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News des Tages: Stephen Hawking: Menschen müssen die Erde verlassen und andere Planeten besiedeln

Plätze in Gefängnissen werden knapp +++ Hannover rüstet sich für Bombenentschärfung +++ Nepal erteilt Rekordzahl an Lizenzen für Everest-Besteigung +++Die News des Tages im Überblick.

Stephen Hawking: Menschen müssen Erde verlassen

Stephen Hawking: Menschen müssen Erde verlassen

Die Nachrichten des Tages im Überblick:

+++ 18.37 Uhr Stephen Hawking: Menschen müssen in 100 Jahren Erde verlassen +++

Dem Astrophysiker Stephen Hawking zufolge müssen die Menschen sehr bald schon fremde Himmelskörper besiedeln. In 100 Jahren könnte die Menschheit sonst in ihrer Existenz bedroht sein, warnt Hawking der BBC zufolge. Klimawandel, Asteroideneinschläge, Epidemien und Bevölkerungswachstum könnten die Erde demnach unbewohnbar machen. Es ist nicht das erste Mal, dass Hawking der Menschheit die Auswanderung in den Weltraum empfiehlt. Medienberichten zufolge nannte er im vergangenen Herbst bereits eine Haltbarkeitsdauer für den Blauen Planeten. Damals war aber noch von 1000 Jahren die Rede.

+++ 14.24 Uhr Ismail Hanijeh zum neuen Hamas-Chef gewählt +++

Der langjährige Hamas-Führer im Gazastreifen, Ismail Hanijeh, ist zum Chef der radikalislamischen Palästinenserorganisation gewählt worden. Dies berichteten palästinensische Medien.. Hanijeh tritt die Nachfolge von Chaled Meschaal an, dessen zweimaliges Mandat an der Spitze des Politbüros nach zwei Jahrzehnten endete.

Sowohl Meschaal als auch sein Nachfolger gelten als Verfechter einer pragmatischen Linie im Konflikt mit Israel. Im Gegensatz zu Meschaal, der im Exil in Doha lebt, wird Hanijeh aber voraussichtlich im Gazastreifen bleiben. Die Hamas kontrolliert das Palästinensergebiet seit 2007.

+++12.55 Uhr: Betrunkener löst Sprinkleranlage aus - Polizeiwache überschwemmt  +++

Ein Betrunkener hat bei der Bundespolizei im Kölner Hauptbahnhof die Sprinkleranlage ausgelöst und die Wache unter Wasser gesetzt. Dabei wurden die Räume teilweise so stark beschädigt, dass sie vorübergehend nicht mehr genutzt werden können. Die Polizisten müssten nun für mehrere Wochen in Container auf dem Bahnhofsvorplatz umziehen, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei.

Beamte hatten den stark angetrunkenen Mann - er hatte zwei Promille Alkohol im Blut - am Montag mit auf die Wache genommen, um seine Personalien festzustellen. In einem unbeobachteten Moment sei der 30-Jährige auf einen Stuhl gestiegen und habe einen Sprinkler aus der Decke gerissen. Daraufhin ging die Anlage im gesamten Erdgeschoss los.

+++ 12.27 Uhr: Grindwal im nördlichen Kattegat gestrandet +++

Ein Grindwal ist im Grenzgewässer zwischen Nord- und Ostsee an der schwedischen Westküste gestrandet und verendet. Der gut fünf Meter lange Walbulle wurde bereits von Mitarbeitern des Deutschen Meeresmuseums seziert, wie der Kurator für Meeressäuger, Michael Dähne, sagte. Die Wissenschaftler wollten am Samstag Schädel und Knochen nach Stralsund bringen. Das Meeresmuseum wolle das Skelett für eine Ausstellung präparieren. Warum das eigentlich im offenen Nordatlantik beheimatete Tier bis in den nördlichen Kattegat vordrang und starb, sei unklar. Grindwale seien in diesen Gewässern sehr seltene Irrgäste.

+++ 12.19 Uhr: Offenbar Wehrmachts-Andenken in weiterer Kaserne entdeckt +++

In der Affäre um rechtsextremistische Umtriebe unter Bundeswehrsoldaten haben Ermittler nach einem Medienbericht in einer weiteren Kaserne Wehrmachts-Devotionalien entdeckt. Im Bundeswehrstandort im baden-württembergischen Donaueschingen hätten Experten nach einem Hinweis eine Vitrine mit Wehrmachts-Stahlhelmen vor der Kantine vorgefunden, berichtete "Spiegel Online. Außerdem sei man dort am Donnerstag auf einen mit Wehrmachts-Andenken ausgeschmückten Raum gestoßen. Bilder der Inspektion seien dem Verteidigungsministerium vorgelegt worden.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte nach den Enthüllungen über den terrorverdächtigen Offizier Franco A. gesagt, sie rechne damit, dass noch weitere rechtsextreme Vorfälle in der Truppe bekannt werden. In dessen Kaserne im französischen Illkirch gab es einen Raum mit gemalten Wehrmachtssoldaten in Heldenposen.

+++ 12.04 Uhr: Pilot stirbt bei Absturz von Segelflieger +++

Ein 61-Jähriger ist beim Absturz eines Segelflugzeugs in Mannheim ums Leben gekommen. Das Flugzeug war kurz nach dem Start über einem Feld abgestürzt, wie ein Polizeisprecher sagte. Der Pilot saß demnach alleine in der Maschine. Die Absturzstelle wurde abgesperrt. Die Unfallursache war zunächst nicht bekannt.

+++ 11.29 Uhr: USA: Polizist wegen Mordes an schwarzem Jugendlichen verhaftet +++

Ein weißer Polizist, der einen 15-jährigen Schwarzen erschossen hat, muss sich in den USA wegen Mordes verantworten. Laut lokalen Medienberichten wurde der 37-jährige Roy Oliver am Freitagabend im US-Bundesstaat Texas verhaftet, nachdem er sich der Polizei gestellt hatte. Nach Zahlung einer Kaution in Höhe von 300 000 Dollar kam er zunächst wieder frei.

Demnach war Oliver am vergangenen Samstag mit einem Kollegen zu einer Party in einem Vorort von Dallas gerufen worden, wo Minderjährige angeblich Alkohol konsumiert hatten. Als die Polizisten draußen Schüsse hörten, rannten sie raus und sahen fünf schwarze Jugendliche, die die Party in einem Auto verlassen wollten. Oliver habe auf den Wagen geschossen und dabei Jordan Edwards tödlich am Kopf getroffen.

+++ 11.12 Uhr: Tourist im Toten Meer ertrunken +++

Ein 67 Jahre alter Tourist ist im Toten Meer in Israel ertrunken. Der leblose Mann sei am Morgen aus dem Wasser gezogen worden, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom. "Der Mann lag bewusstlos ohne Puls und ohne Atem am Strand", erzählte die herbeigerufene Sanitäterin Schani Gamliel. "Ein Bademeister versuchte, ihn wiederzubeleben. Nach längeren Versuchen, sein Leben zu retten, mussten wir ihn für tot erklären." Bei dem Opfer handele es sich um einen Touristen aus Russland.

Das Tote Meer mit seinem extrem hohen Salzgehalt ist weltweit bekannt wegen seiner heilenden Kräfte, vor allem bei Hautkrankheiten. Wegen des starken Auftriebs kann man eigentlich in dem Gewässer nicht untergehen. Das Baden kann dennoch lebensgefährlich sein, wenn zu viel von dem Salzwasser verschluckt wird. Schon kleinere Mengen in der Lunge können tödlich sein.

+++ 7.35 Uhr: Hannover rüstet sich für große Bomben-Evakuierungsaktion +++ 

In Hannover laufen die Vorbereitungen für eine der größten Evakuierungsaktionen in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Wegen eines möglichen Bombenfundes müssen am Sonntag rund 50.000 Menschen ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Bereits am Freitag mussten erste Bewohner von Alten- und Pflegeheimen vorübergehend umziehen.

Auf einem Baugelände im Stadtteil Vahrenwald hatte es zunächst 13 Verdachtspunkte mit möglichen Blindgängern gegeben, nach Sondierungsarbeiten erhärtete sich der Verdacht an 5 Punkten. Die Evakuierung der dicht besiedelten Umgebung soll am Sonntag um 9.00 Uhr beginnen. Voraussichtlich am frühen Nachmittag soll mit dem Bergen und Entschärfen der vermuteten Bomben begonnen werden. Die Aktion kann bis in den Abend dauern.

+++ 7.27 Uhr: Millionenschaden bei Großbrand in Bayern +++

Bei einem Großbrand in einem Wohn- und Geschäftshaus im niederbayerischen Wallersdorf ist ein Schaden von bis zu zwei Millionen Euro entstanden. Das Gebäude sei fast vollständig zerstört worden, teilte die Polizei mit. Da sich zum Brandzeitpunkt niemand in den Wohnungen, Geschäften und Praxen aufgehalten habe, habe es keine Verletzten gegeben.

Der Sachschaden wird laut Polizei auf 1,5 bis zwei Millionen Euro geschätzt. Auch ein angrenzendes Gebäude wurde bei dem Feuer beschädigt. Die Anwohner wurden wegen der großen Rauchentwicklung davor gewarnt, ihre Häuser und Türen zu öffnen. Die Brandursache war zunächst unklar.

+++ 7.02 Uhr: Michelle Obama twittert versehentlich Handynummer von Ex-Mitarbeiter +++

Irren ist menschlich - auch für eine ehemalige First Lady der USA. Michelle Obama offensichtlich einen Moment lang nicht aufgepasst und die Handynummer eines ehemaligen Mitarbeiters versehentlich im Internet-Kurzmitteilungsdienst Twitter verbreitet.

Der Tweet wurde rasch wieder aus Michelle Obamas Twitter-Feed entfernt - jedoch nicht schnell genug für einige ihrer fast acht Millionen Follower, von denen einige die Nummer wählten und herausfanden, dass sie Duncan Wolfe gehörte, einem früheren Video-Filmer für das Weiße Haus. Ein Mitarbeiter des Ex-Präsidentenpaares betonte, es habe sich um einen simplen Irrtum gehandelt und nicht um die Folgen von Internet-Piraterie.

+++ 6.04 Uhr: Plätze in Gefängnissen werden knapp +++

Vielerorts in Deutschland werden die Plätze in Gefängnissen knapp. In Sachsen, Baden-Württemberg, Berlin, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sitzen in einzelnen Justizvollzugsanstalten derzeit mehr Inhaftierte als ursprünglich vorgesehen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Hafträume müssen deshalb doppelt belegt werden.

Sächsische Staatsanwaltschaften prüfen, ob ausländische Täter aus EU-Ländern ihre Strafe im Heimatland absitzen können. In Bayern und Bremen sind Haftanstalten fast an der Kapazitätsgrenze.

In Thüringen geht hingegen die Zahl der Gefangenen zurück. In Schleswig-Holstein sind mehrere hundert Plätze im Knast frei. Sachsen-Anhalt plant, die Zahl seiner Gefängnisse zu reduzieren. Der Verband der Strafvollzugsbediensteten beklagte, jedes Bundesland kämpfe für sich. Plädiert wird für mehr Austausch.

+++ 5.34 Uhr: Tod von Gorch-Fock-Kadettin Jenny Böken: Eltern sehen neue Aspekte nach TV-Drama +++

Nach der Ausstrahlung eines Fernsehdramas zum Tod der "Gorch Fock"-Kadettin Jenny Böken haben sich für die Eltern neue Aspekte zur Aufklärung der Todesumstände ergeben. Unter anderem hätten sich frühere Kameraden seiner damals 18-jährigen Tochter gemeldet, die jetzt nicht mehr bei der Bundeswehr seien, sagte Vater Uwe Böken der Deutschen Presse-Agentur. "Weitere Mosaiksteinchen, die uns gefehlt haben, sind dazu gekommen, auch im Vorfeld der Ausstrahlung."

Die aus der Nähe von Aachen stammende Jenny Böken war 2008 bei einer Nachtwache auf dem Segelschulschiff der Marine ins Meer gestürzt. Die Eltern versuchen seit Jahren, den Tod aufzuklären. Das Erste hatte im April das Drama "Tod einer Kadettin" ausgestrahlt und im Anschluss die Dokumentation "Der Fall Gorch Fock - die Geschichte der Jenny Böken".

+++ 5.27 Uhr: Country-Legende Loretta Lynn nach Schlaganfall im Krankenhaus +++

US-Country-Legende Loretta Lynn (85) wird nach einem Schlaganfall in einem Krankenhaus in Nashville (US-Staat Tennessee) behandelt. Nach Angaben auf ihrer Webseite ist die Sängerin ("Coal Miner's Daughter") bei Bewusstsein. Die Ärzte gingen davon aus, dass sie sich vollständig erholen werde, heißt es dort weiter. Lynn müsse sich zunächst aber schonen, alle Konzerte seien abgesagt worden.

Die als "Honky Tonk Girl" bekannte Künstlerin gehört zu den erfolgreichsten Sängerinnen der Country-Geschichte. Ihre Biografie "Coal Miner's Daughter" (Die Tochter des Bergmanns) wurde Ende der Siebziger ein großer Erfolg. Sissy Spacek bekam für die Rolle in der Verfilmung von 1980 (deutscher Titel: "Nashville Lady") einen Oscar. Die Musikerin ist Mutter von sechs Kindern, vier davon hatte sie bereits als 18-Jährige.

+++ 5.04 Uhr: Nepal erteilt Rekordzahl an Lizenzen zur Besteigung des Mount Everest +++

Die Behörden in Nepal erwarten in diesem Jahr eine Rekordzahl von Bergsteigern, die den Mount Everest besteigen wollen. Wie das Amt für Tourismus mitteilte, wurden Lizenzen an 372 Bergsteiger vergeben, die den Aufstieg auf den höchsten Berg der Welt erlauben. Hinzu kommen noch rund 400 lokale Bergführer, Köche und Gepäckträger, die die Bergsteiger beim Aufstieg unterstützen. Eine Lizenz zum Aufstieg auf den Mount Everest kostet in Nepal 11.000 US-Dollar. Im vergangenen Jahr hatte das Land 289 davon vergeben. In den beiden Jahren zuvor waren wegen Naturkatastrophen alle Besteigungen des höchsten Bergs der Welt ausgefallen.

Videotagebuch vom Mount Everest: "Auf dem Weg nach oben sind wir an vielen Leichen vorbeigekommen"

+++ 1.06 Uhr: Angehörige von Germanwings-Opfern klagen offenbar auf Schadenersatz +++

Gut zwei Jahre nach dem Germanwings-Absturz haben Angehörige von Opfern nach Informationen der "Bild"-Zeitung die Fluggesellschaft auf über drei Millionen Euro Schadenersatz verklagt. Es gebe zwei Zivilverfahren am Düsseldorfer Landgericht mit einem Streitwert von insgesamt mehr als drei Millionen Euro, sagte eine Gerichtssprecherin. Nach Informationen der Zeitung erheben drei Kläger aus Südamerika gegen Germanwings Forderungen von insgesamt rund 3,7 Millionen Euro. Die Opfer-Angehörigen stammten aus Paraguay. Sie würden durch eine Kanzlei in Frankfurt vertreten.

Die Klagen werden bei der 22. Zivilkammer des Gerichts geführt und befinden sich in einem schriftlichen Vorverfahren. Einen Termin gebe es noch nicht, bestätigte die Gerichtssprecherin. Laut "Bild" würde das Landgericht Düsseldorf damit die ersten Schadenersatzklagen von Angehörigen verhandeln.

Für den Absturz der Germanwings-Maschine in Frankreich mit 150 Toten war nach Ansicht der deutschen Ermittler der Copilot verantwortlich.

kng / DPA / AFP