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News des Tages: Frontmann der Rolling Stones: Mick Jagger erfolgreich am Herzen operiert

Bayerns AfD-Fraktionschef will zu CSU wechseln +++ EU: Illegale Absprachen von BMW, Daimler und VW +++ May bittet EU um Brexit-Aufschub bis 30. Juni +++ Mann stürzt im Grand Canyon in den Tod +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Frontmann Mick Jagger von den Rolling Stones

Frontmann Mick Jagger von den Rolling Stones

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Mick Jagger erfolgreich am Herzen operiert (19.51 Uhr)
  • Völler wird kein DFB-Präsident: "Kommt nicht in Frage" (19.47 Uhr)
  • US-Kandidat David Malpass neuer Präsident der Weltbank (18.48 Uhr)
  • BMW, Daimler, VW: Illegale Absprachen? (11.50 Uhr)
  • May bittet EU um Brexit-Aufschub bis 30. Juni (10.02 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:    

+++ 19.51 Uhr: Mick Jagger erfolgreich am Herzen operiert +++

Rolling Stones-Frontmann Mick Jagger ist erfolgreich am Herzen operiert worden. "Ich fühle mich jetzt viel besser", erklärte Jagger am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter und dankte seinen Fans für ihre Unterstützung und "allen Krankenhausmitarbeitern für ihre hervorragende Arbeit".     

Zuvor hatte die Branchen-Website "Billboard" berichtet, die Aorten-Herzklappe des 75-jährigen Sängers sei ersetzt worden. Der Eingriff in New York erfolgte demnach mit einem Katheter. Mit dieser sogenannten minimalinvasiven Operation sei ein Eingriff am offenen Herzen vermieden worden. Jagger erhole sich nun und befinde sich in einem "großartigen Gesundheitszustand". Der Brite müsse vier bis fünf Tage im Krankenhaus liegen, damit seine Arterie ordentlich heile. 

Die Rolling Stones hatten am Samstag 17 Konzerte abgesagt, die sie im Rahmen ihrer "No Filter"-Tournee ab dem 20. April in den USA und Kanada geben wollten. Zur Begründung hieß es lediglich, Jagger benötige eine medizinische Behandlung. Der Musiker schrieb im Kurzbotschaftendienst Twitter, er sei "am Boden zerstört", dass er seine Fans so "hängen" lassen müsse.

+++ 19.47 Uhr: Völler wird kein DFB-Präsident: "Kommt nicht in Frage" +++

Der frühere Nationalmannschafts-Teamchef Rudi Völler wird nicht DFB-Präsident und damit Nachfolger des zurückgetretenen Reinhard Grindel. "Ich stehe für das Amt des DFB-Präsidenten nicht zur Verfügung", sagte der Sportgeschäftsführer des Bundesligisten Bayer Leverkusen der "Bild"-Zeitung, dem "Kölner Stadt-Anzeiger" und der "Rheinischen Post": "Das kommt für mich überhaupt nicht in Frage. Ich habe hier genug zu tun."

Gleichzeitig forderte Völler, der von 2000 bis 2004 die A-Nationalmannschaft betreute, eine Reform innerhalb des DFB. "Da muss sich etwas ändern. Es kann doch nicht sein, dass in den letzten zehn Jahren jeder Präsident mehr oder weniger aus dem Amt gejagt wurde", erklärte er: "Deshalb glaube ich, dass der DFB gut daran tut, einige Dinge umzustrukturieren."

+++ 19.30 Uhr: Heftige Kämpfe zwischen Regierungsmilizen und Haftar-Truppen nahe Tripolis +++

In der Nähe der libyschen Hauptstadt Tripolis haben sich regierungstreue Milizen schwere Gefechte mit Truppen des abtrünnigen Generals Chalifa Haftar geliefert. Die Kämpfe fanden nach Angaben aus Sicherheitskreisen der Regierung weniger als 50 Kilometer südlich von Tripolis statt. Haftars sogenannte Libysche Nationale Armee (LNA) sprach von "heftigen Kämpfen" mit Milizen bei Tripolis.    

Haftar hatte am Donnerstag seiner LNA befohlen, auf die Hauptstadt vorzurücken. Zunächst war der Vormarsch offenbar gestoppt worden. Eine regierungstreue Miliz aus der Stadt Sawija habe Haftars Einheiten in der Nacht zum Freitag von einem wichtigen Kontrollpunkt westlich von Tripolis zurückgedrängt, verlautete aus Sicherheitskreisen in Tripolis.

+++ 19.11 Uhr: Biden will bald über mögliche Präsidentschaftskandidatur entscheiden +++

Der frühere US-Vizepräsident Joe Biden hat eine baldige Entscheidung über eine mögliche Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2020 in Aussicht gestellt. "Ich stehe sehr kurz vor einer Entscheidung", sagte Biden in Washington. Der Demokrat war von 2009 bis 2017 Vize des damaligen US-Präsidenten Barack Obama gewesen. Seit langem wird über eine mögliche Präsidentschaftskandidatur Bidens spekuliert - immer wieder befeuert durch seine eigenen Aussagen. Zuletzt waren Vorwürfe mehrerer Frauen aufgetaucht, die beklagten, Biden habe sich ihnen gegenüber in der Vergangenheit übergriffig verhalten - durch ungebetene körperliche Nähe oder ungewollte Liebkosungen wie etwa einen Kuss auf den Hinterkopf.

+++ 18.50 Uhr: Britische Labour-Partei "enttäuscht" über bisherige Gespräche mit Regierung +++

Die britische Labour-Partei hat sich "enttäuscht" über die bisherigen Gespräche mit der Regierung über einen Ausweg aus der Brexit-Sackgasse gezeigt. "Wir sind enttäuscht, dass die Regierung noch keinen echten Wandel oder Kompromiss angeboten hat", erklärte ein Parteisprecher nach dreitägigen Verhandlungen in London. Die Oppositionspartei verlangt demnach von Premierministerin Theresa May, "echte Veränderungen" an ihrem mit der EU ausgehandelten Brexit-Abkommen vorzunehmen. Das Ziel der Gespräche sei nach Ansicht von Labour, "eine Alternative zu finden", die vom Parlament unterstützt werde und das Land "zusammenbringen" könne, fügte der Labour-Sprecher hinzu.

+++ 18.48 Uhr: US-Kandidat David Malpass neuer Präsident der Weltbank +++

David Malpass, bisheriger Staatssekretär im US-Finanzministerium, ist zum neuen Präsidenten der Weltbank ernannt worden. Malpass sei  "in einem offenen und transparenten" Nominierungsverfahren offiziell zum 13. Chef der Weltbank ausgewählt worden, teilte die Institution in Washington mit. Die USA sind der größte Beitragszahler der Weltbank und stellen seit Gründung der Finanzinstitution zum Ende des Zweiten Weltkriegs durchweg deren Präsidenten.

+++ 18.16 Uhr: Nobelpreisträger Sydney Brenner gestorben +++

Der britische Molekularbiologe und Nobelpreisträger Sydney Brenner ist tot. Der Forscher sei im Alter von 92 Jahren gestorben, teilte die nationale Forschungsagentur A*STAR in Singapur mit. Brenner hatte im Jahr 2002 den Nobelpreis für Medizin erhalten, zusammen mit dem Briten John Sulston und dem US-Forscher Robert Horvitz. Ausgezeichnet wurden die Arbeiten der Forscher zum programmierten Zelltod - Grundlage zum Verständnis von Krebs, Aids und anderen Krankheiten - sowie ihre wegweisenden Forschungen zur Organentwicklung.

+++ 17.56 Uhr: Zott ruft Sahnejoghurt in sechs Bundesländern zurück +++

Die Molkerei Zott ruft in sechs Bundesländern Sahnejoghurts zurück, die für Allergiker gesundheitsschädlich sein können. Bei den Sorten Erdbeere, Pfirsich-Maracuja, Amarena-Kirsch und Himbeere im 150-Gramm-Becher könnte Haselnuss, Pistazie, Mandel, Ei oder Weizengluten in den Joghurt gelangt sein, wie das Unternehmen mit Sitz im schwäbischen Mertingen mitteilte. Verkauft worden seien die Becher in Lidl- und  Netto-Supermärkten in Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen.

Betroffen seien Sahnejoghurts mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 28.04.2019, alle betroffenen Produkte trügen eine Buchstaben-Codierung, die mit "K" beginnt, hieß es weiter. Kunden könnten die Joghurts in den jeweiligen Supermärkten zurückgegeben und erhielten dort auch ohne Vorlage des Kassenbons den Kaufpreis zurück.

+++ 17.05 Uhr: Trump will Galadinner der Hauptstadtpresse erneut fernbleiben +++

Donald Trump will an dem traditionellen Galadinner der Hauptstadtpresse in Washington erneut nicht teilnehmen. Stattdessen wolle er eine Wahlkampfveranstaltung abhalten, kündigte der US-Präsident an. Das Dinner sei langweilig und zu negativ, deswegen werde er nicht teilnehmen. "Ich mag positive Dinge." Trump war dem Dinner schon in den letzten zwei Jahren ferngeblieben. Zuletzt hatte das Nachrichtenportal "Axios" aber berichtet, dass er in diesem Jahr eine Teilnahme erwäge. Die Veranstaltung ist für den 27. April geplant. 

Trump wirft Medien regelmäßig vor, gezielt Falschmeldungen zu verbreiten, und bezeichnet Journalisten als "Feinde des Volkes". Das Galadinner wird von der "White House Correspondents' Association" organisiert, einer Vereinigung von Journalisten, die über das Weiße Haus berichten.

+++ 16.51 Uhr: Gericht erklärt Sonntagsöffnungen in Berlin für rechtswidrig +++

Die verkaufsoffenen Sonntage anlässlich von Veranstaltungen in Berlin im Jahr 2018 waren laut dem Verwaltungsgericht Berlin rechtswidrig. Die Sonntagsöffnungen waren anlässlich der Internationalen Grünen Woche, der Berlinale, der Internationalen Tourismus-Börse Berlin und der Berlin Art Week von der Senatsverwaltung festgelegt worden. Die Gewerkschaft Verdi klagte dagegen. Das Gericht gab Verdi nun Recht und entschied in zwei Klageverfahren, dass die Festlegung der verkaufsoffenen Sonntage jeweils nicht im Einklang mit dem Berliner Ladenöffnungsgesetz gestanden habe. Das Gesetz verlange für die Festlegung einer Sonntagsöffnung im gesamten Stadtgebiet ein öffentliches Interesse. Das aber lag nach Auffassung der Richter in keinem Fall vor. Nach den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts sei die im Grundgesetz geschützte Sonntagsruhe zu beachten. Es bedürfe eines sachlichen Grundes für eine Ausnahme. Bloße wirtschaftliche Umsatzinteressen der Verkaufsstelleninhaber sowie ein alltägliches "Shopping-Interesse" potenzieller Käufer reichten dafür grundsätzlich nicht aus.

+++ 16.45 Uhr: Massenhaftes Fischsterben in Nebenfluss des Neckars +++

In einem verunreinigtem Fluss bei Ilsfeld in Baden-Württemberg sind mehrere Tonnen Fische verendet. Das teilte ein Sprecher der Feuerwehr mit. Betroffen ist demnach ein rund 16 Kilometer langes Teilstück der Schozach, eines Nebenflusses des Neckars. Auch verendete Wasservögel und ein totes Reh wurden gefunden. Auch vor der Mündung zum Neckar wurden tote Fische entdeckt. Ob sie dorthin gespült wurden oder sich das Tiersterben ausweitet, ist nach Polizeiangaben noch unklar. Derzeit werde davon ausgegangen, dass ein giftiger Stoff ins Gewässer gelangte. Kinder sollten nicht an dem Fluss spielen und Hunde nicht daraus trinken.

Ein erster Alarm war gestern früh bei der Heilbronner Polizei eingegangen. Laut Stadt und Landratsamt Heilbronn gab es seit heute Nachmittag Hinweise auf die mögliche Ursache: Bei einer Spedition habe es am Dienstag einen Unfall gegeben, rund 1000 Liter eines als wassergefährdend geltenden Stoffes seien ausgetreten.

+++ 16.29 Uhr: Mehrere Autoren und Blogger in Saudi-Arabien festgenommen +++

In Saudi-Arabien sind mindestens acht Autoren und Blogger festgenommen worden, darunter zwei US-Bürger. Die Festgenommenen seien Unterstützer der elf Frauenrechtlerinnen, die unter anderem wegen des Vorwurfs der Agententätigkeit angeklagt sind, teilte die saudiarabische Menschenrechtsgruppe ALQST mit Sitz in London mit. Unter den Inhaftierten sind den Angaben zufolge der Autor und Arzt Bader al-Ibrahim und Salah al-Haidar, Sohn der bekannten Aktivistin Asisa al-Jussef. Beide haben sowohl die saudiarabische als auch die US-Staatsbürgerschaft. Die saudiarabische Gruppe "Prisoners of Conscience" sprach von zehn Inhaftierten. Weder die saudiarabischen Behörden noch die US-Botschaft in Riad äußerten sich zunächst.

+++ 15.47 Uhr: Studenten versuchen, Veranstaltung mit AfD-Chef Meuthen zu verhindern +++

Studenten in Frankfurt haben versucht, eine Veranstaltung mit dem AfD-Bundesvorsitzenden Jörg Meuthen zu verhindern. Etwa 16 Studenten hätten den Saal an der Frankfurt University of Applied Sciences besetzt, in dem am Abend eine Diskussion zur Europawahl mit Meuthen stattfinden sollte, bestätigte eine Sprecherin der Hochschule. Zu der Veranstaltung wurden außerdem die SPD-Spitzenkandidatin und Bundesjustizministerin Katarina Barley sowie Linke-Fraktionschef Dietmar Bartsch erwartet. Die Hochschule ließ den Saal nach eigenen Angaben von der Polizei räumen. Zuvor hätten Gespräche zwischen den Studenten und der Hochschulleitung kein Ergebnis gebracht. Die Diskussion soll am Abend wie geplant stattfinden.

+++ 15.25 Uhr: Lokführer sackt Koffer voll Geld ein - und vergisst Videokameras +++

Ein Lokführer hat gestanden, in einem Zug zwei Koffer voll Geld entdeckt und den Löwenanteil davon für sich abgezweigt zu haben. Der 48-Jährige sei durch Überwachungskameras überführt worden, berichtete die Bundespolizei. Die Aufzeichnungen zeigten, wie er im Düsseldorfer Hauptbahnhof die schweren Koffer mit 6000 Euro Münzgeld zu seinem Auto schleppt und die sichtbar leichteren Koffer dann mit nur noch 1000 Euro zum Fundbüro bringt. Das Geld sei dann bei einer Hausdurchsuchung in seinem Keller sichergestellt worden.

Laut Polizei handelte es sich bei dem Geld um die Ersparnisse eines Nigerianers, die dieser für eine Operation in Deutschland verwenden wollte. Der 56-Jährige hatte die Koffer durch ein Missgeschick verloren. Um seine Fahrkarte abzustempeln, hatte er die Bahn in Leverkusen noch einmal kurz verlassen. Der Zug schloss die Türen und fuhr ohne ihn ab. Das Münzgeld habe der Mann bei der Einreise ordnungsgemäß angezeigt, berichtete die Polizei.

+++ 15.04 Uhr:  14-Jähriger versprüht Pfefferspray in Schule - 20 Verletzte +++

Ein 14-Jähriger hat in einer Schule bei Worms in Rheinland-Pfalz Pfefferspray versprüht. 20 Lehrer und Schüler wurden dabei verletzt, wie die Polizei mitteilte. Drei Schüler mussten in ein Krankenhaus gebracht werden. Nach ersten Ermittlungen hatte der Schüler das Pfefferspray mit in die Schule gebracht und auf einem leeren Flur damit gespielt. Dabei drückte er offenbar versehentlich auf den Auslöser. Wenig später klingelte es zur Pause, und 20 Menschen liefen durch die Reizgaswolke. 16 Schüler und vier Lehrer erlitten Reizungen der Atemwege und Augen.

+++ 15.02 Uhr: Bayerns AfD-Fraktionschef will zu CSU wechseln +++

Der Fraktionschef der AfD im bayerischen Landtag, Markus Plenk, will einem Medienbericht zufolge die Partei verlassen und zur CSU überlaufen. "Ich habe es satt, die bürgerliche Fassade einer im Kern fremdenfeindlichen und extremistischen Partei zu sein", sagte Plenk dem "Spiegel". Er habe das Gefühl, "sich mitschuldig zu machen" an der von Teilen der AfD betriebenen Spaltung der Gesellschaft. Plenk führt die Fraktion zusammen mit Katrin Ebner-Steiner. Mit seiner Ankündigung erreicht der Richtungskampf in der bayerischen AfD-Fraktion einen neuen Höhepunkt. Vergangene Woche hatte bereits der Abgeordnete Raimund Swoboda seinen Rückzug wegen eines Rechtsrucks der Fraktion erklärt.

Die AfD war bei der Landtagswahl im Oktober mit 10,2 Prozent erstmals in den bayerischen Landtag eingezogen und schnitt als viertstärkste Kraft stärker ab als die SPD. Nach der Zahl der Abgeordneten ist die AfD inzwischen aber nur noch fünftstärkste Kraft.

+++ 14.51 Uhr: Vorwurf des sexuellen Missbrauchs - Katholischer Priester beurlaubt +++

Der Kölner Kardinal Rainer Woelki hat erneut einen Geistlichen wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs beurlaubt. Es gehe dabei um einen Pfarrvikar im Kreisdekanat Euskirchen, teilte das Erzbistum mit. 2010 hätten die Betroffenen die aus den 1990er-Jahren datierenden mutmaßlichen Vorfälle bei der Polizei angezeigt. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft seien später eingestellt worden. Der Priester bestreitet die Vorwürfe. Ein Sprecher des Erzbistums weigerte sich, am Telefon Fragen zu dem Fall zu beantworten. 

+++ 14.46 Uhr: Barack Obama von Merkel im Kanzleramt empfangen +++ 

Kanzlerin Angela Merkel ist mit dem früheren US-Präsidenten Barack Obama in Berlin zu einem Meinungsaustausch zusammengetroffen. Im Mittelpunkt des Treffens im Kanzleramt dürfte das transatlantische Verhältnis zwischen Berlin und Washington stehen. Es hat sich nach dem Amtsantritt von Obamas republikanischem Nachfolger Donald Trump als US-Präsident deutlich verschlechtert. Ein großer Streitpunkt zwischen Merkel und Trump ist die protektionistische Wirtschaftspolitik des Amerikaners. Am Vorabend wurde Obama auf einer Veranstaltung "World Leadership Summit" in Köln von mehr als 14 000 Menschen gefeiert.

+++ 14.33 Uhr: Deutschland will Flüchtlinge von  Rettungsschiff "Alan Kurdi" aufnehmen +++ 

Deutschland will einen Teil der Flüchtlinge auf dem Rettungsschiff "Alan Kurdi" aufnehmen. Die Bundesregierung setze sich für eine "schnelle und humanitäre Lösung" für die aus Seenot geretteten Menschen im Mittelmeer ein, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums. Man erwarte dabei auch von anderen EU-Mitgliedsstaaten, dass sie einen Beitrag bei der Aufnahme leisten. Das Schiff hatte nach eigenen Angaben 64 Flüchtlinge vor der libyschen Küste aus einem Schlauchboot gerettet, darunter Kinder und Frauen. Die "Alan Kurdi" sucht derzeit einen Hafen in der EU, in den sie sicher einlaufen kann.     

+++ 14.26 Uhr: Macron will Rolle Frankreichs während des Völkermords in Ruanda prüfen lassen +++ 

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will die Rolle seines Landes während des Völkermords in Ruanda vor 25 Jahren prüfen lassen. Macron habe eine Historiker-Kommission ins Leben rufen, die "alle französischen Archive in Bezug auf Ruanda zwischen 1990 und 1994" einsehen solle, erklärte der Elysée-Palast. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen binnen zwei Jahren in einem Bericht zusammengefasst werden. In der früheren deutschen und belgischen Kolonie Ruanda hatten Angehörige der Volksgruppe der Hutu 1994 binnen drei Monaten mindestens 800.000 Menschen getötet. Die meisten Opfer waren Angehörige der Minderheit der Tutsi, aber auch viele gemäßigte Hutu wurden getötet. Viele der Täter waren Staatsbedienstete, etwa aus Armee oder Polizei. In Ruanda wird am Sonntag des Beginns des Genozids vor 25 Jahren gedacht. Ruanda hat Frankreich vorgeworfen, sich durch seine Unterstützung der damaligen ruandischen Regierung an dem Völkermord mitschuldig gemacht zu haben. Paris hat bisher jegliche Mitschuld an dem Blutbad abgelehnt.

+++ 14.04 Uhr: Rettungsschiff: Deutschland fühlt sich nicht alleine zuständig +++

Die Bundesregierung hat sich zur Aufnahme einiger Migranten von dem blockierten deutschen Rettungsschiff "Alan Kurdi" bereit erklärt. Allerdings fühle sich Deutschland nicht alleine für das Schicksal der 64 Bootsflüchtlinge zuständig, sagte Innenminister Horst Seehofer (CSU) in Berlin. Auch andere EU-Staaten müssten Menschen von dem Schiff aufnehmen. "Es muss eine Gemeinschaftsaktion sein."

Die "Alan Kurdi" von der Regensburger Hilfsorganisation Sea-Eye hatte Mitte der Woche die Menschen vor der libyschen Küste gerettet. Seitdem sucht das Schiff einen sicheren Hafen. Italien hat die Einfahrt verwehrt und sieht Deutschland in der Pflicht, weil das Boot unter deutscher Flagge fährt. Auch Malta will das Schiff nicht anlegen lassen.

+++ 13.54 Uhr: Gericht: Jugendamt darf vor Pädophilem warnen +++

Das Jugendamt Warendorf darf nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Münster Informationen über einen verurteilten Sexualstraftäter weiterreichen. Das Gericht lehnte den Eileintrag eines Mannes ab, der 2011 wegen der Verbreitung kinderpornografischer Schriften zu einer Bewährungsstrafe von fünf Monaten verurteilt worden war. Der Pädophile wollte verhindern, dass die Behörde eine Bekannte über seine Vorstrafe informiert. Der Antragsteller wollte der alleinerziehenden Mutter von vier Kindern Hilfestellung bei Behördengängen leisten und die Kinder zu Sportterminen bringen.

Nach Ansicht des Gerichts überwiegt das Interesse des Jugendamtes am Kindeswohl vor dem Persönlichkeitsrecht des Antragstellers. Danach seien Warnhinweise an Erziehungsberechtigte minderjähriger Kinder grundsätzlich zulässig, wenn gewichtige Anhaltspunkte für eine Gefährdung durch Dritte vorliegen, teilte das Gericht mit. Gegen den Beschluss ist Beschwerde am Oberverwaltungsgericht Münster möglich.

+++ 13.38 Uhr: Bürgermeister in Italien stellt Dorf zum Verkauf +++

Aus Protest gegen das Aussterben kleiner Dörfer hat sich ein italienischer Bürgermeister eine besondere Aktion einfallen lassen: Er bietet symbolische Teile der Kommune zum Verkauf an. Es sei eine "Provokation", um auf die Not der kleinen Gemeinden aufmerksam zu machen, sagte der Bürgermeister von Esino Lario, Pietro Pensa, der Deutschen Presse-Agentur. In dem Ort in der Lombardei wohnten nur noch knapp 750 Menschen.

Zum Verkauf auf einer eigens eingerichteten Internetseite stehen nun eine Dorfbank für 280 Euro, das Ortsschild für 1250 Euro oder das gesamte Rathaus für 200.000 Euro. "Wir wollen eine positive Botschaft vermitteln", sagte Pensa. In vielen kleinen Orten in Italien gebe es ein kulturelles Erbe, das man nicht verlieren dürfe. Die eingehenden Angebote müssten nun geprüft werden. "Bis jetzt bekomme ich sehr viele Anrufe von Journalisten", sagte er auf die Frage, ob sich schon viele Interessenten gemeldet hätten.

+++ 13.15 Uhr: Athen: Schwer bewaffnete Autonome verletzen zwei Polizisten +++

Bei einer Razzia im Athener Stadtzentrum sind zwei Hafenpolizisten verletzt worden. Die Beamten hatten zunächst im Hafen von Piräus einen Drogenfund gemacht und anschließend gemeinsam mit einem Staatsanwalt eine Wohnung im Athener Problemviertel Exarchia durchsucht, wie die Polizei mitteilte. Dort hätten sie Drogen beschlagnahmt und zwei Frauen festgenommen. Als sie das Gebäude verließen, sahen sich die neun Männer demnach rund 50 Vermummten gegenüber, von denen viele bewaffnet waren.

Bei der folgenden Auseinandersetzung wurde zwei Beamte verletzt - der eine mit einem Messerstich ins Bein, der andere mit Schlägen ins Gesicht. Griechische Zeitungen berichten darüber hinaus, dass auch der Staatsanwalt verletzt worden sei und sich im Krankenhaus befände. Die Autonomen seien zum Teil mit Pistolen, manche sogar mit Sturmgewehren bewaffnet gewesen. Bei der Auseinandersetzung hätten sie zudem den zwei verletzten Polizisten die Waffen entwendet. Außerdem sei einer festgenommenen Frau die Flucht gelungen.

+++ 12.23 Uhr: Hofreiter fordert Wahlalter bei 16 Jahren - "stärkere Stimme" für junge Menschen +++

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat sich für ein niedrigeres Wahlalter ausgesprochen. "Ich finde, dass junge Menschen eine stärkere Stimme erhalten sollten - zum Beispiel, indem wir das Wahlalter auf 16 Jahre setzen", sagte Hofreiter den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland". Die heutigen Entscheidungen der Älteren beträfen schließlich besonders die Jugend. Bei den Schülerdemonstrationen "Fridays for Future" gehen in ganz Deutschland seit Monaten Jugendliche für besseren Klimaschutz auf die Straße. In Berlin finden am Freitag die 16. wöchentlichen Proteste in Folge statt. 

+++ 12.20 Uhr: Verkehrsminister fordern rasch Anreize für neue Antriebe von Autos +++

Die Verkehrsminister der Länder haben von der Bundesregierung rasch Anreize für eine massive Umstellung auf Fahrzeuge mit alternativen und weitgehend emissionsfreien Antrieben gefordert. Dieses "Anreizsystem" müsse technologieoffen sein, hieß es in einem gefassten Beschluss zum Klimaschutz im Verkehrssektor nach Angaben von Teilnehmern. Auch der Verkehrssektor müsse zur CO2-Minderung beitragen. Hier sei "unverzügliches und entschiedenes Handeln" der Bundesregierung gefordert, hieß es.

+++ 11.50 Uhr: EU-Kommission: BMW, Daimler, VW haben illegale Absprachen getroffen +++

Die Autokonzerne BMW, Daimler und VW haben nach Erkenntnissen der EU-Wettbewerbshüter illegale Absprachen zu Technologien der Abgasreinigung getroffen. Dies teilte die EU-Kommission am Freitag in Brüssel auf Basis eines vorläufigen Ergebnisses der Ermittlungen mit.

+++ 11.35 Uhr: Sprinkleranlage flutet Duisburger Opernhaus - vorerst unbespielbar +++

Rund 80 000 Liter Wasser aus der Sprinkleranlage haben das Theater der Stadt Duisburg geflutet. Wie es zu dem Wassereinbruch kam, stand zunächst noch nicht fest. Vor allem der Bühnenbereich sei vollgelaufen, hieß es bei der Stadt. Die Feuerwehr pumpte die Wassermassen am Vormittag ab. Zum Ausmaß des Schadens wurde noch nichts gesagt.

Alle Vorstellungen müssen laut Stadt bis auf weiteres ausfallen. Auch das Abschlussprogramm des Kulturfestivals Duisburger Akzente, das am Sonntag zu Ende geht, wurde abgesagt. Bereits gekaufte Karten könnten laut Mitteilung zurückgegeben werden.

+++ 11.05 Uhr: USA entziehen IStGH-Chefanklägerin Bensouda Visum +++

Die USA haben der Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofs (IstGH) die Einreiseerlaubnis entzogen. Das bestätigte Fatou Bensoudas Büro in Den Haag. Bensouda hatte 2017 Ermittlungen wegen Kriegsverbrechen in Afghanistan angeregt, von denen auch US-Soldaten betroffen wären.

+++ 10.44 Uhr: Gefährderin nach Rückkehr aus Syrien in Haft +++

Eine als Gefährderin eingestufte Frau ist unmittelbar nach ihrer Rückkehr aus Syrien von den deutschen Behörden wegen Kindesentziehung in Haft genommen worden. Sei sei am Donnerstag am Stuttgarter Flughafen mit ihren drei Kindern gelandet und wegen des Vorwurfs der schweren Kindesentziehung nach ihrer Ankunft aufgegriffen worden, teilte ein Sprecher der zuständigen Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft mit. Die 32-jährige Deutsche ist demnach im Herbst 2015 mit ihren drei Kindern gegen den Willen des Vaters nach Syrien gegangen. Eines der Kinder sei im Ausland gestorben, die Frau habe dort ein weiteres Kind bekommen. Sie wird seit mindestens 2017 als Gefährderin eingestuft. 

+++ 10.26 Uhr: Tatverdächtiger nach Serie rechtsextremer Drohschreiben ermittelt +++

Nach einer bundesweiten Serie von Drohbriefen mit rechtsextremistischen Inhalten hat die Polizei einen verdächtigen Mann aus Schleswig-Holstein ermittelt. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Berlin mit. Der Mann stehe unter dem Verdacht, Verfasser zahlreicher Mails unter anderem mit Bombendrohungen an Gerichte und andere Einrichtungen zu sein.

Die Mails seien zum Teil mit "Nationalsozialistische Offensive" unterzeichnet gewesen. Sie gingen demnach an Behörden in Hamburg, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und Brandenburg. Jetzt werde ermittelt, ob der Mann auch Verfasser von weiteren der insgesamt 200 Drohschreiben sei, die Gegenstand der Ermittlungen sind.

+++ 10.02 Uhr: May bittet EU um Brexit-Aufschub bis 30. Juni +++

Die britische Premierministerin Theresa May hat die EU um einen Aufschub für den Austritt Großbritanniens bis zum 30. Juni gebeten. Sollte das britische Parlament vor Ablauf dieser Frist dem Austrittsvertrag zustimmen, könne der Brexit entsprechend früher erfolgen, schrieb die Regierungschefin in einem Brief an EU-Ratspräsident Donald Tusk. Sie wolle Vorbereitungen für die Teilnahme an der Europawahl treffen. An der wolle sie aber nur teilnehmen, wenn der Deal nicht rechtzeitig durch sei. 

Sollten die Gespräche mit der Opposition nicht zu einer Lösung führen, will May eine weitere Runde von Abstimmungen im Parlament über "klare Optionen" abhalten. An das Ergebnis werde sich die Regierung halten, sofern die Opposition das auch tue.

+++ 9.30 Uhr: Tusk schlägt flexiblen Brexit-Aufschub von zwölf Monaten vor +++

EU-Ratspräsident Donald Tusk hat einen "flexiblen" Aufschub für den Austritt Großbritanniens aus der EU von zwölf Monaten vorgeschlagen. "Das ist Tusks Idee", sagte ein hochrangiger EU-Vertreter und bestätigte damit Medienberichte. Der Vorschlag "wird heute den Mitgliedstaaten vorgestellt", sagte er.    

Nach derzeitigem Stand muss Großbritannien die EU um Mitternacht am 12. April verlassen. Mit Tusks neuem Vorschlag könnte London den Austritt verschieben. Sollte das britische Unterhaus den zwischen Premierministerin Theresa May und Brüssel ausgehandelten Austrittsvertrag doch noch absegnen, könnte London noch vor Ende des Jahres aus der EU austreten. 

+++ 8.27 Uhr: Offenbar erste IS-Rückkehrer nach Deutschland zurückgeholt +++

Offenbar sind erstmals IS-Rückkehrer nach Deutschland zurückgeholt worden. Wie der Anwalt einer Familie mitteilte, traf eine 31-jährige Frau mit ihren drei Kindern am Donnerstag am Stuttgarter Flughafen ein. Sie sei sofort in Haft genommen worden, hieß es in der Erklärung des Rechtsanwalts Mahmut Erdem weiter.

+++ 7.53 Uhr: 29-Jähriger wegen Mordes an US-Rapper Nipsey Hussle angeklagt +++

Der 29 Jahre alte Verdächtige im Fall des erschossenen US-Rappers Nipsey Hussle ist in Kalifornien wegen Mordes angeklagt worden. Nach Mitteilung der Staatswaltschaft muss sich der Angeklagte zudem wegen versuchtes Mordes in zwei Fällen und wegen Waffenbesitzes verantworten. Der 33 Jahre alte Hussle ("Victory Lap") war am Sonntag auf einem Parkplatz in Los Angeles erschossen worden. Die Schüsse fielen vor einem Bekleidungsladen, dessen Mitbesitzer Hussle war. Zwei weitere Männer wurden dabei verletzt.

+++ 7.44 Uhr: Untersuchungshaft von Automanager Ghosn bis zum 14. April verlängert +++

In Tokio hat ein Gericht die Untersuchungshaft des früheren Nissan- und Renault-Chefs Carlos Ghosn bis zum 14. April verlängert. Das Gericht in der japanischen Hauptstadt gab damit einem Antrag der Staatsanwaltschaft statt. Der einst mächtige Automanager war am Donnerstag erneut festgenommen worden - nur einen Monat, nachdem er nach rund hundert Tagen aus der U-Haft entlassen worden war. Die Staatsanwaltschaft hat im Zuge ihrer Ermittlungen neue Vorwürfe gegen den 65-Jährigen erhoben.

+++ 7.13 Uhr: Flughafen-Umzug in türkischer Metropole Istanbul +++

In der türkischen Metropole Istanbul hat ein Umzug der Superlative begonnen: Nach mehrmaligen Verschiebungen wechseln Fluggesellschaften und Personal vom alten Atatürk-Airport an den neuen Mega-Flughafen im Norden der Stadt. 

Wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, begannen noch vor dem Morgengrauen Hunderte Lastwagen ihre Touren durch die Millionenstadt, die teilweise abgesperrt wurde. Fast 50 000 Tonnen Material werden bewegt. Die Flotte der halbstaatlichen Fluggesellschaft Turkish Airlines soll größtenteils hinüberfliegen. Die beiden Airports liegen knapp 40 Kilometer auseinander.

Gigantisches Bauvorhaben: Animation zeigt: So soll Istanbuls neuer Flughafen aussehen

+++ 6.53 Uhr: Mann stürzt im Grand Canyon in den Tod +++

Im Grand Canyon im US-Bundesstaat Arizona ist ein Mann in den Tod gestürzt, der dritte Todesfall in dem Nationalpark binnen zwei Wochen. Der 67-Jährige stürzte von einem Aussichtspunkt am sogenannten South Rim (südlichen Rand) in die Tiefe, wie die  Nationalparkbehörde mitteilte. Der Leichnam wurde 120 Meter unterhalb des Aussichtspunkts gefunden und geborgen. Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem Opfer um einen Mann aus Kalifornien.    

Erst am 26. März war am Grand Canyon eine Leiche gefunden worden, die Ermittlungen zur Todesursache laufen. Zwei Tage später stürzte ein 50 Jahre alter Tourist aus Hongkong in die Tiefe, als er Fotos machen wollte.

+++ 5.20 Uhr: Israels Raumsonde schafft wichtiges Manöver auf dem Weg zum Mond +++

Israels Raumsonde "Beresheet" hat auf dem Weg zum Mond ein entscheidendes Manöver gemeistert. Der kleinen Sonde sei der sogenannte "Mondfang" gelungen - der Übergang in den Anziehungsbereich des Mondes, teilte Israel Aerospace Industries (IAI) mit. Bis zu der in einer Woche geplanten Landung kreist die Raumsonde jetzt um den Mond.

+++ 4.47 Uhr: Bericht: SPD-Innenminister gehen auf Distanz zu Seehofers Abschiebeplänen +++

Die Landesinnenminister der SPD gehen auf Distanz zu den Abschiebeplänen von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Das berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf eine "erste, nicht abschließende Stellungnahme" der SPD-Landesinnenminister aus verschiedenen Bundesländern zum geplanten "Geordnete-Rückkehr-Gesetz".    

So lehnen die SPD-Politiker etwa ab, dass ausreisepflichtigen Ausländern künftig die Duldung entzogen werden soll, sobald sie bei der Klärung ihrer Identität aus Sicht der Behörden nicht angemessen mitwirken oder sogar getäuscht haben.

+++ 3.28 Uhr: Liebesbriefe Napoleons an Josephine für halbe Million Euro versteigert +++

Drei Liebesbriefe von Napoleon Bonaparte an seine Ehefrau Josephine sind in Paris für mehr als eine halbe Million Euro versteigert worden. Die zwischen 1796 und 1804 geschriebenen Briefe fanden für 513.500 Euro einen Käufer, wie das Auktionshaus Drouot mitteilte.    

In dem Brief aus dem Jahr 1796 beklagt sich Napoleon während seines Italienfeldzuges, keine Neuigkeiten von Josephine zu erhalten. "Kein Brief von dir, meine reizende Freundin, du hast also liebliche Beschäftigungen, denn du vergisst deinen Ehemann, der inmitten aller Angelegenheiten und äußerster Müdigkeit nur an dich denkt, nur dich begehrt. (...). Ich bin isoliert. Du hast mich vergessen."

+++ 2.13 Uhr: Wikileaks: Assange droht Botschaftsverweis binnen Stunden oder Tagen +++

Der seit Jahren in Ecuadors Botschaft in London festsitzende Wikileaks-Gründer Julian Assange könnte nach Angaben der Enthüllungsplattform möglicherweise schon sehr bald aus der Landesvertretung hinausgeworfen und festgenommen werden. Wikileaks teilte via Twitter unter Berufung auf "eine hochrangige Quelle innerhalb des ecuadorianischen Staates" mit, Assange werde "binnen Stunden oder Tagen" der Botschaft verwiesen werden. Mit der britischen Seite sei demnach bereits eine Vereinbarung zu seiner Festnahme getroffen worden.

+++ 1.20 Uhr: Richter ordnet psychiatrisches Gutachten von Christchurch-Angreifer an +++

In Neuseeland hat ein Richter eine psychiatrische Untersuchung des rechtsextremen Angreifers von Christchurch angeordnet. Zwei Gutachter sollen prüfen, ob der 28-jährige Brenton T. verhandlungsfähig ist, wie Richter Cameron Mander in Christchurch anordnete. Der angeklagte Australier selbst war bei dem Gerichtstermin per Video zugeschaltet; er sitzt in einem Hochsicherheitsgefängnis in Auckland.     

Dem Gerichtstermin wohnten mehrere Angehörige von Anschlagsopfern bei. "Ich will sehen, was er zu sagen, was für Gefühle er hat", sagte Yama Nabi vor dem Gerichtsgebäude zu Radio New Zealand.

vit / fs / AFP / DPA