle des Verfassungsschutz-Gesetzes an. "Das Gesetz wird so auf keinen Fall kommen, jedenfalls nicht mit uns", sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Reporter ohne Grenzen hatte kritisiert, Seehofers Reform hebele das Redaktionsgeheimnis aus. Geheimdienste könnten damit in die Computer und Smartphones von Journalisten eindringen und verdeckt nach Recherchematerialien suchen. Das Innenministerium hatte erwidert, eine Einschränkung des bestehenden Schutzes von Journalisten sei nicht beabsichtigt.

+++ 12.50 Uhr: Drei Tote bei Geiselnahme in Zürich +++

Bei einer Geiselnahme in Zürich sind drei Menschen gestorben. Wie die Polizei mitteilte, hatte ein 60 Jahre alter Mann am frühen Morgen zwei Frauen in einer Wohnung in seine Gewalt genommen und damit gedroht, sie zu erschießen. Der Mann verhandelte dabei aus einem Fenster heraus mit der Polizei, die von einer Nachbarin und möglicherweise einem der Opfer selbst gegen 5.20 Uhr alarmiert wurde. Der 60-Jährige forderte die Polizei auf, sich zurückzuziehen. Die Polizei sperrte die Gegend rund um das Mehrfamilienhaus weiträumig ab und alarmierte Spezialisten einer Verhandlungsgruppe.

Rund drei Stunden nach Beginn des Einsatzes erklärte der Mann, dass er in wenigen Minuten aufgeben und sich der Polizei stellen werde. Wenig später fielen dann aber mehrere Schüsse. Die Polizei stürmte daher die Wohnung in einem Wohnviertel am Stadtrand von Zürich und fand dort drei schwer verletzte Personen. Trotz sofortigen Reanimationsversuchen starben alle drei noch vor Ort. Die mutmaßliche Tatwaffe wurde sichergestellt, die Ermittlungen zu den genauen Hintergründe und dem Tathergang eingeleitet. Bei dem toten Mann handelt es sich laut Polizei um einen 60 Jahre alten Schweizer. Die beiden Frauen, deren Nationalitäten noch nicht bekannt sind, waren 34 und 38 Jahre alt.

+++ 12.33 Uhr: China kündigt eigene schwarze Liste mit ausländischen Firmen an +++

Im Handelskonflikt mit den USA hat China die Schaffung einer eigenen schwarzen Liste mit nicht vertrauenswürdigen ausländischen Firmen angekündigt. Auf diese Liste der "unzuverlässigen" Firmen würden diejenigen gesetzt, "die die legitimen Rechte und Interessen chinesischer Unternehmen ernsthaft schädigen", kündigte der Sprecher des Handelsministeriums, Gao Feng, in Peking an.

+++ 12.29 Uhr: Türkische Wirtschaft überwindet vorerst Rezession +++

Die Türkei hat im ersten Quartal ein Wachstum von 1,3 Prozent verzeichnet und damit vorerst die Rezession hinter sich gelassen. Wie die türkische Statistikbehörde (Tüik) mitteilte, wuchs die türkische Wirtschaft von Januar bis März um 1,3 Prozent im Verhältnis zum vorherigen Quartal. Ende 2018 war die Wirtschaft das zweite Quartal in Folge zurückgegangen. Damit war die Türkei erstmals seit 2009 in die Rezession gerutscht.

+++ 11.47 Uhr: Vulkan auf Bali speit Asche zwei Kilometer in die Höhe +++

Auf der indonesischen Urlauberinsel Bali ist der Vulkan Agung erneut ausgebrochen. Über dem Berg standen am Freitag Aschewolken bis zu zwei Kilometer in die Höhe. Der mehr als 3000 Meter hohe Ganung Agung - so der vollständige Name - ist seit Ende 2017 wieder aktiv. Indonesiens Katastrophenschutzbehörde versicherte, dass für Touristen keinerlei Gefahr bestehe. "Bali ist für Urlauber sicher", sagte Behördensprecher Sutopo Nugroho. Der Vulkan liegt von den Touristenzentren auch verhältnismäßig weit entfernt.

Der Ätna auf Sizilien ist der aktivste Vulkan Europas.


+++ 11.44 Uhr: Bamf lehnt Familiennachzug von Flüchtlingen aus Griechenland zumeist ab +++

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) lehnt die große Mehrheit aller Anträge auf Familiennachzug von in Griechenland lebenden Flüchtlingen ab. Zwischen Januar und Ende Mai des laufenden Jahres stellten die griechischen Asylbehörden 626 Anträge für Flüchtlinge, die zu ihren Familienangehörigen nach Deutschland nachkommen sollten, wie aus einer AFP vorliegenden Regierungsantwort auf eine parlamentarische Anfrage hervorgeht. Davon lehnte das Bamf 472 Anträge ab.

+++ 11.43 Uhr: Weitere mögliche Missbrauchs-Fälle im Bistum Würzburg +++

Das Bistum Würzburg hat lange zurückliegende mögliche Fälle von sexuellem Missbrauch ausfindig gemacht. Akten von 13 Priestern aus den Jahren 1946 bis 1999 seien an die Staatsanwaltschaft übergeben worden, teilte das Bistum mit. Auffällig seien 94 von 2922 Akten gewesen, sagte ein Rechtsanwalt, dessen Kanzlei die alten Akten geprüft hat. Sie hätten Hinweise auf sexuellen Missbrauch oder andere Gewalttaten wie körperliche Züchtigung im Religionsunterricht ergeben. Gut ein Drittel der Hinweise seien schon strafrechtlich verfolgt worden. Bei anderen seien die mutmaßlichen Täter inzwischen gestorben.

+++ 11.38 Uhr: UN-Experte - Assange war psychologischer Folter ausgesetzt +++

Wikileaks-Gründer Julian Assange ist nach Ansicht eines UN-Sonderberichterstatters über Jahre hinweg psychologischer Folter ausgesetzt worden. Assange weise alle entsprechenden Symptome auf, "dazu gehören extremer Stress, chronische Angst und ein schweres psychologisches Trauma", sagte Nils Melzer, Sonderberichterstatter zum Thema Folter, laut einer Mitteilung. "Es ist offensichtlich, dass die Gesundheit von Herrn Assange ernsthaft durch das extrem feindselige und willkürliche Umfeld der vergangenen Jahre beeinträchtigt wurde."

+++ 11.07 Uhr: Forscher finden ältesten Film von einer Sonnenfinsternis +++

Wissenschaftler haben den nach ihren Angaben ältesten Film über eine totale Sonnenfinsternis wiederentdeckt. Das verwackelte Material aus dem Jahr 1900 stammt vom britischen Filmemacher Nevil Maskelyne und lag in den Archiven der Königlichen Astronomischen Gesellschaft. Maskelyne hatte die jetzt überarbeiteten bewegten Bilder während einer Expedition in North Carolina (USA) aufgenommen. Es war der zweite Versuch des Filmemachers, eine Sonnenfinsternis festzuhalten. Schon 1898 nahm er ein solches Spektakel in Indien auf, doch das Material war während seiner Rückreise gestohlen worden.

Der kleine Film ist hier online kostenlos abrufbar.

+++ 10.52 Uhr: Zehntausende Brasilianer demonstrieren Bolsonaros Bildungspolitik +++

In Brasilien sind erneut zehntausende Menschen gegen massive Kürzungen bei den Bildungsausgaben auf die Straße gegangen. Die Proteste gegen den Kurs des rechtsextremen Präsidenten Jair Bolsonaro begannen in der Hauptstadt Brasília und wurden im Verlauf des Donnerstags in mehr als hundert weiteren Städten fortgesetzt, wie AFP-Journalisten und brasilianische Medien berichteten. Mancherorts besetzten Demonstranten ganze Stadtviertel. In Rio de Janeiro wurde Bolsonaro als "Feind der Bildung" angeprangert.

+++ 9.45 Uhr: Tote und Verletzte nach Anschlag auf US-Konvoi in Kabul +++

Bei der Explosion einer Autobombe in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens vier Menschen getötet worden. Weitere acht seien verletzt worden, darunter vier US-Soldaten, teilten Sprecher des Innenministeriums und der US-Streitkräfte in Afghanistan mit. Ziel der Autobombe sei ein US-Konvoi gewesen, hieß es vom Sprecher der US-Streitkräfte. Die US-Soldaten seien leicht verletzt worden. Alle übrigen Opfer seien Zivilisten, hieß es aus dem Innenministerium. Zu dem Angriff bekannten sich die radikalislamischen Taliban.

+++ 9.23 Uhr: Netanjahus Likud nach Knesset-Auflösung in Umfragen stark +++

Nach der Auflösung des israelischen Parlaments führt die rechtskonservative Likud-Partei von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in Umfragen. Demnach würde sie aktuell mindestens die gleiche Zahl von Sitzen erhalten wie bei der Wahl im April - zwischen 35 und 37. Dies berichteten das israelische Fernsehen und die Nachrichtenseite Maariv. Danach erhält der Likud nun mehr Sitze als das Oppositionsbündnis der Mitte, Blau-Weiß, von Netanjahus Herausforderer, Ex-Militärchef Benny Gantz.

+++ 9.19 Uhr: Terrorgruppe Abu Sayyaf tötet niederländische Geisel +++

Nach mehr als sieben Jahren Geiselhaft hat die islamische Terrormiliz Abu Sayyaf auf der Philippinen-Insel Jolo nach Angaben des Militärs einen niederländischen Urlauber getötet. Der Mann wurde demnach erschossen, als er während eines Feuergefechts fliehen wollte. Sein Leichnam wurde in der Gemeinde Patikul gefunden, etwa tausend Kilometer südlich der Hauptstadt Manila. Der Niederländer war seit Februar 2012 in der Gewalt von Abu Sayyaf - so lange wie keine andere Geisel zuvor.

+++ 8.54 Uhr: Berlin will im USA-Iran-Konflikt deeskalieren +++

Die Bundesregierung will im Konflikt zwischen den USA und dem Iran eine ausgleichende Rolle einnehmen. "Wir wollen deeskalierend wirken", sagte der Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, Peter Beyer (CDU), am Freitag im ARD-"Morgenmagazin" vor den Gesprächen von US-Außenminister Mike Pompeo mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und seinem deutschen Amtskollegen Heiko Maas (SPD) in Berlin. Beyer sprach von einer "besorgniserregenden Entwicklung im Persischen Golf". Pompeo holt an diesem Freitag seinen vor gut drei Wochen kurzfristig abgesagten Besuch in Berlin nach. Der Iran wird laut Beyer neben China und Handelsfragen ein zentrales Thema der Unterredungen sein.

+++ 8.10 Uhr: Staatlich organisierte Demonstrationen im Iran gegen Israel +++

Am Al-Kuds-Tag haben im Iran staatlich organisierte Kundgebungen gegen Israel begonnen. Aus Solidarität mit den Palästinensern findet im Iran jedes Jahr am letzten Freitag des Fastenmonats Ramadan eine solche Kundgebung statt. Anlass ist die Besetzung Ost-Jerusalems durch Israel während des Sechs-Tage-Krieges 1967. Al-Kuds ist der arabische Name für Jerusalem. Zu den landesweiten Straßendemonstrationen, zu denen am Freitag nach Angaben des Staatssenders IRIB Millionen von Iranern erwartet wurden, hatte das islamische Establishment aufgerufen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Verleihung der Ehrendoktorwürde der Harvard-Universität

+++ 8.10 Uhr Zwei Israelis von Messerstecher in Ost-Jerusalem verletzt +++

 Zwei Israelis sind durch einen Messerstecher im annektierten Ostteil Jerusalems verletzt worden. Eines der Opfer befindet sich nach dem Angriff vom Freitag in Lebensgefahr, wie die Polizei mitteilte. Die Angriffe fanden am Damaskustor und am Jaffator statt. Demnach wurde der Attentäter, ein 19-jähriger Palästinenser, von Sicherheitskräften erschossen. Der Angriff ereignete sich vor dem letzten Freitagsgebet des islamischen Fastenmonats Ramadan, zu dem zehntausende Gläubige in der Al-Aksa-Moschee erwartet werden. 

+++ 8.07 Uhr: China will im Handelskrieg neue Zölle gegen USA in Kraft setzen +++

Der Handelskrieg zwischen China und den USA geht in eine neue Runde. Als Vergeltung auf bereits verhängte Strafzölle Washingtons treten an diesem Tag neue Strafen der Chinesen in Kraft. Das Handelsministerium in Peking will um Mitternacht Zölle auf US-Waren im Wert von 60 Milliarden Dollar anheben. 

+++ 8.02 Uhr: Laut der SPD-Politiker Kahrs und Annen gab es keine Probeabstimmungen in der Fraktion über Nahles +++

In der Debatte über die Zukunft des SPD-Fraktionsvorsitzes weisen wichtige SPD-Politiker einen Bericht zurück, dass es Probeabstimmungen über Fraktionschefin Andrea Nahles gegeben habe. "Es gab keine Probeabstimmungen", twitterte der Sprecher des konservativen Seeheimer Kreises der SPD, Johannes Kahrs. Auch Niels Annen, Staatsminister im Auswärtigen Amt, schrieb auf Twitter, es habe keine Probeabstimmung gegeben. Die Zeitungen der VRM-Gruppe hatten berichtet, dass Nahles bei Probeabstimmungen in den drei Parteigruppen am Mittwoch keine Mehrheit bekommen habe.

+++ 7.37 Uhr: Zeitung: Nordkoreanischer Sondergesandter für die USA hingerichtet +++

Nach dem ergebnislosen Gipfeltreffen von Hanoi hat Nordkorea einem südkoreanischen Zeitungsbericht zufolge seinen Sondergesandten für die USA hingerichtet. Kim Hyok Chol sei nach seiner Rückkehr im März am Mirim-Flughafen bei Pjöngjang erschossen worden, berichtete die Tageszeitung "Chosun Ilbo" unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen. Kim Hyok Chol hatte zusammen mit dem US-Gesandten Stephen Biegun das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un vorbereitet. 

In Vietnams Hauptstadt Hanoi begrüßten sich Donald Trump und Kim Jong Un zum Auftakt mit einem langen Handschlag

+++ 6.57 Uhr: Philippinen schicken tonnenweise Abfall zurück nach Kanada +++

Nach jahrelangem Streit haben die Philippinen 69 Schiffscontainer mit Abfall nach Kanada zurückgeschickt. Das teilte Außenminister Teodoro Locsin im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Der Müll war zwischen 2013 und 2014 von einer kanadischen Firma in das südostasiatische Land geschickt worden. Das Unternehmen hatte ihn fälschlicherweise als recycelbar gekennzeichnet. Am Freitag wurden die Container auf ein Schiff im philippinischen Hafen Subic Bay verladen.

Ein Demonstrant der EcoWaste-Bewegung auf den Philippinen trägt einen selbstgebastelten, mit Plastik gefüllten Container.

+++ 6.48 Uhr: Familien von Opfern der Bootstragödie reisen nach Ungarn +++

Zwei Tage nach dem schweren Schiffsunglück auf der Donau in Budapest reisen die ersten Angehörigen der aus Südkorea stammenden Todesopfer und Vermissten nach Ungarn. Es seien zunächst zehn Mitglieder von betroffenen Familien nach Budapest abgeflogen, berichteten südkoreanische TV-Sender. Im Verlauf des Tages würden weitere mehr als 30 Angehörige folgen. Auch wurde die südkoreanische Außenministerin Kang Kyung Wha in Budapest erwartet. Rettungskräfte des ostasiatischen Landes, darunter Spezialtaucher, sollen zudem die Suche am Unglücksort unterstützen. 

+++ 6.05 Uhr: Künstliche Intelligenz schlägt Menschen auch bei Teamspielen +++

Es ist ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI): Nachdem KI-Systeme die besten menschlichen Spieler in Schach und Go geschlagen haben, erreichen sie auch bei Spielen mit mehreren Teammitgliedern eine höhere Erfolgsquote. Eine Gruppe des Unternehmens DeepMind in London um Max Jaderberg berichtet über die Weiterentwicklung ihres KI-Systems im Fachjournal "Science".

+++ 5.35 Uhr: Der Bundeszentrale für Bildung zufolge driften Ost- und Westdeutschland auseinander +++

Der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, beobachtet ein Auseinanderdriften von West- und Ostdeutschland bei Wahlen. "Die Situation ist tatsächlich Besorgnis erregend", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Und wir merken schon seit einigen Jahren, dass das Wahlverhalten von Ost- und Westdeutschen auseinander geht." Wenn man verhindern wolle, dass eine Partei wie die AfD gewinne, dann müsse es zu klareren Alternativen und Positionen der anderen Parteien kommen, sagte Krüger, der selbst Ostdeutscher ist. "Die AfD profitiert von der allgemeinen Proteststimmung, nicht mehr repräsentiert zu sein. Deshalb ist es jetzt an den Parteien, klarere Kante zu zeigen. Und das geht auch."

+++ 2.23 Uhr: Sechs Tote bei Kämpfen in Haftanstalt in Ecuador +++

Mindestens sechs Häftlinge sind in einem Gefängnis in Ecuador bei Zusammenstößen zwischen rivalisierenden Banden getötet worden. Weitere 14 Insassen wurden am Donnerstag in der Haftanstalt in Guayaquil verletzt, wie die Zeitung "La Hora" berichtete. Fünf der Opfer kamen bei einer Schießerei zwischen den Häftlingen ums Leben, das sechste wurde verbrannt, wie der Leiter der Haftanstalt Penitenciaría del Litoral, Alfredo Muñoz, sagte. 

+++ 1.02 Uhr: Staatsanwaltschaft erhebt elf neue Anklagen gegen R. Kelly +++

Die Staatsanwaltschaft von Chicago hat am Donnerstag elf neue Anklagen wegen Sexualstraftaten gegen den US-Sänger R. Kelly erhoben. Es handele sich jedoch nicht um neue Fälle, teilte Kellys Anwalt Steve Greenberg im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Die Staatsanwaltschaft habe in einem zehn Jahre alten Fall neue Vorwürfe gegen Kelly erhoben. Der 52-Jährige ist bereits wegen schweren sexuellen Missbrauchs in zehn Fällen angeklagt. Betroffen sind vier Frauen, von denen drei zum Zeitpunkt der vorgeworfenen Taten noch minderjährig waren. Örtlichen Medienberichten zufolge drohen Kelly wegen einiger der Anklagepunkte bis zu 30 Jahre Haft. 

+++ 0.52 Uhr: US-Klage gegen Bayer-Tochter Monsanto +++

Dem Bayer-Konzern steht neuer rechtlicher Ärger wegen der US-Tochter Monsanto ins Haus. Der Landkreis Los Angeles reichte beim zuständigen kalifornischen Bundesbezirksgericht Klage wegen angeblich vor Jahrzehnten schon verursachter Umweltschäden ein. Das Unternehmen müsse sich an den Kosten für die Säuberung von Dutzenden mit PCB-Chemikalien verseuchten Gewässern beteiligen und Strafschadenersatz zahlen, fordern die Kläger. Bayer äußerte sich zunächst nicht zu der Klage.

+++ 0.07 Uhr: Daniel Günther bekräftigt Kramp-Karrenbauers Anspruch auf Kanzlerkandidatur +++

Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sieht mit Blick auf die bevorstehende Suche nach einem Kanzlerkandidaten bei der Union "den ersten Anspruch" bei CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer. Zwar seien ihre Äußerungen rund um das Video des Youtubers Rezo "nicht besonders hilfreich" gewesen, trotzdem mache die Saarländerin einen "guten Job". Er traue ihr das Amt als Kanzlerin "allemal zu", sagte er der "Welt".

Budapest: 7 Tote nach Bootsunglück – Suche nach Überlebenden geht weiter
tis / fs / rw / DPA / AFP
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(