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News des Tages: Technischer Defekt: Merkel verpasst wegen Flugzeugpanne Auftakt des G20-Gipfels

WHO wollte die Masern ausrotten, doch nun steigt die Zahl der Infektionen weltweit rasant an +++ AfD-Kandidatin als Bundestags-Vize durchgefallen +++ Bayer plant massiven Stellenabbau +++ Konsequenzen nach Genmanipulation bei Babys +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Der Airbus A340 der Luftwaffe "Konrad Adenauer"

Der Airbus A340 der Luftwaffe "Konrad Adenauer"

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Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Masern-Infektionen steigen rasant an (19 Uhr)
  • AfD-Kandidatin Harder-Kühnel als Bundestags-Vize durchgefallen (17.25 Uhr)
  • Van Gogh-Museum: Foto zeigt nicht den Maler (16.29 Uhr)
  • Bayer plant Stellenabbau (15.12 Uhr)
  • Bundestag stimmt für UN-Migrationspakt (14.25 Uhr)
  • Razzien bei der Deutschen Bank (10.35 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:      

+++ 23.04 Uhr: Höhere Beiträge zur Pflegeversicherung +++

Die Pflegeversicherung wird teurer: Zum 1. Januar steigt der Beitragssatz um 0,5 Prozentpunkte. Das beschloss der Bundestag am späten Donnerstagabend. Ab dem kommenden Jahr werden damit 3,05 Prozent des Bruttolohns als Pflegebeitrag fällig. Kinderlose müssen 3,3 Prozent zahlen. Dadurch werden jährliche Mehreinnahmen von 7,6 Milliarden Euro erwartet. "Gute Pflege muss uns etwas wert sein", erklärte Gesundheitsstaatssekretär Thomas Gebhart (CDU) und sprach von einem "absolut notwendigen Schritt".

+++ 22.52 Uhr: Merkel verpasst wegen Flugzeugpanne Auftakt des G20-Gipfels +++

Wegen einer Flugzeugpanne verpasst Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Auftakt des G20-Gipfels in Buenos Aires. Nach dem Start in Berlin musste die Regierungsmaschine am Donnerstagabend wegen technischer Probleme in Köln notlanden. Eine Regierungssprecherin teilte mit, dass die Kanzlerin ihre Reise erst am Freitag fortsetzen könne, der Gipfel beginnt jedoch bereits am Vormittag.

+++ 22.24 Uhr: Merkel sitzt in Köln fest - kein Weiterflug nach Argentinien +++

Nach dem technischen Defekt ihres Regierungsflugzeugs auf dem Weg zum G20-Gipfel in Argentinien hat Kanzlerin Angela Merkel am späten Donnerstagabend in Köln festgesessen. Ein direkter Weiterflug mit einem Ersatz-Airbus sei nicht möglich, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert vor mitreisenden Journalisten. Dies liege unter anderem an den Dienstzeiten und Verfügbarkeiten von Besatzungen und Flugkapitänen. Jetzt werde geprüft, wann die Kanzlerin und gegebenenfalls ein kleiner Teil ihrer Delegation nach Buenos Aires fliegen könne, so dass sie zumindest an einem Teil des Programmes des ersten Gipfeltages noch teilnehmen könne. Es gehe zum Beispiel um die Frage, ob eine Teilnahme am geplanten Abendessen der Staats- und Regierungschefs noch möglich sei. Dieses war für Samstagmorgen 00.30 Uhr deutscher Zeit geplant. Geprüft wurde demnach auch, ob es eine Möglichkeit für die Kanzlerin gibt, mit einem Linienflug nach Buenos Aires zu kommen.

+++ 21.58 Uhr: Technischer Defekt: Merkel muss Flug zu G20 unterbrechen +++

Wegen eines technischen Defekts am Kanzler-Airbus "Konrad Adenauer" hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ihren Flug zum G20-Gipfel in Buenos Aires am Abend unterbrechen müssen. Nach etwa einer Stunde Flugzeit kehrte die Maschine mit der Kanzlerin an Bord über den Niederlanden um. Der Airbus landete sicher in Köln, wo die Kanzlerin in eine Ersatzmaschine steigen wollte. Merkel war gemeinsam mit Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) auf dem Weg nach Argentinien. Zuerst hatte der Militär-Blog "Augen Geradeaus" über Probleme mit der Maschine berichtet.

+++ 21.12 Uhr: Merkel muss Flug zu G20 unterbrechen +++

Wegen eines technischen Defekts am Kanzler-Airbus "Konrad Adenauer" hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ihren Flug von Berlin zum G20-Gipfel in Buenos Aires am Abend unterbrechen müssen. Nach etwa einer Stunde Flugzeit kehrte die Maschine mit der Kanzlerin an Bord über den Niederlanden um. Der Airbus landete in Köln, wo die Kanzlerin in eine Ersatzmaschine steigen wollte.

+++ 19.42 Uhr: "Feuervulkan" in Guatemala bricht wieder aus +++

Gut ein halbes Jahr nach dem Ausbruch des Volcán de Fuego (Feuervulkan) in Guatemala mit mindestens 194 Todesopfern hat der Vulkan wieder verstärkt Aktivität gezeigt. Die Explosionen ereigneten sich acht- bis zehnmal pro Stunde und ließen eine knapp fünf Kilometer hohe Aschewolke aufsteigen, wie die verantwortliche Katastrophenschutz-Behörde (Conred) in Guatemala-Stadt mitteilte. Die neuerlichen Explosionen versetzten die Bewohner der angrenzenden Gemeinden in Alarmbereitschaft. Der Feuervulkan liegt rund 40 Kilometer südwestlich von Guatemala-Stadt und war zuletzt immer wieder aktiv. Bei einem schweren Ausbruch Anfang Juni waren ganze Dörfer von Lava und Geröll bedeckt worden.

+++ 19.22 Uhr: Sieben verletzte Einsatzkräfte nach Explosion eines Autos in Wiesbaden +++

Sechs Feuerwehrmänner und ein Polizist sind bei der Explosion eines Autos in Wiesbaden verletzt worden. Sie hatten versucht, zwei brennende Fahrzeuge zu löschen, als es zu einer explosionsartigen Verpuffung von Benzindämpfen kam, sagte ein Polizeisprecher. Ein Auto war während der Fahrt aus noch nicht bekannter Ursache in Brand geraten. Autofahrer hätten die Fahrerin, die das zunächst nicht bemerkte, auf das brennende Fahrzeug aufmerksam gemacht, hieß es weiter. Als die Frau am Fahrbahnrand hielt und unverletzt aussteigen konnte, dehnte sich das Feuer über den Wagen aus und die Flammen griffen auf das zweite, in unmittelbarer Nähe stehende Fahrzeug über. Bei der Explosion wurden die bereits mit den Löscharbeiten beschäftigten Feuerwehrleute und ein Polizist durch die Verpuffung und umherfliegende Glassplitter verletzt. Sie wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

+++ 19.00 Uhr: WHO besorgt: Zahl der Maserninfektionen weltweit um 30 Prozent angestiegen +++

Die rasant steigende Zahl der Maserninfektionen alarmiert die Weltgesundheitsorganisation (WHO). 2017 seien weltweit 30 Prozent mehr Fälle gemeldet worden als im Jahr davor, berichtete die Unterorganisation der Vereinten Nationen in Genf. In diesem Jahr wiederum seien es schon bis November zehn Prozent mehr Fälle gewesen als 2017. Ursprüngliches Ziel war es, die Masern bis zum Jahr 2020 auszurotten. Die WHO ist skeptisch, ob das noch gelingt - trotz großer Fortschritte seit dem Jahr 2000. Besorgniserregend sei auch die Entwicklung in Deutschland, erklärten WHO-Experten. Weil viele Eltern in Ländern wie Deutschland kaum noch Masernfälle sähen, unterschätzten sie möglicherweise die Gefahr und würden leichtsinnig. Von den 53 Staaten der europäischen WHO-Region haben nach Angaben der deutschen Nationalen Verifizierungskommission Masern/Röteln (NAVKO) 37 die Masern eliminiert. Deutschland zählt nicht dazu. 2016 seien 325 Fälle gemeldet worden, im vergangenen Jahr 929, teilte die NAVKO im November mit.

+++ 18.58 Uhr: Angeblich einzige Mondsteine aus Privatbesitz für 855.000 Dollar versteigert +++

Die angeblich einzigen Mondsteine in privater Hand sind bei einer Auktion in New York für 855.000 Dollar (etwa 750.000 Euro) versteigert worden. Wer die winzigen Steinchen erwarb, teilte das Auktionshaus Sotheby's zunächst nicht mit. Sotheby's hatte zuvor mit einem Preis von bis zu einer Million Dollar gerechnet. Die drei Steinchen waren 1970 von der unbemannten sowjetischen "Luna-16"-Mission zur Erde gebracht worden. Dann wurden sie der Witwe von Sergej Koroljow (1906-1966), einem früheren Architekten des sowjetischen Raumfahrtprogramms, geschenkt. 1993 wurden sie bei einer Auktion für 442.500 Dollar an einen amerikanischen Sammler versteigert. Alle anderen bekannten Mondsteine auf der Erde befinden sich nach Angaben von Sotheby's in öffentlicher Hand.

+++ 18.40 Uhr: Russische Hackergruppe "Snake" attackiert Bundestagsabgeordnete und Bundeswehr +++

Die Sicherheitsbehörden haben einem Medienbericht zufolge einen neuen Angriff einer Hackergruppe bemerkt, die dem russischen Geheimdienst zugerechnet wird. Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet, wurden mehrere Bundestagsabgeordnete über ihren Partei-Mailaccount attackiert. Zudem sollen demnach die Bundeswehr sowie mehrere Botschaften betroffen gewesen sein. Der letzte Angriff wurde dem Bericht zufolge am 14. November bemerkt. Hinter der Hackerkampagne soll demnach nach ersten Erkenntnissen die Gruppe "Snake" alias "Turla" stecken. Ein hochrangiger Sicherheitsbeamter sagte dem "Spiegel", "Snake" sei wieder aktiv. Ob und welche Daten beim jüngsten Angriff abgeflossen seien, werde noch geprüft.

+++ 17.52 Uhr: Nach Tötung von Khashoggi: Kanada verhängt Sanktionen gegen 17 Saudis +++

Kanada hat in Zusammenhang mit der Tötung des regimekritischen Journalisten Jamal Khashoggi 17 Menschen aus Saudi-Arabien mit Sanktionen belegt. Diese Menschen seien nach Einschätzung der kanadischen Regierung an der Tötung direkt oder indirekt beteiligt gewesen, teilte Außenministerin Chrystia Freeland mit. Mit den Sanktionen würden ihre Konten eingefroren und ihr sonstiger Besitz in Kanada ein und blockierten ihre Einreise in das nordamerikanische Land. Um wen es sich bei den 17 saudischen Staatsbürgern handelte, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

Fall Khashoggi: Geld vor Moral: Trump will weiter Öl- und Waffendeals mit Saudi-Arabien

 

Khashoggi war Anfang Oktober im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul getötet worden. Die bisherigen Erklärungen Saudi-Arabiens zeichneten sich durch "fehlende Konsistenz und Glaubwürdigkeit" aus, sagte Freeland. Kanada verlange weiter eine transparente Untersuchung des Vorfalls.

+++ 17.40 Uhr: EU-Parlament besorgt über Vorgehen deutscher Jugendämter +++

Das Europaparlament hat deutsche Jugendämter aufgefordert, Rechte von Kindern mit einem nichtdeutschen Elternteil angemessen zu wahren. Hintergrund sind Klagen von Eltern über mutmaßliche Diskriminierung und willkürliche Maßnahmen, wie das Parlament in Brüssel mitteilte.

Beim Petitionsausschuss häuften sich schon seit zehn Jahren Eingaben nichtdeutscher Eltern gegen das Verhalten der Jugendämter, hieß es. "Die Abgeordneten äußern ihre Besorgnis über die von den Petenten angesprochenen Fälle." Das Parlament fordere für Kinder binationaler Paare das Recht, ihre Identität zu behalten.

+++ 17.25 Uhr: AfD-Kandidatin im ersten Wahlgang als Bundestagsvizepräsidentin durchgefallen +++

Die hessische AfD-Abgeordnete Mariana Harder-Kühnel ist bei der Wahl für das Amt der Bundestagsvizepräsidentin im ersten Wahlgang durchgefallen. Sie erhielt 223 Ja-Stimmen, 387 Abgeordnete stimmten mit Nein, deshalb erhielt sie nicht die erforderliche Mehrheit. Die 44-jährige Rechtsanwältin war Anfang des Monats von ihrer Fraktion zur Kandidatin bestimmt worden, nachdem der AfD-Abgeordnete Albrecht Glaser vor rund einem Jahr dreimal durchgefallen war. 

+++ 17.21 Uhr: Frankreich weist Scholz' Vorschlag zu Sitz im UN-Sicherheitsrat zurück +++

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich mit seinem Vorschlag für einen gemeinsamen EU-Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eine Abfuhr aus Paris geholt: Frankreich will auf seinen ständigen Sitz in dem UN-Gremium nicht verzichten, wie das Außenministerium in Paris deutlich machte. Stattdessen will sich die französische Regierung für einen ständigen Sitz Deutschlands einsetzen.     

Scholz hatte sich am Mittwoch dafür ausgesprochen, den ständigen Sitz Frankreichs im UN-Sicherheitsrat in einen gemeinsamen EU-Sitz umzuwandeln. "Im Gegenzug sollte Frankreich dann permanent den EU-Botschafter bei den Vereinten Nationen stellen", sagte der SPD-Politiker in einer Rede in Berlin.

+++ 16.29 Uhr: Van Gogh-Museum: Foto zeigt Bruder Theo und nicht Maler Vincent +++

Ein Foto mit dem vermeintlichen Porträt des jungen Vincent van Gogh zeigt nach Einschätzung des Amsterdamer Van Gogh Museums nicht den Maler, sondern seinen Bruder Theo. Das Museum präsentierte am Donnerstag die Ergebnisse einer Untersuchung: Das Foto zeige eindeutig Theo van Gogh im Alter von 15 Jahren. 

Dem niederländischen Maler Vincent van Gogh (1853-1890) wurden bislang zwei Porträtfotos zugeordnet. "Er ließ sich nicht gerne fotografieren", sagte der Kunsthistoriker Teio Meedendorp vom Van Gogh Museum. Ein Foto aus dem Jahre 1873 zeigt ihn als 19-Jährigen -  das gilt als sicher. 

Das zweite sollte 1866 in Brüssel aufgenommen worden sein. Doch Untersuchungen ergaben, dass das nicht stimmen konnte. So gab es das angegebene Fotostudio damals noch gar nicht. Gesichtsanalysen von Forschern bestätigten dann nach Angaben des Museums, dass Bruder Theo abgebildet ist.

Van Gogh-Museum: Foto zeigt Bruder Theo und nicht Maler Vincent

Ein Foto zeigt offenbar den 15-jährigen Theo van Gogh, den Bruder des Malers Vincent

+++ 16.23 Uhr: SPD-Politiker Kelber zum neuen Datenschutzbeauftragten gewählt +++

Der 50-jährige SPD-Politiker Ulrich Kelber wird neuer Datenschutzbeauftragter des Bundes. Der Bundestag wählte den früheren Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesjustizministerium mit 444 Stimmen zum Nachfolger der bisherigen Datenschutzbeauftragten Andrea Voßhoff. Es gab 176 Nein-Stimmen, 37 Abgeordnete enthielten sich. Kelber tritt sein Amt Anfang kommenden Jahres an.    

Kelber sitzt seit dem Jahr 2000 im Bundestag, von 2005 bis 2013 war er Vizechef der SPD-Fraktion. Von 2013 bis Anfang dieses Jahres war er Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesjustizministerium.

+++ 16.18 Uhr: Katholischer Diakon wegen Vergewaltigung einer 15-Jährigen angeklagt +++

In Bayern soll ein 65 Jahre alter katholischer Diakon eine 15-jährige Ministrantin vergewaltigt haben. Eine entsprechende Klage sei Anfang November beim Amtsgericht München eingereicht worden, teilte die Staatsanwaltschaft München I am Donnerstag mit. Der Geistliche soll sich im Mai 2018 bei einer Fahrt nach Nürnberg an der damals 15-Jährigen vergangen haben, so der Vorwurf der Ermittler.

Die katholische Kirche in Deutschland beschäftigt sich seit Jahren mit der Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in den eigenen Reihen. Dazu hatte die Bischofskonferenz Ende September eine umfassende Studie veröffentlicht. Demnach sollen zwischen 1946 und 2014 mindestens 1670 Kleriker 3677 Minderjährige missbraucht haben.

+++ 16.10 Uhr: Animierter Popstar Hatsune Miku auf Europa-Tournee +++

Die computeranimierte Sängerin Hatsune Miku startet ihre erste Europa-Tournee. Den Auftakt macht die virtuelle Pixel-Prinzessin mit einem Konzert in Paris am Samstag. Anschließend geht es für die Figur im Manga-Stil weiter nach Köln (4.12.) und London. Die dreidimensionale Projektion des Mädchens mit den blauen Haaren und den großen Augen ist schon auf der ganzen Welt aufgetreten. Programmiert und hochgeladen wurde die Sängerin bereits 2007 von einer japanischen IT-Firma. Seitdem zieht Hatsune Miku nicht nur in Japan ein Millionenpublikum mit ihrer künstlichen Gesangsstimme in ihren Bann. 

+++ 15.12 Uhr: Bayer plant weltweit Abbau von 12.000 Stellen +++

Der Leverkusener Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer will bis Ende 2021 weltweit rund 12.000 Stellen abbauen - viele davon in Deutschland. Der größte Teil des Stellenabbaus werde auf das Pflanzenschutzgeschäft und auf die übergreifenden Konzernfunktionen entfallen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Leverkusen mit. Gleichzeitig vereinbarte Bayer mit dem Betriebsrat in Deutschland ein Zukunftssicherungsprogramm, das betriebsbedingte Kündigungen im Personalverbund der Bayer AG in Deutschland bis Ende 2025 grundsätzlich ausschließt.

Die Effizienz- und Strukturmaßnahmen sollen die Wettbewerbsfähigkeit des Dax-Konzerns steigern und einschließlich der erwarteten Synergien aus der Monsanto-Übernahme von 2022 an jährliche Beiträge in Höhe von 2,6 Milliarden Euro generieren. Der Personalabbau ist Bestandteil eines Effizienzsteigerungsprogramms, mit dem das Unternehmen Produktivität und Ertragskraft deutlich steigern will. Weitere Bestandteile sind die Trennung vom Geschäft mit Tiergesundheit, der Verkauf der Marken Coppertone und Dr. Scholl's sowie die Abgabe des 60-prozentigen Anteils an dem deutschen Chemiestandort-Dienstleister Currenta.

+++ 14.25 Uhr: Bundestag stimmt UN-Migrationspakt zu +++

Der Bundestag hat den geplanten Migrationspakt der Vereinten Nationen begrüßt und zugleich die Wahrung der nationalen Souveränität bekräftigt. Der Pakt entfalte "keinerlei rechtsändernde oder rechtssetzende Wirkung", heißt es in einem Entschließungsantrag der Koalitionsfraktionen, der am Donnerstag beschlossen wurde. Dazu gehöre, dass deutsche Gesetze etwa im Ausländer- und Sozialrecht sowie behördliche und gerichtliche Entscheidungen uneingeschränkt gälten und durchgesetzt würden. Der Bundestag begrüße, dass die Staatengemeinschaft den Pakt erarbeitet habe, der dazu beitragen solle, Migration stärker zu ordnen, zu steuern und zu begrenzen.

In namentlicher Abstimmung votierten 372 Abgeordnete für diesen Antrag, 153 stimmten mit Nein, 141 enthielten sich. In der Debatte hatten Außenminister Heiko Maas (SPD) und Redner von Koalition, Grünen, Linken und FDP den Pakt gegen Kritik der AfD verteidigt. 

+++ 14.05 Uhr: Slowakisches Parlament stimmt gegen UN-Migrationspakt +++

Das Parlament der Slowakei hat mit großer Mehrheit gegen die Annahme des UN-Migrationspakts gestimmt. Der globale Pakt für sichere, geordnete und reguläre Migration stehe in seiner derzeitigen Fassung "nicht im Einklang mit der Sicherheits- und Migrationspolitik der Slowakischen Republik", heißt es in einer von den regierenden Sozialdemokraten und Rechtspopulisten vorgelegten Parlamentserklärung, für die am Donnerstag 90 der 150 Abgeordneten stimmten. Nur 15 Parlamentarier stimmten gegen die Erklärung, der Rest enthielt sich der Stimme oder blieb der Abstimmung fern.

+++ 13.48 Uhr: Ureinwohner durchtrennen Öl-Pipeline in Peru +++

Dem Nordosten Perus droht einem Ölkonzern zufolge eine Umweltkatastrophe. Ureinwohner hätten in der Amazonas-Region eine Öl-Pipeline durchtrennt, wodurch rund 8000 Barrel ausgelaufen seien, sagte Beatriz Alva von der staatlichen Erdölgesellschaft Petroperu am Mittwoch (Ortszeit) dem Fernsehsender N. "Wir müssen mit einer Umweltkatastrophe rechnen", sagte sie.

Einwohner einer entlegenen Gemeinde in der Region Loreto im Nordosten des Landes durchtrennten die Leitung demnach aus Protest gegen angebliche Unregelmäßigkeiten bei Lokalwahlen im Oktober. Sie hätten auch Arbeiter von der Reparatur abgehalten. Durch das Leck trete weiter Öl aus.

+++ 13.46 Uhr: An Genmanipulation bei Babys beteiligte Forscher in China müssen Arbeit beenden +++

Die chinesische Regierung hat dem Wissenschaftler He Jiankui und seinen Mitarbeitern weitere Forschungsaktivitäten untersagt. Die von He berichtete Erzeugung genmanipulierter Babys sei "äußerst abscheulicher Natur" und verletze chinesische Gesetze und die wissenschaftliche Ethik, sagte der stellvertretende Wissenschaftsminister Xu Nanping der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag. Zuvor hatten sich schon die Nationale Gesundheitskommission des Landes und die Chinesische Gesellschaft für Wissenschaft und Technologie (CAST) von He distanziert.

He hatte zu Wochenbeginn mit einem auf Youtube veröffentlichten Video bei Wissenschaftlern und Ethikern weltweit für Entsetzen gesorgt. Darin hatte er die Geburt der ersten genmanipulierten Babys Lulu und Nana verkündet. Mit der Genschere Crispr/Cas9 hatte er nach eigener Darstellung in den Embryonen einen Zellrezeptor deaktiviert, der wichtig für die Infektion mit dem HI-Virus ist. Eine unabhängige Bestätigung für die Behauptung gibt es bislang nicht. Experten bezweifeln den medizinischen Nutzen der Versuche und verweisen auf gesundheitliche Risiken für die beiden Mädchen und auch für ihre Nachkommen.

+++ 13.35 Uhr: AfD-Nord-Landeschefin droht Fraktionsausschluss +++

Die AfD im schleswig-holsteinischen Landtag erwägt den Ausschluss der Landesvorsitzenden Doris von Sayn-Wittgenstein aus der Fraktion. Hintergrund ist das Engagement der Politikerin für den als rechtsextrem eingestuften Verein Gedächtnisstätte. Die Landtagsabgeordnete habe in einem Gespräch am Mittwoch nicht nur bestätigt, dass sie zur Unterstützung des Vereins aufgerufen hat, sondern auch erklärt, dass sie dort seit Jahren Mitglied sei, teilte Fraktionschef Jörg Nobis am Donnerstag mit. "Da der Verein auf der Unvereinbarkeitsliste der AfD steht, hat diese Auskunft die Fraktion dazu gezwungen, darauf zu reagieren." Am Dienstag will die AfD-Fraktion demnach über einen möglichen Ausschluss von Sayn-Wittgenstein beraten.

+++ 12.25 Uhr: Babyleiche aus Duisburg zwischen Altkleidern in Polen entdeckt +++

Beim Sortieren von Altkleidern aus Duisburg ist in Polen die Leiche eines neugeborenen Mädchens gefunden worden. Die Polizei geht nach ersten Ermittlungen davon aus, dass der Säugling vor dem Transport nach Kielce in Duisburg in einen der rund 470 Altkleidercontainer der Wirtschaftsbetriebe gelegt wurde. Die Ermittler suchen nun die Mutter des Babys, die in Duisburg oder Umgebung leben könnte, wie eine Polizeisprecherin sagte. Sie befinde sich sicherlich in einer Ausnahmesituation und benötige womöglich Hilfe.

Das Kind, dem die Ermittler den Namen "Mia" gegeben haben, wurde demnach bereits am 17. November in Kielce entdeckt. Das Mädchen soll zwischen dem 31. Oktober und dem 8. November abgelegt worden sein. Die Polizei bittet um Hinweise.

+++ 12.14 Uhr: Fast jeder Dritte wünscht sich "Wetten, dass..?" zurück +++

Die einstige ZDF-Erfolgsshow "Wetten, dass..?" erfreut sich immer noch großer Popularität. Fast jeder Dritte möchte in Deutschland den Fernsehklassiker wieder auf den Bildschirm zurückhaben. 30 Prozent wünschten sich in einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsfirma YouGov im Auftrag der Zeitschrift "Auf einen Blick" die Rückkehr der Show, die bis 2011 mit Thomas Gottschalk lief und danach noch bis zur ihrer Einstellung 2014 mit Markus Lanz.

Auf Platz zwei landete der ARD-Klassiker "Am laufenden Band", den 20 Prozent der Befragten gerne zurück hätten - die Sendung, präsentiert von Spaßmacher Rudi Carrell - lief von 1974 bis 1979. Gleichauf mit 20 Prozent auf Platz zwei lag Stefan Raabs ProSieben-Spektakel "Schlag den Raab", das mit dem Abgang von Raab von der Fernsehbühne Ende 2015 beendet wurde. Auch "Spiel ohne Grenzen", vor allem in den sechziger und siebziger Jahren ein Hit, hat noch einige Anhänger. 19 Prozent wollen die internationale Spielshow wieder haben.

+++ 11.47 Uhr:  Geheimes Ninja-Dokument in Japan enthüllt +++

Japanische Ninjas gelten als sagenumwobene Kampfkünstler, über deren Traditionen bis heute nur wenig bekannt ist. Nun haben japanische Forscher einen seltenen, jahrhundertealten Ninja-Eid entdeckt, in dem die Kämpfer gelobten, die Geheimnisse ihrer außerordentlichen Spionage- und Sabotagefähigkeiten unter keinen Umständen preiszugeben. Insgesamt umfasst das Dokument sechs Versprechen, die vor rund 300 Jahren von einem Ninja namens "Insouke Kizu" unterzeichnet worden waren.

+++ 11.41 Uhr: Ukraine will deutsche Kriegsschiffe im Konflikt mit Russland +++

Im Konflikt mit Russland hat der ukrainische Präsident Petro Poroschenko Deutschland aufgerufen, Kriegsschiffe vor die Halbinsel Krim zu entsenden. "Wir brauchen eine erhöhte Präsenz von Kriegsschiffen aus Deutschland und verbündeten Ländern im Schwarzen Meer als Botschaft der Abschreckung gegen Russland", sagte Poroschenko den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstag). In der "Bild" setzte er auf die Hilfe von Bundeskanzlerin Angela Merkel: Sie sei eine große Freundin der Ukraine.

+++ 11.05 Uhr: Studie: Klimawandel bedroht die Gesundheit von immer Menschen weltweit +++

Der fortschreitende Klimawandel bedroht laut einer Studie die Gesundheit von immer mehr Menschen. Die aufgrund der Erderwärmung zunehmenden Hitzewellen machten insbesondere Senioren, gesundheitlich bereits geschwächten Menschen und Stadtbewohnern zu schaffen, heißt es in der internationalen Studie, die am Donnerstag im Fachblatt "The Lancet" veröffentlicht wurde. Europa ist besonders betroffen, da in seinen Städten besonders viele ältere Menschen leben.

+++ 11.04 Uhr: Weltwetterorganisation: 2018 war viertwärmstes Jahr+++

Die vier vergangenen Jahre waren nach Angaben der Weltwetterorganisation (WMO) die wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Das Jahr 2018 war nach den vorläufigen WMO-Analysen das viertwärmste seit Messbeginn. Auch die vergangenen zwei Jahrzehnte seien besonders warm gewesen, teilte die WMO am Donnerstag in Genf mit. Die 20 wärmsten Jahre lagen demnach in den vergangenen 22 Jahren.

+++ 10.40 Uhr: USA billigen Raketenverkauf an Saudis in Milliardenwert +++

Inmitten des Streits um die US-Unterstützung für Saudi-Arabien im jemenitischen Bürgerkrieg hat Washington den Weg für ein strategisch bedeutsames Waffengeschäfte mit Riad im Wert von 15 Milliarden Dollar (13 Mrd. Euro) frei gemacht. Die US-Regierung stimmte dem Verkauf von 44 Abschussrampen sowie von Raketen des Flugabwehrsystems THAAD an Saudi-Arabien zu, wie US-Medien am Mittwoch (Ortszeit) unter Berufung auf das US-Außenministerium berichteten. Demnach wurde die Vereinbarung am Montag unterzeichnet.

+++ 10.35 Uhr: Razzien bei der Deutschen Bank wegen Geldwäschevorwürfen +++

Auf der Suche nach Beweisen zu Geldwäschevorwürfen haben Ermittler am Morgen Geschäftsräume der Deutschen Bank durchsucht. Insgesamt 170 Beamte der Staatsanwaltschaft Frankfurt, des Bundeskriminalamts (BKA), der Steuerfahndung und der Bundespolizei rückten unter anderem in der Zentrale des größten deutschen Geldhauses in Frankfurt an. Ziel der großangelegten Razzien waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft sechs Gebäude in Frankfurt, Eschborn und Groß-Umstadt.

Mitarbeiter der Bank sollen Kunden geholfen haben, sogenannte Off-Shore-Gesellschaften in Steuerparadiesen zu gründen. Dabei sollen Gelder aus Straftaten auf Konten der Deutsche Bank transferiert worden sein, ohne dass die Bank Geldwäscheverdachtsanzeigen erstattete. Die Vorwürfe richten sich laut Staatsanwaltschaft gegen zwei Mitarbeiter von Deutschlands größtem Finanzinstitut sowie "andere bislang nicht identifizierte Verantwortliche des Unternehmens".

+++ 10.11 Uhr: Reumütiger Brief gibt der Polizei Rätsel auf +++

Die schwäbische Polizei muss eine Unfallflucht aufklären, bei der sie weder Täter noch Opfer kennt. Denn erst durch den anonymen Brief eines reumütigen Menschen wurde die Wochen zurückliegende Tat jetzt bekannt, wie die Ermittler berichten. Die Nachricht hatte der Absender an eine Zeitung geschickt und mehrere Hundert Euro beigefügt. So wie es im Schreiben steht, hatte er Anfang November auf dem Parkplatz eines Supermarktes in Schwäbisch Hall einen anderen Wagen beschädigt. Bisher habe sich aber niemand gemeldet, teilte die Polizei heute mit.

Trittbrettfahrer, die nicht gemeint sind, aber gern das Geld einstreichen würden, haben unterdessen schlechte Karten. "Nichts für ungut, aber uns ist sowohl die Farbe des beschädigten Fahrzeugs, als auch die Position des Schadens bekannt", betonte die Polizei.

+++ 9.59 Uhr: Zahl der Arbeitslosen sinkt im November auf 2,186 Millionen +++

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im November auf 2,186 Millionen zurückgegangen. Das waren 18.000 Jobsucher weniger als im Oktober und 182 000 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 4,8 Prozent.

+++ 9.52 Uhr: Bericht: Meldeportal der AfD gegen kritische Lehrer laut Juristen illegal +++

Rechtsexperten halten ein Internetportal der AfD zur Meldung kritischer Lehrer für illegal. Wie die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtet, verstößt das elektronische Meldeformular laut einem Gutachten von Juristen des Landtags von Sachsen-Anhalt wahrscheinlich gegen europäisches Datenschutzrecht. Demnach sollten Daten über die politische Meinung nur in Ausnahmefällen gesammelt werden.

+++ 9.32 Uhr: Unesco erklärt Musikrichtung Reggae zum immateriellen Kulturerbe +++

Die UN-Kulturorganisation Unesco hat die unter anderem durch Bob Marley bekanntgewordene Reggae-Musik aus Jamaika zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärt. Nach dem Beschluss des zuständigen Ausschusses in Mauritius tanzten die Staatenvertreter spontan zu Marleys Song "One Love", wie eine Unesco-Sprecherin berichtete.

+++ 8.23 Uhr: Italiens Parlament billigt Verschärfung des Migrationsrechts +++

Italien verschärft seine Einwanderungsgesetze. Drei Wochen nach dem Senat hat am Mittwochabend auch die Abgeordnetenkammer das umstrittene Einwanderungsdekret von Innenminister Matteo Salvini mit großer Mehrheit gebilligt. 396 Abgeordnete stimmten für die drastische Verschärfung des Migrationsrechts, 99 votierten dagegen. 14 Vertreter der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung, die sich gegen die Pläne ausgesprochen hatten, nahmen nicht an der Abstimmung teil.

Nach dem Willen der Regierung wird die Vergabe von humanitären Aufenthaltsgenehmigungen durch das Dekret massiv eingeschränkt. Auch die Verteilung und Unterbringung von Asylbewerbern will die Regierung neu regeln. Die meisten sollen künftig in großen Auffangzentren untergebracht werden.

+++ 7:19 Uhr: AfD-Vorstandsmitglied Königer verlässt Partei +++

Das AfD-Vorstandsmitglied Steffen Königer hat seinen Austritt aus der Partei erklärt. Der Brandenburger Landtagsabgeordnete begründete seine Entscheidung mit der Ohnmacht der Gemäßigten gegenüber radikalen Kräften in der AfD. "Die Bürgerlichen in der AfD haben den Kampf gegen die Destruktiven in der Partei in vielen Landesverbänden endgültig verloren", erklärte er am Donnerstag.

+++ 7.20 Uhr: Drogenmissbrauch und steigende Suizidrate lassen Lebenserwartung in USA sinken +++

Die um sich greifende Drogenepidemie und eine zunehmende Zahl von Suiziden lassen die durchschnittliche Lebenserwartung der US-Bürger sinken. Die Lebenserwartung habe im Jahr 2017 bei 78,6 Jahren gelegen und damit 0,1 Jahre unter dem Wert des Vorjahres, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC am Mittwoch (Ortszeit) mit. Die Behörde kommentierte die Entwicklung mit großer Sorge und sprach von einem "Weckruf". Ein solches Absinken ist für ein hoch entwickeltes Industrieland äußerst ungewöhnlich.

Opioide auf Rezept: Amerikas Generation der Schmerztablettensüchtigen
Süchtige im South-Market-Vierte in San Francisco, Kalifornien

Süchtige im South-Market-Viertel in San Francisco, Kalifornien. Auch sie sind Opfer der größten Drogenwelle in den USA. Sie begann 1999, ein Ende ist nicht abzusehen.

+++ 4.49 Uhr: Grüne schlagen radikale Maßnahmen für Klimaschutz vor +++

Die Grünen fordern für den Klimaschutz radikale Maßnahmen. Die sich verschärfende Klimakrise erfordere einen "tiefgreifenden Wandel" in Wirtschaft und Gesellschaft, heißt es in einem Antrag der Grünen-Bundestagsfraktion. Dieser ist auch Thema an diesem Donnerstag im Bundestag.

Konkret fordern die Grünen in dem Antrag, welcher der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, bis zum Jahr 2020 die 20 schmutzigsten Kohlekraftwerke unverzüglich vom Netz zu nehmen. Bis 2030 soll Deutschland aus der Kohleverstromung aussteigen. Über den Kohleausstieg berät derzeit eine von der Regierung eingesetzte Kommission. Der Zeitpunkt des Ausstiegs ist aber heftig umstritten.

+++ 4.25 Uhr: Sechs Tote bei Hausbrand in den USA +++

Sechs Menschen sind bei einem Hausbrand in Logansport im US-Staat Indiana ums Leben gekommen. Unter ihnen waren vier Kinder und zwei Erwachsene, berichteten US-Medien am Mittwoch (Ortszeit). Das älteste Kind war nach Polizeiangaben zehn Jahre alt. Das Feuer sei am frühen Mittwochmorgen ausgebrochen und habe in kürzester Zeit das gesamte zweistöckige Gebäude erfasst. Beim Eintreffen der Feuerwehr sei bereits das Dach eingestürzt. Zwei Erwachsene hätten sich kurz zuvor noch aus dem brennenden Haus in Sicherheit bringen können, wurde Sheriff Randy Pryor zitiert.

+++ 3.53 Uhr: Kriegsbombe in Köln entschärft - Bewohner können wieder nach Hause +++

Nach dem Fund einer 20-Zentner-Kriegsbombe in Köln-Poll ist der Blindgänger in der Nacht zum Donnerstag entschärft worden. Alle Beschränkungen seien aufgehoben, teilte die Stadt am frühen Morgen mit. Die Anwohner könnten wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Laut Polizei sei auch die Autobahn 4 wieder frei.

+++ 3.34 Uhr: Frau in den USA nach Streit um Ketchup in McDonald's festgenommen +++

Kalifornien: Streit um Ketchup eskaliert: Frau würgt McDonald's-Mitarbeiterin

Weil sie in einem McDonald's für ihren Geschmack nicht genug Ketchup bekam, ist eine Frau in Kalifornien ausgerastet - und schließlich hinter Gittern gelandet. Die 24-jährige Mayra Berenice Gallo wurde festgenommen, weil sie eine Mitarbeiterin der Schnellrestaurant-Kette geschlagen und gewürgt haben soll, wie ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch sagte.

Der auf Überwachungskameras festgehaltene Vorfall hatte für Aufsehen gesorgt. Gallo hatte Ende Oktober in einem Drive-through von McDonald's in der Stadt Santa Ana etwas zu Essen bestellt. Weil sie kein oder nicht genug Ketchup bekam, wurde sie sauer und stürmte durch eine Hintertür in den Mitarbeiterbereich.

Kalifornien: Streit um Ketchup eskaliert: Frau würgt McDonald's-Mitarbeiterin

+++ 3.15 Uhr: Merz erwartet von Muslimen Bekenntis zur deutscher Rechtsordnung +++

Der Kandidat für den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, erwartet von den rund 4,5 Muslimen hierzulande ein bedingungsloses Bekenntnis zur deutschen Rechtsordnung. Sie müssten das hiesige Recht ohne Einschränkungen akzeptieren, sagte der Ex-Unionsfraktionschef am Mittwochabend in Düsseldorf auf einer CDU-Regionalkonferenz, wo sich die drei aussichtsreichsten Kandidaten vorstellten. "Es gibt hier kein Scharia-Recht auf deutschem Boden", betonte er. Zwar gelte die Religionsfreiheit auch für Muslime. Aber für sie gelte auch das gesamte übrige säkulare Recht dieses Staates - "und zwar ohne jede Einschränkung".

+++ 2.48 Uhr: Zwei Menschen bei Wohnungsbrand in Bayern getötet +++

 Eine 59-jährige Frau und ein 55-jähriger Mann sind bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Miltenberg in Bayern ums Leben gekommen. Das Feuer sei kurz nach Mitternacht aus bislang ungeklärter Ursache in der Wohnung ausgebrochen, teilte die Polizei mit. Dabei konnten die beiden Bewohner nur noch tot geborgen werden. Der Brand war in der Nacht gelöscht.

+++ 2.04 Uhr: Georgien bekommt eine Präsidentin +++

In Georgien übernimmt erstmals eine Frau das Präsidentenamt. Die frühere Außenministerin Salome Surabischwili gewann am Mittwoch deutlich die Stichwahl vor Grigol Waschadse, der ebenfalls früher Chef des Außenministeriums in der Ex-Sowjetrepublik war. Wie die Wahlkommission in Tiflis in der Nacht zum Donnerstag nach Auswertung von 99 Prozent der Stimmzettel mitteilte, erhielt die 66-Jährige 59,6 Prozent der Stimmen. Ihr Konkurrent kam auf 40,4 Prozent.

+++ 1.46 Uhr: Mehr als 560 Flüchtlinge vor spanischer Küste geborgen +++

Vor der spanischen Mittelmeerküste sind am Mittwoch mehr als 560 Bootsflüchtlinge geborgen worden. Die 564 Flüchtlinge seien auf insgesamt zwölf Booten unterwegs gewesen, teilten die spanischen Rettungsdienste mit. Sie seien in die Häfen von Malaga, Almería und Motril gebracht worden. Demnach wurden im Meer auch die Leichen von drei Flüchtlingen entdeckt.

anb / fs / DPA / AFP