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News des Tages: Spanien wirft Nordkoreas Botschafter aus dem Land

Leichen von zwei deutschen Anglern in Lothringen gefunden +++ Polizei nimmt mutmaßlichen IS-Anhänger in Bremen fest +++ Radler umrundet Welt in 79 Tagen +++Deutsche in Park in Rom überfallen +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Nordkorea: "Nicht die Atombomben sind so gefährlich, sondern die konventionellen Waffen"

Nordkoreas Führer Kim Jong-un (2. v. r.) mit dem angeblichen Prototyp einer Wasserstoffbombe. Nach dem jüngsten Raketentest des Regimes hat die spanische Regierung Konsequenzen gezogen

Die Nachrichten des Tages im -Ticker:

+++ 23.56 Uhr: "Null Toleranz" bei sexuellem Missbrauch durch UN-Soldaten +++

Nach mehreren Missbrauchsskandalen mit Blauhelmsoldaten hat UN-Generalsekretär Antonio Guterres eine "Null-Toleranz"-Politik versprochen. Sexueller Missbrauch durch UN-Beamte oder Soldaten bei Friedensmissionen seien "inazkeptabel" für die Vereinten Nationen, sagte Guterres im Vorfeld der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York. Zugleich verteidigte Guterres die große Mehrzahl der Blauhelmsoldaten als "einzigartige Gemeinschaft", die "Leben rettet". Der UN-Generalsekretär erinnerte an seinen Bericht zu Jahresbeginn, in dem er vier wichtige Punkte im Kampf gegen Missbrauch herausgestellt hatte: die Opfer hören, die Straflosigkeit beenden, ein Unterstützungsnetzwerk aufbauen und die internationale Gemeinschaft für das Thema sensibilisieren.

+++ 22.55 Uhr: USA schicken mehr als 3000 zusätzliche Soldaten nach Afghanistan +++

Die USA schicken mehr als 3000 weitere Soldaten nach Afghanistan. Das sagte Verteidigungsminister James Mattis im Pentagon, wie ein Sprecher bestätigte. Einige der zusätzlichen Kräfte sind demnach bereits auf dem Weg in das Land am Hindukusch. Das US-Militär hat derzeit rund 11.000 Soldaten in Afghanistan. Der Einsatz ist mit fast 16 Jahren der längste Krieg der USA. Die Sicherheitslage in dem Land hat sich mit dem Erstarken der Taliban zuletzt wieder deutlich verschlechtert. Nach Militärangaben kontrollieren die Aufständischen rund elf Prozent des Landes. Weitere knapp 30 Prozent gelten als umkämpft. Zudem gibt es einen Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat.

Die USA haben in Afghanistan zum einen Ausbilder im Rahmen der Nato-Mission "Resolute Support" im Einsatz. Zum anderen fliegen sie auch Luftangriffe und sind mit Spezialkräften vor Ort.

+++ 21.53 Uhr: Leichen von zwei deutschen Anglern in Lothringen gefunden +++

In Lothringen sind die Leichen zweier Angler aus Deutschland gefunden worden. Die beiden Männer seien tot aus einem Teich im Département Moselle im Nordosten Frankreichs geborgen worden, hieß es aus Ermittlerkreisen. Die beiden laut Presseberichten 27 und 32 Jahre alten Männer waren bereits letzten Mittwoch von ihren Familien als vermisst gemeldet worden. Am Samstag fanden Gendarmen dann den Zeltplatz der Vermissten sowie einen Hund, der zu ihnen gehörte. Jetzt erst wurden die Leichen geborgen.

+++ 21.48 Uhr: Spanien wirft nach Atomtest Nordkoreas Botschafter aus dem Land +++

Die spanische Regierung hat auf den jüngsten Atomtest von Nordkorea reagiert: Der Botschafter des Regimes von Kim Jong Un muss bis zum 30. September das Land verlassen. Dies teilte das Außenministerium in Madrid am Abend via Twitter mit. Die Zeitung "El País" zitierte Außenminister Alfonso Dastis mit den Worten, die Regierung habe den Diplomaten Kim Hyok Chol "wiederholt" gewarnt, dass es Konsequenzen haben werde, wenn Nordkorea mit seinen Atomtests fortfahre. "Wir sind zu dem Schluss gelangt, dass es notwendig ist, diesen Schritt zu ergreifen", sagte Dastis. "Solche Atomprogramme sind eine ernsthafte Bedrohung für den internationalen Frieden und die Sicherheit."

Ungeachtet der Verschärfung der UN-Sanktionen hatte Nordkorea am Freitagmorgen erneut eine Rakete über Japan hinweg gefeuert. Die Rakete flog nach Angaben des südkoreanischen Militärs 3700 Kilometer weit - die bisher größte Flugdistanz beim Test einer militärischen Rakete des Landes.

+++ 21.27 Uhr: Polizei nimmt mutmaßlichen IS-Anhänger in Bremen fest +++

Die Polizei hat in Bremen einen 28 Jahre alten Mann festgenommen, der für den Islamischen Staat gekämpft haben soll. Es gebe ein Ermittlungsverfahren gegen einen russischen Staatsangehörigen tschetschenischer Herkunft, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hamburg am Abend. Der Mann soll während eines Aufenthalts im Bürgerkriegsland Syrien "den kämpfenden Gruppen" der Terroristen angehört haben. Weitere Angaben machte die Staatsanwaltschaft zunächst nicht. Der Mann sei bereits am vergangenen Mittwoch festgenommen worden, berichtete der "Weser-Kurier".

Bereits im vergangenen Jahr hatten die Behörden in Bremen Hinweise geprüft, wonach eine Gruppe von Tschetschenen aus der Stadt in den Reihen der Terrororganisation kämpft. Bundesweit werden rund 700 Personen als islamistische Gefährder eingestuft.

+++ 21.04 Uhr: Extremsportler umrundet in knapp 79 Tagen die Welt mit dem Fahrrad +++

In genau 78 Tagen, 14 Stunden und 14 Minuten hat es Mark Beaumont um die Welt geschafft - mit dem Fahrrad. Glücklich fuhr der 34-jährige Schotte heute in der französischen Hauptstadt ein, wobei ihn auf den letzten Metern zum Pariser Triumphbogen eine 20-köpfige Unterstützer-Crew auf Rädern begleitete. Am Ziel erwartete Beaumont dann seine Frau Nicci mit den ein und vier Jahre alten Töchtern Willa und Harriet.

"Ich bezweifle, dass ich je wieder so etwas machen werde", sagte der Extremsportler, nachdem er den bisherigen Rekord von 123 Wochen eingestellt hatte. Es seien "auf jeden Fall die längsten zweieinhalb Monate meines Lebens" gewesen. Mit seinem neuen Weltrekord, der Beaumont auch einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde verschafft, sei aber "ein absoluter Traum" wahr geworden. Insgesamt legte der Radsportler rund 29.000 Kilometer zurück. Nur den Atlantik und den Pazifik überflog er. Um das geplante Pensum zu schaffen, fuhr Beaumont pro Tag 16 Stunden Rad, dafür stand er jeden Morgen um 03.30 Uhr in der Frühe auf. Dazu musste er täglich 8000 Kalorien zu sich nehmen und bis zu zehn Liter Wasser trinken.

+++ 20.44 Uhr: Nach Mord an Berlinerin - Polen soll Verdächtigen ausliefern +++

Nach dem gewaltsamen Tod einer 60-jährigen Frau in Berlin bemüht sich die Staatsanwaltschaft um die Auslieferung des in Polen gefassten Verdächtigen. Das sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft in der "Abendschau" im Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Der Haftbefehl gegen den russischen Staatsangehörigen sei wegen Mordverdachts ausgestellt. Passanten hatten die Leiche der 60-Jährigen aus Berlin-Charlottenburg vor gut einer Woche in der Nähe des Berliner Zoos in einem Gebüsch gefunden. Eine Obduktion ergab, dass die Frau Opfer einer Gewalttat wurde. Ein Sexualdelikt konnte laut der Staatsanwaltschaft ausgeschlossen werden.

+++ 19.49 Uhr: Trump will "sehr bald" über Verbleib im Iran-Atomabkommen entscheiden +++

US-Präsident Donald Trump will "sehr bald" darüber entscheiden, ob die USA sich aus dem internationalen Abkommen über das iranische Atomprogramm zurückziehen. Das sagte Trump bei einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in New York, wo am Dienstag die einwöchige Generaldebatte der Vereinten Nationen beginnt. Netanjahu bezeichneten das 2015 geschlossene Abkommen als "schrecklich" und warf dem Iran "wachsende Aggression in der Region" vor. 

+++ 19.27 Uhr: Suu Kyi hält unter internationalem Druck Fernsehansprache zu Rohingya-Krise +++

 Vor dem Hintergrund der Rohingya-Krise mit mehreren hunderttausend Flüchtlingen hält die faktische Regierungschefin Myanmars, Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, eine mit Spannung erwartete Fernsehansprache. Suu Kyi steht unter starkem internationalem Druck, die Rechte der muslimischen Minderheit der Rohingya zu garantieren. Zugleich muss die faktische Regierungschefin mit der Machtfülle des Militärs klarkommen, das sich als Garant der staatlichen Einheit versteht.

+++ 19.07 Uhr: Grüne liegen bei lesbischen und schwulen Wählern vorn +++

Schwule, lesbische und andere nicht heterosexuelle Wähler neigen einer kurz vor der Bundestagswahl veröffentlichen Umfrage zufolge eher zu linken Parteien. In einer vom Lesben- und Schwulenverband (LSVD) am Montag in Berlin vorgestellten Wahlstudie gaben 29 Prozent der Befragten an, die Grünen zu wählen. Mit 22,6 Prozent liegt die Linke auf Platz zwei, knapp gefolgt von der SPD mit 21,2 Prozent.

+++ 18.53 Uhr: Mexikos Fußballstar Márquez nimmt nach Drogenvorwürfen Training auf +++

Rund einen Monat nach dem schweren Drogenvorwürfen gegen den mexikanischen Fußballspieler Rafael Márquez nimmt der Nationalkapitän das Training bei seinem Verein wieder auf. "Rafa setzt sein Training fort, damit er in Form ist, sobald der Moment kommt, auf das Spielfeld zurückzukehren", teilte sein Club Atlas FC in Guadalajara mit. "Für Atlas FC ist es eine tolle Neuigkeit, dass unser Kapitän und Vorzeige-Fußballer der Nationalmannschaft zu seinem Team zurückkehrt."

Anfang August hatte das US-Finanzministerium Márquez auf die schwarze Liste gesetzt, weil er als Strohmann für das Verbrechersyndikat des mexikanischen Rauschgifthändlers Raúl Flores Hernández fungiert haben soll. Der Verteidiger wies die Vorwürfe zurück. Seine Konten in den USA wurden eingefroren und sein Visum für die Vereinigten Staaten annulliert.

+++ 18.30 Uhr: USA wollen mit China Druck auf Nordkorea ausüben +++

Im Nordkorea-Konflikt sind die USA und China nach Angaben der US-Regierung übereingekommen, den "größtmöglichen Druck" auf die Führung in Pjöngjang auszuüben. Das Weiße Haus erklärte, in einem Telefonat hätten sich US-Präsident Donald Trump und der chinesische Staatschef Xi Jinping darauf verständigt, durch eine strikte Umsetzung der Resolutionen des UN-Sicherheitsrates den Druck auf Norkorea zu maximieren. Die Führung in Pjöngjang treibt ungeachtet internationaler Sanktionen seit Jahren ihr Raketen- und Atomwaffenprogramm voran.

+++ 17.54 Uhr: Irak will 500 Frauen von IS-Kämpfern abschieben +++

Der Irak will rund 500 Ehefrauen von IS-Kämpfern abschieben. Die Frauen seien gemeinsam mit insgesamt 800 Kindern in ein Haftlager in Tal Kaif gebracht worden, nachdem sie im nordirakischen Mossul gefangen genommen worden seien, sagte ein Mitglied des Rats der Provinz Ninive. Die Gefangenen befänden sich in der Obhut der irakischen Sicherheitskräfte, damit ihre Fälle vor einer Abschiebung geprüft werden könnten.

+++17.53 Uhr: In Italien kommen weniger Migranten an - Druck auf Spanien steigt +++

Insgesamt haben in diesem Jahr deutlich weniger Migranten die Europäische Union erreicht als 2016. Während die Zahl der Ankömmlinge im August in Italien weiter deutlich zurückging, nimmt der Druck auf Spanien zu, wie die EU-Grenzschutzagentur Frontex am Montag mitteilte.

Im August hätten Spanien zwar etwas weniger Flüchtlinge über die westliche Mittelmeerroute erreicht als in den Vormonaten. Insgesamt kamen mit rund 13.600 Migranten aber fast dreimal mehr Menschen dort an als in den ersten acht Monaten 2016. Die meisten der dort registrierten Migranten stammen aus Marokko, der Elfenbeinküste und Gambia.

Dass sich die Lage in Italien entspannte, hatte Frontex zuletzt mit stärkeren Kontrollen der libyschen Küstenwache erklärt.  

+++ 17.20 Uhr: Deutsche in beliebtem Park in Rom überfallen und gefesselt +++

Eine 57-jährige Deutsche ist in einem beliebten Park im Herzen von Rom überfallen und anschließend gefesselt worden. Ein Taxifahrer habe die Frau am Montagmorgen im Park Villa Borghese gefunden, ihre Hände seien mit einem Band fixiert gewesen, sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Ihr seien rund 40 Euro gestohlen worden. Die Frau, die bereits seit sechs Monaten in der italienischen Hauptstadt lebe, dort aber nicht gemeldet sei, kam in ein Krankenhaus. Dort solle geprüft werden, ob sie vergewaltigt wurde, sagte die Sprecherin. Zu der genauen Herkunft der Frau machte die Polizei zunächst keine Angaben.

+++ 16.59 Uhr: Flugzeug auf dem Weg nach New York muss über der Nordsee umdrehen +++

Ein Leck hat die Piloten einer Passagiermaschine auf dem Flug nach New York zu einer Sicherheitslandung in Hamburg gezwungen. Kurz nach dem Start am Sonntag in Hamburg in Richtung Newark bei New York musste das Flugzeug der amerikanischen Fluglinie United Airlines umkehren, wie eine Sprecherin des Hamburger Flughafens am Montag sagte. Die Piloten hätten ein Leck entdeckt, so der Hamburger Flughafen. Die Fluggesellschaft spricht von einem "technischen Defekt". Nach Angaben der "Bild"-Zeitung haben die Piloten über der Nordsee nahe Helgoland Kerosin ablassen müssen. Die Maschine wäre andernfalls für eine Notlandung zu schwer gewesen.

+++ 15.52 Uhr: Mutter und Kind in Detmold getötet: Nachbar gesteht Tat +++

Eine Woche nach dem Fund der Leichen einer jungen Mutter und ihres sechsjährigen Sohnes in Detmold hat der festgenommene Nachbar die Bluttat gestanden. "Im Wesentlichen hat er die Tat eingeräumt", sagte Oberstaatsanwalt Christopher Imig. Es werde nun geprüft, ob die gemachte Aussage zum Ablauf der Tat so stimmt. "Wir sehen da noch einige Fragezeichen." Weiter hat der Beschuldigte Aussagen dazu gemacht, wie er nach der Tat nach Hamburg gekommen ist, wo er am Donnerstag der Polizei ins Netz ging. Er habe öffentliche Verkehrsmittel genommen, sagte der Staatsanwalt. Zum Motiv des Täters wollte er sich nicht äußern.

Die Polizei hatte am Montag vor einer Woche zwei Leichen in einem Mehrfamilienhaus gefunden. Die Mutter und ihr Kind starben laut Obduktion an ihren Stich- beziehungsweise Schnittverletzungen. Gefunden wurden die beiden Leichen in der Wohnung des Nachbarn. 


+++ 15.44 Uhr: Unesco: Fast vier Milliarden Menschen weltweit ohne Internetzugang +++

Weltweit haben 3,9 Milliarden Menschen keinen Zugang zum Internet. Das geht aus einem Bericht hervor, den die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (Unesco) und die Internationale Fernmeldeunion (Itu) am Montag veröffentlichten. Demnach werden Ende des Jahres nur 17,5 Prozent der Menschen in den am wenigsten entwickelten Ländern weltweit das Internet nutzen. In Entwicklungsländern gelte das für 41,3 Prozent. Auch die Kluft zwischen Industrie- und Entwicklungsländern werde größer. Zwar könnten sich in vielen Ländern immer mehr Menschen eine Breitbandverbindung leisten; für Entwicklungsländer seien Satellitenverbindungen und Faserkabel allerdings häufig noch zu teuer, wie die von Unesco und Itu gegründete Breitbandkommission für digitale Entwicklung berichtet.

+++ 15.30 Uhr: Mann stirbt im Schwimmbad bei Abzeichen-Prüfung +++

Ein 61 Jahre alter Mann ist in einem Auricher Hallenbad gestorben, als er ein Sportabzeichen machen wollte. Wie die Polizei mitteilte, bewegte sich der Mann während der Prüfung am Sonntag plötzlich nicht mehr. Rettungsschwimmer zogen ihn aus dem Wasser und versorgten ihn medizinisch, dann übernahm ein Rettungsdienst. Dennoch starb der Mann noch im Schwimmbad. Nach den derzeitigen Ermittlungen geht die Polizei von einem Organversagen aus. Anzeichen für ein Fremdverschulden gebe es nicht.
Notfallseelsorger kümmerten sich um die Angehörigen.

+++ 14.51 Uhr: Mindestens drei Verletzte bei Bahnunfall in Augsburg +++

Bei einem Bahnunfall in der Nähe des Augsburger Hauptbahnhofes sind am Montag mindestens drei Menschen verletzt worden. Zwei von ihnen erlitten nach Angaben der Bundespolizei einen Schock, ein weiterer wurde leicht verletzt. Zwei Züge seien an einer Weiche an den Längsseiten aneinander geschrammt, teilte die Bayerische Regiobahn in Holzkirchen mit. In dem einen Zug saßen 13 Reisende. Bei dem anderen Fahrzeug handelte es sich um einen Steuerwagen der Deutschen Bahn, der gerade am Rangieren war. Der Bahnverkehr auf der Strecke war um die Mittagszeit komplett gesperrt. Auch Fernzüge von und nach Ulm waren davon betroffen. Zur Dauer der Sperre konnte die Deutsche Bahn vorerst keine Angaben machen. 

+++ 14.21 Uhr: Nepal will den Mount Everest neu vermessen +++

Der Mount Everest soll von November an neu vermessen werden. Das teilte der Chef der zuständigen nepalesischen Behörde, Ganesh Prasad Bhatta, am Montag in der Hauptstadt Kathmandu mit. "Wir arbeiten noch an der Methodik und holen uns Hilfe von internationalen Experten", sagt er der Deutschen Presse-Agentur. GPS-Daten seien für genaue Höhenmessung nicht geeignet, man wolle deshalb am höchsten Berg der Welt auch traditionelle Methoden wie Trigonometrie verwenden. Es wäre das erste Mal, dass Nepal den Everest selbst vermisst. Zuletzt war er 1954 von indischen Behörden vermessen worden: Seitdem gilt die Rekordhöhe von 8848 Metern.

Zwei Sherpa-Teams sollen demnächst auf Expedition gehen und Punkte finden, von denen aus der Berg dann vermessen wird. Die Arbeit beginne im November in Banshgari, einem Dorf im Südosten Nepals, sagte Bhatta. Insgesamt seien 50 Experten an der Messung beteiligt, die umgerechnet etwa 1,3 Millionen Euro kosten soll.

+++ 13.20 Uhr: Junge Familie stirbt bei Autounfall in der Slowakei +++

Bei einem Verkehrsunfall in der Slowakei sind zwei kleine Kinder und ihre Eltern ums Leben gekommen. Der 24 Jahre alte Vater war in der Nacht zum Montag auf regennasser Straße und bei schlechter Sicht auf einer Landstraße nahe der Gemeinde Sahy mit dem Auto auf die Gegenfahrbahn geraten, wie die Nitra am Montag der Nachrichtenagentur TASR mitteilte. Der Fahrer eines entgegenkommenden Reisebusses konnte nicht mehr ausweichen.

Das wurde bei der Kollision zertrümmert, noch mehr als 100 Meter weitergeschoben und ging in Flammen auf. Im Wrack starben neben dem Fahrer auch seine 27-jährige Frau und die beiden Söhne im Alter von zwei und vier Jahren. Der ältere Sohn hätte am nächsten Tag seinen fünften Geburtstag gefeiert, sagten Angehörige dem slowakischen Nachrichtenportal "cas.sk". Der Busfahrer erlitt einen Schock.

+++ 13.04 Uhr: AfD will muslimische Prediger loswerden +++

Wenn es nach der ginge, würden in deutschen Moscheen in Zukunft nur noch Laien predigen. In einem am Montag veröffentlichten Papier mit dem Titel "Der Islam als politische Herausforderung" beklagt die Partei einerseits, dass in vielen Moscheen Imame aus dem Ausland predigen. Gleichzeitig fordert sie, die neuen Lehrstühle für islamische Theologie an deutschen Universitäten wieder abzuschaffen.

+++ 12.51 Uhr: Elefanten töten zwei Rohingya-Flüchtlinge - darunter kleines Kind +++

Eine Horde Elefanten ist durch ein provisorisches Rohingya-Flüchtlingslager in Bangladesch gezogen und hat zwei Menschen getötet. Bei dem Angriff der wilden Tiere in der Nacht zum Montag seien ein zweijähriges Kind und ein 55 Jahre alter Mann ums Leben gekommen, teilte die Polizei mit. Sie gehörten zu einer Gruppe von Flüchtlingen, die im Bezirk Cox's Bazar auf einem Hügel übernachteten. Zahlreiche Rohingya schlafen im Freien, da die Flüchtlingslager längst voll sind und es auch an Zelten mangelt.

+++ 12.25 Uhr: Unbekannte werfen Brandsatz auf Haus von Familie mit Migrationshintergrund +++

Unbekannte haben im niedersächsischen Peine ein von einer Familie mit Migrationshintergrund bewohntes Haus mit einem Molotowcocktail attackiert. Zudem warfen sie ein Stein durch ein Fenster, wie die Polizei in Salzgitter mitteilte. Die Tat ereignete sich demnach in der Nacht zum Sonntag im Ortsteil Essinghausen. Zunächst warfen die Täter ein Fenster ein, dann schleuderten sie den Brandsatz gegen die Hausfassade.
Der Molotowcocktail zerschellte an der Mauer und entzündete eine Gartenbank. Polizisten löschten die Flammen. Im Haus schliefen drei Erwachsene und fünf , verletzt wurde niemand. Die Beamten bildeten nach eigenen Angaben eine Ermittlungsgruppe.

+++ 12.19 Uhr: Türkei bestellt deutschen Botschafter ein +++

Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen hat das türkische Außenministerium den deutschen Botschafter einbestellt. Das bestätigte der Sprecher des Auswärtigen Amts, Martin Schäfer, am Montag in Berlin. Er konnte aber noch nicht sagen, was der Grund für die Einbestellung ist. Nach "Spiegel"-Informationen soll es um die Armenien-Resolution des Bundestags gehen.  

+++ 12.14 Uhr: Oberstes Gericht im Irak ordnet Aussetzung von Kurden-Referendum +++

Der Oberste Gerichtshof des Irak hat die Aussetzung des geplanten Unabhängigkeitsreferendums in der autonomen Kurdenregion im Nordirak angeordnet. Die Vorbereitung des für den 25. September geplanten Referendums solle gestoppt werden, bis das Gericht Klagen geprüft habe, wonach das Referendum verfassungswidrig sei, teilte die höchste juristische Instanz des Landes mit.
Das Parlament der Kurdenregion hatte am Freitag gegen den Willen der irakischen Zentralregierung ein Referendum für kommenden Montag angesetzt. Der Volksentscheid ist nicht bindend und würde nicht automatisch zur Loslösung der Kurdenregion führen, doch deren Unabhängigkeitsbestrebungen neuen Schwung geben. Auch die Nachbarn Türkei und Iran sowie die USA und die UNO lehnen die Pläne ab.

+++ 12.09 Uhr: Wayne Rooney wegen Alkoholfahrt zu Sozialarbeit verurteilt +++

Der englische Fußballstar Wayne Rooney (31) ist wegen einer Alkoholfahrt zu 100 Stunden Sozialarbeit verurteilt worden. Hinzu kommt ein Fahrverbot von zwei Jahren, wie ein britisches Gericht entschied. Der Profi des Everton FC gab vor dem Magistrates' Court in Stockport zu, unter Alkoholeinfluss gefahren zu sein. Rooney war in der Nacht zum 1. September in der Grafschaft Cheshire von der Polizei festgenommen worden. Sein Alkoholpegel soll deutlich über der erlaubten Grenze gelegen haben.
Er war anschließend auf Kaution freigelassen worden.

+++ 11.47 Uhr: Lady Gaga verschiebt wegen Krankheit 18 Konzerte in Europa +++

Wegen ihrer Erkrankung verschiebt US-Popdiva Lady Gaga die 18 in Europa geplanten Konzerte ihrer Welttournee. Die Sängerin könne wegen "schwerer körperlicher Leiden" nicht auftreten, erklärte der Konzertveranstalter Live Nation. Auf Anraten der Ärzte würden die Konzerte auf Anfang kommenden Jahres verschoben. Die 31-Jährige, die unter starken Schmerzen leide, wolle sich die kommenden Wochen ihrer Genesung widmen.

+++ 11.42 Uhr: Taxifahrer kämpfen in Südafrika gewaltsam gegen Uber +++

Angezündete Autos, eingeschlagene Windschutzscheiben und verprügelte Fahrer: Die Konkurrenz zwischen Taxifahrern und Fahrern des günstigeren Fahrdienstvermittlers Uber führt in Südafrika immer häufiger zu Gewalt. In der Wirtschaftsmetropole Johannesburg und der nahen Hauptstadt Pretoria gab es der Polizei zufolge dieses Jahr bereits 294 gewaltsame Zusammenstöße zwischen den konkurrierenden Anbietern.


+++ 11.37 Uhr: Türkei startet großes Militärmanöver an irakischer Grenze

Eine Woche vor dem umstrittenen Unabhängigkeitsreferendum der irakischen Kurden hat die Türkei ein großangelegtes Militärmanöver an der irakischen Grenze gestartet. Wie die Armee mitteilte, findet das Manöver unter Beteiligung von Panzern in der südtürkischen Region Silopi-Habur statt. Augenzeugen berichteten, rund hundert Fahrzeuge seien am frühen Morgen in der Region unterwegs gewesen.

+++ 11.32 Uhr: 14-Jährige in Wien erstochen - Bruder legt Geständnis ab +++

Ein 14 Jahre altes Mädchen ist in Wien erstochen worden. Ihr 18 Jahre alter Bruder hat sich nach der Tat am Montag laut Polizei gestellt und ein Geständnis abgelegt. Das Motiv liege noch völlig im Dunkeln, sagte ein Polizeisprecher. Die Tat geschah im Innenhof einer Wohnhausanlage. Dorthin hatte sich das Mädchen wohl vor ihrem Bruder geflüchtet. Anwohner hörten einen lauten Streit und alarmierten die Polizei. Für das Mädchen aus Afghanistan kam jede Hilfe zu spät. Es starb noch am Tatort.

+++ 11.24 Uhr: Fall Kim Wall: Mordverdächtiger U-Boot-Kapitän lässt psychische Untersuchung zu +++

Der des Mordes verdächtigte dänische U-Boot-Bauer Peter Madsen lässt sich freiwillig psychisch untersuchen. Das könne damit ambulant und ohne Zwangseinweisung geschehen, sagte Staatsanwalt Jakob Buch-Jepsen am Montag dem Fernsehsender TV2. Vor Gericht hatte Madsen eine solche Untersuchung Anfang September noch verweigert. Sie besteht unter anderem aus Gesprächen mit Psychologen, Ärzten und Sozialarbeitern.

Dem Erfinder wird vorgeworfen, die schwedische Journalistin Kim Wall in seinem selbstgebauten U-Boot getötet, ihre Leiche dann zerstückelt und sie ins Wasser geworfen zu haben. Madsen selbst spricht von einem Unglück: Wall sei das schwere Luk des U-Boots beim Aussteigen auf den Kopf gefallen. Er gab zu, die Leiche ins Wasser geworfen, nicht aber, Arme, Beine und Kopf abgetrennt zu haben.

+++ 11.17 Uhr: Statt zu helfen - Gaffer filmt sterbenden Motorradfahrer +++

Ein Gaffer hat in Baden-Württemberg einen sterbenden Motorradfahrer mit dem Handy gefilmt, statt zu helfen. Wie die Polizei in der Nacht zu Montag mitteilte, war der 29 Jahre alte Motorradfahrer am Sonntag in Heidenheim nahe Ulm gegen eine Straßenlaterne gefahren und hatte sich tödlich verletzt. Ein Fahrradfahrer, der an der Unfallstelle unterwegs war, filmte demnach das Geschehen. Laut Polizei hörte der junge Mann im Alter von 20 bis 25 Jahren auch nicht damit auf, als Rettungskräfte zum Unfallort kamen, und behinderte Notarzt und Sanitäter bei ihrer Arbeit. Gegen ihn wird wegen unterlassener Hilfeleistung ermittelt.

Der Motorradfahrer hatte zuvor trotz Verbots mehrere Autos überholt. Beim Einscheren verlor er die Kontrolle über sein Motorrad, prallte gegen die rechte Leitplanke, fuhr daran mehrere Meter entlang und stieß letztlich mit der Straßenlaterne zusammen. Er starb noch an der Unfallstelle.

+++ 11.02 Uhr: Katholischer Priester knapp vier Monate nach Entführung auf Philippinen befreit +++

Knapp vier Monate nach seiner Entführung in der umkämpften philippinischen Stadt Marawi ist ein katholischer Priester wieder frei. Nach Militärangaben vom Montag wurde Teresito Suganob am Wochenende aus den Händen der islamistischen Aufständischen befreit. Soldaten stürmten demnach eine Moschee, die den Islamisten als Zentrale diente. Der Priester trat am Montag bei einer Pressekonferenz in Manila auf. Dabei bezeichnete er sich als "physisch stark".

In Marawi auf der südlichen Insel Mindanao liefern sich islamistische Aufständische, die sich zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekennen, seit Ende Mai Kämpfe mit philippinischen Regierungstruppen. Suganob war am ersten Tag der Gefechte gemeinsam mit 13 Gemeindemitgliedern aus einer Kathedrale entführt worden.

+++ 10.40 Uhr: China: "Veterinär" droht wegen illegaler Stimmband-OPs an Hunden Strafe +++

Die Liebe zum Haustier in China wächst, was für die Vierbeiner mitunter schlimme Folgen hat: Hunden, die zu laut bellen, werden gelegentlich die Stimmbänder durchtrennt. In Chengdu, der Hauptstadt der Provinz Sichuan, muss sich jetzt ein Mann verantworten, der die blutige Operation ohne Genehmigung auf offener Straße vornahm, wie die Behörden am Montag mitteilten. Videoaufnahmen der quälenden Prozedur zeigen, wie die Kiefer der offenbar betäubten Hunde mit Hilfe eines Stricks auseinander gehalten werden, bevor der Mann mit einer großen Schere ihre Stimmbänder bearbeitet. Dabei steht er inmitten einer großen Blutlache.

Die Zeitung "Chengdu Business Report" berichtete, der selbsternannte Veterinär habe für Operationen auf einem Tisch am Straßenrand fünf Minuten gebraucht. Demnach machte er sich nicht einmal die Mühe, seine Instrumente zwischen mehreren Eingriffen zu säubern. Laut dem Blatt berechnete er je nach Hundegröße zwischen umgerechnet knapp sieben und zehn Euro pro Eingriff. Gegen ihn werde nun ermittelt.

Die Stimmbänder der Hunde werden bei der Operation nicht vollständig durchtrennt, sondern lediglich "ausgedünnt", indem Gewebe entfernt wird. Auf dieses Weise solle das Bellen so leise werden, dass es Besitzer und Nachbarn nicht mehr störe, hieß es in dem Bericht.

+++ 10.35 Uhr: USA schicken Langstreckenbomber zu Übungen nach Südkorea +++

Nach den jüngsten Atom- und Raketentests Nordkoreas haben die US-Streitkräfte erneut strategische Langstreckenbomber für eine Abschreckungsübung nach Südkorea geschickt. Zwei B1B-Bomber hätten zusammen mit vier amerikanischen F35B-Mehrzweckkampfflugzeugen und südkoreanischen Kampfjets ihre Angriffsfähigkeiten erprobt, teilte das Verteidigungsministerium in Seoul am Montag mit. Nach Berichten südkoreanischer Medien wurden dabei Bombenabwürfe nahe der Grenze zu Nordkorea simuliert.

Das Ministerium bezeichnete das Manöver als "Teil eines regulären Abschreckungstrainings" gegen die Bedrohung durch Nordkoreas Raketen- und Atomprogramm. Die USA hatten in der Vergangenheit bereits mehrfach Bomber über Südkorea fliegen lassen, um Stärke zu demonstrieren. Die US-Flugzeuge flogen den Berichten zufolge nach dem Manöver wieder zu ihren Stützpunkten in Japan und auf der Pazifikinsel Guam zurück. 

+++ 10.32 Uhr: Mindestens ein Toter bei Schießerei in Rio de Janeiro +++

Bei einer Schießerei in der bei Touristen beliebten Favela "Rocinha" in Rio de Janeiro ist mindestens ein Mensch getötet worden. Zwei weitere Menschen wurden verletzt, wie die brasilianische Tageszeitung "O Globo" am Sonntag (Ortszeit) unter Berufung auf die Polizei berichtete. Auch die Familie des Toten habe seinen Tod bestätigt, der Mann sei von einer verirrten Kugel getroffen worden. An der Schießerei sollen 50 Menschen beteiligt gewesen sein. Bei den Männern habe es sich um rivalisierende Drogenhändler gehandelt, teilte die Polizei mit.

+++ 10.27 Uhr: Cholera-Epidemie im Nordosten Nigerias weitet sich aus +++

Die Zahl der Cholera-Erkrankungen im verarmten Nordosten Nigerias steigt rasch an. Bislang seien rund 2300 Menschen infiziert, mindestens 44 seien in Folge der schweren Durchfallkrankheit gestorben, erklärte das UN-Büro für Nothilfekoordination (OCHA) am Montag. In der vergangenen Woche waren es demnach noch rund 1600 Erkrankungen. Nun müsse rasch gehandelt werden, um die Epidemie unter Kontrolle zu bringen, hieß es.

"Die Uhr tickt", warnte Peter Lundberg, der stellvertretende Koordinator für humanitäre Hilfe in Nigeria. "Die Lager für Binnenflüchtlinge sind übervoll, es gibt nicht genug Wasser, die Sanitäreinrichtungen sind armselig, und das Gesundheitssystem ist schwach", sagte er. Die Cholera war Mitte August im Bundesstaat Borno ausgebrochen. Besonders gefährdet sind in der Region die rund 1,4 Millionen Vertriebenen. Cholera wird vor allem ausgelöst von Trinkwasser, das mit Fäkalien oder Erbrochenem verschmutzt ist.

Der Nordosten Nigerias wird seit 2009 von der islamistischen Terrororganisation Boko Haram heimgesucht. Seit 2009 sind bei deren Angriffen und Anschlägen mindestens 20 000 Menschen getötet worden. Rund zwei Millionen Menschen sind vor der Gewalt geflohen, mehr als fünf Millionen sind zum Überleben auf Nahrungsmittelhilfen

+++ 10.14 Uhr: Mindestens zwei Tote durch Taifun "Talim" in Japan +++

In Japan sind mindestens zwei Menschen durch Taifun "Talim" ums Leben gekommen. Drei Menschen würden noch vermisst, hieß es am Montag von den Behörden und in Medienberichten. 38 Menschen wurden verletzt.

Bei den Toten handelt es sich laut Polizei um eine 86-Jährige, deren Haus von einem Erdrutsch getroffen wurde, sowie um einen 60-jährigen Mann, der in seinem Auto in einem Fluss unterging. Beide starben demnach im Westen des Landes. Dem Sender NHK zufolge werden in derselben Gegend noch drei Menschen vermisst. Da der Sturm zunächst nicht an Kraft verlor, warnten die Behörden weiter vor schweren Regenfällen, starkem Wind, möglichen Erdrutschen und Überschwemmungen.

Japan wird regelmäßig von schweren Stürmen getroffen. Im September vergangenen Jahres kamen 22 Menschen durch Taifun "Lionrock" ums Leben, im August dieses Jahres starben zwei Menschen durch Taifun "Noru", 51 wurden verletzt.

+++ 09.45 Uhr: Weitere Bombendrohungen in Moskau - Tausende in Sicherheit gebracht +++

Die Serie anonymer Bombendrohungen in russischen Großstädten hält an. Abermals wurden in Moskau mehr als zehn Kaufhäuser, darunter auch ein Einkaufszentrum in unmittelbarer Nähe des Kremls, evakuiert, wie die Agentur Interfax in der Nacht auf Montag meldete. Mehr als 9000 Menschen seien am Sonntag in Sicherheit gebracht worden. Keine der Drohungen habe sich jedoch bewahrheitet, hieß es Sicherheitskreisen zufolge.

+++ 09.44 Uhr: Nach Absetzung von Premierminister Sharif: Ehefrau gewinnt Nachwahl +++

Nach der Amtsenthebung des früheren pakistanischen Premierministers Nawaz Sharif hat seine Ehefrau seinen vakanten Sitz im Parlament gewonnen. Wie lokale Medien am Sonntag berichteten, konnte Kulsoom Nawaz die Nachwahl als Kandidatin der Regierungspartei in der Großstadt Lahore mit mehr als 61 250 Stimmen für sich gewinnen. Ihre direkte Konkurrentin habe rund 47 100 Stimmen erhalten. Das Resultat ist bisher nicht von offizieller Seite bestätigt. Kulsoom Nawaz selbst konnte nach der Wahl nicht anwesend sein, weil sie sich derzeit wegen Kehlkopfkrebses in Behandlung in London befindet.

+++ 09.37 Uhr: Tausende Mexikanerinnen demonstrieren gegen Gewalt gegen Frauen +++

In Mexiko-Stadt haben tausende Mexikanerinnen gegen Gewalt gegen Frauen protestiert. Frauen aller Altersgruppen zogen am Sonntag (Ortszeit) vom zentralen Zócalo-Platz zur Generalstaatsanwaltschaft. Sie warfen den Behörden vor, angesichts der Gewalt gegen Frauen untätig zu bleiben.

Hintergrund des Protests war der Mord an einer 19-Jährigen. Die Leiche von Mara Castilla war am Freitag im Bundesstaat Puebla gefunden worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war die junge Frau nach einem Nachtclubbesuch von einem Autofahrer entführt, in einem Hotel sexuell belästigt und anschließend ermordet worden. "Es war nicht deine Schuld, Mara", hieß es auf einem Schild der Demonstrantinnen. Die Teilnehmerinnen des Protests wandten sich gegen Versuche, dem Opfer die Schuld zu geben, weil die junge Frau nachts allein unterwegs war.

+++ 09.01 Uhr: Hurrikan "Maria": Guadeloupe schließt Schulen und Unternehmen +++

Die französische Karibikinsel Guadeloupe bereitet sich auf den Durchzug des Hurrikans "Maria" vor. Die örtliche Präfektur teilte mit, dass die Schulen am Montag (Ortszeit) geschlossen bleiben.

Die Menschen sollten sich von 12 Uhr an (18 Uhr MESZ) entweder zu Hause oder in einer sicheren Unterkunft aufhalten, vom Mittag an werden auch Verwaltungen und Unternehmen geschlossen. Der Linienflugverkehr wird vom Nachmittag an unterbrochen.

"Maria" steuert auf mehrere Karibikinseln zu. Für Guadeloupe werden starke Niederschläge und Winde erwartet, die in Böen Geschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern erreichen könnten.

+++ 06.02 Uhr: Leck in Ölpipeline sorgt für Flugstörungen in Neuseeland +++

Wegen eines Lecks in einer Ölpipeline in Neuseeland sind in Auckland Dutzende Flüge ausgefallen. Rund 2000 Fluggäste waren am Montag betroffen. Wie das zuständige neuseeländische Raffinerieunternehmen mitteilte, ist die undichte Stelle in der 168 Kilometer langen Pipeline bereits am Donnerstag entdeckt worden. "Die Luftfahrt ist eine sensible Transportbranche und das Lebenselixier für den Tourismus. Wir sind deshalb tief enttäuscht von diesem Ausfall", sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft "Air New Zealand".

Nach eigenen Angaben erreichten wegen des Lecks nur 30 Prozent des notwendigen Flugzeugtreibstoffs den Flughafen Auckland. Neben den Flugausfällen müssen mehrere Langstreckenflüge von und nach Asien und Nordamerika an pazifischen und australischen Flughäfen Zwischenstopps zum Auftanken einlegen. Die Reparatur des Lecks dauere zwischen zehn und 14 Tagen, schätzt das Raffinerieunternehmen.

+++ 05.31 Uhr: Erneut gewaltsame Proteste in St. Louis nach Freispruch für weißen Polizisten +++

Nach dem Freispruch eines weißen Ex-Polizisten im Zusammenhang mit tödlichen Schüssen auf einen Afroamerikaner hat es in St. Louis den dritten Abend in Folge gewaltsame Proteste gegeben. Aufgebrachte Demonstranten bewarfen am Sonntag (Ortszeit) Polizisten mit Gegenständen und zerschlugen Schaufenster, wie die Polizei im Kurzmitteilungsdienst Twitter erklärte. Auch die Zeitung "St. Louis Post-Dispatch" berichtete, Randalierer hätten die Scheiben von kleinen Geschäften und Lokalen eingeschlagen. 

Hunderte Menschen hatten sich zuvor zu einer Protestaktion vor dem Hauptquartier der Polizei in St. Louis versammelt. Danach zogen sie durch die Stadt im Bundesstaat Missouri und kehrten schließlich zum Sitz der Polizei zurück. Dort schlug der Protest wie an den beiden Vorabenden in Gewalt um. Seit Freitag wurden mindestens 35 Menschen festgenommen. Medienberichten zufolge wurden bislang elf Polizisten verletzt.

Ein Gericht in St. Louis hatte am Freitag einen früheren Polizisten freigesprochen, der einen mutmaßlichen Drogenhändler erschossen hatte, obwohl der Afroamerikaner nach Videoaufnahmen unbewaffnet war. Das Gericht hatte erklärt, eine Mordabsicht bei dem früheren Polizisten Jason Stockley lasse sich aus Mangel an Beweisen nicht feststellen. Stockley hatte ausgesagt, er habe den Mann in Notwehr erschossen, als er nach einem Revolver griff.

+++ 04.08 Uhr: Neun Tote bei Schießerei im Süden von Mexiko +++

Bei einem Gefecht zwischen mutmaßlichen Bandenmitglieder und Soldaten sind im Süden von Mexiko neun Menschen getötet worden. Bewaffnete hätten in der Ortschaft Teloloapan im Bundesstaat Guerrero eine Militärpatrouille angegriffen, teilten die örtlichen Sicherheitsbehörden am Sonntag mit. Die Soldaten erwiderten demnach das Feuer und erschossen acht Verdächtige. Ein Soldat wurde bei der Schießerei schwer verwundet und starb später an seinen Verletzungen. In Guerrero kämpfen verschiedene Verbrechersyndikate um die Kontrolle über Schutzgelderpressung und Drogenhandel. In der Region wird Schlafmohn für die Herstellung von Heroin angebaut.

+++ 02.32 Uhr: Havanna: USA prüfen Schließung von Botschaft nach „Akustik-Attacken“ +++

Wegen mysteriöser "Akustik-Attacken" gegen ihre Botschaft in der kubanischen Hauptstadt Havanna prüfen die USA eine Schließung ihrer Vertretung. Angesprochen auf die Forderung von mehreren US-Abgeordneten nach einer Schließung der US-Botschaft sagte US-Außenminister Rex Tillerson am Sonntag dem Fernsehsender CBS: "Wir prüfen das derzeit." Es gehe um ernste Vorfälle.

Nach US-Angaben erlitten 16 Botschaftsmitarbeiter gesundheitliche Schäden durch akustische Attacken, die vergangenes Jahr begonnen hätten. US-Regierungsvertreter äußerten in Medien den Verdacht, dass ein Schallgerät zum Einsatz gekommen sei, um das Personal der US-Botschaft zu schädigen. Einige der erkrankten Botschaftsmitarbeiter wurden zur Behandlung nach Miami im US-Bundesstaat Florida gebracht, andere wurden von US-Ärzten in Havanna betreut.

Die Gewerkschaft Afsa, die die Interessen von US-Diplomaten und Mitarbeitern internationaler Hilfsorganisationen vertritt, hatte Anfang des Monats mitgeteilt, sie habe mit zehn der mindestens 16 Betroffenen sprechen können. Bei ihnen seien leichte traumatische Hirnverletzungen und ein dauerhafter Hörverlust diagnostiziert worden, hinzu kämen Symptome wie Gleichgewichtsverlust, starke Kopfschmerzen, Wahrnehmungsstörungen und Hirnschwellungen.

+++ 00.27 Uhr: Nach "Irma" nimmt Hurrikan "Maria" Kurs auf Karibikinseln +++

Tropensturm "Maria" ist im Atlantik zu einem Hurrikan erstarkt und steuert auf mehrere Karibikinseln zu, die vor nicht einmal zwei Wochen von "Irma" verwüstet worden waren. Für Guadeloupe, Dominica, St. Kitts, Nevis und Montserrat wurden am Sonntag bereits Hurrikan-Warnungen ausgegeben. Um 17 Uhr US-Ostküstenzeit (23 Uhr MESZ) befand sich "Maria" 225 Kilometer nordöstlich von Barbados und entwickelte Windgeschwindigkeiten von 225 Stundenkilometern, wie das Hurrikan-Zentrum in Miami (Florida) am Sonntag mitteilte.

Den Angaben zufolge ähnelt ihr bisheriger Kurs dem von "Irma" stark. So könnte der neue Hurrikan - dann möglicherweise zur dritthöchsten von fünf Kategorien erstarkt - am Mittwoch oder Donnerstag auch Puerto Rico bedrohen. Sein anschließender Weg ließ sich nach Angaben von Meteorologen am Sonntag noch nicht abschätzen. "Irma" hatte nach ihrem verheerenden Zug über die Karibik auch in Florida teils schwere Schäden angerichtet. 

+++ 00.06 Uhr: Acht Tote bei schwerem Sturm im Westen Rumäniens +++

Bei einem unerwartet schweren Sturm im Westen Rumäniens sind am Sonntag acht Menschen ums Leben gekommen. 77 weitere Menschen seien verletzt worden, teilte das Innenministerium mit. Der kurze, aber heftige Sturm überraschte die Bewohner der Region Timisoara, als er mit Windgeschwindigkeiten von fast 100 Stundenkilometern über die Region hinwegfegte. Der Sturm zog dann weiter Richtung Norden und zur ungarischen Grenze. Die meisten der Opfer befanden sich im Freien: Ein Mann wurde von einem Baum erschlagen, ein anderer von einem Werbeschild.

Der Bürgermeister von Timisoara, Nicolae Robu, beklagte im Sender Digi 24, dass es keine Vorwarnung gegeben habe. "Bäume und Dächer wurden abgerissen. Lastwagen kippten um und die Wasser- und Stromversorgung fiel aus. Wir wurden nicht vorgewarnt. Im Wetterbericht war nur von Regen die Rede."

mad/tyr/tim/DPA/AFP