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News des Tages: Russland plant offenbar Neuauflage des KGB

Berliner Piraten-Politiker tot in Wohnung gefunden +++ Bundeskanzlerin gibt Fehler in Flüchtlingspolitik zu +++ US-Ermittler nehmen Verdächtigen wegen Bombenanschlägen fest +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

FSB

Ein Hubschrauber landet auf dem Gebäude des Inlandsgeheimdienstes FSB: Die Behörde soll mit weiteren russischen Geheimdiensten fusionieren und das neue "Ministerium für Staatssicherheit" bilden.

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 23.15 Uhr: 32 Tote bei heftigen Luftangriffen im Norden Syriens +++

Bei einer Serie heftiger Luftangriffe auf Rebellengebiete im Norden Syriens sind Aktivisten zufolge mindestens 32 Menschen getötet worden. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete am Montagabend von mehr als 40 Bombardierungen in der Großstadt Aleppo und ihrem Umland.

Demnach wurden in dem Ort Orem al-Kubra südwestlich von Aleppo auch Lastwagen für den Transport von Hilfsgütern getroffen. Dabei seien zwölf Menschen ums Leben gekommen, die meisten von ihnen Fahrer sowie Mitarbeiter der Hilfsorganisation Syrischer Roter Halbmond.

Für den Angriff gab es zunächst keine weitere Bestätigung. Der Sprecher der UN-Nothilfeorganisation Ocha, David Swanson, sagte, es lägen unterschiedliche Berichte vor, die geprüft würden. In Orem al-Kubra waren am Montag dem Syrischen Roten Halbmond zufolge Lastwagen mit Gütern mehrerer Hilfsorganisationen eingetroffen.

Aktivisten machten Syriens und Russlands Luftwaffe für die Luftangriffe verantwortlich. Ein Sprecher der Hilfsorganisation Weißhelme, Ibrahim al-Hadsch, erklärte, die Flugzeuge seien überall in Aleppo und im Umland gewesen. "Die Situation ist schrecklich", sagte er. In den Kliniken fehle es an grundlegendem Erst-Hilfe-Material, um Verletzte zu versorgen. 

+++ 21.26 Uhr: Tausende Flüchtlinge fliehen aus brennendem Lager in Griechenland +++

Wegen eines Feuers sind tausende Menschen aus einem Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos geflohen. "Zwischen 3000 und 4000" Flüchtlinge hätten das Lager von Moria verlassen, sagte ein Polizeivertreter. Starke Winde fachten das Feuer an, das nach Polizeiangaben möglicherweise absichtlich gelegt wurde. 

+++ 19.33 Uhr: Zeitung: Russland plant tiefgreifende Reform der Sicherheitskräfte +++

Der Kreml plant Moskauer Medien zufolge noch vor der Präsidentenwahl 2018 eine tiefgreifende Reform der Sicherheitskräfte und vor allem des Inlandsgeheimdienstes FSB. Ein neues "Ministerium für Staatssicherheit" solle die Ermittlungen in besonderen Kriminalfällen leiten und ähnliche Befugnisse erhalten wie seinerzeit der Sowjetgeheimdienst KGB, berichtete die Tageszeitung "Kommersant" am Montag.

Kremlsprecher Dmitri Peskow wollte den Bericht nicht bestätigen. Ein "Ministerium für Staatssicherheit" existierte in Moskau bereits zwischen 1946 und 1953 und war Vorgänger des KGB.

Die geplante Reform solle zu einer effektiveren Strafverfolgung und einem besseren Kampf gegen Korruption beitragen, berichtete die Zeitung mit Verweis auf namentlich nicht genannte Informanten. Die neue Behörde entstehe demzufolge aus einer Fusion des FSB und des Auslandsgeheimdienstes (SWR) mit Abteilungen des Wachdienstes (FSO). Präsident Wladimir Putin arbeitete als Agent für das 1991 aufgelöste Komitee für Staatssicherheit (KGB) in der damaligen DDR. 1998/99 leitete er in Moskau als Direktor den KGB-Nachfolger FSB.

+++ 19.03 Uhr: Verdächtiger gesteht Missbrauch eines Schweizer Jungen +++

Im Fall eines Schweizer Jungen, der in Düsseldorf sexuell missbraucht worden sein soll, hat der Verdächtige ein umfassendes Geständnis abgelegt. Das sagte Oberstaatsanwalt Ralf Herrenbrück am Montag in Düsseldorf auf Anfrage. Der gelernte Koch habe in der Untersuchungshaft sein Schweigen gebrochen.

In seiner Wohnung waren erhebliche Mengen Kinderpornografie entdeckt worden. Außerdem hatte er über Chat-Programme Kontakt auch zu anderen Kindern. Die Auswertung sei noch nicht abgeschlossen. Daher könne die Frage, ob noch weitere Kinder Opfer des Mannes wurden, nach derzeitigem Stand weder ausgeschlossen noch bestätigt werden, sagte Herrenbrück. Spezialeinsatzkräfte hatten den Jungen im Juni aus der Wohnung des 35-Jährigen in Düsseldorf geholt. Der Mann habe den Jungen mit dem Zug in der Schweiz abgeholt und nach Düsseldorf gebracht, berichtete der "Express" am Montag.

Der Junge war bis zu acht Tage in der Gewalt des Mannes, ist ihm aber möglicherweise zunächst freiwillig gefolgt. Der Verdächtige soll über das Internet-Computerspiel Minecraft unter einem Pseudonym Kontakt zu dem Jungen aufgenommen haben.

+++ 18.01 Uhr: Mutmaßlicher Marzipan-Erpresser verwendete Insektenmittel +++

Der mutmaßliche Erpresser, der an einer Kieler Schule vergiftete Marzipanherzen ausgelegt hat, hat nach Angaben der Ermittler ein natürliches Insektenmittel benutzt. Der Stoff wirke gegen Insekten, sei beim Menschen aber nicht tödlich, sagte ein Polizeisprecher am Montag in Kiel. Der 38 Jahre alte mutmaßliche Täter war am frühen Morgen festgenommen worden. Er soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft an diesem Dienstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Offen sei noch, ob Haftbefehl beantragt werde oder die Unterbringung in der Psychiatrie. Es liefen Untersuchungen, ob der Mann psychisch krank sei.

Der Mann hatte vergangenen Dienstag auf den Schulhof einer Kieler Schule eine Schachtel vergiftete Marzipanherzen gelegt und weitere drei Schulen in E-Mails bedroht. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei nahm ihn in seiner Wohnung fest.

+++ 17.23 Uhr: Piraten-Politiker Gerwald Claus-Brunner ist tot +++

Der Piraten-Politiker Gerwald Claus-Brunner ist tot.
Das bestätigt die Partei. Die Berliner Polizei berichtet, in einer Wohnung in der Hauptstadt seien zwei Leichen gefunden worden. Zuvor haben schon die Zeitungen "B.Z." und "Bild" berichtet.

+++ 17.11 Uhr: Syrische Armee erklärt Ende der Waffenruhe +++

Die syrische Armee erklärt die Waffenruhe für beendet. Die am 12. September in Kraft getretene Waffenruhe sei von den Aufständischen "in keinem einzigen Punkt eingehalten worden", heißt es in einer von der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur Sana veröffentlichten Erklärung zur Begründung. Die von den USA und Russland vermittelte Waffenruhe war wiederholt durchbrochen worden.

+++ 16.54 Uhr: Kardinal Marx warnt nach AfD-Erfolgen vor Nationalismus +++

Nach den Wahlerfolgen der rechtspopulistischen AfD warnt die katholische Kirche vor aufkeimendem Nationalismus in Deutschland. "Das Wiederbeleben dieses starken nationalen Redens macht mir große Sorge", sagt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, zum Auftakt der Herbstvollversammlung in Fulda. "Die populistischen Strömungen haben zugenommen. Die Suche nach Identität und Sicherheit ist Programm." Das sei ein genereller Trend in Europa. Marx mahnt: Nationalismus sei die Ursache vieler Kriege in Deutschland gewesen.

+++ 16.41 Uhr: Für Oliver Stone sind die USA kein freies Land +++

Die USA sind nach Ansicht von Regisseur Oliver Stone (70) kein freies Land. "Wie kann es frei sein, wenn alle Bürger belauscht werden? Wie kann es frei sein, wenn man sich fühlt, als lebe man in einem 1984-George-Orwell-Staat?", sagt er in München kurz vor der Europapremiere seines Films "Snowden" über den Whistleblower Edward Snowden.

+++ 16.19 Uhr: Wespen greifen Schulkinder an +++ 

Wespen greifen im niedersächsischen Hameln eine Gruppe von Grundschülern an und verletzen elf Kinder mit Stichen. Nach Angaben der Polizei halten sich die Drittklässler auf einem Verkehrsübungsplatz auf und an einem Ampelmast ist ein Nest der Insekten. Die Verletzten seien von mehreren Notärzten versorgt worden, sagt ein Polizeisprecher. Was den Wespen-Angriff auslöst, sei noch unklar. Erst Anfang September hatten Erdwespen in Hameln eine Kindergartengruppe attackiert und einige Kinder gestochen. In Bremen war im August ein 78-Jähriger gestorben, nachdem er in seinem Garten von Wespen angegriffen und mehrfach gestochen worden war.

+++ 15.05 Uhr: Bahn kündigt kostenloses Wlan für zweite Klasse an +++

Ab Dezember sollen auch Bahnfahrer in der zweiten Klasse kostenloses Wlan nutzen können. Am Montag startete der Einbau eines neuen, erheblich leistungsfähigeren Wlan-Systems in 250 ICE-Züge, wie die Deutsche Bahn (DB) in Berlin mitteilt. Die umgerüsteten Züge seien an einem neuen Wlan-Logo zu erkennen.

+++ 14.40 Uhr: Kiffer zeigt Diebstahl seiner Drogen an +++

Ein 41-Jähriger Haschischraucher zeigt bei der Bundespolizei am Mainzer Hauptbahnhof den Diebstahl von zwei seiner Drogentütchen an. Die Beamten finden nach Polizeiangaben vom Montag zwar die beiden Diebe, sein Rauschmittel bekommt der empörte Konsument aber nicht zurück. Stattdessen wird gegen ihn ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet.

+++ 14.13 Uhr: Merkel räumt jahrelange Fehler in Flüchtlingspolitik ein +++

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) räumt nach den Wahldesastern ihrer Partei in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern jahrelange Fehler in der Flüchtlingspolitik ein und übernimmt die Verantwortung als Parteivorsitzende. "Wenn ich könnte, würde ich die Zeit um viele, viele Jahre zurückspulen, um mich mit der ganzen Bundesregierung und allen Verantwortungsträgern besser vorbereiten zu können auf die Situation, die uns dann im Spätsommer 2015 eher unvorbereitet traf", sagt Merkel nach Sitzungen der Führungsgremien ihrer Partei in Berlin.

Wenn eine Ursache für das schlechte Abschneiden der CDU sei, "dass manch einem Richtung, Ziel und Grundüberzeugungen ihrer Flüchtlingspolitik nicht ausreichend klar geworden seien, "so möchte ich mich gerne darum bemühen", verspricht Merkel. Dies werde sie vielleicht nachdrücklicher als bisher tun.

Die Lösung der Flüchtlingskrise gehe nicht schnell, "auch weil wir in den vergangenen Jahren weiß Gott nicht alles richtig gemacht haben", räumt Merkel ein. Deutschland sei nicht gerade Weltmeister bei der Integration gewesen. Zudem habe man zu lange gewartet, bis man sich der Flüchtlingsfrage wirklich gestellt habe. "Wir müssen uns also jetzt gleichsam selbst übertreffen. Auch ich." Auch sie habe sich lange auf das Dublin-Verfahren verlassen, "das uns Deutschen einfach gesprochen das Problem abgenommen hat".


+++ 13:44 Anschläge von New York: Gouverneur spricht nun doch von internationalem Terrorismus +++

Die Bombenanschläge in New York und New Jersey vom Wochenende haben nach Worten des New Yorker Gouverneurs Mario Cuomo möglicherweise doch eine Verbindung zum internationalen Terrorismus. "Gestern hatten wir diese Informationen noch nicht. Heute sollten wir nicht überrascht sein, wenn die Ermittler zu diesem Ergebnis kommen", sagt Cuomo bei CNN. Außerdem veröffentlicht die New Yorker Polizei am Morgen das Fahndungsfoto eines 28-Jährigen mit dem Namen Ahmad Khan R. Er werde im Zusammenhang mit der in Chelsea explodierten Bombe gesucht, sei möglicherweise bewaffnet und gefährlich.

+++ 13.18 Uhr: 14-Jähriger lässt sich mit Waffen im Kofferraum von Mutter fahren +++ 

Mit zahlreichen verbotenen Waffen wird ein 14-Jähriger in Brandenburg von der Bundespolizei erwischt. Der Junge lässt sich von seiner Mutter chauffieren, als eine Streife den Wagen am Sonntag auf der A12 bei Briesen stopp. Nach Angabe eines Sprechers der Bundespolizei werden im Kofferraum in einer Tasche zwei Kampfmesser, ein geschliffenes Stiefelmesser, eine Schleuder und 80 illegale Böller gefunden. Gegen den 14-Jährigen wird jetzt wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. Ob die Mutter von den Waffen wusste, war zunächst unklar.

+++ 12.10 Uhr: Seelöwe Charly macht Morgenspaziergang im Berufsverkehr +++

Mitten im Berufsverkehr absolviert der Seelöwe Charly im oberfränkischen Coburg einen Morgenspaziergang. Nach dem Dauerregen vom Wochenende ist es für das Zirkustier wohl auch außerhalb seines Schwimmbeckens feucht genug. Wie das Tier es über oder durch den Zaun seines Geheges geschafft hat, ist zunächst unklar, wie die Polizei mitteilt. Charly gehört wie drei weitere Seelöwen zu einem Zirkus, der derzeit auf einem Veranstaltungsgelände in Coburg gastiert. 

+++ 11.54 Uhr: Angreifer verletzt zwei Menschen im Rathaus von Berlin-Neukölln +++

Mit einer Stichwaffe verletzt ein Unbekannter im Rathaus von Berlin-Neukölln zwei Menschen. Ein Opfer ist Mitarbeiter des Rathauses, das zweite ein Wachschützer, wie ein Polizeisprecher mitteilt. Beide kommen in ein Krankenhaus. Wie schwer die beiden verletzt sind, kann der Sprecher nicht sagen. Beide seien aber nicht in Lebensgefahr. Der Täter sei auf der Flucht.

+++ 11.01 Uhr: Prozess gegen Ex-SS-Sanitäter in Neubrandenburg fortgesetzt +++

Am Landgericht Neubrandenburg wird der Prozess gegen einen ehemaligen SS-Sanitäter aus dem Konzentrationslager Auschwitz fortgesetzt. Dabei will die Kammer weiter die Verhandlungsfähigkeit des 95 Jahre alten Angeklagten erörtern, muss aber zunächst über Befangenheitsanträge gegen den Vorsitzenden Richter beraten. Dem ehemaligen Landarbeiter wird Beihilfe zum Mord in mindestens 3681 Fällen vorgeworfen. Er war 1944 einen Monat im KZ Auschwitz stationiert, als dort mindestens 3681 Menschen in Gaskammern getötet wurden. Der Angeklagte war dem Prozess aus Gesundheitsgründen anfangs mehrfach ferngeblieben. Nach einer eingehenden Untersuchung war er am 19. September erstmals im Rollstuhl vor Gericht erschienen.

+++ 10.23 Uhr: Zahl der Flüchtlinge in Griechenland schwankt stark +++

In Griechenland treffen wieder mehr Flüchtlinge und Migranten aus der Türkei ein. Innerhalb von 48 Stunden kommen bis zum Montagmorgen 374 Menschen an, wie der griechische Krisenstab für Flüchtlinge in Athen mitteilt. In den Tagen zuvor seien es durchschnittlich weniger als 50 Menschen pro Tag gewesen. Warum die Zahl der Neuzugänge stark schwankt, bleibt unklar. Griechische Medien mutmaßen, dass die Schlepper mehr Menschen schmuggeln, weil für Griechenland schlechtes Wetter angekündigt ist.

+++ 10.15 Uhr: Türkische Luftwaffe bombardiert IS-Stellungen in Nordsyrien +++

Die türkische Luftwaffe greift nach türkischen Angaben erneut Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Nordsyrien an. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldet unter Berufung auf Armeequellen, drei IS-Ziele seien bei den Luftschlägen am Vorabend in der Gegend um die Orte Baraghitah und Sandarah zerstört worden. Bombardiert worden seien unter anderem das mutmaßliche IS-Hauptquartier in dieser Region und ein Munitionsdepot. Die Kampfjets seien sicher zurückgekehrt.

+++ 9.35 Uhr: Kreml-Partei Geeintes Russland erhält Dreiviertelmehrheit +++

Die Kremlpartei Geeintes Russland stellt im neuen russischen Parlament mehr als drei Viertel aller Abgeordneten. Die Partei komme auf 343 der 450 Mandate, teilt die Zentrale Wahlkommission in Moskau mit. Dem vorläufigen Ergebnis nach kommen die Kommunisten auf 42 Sitze, die nationalistischen Liberaldemokraten auf 41, die Partei Gerechtes Russland auf 21. Die Parteien Rodina und Bürgerplattform sowie ein unabhängiger Kandidat erringen je ein Direktmandat. Die Wahlbeteiligung wird mit 47,81 Prozent angegeben und liegt damit deutlich niedriger als 2011 (60,21 Prozent).

+++ 8.08 Uhr: Polizei in New York zündet zweite Bombe kontrolliert +++

Nach dem Bombenanschlag in New York findet die Polizei im benachbarten US-Bundesstaat New Jersey einen Rucksack mit weiteren Sprengsätzen . Bei der Untersuchung des am Sonntag am Bahnhof der Stadt Elizabeth gefundenen Gepäckstücks durch einen Sprengstoffroboter sei dieses explodiert, sagt der Bürgermeister der Stadt, Chris Bollwage, dem Nachrichtensender CNN.

Weiter berichtet der Sender, dass die Ermittler Ähnlichkeiten zwischen den Sprengsätzen in den beiden Nachbarstaaten entdeckt hätten. Demnach sei außerdem ein Mann auf Videoaufnahmen sowohl vom Ort der Explosion in Manhattan als auch vom Ort eines zweiten Sprengsatzes wenige Straßenblocks entfernt zu sehen.

Bereits am Samstag war in Seaside Park in New Jersey eine von drei miteinander verbundenen Rohrbomben in einer Mülltonne detoniert. Sie galten vermutlich einem Rennen der Marineinfanterie mit mehr als 5000 Teilnehmern. Dank einer Verzögerung des Rennens wurde niemand verletzt.

+++ 8.06 Uhr: Polizei fasst "Marzipan-Erpresser" +++

Die Polizei hat den mutmaßlichen "Marzipan-Erpresser" von Kiel am frühen Montagmorgen in einer Wohnung in der Innenstadt gefasst. "Damit können wir eine weitere Bedrohung zurzeit ausschließen", sagte ein Sprecher des Landeskriminalamts am Montag. Der Unterricht an den Kieler Schulen kann somit wie geplant am Montag aufgenommen werden. Weitere Angaben zu der Identität des Verdächtigen machte die Polizei nicht. In der Wohnung befand sich zum Zeitpunkt der Durchsuchung eine weitere Person, die an der Erpressung aber unbeteiligt war, berichteten die "Kieler Nachrichten". Zuvor waren an einer Kieler Schule vergiftete Marzipanherzen ausgelegt worden. Der Erpresser hatte von der Handelskette Coop einen Millionenbetrag gefordert und weitere Schulen gedroht.

+++ 8.01 Uhr: Gravierende Verstöße gegen die Waffenruhe in Syrien +++

In Syrien wird die zwischen dem Regime und Rebellen vereinbarte Feuerpause immer brüchiger. Zum ersten Mal seit einer Woche habe es wieder Luftangriffe auf den von Rebellen kontrollierten Ostteil der nordsyrischen Stadt Aleppo gegeben, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Außerdem seien bei einem Luftangriff in der Provinz Homs mindestens acht Menschen getötet worden. Darüber hinaus kommt die Verteilung von humanitärer Hilfe für Hunderttausende notleidende Menschen nicht voran. Diese Hilfe ist ein zentraler Punkt der vereinbarten Feuerpause. Die Waffenruhe war am Montagabend vergangener Woche in Kraft getreten. Nach sieben Tagen sollte eigentlich die nächste Stufe der Vereinbarung zwischen den USA und Russland umgesetzt werden.

+++ 7.03 Uhr: 72-Jährige attackiert Nachbarin mit Buttersäure +++

Ein langer Streit unter Nachbarinnen hat in Mecklenburg-Vorpommern eine ätzende Wendung genommen. Eine 53-Jährige aus Tribsees habe ihre 72-jährige Nachbarin dabei beobachtet, wie diese eine beißend stinkende Flüssigkeit über den Gartenzaun träufelte, teilte die Polizei mit. Als die 53-Jährige sich die stinkende Flüssigkeit auf ihrem Grundstück genauer anschauen wollte, erlitt sie eine allergische Reaktion. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um Buttersäure handelte. Bei einer Befragung bestätigte die 72-jährige Nachbarin auch, Buttersäure zu besitzen, beteuerte nach Angaben der Polizei aber, diese nur gegen Wühlmäuse einzusetzen. Gegen die Frau wurde eine Strafanzeige wegen Beleidigung und Körperverletzung aufgenommen. Das 53-jährige Opfer kam ins Krankenhaus.

+++ 6.53 Uhr: Bio-Winzer klagen über riesige Ernteausfälle +++

Viel Regen, viele Pilze und nicht ausreichend Pflanzenschutzmittel: Öko-Winzer beklagen in diesem Jahr teils riesige Ernteausfälle. Pessimistische Schätzungen gingen von etwa 30 Prozent weniger Ökowein aus, sagte Andreas Hattemer, Vorstandschef von Ecovin, dem größten Verband ökologisch arbeitender Weingüter. Manche Kollegen klagten sogar über Totalausfälle - und bräuchten nun dringend günstige Übergangskredite. Auch die konventionellen Winzer erwarten etwas weniger Wein als im langjährigen Durchschnitt, teilte das Deutsche Weininstitut mit. Schuld an einem Großteil der Ausfälle ist der Falsche Mehltau, der in der Feuchtigkeit im Mai und Juni viele Rebstöcke befallen hat.

+++ 6.40 Uhr: FBI stoppt verdächtiges Auto in New York +++

Die US-Bundespolizei FBI hat in Zusammenhang mit der Explosion in New York vom Samstag ein verdächtiges Fahrzeug bei einem Verkehrsstopp angehalten. Es sei aber niemand eines Verbrechens beschuldigt worden, twitterte das New Yorker FBI-Büro. Mehrere örtliche Medien berichteten unter Berufung auf Ermittler, fünf Insassen des Wagens seien festgenommen worden. Die Männer wurden demnach in Brooklyn angehalten, nachdem sie eine Brücke vom benachbarten Stadtteil Staten Island überquert hatten. Bei der Explosion am Samstag in Manhattan waren 29 Menschen verletzt worden.

Neue Folgen von "Game of Thrones" will der Sender HBO möglichst lange geheim halten


+++ 5.58 Uhr: "Game of Thrones" großer Emmy-Gewinner +++

Bei den wichtigsten Fernsehpreisen der Welt haben am Sonntagabend in Los Angeles viele Sieger ihren Gewinn aus dem Vorjahr wiederholen können. Die Fantasyserie "Game of Thrones" gewann den Hauptpreis als bestes Drama. Insgesamt kam die in Deutschland auf Sky Atlantic HD und RTL 2 laufende HBO-Serie auf zwölf Auszeichnungen. Die hierzulande ebenfalls im Pay TV-Sender Sky Atlantic HD laufende HBO-Politsatire "Veep" siegte als beste Comedyserie. Für frischen Wind sorgten diese Juroren dagegen in den Darstellerkategorien für Dramaserien: Bei den Männern gewann Rami Malek für seine Rolle als Hacker Elliot Aldersson in der beim Streamingdienst von Amazon laufenden Thrillerserie "Mr. Robot". Tatiana Maslany siegte für ihre Mehrfachrolle im Klon-Thriller "Orphan Black", in Deutschland bei ZDFneo.

Spaß am Set: So lustig sind die Versprecher der "Game of Thrones"-Stars


+++ 5.35 Uhr:  Hochseilartist geht ohne Sicherung aufs Seil +++

Der Hochseilartist Falko Traber geht aus Überzeugung stets ohne Sicherung aufs Seil. "So ist man sich der Gefahr bewusst, man spürt das echte Leben und merkt, wie man am Leben hängt", sagte er der Nachrichtenagentur DPA. Weil er bewusst auf Schutzvorrichtungen verzichte, sei er konzentrierter; ein Sturz vom Seil in die Tiefe werde dadurch weniger wahrscheinlich. Der in Breisach bei Freiburg lebende Traber ist Mitglied der gleichnamigen, überregional bekannten Artistenfamilie. Eigenen Angaben zufolge absolviert er jährlich rund 320 Auftritte an 160 Veranstaltungstagen.

+++ 5.08 Uhr: Eltern finden Ganztagsschulen besser als Halbtagsschulen +++

Ganztagsschulen werden von Eltern in vielen Bereichen besser als Halbtagsschulen bewertet. Die Zufriedenheit ist etwa bei der individuellen Förderung oder beim Umgang der Lehrer mit unterschiedlichen sprachlichen Voraussetzungen höher, wie aus einer von der Bertelsmann-Stiftung am Montag veröffentlichten Umfrage hervorgeht. Gebundene Ganztagsschulen mit verpflichtenden Stunden am Nachmittag schneiden bei der individuellen Förderung besser als offene Ganztagsschulen mit freiwilligem Nachmittagsangebot ab.

 +++ 4.00 Uhr: Kremlpartei steuert noch größere Mehrheit an +++

Die Kremlpartei Geeintes Russland steuert wegen des geänderten Wahlrechts eine überwältigende Mehrheit im neuen Moskauer Parlament an. Nach Auszählungsstand der Dumawahl vom Montagmorgen lag die Partei bei den Listenstimmen mit 53,8 Prozent vorn, wie die Zentrale Wahlkommission mitteilt. Die 450 Mandate in der Staatsduma werden diesmal je zur Hälfte nach Parteilisten und direkt in Wahlkreisen vergeben. Von den 225 Wahlkreisen lag Geeintes Russland in mehr als 200 vorn. Damit ließ sich eine Gesamtzahl von deutlich mehr als 300 Mandaten erwarten. Die Partei als Machtstütze von Präsident Wladimir Putin hätte damit eine verfassungsändernde Zweidrittelmehrheit.

+++ 0.37 Uhr: Vier von fünf Deutschen unterstützen Burka-Verbot +++

Die Forderung nach einem Verbot der Burka in Deutschland ist einer Umfrage zufolge populär. In einer Insa-Erhebung für die "Bild"-Zeitung sprachen sich 80,8 Prozent der Befragten für ein Verbot der Ganzkörperverschleierung aus. Nur jeder zehnte Befragte war anderer Meinung. Eine Obergrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen von maximal 200.000 pro Jahr, wie es die CSU fordert, unterstützten knapp 63 Prozent aller Befragten. Der Forderung nach Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - auch dies eine CSU-Position - stimmten 54,6 Prozent zu. Nur jeder Dritte wollte an der Doppelpass-Regelung festhalten. Auch gegenüber den Plänen für eine volle Visa-Freiheit für türkische Staatsbürger zeigte die Umfrage große Vorbehalte. Dagegen sprachen sich 63,2 Prozent aus.

+++ 0.18 Uhr: Mutter und Sohn tot in Wohnung gefunden +++

Eine 48-Jährige und ihr elfjähriger Sohn sind am Sonntagnachmittag tot in ihrer Wohnung in Bonn gefunden worden. Wie die Polizei mitteilte, besteht der Verdacht, dass die beiden gewaltsam zu Tode kamen. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen. Anwohner hatten die Polizei alarmiert, weil sie sich um die Mutter und ihren Sohn sorgten. Die beiden Leichen wurden zur Ermittlung der Todesursache in die Bonner Rechtsmedizin gebracht.

+++ 0.13 Uhr: Türkische Polizei nimmt 40 IS-Verdächtige fest +++

Die Polizei in Istanbul hat bei Anti-Terroreinsätzen 40 Ausländer wegen mutmaßlicher Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen. Die Verdächtigen kämen aus Aserbaidschan, dem Iran, Irak und Afghanistan, berichtete die Zeitung "Daily Sabah" am späten Sonntagabend. 23 Häuser im Stadtteil Fatih seien durchsucht worden. Dabei seien belastende Dokumente sichergestellt worden. Einige der Festgenommenen seien im syrischen Bürgerkriegsgebiet gewesen. Der IS hatte sich zu Anschlägen in der Türkei bekannt.