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+++ Ticker +++

News des Tages: Zwei Mädchen steigen aus Schulbus aus und werden angefahren - tot

Bundestag hebt Frauke Petrys Immunität auf +++ Totes Baby in Leipzig - 28-Jährige in Untersuchungshaft +++ Weiterer in der Türkei inhaftierter Deutscher freigelassen +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Hund beißt Kind: Rettungswagen im Einsatz (Symbolbild)

Bei einem Unfall in Reischach sind zwei Schülerinnen getötet worden (Symbolbild)

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Zwei Schülerinnen bei Unfall in Reischach getötet (19.06 Uhr)
  • Bundestag hebt Frauke Petrys Immunität auf (16.20 Uhr)
  • Schauspieler Ulrich Pleitgen gestorben (12.22 Uhr)
  • Weiterer in der Türkei inhaftierter Deutscher frei (12.00 Uhr)
  • Drei Geschwister ertrunken - Bürgermeister angeklagt (11.05 Uhr)

Die News des Tages im stern-Nachrichtenticker:

+++ 23.21 Uhr: UN-Abstimmung über Waffenruhe in Syrien auf Samstag verschoben +++

Der UN-Sicherheitsrat hat eine Abstimmung über eine mögliche Waffenruhe in Syrien erneut verschoben. Der Rat wolle nun am Samstag über eine entsprechende Resolution abstimmen, sagte der schwedische UN-Botschafter Olof Skoog nach rund sechsstündigen, ergebnislosen Beratungen in New York. "Ich bin extrem frustriert", sagte Skoog. "Wir sind nicht in der Lage gewesen, eine Resolution zu verabschieden, um das Leid des syrischen Volkes zu mildern."

+++ 22.07 Uhr: Zwischenfall am Weißen Haus: Auto fährt in Barriere +++

Eine Frau istmit einem Auto in eine Barriere am Weißen Haus in Washington gefahren. Nach Informationen von US-Medien lenkte sie ihren Wagen absichtlich in die Sperre. Nach Angaben des Secret Service wurde die Frau festgenommen. Es fielen keine Schüsse. Fernsehbilder zeigten ein massives Polizeiaufgebot. Die Frau soll dem Secret Service bekannt sein, der Sender CNN berichtete, psychische Probleme spielten eine Rolle. Den Angaben zufolge war US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Der Zwischenfall ereignete sich am äußersten von mehreren Sicherheitsringen um den Sitz des Präsidenten.

+++ 20.55 Uhr: Weiterer früherer Trump-Berater will sich schuldig bekennen +++

Ein weiterer früherer Berater von US-Präsident Donald Trump hat dem Druck des Sonderermittlers zur Russland-Affäre nachgegeben. Rick Gates wollte sich noch vor Gericht der Verschwörung zum Betrug an den Vereinigten Staaten sowie der Falschaussage schuldig bekennen, wie aus einem von Sonderermittler Robert Mueller veröffentlichten Gerichtsdokument hervorging. Bislang hatte Gates ein Schuldbekenntnis verweigert.

+++ 19.53 Uhr: BMW plant wegen "irrtümlich" aufgespielter Software Rückruf von 11.000 Autos +++

BMW hat nach eigenen Angaben "irrtümlich" tausende Fahrzeuge mit einer falschen Abgassoftware ausgestattet. Die Software sei für diese Modelle nicht geeignet gewesen, erklärte der Autobauer. Dies habe das Unternehmen bei internen Tests festgestellt und "umgehend" die Behörden informiert. Der "Spiegel" berichtete, dass BMW gegenüber dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) eingeräumt habe, dass die Software "nicht optimal" funktioniere.

Wegen des irrtümlichen Einsatzes der Software sollten weltweit nun 11.700 Fahrzeuge der Modelle M550d xDrive und 750d xDrive zurückgerufen werden, erklärte BMW weiter. Dem "Spiegel" zufolge prüft der Autobauer auch, ob die Software sich auch auf Fahrzeugen befindet, die ins Ausland exportiert wurden. Dabei gelte die Sorge des Autobauers vor allem dem US-Markt, wo empfindliche Geldstrafen drohten.

+++ 19.08 Uhr: Floridas Gouverneur will nach Amoklauf Polizisten in jede Schule schicken +++

Der Gouverneur von Florida will als Konsequenz aus dem Blutbad an einer Highschool vergangene Woche in jeder Schule des US-Bundesstaats einen Polizisten platzieren. Zudem werde Florida die Altersgrenze für den Besitz von Schusswaffen von 18 auf 21 Jahren anheben, sagte der Republikaner Rick Scott. Für Menschen mit psychischen Problemen soll der Waffenerwerb laut Scott "praktisch unmöglich" werden. Am Valentinstag hatte ein 19-jähriger ehemaliger Schüler an einer Highschool in Florida 17 Menschen erschossen.

Unterdessen läuft in den USA eine Debatte über mögliche Konsequenzen aus dem Amoklauf, etwa in Bezug auf Einschränkungen des Rechts auf Waffenbesitz. US-Präsident Donald Trump hatte bei einem Treffen mit Überlebenden des Blutbads unter anderem vorgeschlagen, Lehrer zu bewaffnen.

"Diese Logik ist ein Albtraum!": So fassungslos reagiert das Netz auf Donald Trumps Vorschlag

+++ 19.06 Uhr: Aus Schulbus ausgestiegen und angefahren - zwei Mädchen tot +++

Zwei Schülerinnen sind in Oberbayern von einem Auto erfasst worden, als sie hinter ihrem Schulbus die Straße überqueren wollten. Die beiden elf Jahre alten Realschülerinnen wurden in Krankenhäuser gebracht und erlagen dort wenig später ihren schweren Verletzungen, wie die Polizei am frühen Abend mitteilte.

Zu dem Unfall kam es, als der Bus in Reischau wieder anfahren wollte und die Mädchen nach Angaben der Polizei hinter dem Fahrzeug auf die Straße traten. Dort wurden sie von dem Auto erfasst, das dem Bus entgegenkam. Dessen 30 Jahre alte Fahrerin erlitt ebenso einen Schock wie ein anderes Schulkind, das unmittelbar Zeuge des Unfalls wurde.

+++ 18.35 Uhr: Chinesischer Milliardär wird größter Einzelaktionär bei Daimler +++

Der chinesische Milliardär Li Shufu ist zum größten Einzelaktionär beim Autobauer Daimler aufgestiegen. Die Unternehmensanteile des Investors an Daimler stiegen auf 9,96 Prozent, wie aus einer Börsenmitteilung hervorging. Der Wert seiner Anteile betragen demnach 7,2 Milliarden Euro.

+++ 18.34 Uhr: Deutscher Wanderer stürzt auf Teneriffa in den Tod +++

Ein 77-jähriger Deutscher ist bei einer Wanderung auf der Kanareninsel Teneriffa in den Tod gestürzt. Rettungskräfte hätten die Leiche des Mannes am frühen Morgen mit einem Hubschrauber geborgen, berichtete der spanische Sender Antena 3. Die Ehefrau des Toten hatte gestern Abend die Behörden alarmiert, nachdem ihr Mann nicht von dem Ausflug ins Hotel zurückgekehrt war. Der Vorfall ereignete sich in Punta del Hidalgo im Norden Teneriffas. Lokale Medien schrieben, der Deutsche sei mit Tennisschuhen unterwegs gewesen, als der Sturz passierte.

+++ 18.18 Uhr: USA verlegen Botschaft in Israel schon im Mai nach Jerusalem +++

Die USA wollen ihre Botschaft in Israel schon im Mai von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen. Das verlautete aus Regierungskreisen in Washington. Die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem ist hochumstritten, da der Status der Stadt eine der heikelsten Fragen im Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern ist.

+++ 17.33 Uhr: Schalke-Anhänger müssen für brutale Attacke auf BVB-Fan in Haft +++

Für beinahe tödliche Schläge und Tritte auf einen Fan von Borussia Dortmund sind zwei Schalke-Fans jeweils zu viereinhalb Jahren Jugendstrafe verurteilt worden. Die Angeklagten hatten nach Überzeugung des Landgerichts Marburg den Dortmunder verprügelt, weil er Anhänger des konkurrierenden Bundesligisten war. Die Richter erkannten auf versuchten Mord, gefährliche und schwere Körperverletzung. Bei dem Angriff im Juli 2017 im hessischen Gladenbach erlitt der 22-Jährige schwere Kopfverletzungen und bleibende Schäden.

+++ 17.26 Uhr: Bundestag überprüft Verschwinden von Postsendungen +++

Der Bundestag überprüft das Verschwinden von Postsendungen, die vom Parlament aus beispielsweise an Wahlkreisbüros von Abgeordneten geschickt wurden. "Wir werden dem nachgehen", sagte ein Bundestagssprecher in Berlin. Vermisst werden den Angaben zufolge offensichtlich vor allem Postsendungen der Linksfraktion, die auch auf das Problem aufmerksam gemacht habe. Aus Union und SPD habe es dagegen keine Hinweise auf vermisste Sendungen gegeben. Die Hintergründe sind demnach völlig unklar. Für den Postversand ist im Bundestag ein externer Dienstleister zuständig.

Laut der "Bild"-Zeitung befasste sich gestern der Ältestenrat des Parlaments mit der Angelegenheit. Angesprochen worden sei das Thema von Linken-Parlamentsgeschäftsführer Jan Korte. Es gehe um etliche Postsendungen, die abgeschickt worden seien, jedoch nicht den Empfänger erreicht hätten. Darunter seien auch sensible Unterlagen wie Lohnsteuerdaten von Mitarbeitern. 

+++ 17.22 Uhr: Zwei Verletzte bei Schießerei an US-Uni +++

Neun Tage nach dem Schulmassaker in Florida sind bei einer Schießerei an einer Universität im US-Bundesstaat Louisiana zwei Menschen verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich in der Nacht (Ortszeit) auf dem Campus der Southeastern Louisiana University in der Stadt Hammond, wie die Hochschule im Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte. Die Verletzungen der beiden Opfer seien nicht lebensgefährlich, erklärte die Uni weiter. Die Studierenden seien um kurz nach vier Uhr morgens über ein internes Alarmsystem gewarnt worden. Die Polizei habe Ermittlungen eingeleitet.

Am Valentinstag hatte ein 19-jähriger ehemaliger Schüler an einer Highschool in Florida 17 Menschen erschossen. Seither läuft in den USA eine Debatte über mögliche Konsequenzen, etwa in Bezug auf Einschränkungen des Rechts auf Waffenbesitz. US-Präsident Donald Trump hatte bei einem Treffen mit Überlebenden des Blutbads unter anderem vorgeschlagen, Lehrer zu bewaffnen.

+++ 17.15 Uhr: Wohnhaus in Halberstadt explodiert - Toter gefunden +++

Das Doppelhaus ist nur noch eine Ruine: Bei einer Explosion in einem Wohnhaus in Sachsen-Anhalt ist ein Mensch ums Leben gekommen. Ob es sich um den vermissten Eigentümer handelt, steht noch nicht fest. Die Leiche war in den Trümmern des Hauses in Halberstadt gefunden worden. Die Explosion - Gas wird als Ursache vermutet - ereignete sich gegen 4 Uhr früh. Dabei wurde eine Doppelhaushälfte vollständig zerstört, die andere stark beschädigt. Ein Bewohner erlitt Verletzungen. Auch umliegende Häuser wurden von umherfliegenden Trümmerteile beschädigt. Die Kriminalpolizei sieht den Angaben zufolge keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden oder für eine Suizidabsicht.

+++ 17.15 Uhr: Taubenschwarm kracht in Auto von 57-jähriger Frau +++

Mit einer Menge Vögel hat es eine Autofahrerin in Baden-Württemberg zu tun bekommen: Die 57-Jährige war in der Nähe von Karlsruhe auf einer Bundesstraße unterwegs, als ihr ein ganzer Taubenschwarm von links in den Wagen krachte, wie die Polizei mitteilte. Zehn Vögel wurden in einen Acker und auf die Straße geschleudert und waren sofort tot, zwei Tauben starben auf dem Auto.

Die Fahrerin habe dabei "sehr besonnen reagiert und möglicherweise damit Schlimmeres verhindert", erklärte die Polizei. "Trotz des massiven Aufpralls der Vögel geriet sie nicht ins Schleudern, so dass ein hinter ihr fahrender Motorradfahrer und ein weiterer Autofahrer ebenfalls noch rechtzeitig reagieren konnten." Mitarbeiter der Straßenmeisterei sammelten die toten Tauben ein.

+++ 17.03 Uhr: Dortmunder Polizei verbietet für morgen angemeldete Kurden-Demo +++

Die Dortmunder Polizei hat eine für morgen angemeldete Demonstration von rund tausend Kurden gegen den türkischen Militäreinsatz im Norden Syriens untersagt. Der Polizeipräsident der Ruhrgebietsstadt, Gregor Lange, begründete den Schritt mit "konkreten Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung". Versammlungen, mit denen die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) unterstützt werde, würden "von der Dortmunder Polizei verboten".

Kurdische Gruppen in Deutschland demonstrieren seit Wochen gegen die militärischen Angriffe der Türkei auf die kurdischen Volksverteidigungseinheiten in Nordsyrien. Vor vier Wochen löste die Polizei in Köln eine Großdemonstration von bis zu 20.000 Kurden auf, weil Teilnehmer des Protestzugs verbotene Fahnen mit dem Porträt des in der Türkei inhaftierten PKK-Führers Abdullah Öcalan zeigten.

+++ 16.55 Uhr: Pfarrer in Berlin getötet - Verdächtiger gefasst +++

Bei einem Streit im Büro der französischsprachigen katholischen Gemeinde in Berlin ist ein Pfarrer aus Kongo-Brazzaville getötet worden. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen. Warum es am späten Donnerstag im Ortsteil Charlottenburg zu dem Streit kam, stand laut Polizei noch nicht endgültig fest. Am Sonntag (11.00 Uhr) soll in einem Gottesdienst an den getöteten 54-Jährigen erinnert werden. Das Erzbistum Berlin teilte mit: "Wir trauern um den Pfarrer der Gemeinde."

+++ 16.50 Uhr: Zwei Kinder starben - Autobahnraser bekommt Bewährungsstrafe +++

Ein Autobahnraser ist für einen Unfall mit zwei getöteten Kindern rechtskräftig zu einer Bewährungsstrafe von sechs Monaten verurteilt worden. Der damals 49 Jahre alte Münchner war im Mai 2016 auf der Autobahn 9 in Bayern mit rund 180 Kilometern pro Stunde unterwegs, obwohl die Straße dort nass war und nur Tempo 80 erlaubt war. Der Mann verlor die Kontrolle über sein Auto und rammte den Wagen einer sechsköpfigen Familie. Die acht und neun Jahre alten Söhne wurde aus dem Fahrzeug geschleudert und starben. Die Eltern sowie zwei Töchter wurden verletzt, einige von ihnen schwer.

Wie das Ingolstädter Landgericht mitteilte, wurde das im November 2017 verkündete Urteil des Amtsgerichts Ingolstadt nun rechtskräftig, nachdem die Berufung zurückgezogen wurde. Das Gericht hatte dem Raser bei dem Urteil zugutegehalten, dass die getöteten Jungen nicht angeschnallt waren und deswegen aus dem Fahrzeug geschleudert wurden.

Zudem habe der Angeklagte bisher ein unbescholtenes Leben geführt und bei dem Unfall ebenfalls schwere bleibende Verletzungen körperlicher und psychischer Art erlitten, erklärte eine Gerichtssprecherin. Der wegen fahrlässiger Tötung verurteilte Mann muss zudem mehrere Tausend Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen und verliert für weitere sechs Monate seinen Führerschein.

+++ 16.30 Uhr: Volkswagen-Konzern kommt mit Milliardengewinn durch Dieselkrise +++ 

Trotz der Debatten um Fahrverbote und Milliardenlasten aus der Diesel-Affäre hat Volkswagen im vergangenen Jahr wieder üppige Gewinne eingefahren. Mit unterm Strich rund 11,4 Milliarden Euro fiel der Nettogewinn mehr als doppelt so hoch aus wie im Vorjahr, wie der Konzern auf der Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Gleichzeitig stieg der Überschuss damit über das Niveau des letzten vollen Jahres vor dem Bekanntwerden der Software-Manipulationen an Diesel-Motoren - nämlich 2014. Und das, obwohl die Wolfsburger erneut mehrere Milliarden Euro für die Bewältigung der Dieselkrise verbuchen mussten.

+++ 16.20 Uhr: Bundestag hebt Immunität Petrys für weiteres Verfahren auf +++

Der früheren AfD-Chefin Frauke Petry droht ein zweites Strafverfahren. Auf Antrag der sächsischen Justiz hat der Bundestag die Immunität der inzwischen aus der AfD ausgetretenen und fraktionslosen Abgeordneten am Donnerstagabend aufgehoben. Im Dezember hatte das Parlament bereits den Weg für eine Anklage gegen die 42-Jährige wegen Meineidverdachts vor dem Landgericht Dresden frei gemacht. Im aktuellen Fall wirft ihr die Staatsanwaltschaft Leipzig nach dpa-Informationen unter anderem Subventionsbetrug vor.

Am kommenden Mittwoch will sich auch der Immunitätsausschuss des Sächsischen Landtags, dem Petry ebenfalls angehört, mit dem Fall befassen. Die Aufhebung der Immunität ist Voraussetzung für eine Anklageerhebung.

+++ 16.15 Uhr: Zwei Tote nach Gewaltdelikt - Großeinsatz der Polizei in Zürich +++

Auf einer Straße in Zürich sind zwei Menschen erschossen worden. Nach Angaben der Polizei war ein Opfer sofort tot, das andere erlag kurze Zeit später seinen Verletzungen.
Über die Hintergründe des Geschehens machten die Behörden zunächst keine Angaben. Nach Recherchen des Zeitung "Blick" könnte es sich um eine Beziehungstat handeln. Ein Augenzeuge habe berichtet, dass es sich bei den zwei Toten um einen Mann und eine Frau handle. Das Paar habe in einem Lokal gestritten. Danach habe der Mann auf der Straße die Frau und sich selbst erschossen, so "Blick".

+++ 16.05 Uhr: NDR-Untersuchungen zum Fall Wedel: Bislang keine Hinweise gefunden +++

Bei seinen Untersuchungen zum Regisseur Dieter Wedel (75) hat der NDR laut einer Zwischenbilanz keine Hinweise gefunden, die die Vorwürfe sexueller Übergriffe bestätigen würden. Nach den Vorwürfen gegen den Filmemacher hatte der Intendant des Norddeutschen Rundfunks (NDR), Lutz Marmor, eine Prüfung aller Fernsehproduktionen für den Sender veranlasst, bei denen Wedel Regie führte oder als Autor tätig war. "Bisher konnten in der Untersuchung keine sexuellen Übergriffe bei diesen zwischen 1969 und 1991 realisierten Produktionen belegt werden", hieß es in einer Mitteilung.

Im Rahmen der Untersuchung sind den Angaben zufolge in den Archiven noch vorhandene Unterlagen zu Eigen- und Auftragsproduktionen geprüft worden, an deren Entstehung Wedel mitwirkte. Als Auftragsproduktion seien 47 Filme entstanden, als NDR-Eigenproduktionen 22. "Die Bandbreite der Arbeiten reicht von 25-minütigen Folgen für verschiedene Vorabendserien über mehrteilige Fernsehfilme wie "Einmal im Leben" bis hin zu Einzelfolgen der Reihe "Schwarz-Rot-Gold"", hieß es. Neben der Sichtung der Akten habe es auch Gespräche mit an den Produktionen Beteiligten gegeben. 

+++ 15.59 Uhr: US-Regierung will weitere Sanktionen gegen Nordkorea verhängen +++

Noch vor dem Ende der Olympischen Winterspiele in Südkorea will die Regierung von US-Präsident Donald Trump mit zusätzlichen Sanktionen Druck auf Nordkorea machen. Die Strafmaßnahmen sollen sich gegen Schiffe, Reedereien und Handelsunternehmen richten, wie aus dem Weißen Haus verlautete. Das Finanzministerium wollte die Sanktionen noch am Freitag verkünden.

US-Präsident Donald Trump erwähnte die Sanktionen auch in seiner Rede vor der konservativen Vereinigung CPAC. Es handele sich um das größte jemals gegen Nordkorea verhängte Maßnahmenbündel, sagte er laut vorab verbreiteten Redeauszügen.

Laut Regierungskreisen sind davon 27 Unternehmen und 28 Schiffe betroffen, die sich in Nordkorea, China, Singapur, Taiwan, Hongkong, den Marshallinseln, Tansania, Panama und den Komoren befänden, dort registriert seien oder unter den jeweiligen Flaggen führen.  

+++ 15.50 Uhr: Anti-Kopftuch-Protest in Teheran sorgt für Aufsehen im Internet +++ 

Das Video einer Protestaktion im Iran gegen das Kopftuchgebot hat im Internet für Aufsehen gesorgt. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie eine junge Frau in der Teheraner Innenstadt auf einem Verteilerkasten steht und ihr Kopftuch als Zeichen des Protests gegen den Schleierzwang empor hält. Als es zur Konfrontation mit zwei Polizisten kommt, applaudieren ihr Passanten. Da die junge Frau sich weigert, den Anweisungen der Polizisten Folge zu leisten und herunterzukommen, stößt ein Beamter sie zu Boden. Unter den Zuschauern sorgt dies für empörte Ausrufe. Auch im Internet wurde das Vorgehen der Polizei von vielen Nutzern kritisiert. "Unser Problem im Iran sind Gesetzesverstöße durch die Gesetzeshüter", schrieb ein Nutzer.

Das Video wurde offenbar auf der zentralen Enghelab-Straße aufgenommen. Dort war im Dezember eine Frau festgenommen worden, die ihr Haar aus Protest gegen das Kopftuchgebot entblößt hatte. Daraufhin hatten mehrere dutzend andere Frauen sich in ähnlicher Pose auf Straßen und in Parks fotografiert. Die Aktion löste im Iran eine neue Debatte über die Kleiderordnung aus.

+++ 15.40 Uhr: Erdogan-Karikatur auf "art Karlsruhe" sorgt für Aufregung +++

Eine Erdogan-Karikatur sorgt auf der Kunstmesse "art Karlsruhe" für Aufregung. Wie die Messe bestätigte, hat ein Galerist das Bild "Türkischer Diktator" von Thomas Baumgärtel nach lautstarken Protesten an seinem Stand am Vortag abgehängt. Der Künstler trennte sich daraufhin von seinem Galeristen, wie er auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte.

Das Bild zeigt den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan mit nacktem Gesäß, in dem eine Banane steckt. Es ist Teil der "Despotenserie - Trump, Kim und Erdogan". Nach Angaben des Galeristen ist das Bild inzwischen für 5900 Euro verkauft. Der als "Bananensprayer" bekannte Künstler Baumgärtel hat schon mehrfach Ärger mit seinen politischen Bananen-Bildern bekommen. 

+++ 15.35 Uhr: Gestohlenes Degas-Gemälde in Pariser Bus aufgetaucht +++

Ein vor mehr als acht Jahren in Marseille gestohlenes Gemälde des berühmten Impressionisten Edgar Degas ist wieder aufgetaucht - in einem Bus in der Nähe von Paris. Das französische Kulturministerium bestätigte, dass es sich bei dem Gemälde, das Zollbeamte vergangene Woche im Gepäckfach eines Busses im Département Seine-et-Marne entdeckt hatten, um das gestohlene Werk "Les Choristes" (Die Chorsänger) handelt. Die Beamten hatten den Bus am Abend des 16. Februar auf einer Autobahnraststätte kontrolliert und dabei das Diebesgut entdeckt.

Keiner der Insassen des Busses bekannte sich zu dem Gemälde, niemand wurde festgenommen. Das nur 32 mal 27 Zentimeter große Bild wird auf einen Wert von 800.000 Euro geschätzt. Das Gemälde gehört dem Musée d'Orsay in Paris. Dieses bestätigte nach dem Fund des Bildes dessen Echtheit. Es war am 31. Dezember 2009 aus dem Cantini-Museum in Marseille gestohlen worden, an das es für eine Ausstellung verliehen worden war. Es gab keine Einbruchspuren. Die Staatsanwaltschaft hatte damals erklärt, die Diebe hätten "Lücken" im Sicherheitssystem genutzt.  

+++ 15.30 Uhr: Tschechen retten Rothirsch per Petition +++

Einen stattlichen Rothirsch haben tschechische Tierfreunde per Petition vor dem Abschuss bewahrt. Das Tier namens Standa hatte vor kurzem in einem Freigehege, in dem Besucher die Hirsche beobachten können, einen Mann angegriffen. Dieser kam mit Prellungen und Quetschungen davon. Standa sollte zum Abschuss freigegeben werden, doch mehr als 12 000 Menschen forderten die Verwaltung des Nationalparks Böhmerwald mit ihrer Unterschrift auf, sein Leben zu retten. 

+++ 15.27 Uhr: Vielfach lebenslänglich für Anschlag im türkischen Grenzort 2013 +++

Mehr als vier Jahre nach einem Autobombenanschlag im türkisch-syrischen Grenzort Reyhanli ist ein Mann wegen der Tat zu 53 Mal lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht in der Hauptstadt Ankara befand ihn unter anderem der vorsätzlichen Tötung von 53 Menschen und des illegalen Sprengstoffbesitzes schuldig. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu.

Unklar blieb, ob der Verurteilte im Auftrag einer Organisation gehandelt hatte. Bei dem Anschlag am 11. Mai 2013 in der Provinz Hatay waren laut Anadolu 53 Menschen getötet worden, darunter fünf Kinder. Ankara hatte türkische Linksextremisten mit Kontakten zur syrischen Regierung für das Attentat verantwortlich gemacht. 

+++ 15.22 Uhr: Merkel und Macron fordern Putins Zustimmung zu Waffenruhe in Syrien +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der französische Präsident Emmanuel Macron haben an Russland appelliert, einen Waffenstillstand in Syrien zu ermöglichen. In einem gemeinsamen Schreiben baten sie den russischen Präsidenten Wladimir Putin nach französischen Angaben um Zustimmung zu einer entsprechenden Resolution, über die der UN-Sicherheitsrat am Nachmittag abstimmen sollte. "Bislang wissen wir nicht, welche Haltung Russland dazu einnimmt", sagte ein Mitarbeiter des französischen Präsidialamts in Brüssel.

+++ 15.14 Uhr: Kauder schließt Zusammenarbeit der Union mit AfD aus +++

Unions-Fraktionschef Volker Kauder hat eine Zusammenarbeit seiner Fraktion mit der AfD klar ausgeschlossen. "In dieser Partei werden offen rechtsradikale Aussagen vertreten", sagte Kauder der "Frankfurter Rundschau". AfD-Spitzenpolitiker und auch Abgeordnete des Bundestags äußerten sich "ohne Scheu in dieser Art". Die AfD stelle die Legitimität des Bundestags in Frage und untergrabe damit die Demokratie. All dies füge Deutschland "schweren Schaden" zu.

"Für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion gibt es daher keine inhaltliche Zusammenarbeit mit der AfD", fügte Kauder hinzu. Im übrigen rate er zu Gelassenheit. Er sei überzeugt, "dass die Bürger zunehmend merken werden, was wir schon im Bundestag nach wenigen Wochen feststellen: Diese Partei hat außer ihren rechtsradikalen und populistischen Sprüchen keine Lösungen zu bieten".

+++ 14.50 Uhr: US-Dramatiker David Mamet hat Theaterstück über Weinstein geschrieben +++ 

Der US-Dramatiker David Mamet hat ein Theaterstück über den nach Vorwürfen sexueller Übergriffe abgesetzten Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein geschrieben. "Ich redete mit meinem Broadway-Producer und er sagte: "Warum schreibst du kein Stück über Harvey Weinstein?" Also habe ich das getan", sagte Mamet der "Chicago Tribune".

Nähere Details zu dem Stück gab Mamet zunächst nicht bekannt. Der Pulitzer-Preisträger hat bereits dutzende Filme, Theaterstücke und Bücher geschrieben. Die Berichte über sexuelle Übergriffe Weinsteins hatten im vergangenen Jahr die MeToo-Kampagne gegen sexuelle Belästigung von Frauen ins Rollen gebracht, die seitdem auf viele Branchen und Länder übergegangen ist. 

+++ 14.30 Uhr: Betreiber bestätigt: 770 Millionen Euro Mehrkosten für BER +++

Für die Fertigstellung des neuen Hauptstadtflughafens erwarten die Betreiber Mehrkosten von 770 Millionen Euro. Diesen Finanzierungsbedarf beziffere der Businessplan, den der Aufsichtsrat am Freitag nächster Woche berate, sagte ein Sprecher

der Deutschen Presse-Agentur. "Über die Detailfragen zur Finanzierung ist die Flughafengesellschaft in konstruktiven Gesprächen mit den Gesellschaftern." Dies sind die Länder Berlin, Brandenburg und der Bund. Die Mehrkosten ergeben sich daraus, dass die Eröffnung des drittgrößten deutschen Flughafens BER im Dezember von 2018 auf 2020 verschoben wurde. Zuerst hatte der Sender RBB darüber berichtet.

+++ 14.25 Uhr: Totes Baby in Leipzig - 28-Jährige in Untersuchungshaft +++

Nach dem Tod eines Babys in Leipzig ist eine 28-Jährige unter Tatverdacht in Untersuchungshaft. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Frau das Kind in dieser Woche lebend zur Welt brachte und dann tötete, wie Staatsanwaltschaft und Polizeidirektion Leipzig mitteilten. Der Tatvorwurf resultiere aus Erkenntnissen eines rechtsmedizinischen Gutachtens.

Das Geschlecht des Säuglings und weitere Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt. Das Baby war am Donnerstag in einem Hinterhof im Waldstraßenviertel gefunden worden. Nach Medienberichten lag es in einer Mülltonne. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion an.

+++ 14.20 Uhr: Cavusoglu: Russland und Iran müssen syrische Angriffe stoppen +++

 Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat Russland und den Iran aufgerufen, Angriffe ihres syrischen Verbündeten auf das belagerte Rebellengebiet Ost-Ghuta zu unterbinden. Die syrische Regierung habe damit gegen Abkommen verstoßen, kritisierte Cavusoglu am Freitag in Ankara. "Deshalb müssen Russland und der Iran das Regime stoppen." Cavusoglu forderte zudem eine Feuerpause. "Damit der politische Prozess nicht zum Stillstand kommt, muss es auf dem Feld einen Waffenstillstand geben", sagte er. Auch Russland müsse bei dem Thema sensibel sein. "Jedes Land muss als Garantiemacht noch mehr Verantwortung übernehmen."

+++ 14.00 Uhr: Kühnert warnt SPD-Mitglieder vor GroKo-Zustimmung aus Angst +++

SPD-Befürworter einer neuen großen Koalition werben nach Ansicht des Juso-Bundesvorsitzenden Kevin Kühnert nicht mit Inhalten, sondern mit Ängsten. "Entscheidet nach Inhalten, macht es euch nicht leicht. Aber lasst euch nicht von Angst treiben in eurer Entscheidung", sagte der Wortführer der GroKo-Gegner am Freitag in München. Obwohl die Befürworter der großen Koalition behaupteten, der Koalitionsvertrag sei "so wahnsinnig gut", würden sie nicht inhaltlich argumentieren, sondern mit dem, was man verhindern müsse. Es gebe aber weder einen Automatismus für Neuwahlen noch für eine politische Instabilität in Deutschland und Europa durch eine mögliche Minderheitsregierung. Auch die Furcht vor einem bei Neuwahlen drohenden katastrophalen SPD-Ergebnis dürfe nicht als Argument gelten. "Eine Partei, noch dazu eine wie die SPD, die sich vor Neuwahlen, zu welchem Zeitpunkt auch immer, ob in drei Monaten oder drei Jahren scheut, die kann den Laden gleich zu machen."

+++ 13.00 Uhr: Leiche in Tiefkühltruhe - Angeklagter bricht sein Schweigen +++

Im Prozess um die zerteilte Leiche eines Berliner Rentners, die zehn Jahre in einer Tiefkühltruhe versteckt war, hat der Angeklagte überraschend sein Schweigen gebrochen. Er wies den Vorwurf des Mordes zurück. Nach fast viermonatiger Verhandlung vor dem Landgericht erklärte der 56-Jährige, er habe den Witwer nicht umgebracht. Der 80 Jahre alte Rentner sei tot gewesen, als er ihn Ende Dezember 2006 in dessen Wohnung gefunden habe. Ihm sei dann der Gedanke gekommen, den Tod zu verschleiern und die Rente des Bekannten zu kassieren. Die Leiche habe er zerstückelt.

Der Angeklagte erklärte weiter, er habe sich schuldig gemacht und mit dem Geld des Rentners vor allem seine Spielsucht finanzieren wollen. Um das Geschehen zu verdrängen, habe er noch mehr gespielt. Jahrelang habe er ein Doppelleben geführt.

+++ 12.50 Uhr: Opfer schwer misshandelt - Angeklagte erhält Bewährungsstrafe +++

Im Prozess um die Misshandlung und Vergewaltigung einer Frau nahe Bonn ist die Angeklagte zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Zusammen mit ihrem Ehemann hatte die 29-Jährige das Opfer in Ruppichterroth festgehalten, misshandelt und vergewaltigt. Die Vergewaltigungen gehen laut Landgericht Bonn aber auf das Konto des Mannes.

Das Gericht verhängte gegen die Deutsche wegen gefährlicher Körperverletzung und unterlassener Hilfeleistung ein Jahr und fünf Monate auf Bewährung. Die Staatsanwaltschaft hatte ein Jahr und neun Monate auf Bewährung gefordert, die Verteidigung auf Freispruch plädiert. Der Ehemann der 29-Jährigen sei der "Haupttäter" und "Initiator", sagte der Richter. Ursprünglich war der Mann mitangeklagt, er starb jedoch vor Prozessbeginn.

Die Taten liegen mehr als vier Jahre zurück. Das Opfer, eine damals 23 Jahre alte Frau, hatte ab Sommer 2013 einige Monate bei dem Ehepaar in Ruppichterroth gewohnt. Immer wieder wurde sie laut Gericht unter anderem mit einer Gerte schwer misshandelt. 

+++ 12.40 Uhr: Puigdemont-Double löst Einsatz der Polizei in Madrid aus +++

Ein Doppelgänger des katalanischen Unabhängigkeitsführers Carles Puigdemont hat in Spanien einen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein Anwohner in Madrid alarmierte telefonisch die Polizei und berichtete, er habe Puigdemont auf der Straße gesehen, wie die Polizei mitteilte. Umgehend wurde eine Streife entsandt - die dann aber feststellte, dass es sich um Dreharbeiten für einen Fernsehsketch handelte.

Hinter der Maske des mit Haftbefehl gesuchten ehemaligen katalanischen Regionalpräsidents fanden die Beamten den bekannten TV-Komiker Joaquín Reyes. "Wir habe ihnen erklären müssen, dass es sich um einen Sketch handelt, und sie haben gelacht", berichtete Reyes später im Radiosender Cadena Ser. Reyes' Arbeitgeber, der TV-Kanal La Sexta, zeigte sich zufrieden mit der Maskerade des Komikers: "Seine Verkleidung war so realistisch, dass der Mann sofort die Polizei gerufen hat", erklärte La Sexta.

+++ 12.22 Uhr: Schauspieler Ulrich Pleitgen in Hamburg gestorben +++

Der Schauspieler Ulrich Pleitgen ist tot. Das teilte seine Hamburger Agentin Regine Schmitz der Deutschen Presse-Agentur mit. Er sei im Alter von 71 Jahren am 21. Februar in Hamburg an Herzversagen gestorben. Der gebürtige Hannoveraner war ein vielseitiger Schauspieler. Bekannt war er vom Theater ebenso wie aus dem Kino und vor allem dem Fernsehen. Zuletzt war er 2016 als Großvater und Ökoaktivist in "Immer Ärger mit Opa Charly" im Ersten zu sehen.

+++ 12.20 Uhr: Angeklagter in IS-Prozess hatte Foto von Paris-Attentäter auf Handy +++

Einer der drei Angeklagten im Hamburger IS-Prozess hatte ein Bild eines Paris-Attentäters auf seinem Handy. Er habe es über Facebook aus öffentlich zugänglichen Nachrichten heruntergeladen, sagte der 27-jährige Syrer auf Nachfrage eines Vertreters der Bundesanwaltschaft. Er habe das Foto vergrößern wollen, um zu sehen, ob er den Mann namens Al-Mohammad kenne. Warum ihn das interessiert habe, hakte der Vertreter der Oberstaatsanwalt nach. "Weil er ein Irrer war und ein Mitglied des Islamischen Staates."

Neben der Leiche eines der Selbstmordattentäter vom 13. November 2015 am Stade de France in Paris war ein Pass mit dem Namen Ahmad al-Mohammad gefunden worden. Ein Mann dieses Namens war wenige Wochen zuvor bei der Einreise in Griechenland registriert worden.  

+++ 12.13 Uhr: Knapp 400 Kilogramm Kokain in russischer Botschaft in Argentinien entdeckt +++

Ermittler haben fast 400 Kilogramm Kokain in der russischen Botschaft in Argentinien beschlagnahmt und mehrere Mitglieder einer internationalen Drogenbande festgenommen. Wie die argentinische Sicherheitsministerin Patricia Bullrich mitteilte, sollte das Kokain offensichtlich als Diplomatengepäck nach Russland und vermutlich auch nach Deutschland verschifft werden. Sein Schwarzmarktwert betrug rund 50 Millionen Euro.

Auf die Spur gebracht wurden die Ermittler laut der Ministerin vom russischen Botschafter. Dieser habe den argentinischen Behörden im Dezember 2016 den Drogenfund in einem Nebengebäude der diplomatischen Vertretung gemeldet. Insgesamt waren 398 Kilogramm reines Kokain in 16 Koffern versteckt.

+++ 12.00 Uhr: Weiterer in der Türkei inhaftierter Deutscher freigelassen +++ 

In der Türkei ist eine weitere aus politischen Gründen inhaftierte Person mit deutscher Staatsbürgerschaft freigelassen worden. Allerdings sei sie mit einer Ausreisesperre belegt worden, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin. Nähere Angaben machte er mit Hinweis auf die Persönlichkeitsrechte nicht. Er wollte auch nicht sagen, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt.

Nach der Freilassung sind nur noch vier Deutsche aus politischen Gründen in der Türkei inhaftiert. Vor einer Woche war mit dem Journalisten Deniz Yücel der prominenteste Häftling freigelassen worden. Er durfte ausreisen. Trotzdem wird ihm in der Türkei der Prozess wegen Unterstützung von Terroristen und Volksverhetzung gemacht. 

+++ 11.20 Uhr: Über 20 Prozent der SPD-Mitglieder haben sich bereits an "GroKo"-Votum beteiligt +++

Mehr als 20 Prozent der SPD-Mitglieder haben sich bis Freitag bereits an der Befragung über den Koalitionsvertrag mit der Union beteiligt. Eine Parteisprecherin bestätigte in Berlin einen entsprechenden Bericht des Portals tagesschau.de. Das Ergebnis der Befragung ist damit nach den Regeln der Partei für die SPD-Gremien bindend.

Seit dem 20. Februar sind die mehr als 463.000 SPD-Mitglieder aufgerufen, über den Koalitionsvertrag abzustimmen. Die Befragung endet am Freitag kommender Woche, am darauf folgenden Sonntag soll dann das Ergebnis bekanntgegeben werden.

+++ 11.05 Uhr: Tod von drei Geschwistern in Teich - Bürgermeister angeklagt +++

Nach der Tragödie um drei in einem Dorfteich ertrunkene Geschwister ist Anklage gegen den Bürgermeister von Neukirchen (Hessen) erhoben worden. Die Staatsanwaltschaft Marburg wirft Klemens Olbrich (CDU) fahrlässige Tötung vor, wie ein Behördensprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Das Amtsgericht in Schwalmstadt muss nun entscheiden, ob die Anklage zugelassen und ein Prozess eröffnet wird.

Der Rathaus-Chef als Verantwortlicher für Sicherungsmaßnahmen habe es versäumt, den Löschteich als potenzielle Gefahrenquelle abzusichern und einzuzäunen. Die Staatsanwaltschaft geht in ihrem Ermittlungsergebnis davon aus, dass es dem Bürgermeister bekannt war, dass das Areal rund um den Teich als Freizeit- und Spielfläche genutzt worden sei. 

+++ 09.59 Uhr: Böhmermann fühlt sich in Konflikt um Erdogan-Schmähgedicht vom Staat verlassen +++

Der Satiriker Jan Böhmermann fühlt sich in den Konflikten um sein Schmähgedicht über den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan von der Bundesregierung generell im Stich gelassen. "Staatliche Akteure müssen die Grundrechte der Bürger schützen", sagte er der "Rheinischen Post".

"Wenn es den Menschen selbst überlassen ist, sich vor Feinden der Meinungsfreiheit zu schützen, muss man den Staat in Frage stellen", sagte der 37-Jährige. Er hatte vor fast zwei Jahren in der ZDF-Sendung "Neo Magazin Royale" ein Gedicht verlesen, in dem Erdogan unter anderem in drastischen Worten sexueller Handlungen wie Pädophilie bezichtigt wurde. Erdogan ging dagegen juristisch vor.

Strafrechtlich blieb die Angelegenheit für den Moderator folgenlos, zivilrechtlich aber unterlag er bisher. Das Hamburger Landgericht verbot das Gedicht weitgehend. Ab Dienstag geht der zivile Rechtsstreit allerdings in der nächsten Instanz in eine weitere Runde: Dann beginnt vor dem Oberlandesgericht in Hamburg die Berufungsverhandlung.

+++ 09.45 Uhr: Russischer Deutschlandkenner Falin gestorben +++

Der russische Diplomat und Deutschlandkenner Valentin Falin ist am Donnerstag mit 91 Jahren in Moskau gestorben. Falin habe die Entspannungspolitik zwischen Moskau und Bonn geprägt, sagten Weggefährten der Agentur Ria am Freitag. Als sowjetischer Botschafter in der Bundesrepublik von 1971 bis 1978 war Falin in Deutschland gut bekannt.

Später beriet der 1926 geborene Parteifunktionär und Publizist den sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow in den Verhandlungen über die deutsche Einheit. "Für und alle, die ihn kannten, war er der Patriarch der Deutschlandkunde und ein Vorbild als Wissenschaftler-Diplomat", sagte Wladimir Miljutenko, Falins früherer Stellvertreter bei der staatlichen Nachrichtenagentur APN. 

+++ 09.23 Uhr: Bericht: Deutschtürke aus Köln konnte Ukraine nach Monaten verlassen +++

Der türkischstämmige Kölner Kemal Kutan hat einem Bericht zufolge nach einem von der Türkei erwirkten mehrmonatigen Zwangsaufenthalt die Ukraine verlassen können. Wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtete, hatte Ankara den 52-jährigen Kioskbesitzer im vergangenen Juli mittels einer sogenannte Red Notice von Interpol festsetzen lassen - ähnlich wie den türkischstämmigen Kölner Schriftsteller Dogan Akhanli im August in Spanien.

Die Türkei wirft Kutan demnach vor, in zwei Morde verwickelt zu sein und Kontakte zur verbotenen kommunistischen Partei TKP zu haben. Kutan gibt laut der Zeitung an, die Mordvorwürfe seien an den Haaren herbeigezogen. Am Donnerstagmorgen habe er ausreisen dürfen, am Mittag sei er daraufhin am Düsseldorfer Flughafen gelandet.

+++ 08.55 Uhr: Türkei meldet Beschuss von YPG-Konvoi nahe Afrin +++

Die türkischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben einen Konvoi der Kurdenmiliz YPG in Nordwestsyrien beschossen. Die Armee habe auf 30 bis 40 Fahrzeuge etwa 15 Kilometer südöstlich der Stadt Afrin gefeuert, teilte das Militär mit. Die Fahrzeuge hätten Waffen und Munition transportiert. Damit widersprach die Armee kurdischen Angaben, wonach es sich bei dem Konvoi um Zivilisten aus verschiedenen Teilen Nordsyriens handelte, die zur Unterstützung der Bevölkerung in die Stadt gekommen seien.

Die türkische Armee betonte, Ziel des Beschusses seien Milizen gewesen. Das Militär habe "wie immer" Rücksicht genommen, damit keine Zivilisten zu Schaden kommen.

+++ 08.45 Uhr: Flüchtiger Mörder nach rund einer Woche gefasst +++

Der vor rund einer Woche aus einer psychiatrischen Klinik in Rheinland-Pfalz geflohene Mörder ist gefasst. Der 34-Jährige sei am Freitagmorgen gegen 4.00 im unterfränkischen Karlstein am Main (Bayern) festgenommen worden, teilte die Polizei in Koblenz mit. Er sei dort einer Streifenwagenbesatzung aufgefallen und kontrolliert worden. Der 34-Jährige war am Donnerstag vergangener Woche bei einem Arztbesuch entkommen. Er ist seit 2005 in der Rhein-Mosel-Fachklinik in Andernach untergebracht. Der Mann hatte seinen Vater ermordet und versucht, seinen Bruder umzubringen.

+++ 08.40 Uhr: May äußert sich kommende Woche zu Partnerschaft mit EU nach dem Brexit +++

Die britische Premierministerin Theresa May wird sich kommende Woche in einer Rede zur Partnerschaft ihres Landes mit der EU nach dem Brexit äußern. Das teilte Mays Büro nach einer achtstündigen Sitzung der Regierungschefin mit ihren wichtigsten Ministern auf ihrem Landsitz Chequers bei London mit. Die Rede wird May demnach nach Rücksprache mit ihrem gesamten Kabinett halten. Die Kabinettssitzung findet gewöhnlich am Dienstag statt.  

+++ 08.10 Uhr: Deutscher Staat mit Überschuss von 36,6 Milliarden Euro +++

Der Konjunkturboom in Deutschland hat der Staatskasse im vergangenen Jahr einen Rekordüberschuss beschert. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialkassen nahmen unter dem Strich 36,6 Milliarden Euro mehr ein als sie ausgaben, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. In einer ersten Schätzung war die Behörde allerdings noch von 38,4 Milliarden Euro ausgegangen. Bezogen auf die Wirtschaftsleistung lag das Plus bei 1,1 Prozent.

Die starke Konjunktur bescherte dem Fiskus sprudelnde Steuern und Sozialbeiträge und das vierte Jahr in Folge einen Überschuss. Deutschland ist damit weit entfernt von der Defizit-Grenze des Maastricht-Vertrages. Danach darf das Defizit höchstens 3,0 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) betragen.

Auch die vor allem in Deutschland umstrittene ultralockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) sorgt für Entlastung. Wegen der niedrigen Zinsen kann sich der Staat günstiger verschulden.

+++ 08.05 Uhr: Drei buddhistische Nonnen beim Baden in Vietnam ertrunken +++

Bei einem Badeausflug sind in Vietnam drei buddhistische Nonnen ertrunken. Die Leichen der Ordensfrauen wurden am Strand von Long Hai Beach im Süden des südostasiatischen Landes aus dem Meer geborgen, wie die Polizei mitteilte. Offenbar waren sie in eine Strömung geraten und davongetragen worden. Sieben weitere Nonnen konnten gerettet werden.

Vietnam mit seinen mehr als 3000 Kilometern Küste gehört zu den Ländern, in denen ungewöhnlich viele Menschen ertrinken. Nach der jüngsten Statistik sterben jedes Jahr mehr als 6000 Menschen auf diese Weise, die Hälfte davon Kinder. Grund dafür ist auch, dass es an vietnamesischen Schulen keinen Schwimmunterricht gibt. 

+++ 06.50 Uhr: Urlauber stürzt bei verbotener Klettertour auf Koh Samui in den Tod +++

Auf der thailändischen Ferieninsel Koh Samui ist ein tschechischer Urlauber bei einer verbotenen Klettertour an einem Wasserfall ums Leben gekommen. Der 32 Jahre alte Mann stürzte aus etwa 30 Metern in die Tiefe, wie die Polizei mitteilte.

An dem Wasserfall namens Bang Khun Sri wird in verschiedenen Sprachen vor dem Betreten gewarnt, weil es dort sehr steil und glitschig ist. Trotzdem klettern Touristen immer wieder darauf herum. Nach Angaben der Polizei gibt es jeden Monat drei bis vier Stürze, von denen manche auch tödlich ausgehen.

Der Tscheche war am Donnerstag in einer Gruppe mit sieben anderen Urlaubern unterwegs. Seine Leiche konnte erst nach mehreren Stunden geborgen werden, weil der Dschungel rund um den Wasserfall sehr dicht ist. 


+++ 06.05 Uhr: Studie: Sand könnte regional knapp werden +++

Drohende Lieferengpässe für Sand könnten nach einer Studie das Bauen in Deutschland verteuern. "Deutschland ist reich an Sand", teilte die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe der Deutschen Presse-Agentur mit. "Dennoch drohen gerade bei wichtigen Baurohstoffen auf dem heimischen Markt aktuell erhebliche Versorgungsengpässe."

Die Studie nennt dafür mehrere Gründe: Die meisten Sand-, Kies- und Natursteinvorkommen lägen unter Schutzgebieten oder seien überbaut.
Wegen steigender Bodenpreise verkauften zudem immer weniger Bauern ihr Ackerland an Kieswerke. Genehmigungsverfahren zögen sich hin und der Baustoffindustrie fehlten Verarbeitungskapazitäten.

+++ 05.45 Uhr: US-Sonderermittler erweitert Anklage gegen Ex-Präsidentenberater Manafort +++

US-Sonderermittler Robert Mueller hat die Anklage gegen den ehemaligen Wahlkampfleiter von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort, erweitert. Manafort und seinem ehemaligen Vertrauten Richard Gates wurde Steuer- und Bankbetrug in 32 Anklagepunkten vorgeworfen. Sie sollen die Bundessteuerbehörde betrogen haben und US-Banken belogen haben, um Kredite in Höhe von rund 20 Millionen Dollar (16 Millionen Euro) zu bekommen.

Manafort und Gates sind bereits wegen Geldwäsche im Zusammenhang mit ihrer Lobbyistentätigkeit für pro-russische Kräfte in der Ukraine angeklagt. Auch die neuen Vorwürfe stehen nicht in Zusammenhang mit dem Präsidentschaftswahlkampf 2016. Manafort und Gates hatten durch ihre Arbeit in der Ukraine zweistellige Millionenbeträge eingenommen. Seit 2006 bis in die Gegenwart hätten beide ihre Einnahmen vor den US-Behörden verborgen, sich aber an dem Geld erfreut, heißt es in der neuen Anklage. Ein Sprecher Manaforts zeigte sich "zuversichtlich, dass er freigesprochen wird". Manafort sei unschuldig.

+++ 05.10 Uhr: Betrunkene Autofahrerin sorgt für dunkle Straße +++

Eine betrunkene Autofahrerin ist in Eschweiler bei Aachen gegen eine Laterne gefahren und hat dafür gesorgt, dass die Beleuchtung einer ganzen Straße abgeschaltet werden musste. Sie hatte mit ihrem Auto erst einen geparkten Wagen touchiert und traf dann auf den Laternenmast, der ein weiteres Auto beschädigte und umzukippen drohte, wie die Polizei Aachen mitteilte. Die 60 Jahre alte Fahrerin mit etwa 1,4 Promille blieb unverletzt.

Um die Laterne zu sichern und ihren Wagen zu bergen, musste eine Elektrofachfirma den Strom für die Beleuchtung der gesamten Straße abstellen. Wie viele Laternen genau betroffen waren, konnte ein Polizeisprecher in der Nacht nicht sagen. Die Straße sei ungefähr 500 Meter lang. Nachdem die Laterne abmontiert wurde, konnte der Strom wieder angeschaltet werden. "Inzwischen fehlt nur noch die eine Lampe", sagte der Sprecher. Der Schaden wird auf etwa 15 000 Euro geschätzt. 

+++ 04.55 Uhr: Weinstein entschuldigt sich für Nennung von Streep und Lawrence +++

Ex-Filmproduzent Harvey Weinstein hat sich dafür entschuldigt, die Namen der Schauspielerinnen Meryl Streep und Jennifer Lawrence in einem juristischen Verfahren benutzt zu haben. Er habe seine Anwälte angewiesen, zukünftig keine konkreten Namen von früheren Kontakten zu verwenden, hieß es in einer Mitteilung seines Sprecherteams.

Am Dienstag (Ortszeit) hatten Weinsteins Anwälte versucht, ein Gericht in New York davon zu überzeugen, dass eine Klage von sechs Frauen gegen den mutmaßlichen Sexualstraftäter abzulehnen sei. Die Anschuldigungen seien übertrieben, da die Klage impliziere, dass jede Frau, mit der Weinstein beruflich zu tun hatte, von ihm belästigt worden sei. Einige Schauspielerinnen hätten jedoch gesagt, dass Weinstein sie nicht belästigt habe, schrieben die Anwälte. Sie beriefen sich dabei unter anderem auf frühere Äußerungen von Streep und Lawrence, dass sie persönlich von Weinstein respektvoll behandelt worden seien.

+++ 04.50 Uhr: Australischer Vize-Premier tritt nach Affären-Serie zurück +++

Australiens stellvertretender Premierminister Barnaby Joyce tritt nach einer Serie von Affären zurück. Der Vorsitzende der konservativen National Party kündigte an, sein Amt in der kommenden Woche niederzulegen. Auch als Parteichef will er zurücktreten. Der 50-Jährige war durch ein Verhältnis mit einer ehemaligen Mitarbeiterin, die jetzt ein Kind von ihm erwartet, in die Schlagzeilen geraten. Hinzu kamen nun auch noch Vorwürfe wegen sexueller Belästigung.

+++ 04.32 Uhr: Kurden demonstrieren spontan gegen Artilleriefeuer in Afrin +++

In mehreren deutschen Städten sind in der Nacht zum Freitag Kurden zu spontanen Protesten gegen das türkische Artilleriefeuer auf die kurdische Stadt Afrin in Nordsyrien zusammengekommen. In Berlin, Bonn, Duisburg, Dortmund, Minden, Hannover, Hamburg und Frankfurt versammelten sich jeweils einige Dutzend Kurden, wie Polizeisprecher berichteten. "Überall ist Afrin.
Überall ist Widerstand", riefen die Demonstranten in Hannover, wie es hieß.

Die Kurden versammelten sich meist einige Minuten nach Mitternacht auf Bahnhofsvorplätzen. Aus den Gruppen mit je 15 bis 75 Teilnehmern waren Sprechchöre zu hören, Fahnen wurden geschwenkt. Alle Versammlungen verliefen nach Polizeiangaben friedlich und waren nach spätestens einer Stunde beendet.

+++ 04.18 Uhr: Bericht: Militär macht in Myanmar muslimische Dörfer Erdboden gleich +++

In Myanmar hat das Militär nach Berichten einer Menschenrechtsorganisation mehrere Dutzend muslimische Dörfer dem Erdboden gleich gemacht. Die Menschenrechtsgruppe Human Rights Watch (HRW) stützte sich dabei auf Bilder, die von Satelliten aus dem Weltraum aufgenommen wurden. Aus Angst vor Verfolgung sind annähernd 700 000 Muslime aus dem mehrheitlich buddhistische Myanmar ins Nachbarland Bangladesch geflohen.

Dem Bericht zufolge wurden seit Ende vergangenen Jahres im Bundesstaat Rakhine durch das Militär mindestens 55 Dörfer von Angehörigen der muslimischen Minderheit der Rohingya zerstört. Auf diese Weise wäre eine Rückkehr der Flüchtlinge praktisch unmöglich.

+++ 04.02 Uhr: Nahles "nicht pessimistisch" für Zukunft der SPD +++

SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles bangt trotz niedriger Umfragewerte nicht um die Zukunft ihrer Partei. Nach den "großen Debatten" der letzten Wochen sei man nicht überrascht, "dass die Umfragen nicht top sind", sagte Nahles in der ZDF-Sendung "maybrit illner". Wenn die SPD-Mitglieder mehrheitlich für eine Regierungsbeteiligung stimmten, könne viel von dem umgesetzt werden, was in den Koalitionsverhandlungen mit CDU und CSU ausgehandelt wurde. Sie sei "nicht pessimistisch, was die Zukunft angeht." 

+++ 03.01 Uhr: Kylie Jenner twittert - Aktie von Snapchat-Firma stürzt ab +++

Was ein Tweet eines Reality-TV-Sternchens anrichten kann: Mit der Nachricht, Snapchat nach einem Update nicht mehr zu nutzen, trug Kylie Jenner erheblich zum Absturz der Aktie der App-Betreiberfirma Snap bei. Der Kurs sank zeitweise um fast acht Prozent, was in Börsenwert etwa 1,7 Milliarden Dollar entspricht. Am Ende schloss die Aktie gut sechs Prozent schwächer. 

+++ 02.20 Uhr: Fliegerbombe erfolgreich entschärft +++ 

In Frankfurt am Main ist eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft worden. Das teilte die Feuerwehr in der Nacht zum Freitag mit. Alle Absperrungen seien aufgehoben. Wegen der Bombenentschärfung hatten rund 9000 Menschen im Gallusviertel ihre Wohnungen vorübergehend räumen müssen. Von der Aktion waren auch Altenheime und Hotels betroffen.

Die 50 Kilogramm schwere Bombe war bei Bauarbeiten entdeckt worden. Für die Entschärfung wurden mehrere große Straßen gesperrt, auch eine S-Bahnstrecke war betroffen. Für Menschen, die nicht bei Freunden oder Verwandten unterkommen konnten, organisierte die Stadt auf dem nahen Messegelände eine Betreuung.

+++ 01.30 Uhr: Oxfam muss nach Sex-Skandalen Arbeit in Haiti für zwei Monate aussetzen +++

Die britische Hilfsorganisation Oxfam muss ihre Arbeit in Haiti nach den Sex-Skandalen für zwei Monate aussetzen. In dieser Zeit würden die Behörden des Landes die Vorwürfe untersuchen, teilte die Regierung Haitis mit. "Diese verwerflichen Handlungen, mutmaßlichen Verbrechen, die sowohl die Täter als auch die Organisation zugegeben haben, stellen eine schwere Verletzung der Würde des haitianischen Volkes dar", hieß es.

Das Ministerium für Planung und Entwicklungshilfe beschuldigte Oxfam, einen "schweren Fehler" begangen zu haben, indem die Organisation intern bekannte Vorwürfe gegen Mitarbeiter nicht an die Behörden des Landes weitergeleitet habe.

+++ 01.18 Uhr: Afrin unter Beschuss - Türkei bestreitet zivile Opfer +++

Türkische Truppen haben die Stadt Afrin mit Artillerie beschossen und dabei nach kurdischen Angaben auch auf einen Menschenkonvoi gezielt. Dutzende Granaten seien in Afrin gelandet, sagte Suleiman Dschaafar von der örtlichen Verwaltung der Deutschen Presse-Agentur. Ersten Berichten zufolge sei mindestens ein Mensch getötet worden. Acht weitere wurden demnach verletzt.

Die türkische Regierung hatte zuvor Angaben zu getöteten Zivilisten bei der Offensive in Nordsyrien widersprochen. "Bei den Operationen der türkischen Streitkräfte gab es bis heute keinen einzigen Zivilisten in der Region, dem auch nur die Nase geblutet hat, geschweige denn, der ums Leben gekommen ist", sagte Vize-Ministerpräsident Bekir Bozdag der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu 

+++ 01.00 Uhr: Gouverneur von Texas wandelt Todesstrafe in letzter Minute in Lebenslänglich um +++

Der Gouverneur des US-Bundesstaates Texas hat unmittelbar vor der geplanten Vollstreckung einer Todesstrafe das Urteil in lebenslange Haft umgewandelt. "Herr Whitaker muss den Rest seines Lebens hinter Gittern verbringen als Strafe für sein abscheuliches Verbrechen", erklärte Gouverneur Greg Abbott kurz vor der geplanten Hinrichtung.

Der 38-jährige Bartlett Whitaker war zum Tode verurteilt worden, weil er einen Auftragsmörder mit der Tötung seiner ganzen Familie beauftragt hatte. Bei der Tat im Jahr 2003 wurden Mutter und Bruder von Whitaker getötet. Sein Vater Kent Whitaker wurde verletzt, ebenso Bart selbst. Erst sieben Monate nach der Tat kam heraus, dass es sich nicht um einen Raubüberfall handelte, sondern um einen Auftragsmord. Kent Whitaker, ein gläubiger Christ, verzieh seinem Sohn und setzte sich jahrelang für eine Aufhebung des Todesurteils ein, um nicht auch noch sein letztes Familienmitglied zu verlieren.

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vit / DPA / AFP