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News des Tages USA drohen mit einseitigen Schritten nach Giftgasangriff in Syrien

USA Nikki Haley
Nikki Haley, UN-Botschafterin der USA, vor dem Sicherheitsrat mit Bildern von Opfern der Giftgasattacke in Syrien
© AFP
+++ Öffentliches W-LAN: Bundesregierung schafft Störerhaftung ab +++ Drei Schwerverletzte nach Verfolgungsjagd in Berlin +++ Mord bei Freiburg: Polizei veröffentlicht Phantombild +++ Die Nachrichten des Tages.

Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker:

+++ 19.44 Uhr: Fast 20 Millionen Russen leben unterhalb der Armutsgrenze +++

In Russland ist die Armutsquote offiziellen Zahlen zufolge auf den höchsten Stand seit zehn Jahren gestiegen. 2016 lebten 19,8 Millionen Menschen unterhalb der von der Regierung definierten Armutsgrenze, wie die Statistikbehörde Rosstat am Mittwoch in Moskau mitteilte. 2014 zählte Russland 16,1 Millionen Arme, 2015 stieg ihre Zahl auf 19,5 Millionen. Umgerechnet waren im vergangenen Jahr mehr als 13 Prozent der Bevölkerung arm. Die Armutsschwelle lag für das vierte Quartal 2016 bei monatlich 9691 Rubel, umgerechnet rund 161 Euro. In Russland herrscht seit zwei Jahren eine Rezession. Gründe dafür sind die gefallenen Ölpreise und die vom Westen wegen der Ukraine-Krise verhängten Sanktionen. Für dieses Jahr rechnet die Regierung wieder mit einem Wirtschaftswachstum.

+++ 19.04 Uhr: USA drohen im Sicherheitsrat mit einseitiger Aktion nach Gasattacke in Syrien +++

Die USA haben nach dem mutmaßlichen Giftgas-Angriff in Syrien mit einseitigen Aktionen gedroht, sollte sich der UN-Sicherheitsrat nicht auf eine gemeinsame Reaktion verständigen. "Wenn die Vereinten Nationen fortlaufend ihre Pflicht zum kollektiven Handeln verletzen, dann sind wir gezwungen, unsere eigenen Maßnahmen zu ergreifen", sagte die UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley, in New York. Zuvor hatte Russland seine Ablehnung einer auch von den USA eingebrachten Resolution bekundet.

+++ 18.19 Uhr: Doping-Nachtests: IOC disqualifiziert drei Olympia-Medaillengewinner +++

Das Internationale Olympische Komitee hat nach positiven Doping-Nachtests drei Olympia-Medaillengewinner disqualifiziert. Der usbekische Freistilringer Artur Taimasow, Olympiasieger von Peking 2008 im Superschwergewicht, muss seine Medaille ebenso abgeben wie Wassili Fjodorischin aus der Ukraine, der Silber im Federgewicht geholt hatte. Wie das IOC am Mittwoch mitteilte, wurde in Swetlana Zarukajewa auch eine Medaillengewinnerin von den Olympischen Spielen in London 2012 disqualifiziert. Die 29 Jahre alte Russin hatte im Gewichtheben in der Klasse bis 63 Kilogramm Silber geholt. Alle drei Athleten wurden der Einnahme der verbotenen Substanz Turinabol überführt, bei Taimasow wurde zusätzlich Stanozolol gefunden. Mit neuen Analysemethoden untersucht das IOC mehr als 1000 Dopingproben der Sommerspiele 2008 und 2012.

+++ 18.09 Uhr: IS enthauptet 33 Menschen in Ostsyrien +++

Bei ihrer größten Massentötung in diesem Jahr hat die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Ostsyrien Aktivisten zufolge 33 Menschen enthauptet. Den Opfern im Alter zwischen 18 und 25 Jahren sei am Mittwoch in der Provinz Dair as-Saur am Rande einer ausgehobenen Grube der Kopf abgeschnitten worden, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Es blieb zunächst unklar, wer die Getöteten waren und warum sie getötet wurden. Der IS bringt immer wieder Gruppen von Menschen um. Oft deshalb, weil sie angeblich mit feindlichen Organisationen wie der syrischen Armee zusammenarbeiten oder anderen religiösen Gruppen angehören, die die Extremisten als ungläubig oder abtrünnig betrachten.

+++ 17.49 Uhr: Bericht: Trumps Berater Bannon nicht mehr im Sicherheitsrat +++

Der umstrittene Berater von US-Präsident Donald Trump, Stephen Bannon, gehört einem Bericht zufolge nicht mehr dem Nationalen Sicherheitsrat der USA an. Trump habe das Gremium umorganisiert und Bannon abgezogen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf eine mit der Sache vertraute Person.

Der Nationale Sicherheitsrat der USA berät den US-Präsidenten in wichtigen Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik. In einem aufsehenerregenden Schritt hatte Trump Ende Januar seinen Chefstrategen Bannon in das "Principals Committee", eine Unterabteilung des Rates, berufen.

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+++ 17.18 Uhr: Bundesregierung beharrt auf weiterer Betreuung Yücels +++

Die Bundesregierung erwartet von der Türkei, dass sie den deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel und andere Fälle weiter konsularisch betreuen darf. Einen Tag nach dem bisher einmaligen Besuch des deutschen Generalkonsuls bei Yücel in der Haft sagte Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch: "Natürlich erwarten wir von der türkischen Seite, dass auch in Zukunft bei Bedarf Besuche der Inhaftierten ohne Verzögerung ermöglicht werden." Nach Angaben des Auswärtigen Amts sind derzeit noch fünf weitere Deutsch-Türken wegen Vorwürfen im Zusammenhang mit dem Putschversuch vom Juli 2016 in der Türkei in Haft. 

+++ 16.49 Uhr: Erdogan sieht "Mörder Assad" hinter "Chemiewaffenangriff" +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat den syrischen Machthaber Baschar al-Assad für den tödlichen "Chemiewaffenangriff" in der Provinz Idlib verantwortlich gemacht. Mehr als hundert Menschen, darunter fast 50 Kinder, seien in der Kleinstadt Chan Scheichun "durch Chemiewaffen zu Märtyrern" geworden, sagte Erdogan bei einer Rede in Bursa. "O Mörder Assad, wie wirst du ihren Fluch wieder los?"

+++ 16.41 Uhr: US-Außenminister Tillerson reist nach Moskau +++

US-Außenminister Rex Tillerson wird am 12. April zum ersten Mal nach Moskau reisen. Das teilten die Außenministerien in Washington und Moskau am Mittwoch mit. Den Angaben aus Washington zufolge wird Tillerson seinen russischen Amtskollegen Sergej Lawrow treffen, um mit ihm und anderen russischen Vertretern das Thema Ukraine, die Terrorbekämpfung und die bilateralen Beziehungen zu besprechen. Laut Mitteilung in Moskau geht es daneben auch um den Islamischen Staat (IS), das Thema Syrien sowie den Palästinenserkonflikt und den Konflikt mit Nordkorea. Russische Diplomaten schlossen auch ein Treffen mit Präsident Wladimir Putin nicht aus.

+++ 15.36 Uhr: Türkei übergibt neue Liste mit angeblichen Verdächtigen +++

Die türkische Regierung hat der Bundesregierung ein zweites Dossier mit Angaben über angebliche Regimegegner übergeben.
Das berichtet die Wochenzeitung "Die Zeit". Eine erste Liste war Mitte Februar am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz an den Bundesnachrichtendienst BND übergeben worden. Die dort aufgeführten Personen wurden vom türkischen Geheimdienst als Anhänger oder Unterstützer des Predigers Fetullah Gülen angesehen, den Ankara für den gescheiterten Putsch im Juli 2016 verantwortlich macht. Die Bundesanwaltschaft nahm daraufhin wegen des Verdachts der Spionage in Deutschland Ermittlungen gegen den türkischen Geheimdienst MIT auf.

Die zweite Liste habe die Staatssekretärin im Innenministerium, Emily Haber, bei einem Besuch Anfang März in Ankara erhalten. In dem Dossier seien Berichte über angebliche Anhänger Gülens sowie Angaben zu Vereinen und Kulturgruppen enthalten, aber auch Details zu Personen in Deutschland, die die Türkei des Terrorismus bezichtige. Wer diese Informationen sammelte, war zunächst unbekannt.

+++ 15.31 Uhr: Weltweit fast 10.000 Baumarten vom Aussterben bedroht +++

Die erste globale Baum-Datenbank kommt zu einem alarmierenden Befund. Nach derzeitigem Kenntnisstand seien weltweit fast 10.000 Baumarten vom Aussterben bedroht, teilte die in Großbritannien ansässige Gruppe Botanic Gardens Conservation International (BGCI) am Mittwoch in London mit. Insgesamt gibt es laut der BGCI-Studie 60.065 verschiedene Arten. Davon ist fast jede sechste - insgesamt 9600 - vom Artentod bedroht. Darunter seien auch mehr als 300 Baumarten, von denen in ihrer natürlichen Umgebung nur noch "weniger als 50 Exemplare" existierten, teilte die BGCI weiter mit. Hauptursache dafür seien "Kahlschlag und Raubbau". Die Datenbank solle künftig ein Hilfsmittel für die Bemühungen von Menschen sein, bedrohte Baumarten zu erhalten.

+++ 14.25 Uhr: Öffentliches W-LAN: Bundesregierung schafft Störerhaftung ab +++

Die Regierung hat den Weg zur endgültigen Abschaffung der sogenannten Störerhaftung für Anbieter öffentlicher WLAN-Netze geebnet. Das Bundeskabinett billigte einen entsprechenden Gesetzentwurf von Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD), der noch verbleibende Rechtsrisiken für die Anbieter beseitigen soll.

Café-Besitzer und ähnliche WLAN-Betreiber sind dem Gesetzentwurf zufolge künftig auch vor Unterlassungsforderungen geschützt, die bislang noch daraus entstehen können, dass Gäste ihr Angebot für illegale Downloads oder ähnliche Zwecke nutzen. Das gilt auch für die damit zusammenhängenden Abmahnkosten. Sie müssen ihr Netz auch nicht verschlüsseln, den Zugriff auf Nutzer mit einem Passwort beschränken oder deren Identität überprüfen.

+++ 14.09 Uhr: Fernbus-Kontrollen: Bundespolizei erwischt Dutzende illegal Eingereiste +++

Bei einer groß angelegten Schleierfahndung hat die Bundespolizei in der vergangenen Woche mehr als 3000 Fernbusse mit 87.282 Insassen kontrolliert, wie das Bundespolizeipräsidium Potsdam mitteilte. Dabei wurden demnach 146 Menschen festgestellt, die unerlaubt eingereist waren.

50 Menschen wurden laut Bundespolizei zurückgeschickt, weiteren 37 wurde die Weiterreise gestattet. Um Asyl baten 18 Betroffene, an Ausländerbehörden oder Jugendämter wurden 37 Menschen weitergeleitet. Vier der bei den Kontrollen aufgegriffenen Reisenden wurden in Haft genommen. Die Beamten vollstreckten bei den Kontrollen auch 26 offene Haftbefehle. So wurde etwa ein schwedischer Staatsangehöriger gefasst, gegen den in seinem Heimatland ein europäischer Haftbefehl wegen versuchter Tötung und Körperverletzung vorlag.

+++ 14.03 Uhr: Nach Vergewaltigung beim Campen: Polizei prüft Hinweise aus ganz Deutschland +++

Nach der Vergewaltigung einer jungen Camperin gehen bei der Polizei Hinweise aus ganz Deutschland ein. "Wir haben den Eindruck, dass die Öffentlichkeit durchweg helfen will", sagte der Bonner Polizeisprecher Robert Scholten. Der Fahndungsschwerpunkt liege allerdings nach wie vor im Großraum Bonn. "Wir gehen aktuell mit rund 150 Hinweisen um", sagte der Polizeibeamte. Die Ermittlungskommission sei daher kurzzeitig aufgestockt worden. 

Der Gesuchte hatte nach Polizeiangaben am Wochenende in den Siegauen bei Bonn eine 23-Jährige und ihren Freund aus dem Stuttgarter Raum überfallen und die Frau vergewaltigt. Nach dem Mann wird seitdem umfangreich gefahndet, unter anderem mit einem Phantombild. Es wurde auch DNA-Material des Täters sichergestellt. 

+++ 13.44 Uhr: Raubmord bei München - zwei 16-Jährige festgenommen +++

Zwei 16-Jährige sollen in Aschheim an der Stadtgrenze zu München einen 25-Jährigen ausgeraubt und dabei tödlich verletzt haben. Die beiden Jugendlichen sind inzwischen in Untersuchungshaft, wie ein Polizeisprecher berichtete. Die Ermittler gehen davon aus, dass die beiden ihr Opfer in der Nacht zu Freitag "abzocken" wollten. Dabei sei es offenbar zu einem Schlag in das Gesicht des 25-Jährigen gekommen, woraufhin dieser zu Boden ging.

"Dieser Schlag war so wuchtig, dass er wohl an diesem einen Schlag verstorben ist", schilderte der Polizeisprecher. Den Ermittlungen zufolge stahlen die Tatverdächtigen den Geldbeutel sowie das Handy des Mannes "und entfernten sich vom Tatort, ohne sich um das Opfer zu kümmern". Beide wurden am Montag festgenommen, sie wohnen jeweils in der Nähe des Tatorts. Aktuell liefen noch die Vernehmungen, ergänzte der Polizeisprecher.

+++ 13.18 Uhr: WHO geht von Einsatz von Nervenkampfstoff in Syrien aus +++

Nach dem mutmaßlichen Giftgas-Angriff in Syrien geht die Weltgesundheitsorganisation WHO davon aus, dass bei dem Vorfall Nervenkampfstoff freigesetzt wurde. Wie die WHO in Genf mitteilte, zeigten die Opfer typische Symptome, die bei Kontakt mit Chemiewaffen auftreten. Bei einigen Opfern deuten die Symptome demnach auf den Einsatz "phosphororganischer Chemikalien" hin, zu denen auch die sogenannten Nervenkampfstoffe gehören.

Für den Einsatz von Chemiewaffen spricht nach Angaben der WHO auch, dass die Opfer keine äußerlichen Verletzungen aufwiesen. Stattdessen seien bei den Betroffenen schnell ähnliche Symptome aufgetreten. Die häufigste Todesursache sei akute Atemnot gewesen.

+++ 13.02 Uhr: DFB-Präsident Reinhard Grindel in UEFA-Exekutivkomitee gewählt +++

DFB-Präsident Reinhard Grindel ist in das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union gewählt worden. Der 55-Jährige erhielt am Mittwoch beim Kongress der 55 UEFA-Mitglieder in Helsinki im ersten Wahlgang die notwendigen Stimmen.

+++ 12.58 Uhr: Medien: Zwei Tote bei Erdbeben im Iran +++

Bei einem Erdbeben der Stärke 6,1 im Iran sind Medienberichten zufolge zwei Menschen ums Leben gekommen. Das Beben ereignete sich am Mittwochvormittag im Dorf Sepid Sang in der Razavi-Chorasan-Provinz im Nordosten des Landes. Mehrere Nachbeben erschütterten die Gegend. Außer den beiden Toten soll es nach Angaben der Nachrichtenagentur IRNA keine Schwerverletzten oder größeren Schäden gegeben haben.

+++ 11.54 Uhr: Irak: Selbstmordattentäter reißen rund 30 Menschen in den Tod +++

Bei einem Angriff von Selbstmordattentätern sind in der irakischen Stadt Tikrit nach Angaben von Polizei und Militär mindestens 31 Menschen getötet worden. Mehr als 40 weitere Menschen seien bei dem Angriff in der nördlich von Bagdad gelegenen Stadt am Dienstagabend verletzt worden, teilten Polizei und Militär am Mittwoch mit. Bei der Attacke hätten drei Angreifer in der Innenstadt das Feuer eröffnet und sich später in Häusern in die Luft gesprengt. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. 

+++ 11.33 Uhr: Erdrutsch in Mexiko: Zahl der Toten steigt weiter +++

Nach den verheerenden Überschwemmungen und Erdrutschen in der südkolumbianischen Stadt Mocoa ist die Zahl der Toten auf mindestens 290 gestiegen. Wie die Behörden mitteilten, wurden außerdem mehr als 330 Menschen verletzt. 186 Leichen konnten bislang identifiziert werden, wie das Rechtsmedizinische Institut des Landes mitteilte.

Zuvor war von 273 Toten und 262 Verletzten die Rede gewesen. Das Rote Kreuz gab die Zahl der Vermissten am Montag mit 220 an.
Der für den Wiederaufbau von Mocoa zuständige Verteidigungsminister Luis Carlos Villegas erklärte, 500 bis 600 Familien, also etwa 2800 Menschen, seien in fünf Aufnahmezentren untergekommen. Insgesamt sind dem Roten Kreuz zufolge rund 45.000 Menschen von der Naturkatastrophe und ihren Folgen betroffen.

+++ 11.19 Uhr: Hotelübernachtungen immer teurer +++

Die Nacht im Hotel ist in Deutschland im vergangenen Jahr überdurchschnittlich teurer geworden. Für ein Zimmer zahlten die Gäste ohne Frühstück und Mehrwertsteuer durchschnittlich 93 Euro und damit 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr, wie der Hotelverband Deutschland in Berlin mitteilte. Europaweit seien die Preise deutlich geringer gestiegen - nämlich um 0,8 Prozent auf 94 Euro pro Nacht.

Die Auswahl an Hotels in Deutschland wächst trotz Überkapazitäten an einigen Standorten, wie der Verband weiter mitteilte. Für die nächsten drei Jahre seien 571 Neu-, Um- und Ausbauten geplant. Die Zahl der Zimmer würde damit um gut 85 000 steigen. In den knapp 20 600 Hotels und Hotel garnis (ohne Restaurant) gibt es rund 800 000 Zimmer mit 1,47 Millionen Betten.

+++ 10.08 Uhr: Drei Schwerverletzte nach Verfolgungsjagd in Berlin +++

Auf der Flucht vor der Polizei sind in der Nacht in Berlin drei Insassen eines Autos schwer verunglückt. Der Fahrer und zwei weitere Insassen hätten offenbar versucht, sich einer Verkehrskontrolle zu entziehen, sagte ein Polizeisprecher. Alle drei seien sehr schwer verletzt worden, als das Fahrzeug verunglückte, Fahrer und Beifahrer schwebten in Lebensgefahr.

Die Polizei hatte in der Nacht im Bezirk Hellersdorf auf der Suche nach gestohlenen Autos Fahrzeuge kontrolliert, die in Richtung Osten aus der Stadt fuhren. Medienberichten zufolge wollte sich der Fahrer eines schwarzen Wagens der Kontrolle entziehen. Bei einer Verfolgungsjagd habe der Fahrer mutmaßlich die Kontrolle verloren und sei mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Baum geprallt.

Den Rettungskräften bot sich nach der Verfolgungsjagd in Berlin ein Bild der Verwüstung
Den Rettungskräften bot sich nach der Verfolgungsjagd in Berlin ein Bild der Verwüstung
© Maurizio Gambarini/DPA

+++ 10.04 Uhr: Mord bei Freiburg: Polizei veröffentlicht Phantombild +++

Fünf Monate nach dem Mord an einer 27 Jahre alten Joggerin in Endingen bei Freiburg sucht die Polizei mit einem Phantombild nach dem unbekannten Täter. Die Zeichnung wurde nach der Aussage einer Zeugin erstellt, wie die Ermittler mitteilten. Die Frau hatte den Unbekannten am Tag des Mordes in der Nähe des Tatorts gesehen.

Ihm wird vorgeworfen, Anfang November vergangenen Jahres in Endingen die 27-Jährige sowie im Januar 2014 in Kufstein in Österreich eine 20 Jahre alte Studentin ermordet zu haben. An beiden Orten wurden identische Körperspuren gefunden. Beide Opfer wurden den Angaben zufolge sexuell missbraucht und erschlagen.

+++ 9.48 Uhr: Trotz Handys - Notrufsäulen werden noch tausendfach genutzt +++

Fast jeder hat inzwischen sein Handy immer dabei - die Notrufsäulen auf Autobahnen werden trotzdem noch tausendfach genutzt. Im vergangenen Jahr wurde fast 53 000 Mal über so eine Säule Hilfe gerufen - etwas weniger als im Jahr zuvor. Das geht aus einer Statistik hervor, die die bundesweite Notrufzentrale in Hamburg veröffentlichte.

+++ 9.44 Japan: Polizei findet 360.000 Euro im Müll +++

Inmitten von Abfallbergen hat die Müllabfuhr in Japan umgerechnet 360.000 Euro an Bargeld gefunden. Ein Mitarbeiter einer Müllbeseitigungsfirma in der Tokioter Nachbarprovinz Gumma war demnach beim Trennen des Abfalls überraschend auf die Banknoten gestoßen, wie der japanische Fernsehsender NHK meldete. Daraufhin alarmierte die Firma sofort die Polizei. Die vermutet, dass die rund 42 Millionen Yen versehentlich im Müll gelandet waren und sucht jetzt nach dem Besitzer, wie der Sender weiter berichtete.

+++ 9.10 Uhr: Jeder zweite Deutsche nutzt Online-Banking +++

Online-Banking ist in Deutschland beliebter als im EU-Schnitt. Jeder zweite Bankkunde (53 Prozent) hierzulande erledigte im vergangenen Jahr seine Geldgeschäfte am heimischen Rechner. Damit lag der Anteil der Nutzer in der Gruppe der 16- bis 74-Jährigen um vier Punkte über dem Durchschnitt der Länder der Europäischen Union (49 Prozent), wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

In Deutschland wählten vor allem jüngere Bankkunden den Zugang über das Internet: 74 Prozent in der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen tätigten nach den Zahlen der Wiesbadener Statistiker zum Beispiel Überweisungen über ihr Online-Konto. Mit zunehmendem Alter sinkt der Anteil der Online-Banking-Nutzer: Bei den 65- bis 74-Jährigen waren es im vergangenen Jahr noch 28 Prozent.

+++ 8.59 Uhr: Facebook, Twitter und Co. - Maas droht mit Bußgeldern +++

Weil die Betreiber von Twitter, Facebook und Co. aus Sicht der Bundesregierung zu wenig gegen strafbare Inhalte tun, drohen ihnen künftig Bußgelder in Millionenhöhe. "Das akzeptieren wir nicht weiter, dass sich Unternehmen in Deutschland nicht an Recht und Gesetz halten", sagte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) im "Morgenmagazin" der ARD. Das Kabinett soll am Vormittag seinen Gesetzentwurf dazu beschließen.

Nach Ansicht von Maas ist der Versuch gescheitert, dass die Unternehmen auf freiwilliger Basis mehr gegen Hasskommentare oder ähnliches tun. Der SPD-Minister verwies auf eine aktuelle Erhebung, wonach der Kurzbotschaftendienst Twitter nur ein Prozent der strafbaren Inhalte lösche. Beim sozialen Netzwerk Facebook seien es deutlich unter 50 Prozent. YouTube lösche dagegen 90 Prozent. Deswegen werde es künftig Geldbußen von bis zu 50 Millionen Euro geben, sagte Maas weiter. "Das ist notwendig, weil die Unternehmen selbst nichts gemacht haben." Die Plattformen sollen verpflichtet werden, "offensichtlich rechtswidrige Inhalte" binnen 24 Stunden zu löschen. 

+++ 7.34 Uhr: Russland: Syrische Luftwaffe hat Chemielager der syrischen Rebellen angegriffen +++

Nach dem mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien geht die russische Regierung davon aus, dass die syrische Luftwaffe ein Lager der Rebellen mit Giftstoffen getroffen hat. Diese Einschätzung hat das Verteidigungsministerium in Moskau mitgeteilt. In ihrem Entwurf für eine Resolution des UN-Sichehreitsrates fordern Großbritannien, Frankreich und die USA die Aufklärung des Vorfalls durch die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen OPCW. Die Vereinigten Staaten machen Syriens Machthaber Baschar al-Assad direkt für den Angriff verantwortlich, die syrische Armee weist die Vorwürfe zurück.

Bei dem Angriff in der Provinz Idlib waren am Dienstag nach Angaben von Aktivisten mindestens 72 Menschen getötet worden, darunter auch 20 Kinder.

+++ 5.44 Uhr: Australien: 900 Kilo Crystal Meth beschlagnahmt +++

In Australien hat die Polizei eine Rekordmenge von 903 Kilogramm der Designerdroge Crystal Meth beschlagnahmt. Die Drogen haben nach Angaben der Behörden in der Szene einen Wert von 900 Millionen australischen Dollar (umgerechnet etwa 638 Millionen Euro).

Entdeckt wurde es in einem Vorort der Millionenstadt Melbourne namens Nunawading. Das Crystal Meth war in Zwei-Kilo-Päckchen in einer großen Lieferung Holzdielen versteckt. Zwei Männer wurden festgenommen. Ihnen droht lebenslange Haft. Nach Angaben von Australiens Justizminister Michael Keenan ist dies die größte einzelne Menge Crystal Meth, die jemals auf dem Kontinent aus dem Verkehr gezogen wurde.

+++ 5.34 Uhr: Illegales Glücksspiel boomt +++

Illegales Glücksspiel in Deutschland und bisher nicht zugelassene Online-Geldspiele sind nach einer aktuellen Studie weit stärker auf dem Vormarsch als der regulierte Markt. Das Wachstum des gesamten deutschen Glücksspielmarktes um acht Prozent im Jahr 2015 ist "vornehmlich auf die Ausdehnung des nicht-regulierten Marktes zurückzuführen", wie aus einer Branchenanalyse des "Handelsblatt Research Institute" hervorgeht. Das Marktvolumen nicht zugelassener Angebote steige jährlich um etwa 30 Prozent.

Der überwiegend aus Online-Angeboten wie Poker oder Black Jack bestehende unkontrollierte Glücksspielmarkt sei mit einem Anteil von 22 Prozent zwar deutlich kleiner, weise aber seit Jahren stärkere Wachstumsraten auf, heißt es in der Studie für den privaten Anbieter Löwen-Entertainment und die staatliche Gesellschaft West-Lotto. Der Online-Markt wachse rasant, es seien vermehrt neue Angebote und Spiele zu erwarten.

+++ 5.02 Uhr: Verletze bei Unruhen in Venezuela +++

Auch nach der Rücknahme der Entmachtung des Parlaments kommt Venezuela nicht zur Ruhe: Bei einer Demonstration der Opposition in der Hauptstadt Caracas gab es Zusammenstöße mit der Polizei. Dabei seien neun Protestteilnehmer verletzt worden, sagte ein Behördenvertreter. Oppositionelle Abgeordnete kündigten derweil die Absetzung der Obersten Richter an, die das Parlament vergangene Woche zwischenzeitlich entmachtet hatten.

Rund tausend Regierungsgegner versuchten am Dienstag zur Nationalversammlung zu gelangen, als die Lage eskalierte. Polizisten hinderten die Demonstranten mit Tränengas daran, ihren Marsch in Richtung einer Kundgebung von tausenden Unterstützern der sozialistischen Regierung fortzusetzen. Die regierungskritischen Demonstranten warfen mit Steinen.

+++ 3.35 Uhr: Nordkorea feuert Rakete in Richtung Japan ab +++

Kurz vor dem Treffen zwischen US-Präsident Trump und Chinas Staatschef Xi setzt Nordkorea weiter auf Provokation: Das kommunistische Land feuerte heute erneut eine ballistische Rakete in Richtung Japans ins Meer, wie Südkorea und die USA übereinstimmend mitteilten. Die Rakete sei etwa 60 Kilometer weit in Richtung Japans geflogen und habe keine Gefahr für Nordamerika dargestellt, hieß es.

Die japanische Regierung verurteilte den Vorfall als Provokation. Trump will bei Xis morgen beginnenden Besuch in den USA auf ein wirksames Vorgehen gegen Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm dringen. Kürzlich hatte der US-Präsident mit einem Alleingang im Streit um das nordkoreanische Atomprogramm gedroht.

+++ 3.11 Uhr: Entwurf für UN-Resolution verurteilt Angriff in Syrien +++

Nach dem mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien haben Großbritannien, Frankreich und die USA dem UN-Sicherheitsrat einen Resolutionsentwurf vorgelegt, der den Angriff verurteilt und eine baldige Untersuchung verlangt. In dem Text, der der Nachrichtenagentur AFP vorliegt, wird die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) aufgerufen, ihre Befunde zu dem Angriff schnell vorzulegen. Bei dem mutmaßlichen Giftgasangriff in Chan Scheichun in der nordwestlichen Provinz Idlib waren nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mindestens 58 Menschen getötet worden, darunter 19 Kinder. Ebenso wie die syrischen Rebellen machten die USA Syriens Machthaber Baschar al-Assad direkt für den Angriff verantwortlich. Die syrische Armee wies die Vorwürfe zurück.

+++ 2.18 Uhr: Nach Belästigungsvorwürfen: Werbepartner springen bei Fox News ab +++

Nach Enthüllungen über die mutmaßliche sexuelle Belästigung mehrerer Frauen durch den konservativen US-Fernsehmoderator Bill O'Reilly hat seine populäre Sendung beim Sender Fox News zahlreiche zahlungskräftige Werbekunden verloren. Unter anderem die Autokonzerne Mercedes-Benz, BMW, Toyota und Hyundai setzten ihre Aufträge für Werbespots während der Sendung "The O'Reilly Factor" aus. 

Die "New York Times" hatte am Samstag berichtet, O'Reilly und sein Sender Fox News hätten insgesamt 13 Millionen Dollar (12,2 Millionen Euro) als Schweigegeld an fünf Frauen gezahlt, die dem 67-jährigen Moderator Belästigung vorgeworfen hätten. Im Gegenzug mussten sich die Frauen demnach verpflichten, die Vorwürfe nicht öffentlich zu machen und keine Klagen einzureichen.

+++ 1.40 Uhr: Feuerwerksfabrik in Portugal explodiert: Mehrere Tote +++

Bei einer Explosion in einer Fabrik für Feuerwerkskörper im Norden Portugals sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Drei weitere würden nach dem Unglück noch vermisst, berichtete die portugiesische Nachrichtenagentur Lusa unter Berufung auf Rettungskräfte. Die Explosion habe in dem Werk im Lamego einen Großbrand ausgelöst. Mehr als hundert Feuerwehrleute waren laut Lusa im Einsatz, um das Feuer zu löschen. Die Unglücksursache ist noch unklar.

+++ 1.17 Uhr: Frankreich-Wahl: Hitzige Debatte +++

In einer teils hitzig geführten TV-Debatte haben Frankreichs Präsidentschaftskandidaten über Europa und eine Reihe innenpolitischer Themen gestritten. So griff der parteilose Mitte-Kandidat Emmanuel Macron die Rechtspopulistin Marine Le Pen für ihre Pläne an, die EU zu verlassen und zu einer nationalen Währung zurückzukehren. An der Mammut-Diskussionsrunde weniger als drei Wochen vor der Wahl nahmen alle elf Kandidaten teil - ein Novum in Frankreich.

Der Pro-Europäer Macron warb in der von den Nachrichtensendern BFMTV und CNews ausgetragenen TV-Debatte erneut für eine Vertiefung der Europäischen Union - und attackierte seine Rivalin Le Pen, die Frankreich über ein Referendum aus der EU führen will.
"Was Sie vorschlagen, ist der Nationalismus", sagte der Präsidentschaftsfavorit. "Nationalismus bedeutet Krieg." Die Front-National-Chefin entgegnete, Macron packe "mindestens 50 Jahre alte Kamellen" aus. Der frühere Wirtschaftsminister warf der Rechtspopulistin zudem vor, mit ihren Vorschlägen für einen Austritt aus der Eurozone und für Protektionismus einen "Wirtschaftskrieg" anzuzetteln. 

In der vierstündigen Debatte wurde auch über Arbeitslosigkeit, Wirtschaftsreformen, Sicherheit und Staatsausgaben diskutiert. Dabei ging es teilweise heftig hin und her, immer wieder fielen sich die Kandidaten gegenseitig ins Wort.

wue DPA AFP

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