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News des Tages: Unterhaus billigt Mays Plan für mögliche Verschiebung des Brexit

WDR schneidet bei "Karneval in Köln" Stelter-Szene raus +++ USB-Stick im Fall Lügde entdeckt +++ Mindestens 20 Tote nach Zugunglück in Kairo +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Britisches Unterhaus billigt Mays Plan für mögliche Verschiebung des Brexit (21.12 Uhr)
  • Cohen deutet weitere Vorwürfe gegen Trump an (19.32 Uhr)
  • Umfrage: Mehrheit der Deutschen für Bau der Pipeline Nord Stream 2 (18.20 Uhr)
  • Terrorhelfer Motassadeq soll vor Abschiebung 7000 Euro bekommen haben (17.41 Uhr)
  • USB-Stick im Fall Lügde entdeckt (17.10 Uhr)
  • Nach Doppelnamen-Scherz: WDR schneidet bei  "Karneval in Köln" Stelter-Szene raus (14.05 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 22.25 Uhr: Siebenjähriger Junge stürzt in Berlin aus zehntem Stock und stirbt +++

Ein siebenjähriger Junge ist in Berlin aus dem zehnten Stock eines Wohnhaus gestürzt und an den Folgen seiner Verletzungen gestorben. Das Unglück ereignete sich im Stadtteil Neu Hohenschönhausen, wie die Feuerwehr im Kurzmitteilungsdienst Twitter mitteilte. Wiederbelebungsversuche bei dem Kind seien erfolglos geblieben. Ein Polizeisprecher sagte, nach bisherigen Erkenntnissen handele es sich um einen "tragischen Unglücksfall" ohne Fremdverschulden. Die Angehörigen wurden durch Notfallseelsorger betreut.     

+++ 21.12 Uhr: Britisches Unterhaus billigt Mays Plan für mögliche Verschiebung des Brexit +++

Das britische Unterhaus hat für die neue Brexit-Strategie von Premierministerin Theresa May gestimmt, die zu einer Verschiebung des Austrittsdatums Ende März führen könnte. Die Abgeordneten billigten den am Dienstag vorgestellten Drei-Stufen-Plan, welcher der Regierungschefin mehr Zeit für die Nachverhandlungen mit der EU einräumt. Sollte sie bis zum 12. März nicht die notwendige Mehrheit für das Austrittsabkommen erlangen, würde das Unterhaus am 13. und 14. März über einen Austritt ohne Vertrag abstimmen - oder über eine Verschiebung.

+++ 19.54 Uhr: Cohen deutet weitere Vorwürfe gegen Trump an +++

Der Ex-Anwalt von Donald Trump, Michael Cohen, hat angedeutet, dass es neben den bereits bekannten Vorwürfen gegen den US-Präsidenten noch weitere gibt. Cohen nannte bei seiner Anhörung vor dem US-Kongress aber keine Details. Ein Abgeordneter hatte ihn gefragt, ob er von weiterem Fehlverhalten oder illegalen Handlungen wisse, die Trump beträfen. Cohen bejahte dies, sagte aber, er könne sich dazu nicht äußern, weil es Teil noch laufender Ermittlungen in New York sei. 

Hier finden Sie die wichtigen Ereignisse und Erkenntnisse aus der Anhörung im Überblick.

Cohen, der mehr als ein Jahrzehnt für Trump gearbeitet hat, ist eine zentrale Figur in mehreren Affären um den Präsidenten. Er hat sich von ihm abgewendet und ihn mit Aussagen vor Gericht in Bedrängnis gebracht. Cohen sagt, er habe im Auftrag Trumps im Wahlkampf Schweigegeld an zwei Frauen gezahlt, um Schaden von dem Kandidaten abzuwenden. Trump wirft ihm vor, zu lügen.

+++ 19.16 Uhr: FIFA-Chef verteidigt Investoren-Offerte: "Es ist nichts faul" +++

FIFA-Chef Gianni Infantino hat Unverständnis angesichts der Skepsis an einer Investoren-Offerte für die Vermarktung einer reformierten Club-WM und einer neuen Global Nations League gezeigt. "Was ein bisschen lustig ist, ist, dass in jedem anderen Geschäft, wenn (...) der Vorsitzende kommt und sagt, ich habe (...) 25 Milliarden, dann sagt man vielleicht nicht Glückwunsch, aber vielleicht wenigstens: nicht schlecht", sagte Infantino zum Abschluss des Executive Football Summit in Rom. Im Fußball oder bei der FIFA "rümpfen einige die Nase". "Es ist nichts faul, es ist nichts schlimmes, es zeigt einzig, dass es Interesse gibt" und "dass die FIFA einen guten, sauberen Namen hat heute und ein Begriff ist".

+++ 18.20 Uhr: Umfrage: Mehrheit der Deutschen für Bau der Pipeline Nord Stream 2 +++

Eine Mehrheit der Deutschen befürwortet nach einer Umfrage den Bau der umstrittenen Gaspipeline Nord Stream 2 zwischen Deutschland und Russland. Das Meinungsforschungsinstitut YouGov hat für den Wahlmonitor des Redaktionsnetzwerks Deutschland ermittelt, dass 56 Prozent der Befragten dafür sind, am Bau der Pipeline durch die Ostsee festzuhalten. 16 Prozent sind der am Mittwoch veröffentlichen Umfrage zufolge für einen Stopp des Projekts. 27 Prozent wollten sich nicht festlegen. Nord Stream 2 wird derzeit über 1200 Kilometer zwischen Deutschland und Russland durch die Ostsee verlegt und soll russisches Erdgas nach Europa bringen. Etliche EU-Länder und die USA lehnen das Projekt ab.

+++ 18.02 Uhr: Bericht: Ford baut Tausende Arbeitsplätze in China ab +++

Ford reagiert einem Zeitungsbericht nach mit umfassenden Stellenstreichungen auf schlechte Geschäfte in China. Beim Gemeinschaftsunternehmen Changan Ford sei bereits damit begonnen worden, Tausende der insgesamt 20.000 Mitarbeiter zu entlassen, schrieb die "New York Times" ohne Angabe von Quellen.

Changan Ford bestätigte auf Nachfrage zwar lediglich, dass einige Verträge nicht verlängert worden seien. In dem Statement hieß es aber auch, dass die Effizienz erhöht werden müsse und das Unternehmen sein Team schlanker aufstelle, um sich den Marktbedingungen 2019 anzupassen.

+++ 17.46 Uhr: Venezuela schlägt Gipfel zwischen Maduro und Trump vor +++

Venezuela hat ein Gipfeltreffen zwischen dem linksnationalistischen Staatschef Nicolás Maduro und US-Präsident Donald Trump ins Spiel gebracht. Der venezolanische Außenminister Jorge Arreaza sagte vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf, sein Land setze auf "den Weg des Dialogs, selbst mit den Vereinigten Staaten". Er fügte hinzu: "Warum sollten sie sich nicht treffen, Präsident Trump und Präsident Maduro?"    

Zugleich griff Arreaza die USA wegen deren Unterstützung für den selbsternannten venezolanischen Übergangspräsidenten Juan Guaidó scharf an. Der Minister bezeichnete die Politik Washingtons als "Aggression" gegen sein Land. Die USA würden dem venezolanischen Volk Lebensmittel und Medizin entziehen.

+++ 17.41 Uhr: Terrorhelfer Motassadeq soll vor Abschiebung 7000 Euro bekommen haben +++

Bei der Abschiebung des Terrorhelfers Mounir el Motassadeq nach Marokko ist der Hamburger Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel möglicherweise ein Panne unterlaufen. Die Gefängnisverwaltung habe dem 44-Jährigen rund 7000 Euro in bar von seinem Häftlingskonto ausgezahlt, obwohl Zahlungen an ihn nach einer EU-Verordnung verboten gewesen seien, berichtet "Der Spiegel". Die Deutsche Bundesbank habe wenige Tage nach der Abschiebung des Marokkaners im Oktober vergangenen Jahres Anzeige erstattet. Die Auszahlung verstoße gegen das Außenwirtschaftsgesetz. Die Hamburger Staatsanwaltschaft habe Ermittlungen aufgenommen. 

Eine Sprecherin der Behörde bestätigte den Bericht des Nachrichtenmagazins. Motassadeq gehöre zu Personen mit Verbindung zum Terrornetzwerk Al-Kaida, deren sämtliche Gelder durch die EU-Verordnung Nr. 881/2002 eingefroren seien. Die Ermittlungen wegen der Auszahlung richteten sich noch nicht gegen eine namentlich erfasste Person. Motassadeq war Mitglied der sogenannten Hamburger Zelle um den Todespiloten Mohammed Atta, der 2001 eines der Flugzeuge in das World Trade Center in New York gesteuert hatte. Der Hamburger Gruppe gehörten noch zwei weitere der insgesamt vier Terrorpiloten und neben Motassadeq noch mindestens fünf Unterstützer an.

+++ 17.14 Uhr: Urteil: Basiskonto darf keine 8,99 Euro im Monat kosten +++

Ein monatlicher Grundpreis von 8,99 Euro für ein Basiskonto ist laut einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt am Main zu hoch. Wie das OLG am Mittwoch mitteilte, ist der Preis nicht angemessen und damit unwirksam. Auch eine Gebühr von 1,50 Euro pro Überweisung durch einen Mitarbeiter am Telefon oder in der Filiale ist demnach für ein Basiskonto zu teuer. Damit gewann der klagende Verbraucherzentrale Bundesverband auch in der Berufung gegen die Deutsche Bank. (Az. 19 U 104/18)

+++ 17.10 Uhr: USB-Stick im Fall Lügde entdeckt +++

Bei den erneuten Durchsuchungen im Missbrauchsskandal von Lügde hat ein spezieller Datenträgerspürhund einen USB-Stick entdeckt. Der von der Justiz des Landes Sachsen geliehene Schäferhund Artus entdeckte den Datenträger in der Behausung des Hauptbeschuldigten, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Der USB-Stick konnte demnach noch nicht auf Inhalte geprüft werden. Neben dem Stick seien noch weitere Datenträger gefunden worden, insofern sei die Durchsuchung ein Erfolg gewesen.

Die Spurensuche sollte auch am Donnerstag auf dem Campingplatz fortgesetzt werden. Im Fall eines als mittlerweile siebten Beschuldigten geführten 16-Jährigen wollen die Ermittler auch prüfen, ob dieser selbst Opfer sexuellen Missbrauchs geworden ist.

Die Missbrauchsserie von Lügde war am 30. Januar bekannt geworden. Auf dem dortigen Campingplatz sollen über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren mindestens 31 Kinder missbraucht worden sein. Die meisten waren zur Tatzeit zwischen vier und 13 Jahre alt.

+++ 16.46 Uhr: Litauen wegen geheimem CIA-Gefängnis vor Menschenrecht-Gerichtshof +++

Ist ein Mann aus Saudi-Arabien in ein geheimes CIA-Gefängnis in Litauen gebracht worden? Mit dieser Frage befasst sich der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) demnächst - und verhandelt damit erneut über ein mögliches geheimes Gefängnis der CIA in dem Land. Die Regierung in Vilnius beschloss am Mittwoch, die Beschwerde eines Saudis wegen unrechtmäßiger Inhaftierung in dem baltischen EU- und Nato-Staat von dem Straßburger Gericht verhandeln zu lassen.

"Wir haben keinerlei handfeste oder vernünftige Beweise dafür, dass die Person in Litauen gewesen sein könnte", sagte Regierungschef Saulius Skvernelis der Agentur BNS zufolge  Journalisten in Vilnius. "Es gibt absolut nichts". Litauen werde daher keine gütliche Beilegung anstreben, sondern die Beschwerde abweisen und ein Verfahren vor Gericht führen. 

+++ 16.43 Uhr: Erstattung von Sozialhilfe soll Erben nicht zum Sozialfall machen +++

Die Erstattung von Pflegekosten eines Verstorbenen darf dessen Erben nicht selbst zum Sozialfall machen. Grundsätzlich allerdings müssen Hinterbliebene ihr Erbe zur Deckung von Sozialhilfeleistungen herausgeben und gegebenenfalls auch ein Haus verkaufen, wie am Mittwoch das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel entschied. (Az.: B 8 SO 15/17 R)

Danach kann eine heute 83-jährige Witwe aus dem Landkreis Osnabrück möglicherweise im ehelichen Wohnhaus bleiben, in dem sie bereits seit 1964 lebt. Das Hausgrundstück gehörte ihrem Mann, der zuletzt aber in einem Pflegeheim lebte. Die Kosten hatte die Sozialhilfe übernommen.

+++ 16.41 Uhr: Junge Hacker sollen Unternehmen und Behörden erpresst haben +++

Jugendliche Hacker sollen mit einer Cyberattacke mehrere große Unternehmen und Behörden erpresst haben. Am Mittwoch stellten Ermittler bei Durchsuchungen in Bochum, Hamburg und im Landkreis Lahr (Baden-Württemberg) Beweise sicher, wie die Staatsanwaltschaft in Köln und das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen (LKA) mitteilten. Auch in Österreich und der Schweiz wurde ermittelt.

Die drei Verdächtigen, zwei von ihnen noch minderjährig, sollen demnach bereits im Jahr 2017 mit sogenannten DDoS-Attacken ("Distributed Denial of Service") auf die jeweiligen Webseiten und IT-Infrastrukturen eine Überlastung der Server verursacht haben. Dadurch konnten diese vorübergehend nicht mehr genutzt werden, hieß in der Mitteilung. Anschließend hätten die Hacker Geld gefordert, um auf weitere Angriffe zu verzichten. Gegen sie wird nun unter anderem wegen Erpressung ermittelt.

+++ 15.49 Uhr: Britisches Parlament beginnt mit Debatte über weitere Brexit-Schritte +++

Das britische Parlament hat am Mittwoch mit der Debatte über die weiteren Schritte beim EU-Austritt des Landes begonnen. Am Abend (ab 20 Uhr MEZ) soll über mehrere Anträge aus den Reihen der Opposition und über die Beschlussvorlage der Regierung abgestimmt werden. Premierministerin Theresa May will bis zum 12. März Zeit bekommen, um Änderungen an ihrem Brexit-Abkommen mit der EU auszuhandeln. Parlamentspräsident John Bercow wählte fünf der zwölf vorgelegten Änderungsanträge aus. Darunter ist ein Antrag von Oppositionsführer Jeremy Corbyn von der sozialdemokratischen Labour-Partei, der eine engere Bindung an die EU vorsieht, als bisher von der Regierung geplant. Die Schottische Nationalpartei (SNP) will einem Brexit ohne Abkommen mit ihrem Antrag unter allen Umständen eine Absage erteilen.

+++ 14.53 Uhr: Immer weniger Schüler in Großbritannien lernen Fremdsprachen +++

Immer weniger Schüler in Großbritannien lernen Fremdsprachen: Seit dem Jahr 2000 ging ihre Zahl um fast die Hälfte zurück, wie der Rundfunksender BBC berichtete. Die Zahl der Schüler, die Deutsch und Französisch lernen, ging der Untersuchung zufolge sogar um zwei Drittel zurück. Weil Deutsch und Französisch bei den Schülern so unbeliebt sind, werden sie in einigen Schulen gar nicht mehr angeboten. Die BBC befragte Schüler, die sich auf den mittleren Schulabschluss GCSE vorbereiten. Immer mehr britische Schüler lernen dagegen Spanisch oder Mandarin. Bei Spanisch gab es einen Zuwachs von 75 Prozent.   

+++ 14.48 Uhr: Ägypten Verkehrsminister nach Zugunglück in Kairo zurückgetreten +++

Nach dem schweren Zugunglück in Kairos Hauptbahnhof hat der ägyptische Verkehrsminister Hischam Arafat seinen Rücktritt eingereicht. Regierungschef Mustafa Madbuli habe den Rücktritt angenommen, teilte die Regierung mit. Bei dem Unglück waren am Morgen mindestens 20 Menschen getötet und 40 weitere verletzt worden. Aufnahmen aus Überwachungskameras zeigen, wie der Zug in voller Fahrt gegen die Prellböcke am Ende der Schienen krachte und kurz darauf Flammen den Zug und den Bahnsteig erfassten. Madbuli hatte nach einem Besuch am Unglücksort erklärt, die für den Unfall Verantwortlichen würden zur Rechenschaft gezogen.

+++ 14.41 Uhr: Neuneinhalb Jahre Jugendhaft für tödlichen Angriff auf Jugendliche in Viersen +++

Im Prozess um die tödliche Messerattacke auf eine 15-Jährige in Viersen hat das Landgericht Mönchengladbach den Exfreund des Opfers wegen Mordes zu einer Jugendstrafe von neuneinhalb Jahren verurteilt. Damit blieben die Richter mit der Strafe für den 17-Jährigen knapp unter der nach Jugendrecht möglichen Höchststrafe von zehn Jahren, wie das Gericht mitteilte. Demnach sahen sie es als erwiesen an, dass der junge Mann seine ehemalige Freundin im Juni vergangenen Jahres in einem Park der nordrhein-westfälischen Stadt lockte, um sie dort plangemäß und heimtückisch zu erstechen. Laut Anklage kam er mit der Trennung nicht zurecht und hatte zuvor im Bekanntenkreis Todesdrohungen ausgestoßen.

+++ 14.29 Uhr: Merkel gesteht London mehr Zeit beim Brexit zu +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist bereit, Großbritannien beim Brexit mehr Zeit zuzugestehen. "Wenn Großbritannien mehr Zeit braucht, dann werden wir uns dem natürlich nicht verweigern", sagte Merkel bei einem Treffen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Paris. Die britische Premierministerin Theresa May hatte am Vortag angesichts der verfahrenen Lage erstmals eine Verschiebung des für den 29. März geplanten EU-Austritts ihres Landes als einen möglichen Ausweg ins Gespräch gebracht.

+++ 14.22 Uhr: Spotify startet in Indien +++

Der Streamingdienst Spotify ist nun auch in Indien nutzbar. Das schwedische Unternehmen trifft dort auf einen rasch wachsenden Markt, in dem immer günstigere Smartphones und Datenpakete immer mehr Menschen ins Internet bringen. Firmengründer Daniel Ek erklärte anlässlich des Starts, Spotify werde nicht nur indische Künstler in der Welt bekannt machen, sondern auch "die Musik der ganzen Welt nach Indien bringen". Spotify bietet Nutzern in Indien nach kostenlosen Testphasen Abonnements für 119 Rupien im Monat (knapp 1,50 Euro) an - also deutlich weniger als die Kosten für Spotify in Europa und den USA.

+++ 14.22 Uhr: Polizei sucht mit Hubschrauber nach vermisster 15-Jähriger +++

Auf der Suche nach der vermissten 15-jährigen Rebecca in Berlin ist ein Polizeihubschrauber zum Einsatz gekommen, wie die Polizei mitteilte. Wie bild.de berichtete, stieg der Hubschrauber am Britzer Garten auf. Neun Tage nach dem Verschwinden des Mädchens waren Polizeiangaben zufolge 96 Hinweise eingegangen. Rebecca war am Morgen des 18. Februar verschwunden. Ihre Familie hatte zuletzt die Suche auch über das Internet verstärkt. Mit dem Schlagwort "findbecci" waren unter anderem auf Instagram Flugblätter zu sehen. Die 15-Jährige hatte die Nacht zum 18. Februar bei einer älteren Schwester verbracht. An dem Montagmorgen hätte sie um 9.50 Uhr in ihrer Schule zum Unterricht sein sollen, war dort jedoch nicht erschienen. Die Wohnung der Schwester hatte das Mädchen laut Zeitungsberichten gegen 7.15 Uhr verlassen.

+++ 14.05 Uhr: WDR schneidet Stelter-Szene raus +++

Der Komiker Bernd Stelter musste sich bei einer Karnevalssitzung mit einer empörten Zuschauerin auseinandersetzen - im Fernsehen wird diese Szene nicht zu sehen sein. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) hat sich entschlossen, sie rauszuschneiden. Die Zuschauerin hatte sich darüber geärgert, dass Stelter Doppelnamen verspottet hatte. Der Vorfall hatte in den vergangenen Tagen in sozialen Netzwerken ein enormes Echo ausgelöst. Die Sendung "Karneval in Köln", die am Rosenmontag um 20.15 Uhr im Ersten zu sehen ist, sei ein Zusammenschnitt zweier jeweils sechsstündiger Aufzeichnungen von Kölner Karnevalssitzungen im Gürzenich, teilte der WDR mit. "Die in den Medien diskutierte Störung der Rede Bernd Stelters durch eine Zuschauerin erstreckte sich mit Unterbrechungen über mehrere Minuten und ist in vielen Teilen akustisch in der Aufzeichnung nicht hörbar und teilweise unverständlich." Deshalb habe der Sender entschieden, die Szene in dem Zusammenschnitt nicht zu zeigen. Während der Ausstrahlung der Rede von Stelter werde es für die Fernsehzuschauer einen Hinweis via Laufband geben, der auf eine Videotextseite mit Zusatzinformationen zu dem Auftritt verweise.

Bernd Stelter

Bernd Stelter bei der "Großen Kölner Mädchensitzung" in Gürzenich

DPA

+++ 13:37 Uhr: Doping-Razzia: Sieben Festnahmen bei Ski-WM, zwei in Erfurt +++

Bei einer Doping-Razzia sind bei den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Seefeld sieben Personen festgenommen worden, darunter fünf Sportler. Wie das österreichische Bundeskriminalamt am Mittwoch weiter mitteilte, wurden zudem in Erfurt ein deutscher Sportmediziner und ein Komplize festgenommen.

+++ 12.24 Uhr: Außenminister Maas nach Anschlag bei deutschen Soldaten in Mali +++

Wenige Tage nach einem Terroranschlag auf ein von der Bundeswehr geführtes EU-Trainingscamp in Mali ist Außenminister Heiko Maas zu einem zweitägigen Besuch in dem westafrikanischen Krisenland eingetroffen. Er landete am Mittwochvormittag in einem UN-Militärlager in Gao am Rande der Sahara, wo sich etwa 800 deutsche Soldaten an einer Friedensmission beteiligen. Der andere Bundeswehr-Stützpunkt in Mali, auf den der Anschlag verübt wurde, befindet sich etwa 900 Kilometer weiter südlich in Koulikoro nahe der Hauptstadt Bamako. Dort sind etwa 170 deutsche Soldaten stationiert.

+++ 12.10 Uhr: Archäologen entdecken 1600 Jahre altes Samaritaner-Anwesen in Israel +++

Israelische Archäologen haben Überreste eines rund 1600 Jahre alten landwirtschaftlichen Anwesens gefunden, das vermutlich einem wohlhabenden Samaritaner gehörte. Teil des Anwesens nordöstlich von Tel Aviv war eine Weinpresse mit einer griechischen Inschrift, wie die israelische Altertumsbehörde am Mittwoch mitteilte. Die Inschrift "Nur Gott hilft dem schönen Besitz von Meister Adios, Amen" gelte als weiterer Hinweis auf eine intensive Besiedlung durch die Samaritaner während der byzantinischen Periode. Dies sei die Hochphase der Ansiedlung durch die Glaubensgemeinschaft in der Region gewesen.Die Samaritaner sind eine Glaubensgemeinschaft, deren rund 800 Mitglieder heute in Israel und dem Westjordanland leben 

+++ 11.49 Uhr: Kabinett beschließt Zensusgesetz - Volkszählung im Mai 2021 +++

Die deutsche Bevölkerung wird in zwei Jahren neu durchgezählt. Das Bundeskabinett beschloss ein Gesetz, das die Regeln für den Zensus 2021 festlegt. Zu dieser Volkszählung mit Stichtag 16. Mai ist Deutschland nach EU-Recht verpflichtet. Das Gesetz regelt die Auskunftspflichten und Datenschutzfragen. Die Zählung nimmt nicht nur die Bevölkerung in den Blick, sondern soll auch Daten zu Erwerbstätigkeit und Wohnsituation liefern. Die letzte Volkszählung war 2011. Neben der Übermittlung behördlicher Daten sind auch ergänzende Befragungen der Bevölkerung vorgesehen.

+++ 11.47 Uhr: Deutsche spendeten 2018 rund 5,3 Milliarden Euro +++

Die Deutschen haben im vergangenen Jahr rund 5,3 Milliarden Euro gespendet. Das waren über hundert Millionen Euro mehr als im Jahr 2017 und ist der zweithöchste Wert seit Beginn der Erhebung, wie der Deutsche Spendenrat mitteilte. Allerdings setzte sich gleichzeitig der Trend fort, dass immer weniger Menschen spenden. Innerhalb der Spendenbereiche gab es der Bilanz zufolge Verschiebungen hin zu Umwelt- und Naturschutz, Tierschutz und Sport. Dafür seien rund hundert Millionen Euro weniger für die humanitäre Hilfe gegeben worden.

+++ 11.40 Uhr: Bundesfinanzhof stoppt Dienstwagen für Ehefrau mit Minijob +++

Der Bundesfinanzhof hat einem kreativen Steuersparmodell in Unternehmerehen einen Riegel vorgeschoben: Ein Minijob mit Vollzeit-Dienstauto für die Ehefrau wird steuerlich nicht anerkannt, hat das höchste deutsche Finanzgericht in einem Urteil entschieden. Der Grund: Wenn ein Arbeitgeber seine Mitarbeiter mit Dienstauto beglückt, darf er Ehegatten und sonstige Verwandtschaft nicht großzügiger ausstatten als die übrigen Angestellten. Im konkreten Fall hatte ein Einzelhändler aus Nordrhein-Westfalen seine Frau per 400-Euro-Job angestellt: Neun Stunden die Woche, davon drei Stunden im Büro und sechs Stunden als Kurierfahrerin. Für diese Kurierfahrten stellte er ihr den Dienstwagen zur Verfügung, und zwar ohne Selbstbeteiligung zur vollen privaten Benutzung rund um die Uhr. Die Kosten des Minijobs zog er als Betriebsausgabe vom Gewinn ab.

+++ 11.29 Uhr: Ex-Bordell-Chef zu fünf Jahren Haft verurteilt +++

Der Ex-Chef der süddeutschen Bordellkette "Paradise" ist zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Stuttgart sprach ihn der Beihilfe zum Menschenhandel, der Zuhälterei und des Betrugs schuldig. Der Presse- und Marketingchef des Rotlichtbetriebs bekam eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten. Ein dritter Angeklagter, ein steuerlicher Berater, wurde wegen Beihilfe zum Betrug zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und vier Monaten verurteilt. Nach außen arbeiteten die Betreiber am Image eines sauberen, ehrlichen Vorzeigebordells. Tatsächlich hätten die Rockergruppen Hells Angels und United Tribuns dem Großbordell in Leinfelden-Echterdingen Prostituierte zugeführt. Die Frauen wurden von ihren Zuhältern in vielen Fällen bedroht, geschlagen und erniedrigt, wie der Vorsitzende Richter feststellte.

+++ 11.27 Uhr: Indien bestätigt Verlust einer Militärmaschine +++

Indien hat den Verlust eines Flugzeugs seiner Luftwaffe bei einem Angriff durch Pakistan auf indischem Gebiet bestätigt. Der Pilot der MiG-21 werde vermisst, sagte der Sprecher des indischen Außenministeriums, Raveesh Kumar, in Neu Delhi. Pakistans Luftwaffe habe am Morgen militärische Ziele in Indien angegriffen. Indische Abfangjäger hätten den Angriff vereitelt und ein pakistanisches Flugzeug abgeschossen. Dieses sei auf pakistanischer Seite der de-facto-Grenze abgestürzt. Der pakistanische Armeesprecher Asif Ghafoor hatte zuvor erklärt, Pakistan habe zwei indische Flugzeuge abgeschossen und zwei indische Piloten festgenommen. Ein Video, das angeblich einen Oberstleutnant der indischen Luftwaffe in pakistanischer Gefangenschaft zeigt, wurde in sozialen Medien in Pakistan verbreitet.

+++ 11.25 Uhr: Hubschrauber mit nepalesischem Minister abgestürzt +++

Ein Helikopter mit Nepals Tourismusminister und sechs weiteren Menschen an Bord ist im Osten des Himalayastaats abgestürzt. Die Polizei fand an der Unfallstelle fünf Tote. "Der Helikopter stand in Flammen. Fünf Leichen wurden dort gefunden", sagte ein Sprecher der nepalesischen Polizei. Ob Minister Rabindra Adhikari zu den fünf Todesopfern zählte, stand zunächst nicht fest.  Die Maschine des privaten Fluganbieters Air Dynasty sei in ein abgelegenes Waldgebiet in den Bergen im Distrikt Taplejung gestürzt, hieß es vom Innenministerium des Landes. Dutzende

Einsatzkräfte eilten zur Unglücksstelle.

+++ 11.23 Uhr: Freispruch für 22-Jährigen in Stuttgarter Taliban-Prozess +++

   In einem Taliban-Prozess vor dem Stuttgarter Oberlandesgericht (OLG) ist der 22-jährige Angeklagte freigesprochen worden. Der Senat habe nicht mit Sicherheit feststellen können, ob die Vorwürfe in der Anklage richtig seien, teilte das OLG mit. Angeklagt war der 22-Jährige, weil er Mitglied der Taliban in Afghanistan gewesen sein soll. Die Anklage warf dem Mann vor, sich 2013 als Jugendlicher für mindestens sechs Monate den Taliban angeschlossen zu haben. Die Vorwürfe hätten ausschließlich auf den Angaben beruht, die der 22-Jährige in seinem Asylverfahren im Rahmen seiner mündlichen Anhörung gemacht habe, erklärte das OLG. Bei Vernehmungen durch die Polizei machte der Mann demnach hingegen keine Angaben zu den Vorwürfen. Im Prozess widerrief er seine Aussagen und beteuerte, sie im Asylverfahren erfunden zu haben.

+++ 10.48 Uhr: Nach Tod von Elfjähriger: Senatorin will Paket gegen Mobbing +++

Als Reaktion auf den Tod einer elf Jahre alten Grundschülerin hat Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres ein Paket gegen Mobbing an Schulen angekündigt. Unter anderem will die SPD-Politikerin einen Schüler als eine Art Anti-Mobbing-Beauftragten benennen. Wenn bestehende Hilfsangebote nicht oder kaum genutzt würden, müssten diese leichter zugänglich gemacht werden, begründete sie den Vorstoß in einem Gastbeitrag im "Tagesspiegel".

+++ 10.46 Uhr: Festnahmen im Rockermilieu in Hagen +++

Fünf Monate nach den Schüssen auf einen Mann im nordrhein-westfälischen Hagen haben Spezialeinheiten der Polizei drei Männer aus dem Rockermilieu festgenommen. Zu den Festnahmen sowie zu Wohnungsdurchsuchungen kam es bereits am Dienstagmorgen, wie die Polizei mitteilte. Gegen einen 44-Jährigen aus Hagen bestand ein Haftbefehl, zwei 25 und 37 Jahre alte Männer wurden vorläufig festgenommen und kurz darauf wieder entlassen. Die Festnahmen und Durchsuchungen stehen im Zusammenhang mit den Ermittlungen zu einem versuchten Tötungsdelikt Ende September. Mehrere Täter sollen einem 42-Jährigen damals aufgelauert und auf ihn und sein Auto geschossen haben.

+++ 10.30 Uhr: Bundeskartellamt erwirkt mehr Werbung für Sportler bei Olympia +++

Die deutschen Sportler und ihre Sponsoren werden in Zukunft erheblich erweiterte Werbemöglichkeiten während der Olympischen Spiele haben. Der Deutsche Olympische Sportbund und das Internationale Olympische Komitee haben sich dem Bundeskartellamt

gegenüber zu einer Öffnung der bisherigen Werbebeschränkungen verpflichtet, teilte die Wettbewerbsbehörde mit. Das IOC hatte mit der Regel 40 der Olympischen Charta die Werbemöglichkeiten von Athleten unter anderem durch das Verbot von Nennung olympischer Begriffe während Olympischer Spiele stark beschränkt. Beim DOSB heißt es dazu: "Die Entscheidung wird beiden Seiten gerecht: Einerseits profitieren die Athletinnen und Athleten durch die Ausweitung persönlicher Rechte, andererseits wird das für den gesamten Sport existenzielle Finanzierungsmodell der Olympischen Spiele gesichert."

+++ 10.29 Uhr: Mindestens 20 Tote nach Zugunglück und Brand in Kairos Hauptbahnhof +++

Nach einem Zugunglück und einem anschließenden Brand in Kairos Hauptbahnhof ist die Zahl der Toten auf mindestens 20 gestiegen. Mindestens 40 weitere Menschen wurden nach übereinstimmenden Angaben von Sicherheitsvertretern und Ärzten verletzt. Demnach war zunächst ein Zug im Ramses-Bahnhof verunglückt und hatte dann einen Großbrand ausgelöst.

+++ 10.12 Uhr: Schweizer nach Syrien-Aufenthalt als IS-Unterstützer verurteilt +++

Ein junges Geschwisterpaar ist in der Schweiz nach einer Syrien-Reise wegen Unterstützung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verurteilt worden. Laut Anklage waren die Frau und der Mann in einer Moschee in der Schweiz radikalisiert worden und im Jahr 2014 im Alter von 15 beziehungsweise 16 Jahren nach Syrien gereist. Ein Gericht in Winterthur verurteilte sie nach dem Jugendstrafrecht zu Strafen von zehn und elf Monaten Haft auf Bewährung. Es ist das erste Urteil in der Schweiz gegen IS-Reisende.

+++ 10.06 Uhr: Pakistan sperrt seinen Luftraum wegen Spannungen mit Indien +++

Pakistan hat wegen der Spannungen mit Indien seinen Luftraum gesperrt. Wie die Zivilluftfahrtbehörde auf Twitter mitteile, bleibt der pakistanische Luftraum bis auf Weiteres gesperrt. Ein Militärsprecher sagte, die Sperrung sei vor dem Hintergrund der aktuellen Umstände erfolgt.

+++ 9.52 Uhr: Acht Tote nach Brand in sibirischer Stadt Mariinsk gefunden +++

Russische Einsatzkräfte haben nach einem Brand in einem Wohnhaus in Sibirien acht Leichen gefunden, darunter die von drei Kindern. Die Feuerwehrleute hätten die Toten bei Arbeiten in dem verbrannten Holzhaus in Mariinsk im Gebiet Kemerowo gefunden, teilten die Ermittlungsbehörden in der Region rund 3800 Kilometer östlich von Moskau mit. Die Kinder waren demnach zwischen einem Jahr und acht Jahre alt. Womöglich sei der Brand in der Nacht zum Mittwoch von einem Holzofen ausgegangen.

+++ 9.51 Uhr: Unionsfraktionsvize Frei fordert Prüfung des Kölner AfD-Urteils +++

Unionsfraktionsvize Thorsten Frei hat sich dafür ausgesprochen, das Kölner AfD-Urteil prüfen zu lassen. Bei der Frage der öffentlichen Bekanntgabe eines Prüffalls habe das Gericht eine andere Bewertung vorgenommen als das Bundesamt für Verfassungsschutz, sagte Frei den Online-Portalen der Funke Mediengruppe. Er sei der Meinung, dass "das Bundesamt für Verfassungsschutz insgesamt überzeugende Argumente für die Veröffentlichung" habe. Eine Beschwerde halte er deswegen für "angezeigt". Eine inhaltliche Bewertung, ob die Positionen der AfD verfassungswidrig seien, sei nicht vorgenommen worden, so Frei.

Kanada: "Eis-Tsunami" überrollt Promenade am Niagara River

+++ 9.34 Uhr: Bundeswehr nimmt Schießübungen nach Moorbrand wieder auf +++

Auf dem Bundeswehr-Testgelände im Emsland soll nach dem wochenlangen Moorbrand vergangenen Jahres wieder geschossen werden. Als Teil eines Testprogramms auf dem Waffenübungsgelände bei Meppen werde an im Schießstand geübt, sagte der Sprecher der Wehrtechnischen Dienststelle 91, Michael Bertschik. Es sollten "dringend erforderliche Erprobungen" fortgesetzt werden. So testet das Militär ein neues Sturmgewehr als Nachfolger für das Modell G36. Aber auch die Erprobung von großkalibrigeren Waffen soll an wieder aufgenommen werden können, etwa der Test von Maschinenkanonen.

+++ 8.52 Uhr: Mann schießt 29-Jährige in Frankfurt am Main auf offener Straße an +++

Auf offener Straße hat ein 49-jähriger Mann in Frankfurt am Main seine frühere Lebensgefährtin angeschossen. Die 29-Jährige wurde schwer am Kopf verletzt, wie die Polizei mitteilte. Danach schoss der Mann sich zunächst selbst in den Kopf und dann auf vier Zeugen, die unverletzt blieben. Er traf ein vorbeifahrendes Auto, dem Fahrer stieß aber nichts zu. Die Frau wurde von Zeugen zu einem Polizeirevier und von dort in ein Krankenhaus gebracht. Der Mann versuchte zu fliehen, wurde aber von der Polizei gefasst. Auch er wurde in eine Klinik gebracht. Als Tatmotiv vermutet die Polizei die kürzliche Trennung des Paars.

+++ 8.42 Uhr: Zahl der Abtreibungen in Deutschland leicht gesunken +++

Die Zahl der Abtreibungen in Deutschland ist im vergangenen Jahr leicht gesunken. 2018 gab es 0,2 Prozent weniger Schwangerschaftsabbrüche als 2017, wie  das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Demnach wurden im vergangenen Jahr insgesamt 101.000 Abtreibungen gemeldet. Jedoch gab es im vierten Quartal 2018 1,3 Prozent mehr Schwangerschaftsabbrüche als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. 96 Prozent der Abtreibungen wurden nach einem Beratungsgespräch vorgenommen. Bei den restlichen vier Prozent waren medizinische Gründe und Sexualdelikte Begründungen für den Abbruch.

+++ 8.39 Uhr: Mehr Verkehrstote - Anstieg bei Unfällen mit Fahrrad und Motorrad +++

Auf deutschen Straßen sind nach zwei Jahren Rückgang wieder mehr Menschen bei Unfällen ums Leben gekommen. Das Statistische Bundesamt sprach von 3265 Verkehrstoten im Jahr 2018, das sei eine Zunahme von 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zugleich handele es sich um den drittniedrigsten Stand seit dem Jahr 1950, berichtete das Amt unter Berufung auf vorläufige Ergebnisse. Nach Ergebnissen aus den ersten elf Monaten geht der Anstieg der Gesamtzahl auf eine Zunahme bei getöteten Fahrrad- und Motorradfahrern zurück. Zwischen Januar und November starben 50 Fahrradfahrer und damit 13,6 Prozent mehr. Hinzu kamen 57 getötete Motorradfahrer, dies bedeutet einen Anstieg um 9 Prozent, wie das Bundesamt mitteilte. Die Zahl sank hingegen bei den Fußgängern um rund sechs Prozent und den Autofahrern um rund zwei Prozent.

+++ 8.07 Uhr: Irans Präsident Ruhani lehnt Rücktritt von Außenminister Sarif ab +++

Irans Präsident Hassan Ruhani hat das Rücktrittsgesuch von Außenminister Mohammed Dschawad Sarif abgelehnt. Sarifs Rücktritt sei nicht im "Interesse des Landes" und er stimme ihm daher nicht zu, schrieb Ruhani am Mittwoch in einem Brief an Sarif, der auf der Internetseite der Regierung veröffentlicht wurde. Sarif, der einer der Architekten des internationalen Atomabkommens ist, hatte seinen Rücktritt eingereicht.

+++ 8.18 Uhr: Deutsche Autobauer verzeichnen erstes Umsatzminus seit 2009 +++

Der Umsatz der deutschen Autobauer ist 2018 um 0,2 Prozent gesunken. Im Jahr zuvor lag das Umsatzwachstum noch mit 4,5 Prozent im Plus, wie eine Analyse der Beratungsgesellschaft EY zeigt. Demnach konnten die Zulieferer ihre Umsätze immerhin noch um 2,1 Prozent steigern. Dazu trug besonders die negative Entwicklungen in den wichtigen Märkten USA und Großbritannien bei. Dorthin gingen die Ausfuhren um fünf beziehungsweise zehn Prozent zurück.  Trotz der schwachen Umsatzentwicklung stieg die Zahl der Beschäftigten in der Branche um 1,7 Prozent auf ein Rekordniveau.

+++ 7.34 Uhr: Bremen feiert 200 Jahre Stadtmusikanten +++

Das Märchen der Bremer Stadtmusikanten wird in diesem Sommer 200 Jahre alt, und die Hansestadt feiert das mit Ausstellungen und einem "Stadtmusikantensommer". Als mündliche Überlieferung ist die Geschichte von Esel, Hund, Katze und Hahn zwar noch älter. Doch 1819 wurde das Märchen erstmals gedruckt: Die Brüder Grimm nahmen es in die zweite Auflage ihrer "Kinder- und Hausmärchen" auf. Die Feiern in der Hansestadt beginnen am Samstag, den 3.3. mit einem Konzert Bis zum 1. September ist die Schau "Tierischer Aufstand. 200 Jahre Bremer Stadtmusikanten in Kunst, Kitsch und Gesellschaft" zu sehen.

+++ 7.37 Uhr: Pakistans Militär: Zwei indische Flugzeuge über Kaschmir-Region abgeschossen +++

Einen Tag nach den indischen Luftangriffen in Pakistan haben pakistanische Kampfflugzeuge nach Militärangaben zwei indische Flugzeuge abgeschossen. Die pakistanische Luftwaffe habe die beiden indischen Maschinen im pakistanischen Luftraum über der umstrittenen Kaschmir-Region abgeschossen, teilte der pakistanische Militärsprecher Asif Ghafoor auf Twitter mit. Indien warf Pakistan eine Verletzung seines Luftraums über dem indischen Teil Kaschmirs vor.

#GermanArms: Recherche-Bündnis deckt Deutsche Rüstungsexporte im Jemen auf

+++ 6.25 Uhr: Geburtenrate in Südkorea sinkt auf Rekordtief +++

In Südkorea werden so wenig Kinder geboren wie nie zuvor seit Erfassung der Daten in dem Land vor fast 50 Jahren. Statistisch bekommt eine Südkoreanerin nur noch 0,98 Kinder, 2017 lag die Rate noch bei 1,05. Weltweit zählt Südkorea zu den Ländern mit der niedrigsten Geburtenrate überhaupt. Sie liegt deutlich unter dem sogenannten Reproduktionsniveau von 2,1 Kindern pro Frau, die nötig ist, damit eine Bevölkerung nicht schrumpft. In Deutschland gab es zuletzt wieder einen Geburtenanstieg. Derzeit liegt die durchschnittliche Geburtenrate pro Frau bei 1,59. 

+++ 5.24 Uhr: Australischer Kardinal George Pell inhaftiert +++

Der australische Kardinal und frühere Papst-Vertraute George Pell ist nach seiner Verurteilung wegen Kindesmissbrauchs inhaftiert worden. Das ordnete ein Gericht in Melbourne an. Zuvor hatten die Anwälte des 77-Jährigen einen Antrag zurückgezogen, dass der Geistliche gegen Kaution auf freiem Fuß bleiben darf.

+++ 5.04 Uhr: Potenzial für Wohnungen auf Parkhäusern und Discountern +++

Auf Bürogebäuden, Parkhäusern und Discountern könnten einer Studie zufolge Hunderttausende Wohnungen entstehen. Nutzt man auch Supermarkt-Parkplätze und leerstehende Büros klug, könnten ohne einen Quadratmeter zusätzliches Bauland bundesweit sogar mehr als 1,2 Millionen Wohnungen gebaut werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der TU Darmstadt und des Pestel-Instituts für ein Bündnis von Wohnungs- und Bauverbänden, die der Nachrichtenagentur DPA vorliegt. Bundesweit fehlen schätzungsweise mehr als eine Million Wohnungen.

+++ 4.48 Uhr: Breakdance öffnet Tanzsport Tür zu Olympia +++

In der bevorstehenden Aufnahme von Breakdance ins Programm der Olympischen Spiele 2024 in Paris sieht der in Deutschland zuständige Verband TAF ein vielversprechendes Signal an den Tanzsport insgesamt. "Damit öffnet sich die Tür zu Olympia", sagte TAF-Präsident Ralf Josat der Nachrichtenagentur DPA. Er hält die Aufnahme weiterer tanzsportlicher Disziplinen ins Programm der Spiele für möglich. Wenn das Internationale Olympische Komitee im kommenden Jahr zustimmt, geht es in Paris in fünf Jahren erstmals um Gold, Silber und Bronze in einem Tanzsport

+++ 4.04 Uhr: Niedersachsen startet Initiative im Bundesrat für Paketboten +++

Niedersachsen startet im Bundesrat eine Initiative gegen Ausbeutung in der Paketzustellung. "Hier gibt es massive Verstöße", sagte Landessozialministerin Carola Reimann (SPD) der Nachrichtenagentur DPA. Es gebe in Deutschland Verstöße unter anderem gegen das Mindestlohn- und das Arbeitszeitgesetz. Zudem würden in der Branche oft Sozialbeiträge nicht ordnungsgemäß abgeführt. Noch im März solle sich die Länderkammer mit der Initiative befassen.

+++ 3.04 Uhr: Im Iran 2018 mehr als 220 Hinrichtungen +++

Im Iran sind im vergangenen Jahr nach Informationen der Bundesregierung 223 Menschen hingerichtet worden. In "mindestens vier Fällen" sei die Todesstrafe auch gegen zur Tatzeit Minderjährige vollstreckt worden, berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf eine Antwort des Bundesaußenministeriums auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag. Aufgrund einer Gesetzesänderung bei Drogendelikten sei die Zahl der vollstreckten Todesurteile 2018 jedoch erneut deutlich zurückgegangen. Im Jahr 2016 seien 477 Menschen und 2017 insgesamt 429 Menschen von der iranischen Justiz hingerichtet worden. Die Todesstrafe gibt es nur noch in etwa einem Drittel aller Länder weltweit.

+++ 3.57 Uhr: Zahl der Kleinen Waffenscheine steigt weiter +++

Immer mehr Menschen in Deutschland dürfen verdeckt Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen tragen. Die Zahl der sogenannten Kleinen Waffenscheine, die dazu berechtigen, stieg von Ende Januar 2018 bis Ende Januar 2019 von 565.000 auf knapp 620.000,

wie der "Tagesspiegel" unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen berichtet. Das entspricht einem Zuwachs von knapp zehn Prozent. Ende 2014 waren erst knapp 262.500 solcher Erlaubnisse registriert worden. Als möglicher Grund für das gestiegene Interesse an den Berechtigungen wird immer wieder Verunsicherung etwa durch Terroranschläge genannt.

+++ 3.24 Uhr: Indonesien: Dutzende Goldgräber nach Einsturz einer Mine verschüttet +++

Dutzende Goldgräber sind auf der indonesischen Insel Sulawesi nach dem Einsturz einer Mine von Trümmern begraben worden. Dabei sei mindestens ein Mensch ums Leben gekommen, teilten die Behörden mit. Weitere 14 der ohne Genehmigungen arbeitenden Goldgräber seien in dem Bergwerk in der Provinz Nordsulawesi verletzt gerettet worden. Die Suche nach 45 weiteren Menschen werde fortgesetzt. Die Mine liegt rund 3000 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Jakarta. Tödliche Unfälle in Minen, die keine Konzession haben, kommen in Indonesien häufiger vor.

+++ 2.53 Uhr: Bolsonaro würdigt Ex-Diktatoren Paraguays und Brasiliens +++

Brasiliens ultrarechter Präsident Jair Bolsonaro hat frühere Militärdiktatoren seines Landes und des Nachbarlandes Paraguay gewürdigt. Bei einer Veranstaltung am brasilianisch-paraguayischen Riesenstaudamm Itaipú würdigte er unter anderem Paraguays langjährigen Machthaber Alfredo Stroessner. Ohne diesen wäre der Bau des Wasserkraftwerks nicht möglich gewesen, sagte Bolsonaro. Er wolle Stroessner, der Paraguay von 1954 bis 1989 mit eiserner Hand regierte, dafür "ehren". In seiner Lobrede führte Bolsonaro auch eine Reihe von brasilianischen Generälen auf, die das Land in der Zeit der Militärherrschaft von 1964 bis 1985 regierten.

+++ 2 Uhr: Kommission für Menschenrechte: Dutzende Tote bei Protesten in Haiti +++

Bei Protesten gegen die Regierung in Haiti sind nach Angaben der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte (CIDH) bisher mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen. Zudem seien mindestens 77 weitere bei den Demonstrationen verletzt worden, teilte die unabhängige Kommission der Organisation Amerikanischer Staaten auf Twitter mit. Laut CIDH gab es Berichte über gezielte Gewalt gegen die Demonstranten. Die Proteste in Haiti hatten am 7. Februar begonnen. Seither kommt es immer wieder zu größeren Demonstrationen in der Hauptstadt Port-au-Prince und weiteren Städten. Die Menschen demonstrieren gegen Präsident Jovenel Moïse und fordern seinen Rücktritt.

+++ 0.42 Uhr: US-Repräsentantenhaus stimmt gegen Trumps Mauer-Notstand +++

Das US-Repräsentantenhaus hat gegen den von US-Präsident Donald Trump ausgerufenen Notstand zum Bau der Grenzmauer gestimmt. Die von den oppositionellen Demokraten kontrollierte Kongresskammer votierte für eine entsprechende Resolution. Um den Notstand tatsächlich zu beenden, ist jedoch auch ein Beschluss des Senats erforderlich. Dort haben Trumps Republikaner die Mehrheit.

+++ 0.09 Uhr: 13.000 Deutsche im Jahr vorzeitig wegen Verkehrsabgasen gestorben +++

In Deutschland sind laut einer neuen Studie im Jahr 2015 etwa 43.000 Menschen frühzeitig an den Folgen von Feinstaub und Ozon gestorben - etwa 13.000 davon allein durch Emissionen aus dem Verkehrsbereich. Wie eine Studie des umweltnahen Forschungsinstituts International Council on Clean Transportation (ICCT) ergab, summieren sich die negativen Auswirkungen durch den Verkehr auf gesellschaftliche Kosten von 97 Milliarden Euro, etwa drei Prozent des deutschen Bruttonationaleinkommens. Die Forscher führten Daten zum Emissionsverhalten von Fahrzeugen mit Modellen zu Volkskrankheiten zusammen, um die Gesundheitsauswirkungen des Verkehrs auf verschiedenen Ebene zu berechnen. Einbezogen wurden die Emissionen von Pkw, Bussen, Lkw, Schiffen sowie von landwirtschaftlichen Fahrzeugen und Baumaschinen.

+++ 0 Uhr: Nigerias Staatschef Buhari gewinnt Präsidentschaftswahl +++

Bei der Präsidentschaftswahl in Nigeria ist Amtsinhaber Muhammadu Buhari offenbar wiedergewählt worden. Buhari hatte mehr als vier Millionen Stimmen Vorsprung vor seinem Herausforderer Atiku Abubakar, wie offizielle Zahlen zeigten. Der Vorsprung ist uneinholbar, weil nur noch in einem Bundesstaat das Ergebnis ausstand. Vor den Wahlen vom Samstag war ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem 76-jährigen Amtsinhaber Buhari und dem früheren Vize-Präsidenten Abubakar vorausgesagt worden. Buhari ist seit 2015 an der Macht. Überschattet wurde die Wahl von gewaltsamen Zwischenfällen mit dutzenden Toten. Beklagt wurden auch Organisationsmängel bei der Wahl.

Toter Buckelwal im Dschungel entdeckt
nik / tis / fs / DPA / AFP