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News des Tages: Sturz vom Balkon - Staatsanwaltschaft untersucht Tod von Otto Kern

Deutscher Skifahrer kommt ums Leben +++ AfD-Abgeordnete verlieren Immunität +++ Experte fordert Strafe wegen Dopings von Tour-Sieger Froome +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Otto Kern mit seiner vierten Ehefrau Naomi Valeska Salz

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • AfD knapp bei Kasse? Partei bittet Abgeordnete um Geld (20.04 Uhr)
  • Islamischer Gipfel erkennt Ost-Jerusalem als Hauptstadt Palästinas an (14.21 Uhr)
  • Immunität von AfD-Bundestagsabgeordneten aufgehoben  (15.01)
  • Schweiz: Offenbar Tote bei schwerem Unfall im Gotthard-Tunnel (10.50 Uhr)
  • CDU-Politiker Kretschmer ist neuer Ministerpräsident in Sachsen (10.36 Uhr)

Die Nachrichten des Tages:

+++ 21.59 Uhr: Union will über stabile Regierung verhandeln, SPD entscheidet am Freitag +++

Die Spitzen von CDU und CSU haben sich nach dem Treffen mit der SPD für Sondierungen zur Bildung einer stabilen Regierung ausgesprochen. Die SPD werde am Freitag über Sondierungen beraten und entscheiden, teilten beide Seiten nach rund zweieinhalbstündigen Gesprächen in Berlin mit.

+++ 20.23 Uhr: Britisches Parlament erzwingt sich Veto-Recht über Brexit-Abkommen +++

Das britische Parlament hat sich gegen den Willen der Regierung von Premierministerin Theresa May ein Veto-Recht über das Brexit-Abkommen gesichert. Bei der Abstimmung  über einen Änderungsantrag zum EU-Austrittsgesetz stimmten mehrere Rebellen aus der Regierungsfraktion gemeinsam mit der Opposition ab und brachten May ihre erste Niederlage im Parlament bei.


+++ 20.04 Uhr: AfD knapp bei Kasse? Partei bittet Abgeordnete um Geld +++

Die 92 Bundestagabgeordneten der AfD sollen in den nächsten Wochen Geld für die Partei lockermachen. Nach Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschland hat der neue Parteivorstand in seiner ersten Telefonkonferenz einstimmig beschlossen, dass jeder Mandatsträger "bis spätestens zum 28.12.2017 nachweislich je 1000 Euro an eine AfD-Gliederung spenden oder als Mandatsträgerbeitrag hälftig an den Bundesverband oder an ihren jeweiligen Landesverband überweisen" soll. Abgeordnete und deren Mitarbeiter sollten zudem ihren Mitgliedsbeitrag auf mindestens ein Prozent ihres Nettoeinkommens erhöhen. Die Partei brauche bis zum Jahresende mindestens eine Million Euro an Einnahmen, sonst drohe "eine Rückzahlung schon erhaltener Gelder aus der staatlichen Parteienfinanzierung", hieß es in einem Rundschreiben des Vorstandes an die Mitglieder. 

+++ 19.17 Uhr: Streit um Jerusalem: Netanjahu "nicht beeindruckt" von OIC-Beschluss +++

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat sich unbeeindruckt vom Aufruf islamischer Staaten gezeigt, Ost-Jerusalem als Hauptstadt Palästinas anzuerkennen. "Wir sind von all diesen Erklärungen nicht beeindruckt", sagte Netanjahu. Vielmehr sollten die Palästinenser "die Realität anerkennen und sich für den Frieden und nicht den Extremismus einsetzen". Der Sprecher des israelischen Außenministeriums verurteilte den Aufruf der islamischen Länder als "provokativ".

+++ 18.35 Uhr: Belgien: Prozess gegen Salah Abdeslam wird verschoben +++

Der in Belgien geplante Prozess gegen den mutmaßlichen Paris-Terroristen wird wohl verschoben. Wie das zuständige Gericht in Brüssel bestätigte, hat Abdeslams Anwalt einen entsprechenden Antrag gestellt, um Zeit für die Einarbeitung in den Fall zu haben. Dem Vorstoß werde vermutlich am Montag zu Prozessauftakt stattgegeben, hieß es weiter.

Abdeslam ist in Belgien unter anderem wegen versuchten Polizistenmords in einem terroristischen Zusammenhang angeklagt. Die wirft dem 28-jährigen Franzosen vor, im März 2016 an einer Schießerei beteiligt gewesen zu sein. In Frankreich wird gegen Abdeslam wegen Beteiligung an den Pariser Terrorattacken ermittelt. Er soll ein Terrorkommando zu einem der Anschlagsorte vom 13. November 2015 gebracht haben. Abdeslam gilt als einziger Überlebender der Pariser Terrorzelle.

+++ 18.26 Uhr: Penis abgeschnitten: Fünf Jahre Haft für tödlichen Streit +++

Nachdem er einem Mann den Penis abgeschnitten hat, muss ein Angeklagter, 32, wegen Körperverletzung mit Todesfolge für fünf Jahre und vier Monaten in Haft. Das Landgericht im hessischen Limburg verurteilte ihn und ordnete auch an, dass der alkoholkranke Mann in eine Entziehungsanstalt kommt. Ob eine Revision gegen das Urteil eingelegt wird, ist noch offen.

Mit dem Strafmaß folgte das Gericht in dem neu aufgerollten Prozess weitestgehend der Staatsanwaltschaft. Der Verteidiger hatte auf Freispruch plädiert. Der Angeklagte soll im März 2016 in Wetzlar mit seinem späteren Opfer literweise Wein und Weinbrand getrunken haben. Dabei kam es laut Staatsanwalt zum Streit: Zunächst griff der 53-Jährige dem Angeklagten zwischen die Beine, dann schlug dieser dem anderen mit der Faust ins Gesicht. Das Opfer ging zu Boden und erstickte an Erbrochenem. Danach soll der 32-Jährige den Mann mit einem Messer verstümmelt haben. 

+++ 18.12 Uhr: AfD bittet eigene Abgeordnete um Spenden +++

Die 92 Bundestagabgeordneten der sollen in den nächsten Wochen Geld für die Partei lockermachen. Nach Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschland hat der neue Parteivorstand in seiner ersten Telefonkonferenz einstimmig beschlossen, dass jeder Mandatsträger "bis spätestens zum 28.12.2017 nachweislich je 1000 Euro an eine AfD-Gliederung spenden oder als Mandatsträgerbeitrag hälftig an den Bundesverband oder an ihren jeweiligen Landesverband überweisen" soll. Abgeordnete und deren Mitarbeiter sollten zudem ihren Mitgliedsbeitrag auf mindestens ein Prozent ihres Nettoeinkommens erhöhen.

Die Partei brauche bis zum Jahresende mindestens eine Million Euro an Einnahmen, sonst drohe "eine Rückzahlung schon erhaltener Gelder aus der staatlichen Parteienfinanzierung", hieß es in einem Rundschreiben des Vorstandes an die Mitglieder. Die AfD hatte Anfang Dezember einen neuen Parteivorstand unter der Führung von Jörg Meuthen und Alexander Gauland gewählt. 

+++ 18.06 Uhr: "Meistgesuchter Drogenhändler" Brasiliens festgenommen +++

Einer der berüchtigsten Drogenkriminellen Brasiliens ist im benachbarten Paraguay festgenommen worden. Mit Marcelo Fernando Pinheiro Veiga, auch bekannt als "Marcelo Piloto", ihr sei der "meistgesuchte Drogenhändler" des Landes in Netz gegangen, teilte die des Bundesstaates Rio de Janeiro mit. Die Behörde sprach von einem "wichtigen Schlag" gegen das organisierte Verbrechen.

Pinheiro Veiga wird neben Drogen- und Waffenhandel auch Mord vorgeworfen. Die Sicherheitskräfte stellten ihn im paraguayischen Encarnación an der Grenze zu Argentinien. Er wird mit der größten kriminellen Organisation Rio de Janeiros, dem Comando Vermelho (Rotes Kommando), in Verbindung gebracht. Im Juli waren 8000 Soldaten nach Rio de Janeiro entsandt worden, um die überforderte Polizei zu unterstützen. Das Comando Vermelho und andere Gangs kontrollieren große Teile der Armenviertel. Drogenhandel und Schießereien sind dort an der Tagesordnung.

+++ 17.36 Uhr: Unfall im Gotthard-Tunnel: Erster Toter identifiziert +++

Bei dem frontalen Zusammenstoß im Schweizer mit zwei Toten hat die Polizei Details zu einem der Todesopfer bekanntgegeben. Demnach handelt es sich bei dem toten Lastwagenfahrer um einen 78-jährigen Schweizer. Der Fahrer des deutschen Kleinwagens, der aus noch ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr geraten war, ist das zweite Todesopfer.

+++ 17.32 Uhr: Arzt begrapscht Patientinnen - Bewährungstrafe +++

Ein Arzt aus Augsburg ist wegen sexuellen Missbrauchs in 30 Fällen schuldig gesprochen worden. Weil er jahrelang Patientinnen intim begrapscht habe, wurde der 49 Jahre alte Mediziner vom Amtsgericht Augsburg zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt. Das teilte ein Gerichtssprecher am Mittwoch mit. Zudem müsse der Mann 10.000 Euro an eine gemeinnützige Organisation zahlen. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

Laut Anklage hatte der Arzt von 2013 bis 2015 reihenweise Frauen bei Untersuchungen intim berührt. Dadurch habe sich der 49-Jährige sexuell erregen wollen. Medizinische Gründe habe es nicht gegeben.

+++ 17.16 Uhr: Seilfalle für Radfahrer - mehr als drei Jahre Haft für 22-Jährigen +++

Weil er mit einer Seilfalle einen Radfahrer im oberpfälzischen Berching schwer verletzt hat, ist ein 22-Jähriger zu einer Haftstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Das Landgericht in Nürnberg sprach den Mann am Mittwoch der gefährlichen Körperverletzung schuldig. Zudem sah die Kammer einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr - aber kein versuchtes Tötungsdelikt. Der 22-Jährige hatte die Tat beim Prozessauftakt zugegeben: Im Mai hatte er demnach ein dünnes schwarzes Nylonseil quer über einen Weg gespannt, um Radfahrer zu Fall zu bringen. Ein damals 54 Jahre alter Radler fuhr später ungebremst gegen das Seil, stürzte und erlitt schwere Verletzungen. Bis heute ist der Mann nur eingeschränkt arbeitsfähig.

+++ 16.43 Uhr: Staatsanwaltschaft untersucht Tod von Designer Otto Kern +++

Nach dem Tod des deutschen Designers Otto Kern in Monaco hat die Justiz Ermittlungen aufgenommen. Die Staatsanwaltschaft des Fürstentums erklärte am Mittwoch, nach bisherigen Erkenntnissen sei eine Fremdeinwirkung ausgeschlossen, die Untersuchung werde aber fortgesetzt. Als möglich gilt auch ein Suizid.

Der als "Hemdenkönig" bekannte Kern war in der Nacht zu Montag vom Balkon seiner Wohnung in Monaco gestürzt. Diese liegt nach Angaben der Staatsanwaltschaft im 13. Stock eines Gebäudes, der leblose Körper des 67-Jährigen wurde auf einer Terrasse im ersten Stock aufgefunden.
Kern betrieb unter seinem Namen seit 1970 eine eigene Modemarke und vertrieb auch im Internet Kleidung für Männer und Frauen.

+++ 15.56 Uhr: Anti-Doping-Experte Sörgel fordert Sperre für Froome +++

Anti-Doping-Experte Fritz Sörgel fordert eine Sperre für den viermaligen Tour-de-France-Sieger Chris Froome. "Er hatte einen doppelt so hohen Wert wie gestattet - natürlich müsste er gesperrt werden", sagte der Nürnberger Pharmakologe.

Froome war in einer Kontrolle bei der Vuelta am 7. September mit 2000 Nanogramm Salbutamol im Urin aufgefallen. Die Einnahmen des Mittels gegen Asthma - auf dieses Leiden hatten sich der 32 Jahre Brite und sein Sky-Team berufen - ist bis zu einem Grenzwert von 1000 Nanogramm pro Milliliter gestattet.

Sörgel vermutet, dass Froome zur Verteidigung die bereits von dem Seriensieger vorgebrachte Strategie der Wechselwirkung mit anderen Medikamenten verfolgen wird. "Ich rechne mit einer Entlastungs-Theorie über den Stoffwechsel", sagte Sörgel und bestätigte die "milde anabole" Nebenwirkung bei einer Salbutamol-Gabe.

+++ 15.36 Uhr: Elfenbein im Wert von 500.000 Dollar in Simbabwe beschlagnahmt +++

Der Zoll in Simbabwe hat am Flughafen der Hauptstadt Harare 200 Kilogramm Elfenbein im Wert von etwa 500.000 US-Dollar (460.000 Euro) sichergestellt. Das Elfenbein sollte aus dem Land im südlichen Afrika illegal nach Malaysia exportiert werden, wie der Sprecher der Behörde für Artenschutz und Nationalparks, Tinashe Farawo, erklärte. Es sei eine Untersuchung eingeleitet worden, um den Absender ausfindig zu machen. Der Handel mit Elefanten-Stoßzähnen ist international verboten, um der Wilderei Einhalt zu gebieten.

+++ 15.29 Uhr: AfD-Abgeordneter fordert im Bundestag Rücktritt von Pistorius +++

Die AfD hat wegen eines Angriffs auf einen ihrer Bundestagsabgeordneten den niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius (SPD) zum Rücktritt aufgefordert. Der nordrhein-westfälische Abgeordnete Kay Gottschalk sagte am Mittwoch im Bundestag, er mache der Polizei keinen Vorwurf. Verantwortlich für die "ungeheuerlichen Vorfälle" sei vielmehr die niedersächsische SPD. Diese habe während des AfD-Bundesparteitages in Hannover am ersten Dezemberwochenende "rechtsfreie Räume geduldet". Er und seine Parteikollegen hätten auf dem Weg zum Parteitag ein Spießrutenlaufen erlebt, sagte Gottschalk, der die rechte Hand in einer Schlinge trug.

+++ 15.28 Uhr: Deutscher Skifahrer verunglückt in Tirol tödlich +++

Ein deutscher Skifahrer ist in Österreich in einer Lawine ums Leben gekommen. Der Mann, dessen Alter und genaue Herkunft zunächst nicht feststanden, war nach Angaben der Bergbahnen mit einem anderen Skiläufer abseits der Piste in Serfaus (Bezirk Landeck) unterwegs. Der Tourist konnte nach rund 30 Minuten geborgen werden.
Sofort eingeleitete Reanimationsversuche blieben jedoch erfolglos, teilten die Bergbahnen weiter mit. De Begleiter wurde nur teilweise verschüttet und konnte unverletzt befreit werden. Die rund 150 Meter lange und 70 Meter breite Lawine war am Mittag wahrscheinlich von den beiden selbst losgetreten worden. Nach den jüngsten Schneefällen herrscht vielerorts in Österreich erhebliche Lawinengefahr.

+++ 15.03 Uhr: Ehemann in Russland hackt Frau die Hände ab +++

Ein Ehemann in Russland hat seiner Frau beide Hände abgehackt, weil sie sich von ihm trennen wollte. Notärzten sei es gelungen, der 25-jährigen Mutter von zwei Kindern die Hände wieder anzunähen, berichtete die Boulevardzeitung "Komsomolskaja Prawda" am Mittwoch. Die Frau aus der Stadt Serpuchow bei Moskau habe sich scheiden lassen wollen. Darauf habe der 26-Jährige sie in einen Wald verschleppt, länger als eine Stunde gequält und die Hände mit einer Axt abgetrennt. Dann habe er die Verletzte in ein Krankenhaus gebracht und sich der Polizei gestellt. Dem mutmaßlichen Täter drohten 15 Jahre Haft wegen besonders grausamer Körperverletzung, sagte eine Gerichtssprecherin in Serpuchow der Agentur Tass.

+++ 15.01 Uhr: Immunität von AfD-Bundestagsabgeordneten aufgehoben +++

Der Bundestag hat die Immunität der beiden AfD-Abgeordneten Martin Renner und Sebastian Münzenmaier aufgehoben. Mit dem Beschluss ist der Weg für Strafverfahren gegen die beiden Parlamentarier frei. Welche Vorwürfe gegen Renner und Münzenmaier erhoben werden, wurde nicht mitgeteilt. Die Entscheidung für die Aufhebung der Immunität fiel einstimmig bei einer Enthaltung aus den Reihen der AfD. Dies sei ein "völlig normaler parlamentarischer Vorgang", erklärten die Fraktionsvorsitzenden der AfD, Alice Weidel und Alexander Gauland zu dem Beschluss. "Es ist im Sinne der Beschuldigten, etwaige falsche Anschuldigungen auszuräumen."


+++ 14.49 Uhr: Russische Forscher wollen Roboter für Außenarbeiten an ISS bauen +++

Ein russisches Forschungszentrum will einen Roboter für Außenarbeiten an der Internationalen Raumstation (ISS) entwickeln. Geplant sei ein Gerät, das mit drei Greifarmen, einem Mechanismus zur Orientierung und mehreren Kameras ausgestattet ist, sagte Alexander Lopota vom Staatlichen Institut für Robotik in Moskau. Der sogenannte Kosmoroboter solle sich dabei automatisch entlang einer Art Takelage auf der Außenwand der ISS bewegen. 

+++ 14.33 Uhr: Lufthansa zieht Angebot mit Niki zurück +++

Die Lufthansa hat ihr Angebot zur Übernahme der Air-Berlin-Tochter Niki zurückgezogen. Grund ist die ablehnende Haltung der EU-Kommission gegen eine Übernahme der österreichischen Airline aus wettbewerbsrechtlichen Gründen, wie die Lufthansa mitteilte.

+++ 14.21 Uhr: Islamischer Gipfel erkennt Ost-Jerusalem als Hauptstadt Palästinas an +++

Ein Sondergipfel islamischer Staaten hat als Reaktion auf das umstrittene Vorgehen der USA Ost-Jerusalem als Hauptstadt eines Palästinenserstaates anerkannt. "Wir verkünden, dass wir den Palästinenserstaat anerkennen, dessen Hauptstadt Ost-Jerusalem ist", zitierte die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu aus der Erklärung des Gipfels der Organisation für Islamische Kooperation (OIC) in Istanbul.

+++ 14.02 Uhr: Hosenträger in Farben der Nationalflagge: Spanier zu Tode geprügelt +++

Ein Spanier ist der Stadt Saragossa von militanten Aktivisten zu Tode geprügelt worden, weil er Hosenträger in den Farben der spanischen Nationalflagge trug. Der Vorfall habe sich bereits am Freitag ereignet, am Dienstag sei der 55-Jährige - der seit dem Angriff im Koma lag - an seinen schweren Hirnverletzungen gestorben, berichteten spanische Medien. Die Regierung in Madrid verurteilte die Tat scharf. 

Die vier Täter, die offenbar einer radikalen antifaschistischen Gruppierung angehörten, hätten den Mann wegen seiner Hosenträger als "Faschisten" beschimpft, ihn verfolgt und mit einer Eisenstange niedergeschlagen, berichtete die Zeitung "Heraldo de Aragón". 

Die Polizei habe einen Verdächtigen festgenommen, berichtete die Zeitung weiter.Seit dem Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien im Oktober zeigen Spanier in vielen Landesteilen Flagge. Neben Kleidungsstücken in den Nationalfarben hängen auch aus vielen Fenstern spanische Fahnen. 

+++ 14.01 Uhr: Silvester in Köln: Polizei erweitert Sicherheitszone +++

Nach den massenhaften Übergriffen in der Kölner Silvesternacht vor zwei Jahren wird die Sicherheitszone rund um den Dom für die diesjährigen Neujahrsfeiern erweitert. In einem abgesperrten Bereich wird Feuerwerk verboten, wie die Stadtverwaltung und die Polizei in Köln mitteilten. Vor allem auf dem Bahnhofsvorplatz wolle man verhindern, dass sich größere Gruppen bildeten. Mehr Videokameras und bessere Beleuchtungsanlagen sollen zusätzlich für Sicherheit sorgen. "Die Polizei wird rund 1400 Beamtinnen und Beamte einsetzen", sagte Kölns Polizeipräsident Uwe Jacob. Für den Jahreswechsel rechnen die Behörden wieder mit ähnlich vielen Besuchern wie in den Vorjahren.

In der Silvesternacht 2015/2016 waren Frauen auf dem Bahnhofsvorplatz von Männergruppen massenhaft sexuell bedrängt worden. Kölns parteilose Oberbürgermeisterin Henriette Reker bezeichnete dies als ein "einmaliges, unrühmliches Ereignis". Zum Jahreswechsel 2016/17 sei das Kölner Sicherheitskonzept deutlich verschärft worden.

+++ 13.52 Uhr: Unbekannte lassen auf Weihnachtsmarkt 600 Liter Glühwein in Gully ablaufen +++

Böse Überraschung für einen Budenbetreiber: Auf dem Weihnachtsmarkt im rheinland-pfälzischen Kaiserslautern haben Unbekannte bei laufendem Betrieb unbemerkt 600 Liter Glühwein aus einem Tank in einem Gully ablaufen lassen. Wie die örtliche Polizei erklärte, machten sich die Täter am Dienstag tagsüber ans Werk. Der Betreiber des Glühweinstands habe "nicht schlecht gestaunt". Die Beamten bezifferten den Schaden auf rund 1500 Euro. Sie riefen mögliche Zeugen auf, sich zu melden.

+++ 13.44 Uhr: Bahn will Störungen auf ICE-Strecke schnell beheben +++

Die Deutsche Bahn will bis zum Ende dieser Woche die Störungen auf der Neubaustrecke Berlin-München weitgehend beheben. Das sagte die Bahn-Fernverkehrschefin Birgit Bohle in einer Telefonkonferenz. Bis zum Wochenende werde sich die Situation weiter stabilisieren. "Wir setzen alles daran, die Reisenden im Weihnachtsverkehr zuverlässig an ihr Ziel zu bringen", fügte sie hinzu. Sie sei "zuversichtlich, dass wir das bis dahin weitgehend im Griff haben".

Den Start auf der neue Strecke nannte Bohle "missglückt". Die große Fahrplanumstellung am Sonntag sei insgesamt "nicht gut gelaufen", sagte Bohle. Das habe auch mit dem Wintereinbruch an jenem Tag zu tun gehabt. Die Probleme mit dem Zugsicherungssystem ETCS auf der Strecke seien "nicht systematischer Natur". Es gehe vielmehr um einzelne Fehler, die allesamt mit der Wegmessung in den ICE-Zügen zu tun hätten. 

+++ 13.32 Uhr: Döner darf weiter Phosphate enthalten +++

Der Döner darf auch weiterhin Phosphate enthalten. Im Europaparlament scheiterte in Straßburg der Versuch, die Erlaubnis für Phosphat im Döner durch die EU-Kommission zu stoppen. Dies bedeutet, dass gefrorene Döner-Fleischspieße beispielsweise in Deutschland auch weiterhin mit Phosphaten haltbar gemacht werden dürfen. Abgeordnete hatten argumentiert, die Phosphat-Genehmigung der Kommission solle ausgesetzt werden. Man müsse abwarten, ob eine Studie der EU-Lebensmittelbehörde EFSA auf Gesundheitsgefahren hindeute.

+++ 13.10 Uhr: SPD-Chef Schulz feiert in Kneipe mit Bodyguards Abschied +++

Ungewöhnlicher Abschied von den Beschützern: Ganz in der Nähe des Willy-Brandt-Hauses traf sich SPD-Chef Martin Schulz in der Kneipe "Stadtklause" in Berlin mit seinen bisherigen Bodyguards.
Ein SPD-Sprecher bestätigte einen entsprechenden Bericht des "Checkpoint"-Newsletters des Berliner "Tagesspiegels". Weil Schulz bis zur Bundestagswahl kein Abgeordneter und ohne offizielle Funktion war, kümmerte sich die Polizei aus Köln um den Personenschutz des Politikers aus Nordrhein-Westfalen. Nun sitzt Schulz aber im Bundestag und das Bundeskriminalamt hat den Personenschutz übernommen. 

+++ 12.36 Uhr: Sacharow-Preis an Opposition in Venezuela verliehen +++

Das europäische Parlament hat seinen "Sacharow-Preis für geistige Freiheit" an die Vertreter der demokratischen Opposition in Venezuela verliehen. Parlamentspräsident Antonio Tajani sagte: "Das ist der höchste Preis, den EU verleiht an jene, die die Menschenrechte verteidigen." Ausgezeichnet wurden unter anderem der Präsident des entmachteten Parlaments, Julio Borges, sowie eine Organisation zur Verteidigung politischer Häftlinge in dem lateinamerikanischen Land. Das Europaparlament ehrt mit dem Preis seit 1988 Personen oder Organisationen, die sich für Menschenrechte und Grundfreiheiten einsetzen. Die Opposition in Venezuela kämpft gegen den sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro, der unter anderem das Parlament ausschaltete.

+++ 11.47 Uhr: Säureunfall in Österreich - 37 Menschen mit Atemwegsbeschwerden +++

Bei einem Arbeitsunfall in einer Fabrik in Österreich sind 37 Menschen verletzt worden. In einem Werk zur Herstellung von Maisstärke in Aschach an der Donau trat nach Angaben der Firmenleitung am Vormittag an einem Tank Chlorgas aus. Die betroffenen Mitarbeiter klagten über Atemwegsbeschwerden, neun von ihnen seien in ein Krankenhaus gebracht worden, sagte der Sprecher des Konzerns Agrana. "Über die Schwere der Verletzungen ist noch nichts bekannt." Das Werk sei vorsorglich geräumt worden. Davon seien 200 Mitarbeiter betroffen. Zahlreiche Rettungskräfte waren im Einsatz. Agrana hat weltweit 55 Standorte, 8600 Mitarbeiter und einen Umsatz von 2,6 Milliarden Euro.

+++ 11.42 Uhr: Auch Schäuble will Fragestunde im Bundestag reformieren +++

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) will die Bemühungen um eine Reform der Fragestunde und der Regierungsbefragung fortsetzen. Das parlamentarische Fragerecht sei ein zentrales Instrument der politischen Auseinandersetzung, das wirksamer als bisher genutzt werden sollte, sagte Schäuble zum Auftakt der Plenarsitzung. Er räumte ein, während der Übergangszeit mit einer geschäftsführenden Bundesregierung werde es keine Änderung der bisherigen Regelungen geben. "Aber wir werden auf dieses Thema zurückkommen."

+++ 11.09 Uhr: Schweizer Gotthardtunnel nach schwerem Unfall gesperrt +++

Der Schweizer Gotthardtunnel ist nach einem schweren Unfall für den Autoverkehr gesperrt worden. Nach ersten Erkenntnissen seien ein Lastwagen und ein Auto zusammengestoßen, zitierte die Schweizer Nachrichtenagentur sda einen Sprecher der Kantonspolizei. Nach Angaben des Online-Portals "20 Minuten" wurden bei dem Unfall zwei Menschen getötet. Zudem soll es mehrere Verletzte geben. Der Tunnel dürfte bis zum Nachmittag gesperrt bleiben. Die Polizei riet Reisenden, über den San-Bernardino-Tunnel auszuweichen.

+++ 11.07 Uhr: Todesstrafe für Drogenhändler in Thailand +++

Für den Verkauf von synthetischen Drogen hat ein Gericht in Thailand harte Strafen gegen eine Drogenhändler-Familie verhängt. Der 77-jährige Laota S. und seine Frau wurden in Bangkok zu lebenslanger Haft verurteilt, während ihr 41 Jahre alter Sohn die Todesstrafe erhielt, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Gerichtskreisen erfuhr.

Die Familie war 2016 gemeinsam mit vier weiteren Verdächtigen wegen des Verkaufs von 20 Kilogramm Crystal Meth festgenommen worden. Die Eltern hätten eine mildere Strafe erhalten, weil sie ein Geständnis abgelegt hatten, hieß es aus dem Gericht.  

+++ 10.50 Uhr: Schweiz: Offenbar Tote bei Unfall im Gotthard-Tunnel +++

Der Gotthard-Tunnel in der Schweiz wurde nach einem schweren Unfall offenbar gesperrt, wie die Nachrichtenportale "Blick" und "20Minuten" berichten. Demnach seien nach ersten Erkenntnissen zwei Menschen bei einer Kollision zwischen einem Lastwagen und einem Personenwagen ums Leben gekommen, wie eine Sprecherin der Kantonspolizei Uri auf Anfrage von "20Minuten" bestätigt habe.

Mehr dazu in Kürze im stern-Ticker. 

+++ 10.36 Uhr: CDU-Politiker Kretschmer ist neuer Ministerpräsident in Sachsen +++

Der CDU-Politiker Michael Kretschmer ist zum neuen Ministerpräsidenten in Sachsen gewählt worden. Im Dresdner Landtag erhielt der 42-Jährige im ersten Wahlgang 69 von 122 abgegebenen Stimmen. Kretschmer tritt die Nachfolge von Stanislaw Tillich (CDU) an, der wegen der Wahlschlappe seiner Partei bei der Bundestagswahl in Sachsen nach rund neun Jahren im Amt seinen Rückzug ankündigte..

+++ 10.07 Uhr: Türkei ruft zu Anerkennung Jerusalems als "Hauptstadt Palästinas" auf +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat zur Anerkennung Jerusalems als "Hauptstadt Palästinas" aufgerufen. "Ich rufe die Staaten auf, die das internationale Recht verteidigen, das besetzte Jerusalem als die Hauptstadt Palästinas anzuerkennen", sagte Erdogan zur Eröffnung eines Gipfels der Organisation für Islamische Zusammenarbeit in Istanbul. Die islamischen Staaten würden niemals "die Forderung nach einem souveränen und unabhängigen Palästina mit Jerusalem als Hauptstadt" aufgeben.

+++ 9.43 Uhr: Fenster stürzt aus US-Helikopter auf Schulgelände in Japan +++

Ein herausgefallenes Fenster eines US-Militärhelikopters ist auf das Gelände einer Grundschule im südjapanischen Okinawa gestürzt. Das acht Kilogramm schwere Fenster mit Metallrahmen wirbelte beim Aufprall Kieselsteine auf, wodurch ein Schüler leicht verletzt wurde, wie örtliche Medien meldeten. Auf dem Spielplatz der Grundschule der Stadt Ginowan nahe einem US-Luftwaffenstützpunkt hielten sich zu der Zeit rund 50 Kinder auf, wie es hieß. Ein Kind war nur fünf Meter entfernt. Besorgte Eltern eilten zu der Schule, die US-Armee entschuldigte sich.

Der Vorfall ist der jüngste in einer Reihe von Unfällen des US-Militärs in der Region. Auf dem Inselparadies Okinawa ist das Gros des US-Militärs in Japan stationiert. Die USA sind die Schutzmacht des Landes. Erst vor wenigen Tagen war ein Plastikteil eines Helikopters auf dem Dach eines Kindergartens gefunden worden. Viele Menschen auf Okinawa sind frustriert über die hohe Lärmbelastung des US-Militärs sowie wegen Straftaten durch US-Soldaten und Unfälle.  

+++ 9.42 Uhr: Trotz Fahndungsfoto: Geißbock wartet noch immer auf Herrchen +++

Auch ein Fahndungsfoto der Polizei hat bisher kein Happy End gebracht: Ein einsamer Geißbock aus dem Kreis Lörrach wartet noch immer vergeblich auf sein Herrchen. Das sagte ein Polizeisprecher. Das Tier hatte vor mehr als einer Woche bei Schopfheim einen Unfall verursacht und wurde danach von einer Jagdpächterin gefangen. Seitdem wartet der Bock darauf, dass ihn sein Besitzer abholt. Der Ausreißer wurde den Angaben zufolge im nahe gelegenen Schwörstadt untergebracht. Da sich aber partout niemand fand, der ihn vermisste, veröffentlichte die Polizei zu Wochenbeginn ein Foto von dem brauen-schwarzen Hornträger - bisher ohne Erfolg.

+++ 9.40 Uhr: Bundesagrarminister Schmidt will wieder für CSU-Vizechefposten kandidieren +++

Der im Streit um das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat unter Druck geratene Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) will beim Parteitag der Christsozialen erneut als Vizechef kandidieren. "Wir werden sehen, wie sich das sortiert", sagte Schmidt mit Blick auf die sechs Bewerber für die fünf CSU-Stellvertreterposten dem "Straubinger Tagblatt". Er habe "jedenfalls vor zu kandidieren" und sei "optimistisch".

Schmidt hatte Ende November trotz eines Einspruchs der mitzuständigen Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) und entgegen Vorgaben des Kanzleramts auf EU-Ebene für die weitere Zulassung von Glyphosat gestimmt. Er wurde deswegen auch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gerügt.  

+++ 9.09 Uhr: Größter Brand in Kalifornien immer noch kaum unter Kontrolle +++

Trotz Großeinsatzes bekommt die Feuerwehr den größten der Brände in Südkalifornien nicht unter Kontrolle. Das sogenannte Thomas-Feuer war nach Behördenangaben nur zu 20 Prozent eingedämmt. Demnach vernichtete das Feuer bislang 95.000 Hektar Land. Evakuierungsanordnungen für bedrohte Gebiete in der Region Santa Barbara 160 Kilometer nordwestlich von Los Angeles blieben weiter in Kraft. Die Feuerwehr sprach von einer anhaltenden Bedrohungslage. "Thomas" war vergangene Woche in der Nähe der Stadt Ventura ausgebrochen und hatte sich durch heftige Winde angefacht unaufhaltsam weiter ausgebreitet. Das Feuer zählt zu den zerstörerischsten Bränden in der Geschichte des US-Westküstenstaats. 

+++ 8.59 Uhr: UCI: Auffälliger Test bei Tour-de-France-Sieger Froome +++

Der Radsport-Weltverband UCI hat einen auffälligen Befund bei einer Doping-Probe des viermaligen Tour-de-France-Siegers Chris Froome bestätigt. Wie die UCI mitteilte, wurde beim Briten während der Spanien-Rundfahrt am 7. September ein Test vorgenommen, bei dem der erlaubte Wert des Asthma-Mittels Salbutamol überschritten wurde. Die B-Probe bestätigte das Ergebnis.

Froome wurde laut UCI den Regeln gemäß nicht vorläufig suspendiert.
Der 32-Jährige muss sich aber erklären, warum der Grenzwert überschritten wurde. Froome gewann im September die Vuelta, nachdem er im Juli bereits zum vierten Mal die Tour für sich entschieden hatte. Der derzeit beste Rundfahrer und dessen Rennstall Sky bestätigten die Probe und verwiesen auf Froomes Asthma-Erkrankung. Laut Sky bedeute der Test nicht, dass Regeln gebrochen worden seien. 

+++ 8.47 Uhr: Bund der Steuerzahler kritisiert Diäten-Erhöhung für Bundestagsabgeordnete +++

Der Bund der Steuerzahler (BdSt) hat die geplante automatische Erhöhung der Bezüge von Bundestagsabgeordneten scharf kritisiert. "Es gibt noch immer keine Regierung, die Politik ist noch nicht wieder voll handlungsfähig", sagte der BdSt-Präsident Reiner Holznagel der "Passauer Neuen Presse". "Da ist die geplante Anhebung ein falsches Signal."

Die Diäten-Erhöhung steht am Mittwoch zur Entscheidung auf der Tagesordnung des Bundestags. CDU/CSU, SPD und FDP hatten sich auf einen gemeinsamen Antrag verständigt, nach dem die Diäten der Parlamentarier in den kommenden vier Jahren auch weiterhin wie zuletzt entsprechend zur Lohnentwicklung steigen. Die Regelung war in der vergangenen Wahlperiode beschlossen worden.

+++ 8.35 Uhr: Auch Niederlande klagen gegen deutsche Maut-Pläne +++

Die Niederlande werden sich der Klage Österreichs gegen die Einführung einer Maut in Deutschland anschließen. Das teilte das Verkehrsministerium in Den Haag mit. Die deutschen Pläne verstießen gegen europäische Regeln.

Der Schritt kommt nicht unerwartet. Bereits im Oktober hatte Den Haag angekündigt, eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof zu prüfen. "Das Kabinett findet genau wie Österreich, dass die deutschen Mautpläne diskriminierend sind und gegen das Prinzip des freien Verkehrs verstoßen", heißt es in der Erklärung.  

+++ 7.53 Uhr: Bericht: Befragungen zu Russland-Affäre im Weißen Haus abgeschlossen +++

Das Team um den FBI-Sonderermittler Robert Mueller hat einem Bericht zufolge alle Befragungen zur Russland-Affäre im Weißen Haus abgeschlossen. Die angefragten Gespräche mit Mitarbeitern des Weißen Hauses seien mittlerweile erfolgt, zitierte CNN Ty Cobb, den Anwalt von US-Präsident Donald Trump. In der Affäre geht es um die Frage, ob Trumps Wahlkampfteam vor der Wahl Unterstützung von Russland gesucht oder erhalten hat.

Cobb hoffe auf einen angemessenen und raschen Abschluss der Ermittlungen. Weitere Befragungen seien allerdings möglich. Der Anwalt gehe davon aus, dass die Ermittlungen Anfang kommenden Jahres abgeschlossen seien, heißt es weiter. Ob Präsident Trump oder sein Vize Mike Pence befragt wurden, ließ Cobb offen.

+++ 7.15 Uhr: Israel nimmt ranghohen Hamas-Führer im Westjordanland fest +++

Israel hat in der Nacht einen der ranghöchsten Anführer der radikal-islamischen im Westjordanland festgenommen. Hassan Jussef sei in seinem Haus bei Ramallah in Haft genommen worden, bestätigte eine israelische Militärsprecherin in Tel Aviv.

Nach palästinensischen Medienberichten wurden bei Razzien weitere Hamas-Führer im Westjordanland festgenommen. Als Reaktion auf die Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt durch die USA vor einer Woche hatte der Hamas-Führer Ismail Hanija zu einem neuen Aufstand (Intifada) aufgerufen. Er forderte auch Anschläge im Westjordanland.

+++ 6.15 Uhr: Israels Luftwaffe bombardiert nach Raketenangriff erneut Gazastreifen +++

Die israelische Luftwaffe hat nach einem neuen Raketenangriff militanter Palästinenser erneut ein Ziel im Gazastreifen beschossen. Im Süden des Palästinensergebiets am Mittelmeer sei in der Nacht eine Militäreinrichtung der radikal-islamischen Hamas bombardiert worden, teilte eine Armeesprecherin in Tel Aviv mit.

Militante Palästinenser hatten nach Armeeangaben am Dienstagabend eine Rakete abgefeuert, die allerdings Israel nicht erreichte. Palästinensische Medien berichteten, sie sei noch im Gazastreifen auf freiem Feld eingeschlagen. 

Am Dienstag waren im Gazastreifen zwei Mitglieder der Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad bei der vorzeitigen Explosion ihrer eigenen Rakete getötet worden. Die israelische Armee dementierte nachdrücklich palästinensische Medienberichte, wonach die Luftwaffe die militanten Palästinenser gezielt mit einer Drohne getötet habe.

+++ 5.47 Uhr: Fünf Tote nach erneutem Hausbrand in Peking +++

Bei einem Hausbrand in Peking sind fünf Menschen ums Leben gekommen und neun weitere verletzt worden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, wurde das Feuer im Stadtteil Chaoyang durch zwei in Brand geratene Elektro-Fahrräder ausgelöst. Die Polizei nahm den Besitzer des Gebäudes fest, weil er das Haus ohne Genehmigung selbst gebaut und vermietet haben soll.

Erst im November waren bei einem Wohnhausbrand in einem Vorort von Peking 19 Menschen ums Leben gekommen. Die Behörden starteten daraufhin eine 40-tägige Sicherheitskampagne, um Brandgefahren aufzudecken und zu beseitigen.

+++ 4.57 Uhr: US-Polizei ermittelt gegen Polanski wegen sexuellen Missbrauchs +++

Die Polizei in Los Angeles ermittelt gegen Filmregisseur Roman Polanski wegen sexuellen Missbrauchs. Das bestätigte ein Sprecher der Polizei der Deutschen Presse-Agentur. Es werde ein Vorfall untersucht, der sich 1975 zugetragen haben soll, sagte Sprecher Sal Ramirez. Nähere Angaben zu dem möglichen Opfer machte die Polizei zunächst nicht.

Dem 84-Jährigen wird laut Berichten vorgeworfen, sich damals an einem Kind vergriffen zu haben. Dabei gehe es um den Fall einer Frau, die Polanski beschuldigt hatte, sich ihr genähert zu haben, als sie zehn Jahre alt war, berichtete die "Los Angeles Times"

+++ 4.37 Uhr: Demokrat Jones gewinnt überraschend Senats-Nachwahl in Alabama +++

Der Demokrat Doug Jones hat überraschend die Nachwahl für einen Senatssitz im seit Jahrzehnten von Republikanern beherrschten US-Bundesstaat Alabama gewonnen. Das berichteten mehrere US-Medien, darunter die "Washington Post"
und das auf den Kongress spezialisierte Medium "The Hill".

 

+++ 4.04 Uhr: Twitter ermöglicht künftig Verknüpfungen von Mitteilungen +++

Donald Trump aufgepasst: Der Kurzmitteilungsdienst Twitter hat eine Vereinfachung für Tweet-Tiraden angekündigt. Künftig werde es möglich sein, einzelne Mitteilungen miteinander zu verknüpfen, kündigte das US-Unternehmen an. Es ist bereits die zweite wichtige Neuerung für Twitter-Nutzer binnen weniger Wochen. Erst im November hatte Twitter seinen Nutzern mehr Platz im Textfeld eingeräumt, die maximale Zeichenzahl wurde auf 280 verdoppelt.

Technisch soll die Verknüpfung durch das Anklicken eines Knopfs mit der Aufschrift "weiteren Tweet hinzufügen" funktionieren. Nutzer können sich durch das Anklicken eines weiteren Knopfes eine solche Kette von Tweets anzeigen lassen. Die neue Funktion soll in in den kommenden Wochen in einem Update zur Verfügung gestellt werden. 

+++ 3.36 Uhr: Knappe Entscheidung bei Senatsnachwahl in Alabama erwartet +++

Bei der Nachwahl eines Senators im US-Bundesstaat Alabama zeichnet sich ein knappes Rennen ab. Nach Auszählung von rund einem Drittel der Stimmen lag der umstrittene republikanische Bewerber Roy Moore leicht vor seinem demokratischen Kontrahenten Doug Jones. Die Wahl war nötig geworden, weil Justizminister Jeff Sessions seinen Senatssitz in Alabama frei gemacht hatte.

Die Wahl in Alabama gilt als Testwahl für US-Präsident Donald Trump, der Moore unterstützt. Alabama ist üblicherweise eine klare republikanische Hochburg. Trump hatte dort bei der Präsidentenwahl im vergangenen Jahr über 60 Prozent der Stimmen geholt.  

+++ 2.41 Uhr: 31-Jährige stirbt nach Auffahrunfall bei München +++

Eine 31-Jährige ist nach einem Auffahrunfall auf der Autobahn 8 bei München in der Nacht gestorben. Die A8 in Fahrtrichtung Salzburg wurde zunächst bis zum frühen Morgen gesperrt. An dem Unfall seien drei Autos und ein Lastwagen beteiligt gewesen, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Weitere Menschen seien nicht verletzt worden. Die Ermittlungen zum Unfallhergang waren am frühen Mittwochmorgen noch nicht abgeschlossen.

+++ 1.39 Uhr: "Feminismus" ist Wort des Jahres in den USA +++

In einem von Sexismus-Debatten geprägten Jahr hat das Wort "Feminismus" in den USA Hochkonjunktur: Das US-Wörterbuch Merriam-Webster rief den Begriff zum Wort des Jahres 2017 aus. "Feminismus" sei 2017 einer der am häufigsten online nachgeschlagenen Begriffe gewesen. In den USA erschütterten in diesem Jahr Belästigungs- und Missbrauchsvorwürfe das Showbusiness, die Medien und die Politik wie nie zuvor. Aber auch der Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump löste ein neues Interesse am Wort "Feminismus" aus.     

+++ 1.14 Uhr: Lokführergewerkschaft kritisiert: Neubaustrecke ohne Probebetrieb +++

Nach dem holprigen Start der ICE-Neubaustrecke Berlin-München hat die Lokführergewerkschaft GDL der Bahn eine mangelhafte Vorbereitung des Betriebsstarts vorgeworfen. "Unsere Lokführer tun ihr Bestes", sagte der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Es hat aber keinen Probebetrieb für sie gegeben. Sie fahren nur mit Hilfe der Instrukteure, die einen solchen Probebetrieb gefahren sind."

Hinzu kämen bei der ICE-Baureihe der ersten Generation weitere Probleme wie Ausfälle beim Display im Führerstand. Die Bahn wies Weselskys Vorwürfe zurück. "Unsere Lokführer sind geschult worden, unter anderem durch Unterlagen zur Streckenkunde und Schulungsprogramme auf den Tablets", sagte ein Unternehmenssprecher der dpa. "Auch die technischen Kinderkrankheiten wurden intensiv analysiert und in hunderten von Testfahrten vor der Inbetriebnahme der Strecke weitestgehend abgestellt." 

+++ 0.15 Uhr: Tillerson: USA stellen keine Bedingungen für Beginn von Gesprächen mit Nordkorea +++

Die USA stellen nach den Worten ihres Außenministers Rex Tillerson keine Bedingungen für den Beginn von Gesprächen mit Nordkorea. "Wir sind bereit zu einem ersten Treffen ohne Vorbedingungen", sagte Tillerson bei einer Veranstaltung zum Atomkonflikt mit Nordkorea in Washington. Bislang hatten US-Vertreter darauf bestanden, dass sich Pjöngjang vor etwaigen Verhandlungen zur Abkehr von der atomaren Rüstung bereit erklärt.

"Lasst uns einfach treffen und meinetwegen über das Wetter reden und darüber sprechen, ob es ein viereckiger Tisch oder ein runder Tisch sein wird, wenn es das ist, was euch Freude bereitet", sagte Tillerson bei der Veranstaltung der Politik-Organisation Atlantic Council. Allerdings demonstrierte der US-Außenminister in seiner rede auch Härte gegenüber dem kommunistischen Staat: Die USA würden ihre wirtschaftlichen und diplomatischen Sanktionen gegen Nordkorea aufrecht erhalten, "bis die erste Bombe fällt", warnte er.

fs/wue / DPA / AFP