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News des Tages: Verdacht auf versuchten Mord: Britische Polizei nimmt 39 Partygäste fest

Deutscher darf nicht aus Türkei ausreisen - wegen Facebook-Posts  +++ Polizei nimmt 39 Partygäste in London fest +++ Mutmaßlicher US-Spion in Moskau festgenommen +++ Löwe tötet Tierpark-Praktikantin in North-Carolina +++ Die News des Tages im stern-Ticker

Großbritannien, London: Ein Absperrband der Polizei sperrt den Tatort der Messerstecherei ab. Das Opfer wurde bei der Attacke lebensgefährlich verletzt.

Großbritannien, London: Ein Absperrband der Polizei sperrt den Tatort der Messerstecherei ab. Das Opfer wurde bei der Attacke lebensgefährlich verletzt.

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Deutscher darf nicht aus Türkei ausreisen (16.22 Uhr)
  • London: Polizei nimmt 39 Partygäste fest (15.10 Uhr)
  • Russische Behörden nehmen US-Spion fest (10.58 Uhr)
  • Schwere Explosion in einem russischen Plattenbau (09.18 Uhr)
  • Zahl der Opfer auf den Philippinen steigt auf 61 (04.21 Uhr)
  • Löwe tötet junge Praktikantin in US-Tierpark (00.34 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:    

+++ 20.53 Uhr: Fünfjährige stirbt bei Hochhausbrand +++

Eine fünf Jahre altes Mädchen ist beim Brand in einem Hochhaus im bayerischen Puchheim ums Leben gekommen. Der Vater des Kindes hatte am Silvestertag noch versucht, seine Tochter aus der Wohnung zu holen - was ihm nach Polizeiangaben aber nicht gelang. Der Mann erlitt eine schwere Rauchgasvergiftung und kam in ein Krankenhaus. Nach Informationen der Feuerwehr hatte sich das Mädchen in dem brennenden Zimmer in einem Schrank versteckt. Feuerwehrleute konnten das Kind am Nachmittag nur noch leblos bergen.

Andere Bewohner des Hauses hatten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Warum es in der Wohnung im achten Stock gebrannt hatte, ist noch unklar.

+++ 20.04 Uhr: Mann droht mit Bombe auf Amsterdamer Flughafen - rasche Entwarnung +++

Nach einer Bombendrohung ist eine Abflughalle des Amsterdamer Flughafens Schiphol am Abend für kurze Zeit evakuiert worden. Ein Mann habe mit einer Bombe gedroht und sei von der Grenzpolizei überwältigt worden, berichtet die niederländische Nachrichtenagentur ANP. Die Halle war zuvor vorsorglich gesperrt worden. Passagiere mussten draußen warten. Die Lage sei unter Kontrolle und niemand verletzt, erklärte die Polizei kurz darauf. Auch die Umgebung der Halle 3 war vorsorglich geräumt worden.

+++ 18.27 Uhr: Brand in Berliner Hochhaus - Eingeschlossene gerettet +++

Bei einem Brand in einem Hochhaus ist am Nachmittag in Berlin-Mitte eine Frau verletzt worden. Sie wurde mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Zwei weitere Menschen, die Rauch eingeatmet hatten, kamen mit dem Schrecken davon, wie ein Sprecher mitteilte. Alle drei sowie ein Hund waren von Feuerwehrleuten aus der 8. Etage des Hauses in der Leipziger Straße gerettet worden. Dort hatte sich starker Rauch entwickelt, der die Betroffenen in ihren Wohnungen eingeschlossen hatte. Das Feuer war in einer Küche aus noch ungeklärter Ursache ausgebrochen, berichtete der Sprecher.

Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben mit rund 90 Kräften und zahlreichen Einsatzwagen vor Ort. Vorsichtshalber waren auch Notarztwagen und Sanitäter angefordert worden. Die unteren Etagen des Hauses waren nicht betroffen.

+++ 17.23 Uhr: Spanisches Dorf zieht Jahreswechsel vor +++

Ein kleines Dorf in Spanien hat den Beginn des neuen Jahres eigenmächtig vorgezogen. In Villar de Corneja knallten die Korken heute schon um zwölf Uhr mittags, rund 70 Bewohner und Besucher wünschten sich gegenseitig "Feliz Año Nuevo!" (Frohes neues Jahr). Der spanischen Silvester-Tradition folgend versammelten sie sich auf dem Hauptplatz und schoben sich kurz vor dem "Jahreswechsel" zu jedem der insgesamt zwölf Glockenschläge des Rathausturmes eine Weintraube in den Mund.

Der Grund für die frühe Silvesterfeier: Die 37 Bewohner haben mit über 80 Jahren ein sehr hohes Durchschnittsalter und wollten auch am 31. Dezember um Mitternacht längst im Bett sein. Der Jahreswechsel wird in dieser Gemeinde etwa 150 Kilometer westlich von Madrid daher schon seit 2004 um zwölf Uhr mittags gefeiert. Villar de Corneja leidet seit Jahrzehnten, wie unzählige andere Dörfer Spaniens, unter der Landflucht. Jüngere Menschen ziehen in die Ballungsräume, die Geburtenraten sinken gen Null. Villar hatte in den 1950er-Jahren noch rund 350 Einwohner. Da es 2018 vier Todesfälle gab, hat die Gemeinde im Vergleich zu 2017 statt 41 nur noch 37 Bewohner, von denen nur 13 ständig dort leben. 

+++ 16.22 Uhr: Wegen Facebook-Posts: Deutscher erhält Ausreiseverbot aus Türkei +++

In der Türkei ist erneut ein Deutscher vorübergehend festgenommen worden. Wie die "Süddeutsche Zeitung", der WDR und der NDR am Montag berichteten, wird dem 56-Jährigen vorgeworfen, mit Posts auf Facebook eine Terrororganisation unterstützt zu haben. Inzwischen sei der Mann, der in München lebe und zur Beerdigung seiner Mutter in die Türkei geflogen sei, wieder auf freiem Fuß. Er dürfe das Land aber nicht verlassen. Das Auswärtige Amt bestätigte am Nachmittag, dass der Fall bekannt sei. Die Botschaft in Ankara betreue den Mann konsularisch.

+++ 15.10 Uhr: Nach Messerstecherei in London: Polizei nimmt Party-Gesellschaft fest +++

Nach einer Messerstecherei mit einem lebensgefährlich verletzten Opfer hat die Polizei in London 39 Menschen festgenommen. Wie Scotland Yard am Montag mitteilte, ereignete sich der Vorfall in den frühen Morgenstunden im Bezirk Hammersmith and Fulham im Westen der britischen Hauptstadt. 

Dem Messerangriff vorausgegangen sei ein Streit in einem Laden. Dem Opfer - einem Mann im Alter zwischen 30 und 40 Jahren - habe eine größere Anzahl von Frauen und Männern nachgesetzt, ehe er mit Stichwunden aufgefunden wurde. 

Die Verdächtigen wurden kurze Zeit später beim Zutritt zu einer Party in einer Privatwohnung gesehen. Weil sich die Partygäste weigerten, mit der Polizei zu kooperieren, seien kurzerhand alle wegen Verdachts auf versuchten Mord festgenommen worden, hieß es in der Mitteilung der Polizei. Dabei seien zwei Messer sichergestellt worden.  

"Obwohl es ungewöhnlich ist, so viele Leute in der frühen Phase einer Ermittlung wie dieser festzunehmen, war dieses Vorgehen angemessen - aufgrund der mangelnden Kooperation und wegen der Notwendigkeit, nach einer schweren Attacke grundlegende Beweismittel zu sichern", sagte ein Polizeisprecher laut Mitteilung.

+++ 12.39 Uhr: Papst-Sprecher tritt überraschend ab +++

Papst Franziskus wechselt überraschend seinen Sprecher. Der Pontifex habe den Rücktritt des bisherigen Chefs des vatikanischen Presseamtes, Greg Burke, und seiner Stellvertreterin Paloma García Ovejero akzeptiert, teilte der Vatikan am Sonntag mit. Interimschef werde nun der bisherige Social-Media-Koordinator der Kommunikationsabteilung, Alessandro Gisotti. Zum Grund für den Wechsel gab es keine Angaben.   

Erst vor kurzem hatte der Vatikan die Leitung des Kommunikationsamtes ausgetauscht, dem die Pressestelle untersteht.

+++ 10.58 Uhr: Russische Behörden nehmen mutmaßlichen US-Spion fest +++

Die russischen Behörden haben einen mutmaßlichen Spion aus den USA festgenommen. Der Mann sei am Freitag bei einem "Spionageakt" in Moskau gefasst worden, teilte der russische Inlandsgeheimdienst FSB am Montag mit. Gegen den US-Bürger wurde demnach ein Strafverfahren eingeleitet. Der Name des Mannes wurde nur auf Russisch genannt, er könnte übersetzt Paul Whelan lauten. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt gegeben.    

In den angespannten Beziehungen zwischen Russland und dem Westen hatten zuletzt mehrere Spionageskandale für zusätzlichen Wirbel gesorgt, darunter der Giftanschlag auf den russischen Ex-Agenten Sergej Skripal in Großbritannien und die Verurteilung der Russin Maria Butina wegen Agententätigkeit in den USA.

+++ 09.18 Uhr: Drei Tote und 79 Vermisste nach Gasexplosion in Wohnhaus in Russland +++

Bei einer Gasexplosion in einem Wohnhaus in Russland sind am Montag mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. 79 Menschen wurden nach Behördenangaben nach dem Unglück in Magnitogorsk im Ural noch vermisst. In dem Plattenbau aus der Sowjetzeit hatten 1100 Menschen gewohnt, die nun an Silvester bei eiskaltem Winterwetter ohne Wohnung dastehen.    

Das zwölfstöckige Wohnhaus in der Uralstadt knapp 1700 Kilometer östlich von Moskau stürzte bei der Explosion teilweise ein. "Drei Menschen wurden lebend aus den Trümmern gezogen und drei Menschen sind tot", erklärte der Gouverneur der Region Tscheljabinsk, Boris Dubrowski. Das Schicksal von 79 Menschen ist nach Angaben von Behördenvertretern noch unklar. Die Polizei bemüht sich demnach darum, ihren Verbleib zu klären.    

Im russischen Fernsehen waren Bilder von Trümmerbergen zu sehen. Hunderte Rettungskräfte waren bei Temperaturen von minus 18 Grad im Einsatz. Präsident Wladimir Putin wies Katastrophenschutzminister Jewgeni Sinitschew und Gesundheitsministerin Veronika Skworzowa an, nach Magnitogorsk zu reisen, um die Rettungsarbeiten zu beaufsichtigen. Alle Bewohner mussten das Haus verlassen.     In dem 1973 erbauten Haus waren nach Behördenangaben 1100 Menschen gemeldet. 16 Bewohner wurden demnach in Sicherheit gebracht, 15 Bewohner waren zum Zeitpunkt des Unglücks nicht zu Hause.  

+++ 04.21 Uhr: Unwetter auf Philippinen - Zahl der Opfer steigt +++

Die Zahl der Unwetter-Opfer im Osten der Philippinen ist auf 61 gestiegen. Weitere 18 Menschen würden noch vermisst, teilte die Regierung am Montag mit. Am Wochenende hatten starke Regenfälle schwere Überschwemmungen und Erdrutsche verursacht. Mehr als 22 000 Menschen wurden obdachlos. In vielen Gebieten fiel der Strom aus. Die Philippinen werden alljährlich von rund 20 Wirbelstürmen getroffen, die unter anderem Erdrutsche und Überflutungen auslösen.

+++ 03.38 Uhr: Hunderte Euro Unterschied: Große regionale Unterschiede bei Kita-Gebühren +++

Je nach Wohnort müssen Eltern jeden Monat mehrere hundert Euro mehr für die Kita-Betreuung ihrer Kinder zahlen. Die Spannbreite der Gebühren in den großen deutschen Städten liegt einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) Köln zufolge zwischen null und 630 Euro. Am wenigsten zahlen Eltern in Berlin: Hier ist die Kita-Betreuung seit diesem Sommer generell kostenlos - unabhängig davon, wie viel die Eltern verdienen und wie lange das Kind betreut wird. In anderen Städten sind die Gebühren nach Alter des Kindes, Betreuungszeit und Jahreseinkommen der Eltern gestaffelt. Am tiefsten müssen Duisburger Eltern in die Tasche greifen, wenn sie im Jahr mehr als 90 000 Euro verdienen und ihr 18 Monate altes Kind jeden Tag 9 Stunden betreuen lassen. 

Für die Studie hat das IW Köln die Gebührenordnungen der städtischen Kitas in allen Orten mit mehr als 250 000 Einwohnern und den kleineren Landeshauptstädten ausgewertet. Dabei wurden Familien mit unterschiedlichen Einkommen, Kinder unterschiedlichen Alters und unterschiedliche Betreuungsumfänge betrachtet. Nicht berücksichtigt ist die Qualität der Kita-Betreuung, also zum Beispiel um wie viele Kinder sich eine einzelne Erzieherin kümmern muss.

+++ 00.34 Uhr: Tierpark in North-Carolina: Löwe tötet 22-jährige Praktikantin +++

In einem Gehege für Wildtiere im US-Bundesstaat North Carolina ist es zu einem tragischen Unfall gekommen: Eine junge Frau ist am Sonntag von einem Löwen angegriffen und getötet worden. Die 22-Jährige hatte erst seit zwei Wochen als Praktikantin in dem Aufnahmezentrum für Wildtiere gearbeitet, teilte das Büro des Sheriffs im Caswell County in einem Statement mit, das mehreren Medien in den USA vorliegt. 

Der Vorfall habe sich bei routinemäßigen Reinigungsarbeiten in dem Gehege ereignet. Einer der Löwen sei aus dem verriegelten Terrain in das Areal geraten, wo sich die Menschen aufgehalten hätten. Die herbeigerufenen Polizisten hätten zunächst versucht, den Löwen zu betäuben. Nachdem mehrere Versuche fehlgeschlagen seien, sei das Tier erschossen worden, um die Leiche der jungen Frau sicher bergen zu können. 

Die Frau hatte erst vor kurzem ihr Studium beendet. Sie sei eine Zooliebhaberin gewesen und wollte ein Leben lang mit Tieren arbeiten, sagte die Direktorin des Parks, Mindy Stinner, unter Tränen bei einer Pressekonferenz. Sie habe bereits bei mehreren Praktika mit Tieren zu tun gehabt, zuletzt etwa mit Wölfen, teilte die Familie des Opfers laut US-Medien mit. "Sie starb, während sie ihrer Leidenschaft folgte."

Bei dem Angreifer handele es sich um einen männlichen Löwen namens Matthai, berichtete der Sender CBS unter Berufung auf Ermittler. Er sei vom Park zuvor als "von Natur aus ein wenig nervös", beschrieben worden, hieß es weiter. In einer Auflistung der Löwen im Park fehlt mittlerweile der Name Matthai. Ein im Internet kursierendes Video des Parks soll das Tier zeigen.  

In dem Aufnahmezentrum leben rund 80 Wildtiere, darunter etwa 20 Großkatzen. Die meisten von ihnen seien von Behörden aus schlechten Lebensbedingungen befreit und dort untergebracht worden, heißt es auf der Internetseite des Parks.

ikr / DPA / AFP