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News des Tages: 15-Jähriger ersticht Mädchen in Drogeriemarkt

Polizei: Verletzte bei Explosion in St. Petersburg +++ Russischer WM-Cheforganisator tritt zurück +++ Umfrage: Merkel soll nicht bis 2021 bleiben +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

15-jähriger ersticht Mädchen in Supermarkt

Ein 15-Jähriger hat im rheinland-pfälzischen Kandel ein gleichaltriges Mädchen erstochen. Dem Angriff sei ein Streit zwischen den Teenagern in einem Drogeriemarkt vorausgegangen. (Symbolbild)

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Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • 15-jähriger ersticht Mädchen in Supermarkt (19.26 Uhr)
  • Polizei: Verletzte bei Explosion in Supermarkt in St. Petersburg (18.03 Uhr)
  • Gerichtsurteil: Es gibt keinen Anspruch auf öffentliche Toiletten (14.20 Uhr)
  • Ukraine und prorussische Rebellen starten Gefangenenaustausch (14.42 Uhr)
  • Russischer WM-Cheforganisator Mutko tritt zurück (13.21 Uhr)

Die Nachrichten des Tages:

+++ 19.42 Uhr: Erdogan nennt Assad einen "Terroristen"

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan hat Syriens Machthaber Baschar al-Assad als "Terroristen" bezeichnet, der einen Frieden in dem Bürgerkriegsland verhindere. "Es ist absolut unmöglich, in Syrien mit Assad voranzukommen", sagte Erdogan bei einer Pressekonferenz nach einem Treffen mit dem tunesischen Staatschef Béji Caid Essebsi in Tunis.

Assad sei "ein Terrorist", fügte der türkische Staatschef hinzu. Wenn Assads Verbleib im Amt akzeptiert werde, sei dies "ungerecht" gegenüber den vielen Todesopfern des syrischen Bürgerkriegs. Seit Ausbruch des Konflikts vor fast sieben Jahren hat die Türkei sich immer wieder gegen Assad positioniert und syrische Rebellen bei ihren Versuchen unterstützt, den langjährigen Machthaber zu stürzen.

+++ 19.41 Uhr: Wehrbeauftragter fordert Aufklärung zu tödlichem Bundeswehrmarsch +++

Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hans-Peter Bartels, fordert fünf Monate nach dem tödlichen Ende eines Übungsmarsches von Offiziersanwärtern im niedersächsischen Munster Aufklärung über die Gründe. Am 19. Juli waren mehrere Soldaten während eines Marsches zusammengebrochen, einer starb später an den Folgen. "Ich will wissen: Ist da übermäßiger Druck ausgeübt worden?
Das ist für mich längst nicht aufgeklärt", sagte Bartels dem "Stern" und verwies auch auf Hinweise von Soldaten an ihn. "Mich haben Schilderungen erreicht, die an Schikane erinnern."

 

+++ 19.26 Uhr: 15-jähriger ersticht Mädchen in Supermarkt +++

Ein 15 Jahre alter Afghane hat im rheinland-pfälzischen Kandel ein gleichaltriges deutsches Mädchen erstochen. Dem Angriff sei ein Streit zwischen den Teenagern in einem Drogeriemarkt vorausgegangen, teilten die Staatsanwaltschaft Landau und das Polizeipräsidium Rheinpfalz mit. Das Mädchen sei im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen. Passanten überwältigten den Afghanen nach der Tat am Nachmittag, die Polizei nahm ihn fest.

+++ 19.22 Uhr: Bombe verletzt neun Menschen in Einkaufszentrum in St. Petersburg +++

Bei der Explosion eines Sprengsatzes in einem Einkaufszentrum der zweitgrößten russischen Stadt St. Petersburg sind neun Menschen verletzt worden. Das meldete die Agentur Tass unter Berufung auf die Lokalverwaltung im Nordosten der Stadt. Explodiert sei ein selbstgebauter Sprengsatz mit einer Sprengkraft von 200 Gramm Dynamit, sagte Swetlana Petrenko, Sprecherin des Staatlichen Ermittlungskomitees in Moskau. Die Bombe sei zusätzlich mit Metallteilen gespickt gewesen.

Ermittelt werde wegen versuchten Mordes. Kein mögliches Motiv werde ausgeschlossen, sagte Petrenko, nachdem es zunächst geheißen hatte, es werde nicht von einem Terroranschlag ausgegangen. Die Behörde schickte erfahrene Beamte aus Moskau, um den Fall zu untersuchen. Nach örtlichen Medienberichten ereignete sich die Explosion im Schließfach eines Supermarkts. 

+++ 18.35 Uhr: Vier Verletzte bei Explosion in St. Petersburg +++

Bei einer Explosion in einem Supermarkt in der russischen Stadt St. Petersburg sind vier Menschen verletzt worden. Das Staatliche Ermittlungskomitee gehe aber zunächst nicht von einem Terroranschlag aus, meldete die Agentur Interfax. Trotzdem wurden erfahrene Beamte aus Moskau geschickt, um den Fall zu untersuchen. Ermittelt werde wegen versuchten Mordes. Nach örtlichen Medienberichten ereignete sich die Explosion in einem Schließfach in dem Einkaufsladen. Im April wurden bei einem islamistischen Bombenanschlag auf die U-Bahn in St. Petersburg 15 Menschen getötet.

+++ 18.03 Uhr: Polizei: Verletzte bei Explosion in Supermarkt in St. Petersburg +++

Bei einer Explosion in einem Supermarkt in St. Petersburg sind mehrere Menschen verletzt worden. Wie die Polizei der zweitgrößten russischen Stadt weiter mitteilte, ereignete sich die Explosion gegen 18.30 Uhr Ortszeit (16.30 Uhr MEZ) in einem Supermarkt nordöstlich des Zentrums. Vier Menschen seien ins Krankenhaus gebracht worden. Die Behörde nahm Ermittlungen wegen versuchten Mordes auf.

+++ 18.02 Uhr: Umfrage: Briten sehen Europa beim Brexit in stärkerer Position +++

Zwei Drittel der Briten (67 Prozent) sehen einer Umfrage zufolge die Europäische Union bei den Verhandlungen über einen Austritt ihres Landes in einer stärkeren Position. Nur zehn Prozent sind der Meinung, dass Großbritannien die Oberhand in den Brexit-Verhandlungen hat. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov in sieben europäischen Ländern. Ein Viertel der Briten (23 Prozent) legte sich nicht fest ("weiß nicht").

Auch bei den Befragten der übrigen EU-Länder überwiegt die Einschätzung, dass "Rest-Europa" am längeren Hebel sitzt. Besonders deutlich wird dies in Dänemark (61 Prozent), Deutschland (50 Prozent), Schweden und Norwegen (jeweils 44 Prozent). In Frankreich und Finnland sind nur jeweils 36 Prozent dieser Ansicht.

+++ 17.54 Uhr: Ströbele auf Hacker-Kongress: Snowden soll in Deutschland aussagen +++

Der frühere Bundestagsabgeordnete und Geheimdienstexperte Hans-Christian Ströbele hält auch nach Ende des NSA-Untersuchungsausschusses an einer Anhörung von US-Whistleblower Edward Snowden in Deutschland fest. "Wir brauchen ihn als Zeuge hier, er ist unverzichtbarer Zeuge für die Aufklärung", sagte der 78-jährige Grünen-Politiker auf dem Chaos Communication Congress (34c3) in Leipzig. "Leider sitzt er in Moskau und kann da nicht weg, weil er von den USA bedroht wird mit einer langjährigen Freiheitsstrafe."

+++ 17.44 Uhr: Polizei nimmt zwei Stadträte von Kataloniens Linkspartei CUP fest +++

Die katalanische Polizei hat auf Anordnung der Justiz zwei Stadträte der Linkspartei Kandidatur der Volkseinheit (CUP) festgenommen. Nach Polizeiangaben sollen die beiden am Donnerstag einer Richterin vorgeführt werden. Ihnen werde "Aufstachelung zum Hass" gegen die spanische Polizei nach dem Referendum über die Unabhängigkeit von Spanien am 1. Oktober zur Last gelegt.

Die CUP-Partei erklärte im Kurzbotschaftendienst Twitter, die beiden Mitglieder im Rat der 100.000-Einwohner-Stadt Reus südlich von Barcelona sollten verhört werden, weil sie ein Manifest unterschrieben, in dem der Abzug der spanischen Nationalpolizei aus Reus nach dem 1. Oktober gefordert wurde. In einer Erklärung des obersten katalanischen Gerichts hieß es, die Richterin habe die Festnahme der beiden CUP-Mitglieder angeordnet, weil diese einer zweimaligen Vorladung nicht gefolgt seien.

+++ 17.38 Uhr: Berlins Deutsche Oper öffnet Donnerstag wieder +++

Die Deutsche Oper in Berlin kann nach einem schweren Wasserschaden am Donnerstag wieder öffnen. Damit können die geplanten Aufführungen am Donnerstag und Freitag sowie zum Jahreswechsel stattfinden - wenngleich halbszenisch, also mit technischen Einschränkungen wie etwa improvisiertem Bühnenlicht und nur einem Teil der Bühnenelemente. Nach intensivem Trocknen in den drei Tagen seit der Überflutung lasse sich der sogenannte Eiserne Vorhang, der Bühne und Zuschauerraum trennt, wieder heben, teilte die Oper mit.

Eine defekte Sprinkleranlage hatte an Heiligabend die Bühne des Hauses unter Wasser gesetzt. Die nach Angaben der Oper enorme Menge an Wasser führte zu Beeinträchtigungen an der Beleuchtungstechnik sowie der Kommunikations- und Datentechnik. Bisher hatte die Oper von Tag zu Tag entschieden und zuletzt die Oper "Die Zauberflöte" für Mittwoch abgesagt. Der Vorverkauf der Karten, der vorübergehend gestoppt wurde, läuft nun wieder an. 

+++ 16.59 Uhr: Mutmaßliches Mafia-Mitglied in Moers festgenommen +++

Ein mutmaßliches hochrangiges Mitglied der kalabrischen Mafia 'Ndrangheta soll in Moers bei Duisburg festgenommen worden sein. Nach Berichten in italienischen Medien bestätigte die Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft der dpa lediglich die Festnahme von Antonio S. vor rund zwei Wochen. Zu einem möglichen Mafia-Hintergrund könne er sich nicht äußern, sagte der leitende Oberstaatsanwalt Markus Caspers. 

Der festgenomme Mann soll nach Medieninformationen aus Italien zu einer der Familien gehören, die in die Mafiamorde von Duisburg involviert waren. Im August 2007 waren vor einem italienischen Lokal in Duisburg sechs Menschen erschossen worden. 

+++ 16.16 Uhr: Die Fantastischen Vier haben für den Todesfall vorgesorgt +++

Die Hip-Hopper der Fantastischen Vier ("Zu Geil Für Diese Welt") haben für einen Todesfall in der Band vorgesorgt. "Wir haben am Anfang unserer Karriere eine Versicherung abgeschlossen: Wenn einer von uns stirbt und wir als Band nicht mehr machen können, würden die anderen jeweils eine Million Mark bekommen", sagte Michael Bernd Schmidt alias Smudo der "Zeit". Einmal habe er ernsthaft befürchtet, dass der Fall eintrete: Als sein Kollege Thomas im Dezember 2004 den Tsunami in Thailand nur knapp überlebte.

"Mir ging dauernd durch den Kopf: Was, wenn er nicht mehr ist? Was wäre mit der Band?", sagte er dem Blatt. "Es war absurd: Der Gedanke, die Band nicht mehr zu haben, hat mich erleichtert, das wäre ein bisschen wie frei sein. Dem gegenüber stand der schmerzhafte Gedanke, dass ich es nicht akzeptabel fände, wenn Thomas tot wäre." Heute ist Smudo 49 Jahre alt und rappt noch immer mit der Band aus Stuttgart.

+++ 16.02 Uhr: Rihanna trauert - Cousin an Weihnachten erschossen +++

Popstar Rihanna, 29, trauert. Sie hat einen Cousin verloren, der ihr sehr nahe stand: Tavon Kaiseen Alleyne wurde an Weihnachten erschossen. Im sozialen Netzwerk Instagram erinnerte sie an den 21-jährigen, mit dem sie nur Stunden zuvor auf ihrer Heimatinsel Barbados Weihnachten gefeiert hatte: "Ich kann nicht glauben, dass ich Dich noch letzte Nacht in meinen Armen gehalten habe. Nie hätte ich gedacht, dass ich zum letzten Mal die Wärme Deines Körpers spüren durfte. Ich werde Dich immer lieben." Die Sängerin rief zugleich zum Ende von Waffengewalt auf.

+++ 15.42 Uhr: Einbruch um die Wurst +++

Nach den üblichen Plätzchen und Lebkuchen an den Weihnachtsfeiertagen haben unbekannte Diebe in Hessen offensichtlich Lust auf etwas Deftiges verspürt. In einem Kaufhaus in Homberg bei Kassel plünderten sie die Wursttheke. Wie die Polizei mitteilte, schlugen die Täter zwischen dem zweiten Feiertag und Mittwochmorgen die Scheibe der Eingangstür ein und gelangten so in das Geschäft. Sie räumten den Verkaufsstand einer Metzgerei leer und flüchteten mit Wurstwaren im Wert von rund 800 Euro.

+++ 15.24 Uhr. Kaufkraft in Großbritannien dürfte 2018 stagnieren +++

Die Kaufkraft der Briten dürfte einer neuen Studie zufolge im kommenden Jahr stagnieren. Nach einem "schwierigen Jahr hinsichtlich des Lebensstandards" in Großbritannien sei eine Besserung der Kaufkraft 2018 "noch nicht in Sicht", sagte Torsten Bell, Chef der Resolution Foundation, welche die Studie am Mittwoch herausgab. Seit dem Referendum zum EU-Austritt Großbritanniens vor anderthalb Jahren stieg die Inflationsrate auf mehr als drei Prozent. Zwar ist die Arbeitslosigkeit so niedrig wie seit 1975 nicht mehr, doch können wegen der niedrigen Produktivität die Löhne nicht mit der Inflation mithalten. Die Autoren der Studie sagten voraus, die Inflation werde sich in den kommenden Monaten verlangsamen. Bevor die Kaufkraft aber wieder zunehme, werde sie erst noch einmal weiter absinken.

+++ 15:17 Uhr: Wildschwein bricht in Garten ein und nimmt Bad im Swimmingpool +++

Ungebetener Gast im Swimmingpool: Eine Frau aus dem hessischen Otzberg hat sich hilfesuchend an die Polizei gewandt, weil ein Wildschwein in ihren Garten eingebrochen und im Schwimmbad gelandet war. Die Beamten alarmierten daraufhin sofort den Jagdpächter, wie die Polizei in Darmstadt weiter mitteilte. Noch bevor dieser am "Tatort" eintraf, war das Wildschwein jedoch wieder verschwunden. Das Tier habe den Pool "nach etlichen Runden" wieder verlassen und über mehrere benachbarte Gärten das Weite gesucht, berichteten die Ordnungshüter. Die Fahndung nach dem ungewollten Badegast blieb zunächst ohne Erfolg. Das Wildschwein richtete an dem Schwimmbad beträchtlichen Schaden

+++ 14.49 Uhr: Kroatin wegen Kriegsverbrechen im Bosnien-Krieg zu 14 Jahren Haft verurteilt +++

Wegen Kriegsverbrechen im Bosnien-Konflikt ist eine ehemalige Angehörige des kroatischen Militärs am Mittwoch zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Gericht in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo befand die 58-jährige Azra Basic für schuldig, im April 1992 im Norden Bosniens Verbrechen an bosnisch-serbischen Zivilisten begangen zu haben. Es war die bisher längste Haftstrafe, die gegen eine Frau im Zusammenhang mit den Verbrechen des Bosnien-Krieges (1992-1995) verhängt wurde. Das Gericht begründete dies mit "der besonderen Grausamkeit" der Angeklagten. Besonders schwer wog in Basics Fall der Mord an dem Gefangenen Blagoje Djuras. Während er am Boden lag und von zwei anderen Gefangenen festgehalten wurde, stach die Verurteilte ihm mit einem Messer in den Hals, wie der Richter Sead Djikic schilderte.


+++ 14.43 Uhr: Arbeitslosen in Frankreich drohen drastische Kürzungen +++

Arbeitslosen in Frankreich drohen nach einem Pressebericht künftig drastischere Einschnitte. Nach Informationen der Zeitung "Le Canard enchaîné" sollen ihnen die Zuwendungen künftig deutlich schneller gekürzt werden, wenn sie sich nicht ausreichend an der Jobsuche beteiligen. Die Pläne gehören demnach zum zweiten Reformpaket von Präsident Emmanuel Macron. Dieser rechnet nach eigenen Angaben in anderthalb bis zwei Jahren mit "wirksamen Ergebnissen" seiner Arbeitsmarktreformen. Macron will im kommenden Jahr den Umbau der Arbeitslosenversicherung in Angriff nehmen, nachdem er in diesem Jahr bereits den Kündigungsschutz und die 35-Stunden-Woche gelockert hatte. Die Regierung will ab dem 11. Januar bis Mitte Februar mit den Sozialpartnern über die Novelle der Arbeitslosenversicherung beraten.

+++ 14.42 Uhr: Ukraine und prorussische Rebellen starten Gefangenenaustausch +++

Hoffnungsschimmer im Ukraine-Konflikt: Die ukrainische Regierung und die prorussischen Rebellen im Osten des Landes haben einen Gefangenenaustausch gestartet - den größten seit Beginn des bewaffneten Konflikts vor knapp vier Jahren, wenn alles wie geplant läuft. Die Freilassung von Gefangenen ist ein zentraler Punkt im vereinbarten Friedensabkommen zwischen beiden Seiten, dessen Umsetzung bisher höchst schleppend verlief. 380 Gefangene wollten beide Seiten am Mittwoch austauschen. Eine erste Gruppe von 15 ukrainischen Gefangenen erreichte mit einem Bus von Kiew kontrolliertes Gebiet nahe der ostukrainischen Stadt Gorliwka, wie ein AFP-Reporter berichtete. Insgesamt wollten die prorussischen Rebellen am Mittwoch 74 ukrainische Gefangene freilassen, im Gegenzug wollte die ukrainische Seite 306 Gefangene überstellen.

+++ 14.20 Uhr: Mann mit krankhaftem Harndrang hat keinen Anspruch auf Bau öffentlicher WCs +++

Ein unter krankhaftem Harndrang leidender Mann ist mit dem Versuch gescheitert, gerichtlich die Aufstellung öffentlicher Toiletten in seiner Heimatstadt Essen zu erzwingen. Für eine solche Forderung gebe es keine Rechtsvorschrift und damit keine Grundlage, befand das Oberverwaltungsgericht Münster. Das Gericht bestätigte damit eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen, das dem Antragsteller wegen mangelnder Erfolgsaussichten Prozesskostenhilfe für sein Anliegen versagt hatte. Der Kläger hatte die Stadt Essen verpflichten wollen, auf den öffentlichen Plätzen im Stadtgebiet kostenfrei benutzbare Toiletten zu schaffen und kostenfreien Zugang zu vorhandenen Toiletten zu ermöglichen. Übergangsweise verlangte er im Eilverfahren die Aufstellung von Dixi-Toiletten.

+++ 14.15 Uhr: Passagier im falschen Flieger - Flugzeug von Los Angeles nach Tokio kehrt um +++

Weil ein Passagier in den falschen Flieger gestiegen war, ist ein japanisches Linienflugzeug mitten auf dem Weg von Los Angeles nach Tokio wieder umgedreht. Die Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) teilte mit, der Flugkapitän habe "gemäß der Sicherheitsbestimmungen" entschieden, zurück zur US-Westküste zu fliegen und den Passagier an seinem Abflugort aussteigen zu lassen. ANA untersuchte, wieso der Passagier überhaupt ins falsche Flugzeug gestiegen war. Laut der Flug-Webseite FlightAware kehrte die Maschine am Dienstag nach vier Stunden über dem Pazifik südlich von Alaska um und flog zurück nach Los Angeles. Mit an Bord waren das US-Model Christine Teigen und ihr Ehemann, der Musiker und Schauspieler John Legend. Auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter drückte Teigen noch während des Flugs ihren Unmut über die geänderte Route aus: "Ich werde acht Stunden in einem Flug ins Nirgendwo verbracht haben." Sie fragte sich außerdem: "Warum mussten wir alle für den Fehler dieser einen Person bestraft werden? Warum nicht in Tokio landen und diese Person zurückschicken?"

+++ 14.00 Uhr: Deutsche überschätzen ihre Kenntnisse über Finanzen +++

Viele Deutsche überschätzen einer Umfrage zufolge ihre Kenntnisse in Finanzfragen. Ein Viertel der Bürger wisse nicht, was Inflation bedeute, erklärte der Bundesverband deutscher Banken. Jeder Zweite (49 Prozent) habe "keine Ahnung", was an der Börse geschehe. "Die meisten Bürger interessieren sich zwar für Wirtschaftsthemen und glauben auch, dass sie sich in Finanzangelegenheiten gut auskennen", erklärte Andreas Krautscheid, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bankenverbandes. Diese Selbsteinschätzung entspreche jedoch "leider nicht der Realität". Insgesamt ist die Zahl derjenigen, die über schlechte oder eher schlechte Finanzkenntnisse verfügen, dem Bankenverband zufolge gestiegen - von 56 Prozent im Jahr 2014 auf 60 Prozent.

+++ 13.47 Uhr: 15 Verletzte bei Autobomben-Anschlag auf Polizei in Afghanistan +++

Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Polizei-Hauptquartier in der afghanischen Unruheprovinz Helmand sind mindestens 15 Mitglieder der Sicherheitskräfte verletzt worden. Der Attentäter habe sich mit seinem mit Sprengstoff beladenen Fahrzeug vor dem Zugang zu der Polizeizentrale in der Hauptstadt Laschkar Gah in die Luft gesprengt, sagte ein Sprecher des Provinzgouverneurs. Bei den Verletzten handele es sich um 14 Soldaten und einen Polizisten. Die radikal-islamischen Taliban bekannten sich zu dem Anschlag.

+++ 13.39 Uhr: Gericht in der Schweiz: Verfolgungsjagd kein Grund zum Rasen +++

Auch bei der Fahrt zum Tatort oder der Verfolgung eines Straftäters müssen sich Schweizer Polizisten grundsätzlich an die Verkehrsregeln halten. Das Bundesgericht in Lausanne bestätigte ein Urteil gegen einen Polizeibeamten über ein Jahr Haft auf Bewährung wegen eines Raser-Delikts. Der Beamte war bei einer Verfolgungsjagd mit Blaulicht und Sirene in Genf mit Tempo 132 unterwegs. Erlaubt sind auf der Straße am Genfer See nur 50 Kilometer pro Stunde. Das Gericht hielt in seinem Entscheid zwar fest, dass Polizisten unter bestimmten Umständen Regeln missachten dürften, aber dies noch lange kein Grund sei, selbst eine Lebensgefahr heraufzubeschwören. Sirene und Blaulicht trügen bei hohem Tempo kaum zur Verminderung der Unfallgefahr bei. Autofahrer hätten nur wenig Zeit zu reagieren. 

+++ 13.21 Uhr: Russischer WM-Cheforganisator tritt zurück +++

Der russische Vizeministerpräsident Witali Mutko tritt als Cheforganisator der Fußball-WM 2018 in Russland zurück. Das teilte Mutko in Moskau mit, wie die staatliche Agentur R-Sport meldete. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hält den langjährigen Sportminister Mutko für einen der Verantwortlichen im russischen Doping-Skandal. Die Manipulationen erreichten einen Höhepunkt bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi. Deshalb hatte das IOC Mutko Anfang Dezember lebenslang für Olympia gesperrt. Die Fifa hatte ihn danach zunächst unterstürzt, doch es wuchs der Druck, ein Zeichen zu setzen. Auch Fußballer, darunter russische Nationalspieler bei der WM 2014 in Brasilien, sollen von dem Doping-System profitiert haben.

 +++ 13.24 Bayer knackt 19-Millionen-Lotto-Jackpot zum Weihnachtsfest +++

Erst dem Zufall vertraut und dann noch Glück gehabt hat ein unbekannter Lottospieler aus Oberbayern: Er oder sie knackte zu Weihnachten einen 19-Millionen-Jackpot. Auf dem Schein standen die am Samstag gezogenen Zahlen 4, 11, 31, 32, 38 und 39 sowie die Superzahl 6. Wie Lotto Bayern in München weiter mitteilte, hatte der Gewinner die Variante Quicktipp gespielt, bei der ein Zufallsgenerator die Zahlen auswählt. Für den Gewinn von rund 19 Millionen Euro habe der Spieler inklusive Bearbeitungsgebühr gerade einmal 7 Euro investiert. Jetzt müsse er das Geld nur noch einfordern.

 +++ 13.12 Uhr: Auto in SPD-Zentrale gerast - kein politischer Hintergrund +++

Der an Heiligabend mit seinem Auto in die SPD-Zentrale geraste Mann hat laut Berliner Staatsanwaltschaft kein konkretes politisches Motiv gehabt. Es gebe weder Erkenntnisse zu einem links- oder rechtsextremistischen noch zu einem islamistischen Hintergrund, sagte der Sprecher der Behörde, Martin Steltner. Vermutet werde eher eine Mischung aus Wut, Unzufriedenheit und psychischen Problemen. Nach den Ermittlungen der Polizei soll der Mann in Selbstmord-Absicht gehandelt haben.

+++ 12.52 Uhr: Klärung von Schiffshavarie in Duisburg kann Jahre dauern +++

Nach der Havarie eines Kreuzfahrtschiffs auf dem Rhein bei Duisburg geht die Schweizer Reederei Scylla von langen Verhandlungen mit der Versicherung wegen der Schadenshöhe aus. "Was und wie viel von der Versicherung übernommen wird, hängt von den Umständen des Unfalls ab", sagte eine Reedereisprecherin am Mittwoch dem Online-Portal "Der Westen". Die Klärung der Details könne sich über Monate, wenn nicht gar Jahre hinziehen. Bei dem Unfall mit 129 Menschen an Bord war das Schiff am Dienstagabend aus noch nicht geklärter Ursache mit dem Bug gegen einen Pfeiler der A-42-Brücke bei Duisburg geprallt und schwer beschädigt worden. Statiker hatten auch die zunächst für den Verkehr gesperrte Brücke überprüft, wenig später aber wieder frei gegeben.

+++ 12.34 Uhr: Israel will Bahnhof in Jerusalems Altstadt nach Trump benennen +++

Israel will einen geplanten Bahnhof nahe der Klagemauer in Jerusalems Altstadt nach dem US-Präsidenten Donald Trump benennen. Transportminister Israel Katz sagte, man danke Trump damit "für seine mutige und historische Entscheidung, Jerusalem als Hauptstadt des Staates Israel anzuerkennen". Im Oktober hatte Katz bereits eine riesige Tunnelbohrmaschine in Tel Aviv nach der UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley benannt. Er begründete dies mit Haleys Einsatz für Israel in den Vereinten Nationen. Die "Donald John Trump Station" solle im jüdischen Viertel in der Nähe der Klagemauer gebaut werden, der heiligsten Stätte des Judentums, sagte Katz, der auch Geheimdienstminister ist, laut einer Mitteilung des Verkehrsministeriums vom Mittwoch.  

+++ 11.42 Uhr: Drei Kilo Speed in Stoßdämpfern entdeckt +++

Drei Kilogramm Amphetamin hat der Zoll am Flughafen Leipzig/Halle entdeckt. Die als Speed bekannte Droge war in vier Stoßdämpfern versteckt, wie der Zoll mitteilte. Das Paket sei per Luftfracht auf dem Weg vom zentralafrikanischen Kamerun zu einem Adressaten auf den Philippinen gewesen. Ein auffälliges Röntgenbild habe die Beamten auf die Sendung aufmerksam gemacht. Ein Drogenschnelltest an den Stoßdämpfern habe den Verdacht bestätigt.

+++ 11.38 Uhr: 15-Jähriger verletzt Schwester im Streit um Computer tödlich +++

Im Streit um einen Computer hat ein 15-Jähriger in Frankreich seine Schwester tödlich mit einem Messer verletzt. Der Jugendliche habe aus Wut auf die 19-Jährige eingestochen und sie am Brustkorb getroffen, erklärte die Polizei in Sartrouville nordwestlich von Paris. Die Frau erlag nach Eintreffen der Rettungskräfte ihren Verletzungen. Die Tat ereignete sich demnach am zweiten Weihnachtsfeiertag in Anwesenheit des Vaters. Dieser rief die Polizei, sprach aber lediglich von einem Schwächeanfall seiner Tochter. Vor Ort bemerkten die Nothelfer dann die Wunde am Brustkorb der jungen Frau, die kurze Zeit später starb. Ihr Bruder wurde festgenommen.

+++ 11.10 Uhr: Zweijährige bleibt mit Kopf in Toilettensitz stecken +++

Ein Kinder-Toilettensitz hat ein kleines Mädchen in eine missliche Lage gebracht: Nach Angaben der Münchner Feuerwehr hatte sich die Zweijährige den Plastiksitz am Zweiten Weihnachtsfeiertag über den Kopf gestülpt - und blieb darin stecken. Die Mutter und eine Bekannte versuchten vergeblich, die Kleine zu befreien. In ihrer Not brachten die Frauen das Mädchen zur Feuerwache. Die Einsatzkräfte zerschnitten den Toilettensitz mit einer Handsäge. Nach kurzer Zeit konnten die zwei Frauen mit dem Kleinkind wieder nach Hause gehen.


+++ 11.09 Uhr: Umfrage: Steinmeier und Yücel die politischen Männer des Jahres +++

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist für die Deutschen laut einer "Playboy"-Umfrage der Mann des Jahres 2017. Auf Platz zwei im Bereich Politik kam der in der Türkei inhaftierte Journalist Deniz Yücel, wie die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Mafo.de für das Magazin ergab. Im Bereich Unterhaltung liegen Schauspieler Elyas M'Barek und Bayern-Trainer Jupp Heynckes vorn. Die Kategorie "nervigster Mann" führen AfD-Chef Alexander Gauland und SPD-Chef Martin Schulz an.

+++ 11.09 Uhr: Telekom beschleunigt Glasfaserausbau +++

Die Deutsche Telekom beschleunigt den für schnelle Internetverbindungen wichtigen Ausbau des Glasfasernetzes. In diesem Jahr habe der Konzern erstmals über 40.000 Kilometer Glasfaser verlegt. Das seien gut 10.000 Kilometer mehr als in den Jahren zuvor, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Im kommenden Jahr will der Bonner Telekommunikaitonsriese 60.000 Kilometer Glasfaser verlegen. Die Telekom ist damit nicht allein. Insgesamt gewinnt der Glasfaserausbau in Deutschland an Fahrt. Bereits im Herbst hatte auch der Telekom-Rivale Vodafone eine "Gigabit-Offensive" angekündigt. Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter versprach damals: "Wir schaffen in den nächsten vier Jahren rund 13,7 Millionen neue Gigabitanschlüsse im Land." Insgesamt betreibt der Telekom-Konkurrent nach eigenen Angaben in Deutschland bereits ein Kabelglasfasernetz mit einer Länge von über 400.000 Kilometern.

+++ 10.40 Uhr: A42-Brücke nach Schiffsunfall wieder befahrbar +++

Nach dem Schiffsunglück auf dem Rhein mit mehr als zwei Dutzend Verletzten wird die gesperrte Autobahnbrücke in Duisburg wieder für den Verkehr freigegeben. "Die Überprüfung der Statiker hat ergeben, dass die Brücke nicht länger gesperrt werden muss", sagte eine Sprecherin des Landesbaubetriebes Straßen.NRW der Nachrichtenagentur DPA. Nach der Prüfung der Statiker sollte der Verkehr auf der A42 bis spätestens zum Mittag wieder frei fließen.

+++ 10.07 Uhr: Drei Tote durch Geisterfahrer in Ostfrankreich +++

Bei einem Unfall mit einem Geisterfahrer sind in Ostfrankreich drei Menschen ums Leben gekommen, darunter auch ein kleines Mädchen. Nach Angaben der Präfektur fuhr der Geisterfahrer in der Nacht auf Mittwoch in der falschen Richtung auf die Autobahn A6. Der Wagen stieß frontal mit dem einer fünfköpfigen Familie zusammen. Dabei wurden die beiden Fahrer getötet sowie die vierjährige Tochter der Familie. Der 13 Jahre alte Sohn wurde bei dem Unfall nördlich von Lyon lebensgefährlich verletzt, seine Mutter und das dritte Kind erlitten leichte Verletzungen. Alle wurden in eine Klinik in die nahe gelegene Stadt Mâcon gebracht. 

+++ 9.40 Uhr: Ex-Besitzer einer Moskauer Süßwarenfabrik schießt um sich - ein Toter

Der ehemalige Besitzer einer Süßwarenfabrik in Moskau hat auf dem Gelände der Fabrik um sich geschossen und einen Mann getötet. Drei weitere Menschen wurden verletzt. Dann verschanzte der Mann sich nach Polizeiangaben vom Mittwoch. Er sei mit einer halb automatischen Jagdwaffe bewaffnet. Berichte, wonach der Schütze Geiseln in seiner Gewalt habe, bestätigte Polizeisprecher Juri Titow nicht. Diesen Angaben nach war der Erschossene ein Wachmann der Firma, der sich seinem Ex-Chef entgegengestellt habe. Der Vorfall habe sich ereignet, als der neue Besitzer und Gerichtsvollzieher in die Fabrik kamen. Die Polizei riegelte das Gelände ab, wie russische Agenturen meldeten.

+++ 9.38 Uhr: Serbische Polizei löst Zeltcamp von Flüchtlingen auf +++

Die serbische Polizei hat ein Zeltcamp mit etwa 150 Flüchtlingen an der Grenze zu Kroatien aufgelöst. Die aus Syrien und dem Irak stammenden Migranten, unter ihnen auch Kinder und Schwangere, seien am Dienstagabend von der Polizei mit Bussen in Aufnahmezentren gebracht worden, berichteten die Medien in Belgrad. Die Migranten hatten am Tag zuvor bei der Stadt Sid (rund 120 Kilometer nordwestlich von Belgrad) auf freiem Feld Zelte aufgebaut, da kroatische Polizisten ihre Einreise in die Europäische Union verhinderten. Die so genannte Balkanroute, über die rund eine Million Flüchtlinge nach Westeuropa gekommen waren, ist seit fast zwei Jahren geschlossen.

+++ 8.56 Uhr: Trotz Air-Berlin-Pleite erwarten deutsche Flughäfen mehr Passagiere

Die deutschen Flughäfen erwarten für das kommende Jahr trotz der Air-Berlin-Pleite deutlich mehr Passagiere als 2017. Die Passagiernachfrage werde voraussichtlich um 4,2 Prozent und das Frachtaufkommen um 5,1 Prozent steigen, teilte der Flughafenverband ADV in Berlin mit. Die höheren Fluggastzahlen würden voraussichtlich mit einer besseren Auslastung der Maschinen erreicht, so dass sich die Zahl der Flugbewegungen kaum verändern werde. Zuvor hatte die "Rheinische Post" über die Prognose berichtet. Das laufende Jahr werden die Flughäfen wie erwartet mit einem Rekord von rund 235 Millionen Passagieren abschließen, eine deutliche Steigerung um knapp fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.  

+++ 8.34 Uhr: 14 Zivilisten bei Luftangriffen im Jemen getötet +++

Bei erneuten Luftangriffen im Bürgerkriegsland Jemen sind nach Angaben von Behördenvertretern und Ärzten auf einem Marktplatz 14 Zivilisten getötet worden. Bei den von der saudiarabischen Luftwaffe geführten Angriffen auf die Ortschaft al Haima nahe der Stadt Taes seien auch elf Rebellen getötet worden, sagte ein Behördenvertreter der Nachrichtenagentur AFP. Mit den Luftangriffen sollte demnach eine Revolte gegen Huthi-Rebellen militärisch unterstützt werden. Die Kampfflugzeuge hätten sich aber im Ziel geirrt. Im Jemen kämpfen die Truppen des nach Saudi-Arabien geflohenen sunnitischen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi gegen die vom Iran unterstützten schiitischen Huthi-Rebellen. Eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition unterstützt Hadis Truppen.

+++ 8.11 Uhr. Lewis Hamilton tut Prinzessinnen-Spruch über Neffen leid +++

Ein Formel-1-Weltmeister im Rückwärtsgang: Der britische Rennfahrer Lewis Hamilton hat seine Kritik am Weihnachtswunsch seines kleinen Neffen zurückgenommen. Der Junge wollte ein Prinzessinnen-Kostüm. Darauf hatte ihn der Sportstar, warum er sich dieses Kleidungsstück zu Weihnachten gewünscht habe und erklärt: "Jungs tragen kein Prinzessinnen-Kostüm". Nach Aufregung in den sozialen Netzwerken entschuldigte sich Hamilton: "Ich dachte mir nichts dabei und wollte niemanden beleidigen. Ich liebe es, dass mein Neffe sich frei ausdrückt, wie wir alle es tun sollten", schrieb er auf Twitter. Er habe das betreffende Video auf Instagram gelöscht.

+++ 8.05 Uhr: RTL/n-tv-Trendbarometer: SPD rutscht unter 20-Prozent-Marke +++

Die SPD ist laut einer aktuellen Forsa-Umfrage für das RTL/n-tv-Trendbarometer zum Jahresende unter die 20-Prozent-Marke gerutscht. Mit 19 Prozent liegt sie bei den abgefragten Parteipräferenzen der Bundesbürger einen Prozentpunkt unter der Vorwoche. Die Unionsparteien kommen danach auf 34 Prozent (plus eine Prozentpunkt). Die Grünen liegen konstant bei 12 Prozent. Forsa-Chef Manfred Güllner sagte: "Die Grünen erleben derzeit eine gewisse Renaissance. Allerdings dürften sich bei ihnen auch wieder einige "Zwischenparker" finden - also potentielle SPD-Anhänger, die die Schulz-Partei nicht wählen wollen."

+++ 8.00 Uhr: 2017 in Deutschland so viel Kokain beschlagnahmt wie nie zuvor +++

In Deutschland ist in diesem Jahr einem Medienbericht zufolge so viel Kokain beschlagnahmt worden wie nie zuvor. 2017 seien knapp sieben Tonnen Kokain abgefangen worden und damit mehr als dreimal so viel wie im Vorjahr, berichtete der NDR unter Berufung auf das Bundeskriminalamt (BKA). Grund sei nach Einschätzung von Zoll und BKA der hohe Zufuhrdruck aus Südamerika. Eine erhöhte Produktion habe zu einer deutlichen Zunahme von Kokain-Exporten nach Westeuropa und Deutschland geführt. Das Zollfahndungsamt Hamburg spricht dem Bericht zufolge von einer wahren "Kokain-Schwemme".

+++ 7.54 Uhr: Kim Kardashian freut sich zu Weihnachten über Aktienpaket +++

Das teuerste Weihnachtspaket für TV-Sternchen Kim Kardashian war in diesem Jahr wohl ein Aktienpaket: Ehemann Kanye West schenkte ihr Firmenanteile im Wert von mehreren hunderttausend Dollar, die Kardashian stolz auf Instagram zeigte. Demnach lagen Aktien der Walt Disney Company, von Netflix, Amazon, Apple und des deutschen Sportartikelherstellers Adidas unter dem Weihnachtsbaum. "Bester-Ehemann-Alarm", schrieb die zweifache Mutter dazu. 

+++ 7.05 Uhr: Japan: Schneestürme sorgen für Chaos +++

Heftige Schneestürme haben in Teilen Japans ein Verkehrschaos ausgelöst. Mehr als ein Dutzend Menschen erlitten bei Unfällen auf spiegelglatten Straßen Verletzungen, wie örtliche Medien meldeten. Einige Küstenregionen am Japan-Meer sowie auf der nördlichen Hauptinsel Hokkaido ächzten unter einer rund 80 Zentimeter dicken Schneedecke. Auf Hokkaido stürzte ein 16 Meter hoher Leuchtturm in Folge hoher Wellen und Sturmböen um. Dutzende von Flügen wurden abgesagt. Auch der Bahnverkehr war erheblich beeinträchtigt. Die Behörden warnten vor weiteren starken Winden, Lawinen und hohen Wellen. Auch in anderen Regionen schneite es stark.

+++ 6.57 Uhr: Syrien: Hilfsorganisationen evakuieren Schwerverletzte aus Ost-Ghuta +++

Nach monatelangem Warten haben Hilfsorganisationen erstmals Schwerkranke und Schwerverletzte aus der belagerten syrischen Rebellenbastion Ost-Ghuta bringen können. Vertreter von Rotem Kreuz und Rotem Halbmond hätten damit begonnen, lebensbedrohlich Erkrankte in die Krankenhäuser von Damaskus zu bringen, teilten die Organisationen am Mittwoch auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Auf Fotos sind Krankenwagen zu sehen, die auf ihre Patienten warten.

Ost-Ghuta ist eine der letzten Gebiete unter Kontrolle der Rebellen. In der Region am Ostrand von Damaskus leben knapp 400.000 Menschen seit 2013 unter ständiger Belagerung durch die Regierungstruppen. Rund die Hälfte davon sind Kinder. Seit Jahren haben sie kaum noch Lebensmittel oder Medikamente; viele Menschen, die seit Monaten auf ihre Evakuierung warteten, sind inzwischen nach UN-Angaben gestorben. 

+++ 6.27 Uhr: Bayern: Steinmetz von Grabstein erschlagen +++

Ein Steinmetz ist am zweiten Weihnachtsfeiertag von einem Grabstein erschlagen worden. Der 40-Jährige hatte im oberbayerischen Ainring rund 50 Grabsteine aufrecht auf Paletten auf seinem abschüssigen Anwesen gelagert, teilte die Polizei mit. Als er am Dienstagmorgen die Hühner füttern wollte, sei ein rund 500 Kilogramm schwerer Grabstein offensichtlich umgekippt und habe den Mann unter sich begraben. Eine Nachbarin habe ihn am Vormittag gefunden, berichtete die Polizei.

+++ 4.44 Uhr: Umfrage: Bundeskanzlerin soll vor 2021 gehen +++

Die Schwierigkeiten bei der Regierungsbildung lassen den Rückhalt für Kanzlerin Angela Merkel in der Bevölkerung bröckeln. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur wünscht sich inzwischen fast jeder Zweite (47 Prozent), dass die CDU-Vorsitzende bei einer Wiederwahl zur Regierungschefin ihren Posten vor Ende der Wahlperiode 2021 räumt. Nur 36 Prozent wollen sie weitere vier Jahre im Amt sehen.

Kurz nach der Bundestagswahl war die Unterstützung für Merkel noch deutlich größer. In einer YouGov-Umfrage Anfang Oktober hatten sich nur 36 Prozent für einen vorzeitigen Abgang Merkels ausgesprochen. 44 Prozent waren dafür, dass sie ihren Posten bis 2021 behält.

+++ 4.04 Uhr: Sachsens Ministerpräsident gegen schnellen Braunkohle-Ausstieg +++

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat sich gegen einen schnellen Ausstieg aus der Braunkohle ausgesprochen. Im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung" bezeichnete er die Versorgungssicherheit und niedrige Energiekosten als eine Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende und des Klimaschutzes. Braunkohle sei "die einzige grundlastfähige heimische Energie", sagte der 42-Jährige und forderte eine Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes.

Mit Blick auf die sächsischen Braunkohlestandorte in der Lausitz und ein dort ebenfalls zur Disposition stehendes Siemens-Werk forderte der Ministerpräsident, "dass es eine faire Beurteilung der Standorte gibt und nicht einfach einer herausgepickt wird, bei dem es dann heißt: Den schließen wir." 

+++ 3.51 Uhr: Fußballspiel in Wohnung? Frau ruft Polizei +++

Stadionatmosphäre in der Nachbarwohnung: Eine 33-Jährige hat im rheinland-pfälzischen Grünstadt wegen einer Ruhestörung am zweiten Weihnachtsfeiertag die Polizei gerufen. Den Geräuschen nach finde in der Wohnung über ihr ein Fußballspiel statt, teilte sie den Beamten bei ihrem Anruf mit. Die vermeintliche Fußballpartie verpassten die Polizisten jedoch. "Beim Eintreffen der Streife war die Partie scheinbar bereits abgepfiffen, da alle Wohnungen dunkel waren und absolute Ruhe herrschte", teilte ein Sprecher mit. "Der Endstand der Partie konnte nicht in Erfahrung gebracht werden und bleibt unbekannt."

+++ 3.29 Uhr: Guatemala verlegt Botschaft nach Jerusalem: "Ohne Druck aus USA" +++

Die Regierung Guatemalas hat die Entscheidung zur Verlegung ihrer Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem als "souveränen Beschluss" verteidigt. Die Entscheidung sei "ohne Druck aus den USA" getroffen worden, sagte am Dienstag (Ortszeit) Außenministerin Sandra Jovel. Tags zuvor hatte die Regierung in Guatemala-Stadt die Verlegung ihrer diplomatischen Vertretung angekündigt.

Guatemala ist damit das erste Land, das den USA bei der umstrittenen und international stark kritisierten Verlegung der Botschaft folgt. Ein Zeitraum dafür wurde jedoch weder in Washington noch in dem mittelamerikanischen Land genannt. 

+++ 2.10 Uhr: Sachsen-Anhalt: Kleintransporter rammt Familienauto - Frau stirbt +++

Ein Kleintransporter hat im Landkreis Stendal am zweiten Weihnachtsfeiertag das Auto einer Familie frontal gerammt. Eine 46-Jährige wurde dabei getötet, wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Sie starb noch an der Unfallstelle. Der gleichaltrige Lebensgefährte der Frau und der 16-Jährige Sohn wurden schwer verletzt. Ob Lebensgefahr bestand, konnte die Polizei am frühen Morgen nicht sagen.

Der 44-Jährige Verursacher erlitt leichte Verletzungen. Laut Polizei fuhr er auf der Bundesstraße 107 bei Tangermünde mit Absicht in den Gegenverkehr. Es handele sich um einen geplanten erweiterten Suidzid, sagte der Sprecher.

Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

Für Kinder und Jugendliche steht auch die Nummer gegen Kummer von Montag bis Samstag jeweils von 14 bis 20 Uhr zur Verfügung - die Nummer lautet 116 11.

+++ 1.48 Uhr: Wolfgang Kubicki: "Merkel schuld am Jamaika-Aus"+++

FDP-Vize Wolfgang Kubicki hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für das Scheitern der Jamaika-Sondierungen verantwortlich gemacht. Merkel sei es nie darum gegangen, Jamaika hinzubekommen, sagte Kubicki den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Sie hat daran gebastelt, die Fortsetzung der großen Koalition zu erreichen. Das ist ihr gelungen." Die SPD sei heute genau da, wo Merkel sie haben wolle, sagte Kubicki weiter. Die Chance für eine Neuauflage von Schwarz-Rot liege "bei 80 Prozent".

Die Union rief der FDP-Politiker zur personellen Erneuerung auf. Es sei nicht seine Aufgabe zu sagen, Merkel müsse weg, sagte er. Die Union müsse selbst wissen, wie sie aus "dem Jammertal der knapp 30 Prozent" herauskommen wolle. 

+++ 1.39 Uhr: Sachsen-Anhalt: Tote und Schwerverletzte bei Unfall +++

Bei einem schweren Verkehrsunfall ist am zweiten Weihnachtsfeiertag in Sachsen-Anhalt eine 50-Jährige getötet worden. Vier weitere Menschen wurden schwer verletzt, wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur am frühen Morgen sagte.

Ein 28-Jähriger war mit seinem Auto aus ungeklärter Ursache auf einer Bundesstraße im Landkreis Stendal nahe Osterburg ins Schleudern geraten und im Gegenverkehr gegen das Auto geprallt, in dem die 50-Jährige als Beifahrerin saß. Der 28-Jährige und seine zwei Mitfahrer wurden schwer verletzt. Der Fahrer des anderen Autos wurde ebenfalls mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Unfall auf dem Rhein: Hotelschiff rammt Brückenpfeiler bei Duisburg


+++ 0.20 Uhr: Schiff rammt Pfeiler von Rheinbrücke: 27 Verletzte +++

Bei der Kollision eines Passagierschiffs mit einem Autobahn-Brückenpfeiler auf dem Rhein bei Duisburg sind fast 30 Menschen verletzt worden.Am Morgen zählte die Polizei insgesamt 27 Verletzte. Vier laut Polizeiauskunft aus der Nacht schwerer Verletzte konnten die Krankenhäuser am Morgen bereits wieder verlassen. Während des zunächst unübersichtlichen Großeinsatzes hatte es zuvor unterschiedliche Angaben über die Zahl der Verletzten gegeben.

Die 129 Menschen an Bord des Hotelschiffs "Swiss Crystal" stammten nach DPA-Informationen mehrheitlich aus Benelux-Staaten. Demnach war das Schiff in Richtung Niederlande unterwegs. Eine Sprecherin der Schweizer Reederei Scylla, unter deren Flagge das Schiff fuhr, konnte am frühen Mittwochmorgen nichts zu dem Unfall sagen. Auch zur Route des Schiffs machte die Reederei zunächst keine Angaben.

Das Schiff wurde bei dem Aufprall am Bug beschädigt. Ein zweites Passagierschiff kam der havarierten "Swiss Crystal" zu Hilfe und nahm die 26 Besatzungsmitglieder und 103 Passagiere an Bord. Der Unfall sei angesichts der vielen Menschen an Bord vergleichsweise glimpflich ausgegangen, sagte ein Polizeisprecher in Duisburg.  

tkr/fs / DPA / AFP