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News am Wochenende Tödliche Explosion vor Krankenhaus in Liverpool – drei Männer festgenommen

Explosion in Liverpool
Polizeieinsatz nach einer Explosion in Liverpool
© Peter Byrne/PA Wire / DPA
Die News vom Wochenende im stern-Ticker: 

Inhaltsverzeichnis

Die News vom Wochenende im stern-Ticker:

21.18 Uhr: Lettland beginnt Militärübung an der Grenze zu Belarus

Lettland hat eine zuvor unangekündigte Militärübung im Südosten des EU-Landes an der Grenze zu Belarus begonnen. Daran sollen etwa 3000 Soldaten der regulären Streitkräfte und Freiwilligenarmee des baltischen EU- und Nato-Landes teilnehmen, sagte Verteidigungsminister Artis Pabriks im lettischen Fernsehen. Die Lage an der östlichen EU-Außengrenze hat sich seit vergangener Woche dramatisch verschlechtert. Weiterhin harren auf der belarussischen Seite an der Grenze zu Polen Tausende Migranten bei Temperaturen um den Gefrierpunkt in provisorischen Camps im Wald aus.

20.41 Uhr: Britische Anti-Terror-Polizei nimmt drei Männer nach Explosion fest

Nach der tödlichen Explosion eines Autos vor einem Krankenhaus in Liverpool hat die britische Anti-Terror-Polizei drei Männer festgenommen. Die Männer im Alter zwischen 21 und 29 Jahren seien im Stadtteil Kensington "unter dem Anti-Terror-Gesetz" festgenommen worden, erklärte die Polizei. Bei der Explosion vor einer Frauenklinik am Sonntagmorgen war ein Mensch ums Leben gekommen und ein weiterer verletzt worden. Das Auto - nach ersten Ermittlungen ein Taxi - war explodiert, kurz nachdem es vor dem Eingang zu dem Krankenhaus gestoppt hatte. "Wegen der Umstände" des Vorfalls hatte die Anti-Terror-Polizei die Ermittlungen übernommen.

19.25 Uhr: USA rufen Kuba zu Aufhebung von Demonstrationsverbot auf

Die USA haben Kuba aufgerufen, das Verbot der für Montag geplanten landesweiten Demonstrationen aufzuheben. Die Regierung in Havanna sei aufgefordert, die Rechte der Kubaner zu respektieren und ihnen friedliche Versammlungen "ohne Angst vor Repressionen durch die Regierung oder Gewalt" zu erlauben, erklärte US-Außenminister Antony Blinken. Auch die Internet- und Telefonverbindungen dürften nicht gekappt werden. Die kubanische Opposition hat für Montag zu Demonstrationen in Havanna und sechs Provinzen aufgerufen, um die Freilassung politischer Gefangener und politische Reformen zu fordern. Die Behörden haben die Demonstrationen verboten, die Opposition hält trotzdem an den geplanten Protesten fest. 

18.06 Uhr: Tödliche Explosion vor Krankenhaus in Großbritannien

Nach der tödlichen Explosion eines Autos vor einer Frauenklinik im britischen Liverpool ermittelt die Anti-Terror-Polizei. Bei der Explosion sei ein Mensch ums Leben gekommen, eine weitere Person sei verletzt ins Krankenhaus gebracht worden, erklärte die Polizei. Wegen der Umstände der Explosion habe "sicherheitshalber" die Anti-Terror-Polizei die Ermittlungen übernommen. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler handelte es sich bei dem explodierten Auto um ein Taxi. Dieses sei explodiert, kurz nachdem es vor dem Krankenhaus in Liverpool vorgefahren sei.

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17.57 Uhr: Japanische Ex-Prinzessin Mako und Ehemann ziehen in die USA

Knapp zweieinhalb Wochen nach ihrer Hochzeit ist die ehemalige japanische Prinzessin Mako mit ihrem Mann Kei Komuro in die USA gezogen. Das Paar landete nach einem Linienflug aus Tokio in New York. Mit ihrer Heirat mit dem Bürgerlichen Komuro Ende Oktober hatte die 30-jährige Nichte von König Naruhito ihren Adelstitel abgelegt. Die Heirat hatte mit jahrelanger Verspätung stattgefunden.

17.00 Uhr: Umfrage: US-Präsident Bidens Zustimmungswerte fallen weiter

Immer weniger Amerikaner sind einer Umfrage zufolge mit der Arbeit von US-Präsident Joe Biden zufrieden. Von rund 1000 telefonisch befragten Personen waren nur 41 Prozent der Meinung, dass Biden insgesamt einen guten Job macht, 53 Prozent stellten ihm ein schlechtes Zeugnis aus, wie aus der Umfrage der "Washington Post" und des Senders ABC hervorging. Bidens Zustimmungswerte sind damit in drei aufeinanderfolgenden Umfragen gefallen. Im April, rund drei Monate nach seinem Amtsantritt, hatten noch 52 Prozent der Befragten erklärt, er mache einen guten Job.

16.53 Uhr: Acht Migranten bei Fahrt mit Boot von Afrika zu Kanaren gestorben

Acht Migranten sind während der Überfahrt auf einem kleinen offenen Boot von Afrika zu den spanischen Kanareninseln gestorben. Die anderen 54 Bootsinsassen aus Ländern südlich der Sahara hätten gerettet werden können, teilte die Seenotrettung mit. Das Boot sei am späten Samstagabend im Atlantik etwa 75 Kilometer südlich von Gran Canaria von einer französischen Jacht entdeckt worden, deren Besatzung die Behörden alarmierte. Ein Seenotrettungskreuzer habe die Überlebenden und die Leichen dann aufgenommen. Drei der Migranten seien in einem so lebensbedrohlichen Zustand gewesen, dass sie von einem Hubschrauber von dem Seenotkreuzer abgeholt und in eine Klinik geflogen werden mussten.

16.43 Uhr: James Blunt denkt gern an Kindheitsjahre in Deutschland zurück

Der britische Sänger James Blunt denkt gerne an seine Kinderjahre in Deutschland zurück. "Ich hatte dort eine wundervolle Zeit. Viele tolle Erlebnisse", sagte der 47-Jährige der Zeitung "Die Welt". Er lebte am Möhnesee in Nordrhein-Westfalen, sein Vater war dort für die britische Armee stationiert. "Der Garten endete an drei Seiten zum See." Im Winter "konnten wir Schlittschuh laufen und Hockey spielen", erzählte Blunt. "Und im Sommer schwimmen, segeln und windsurfen. Es ist ein wirklich schöner Teil der Welt." Wenn er heute als Erwachsener in Deutschland ankomme und "fantastisches" deutsches Bier trinke und in die Berge und den Wald gehen könne, sei er glücklich, sagte Blunt. "Denn das haben wir in Großbritannien so nicht." Der deutsche Geist sei, "Dinge anzupacken und zu erledigen, und das feiere ich".

16.43 Uhr: Mehr als 500 Bootsmigranten vor kalabrischer Küste gerettet

Die italienischen Behörden haben vor der Küste der süditalienischen Region Kalabrien mehr als 500 Bootsmigranten gerettet. In der Nacht zu Sonntag seien rund 300 Ägypter und Syrer mit einem Fischerboot der rauen See ausgeliefert gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Die Küstenwache brachte die Menschen demnach in Sicherheit und legte mit ihnen im Hafen von Roccella Ionica an, wo sie in einem Aufnahmezentrum weiter versorgt wurden. Am späten Sonntagmorgen rettete die Finanzpolizei ein weiteres Boot mit mehr als 200 Männern und unbegleiteten Minderjährigen, die überwiegend aus Ägypten und Syrien stammten.

16.28 Uhr: China spendet Syrien rund zwei Millionen Corona-Impfdosen binnen einer Woche

Binnen einer Woche hat China rund zwei Millionen Impfdosen an Syrien geliefert. Allein am Sonntag kamen 500.000 Dosen Sinopharm in dem Bürgerkriegsland an, wie Gesundheitsminister Hassan Ghabasch mitteilte. Laut Chinas Botschafter Feng Biao verfügt Syrien nun über 800.000 Dosen Sinopharm und mehr als 1,3 Millionen Dosen Sinovac. Weniger als zwei Prozent der syrischen Bevölkerung seien geimpft, die Zahl der Infektionsfälle steige, hatte die UNO Ende Oktober gewarnt. Bislang seien mehr als 600.000 Syrer geimpft worden, sagte nun der Minister und forderte die Bevölkerung auf, sich impfen zu lassen.

16.24 Uhr: Schüsse in Hamburg-Harburg - möglicherweise Verletzte

In Hamburg-Harburg sind gegen 15.30 Uhr Schüsse gemeldet worden. Zwei Menschen seien möglicherweise verletzt, sagte ein Mitarbeiter beim Lagedienst der Polizei. Die Hintergründe seien noch völlig unklar. Ein Polizeieinsatz laufe. Am späten Nachmittag war die Kreuzung Lassallestraße/Baererstraße gesperrt. Polizeibeamte mit Maschinenpistolen waren am mutmaßlichen Tatort sowie auch rund um das Einkaufszentrum Phoenix-Center und den Bahnhof im Einsatz.

15.05 Uhr: Söder kündigt Maskenpflicht auch unter 2G-Bedingungen an

Angesichts der dramatisch steigenden Corona-Zahlen soll in Bayern künftig auch überall dort eine Maskenpflicht gelten, wo nur Geimpfte und Genesene Zugang haben. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Sonntag vor einer Klausur seines Kabinetts in München an. Die 2G-Regel erlaubt damit künftig nicht mehr, dort auf Masken komplett zu verzichten.

15.00 Uhr: Erneut Tote bei Massenprotesten gegen Putschisten im Sudan

Auch nach einem erneuten gewaltsamen Einsatz der Sicherheitskräfte im Sudan gegen Demonstranten sollen die landesweiten Proteste weitergehen. Für Mittwoch riefen die Organisatoren zu landesweiten Kundgebungen gegen den Militärputsch und das drohende Ende der demokratischen Reformen auf. Bei den Protesten waren nach jüngsten Angaben von Ärzten sechs Demonstranten getötet worden. Am Sonntag nahmen Sicherheitskräfte den Bürochef des arabischen Fernsehsenders Al Jazeera fest. Trotz des massiven Einsatzes von Soldaten, Polizisten und Paramilitärs waren am Samstag erneut zehntausende Menschen in mehreren Städten und Teilen des nordostafrikanischen Landes auf die Straßen gegangen. In der Hauptstadt Khartum und der angrenzenden Stadt Omdurman versuchten die Sicherheitskräfte, die Demonstranten mit Tränengas und Schüssen auseinanderzutreiben, wie Augenzeugen und ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichteten. 

14.54 Uhr: Bericht: Bei US-Luftschlag in Syrien 2019 Dutzende Zivilisten getötet

Einem Bericht der "New York Times" zufolge wurden bei einem Luftangriff des US-Militärs im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien 2019 Dutzende Zivilpersonen getötet. Bis zu 80 Menschen - darunter auch mehr als ein Dutzend IS-Kämpfer - sollen demnach bei dem Angriff auf ein Lager im ostsyrischen Baghus unweit der irakischen Grenze ums Leben gekommen sein. Im Kampf gegen den IS sei es einer der Vorfälle mit den meisten zivilen Opfern gewesen, "aber er wurde vom US-Militär nie öffentlich eingeräumt", berichtete die Zeitung. Die "New York Times" beruft sich bei ihrem Bericht auf mehrere mit dem Vorgang vertraute Quellen sowie teils geheime interne Berichte des US-Militärs zu dem Luftangriff vom 18. März 2019.

14.30 Uhr: Ampel-Fraktionen wollen Homeoffice-Pflicht wieder einführen

Angesichts der verschärften Corona-Lage in Deutschland wird die Homeoffice-Pflicht für Arbeitnehmer voraussichtlich wieder eingeführt. Das Bundesarbeitsministerium legte einen entsprechenden Gesetzentwurf vor. Experten der angestrebten Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP berieten über das Vorhaben. Die Homeoffice-Pflicht hat zum Ziel, dass möglicht vielen Menschen zuhause arbeiten können. Sie soll die bereits geplante 3G-Regel am Arbeitsplatz ergänzen. Die besagt, dass künftig nur noch Geimpfte, Genesene und Getestete (3G) zur Arbeit gehen dürfen. In den Ampel-Fraktionen zeichnete sich eine Verständigung ab.

14.23 Uhr:  Bangladesch nennt Klimaabkommen "Todesurteil für ärmere Länder"

Eine Einigung über die Abschlusserklärung der UN-Klimakonferenz wurde am Samstagabend in Glasgow erreicht. Doch einige Verhandler der insgesamt fast 200 anwesenden Länder verließen die Konferenz enttäuscht und verärgert. "Meiner Meinung nach ist diese Einigung das absolute Versagen", sagte etwa Saleemul Huq, Abgesandter aus Bangladesch. "Das ist ein Todesurteil für die Ärmsten auf diesem Planeten. Die größten Verschmutzer sagen - zur Hölle mit euch, ihr seid uns egal, von uns bekommt ihr keinen Pfennig. Not disappointed, I'm angry, as you can see. Disappointed is too low a word."

14.02 Uhr:  Bei Disco-Räumung nach Corona-Verstößen bricht Panik aus

Bei einer von den Behörden angeordneten Räumung einer Großraum-Diskothek ist Panik unter den Gästen ausgebrochen. Mehrere Personen seien in Ohnmacht gefallen oder hätten hyperventiliert, teilte die Polizei nach dem Einsatz in Friesoythe im Landkreis Cloppenburg mit. Der Landkreis hatte den Club wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln schließen und räumen lassen. Als es ein großes Gedränge auf den Gängen gab, öffnete die Polizei die Notausgänge. Die Disco hatte zu einer 2G-Party unter dem Motto "Feier wie früher" eingeladen. Nach der Räumung betreuten Sanitäter und Psychologen die Menschen mit gesundheitlichen Problemen. Der Großeinsatz für Polizei, Ordnungsamt und Rettungskräfte dauerte mehrere Stunden.

14.01 Uhr: Schweres Erdbeben erschüttert südiranische Hafenstadt

Ein Erdbeben der Stärke 6 hat die südiranische Hafenstadt Bandar Abbas am Persischen Golf erschüttert. Betroffen ist nach Angaben der örtlichen Behörden insbesondere der Norden der Stadt. Weitere Details wollen die Behörden der Provinz Hormusgan bekanntgeben.

13.58 Uhr: Über 3000 Covid-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung

In deutschen Kliniken müssen immer mehr Covid-Patienten intensivmedizinisch behandelt werden. Die Zahl stieg nach Angaben des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) auf mehr als 3000. Laut Divi-Tagesreport kamen 93 Intensivpatienten hinzu, somit befinden sich nun 3034 Menschen wegen Corona in intensivmedizinischer Behandlung. Innerhalb von zwei Wochen stieg die Zahl um rund 1000.

13.48 Uhr: Luisa Neubauer nennt Gipfel-Erklärung "Betrug"

Die Klimaaktivistin Luisa Neubauer hat die Beschlüsse der Weltklimakonferenz in Glasgow als "Betrug" verurteilt. "Diese Abschlusserklärung ist ein Betrug", sagte die 25-Jährige der Nachrichtenagentur DPA. Sie verrate alle, die schon heute vor "unerträglichen Klimafolgen" stünden. "Und es ist ein Betrug an allen jungen Menschen auf dieser Welt, die darauf setzen, dass sich Regierungen um ihre Zukunft kümmern. Deutschland habe in Glasgow gezeigt, dass es "keines der Länder ist, auf das man aktuell zählen kann, wenn es darum geht, Lebensgrundlagen und Gesellschaften zu schützen", so Neubauer.

13.43 Uhr: Mit Polizeihund verwechselt: Vierbeiner stellt flüchtigen 22-Jährigen

Polizeihund für einen Tag: Ein vierbeiniger Helfer hat die Polizei in Aachen ganz nebenbei dabei unterstützt, einen flüchtigen Mann aufzuspüren. Der 22-Jährige hatte sich auf der Flucht vor den Ermittlern in einem Gebüsch versteckt, wie diese mitteilten. Als der Mann einen freilaufenden Hund auf sich zurennen sah, bekam er offenbar Angst: Er hielt das Tier wohl für einen bissigen Diensthund. Er kletterte freiwillig aus seinem Versteck. Bei dem "Polizeihund" handelte es sich jedoch um einen Australian Shepherd, der auf seiner morgendlichen Gassi-Runde über die Wiese gerannt war. Er habe chancenlos Vögel gejagt, so die Polizei. Der 22-Jährige, gegen den ein Haftbefehl bestand, wurde festgenommen. Die Polizei sucht nun nach dem Hund und dessen Besitzern, um sich für die Hilfe zu bedanken.

13.40 Uhr: Auto fährt in Zapfsäule - vier Verletzte

Auf einem Tankstellengelände an der Autobahn 40 bei Bochum ist ein 29 Jahre alter Autofahrer mit seinem Wagen gegen eine Zapfsäule geprallt. Der 29-Jährige sei bei dem Unfall leicht, seine drei Mitfahrer schwer verletzt worden, teilte die Polizei mit. Ein Schwerverletzter musste nach Angaben der Feuerwehr aus dem Auto befreit werden. Alle vier wurden ins Krankenhaus gebracht. Nach ersten Ermittlungen der Polizei war der 29-Jährige in Richtung Essen unterwegs, als er vor der Anschlussstelle Wattenscheid die Kontrolle über sein Auto verlor. Er kam nach rechts von der Fahrbahn ab, fuhr über einen Grünstreifen und landete auf dem Gelände der Tankstelle. Dort prallte der Wagen gegen die Zapfsäule sowie einen Pfeiler. Wie die Polizei weiter mitteilte, war der 29-Jährige möglicherweise betrunken. Ihm wurde eine Blutprobe abgenommen.

13.28 Uhr:  Joop wird nach frauenfeindlichen Äußerungen kritisiert

Der Modeschöpfer Wolfgang Joop hat wegen seiner Meinung zum früheren Umgang mit Models deutliche Kritik im Netz erhalten. Als "Verherrlichung von Gewalt und Demütigung von Frauen" bezeichnete etwa die Grünen-Europaabgeordnete Katrin Langensiepen auf Twitter die Äußerungen. In einem Interview des Nachrichtenmagazins "Spiegel" hatte Joop gesagt, er habe bei Karl Lagerfelds Tod geweint, "weil diese Welt so wunderbar frivol und frigide war. Alles war käuflich. Die Agenturen gaben die Schlüssel zu den Zimmern der Models, die nicht so viel Geld brachten, an reiche Männer. Und wenn sich ein Mädchen beschwerte, hieß es: Wir können auch auf dich verzichten." Joop stimmte auf Nachfrage zwar zu, dass dies fürchterlich sei. "Aber wirklich schön ist die Modewelt nur, wenn es auch die Sünde gibt."

13.16 Uhr: Gaddafi-Sohn will bei Präsidentschaftswahl in Libyen antreten

Sechs Wochen vor der geplanten Präsidentschaftswahl in Libyen will sich ein Sohn des getöteten früheren Langzeitherrschers Muammar al Gaddafi als Kandidat aufstellen lassen. Saif al Islam reichte seinen Antrag dafür in der südlichen Stadt Sabha ein, wie die Wahlkommission mitteilte. Sie veröffentlichte bei Facebook auch Fotos davon, wie al Islam an einem Schreibtisch die nötigen Dokumente ausfüllt. Er ist mit langem Bart und in traditionellem Gewand zu sehen. Al-Islam hatte in Libyen die brutale Niederschlagung von Protesten gegen seinen Vater im Jahr 2011 unterstützt. Im wurde vorgeworfen, im Rahmen der Aufstände zur Tötung friedlicher Demonstranten aufgerufen zu habe.

12.58 Uhr: Polizei entdeckt 16 Migranten in Lkw-Anhänger

Auf der Ladefläche eines Lastwagen-Anhängers hat die Polizei bei Erlangen in Mittelfranken 16 Migranten gefunden. Der Fahrer habe auf einer Rastanlage auf der Autobahn 3 plötzlich Klopfgeräusche gehört, berichtete ein Sprecher der Polizei. Beim Öffnen der verplombten Türen des Anhängers durch eine Streife seien dann die elf Minderjährigen und fünf Erwachsenen entdeckt worden. Die Menschen gaben demnach an, aus Afghanistan zu stammen. Die Polizei geht nach ersten Ermittlungen davon aus, dass die Flüchtlinge in Osteuropa heimlich in den Anhänger gestiegen waren. Der Fahrer sei vermutlich nicht involviert gewesen, erläuterte der Sprecher. Die Migranten kamen den Angaben zufolge nach einer medizinischen Untersuchung in verschiedene Aufnahmeeinrichtungen.

12.44 Uhr: Streit im Kinosaal - 17 Menschen mit Reizgas verletzt

In einem Kino in Essen hat ein 25-Jähriger Reizgas versprüht, er verletzte sich selbst sowie 16 weitere Menschen. Die Polizei ermittelt gegen den Mann sowie fünf Jugendliche. Der 25-Jährige sei anscheinend in einem Kinosaal mit den Jugendlichen in Streit geraten, teilte die Polizei mit. Dabei habe er das Gas eingesetzt. Nach Angaben von Zeugen soll eine zunächst verbale Auseinandersetzung zwischen dem Mann und den Jugendlichen eskaliert sein. Die fünf Jugendlichen hätten ihn körperlich angegriffen. Daraufhin habe der 25-Jährige das Reizgas versprüht.

12.41 Uhr: Kopfteil von "Star Wars"-Roboter R2-D2 liegt auf Bundesstraße

Nach einem "Star Wars"-Fan sucht die Polizei in Bayern. Ihm dürfte vermutlich der ungewöhnliche Gegenstand gehören, den eine Streife auf einem Fahrstreifen der Bundesstraße 4 bei Rödental fand. Es handele sich um das Kopfteil der Roboterfigur R2-D2 aus der "Star Wars"-Filmreihe, teilte ein Polizeisprecher mit. Offensichtlich habe ein Fan den Astromechdroiden originalgetreu nachgebaut und dann im Zuge einer Transportfahrt die etwa 50 Zentimeter breite Halbkugel auf der B4 verloren. "Der mit Elektronik und Bewegungsmechanik ausgerüstete Kopf des treuen Droiden wird nun bei der Verkehrspolizei in Coburg verwahrt und wartet dort auf die Abholung durch seinen Eigentümer", berichtete der Sprecher. Der Bastler werde sich allerdings zumindest auf ein geringes Verwarnungsgeld wegen mangelhafter Ladungssicherung einstellen müssen, hieß es.

12.00 Uhr: Brand in bulgarischer Klinik: Drei Corona-Patienten tot

In Bulgarien sind drei Covid-19-Patienten bei einem Brand in einer Klinik der Stadt Sliwen gestorben. Das in der Nacht in der Covid-19-Station ausgebrochene Feuer wurde amtlichen Informationen zufolge auf "Fahrlässigkeit der Patienten" zurückgeführt. Wie das Staatsradio in Sofia berichtete, soll einer der ums Leben gekommenen Männer eine Zigarette angezündet haben. Sechs weitere Covid-Patienten wurden in Sicherheit gebracht. Bei dem Brand wurden keine Mitarbeiter der Klinik verletzt. Der Vorfall in der Covid-19-Station im ostbulgarischen Sliwen ereignete sich unmittelbar vor Beginn einer Präsidenten- und Parlamentswahl. Die Abstimmung per Wahlautomaten wurde mitten in einer heftigen, vierten Corona-Welle organisiert. Tausende Menschen unter Corona-Quarantäne können in mobilen Wahlurnen ihre Stimme abgeben. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Bulgarien lag zuletzt bei 338 pro 100 000 Menschen. In Deutschland lag sie bundesweit bei 289.

11.17 Uhr: Migranten durchbrechen polnische Grenze

Eine Gruppe von etwa 50 Migranten hat nach Angaben der polnischen Polizei die Barriere an der Grenze zu Belarus durchbrochen und ist nach Polen gelangt. Der Vorfall habe sich am Samstagabend in der Nähe des Dorfs Dubicze Cerkiewne ereignet, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Die Beamten hatten zunächst 22 Iraker festgenommen. Alle weiteren Migranten seien kurz darauf von Grenzschützern und Soldaten festgesetzt worden, sagte eine Sprecherin des Grenzschutzes. Die gesamte Gruppe sei zur Grenze nach Belarus zurückgebracht worden.

Nach Angaben der Polizei versuchte eine weitere größere Gruppe auch unweit des Dorfs Kolonia Klukowicze, über die Grenze zu gelangen - jedoch vergeblich. Die Flüchtlinge bewarfen die Beamten demnach mit Steinen, ein Beamter wurde leicht verletzt.

11.04 Uhr: Forscher: Booster-Impfungen katapultieren Impfschutz nach oben

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie haben Forschende die Bedeutung von Auffrischungsimpfungen betont. "Die Boosterimpfungen katapultieren den Impfschutz erneut deutlich nach oben", erklärte Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen. Der Schutz vor einem schweren Verlauf sei nach vorliegenden Daten sogar effektiver als der kurz nach der zweiten Impfung. "Und auch der Schutz vor Ansteckung und Weitergabe einer Infektion ist sehr ausgeprägt und deutlich besser als bei Geimpften ohne die Auffrischung."

Viola Priesemann vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen verwies auf Israel. Dort sei es im Sommer gelungen, die Welle bei einer ähnlichen Impfquote wie in Deutschland zu stoppen, indem rund 50 Prozent der Menschen eine Boosterimpfung bekommen haben. "Der Effekt wäre in Deutschland möglicherweise nicht ganz so stark, da der erste Impfabstand länger war und die Impfungen nicht ganz so lange her sind wie in Israel", erläuterte sie. "Aber wir erwarten auch hier eine deutliche Wirkung."

09.32 Uhr: Mutmaßliches Autorennen in Aachen endet mit vier Verletzten

Bei einem mutmaßlichen Rennen hat ein Autofahrer in Aachen einen Zusammenstoß verursacht, bei dem vier Menschen verletzt wurden. Der 18-Jährige hatte am späten Samstagabend offenbar bei hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über seinen Wagen verloren, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. An einer Kreuzung prallte er in zwei unbeteiligte Autos, die an einer roten Ampel warteten. Zwei Beifahrerinnen im Alter von 55 und 58 Jahren erlitten schwere Verletzungen, Lebensgefahr bestand laut Polizeiangaben nicht.

Eine 53-Jährige sowie der 24 Jahre alte Beifahrer des Unfallverursachers wurden demnach leicht verletzt. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 40 000 Euro. Wie Zeugen angaben, waren der 18-Jährige sowie ein zweiter, unbekannter Fahrer schon vorher mit ihren Autos aufgefallen. Vor der Kreuzung sollen beide stark beschleunigt haben. Der Wagen sowie der Führerschein des 18-Jährigen wurden beschlagnahmt. Die Polizei fahndet nach dem zweiten Fahrer, der nach dem Unfall von der Kreuzung flüchtete

07.47 Uhr: Lauterbach fordert 3G-Regel im Bahnverkehr

Angesichts der hohen Zahl an Corona-Infektionen hat der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach die Ausweitung der 3G-Pflicht auf den Bahn-Fernverkehr gefordert. "In dieser Corona-Situation ist es unverantwortlich, dass Menschen ungeimpft und ungetestet in vollen Zügen im Fernverkehr stundenlang eng neben anderen Passagieren sitzen", sagte er der "Bild am Sonntag". 

Ohne eine 3G-Regel im Fernverkehr müssten 50 Prozent der Plätze frei bleiben, fügte der SPD-Politiker hinzu. Das sei Geimpften insbesondere in der Weihnachtszeit kaum zumutbar.

04.58 Uhr: 68 Tote bei Bandenkämpfen in Gefängnis in Ecuador

Bei Bandenkämpfen in einem Gefängnis in Ecuador sind Dutzende Insassen getötet worden. Nachdem die Polizei am Samstagmorgen die Gewalt zunächst für beendet erklärt hatte, kam es im Laufe des Tages zu weiteren Kämpfe in der Haftanstalt in der Hafenstadt Guayaquil. Am Abend sei die Lage dann wieder "unter Kontrolle" gewesen, sagte ein Sprecher der ecuadorianischen Staatsspitze. Mitglieder einer Gang griffen bei den am Freitagabend ausgebrochenen Kämpfen Mitglieder einer rivalisierenden Bande mit Schusswaffen, Sprengstoff und Macheten an. Provinzgouverneur Pablo Arosemena sprach von einem abstoßenden "Ausmaß der Rohheit". Seinen Worten zufolge konnte die Polizei durch ihr Eingreifen weitere "Menschenleben retten".

Gegen Samstagmittag gaben die Behörden an, 68 Insassen seien getötet und mindestens 25 weitere worden. Die Polizei sei in den betroffenen Gefängnisblock eingedrungen und habe die Gewalt beendet. Doch wenige Stunden später "gab es weitere Vorfälle", sagte der Sprecher. Erst nachdem rund 900 Polizeibeamte eingesetzt wurden, kehrte demnach wieder Ruhe ein.

04.12 Uhr: Bundesweite Inzidenz steigt auf 289

Der Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen setzt sich fort. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Sonntagmorgen unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, erhöhte sich der Wert auf 289,0 und erreichte damit den siebten Tag in Folge einen neuen Höchststand. Am Samstag hatte die Inzidenz bei 277,4 gelegen.

Den jüngsten Angaben des RKI zufolge wurden binnen 24 Stunden 33.498 Coronavirus-Neuinfektionen sowie 55 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus verzeichnet. Die Gesamtzahl der registrierten Infektionsfälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 5.021.469, die Gesamtzahl der verzeichneten Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion auf 97.672.

News am Wochenende: Tödliche Explosion vor Krankenhaus in Liverpool – drei Männer festgenommen

04.03 Uhr: Österreich, Tschechien und Ungarn gelten als Hochrisikogebiete

Fast ganz Österreich, Tschechien und Ungarn gelten ab Sonntag als Hochrisikogebiete. Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss bei der Rückkehr aus diesen Ländern nach Deutschland in Quarantäne. Die häusliche Isolation kann erst nach fünf Tagen durch einen Test beendet werden. Die USA dagegen gelten ab Sonntag nicht mehr als Hochrisikogebiet.

Die Bundesregierung hatte Österreich - mit Ausnahme von zwei Gemeinden und dem Rißtal am Achensee - sowie Tschechien und Ungarn am Freitag wegen der hohen Corona-Neuinfektionen neu als Hochrisikogebiete eingestuft. In Österreich wurden am Samstag mehr als 13.000 Neuinfektionen verzeichnet, ein neuer Höchststand. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner stieg auf 814,6. Österreich wie auch Tschechien liegen bei der Impfrate zugleich unter dem EU-Durchschnitt.

03.13 Uhr: Wegen Taiwan: USA richten Warnung an China

Die USA haben kurz vor einem Videogipfel von Präsident Joe Biden mit Chinas Staatschef Xi Jinping eine Warnung an Peking wegen des wachsenden Drucks auf Taiwan gerichtet. Außenminister Antony Blinken habe im Gespräch mit seinem chinesischen Amtskollegen "seine Besorgnis über den anhaltenden militärischen, diplomatischen und wirtschaftlichen Druck der Volksrepublik China auf Taiwan geäußert", erklärte das Außenministerium am Samstag (Ortszeit).

Blinken und Wang sprachen nach Angaben des Außenministeriums am Freitag in Vorbereitung auf den Videogipfel am Montag. Der US-Vertreter forderte demnach, dass sich Peking an einem konstruktiven Dialog beteilige, um die Taiwan-Frage "friedlich und in einer Weise zu lösen, die mit den Wünschen und Interessen der Menschen auf Taiwan übereinstimmt".

00.49 Uhr: Verdi warnt vor "Exodus" in der Pflege

Die Gewerkschaft Verdi hat wegen der aktuell wieder stark gestiegenen Ansteckungen mit dem Coronavirus und der drohenden Überlastung der Intensivstationen vor einem langfristigen Personalmangel in Pflegeberufen gewarnt. "Viele Beschäftigte aus der Pflege haben ihrem Beruf massenhaft den Rücken gekehrt, obwohl sie ihn lieben", sagte Verdi-Vorstandsmitglied Sylvia Bühler der "Bild am Sonntag". "Uns droht ein regelrechter Exodus in der Pflege."

Neben den Berufsaussteigern würden zudem viele Pflegekräften ihre Arbeitszeit reduzieren und immer mehr Auszubildende ihre Ausbildung abbrechen, sagte Bühler weiter. Die aktuelle vierte Welle der Pandemie habe "das Fass zum Überlaufen gebracht". Die Krankenversorgung sei gefährdet und zwar "nicht nur in der Pandemie, nicht nur in den Krankenhäusern, sondern auch darüber hinaus".

18:34 Uhr: Leiche in Sperrkreis um Vulkan auf La Palma entdeckt

Im Sperrkreis um den seit Wochen aktiven Vulkan auf der Kanaren-Insel La Palma ist eine Leiche entdeckt worden. Der Tote wurde nach Polizeiangaben auf dem Gebiet der Gemeinde El Paso gefunden. Den Bewohnern der wegen des andauernden Lavastroms und giftiger Gase gesperrten Ortschaft war vorübergehend der Zutritt zu dem Gebiet erlaubt worden, um persönliche Gegenstände zu holen. Eine Obduktion sollte Aufklärung über die Todesursache bringen. Bisher war durch den seit fast zwei Monaten andauernden Vulkanausbruch niemand ums Leben gekommen. Die Lavaströme des Cumbre Vieja verwüsteten jedoch bereits mehr als 1000 Hektar Land und vernichteten tausende Gebäude.

18.28 Uhr: Comeback mit 38 Jahren: FC Barcelona holt Dani Alves zurück

Der brasilianische Rechtsverteidiger Dani Alves kehrt mit 38 Jahren zum FC Barcelona zurück. Der zuletzt vereinslose brasilianische Routinier solle nächste Woche bei den Katalanen ins Training einsteigen, sei aber erst ab Januar 2022 spielberechtigt, teilte der Club mit. Alves' Vertrag beim FC São Paulo war im September aufgelöst worden, die Vereinbarung mit Barça läuft zunächst bis Saisonende. Er trifft im Camp Nou auf seinen langjährigen Weggefährten Xavi Hernández, der am Montag als neuer Trainer vorgestellt worden war und einst auf dem Feld mit Alves die erfolgreichste Ära des Traditionsvereins mit geprägt hatte.

18.06 Uhr: Indien: Entwicklungsländer haben "Recht" auf Nutzung fossiler Energien

Entwicklungsländer haben aus Sicht Indiens ein Recht auf die Nutzung fossiler Energien. Länder mit einer historisch geringen Verantwortung für den Klimawandel hätten das "Recht auf ihren fairen Anteil am globalen Kohle-Budget" und seien "berechtigt zur verantwortungsvollen Nutzung fossiler Energien", sagte der indische Umweltminister Bhupender Yadav vor den Delegierten der Klimakonferenz COP26 in Glasgow. Der Klimawandel sei "durch untragbaren Lifestyle und verschwenderische Konsumgewohnheiten" verursacht worden. Indien stehe nicht hinter der Initiative der COP26, die nationalen Pläne zur Emissionsminderung im Vergleich zum Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 zu beschleunigen. Anders als viele andere Staaten will Indien Klimaneutralität nicht 2050, sondern erst 2070 erreichen.

17.56 Uhr: Berichte: Wieder Kämpfe in Gefängnis in Ecuador - mindestens 58 Tote

Bei erneuten gewalttätigen Auseinandersetzungen in einem Gefängnis in Ecuador sind Medien zufolge mindestens 58 Häftlinge ums Leben gekommen. Zudem seien in der Haftanstalt Guayas N1 in der Nähe der Hafenstadt Guayaquil mindestens zehn Insassen verletzt worden, berichtete die ecuadorianische Zeitung "El Universo" unter Berufung auf den Gouverneur der Provinz Guayas des südamerikanischen Landes am Samstag. In Ecuador kam es in den vergangenen Monaten immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen in Gefängnissen.

17.54 Uhr: Polens Regierung: Belarus schickt mehr Uniformierte an die Grenze

Belarus schickt nach Angaben der polnischen Regierung immer mehr bewaffnete Sicherheitskräfte an seine Grenze zu Polen. Das Verteidigungsministerium in Warschau veröffentlichte auf Twitter Videoaufnahmen, die den Angaben zufolge in der Nähe des Grenzorts Kuznica entstanden sein sollen. Sie zeigen Dutzende von Uniformierten in Tarnanzügen, die entlang der polnischen Grenzbefestigung entlangmarschieren. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen, da Polen in der Grenzregion den Ausnahmezustand verhängt hat. Journalisten und Helfer dürfen nicht hinein. Das gilt auch für das Grenzgebiet auf belarussischer Seite.

17.18 Uhr: Umweltschützer stören Parade von Lord Mayor in City of London

Umweltschützer haben in Londons Finanzdistrikt die traditionelle Parade zur Einführung des Lord Mayors gestört. Auf Videos, die im Internet kursierten, war zu sehen, wie mehrere Aktivisten der Gruppe Extinction Rebellion (XR) die Straße vor dem Gebäude der Bank of England im Herzen der Londoner City blockierten. Auf einem Banner war zu lesen: "COP has failed" (COP ist fehlgeschlagen). Gemeint ist damit die UN-Weltklimakonferenz COP26 in Glasgow. Wie die Polizei mitteilte, wurden mehrere Menschen festgenommen. Die Parade konnte fortgesetzt werden.

16.37 Uhr: Ehemann einer in Teheran festgehaltenen Britin beendet Hungerstreik

Richard Ratcliffe, Ehemann der seit Jahren im Iran festgehaltenen britisch-iranischen Doppelstaaterin Nazanin Zaghari-Ratcliffe, hat einen dreiwöchigen Hungerstreik beendet. Ratcliffe hatte 21 Tage lang vor dem britischen Außenministerium in London ausgeharrt, ohne zu essen. Er wollte damit den Druck auf die britische Regierung erhöhen, an der Freilassung seiner Frau zu arbeiten. Er habe sein Ziel noch nicht erreicht, müsse nun aber aus gesundheitlichen Gründen abbrechen, sagte Ratcliffe zu Journalisten. Zaghari-Ratcliffe war 2016 nach einem Besuch bei ihren Eltern im Iran verhaftet worden. Der damaligen Projektmanagerin der Thomson Reuters Stiftung wurde unter anderem Spionage vorgeworfen.

16.29 Uhr: Teils großer Andrang bei Corona-Impfzentren

Dem rasanten Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen folgt mancherorts in Deutschland ein großer Andrang bei den Impfangeboten. Etwa in Bayern mussten Impfwillige aufgrund der hohen Nachfrage mit langen Wartezeiten rechnen. In Augsburg appellierte die Stadt bereits an die Bürgerinnen und Bürger, das Impfzentrum ohne Termin nicht mehr aufzusuchen. Die Kapazitäten seien ausgeschöpft. Nach Angaben einer Sprecherin war dort nicht nur der Impfstoff knapp, auch personell stieß das Impfzentrum an Grenzen. Auch in München hatten Impfzentrum und Impfstationen mit dem großen Andrang zu kämpfen. Das Gesundheitsreferat der Landeshauptstadt appellierte deswegen an die Bürger, Impftermine zu vereinbaren. Wegen der hohen Nachfrage nach Auffrischungsimpfungen war auch an den Thüringer Impfstellen viel los.

16.24 Uhr: Säugling fast zu Tode misshandelt - Vater in Haft

Ein 37-jähriger Vater soll in Ruppichteroth bei Bonn einen Säugling fast zu Tode misshandelt haben. Das Kind sei mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gekommen, teilte die Polizei mit. Die Ärzte hätten angesichts der Verletzungen Verdacht auf eine Misshandlung geschöpft und die Polizei alarmiert. Die Ermittlungen und Vernehmungen im Umfeld der Familie hätten den Verdacht gegen den Vater erhärtet. Ein Richter erließ Haftbefehl gegen den 37-Jährigen wegen schwerer Misshandlung von Schutzbefohlenen. Die zwischenzeitlich ebenfalls festgenommene Mutter kam wieder auf freien Fuß. Der Zustand des Säuglings habe sich in der Klinik stabilisiert - das Jugendamt habe das Kind in Obhut genommen, teilte die Polizei mit.

15.52 Uhr: 2021 bislang 1850 Straftaten mit antisemitischem Hintergrund registriert

Im laufenden Jahr sind bislang 1850 Straftaten mit antisemitischem Hintergrund registriert worden. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, die der "Welt am Sonntag" vorlag. Die Daten mit Stand vom 5. November stammen aus der Fallzahlenstatistik des Bundeskriminalamtes (BKA) zu politisch motivierter Kriminalität. 35 antisemitische Gewalttaten wurden 2021 bislang festgestellt, wie die Zeitung weiter berichtete. Dabei seien 17 Menschen infolge einer politisch motivierten Straftat mit antisemitischem Hintergrund verletzt worden. 930 Tatverdächtige wurden demnach ermittelt, fünf Menschen festgenommen, zwei Haftbefehle erlassen.

15.45 Uhr: Erneut tausende Teilnehmer bei Massenprotesten gegen Putsch im Sudan

Knapp drei Wochen nach dem Militärputsch im Sudan haben erneut tausende Menschen im ganzen Land gegen das drohende Ende der demokratischen Reformen protestiert. In der Hauptstadt Khartum und der angrenzenden Stadt Omdurman gingen Soldaten und Polizisten gewaltsam gegen die Proteste vor. Mindestens ein Demonstrant wurde nach Angaben von Ärzten erschossen. Weitere Proteste wurden aus der südlich gelegenen Stadt Wad Madani, aus Port Sudan am Roten Meer und dem östlichen Bundesstaat Kassala gemeldet. Das Militär hatte am 25. Oktober die Macht im Sudan übernommen; die zivilen Mitglieder der Übergangsregierung wurden festgenommen.

Omikron-Welle: Fast 460.000 Neuinfektionen pro Woche – diese Altersgruppen sind am stärksten betroffen

15.33 Uhr: SPD und Linke stimmen für Koalition in Mecklenburg-Vorpommern

Der Weg für die rot-rote Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern ist frei. Am Samstag stimmten Delegierte beider Parteien auf Versammlungen in Wismar und Güstrow nahezu einstimmig dem von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und der Vorsitzenden der Linksfraktion, Simone Oldenburg, ausgehandelten Koalitionsvertrag zu. Dieser sollte noch am Samstagnachmittag in Schwerin unterzeichnet werden. Anfang kommender Woche soll Schwesig im Landtag als Ministerpräsidentin wiedergewählt und anschließend ihr Kabinett vereidigt werden.

15.25 Uhr: Lage in den Kliniken in Ost- und Süddeutschland spitzt sich zu

Aufgrund der stark steigenden Corona-Infektionszahlen spitzt sich die Lage in den Kliniken im Süden und Osten Deutschlands zu. In Bayern und Baden-Württemberg würden bereits "täglich Verlegungen zwischen Krankenhäusern zum Ausgleich und zum Erhalt der Funktionsfähigkeit durchgeführt", berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe. Auch die Lage in Sachsen und Thüringen sei alarmierend. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz erreichte den sechsten Tag in Folge einen neuen Höchststand. Die Funke-Zeitungen zitierten aus einem vertraulichen Bericht der Länder. Demnach werde es auch in Hessen immer schwieriger, Patienten auf den Intensivstationen unterzubringen. Im Norden gebe es noch Kapazitäten, im Süden seien sie praktisch aufgebraucht.

15.12 Uhr: Plenum auf Weltklimagipfel verschoben

Der britische Präsident des Weltklimagipfels, Alok Sharma, hat das wohl entscheidende Plenum der rund 200 Staaten wegen erhitzter Diskussionen erneut verschoben. Es sei notwendig, den Staaten "noch ein bisschen mehr Zeit zu geben", sagte Sharma in Glasgow. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Beginn der vermutlich letzten Sitzung bereits abermals um mehrere Stunden verzögert. Ursprünglich hätte der Gipfel schon am Freitag zu Ende gehen sollen. Im neuesten Entwurf für die Erklärung, der am Morgen veröffentlicht wurde, findet sich erstmals seit 25 Jahren die Forderung, weltweit aus der Kohle auszusteigen und zumindest "ineffiziente" Subventionen für Öl, Gas und Kohle zu streichen. Dagegen gab es Widerstand mehrerer Staaten.

12.47 Uhr:  Mutmaßlicher Produzent von Kinderpornografie in Italien verhaftet

Ermittler haben einen Mann nahe der norditalienischen Stadt Brescia wegen der Produktion von Kinderpornografie verhaftet. Die Staatsanwaltschaft werfe dem 22-Jährigen vor, Videos und Fotos besessen und selbst angefertigt zu haben, teilte die ermittelnde Finanzpolizei in Brescia mit. Die Beamten seien dem Mann auf die Schliche gekommen, nachdem sie sein Handy im Zusammenhang mit einer Steuerstraftat beschlagnahmt und untersucht hatten.

12.20 Uhr: Früherer Trump-Berater Bannon wegen Behinderung des US-Kongresses angeklagt

Der einflussreiche US-Rechtspopulist Steve Bannon ist wegen Aussageverweigerung vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Kapitol-Erstürmung im Januar angeklagt worden. Wie das US-Justizministerium mitteilte, erhob eine sogenannte Grand Jury wegen Behinderung des Kongresses in zwei Punkten Anklage gegen den früheren Chefstrategen von Ex-Präsident Donald Trump. Dem 67-Jährigen wird zur Last gelegt, dass er einer Vorladung des U-Ausschusses des Repräsentantenhauses nicht Folge geleistet hatte. Ihm wird außerdem vorgeworfen, dem Gremium die Übergabe angeforderter Dokumente verweigert zu haben. Bannon droht bei einer Verurteilung für jeden Anklagepunkt eine Haftstrafe von mindestens 30 Tagen und höchstens einem Jahr. Nach Informationen des Nachrichtensenders CNN plante er, sich am Montag dem Justizministerium zu stellen.

Ein Holzfäller lehnt rückwärts in der Hocke an einem Holzstamm.
Instagram/petersontrees

12.25 Uhr: Verdächtiger nach tödlichem Messerangriff in London festgenommen

Im Fall eines tödlichen Messerangriffs in London ist ein Verdächtiger festgenommen worden. Das teilte Scotland Yard am Samstag mit. Bei dem Vorfall im Stadtteil Brenford im Westen der britischen Hauptstadt war am Freitagabend ein etwa 20 Jahre alter Mann getötet und eine 82-jährige Frau schwer verletzt worden. Einem Bericht des Senders Sky News zufolge war der Getötete der Rentnerin zu Hilfe gekommen sein, als sie von einem Angreifer niedergestochen wurde und wurde dann selbst zum Ziel der Attacke. Er starb noch vor Ort an seinen Stichverletzungen. Die Frau wurde ins Krankenhaus gebracht. Ihr Zustand sei ernst, aber nicht lebensgefährlich, hieß es in der Mitteilung der Polizei. Der Täter konnte zunächst entkommen.

Bei dem Verdächtigen handelt es um einen zwischen 30 und 40 Jahre alten Mann. "Während die Ermittlungen zu den Umständen der Tat fortgesetzt werden, gibt es nichts, das darauf hinweist, dass die Tat mit Terrorismus in Verbindung steht", so die Polizeimitteilung weiter. Weitere Verdächtige würden nicht gesucht. Es werde aber ermittelt, ob sich Täter und Opfer kannten. Mögliche Zeugen wurden aufgerufen, sich zu melden. Anwohner sollten zudem ihre Handys oder Überwachungskameras nach relevanten Aufnahmen überprüfen.

11.15 Uhr: 13-Jähriger fährt mit Auto der Eltern zu Geburtstagsfeier

Ein 13-Jähriger hat in der Pfalz mit dem Auto seiner Eltern eine Spritztour unternommen. Gemeinsam mit seinen Freunden fuhr der Junge zu einer Geburtstagsfeier, wie die Polizei am Samstag in Germersheim mitteilte. Dabei wurde er von einer Frau beobachtet, die die Polizei alarmierte. Wie das Kind am Freitagabend an den Wagen und die Schlüssel kam und wieso es überhaupt Autofahren kann, war zunächst ungeklärt. Strafrechtlich kann der Junge für seine Fahrt nach Lingenfeld (Landkreis Germersheim) nicht belangt werden, weil er noch zu jung ist.

Ein Sprecher der Polizei sagte, der 13-Jährige werde aber zu einem klärenden Gespräch vorgeladen. Zudem könne den Eltern ein Verfahren drohen. Ob sie von der Tour ihres Sohnes wussten, war unklar.

10.52 Uhr: Panik und Verletzte nach Corona-Kontrolle in Diskothek

Zu einer Panik mit Verletzten ist es in der Nacht zum Samstag in einer Diskothek im niedersächsischen Friesoythe gekommen. Mitarbeiter des Landkreises Cloppenburg ließen die Disco um kurz vor Mitternacht räumen, weil viele Gäste ohne Kontrolle ihres Impfstatus Einlass erhalten hatten, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Zudem waren zu viele Besucher hereingelassen worden. Bei der Räumung kam es zu großem Gedränge, einige Gäste gerieten in Panik. Die Polizei ordnete die Öffnung der Notausgänge an.

Rettungskräfte sowie die Psychosoziale Notfallversorgung betreuten Betroffene. Es blieb bei vereinzelten Fällen von Ohnmacht und Hyperventilation, wie es weiter hieß. Bis 4.00 Uhr dauerten die Räumung und ihre Folgen an. Der Landkreis leitete ein Bußgeldverfahren gegen den Veranstalter ein. Zudem würden weitere rechtliche Schritte geprüft.

10.30 Uhr: Weitere Leiche in Polens Grenzgebiet zu Belarus entdeckt

In Polens Grenzgebiet zu Belarus hat die Polizei eine weitere Leiche gefunden. Bei dem Toten handele es sich um einen 20 Jahre alten Mann aus Syrien, sagte ein Sprecher der Polizei in der Woiwodschaft Podlachien am Samstag der Nachrichtenagentur PAP. Demnach wurde die Leiche von einem Forstarbeiter in einem Waldstück nahe des Dorfes Wolka Terechowska entdeckt. Der Tote habe einen syrischen Pass bei sich gehabt. Eine gerichtsmedizinische Untersuchung soll Aufschluss über die Todesursache geben. In dem Grenzgebiet sind schon mehrere Menschen gestorben.

Nach Angaben der polnischen Polizei versuchte in der Nacht zu Samstag eine Gruppe von hundert Migranten bei Wolka Terechowska vergeblich, die Grenze zu durchbrechen. Die Gruppe sei von belarussischer Seite mit Tränengas ausgestattet worden und habe dieses gegen polnische Sicherheitskräfte eingesetzt, teilte Polens Grenzschutz per Twitter mit. Belarussische Soldaten hätten zudem den provisorischen Grenzzaun beschädigt und polnische Beamte mit Laser- und Stroboskopstrahlen geblendet.

10.25 Uhr: Festnahmen nach Krawallen wegen Corona-Lockdown in den Niederlanden

Bei gewaltsamen Protesten gegen die Verschärfung von Corona-Maßnahmen sind in den Niederlanden mindestens fünf Demonstranten festgenommen worden. Ihnen wird vorgeworfen, bei einer Kundgebung in Den Haag Einsatzkräfte mit Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen sowie sich Anweisungen der Polizei widersetzt zu haben, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete. Die Demonstration war nach Krawallen am Freitagabend von der Polizei mit Wasserwerfern aufgelöst worden.

Zuvor hatte Ministerpräsident Mark Rutte für das 17,5-Millionen-Einwohner-Land einen neuen Teil-Lockdown verkündet. Die strengeren Maßnahmen sollen zunächst für drei Wochen gelten. Begründet werden sie mit wieder stark steigenden Infektions- und Patientenzahlen. Eine Überlastung der Intensivstationen durch Corona-Patienten soll verhindert werden.

09.52 Uhr: Putin setzt auf Gespräche zwischen Merkel und Lukaschenko

Angesichts der Krise um Tausende Migranten an der polnisch-belarussischen Grenze hofft Russlands Präsident Wladimir Putin auf einen direkten Dialog zwischen Deutschland und dem autoritär geführten Belarus. "Ich habe es aus Gesprächen mit Alexander Grigorjewitsch Lukaschenko und Kanzlerin (Angela) Merkel so verstanden, dass sie bereit sind, miteinander zu sprechen", sagte Putin in einem Interview, das am Samstag im russischen Staatsfernsehen ausgestrahlt wurde.

Wegen der Krise um die Migranten, die an der EU-Außengrenze gestrandet sind, hatten Merkel und Putin mehrfach miteinander telefoniert. Dabei bat die Kanzlerin den Kremlchef um ein Eingreifen in den Konflikt. Später hatte der Kreml mitgeteilt, dass Moskau sich um eine Lösung bemühen wolle. Die EU wirft dem oft als "letzten Diktator Europas" kritisierten Lukaschenko vor, gezielt Migranten aus Krisengebieten einfliegen zu lassen und weiter in Richtung Polen zu schleusen. Vermutet wird, dass der 67-Jährige sich so für Sanktionen rächen und den Westen zum Dialog zwingen will.

09.23 Uhr: Lukaschenko ordnet Hilfe für Kinder imm Grenzgebiet zu Polen an

Der autoritäre belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat humanitäre Hilfe vor allem für die Kinder der im Grenzgebiet zu Polen gestrandeten Migranten angeordnet. Es sollten etwa Essenszelte aufgestellt werden, meldete die belarussische staatliche Nachrichtenagentur Belta am Samstag. Lukaschenko steht allerdings in der Kritik, die Menschen überhaupt erst in diese miserable Lage gebracht zu haben. Die EU wirft ihm vor, gezielt Migranten aus Krisengebieten einschleusen zu lassen und sie dann in Richtung EU-Außengrenze zu drängen.

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt harren Tausende seit mehreren Tagen in provisorischen Camps im Wald aus. Am Samstagmorgen versammelten sich belarussischen Angaben zufolge mehrere Dutzend Menschen direkt am geschlossenen Grenzübergang Kuznica und riefen "Deutschland, Deutschland!". Viele der Migranten hoffen auf ein Leben in der Bundesrepublik.

08.44 Uhr: Klimaaktivistin Neubauer wirft COP26-Teilnehmern "Versagen" vor

Die deutsche Klimaaktivistin Luisa Neubauer hat die bisher ausgehandelten Ergebnisse beim Weltklimagipfel in Glasgow scharf kritisiert. "Man kann das als Versagen betrachten", sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstagsausgaben). "Es geht hier nicht darum, einen interessanten diplomatischen Prozess zu navigieren, sondern darum, eine reale Katastrophe, die jetzt gerade hier passiert, abzuschwächen und Menschen in Sicherheit zu bringen."

Der Kampf gegen den Klimawandel sei kein spannendes Gedankenspiel, sondern eine Menschheitsaufgabe. "Aber so verhält sich hier kaum jemand, der verhandelt", kritisierte die Vertreterin der Klimabewegung Fridays for Future. Neubauer schließt sich damit einer Einschätzung von Greta Thunberg an, der Gründerin der Bewegung. Auch Thunberg hatte den Gipfelteilnehmern Versagen vorgeworfen.

Glasgow hätte ein "globaler Wendepunkt" sein müssen, sagte Neubauer den Zeitungen. "Es hätte ein Moment sein müssen, in dem vor allem die reichsten Staaten der Welt anfangen, gemeinsam für die 1,5-Grad-Grenze zu kämpfen. Das ist nicht passiert." Das bedeute zwar nicht, dass eine Begrenzung der Erwärmung auf 1,5 Grad nicht mehr erreichbar sei. Aber die Regierungen hätten bei der Konferenz sehr viel verändern können und müssen. "Stattdessen haben sie kaum merklich am Status Quo gerüttelt und es nur in Ansätzen gewagt, das fossile System anzugehen", sagte Neubauer.

06.30 Uhr: Verdi kündigt Warnstreiks in Unikliniken an

Im Tarifstreit um den öffentlichen Dienst der Länder will die Gewerkschaft Verdi die Warnstreiks an Universitätskliniken deutlich ausweiten. "Vor dem dritten Verhandlungstermin erwarten wir eine sehr breite Streikbeteiligung im Gesundheitswesen", sagte der Verdi-Vorsitzende Frank Werneke der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Ab Dienstag sind etwa in Nordrhein-Westfalen Beschäftigte in den Kliniken in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln und Münster zur Teilnahme aufgerufen. Nach bisher ergebnislosen Verhandlungen kommen Verdi und der Beamtenbund dbb am 27. und 28. November in Potsdam zur dritten Verhandlungsrunde mit der Tarifgemeinschaft der Länder zusammen. 

Der dbb-Vorsitzende Ulrich Silberbach warf den Arbeitgebern Ignoranz vor. "Ich habe es noch nicht erlebt, dass Arbeitgeber so wenig Interesse für die Anliegen und Bedarfe ihrer Beschäftigten zeigen", sagte er der dpa. Die Arbeitgeber täten die enormen Belastungen durch die Pandemie in den Gesundheitsberufen, Schulen, Ordnungs- und Aufsichtsbehörden und bei der Polizei als punktuelle Belastungsspitze ab. Der Vorsitzende des Verbands der Universitätsklinika Deutschlands, Jens Scholz, sagte der "Welt", es zeuge weder von Weitsicht für die Pflege noch von Nächstenliebe für die Patientinnen und Patienten, sich die Uniklinika in der Pandemie als Streikobjekt auszusuchen. 

06.06 Uhr: Marktexperten warnen vor Knappheit bei Gänsebraten

Marktexperten in Deutschland warnen davor, dass der Gänsebraten in der Weihnachtszeit zur Mangelware werden könnte. "Der Markt für Wassergeflügel ist zu Weihnachten wohl leergefegt", sagte Marluis Gentgen von der Marktbeobachtungsfirma MEG der Zeitung "Welt am Sonntag". "Jetzt balgen sich die Restaurants um die wenigen Gänse", sagte die Kölner Gastromanagerin Laura Bechtold dem Blatt. Ein nicht namentlich genannter Einkäufer einer großen Supermarktkette warnte, vor allem frische Gänse seien knapp. 

Kundinnen und Kunden müssen sich nach Einschätzung von Experten auf deutlich höhere Preise einstellen: Für Gänse aus Deutschland müssten mindestens 20 Prozent mehr gezahlt werden, sagte Mechthild Cloppenburg von der Bonner Agrarmarkt-Informationsgesellschaft (AMI). Importiertes Gänsefleisch kostet demnach teilweise sogar 40 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Grund sind laut dem Bericht die Folgen der Vogelgrippe und der Corona-Pandemie. Davon sind Deutschlands Züchter und die Konkurrenz in den wichtigsten Lieferantenländern Polen und Ungarn betroffen. 

04.00 Seehofer fordert einheitliche Corona-Regeln für Deutschland

Im Kampf gegen die vierte Corona-Welle hat Innenminister Horst Seehofer eine gemeinsame Kraftanstrengung von scheidender Bundesregierung und möglicher Ampel-Koalition gefordert. "Wir müssen jetzt alle zusammen Regierungskunst beweisen - diejenigen, die noch in der Regierung stehen, und diejenigen, die kurz davor stehen. Das Thema ist viel zu ernst und viel zu gefährlich, als dass wir darüber wochenlang streiten könnten", sagte der CSU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen" (Samstag). Der Wahlkampf sei vorbei. "Parteipolitisch gibt es hier für niemanden etwas zu gewinnen, aber für alle viel zu verlieren. Fundamentalopposition kann es in so einer schwierigen Situation nicht geben."

Mit Blick auf das Bund-Länder-Treffen kommenden Donnerstag sagte Seehofer: "Ich hoffe sehr, dass es kommende Woche zu einer bundeseinheitlichen Regelung kommt. Wir dürfen die Bevölkerung nicht länger verwirren." Das ganze Durcheinander könne doch niemand mehr verstehen. "Impfzentren auf, Impfzentren zu - Lohnfortzahlung bei Quarantäne ja, dann wieder nein - Test kostenfrei, Test kostenpflichtig. Ja, hat denn im Ernst jemand geglaubt, dass noch jemand sich auf eigene Rechnung testen lässt, wenn er danach in Quarantäne keine Lohnfortzahlung bekommt?" In Richtung Jens Spahn sagte Seehofer: "Der schwerste Fehler des Bundesgesundheitsministers war, das Ende der epidemischen Lage ins Spiel zu bringen. Auch wenn er es nicht so gemeint hat - es kommt darauf an, wie es ankommt."

03.27 Uhr: Bundesweite Inzidenz steigt erneut auf Rekordwert

Der Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen setzt sich fort. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, erhöhte sich der Wert auf 277,4 und erreichte damit den sechsten Tag in Folge einen neuen Höchststand. Am Freitag hatte die Inzidenz bei 263,7 gelegen. 

Den jüngsten Angaben des RKI zufolge wurden binnen 24 Stunden 45.081 Coronavirus-Neuinfektionen sowie 228 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus verzeichnet. Die Gesamtzahl der registrierten Infektionsfälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 4.987.971, die Gesamtzahl der verzeichneten Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion auf 97.617.

00.27 Uhr: Infektionsschutzgesetz: FDP offen für "sinnvolle Ergänzungen"

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat sich offen gezeigt für Ergänzungen am Katalog möglicher Corona-Maßnahmen der potenziellen Ampel-Partner. "Die Corona-Lage ist dramatisch", sagte Lindner dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Samstag). "Wir benötigen neue und wirksame Maßnahmen." Die Debatte über das Ende der epidemischen Notlage sei daher "missverständlich". "Mit diesem Wort werden rechtliche Sonderbefugnisse der Regierung gemeint, die aber das Parlament ausfüllen kann. Und es geht um Maßnahmen wie Ausgangssperren, die inzwischen von Gerichten verworfen wurden."

Lindner sagte weiter, Impfdurchbrüche und Infektionsdynamik begründeten "eine neue Lage, auf die reagiert werden muss". "Deshalb werden wir unter anderem die kostenfreien Tests wieder einführen. Ihre Abschaffung war verfrüht." Und wenn bei der Beratung des neuen Infektionsschutzgesetzes im Bundestag "sinnvolle Ergänzungen vorgeschlagen werden, sind die Freien Demokraten auch immer dafür offen".

00.01 Uhr: Wieder kostenlose Corona-Schnelltests für alle

Für den Kampf gegen Corona-Ansteckungen sind jetzt wieder kostenlose Schnelltests für alle möglich. Der Bund führt ab Samstag das erst vor einem Monat stark eingeschränkte Angebot der "Bürgertests" erneut auf breiter Front ein, wie eine Verordnung des geschäftsführenden Gesundheitsministers Jens Spahn (CDU) festlegt. Damit haben nun wieder alle Anspruch auf mindestens einen Schnelltest pro Woche durch geschultes Personal - auch unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus. Die Testbescheinigungen können auch als Nachweis bei Zugangsregeln zu bestimmten Innenräumen und Veranstaltungen dienen.

Spahn hatte deutlich gemacht, dass jetzt wohl ab Anfang kommender Woche nach und nach auch das Angebot vor Ort wieder ausgebaut werden dürfte und mehr Tests verfügbar werden. Nach dem weitgehenden Aus für die Gratis-"Bürgertests" zum 11. Oktober waren vielerorts Teststellen aufgegeben worden. Nun können bestehende Anbieter die Arbeit fortsetzen. Die Länder können zudem weitere Testzentren beauftragen.

rw / cl DPA AFP

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