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News von heute Corona: 65,3 Prozent vollständig geimpft – 1 Million Booster-Impfungen

Eine Spritze wird von einer Person mit medizinischen Handschuhen aufgezogen
© Wolfgang Kumm / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker:

18.45 Uhr: Lettland erklärt wegen Corona-Infektionen Gesundheitsnotstand

Wegen einer starken Zunahme der Corona-Infektionen hat Lettland einen dreimonatigen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Nach den neuen Regeln dürfen öffentliche Gebäude nur noch mit Schutzmaske betreten werden, alle Angestellten des öffentlichen Dienstes müssen bis zum 15. November geimpft sein. Zuletzt wurden unter den 1,9 Millionen Einwohnern der Balten-Republik täglich mehr als eintausend Neuinfektionen registriert.

Wer nicht geimpft ist, darf in Lettland künftig keinen Supermarkt mehr betreten. Nur Geschäfte des täglichen Bedarfs dürfen am Wochenende öffnen. Alle Letten sind aufgerufen, im Home Office zu arbeiten. Nur 48 Prozent der Letten sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das ist eine der niedrigsten Impfquoten in Europa, nur in Bulgarien, Rumänien und Kroatien ist die Impfquote noch niedriger.

18.10 Uhr: WHO empfiehlt zusätzliche Corona-Impfdosis für immungeschwächte Patienten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine zusätzliche Corona-Impfdosis für immungeschwächte Patienten empfohlen. Menschen mit "mittel bis schwer geschädigtem" Immunsystem solle eine zusätzliche Impfdosis angeboten werden, erklärte die WHO in Genf. Dies beziehe sich auf alle von der WHO empfohlenen Vakzine. Menschen mit geschwächtem Immunsystem könnten nur bedingt auf die Standard-Impfung reagieren. Daher unterlägen sie einem "hohen Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung", erklärte die WHO-Expertengruppe für Immunisierungen (Sage).

17.59 Uhr: Mutmaßlicher Mörder wird an Supermarktkasse gefasst

In einen Supermarkt in der Oberpfalz ist ein Mann gefasst worden, dem die Beteiligung an mehreren Morden vorgeworfen wird. Wie das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) berichtete, nahmen Spezialeinsatzkräfte den 55-Jährigen fest, als er gerade an der Kasse stand. Der Gesuchte ließ sich widerstandslos festnehmen.

Es handelt sich um einen Slowaken, gegen den ein europäischer Haftbefehl der ungarischen Behörden vorlag. Zielfahnder des LKA hatten den Mann in Schwandorf ausfindig gemacht. Zeitgleich mit der Festnahme in der Oberpfälzer Stadt wurde von der ungarischen Polizei in Budapest eine weitere Person festgenommen. Die deutsche Justiz bereitet nun die Auslieferung des 55-Jährigen nach Ungarn vor. Was dem Mann konkret vorgeworfen wird, wurde nicht mitgeteilt.

17.50 Uhr: Entscheidung im Berufungsprozess gegen Frauke Petry erwartet

Im Berufungsprozess gegen Ex-AfD-Chefin Frauke Petry wegen Steuerhinterziehung und Subventionsbetrugs wird am Landgericht Leipzig eine Entscheidung erwartet. Am Dienstag soll nach Angaben eines Gerichtssprechers noch ein Zeuge gehört werden, danach könnten die Plädoyers gehalten werden und das Urteil fallen. Die Staatsanwaltschaft hatte Petry vorgeworfen, 2014 eine Förderung für eine sogenannte Turn-Around-Beratung für ihr Unternehmen erhalten zu haben. Allerdings habe die Beratung nicht der Firma, sondern ausschließlich der Vorbereitung und Begleitung ihrer persönlichen Insolvenz gegolten. Das Amtsgericht hatte die Ex-Politikerin in erster Instanz freigesprochen, die Staatsanwaltschaft hatte Berufung eingelegt.

17.32 Uhr: Indien: Aufständische in Kaschmir erschießen fünf Soldaten

In dem von Indien kontrollierten Teil Kaschmirs haben Aufständische nach Angaben der indischen Armee fünf Soldaten erschossen. Ein Offizier und vier weitere Soldaten seien getötet worden, als sie nahe der Grenzlinie zu Pakistan im Einsatz waren, sagte der Oberst Devendar Anand der Nachrichtenagentur AFP. Die sogenannte Kontrolllinie in Kaschmir bildet die De-Facto-Grenze zwischen Indien und Pakistan.

Der Angriff auf die indischen Soldaten an der Kontrolllinie ist der blutigste Zwischenfall seit einem im Februar geschlossenen Waffenstillstand. Nach Angaben der indischen Behörden wurden bei weiteren Zwischenfällen am Montag außerdem zwei mutmaßliche Aufständische getötet.

17.20 Uhr: Putin weist Sorgen um seine Gesundheit zurück

Russlands Präsident Wladimir Putin ist Sorgen wegen seines Hustens entgegengetreten. "Es war einfach kühl an der Luft, ich habe mich aktiver bewegt, es ist nichts Schlimmes", sagte Putin in einer Videokonferenz, die im Staatsfernsehen gezeigt wurde. "Machen Sie sich keine Sorgen, alles ist gut", erklärte er der Vorsitzenden des russischen Föderationsrats, Valentina Matwijenko, die sich angesichts des hustenden Präsidenten besorgt gezeigt hatte.

17.07 Uhr: Gesicht rekonstruiert: Polizei rollt Mordfall von 1992 auf

Mit Hilfe des Gesichts des Opfers hofft die Polizei, einen fast 30 Jahre alten Mordfall doch noch aufzuklären. Der Tote war 1992 von einem Landwirt an der A52 in Kaarst bei Düsseldorf entdeckt worden, berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft in Düsseldorf. Der 25 bis 35 Jahre alte Mann war mit mehreren Schüssen in den Nacken umgebracht worden. Er sei "regelrecht hingerichtet" worden, teilte die Polizei damals mit. Bis heute ist es nicht gelungen, das Opfer zu identifizieren. Der Mord wurde zum "Cold Case".

Nun sei es gelungen, das vollständige Gesicht des Mannes zu rekonstruieren. Dieser trug kurze, dunkle Haare und eine Stirnglatze. Er hatte damals außer 60 Mark Bargeld, zwei spanischen Münzen, einem französischen Geldstück und einer angebrochenen Packung Zigaretten keine Gegenstände oder Papiere bei sich. Vermutlich war er mit seinem späteren Mörder im Auto Richtung Mönchengladbach gefahren. Offenbar waren dann Opfer und Täter zu Fuß bis zum Waldrand gegangen, wo sich der Unbekannte niederknien musste, bis ihn die tödlichen Kugeln von hinten trafen. Die bisherigen Ermittlungen deuten daraufhin, dass das Opfer vom Balkan stammen könnte.

16.51 Uhr: 65,3 Prozent vollständig geimpft – rund 1 Million Booster-Impfungen

In Deutschland sind 65,3 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Die Quote unter den Erwachsenen lag am Sonntag bei 75,8 Prozent, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Mindestens einmal gegen das Virus geimpft sind demnach 68,5 Prozent aller Bürger und Bürgerinnen, sowie 79,3 Prozent der Erwachsenen.

Unter den Kindern und Jugendlichen von 12 bis 17 Jahren haben inzwischen 43,2 Prozent mindestens eine erste Spritze bekommen, 37,0 Prozent sind vollständig geimpft. Das RKI geht allerdings davon aus, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft sind als die Daten nahelegen. So hieß es in einem Bericht Anfang Oktober, dass die Quote bei einmal und vollständig Geimpften ab 18 Jahren bis zu 5 Prozentpunkte höher sein dürfte. Eine Auffrischungsimpfung haben inzwischen bereits über eine Million Menschen in Deutschland bekommen. Den Wert gibt das RKI mit 1.021.344 Personen an.

16.33 Uhr: Elefanten-Seniorin aus Leipzig zieht in den Karlsruher Zoo um

Die betagte Elefantendame Jenny im Karlsruher Zoo bekommt Gesellschaft: In den nächsten Tagen zieht die 48 Jahre alte Elefantenkuh Saida aus dem Leipziger Zoo zu ihr in die Altersresidenz für asiatische Elefanten. Wie die Stadt Karlsruhe weiter mitteilte, kennen sich die beiden Tiere noch aus früheren Zeiten im Hamburger Tierpark Hagenbeck – dort waren sie sich nach Worten eines Sprechers des Karlsruher Zoos aber nicht besonders grün. "Mal sehen, wie es läuft", sagte er. "Wir hoffen auf eine Zweckgemeinschaft der beiden."

Seit dem Tod der mindestens 54 Jahre alten Nanda im August – das genaue Alter Nandas ist unbekannt – war die 38-jährige Jenny der einzige Elefant in der speziell für die Bedürfnisse alter Elefanten ausgerichteten Residenz. Weder sie noch Saida mögen die Gesellschaft anderer Artgenossen besonders. Notfalls könne man die beiden betagten Tiere auch voneinander trennen, ohne sie zu isolieren, sagte der Zoosprecher. Ein Rüsselkontakt sei jederzeit möglich.

16.20 Uhr: Missbrauch in der Kita – Prozess gegen Ex-Mitarbeiter gestartet

Vor dem Dresdner Landgericht hat der Prozess gegen einen 28-jährigen Erzieher begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, zwischen 2018 und 2020 in einer Dresdner Kindertagesstätte sieben Mädchen im Alter von zwei bis drei Jahren dutzendfach sexuell schwer missbraucht zu haben. Es sei seine Aufgabe als pädagogischer Mitarbeiter gewesen, den Mittagsschlaf der Kinder zu überwachen, sie zu wickeln, umzuziehen und bei Toilettengängen zu begleiten, hieß es.

Einen Großteil der Taten habe er mit seinem Handy gefilmt. Zudem soll der Angeklagte bereits zwischen 2013 und 2015 ein zu Beginn achtjähriges Mädchen aus seiner Nachbarschaft missbraucht haben. Der 28-Jährige sitzt seit Januar in Untersuchungshaft. Er kündigte ein umfassendes Geständnis an. Die Jugendschutzkammer schloss daher auf Antrag der Verteidigerin die Öffentlichkeit aus.

Am Rande des Prozesses wurde bekannt, dass sich die Eltern eines Kindes vor etwa einem Jahr mit dem Missbrauchsverdacht an die Polizei gewandt hatten. Daraufhin wurde der Verdächtige am 20. Oktober 2020 noch in der Kita festgenommen. In seiner Wohnung fanden Beamte neben Hinweisen auf die Missbrauchsfälle tausende Dateien mit Darstellungen des sexuellen Missbrauchs von Kindern, die sich der Angeklagte aus dem Internet beziehungsweise dem Darknet heruntergeladen haben soll.

16.02 Uhr: EU sanktioniert acht weitere Personen im Ukraine-Konflikt

Die Europäische Union hat die Sanktionen wegen der von Russland einverleibten Schwarzmeerhalbinsel Krim ausgeweitet. Wie der Rat der EU mitteilte, wurden restriktive Maßnahmen gegen weitere acht Personen verhängt, "weil sie aktiv Handlungen unterstützen und politische Maßnahmen durchführen, durch die die territoriale Unversehrtheit, Souveränität und Unabhängigkeit der Ukraine untergraben oder bedroht werden". Somit werden mit Blick auf die territoriale Unversehrtheit der Ukraine nun die Vermögenswerte von 185 Personen und 48 Organisationen eingefroren. 

15.49 Uhr: Tatverdächtige nach rechtsextremen Schmierereien an KZ-Gedenkstätte Dachau ermittelt

Nach dem Auftauchen rechtsextremer Schmierereien an der KZ-Gedenkstätte Dachau in Bayern hat die Polizei eine Tatverdächtige ermittelt. Es handelt sich um eine 24-jährige Frau aus Dachau, wie die Polizei in Ingolstadt mitteilte. Die Frau stehe im Verdacht, in insgesamt sechs Fällen rechtsextremistische Schmierereien an mehreren Orten im Landkreis Dachau aufgesprüht zu haben.

Sie soll auch Ende September mit blauer Farbe ein Hakenkreuz an den Eingang des zur Gedenkstätte gehörenden ehemaligen Schießplatzes in der Gemeinde Hebertshausen geschmiert haben. In der Vernehmung räumte die 24-Jährige die Taten teilweise ein. Eine Wohnungsdurchsuchung erbrachte weiteres Beweismaterial. Das genaue Motiv für die Graffitis ist den Angaben zufolge bislang unklar. Insgesamt entstand ein Sachschaden von rund 4000 Euro. Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen wurde die Frau wieder entlassen.

15.40 Uhr: Sturz ins Leben: Giraffen-Geburt im Safariland Stukenbrock

Mit einem Sturz aus zwei Metern Höhe hat ein Giraffenjunges im Safariland Stukenbrock das Licht der Welt erblickt. Der zoologische Leiter Markus Köchling stellte das am Mittwoch geborene Junge der Öffentlichkeit vor. Das fünf Tage alte Mädchen ist nach Angaben des Safarilandes am Rande des Teutoburger Waldes in Nordrhein-Westfalen zwei Meter groß.

Für Giraffenmutter Inka ist es der erste Nachwuchs. Nach der Tragezeit von fast 15 Monaten habe sie sich "großartig um das Jungtier gekümmert", heißt es in einer Mitteilung. Das sei bei unerfahrenen Müttern nicht immer so. Der Sturz mache dem Tier nichts, erklärt Köchling. Die Knochen seien bei der Geburt noch sehr weich und das Verletzungsrisiko sei sehr gering. Jetzt sucht das Safariland einen passen Namen für den Nachwuchs, der ausgewachsen bis zu sechs Meter groß werden kann.

15.23 Uhr: EU-Kommission verschenkt 60.000 Zugtickets an junge Europäer

Die EU-Kommission verschenkt im Rahmen des Reiseprogramms "DiscoverEU" erneut Zugtickets an junge Europäer. In diesem Jahr sind es rund 60.000. Ab Dienstag können sich Interessierte im Alter zwischen 18 und 20 Jahren zwei Wochen lang darum bewerben. Zwischen März 2022 und Februar 2023 können die Ausgewählten dann 30 Tage lang mit dem Zug durch Europa reisen, andere Länder, neue Sehenswürdigkeiten und Landschaften entdecken und dabei Freundschaften knüpfen. Unterkunft und Verpflegung müssen sie selbst bezahlen.

Die Initiative "DiscoverEU" startete im Jahr 2018 und geht auf die Idee von Aktivisten zurück, jedem EU-Bürger zum 18. Geburtstag ein Interrail-Ticket zu schenken und ihn so mit dem Kontinent vertraut zu machen. In der Runde 2018/19 bewarben sich der EU-Kommission zufolge rund 350.000 Menschen um insgesamt 70.000 verfügbare Tickets. Demnach gaben damals zwei Drittel der Teilnehmenden an, zum ersten Mal mit dem Zug ins Ausland zu verreisen. Weil die vergangenen zwei Runden coronabedingt ausgesetzt wurden, können sich dieses Jahr neben 18-Jährigen auch ausnahmsweise 19- und 20-Jährige bewerben.

15.10 Uhr: China: Bus stürzt in Fluss – 13 Tote und ein Vermisster

Bei einem Busunglück in China sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen, einer wurde am Montag noch vermisst. Der Bus mit 51 Insassen war von einer Brücke in einen Fluss gestürzt. Das Unglück passierte im Kreis Pingshan nordwestlich der Stadt Shijiazhuang in der Provinz Hebei, wie das Staatsfernsehen CCTV berichtete. 37 Bus-Insassen wurden lebend gerettet. Einige hatten nach dem Sturz in die Fluten des Hutuo-Flusses aus dem Bus klettern und sich auf dem Wrack in Sicherheit bringen können, wie auf einem Video zu sehen war.

Die flache Brücke war überflutet, weil ein Reservoir weiter flussaufwärts Wasser abgelassen hatte, wie Staatsmedien berichteten. Doch waren Fahrzeuge trotzdem durch das Wasser gefahren, um auf die andere Seite zu kommen. Der Fahrer des Busses wurde festgenommen, der Unfallhergang wurde untersucht.

14.55 Uhr: Merck & Co. beantragt in den USA Notfallzulassung für Corona-Medikament

Der US-Pharmariese Merck & Co. hat in den USA eine Notfallzulassung für sein Corona-Medikament Molnupiravir beantragt. Angesichts der "Dringlichkeit" im Kampf gegen die Pandemie habe sein Unternehmen bereits zehn Tage nach Erhalt der Daten aus der klinischen Phase-3-Studie einen entsprechenden Antrag bei der Gesundheitsbehörde FDA gestellt, erklärte Merck-Chef Robert Davis. Er kündigte weitere Anträge in anderen Ländern an.

Der Antrag ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer einfachen Pille zur Behandlung von Covid-19. Anfang Oktober hatten Merck und sein Partner Ridgeback Biotherapeutics mitgeteilt, dass Molnupiravir bei infizierten Patienten das Risiko einer Krankenhauseinlieferung oder eines tödlichen Krankheitsverlaufes halbiere.

14.50 Uhr: Kardinal Woelki geht in Auszeit

Führungswechsel im größten deutschen Bistum: Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki geht von Dienstag an in seine angekündigte "geistliche Auszeit". Als sogenannter Apostolischer Administrator übernimmt dann Weihbischof Rolf Steinhäuser bis zum 1. März 2022 die Leitung des Bistums. So sehe es ein Dekret aus Rom vor, das am Dienstag offiziell veröffentlicht werden soll, teilte das Kölner Erzbistum mit. Steinhäuser werde mit der Ernennung alle entsprechenden Rechte und Pflichten erhalten.

14.45 Uhr: Italiens Justiz ermittelt nach Corona-Randalen

Nach den Ausschreitungen bei Corona-Demonstrationen in Rom am vergangenen Wochenende ermittelt die Staatsanwaltschaft. Die Justiz habe zwei Verfahren gegen mehrere Personen eröffnet, die unter anderem bei dem Angriff auf den Sitz des Gewerkschaftsbundes CGIL am Samstag dabei gewesen sein sollen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Ministerpräsident Mario Draghi besuchte dort am Montagmittag CGIL-Generalsekretär Maurizio Landini. Anhänger der rechtsradikalen und neofaschistischen Partei Forza Nuova (Neue Kraft) hatten den Sitz am Samstag am Rande von Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung angegriffen.

14.40 Uhr: Jemen: Hunderttausenden Kindern droht der Hungertod

Im Bürgerkriegsland Jemen stehen nach Angaben der Vereinten Nationen fast 400.000 Kinder vor dem Hungertod. Nach dem rund siebenjährigen Konflikt brauchten 20 Millionen Menschen Hilfe, das seien zwei Drittel der Bevölkerung, sagte der UN-Koordinator im Jemen, David Gressly, in Genf. Eine Ausweitung der Kämpfe habe die Lage vor allem im Süden des Landes für unzählige Menschen noch schlimmer gemacht. Im dem Land auf der Arabischen Halbinsel tobe die schlimmste humanitäre Krise der Welt, sagte Gressly.

14.35 Uhr: Österreichs Kanzler kündigt enge Zusammenarbeit mit Kurz an

Ungeachtet der Korruptionsermittlungen gegen Österreichs abgetretenen Kanzler Sebastian Kurz will sein Nachfolger Alexander Schallenberg auch in Zukunft mit ihm an einem Strang ziehen. "Ich halte die im Raum stehenden Vorwürfe für falsch", sagte Schallenberg nach seiner Vereidigung. Kurz bleibt nach seinem Rücktritt Chef der konservativen ÖVP und wird als Fraktionschef ins Parlament wechseln. "Ich werde selbstverständlich mit ihm sehr eng zusammenarbeiten", sagte Schallenberg in seiner ersten Stellungnahme als Kanzler.

14.29 Uhr: Berliner Polizei beschlagnahmt Fahrzeuge nach illegalem Autorennen

Die Berliner Polizei hat in der Nacht wegen des Verdachts des illegalen Autorennens zwei Fahrzeuge beschlagnahmt. Zivilbeamte bemerkten kurz vor Mitternacht zwei Männer, die mit überhöhter Geschwindigkeit in einem Mercedes und einem Hyundai in Berlin-Tiergarten fuhren und dabei mehrfach andere Fahrzeuge überholten, wie die Polizei mitteilte.

Die Beamten folgten den beiden und forderten sie auf, anzuhalten, was diese auch taten. Der Hyundai-Fahrer flüchtete jedoch vor einer Kontrolle und fuhr mit seinem Wagen bei Rot davon. Hinzugerufene Beamte fanden zuerst das abgestellte Fahrzeug und später in einem Hinterhof, versteckt hinter einer Mülltonne, den Fahrer, und nahmen ihn fest. In dem Fahrzeug wurden demnach eine höhere Summe Geld und "eine szenetypische Verkaufseinheit mit mutmaßlichen Drogenanhaftungen" gefunden.

Sowohl der Hyundai als auch der angemietete Mercedes wurden beschlagnahmt. Die beiden 23 und 29 Jahre alten Männer wurden nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung wieder entlassen. Der Hyundai-Fahrer wurde zuvor noch einer Blutentnahme unterzogen.

14.22 Uhr: Neue Regierung in Tunesien vereidigt

Zweieinhalb Monate nach der Entmachtung des früheren Regierungschef und des Parlaments durch Präsident Kais Saied ist in Tunesien eine neue Regierung vereidigt worden. Neun von 25 Ministerposten wurden mit Frauen besetzt, wie die Nachrichtenagentur TAP mitteilte. Höchste Priorität für die neue Regierung sei, das Vertrauen der Menschen in den Staat wiederherzustellen, sagte die vor knapp zwei Wochen von Saied ernannte Regierungschefin Nejla Bouden demnach. Saied hatte Ende Juli nach einem monatelangen Machtkampf Regierungschef Hichem Mechichi abgesetzt und die Arbeit des Parlaments ausgesetzt. 

14.13 Uhr: Drei Euro mehr – Hartz-IV-Sätze steigen im kommenden Jahr

Wer von Hartz IV lebt, bekommt ab dem kommenden Jahr drei Euro mehr im Monat. Damit steigt der Regelsatz für alleinstehende Erwachsene ab 2022 auf 449 Euro pro Monat. Eine entsprechende Kabinettsverordnung beschloss der Bundesrat am Freitag. Insgesamt erhalten Empfänger von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe sowie Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung 0,76 Prozent mehr Geld. Sozialverbände und die Linke kritisieren die Erhöhung als zu gering.

13.49 Uhr: Astrazeneca: Gute Testresultate bei Covid-19-Antikörperbehandlung

Der Pharmakonzern Astrazeneca hat nach eigenen Angaben mit einem Antikörper-Präparat gute Resultate bei der Behandlung von Corona-Erkrankten erzielt. Wie das Unternehmen mitteilte, reduzierte das Mittel AZD7442 die Fälle von schwerer Erkrankung und Tod bei Covid-19-Erkrankten um die Hälfte, wenn es innerhalb von sieben Tagen nach Beginn der Symptome verabreicht wurde. Wurde das Mittel innerhalb von fünf Tagen gespritzt, war die Zahl der schwer Erkrankten oder Gestorbenen sogar um 67 Prozent niedriger als in der Vergleichsgruppe, die ein Placebo-Mittel erhielt.

Durchgeführt wurde die Phase-III-Studie an rund 900 erwachsenen Patienten mit leichten bis mittelschweren Covid-19-Symptomen, die nicht im Krankenhaus waren. Ein großer Teil der Teilnehmer (90 Prozent) gehörte aber zu Risikogruppen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf, beispielsweise durch Vorerkrankungen wie Krebs, Diabetes oder Herz-Kreislauferkrankungen.

13.39 Uhr: 14-jähriger Radfahrer kollidiert mit Reh – beide schwer verletzt

Bei einem Fahrradunfall mit einem Reh ist ein 14-Jähriger schwer verletzt worden. Der Junge sei am Morgen auf dem Radweg der Bundesstraße 82 im niedersächsischen Landkreis Helmstedt unterwegs gewesen, als das Reh aus dem Straßengraben gesprungen und mit dem Radfahrer zusammengeprallt sei, teilte die Polizei in Wolfsburg mit. Der Junge stürzte und verletzte sich schwer. Er wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Das Reh sei so schwer verletzt worden, dass Polizisten es von seinem Leid erlösten.

13.21 Uhr: Mann täuscht Mord an Onkel vor

Weil er nicht so lange auf einen Rettungswagen für seinen Onkel warten wollte, hat sich ein Mann als Mörder ausgegeben. Der 50-Jährige erklärte der Polizei am Telefon, dass er seinen Onkel erstochen habe. Mehrere Streifenwagen, ein Notarzt und ein Rettungswagen machten sich sofort auf den Weg nach Steinheim an der Murr nördlich von Stuttgart. Dort stellten sie fest, dass die Straftat frei erfunden war - der Onkel hatte nur Rückenschmerzen. Nachdem die beiden Männer am Samstagabend eine Stunde auf einen Arzt gewartet hatten, dachte sich der Neffe aus Ungeduld den Mord aus. Der 50-Jährige muss sich der Polizei zufolge nun wegen Vortäuschens einer Straftat verantworten, außerdem prüfen die Ermittler, ob er den Einsatz bezahlen muss.

13.16 Uhr: Junge in Russland ersticht im Streit seinen Mitschüler

Ein 15-Jähriger hat im Streit an einer Schule in der russischen Teilrepublik Dagestan im Nordkaukasus einen Klassenkameraden erstochen. Der Jugendliche habe während einer Schlägerei auf dem Schulgelände in der Stadt Machatschkala ein Messer gezückt, meldete die Staatsagentur Tass unter Berufung auf die Ermittlungsbehörde. Das Opfer wurde in ein Krankenhaus gebracht, erlag dort aber später seinen schweren Verletzungen. Weshalb es zwischen den beiden Neuntklässlern zum Streit gekommen war, blieb zunächst unklar. Es wurden Ermittlungen wegen Mordes eingeleitet.

13.13 Uhr: Diplomat Schallenberg als neuer Kanzler Österreichs vereidigt

Der bisherige österreichische Außenminister Alexander Schallenberg ist als neuer Bundeskanzler seines Landes vereidigt worden. Zwei Tage nach dem Rücktritt seines Vorgängers Sebastian Kurz legte Schallenberg in einer vom Fernsehen übertragenen Zeremonie in der Wiener Hofburg seinen Amtseid ab. Als Schallenbergs Nachfolger im Außenamt wurde der Diplomat Michael Linhart von Bundespräsident Alexander Van der Bellen vereidigt. 

12.49 Uhr: Mindestens zwei Tote bei Absturz von Kleinflugzeug im Siebengebirge

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs im nordrhein-westfälischen Siebengebirge sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Bei der Maschine handelte es sich um eine zweimotorige Propellermaschine, wie ein Sprecher der Bonner Polizei sagte. Das Ultraleichtflugzeug sei am Morgen in einem Waldstück unterhalb der Ruine Löwenburg an der Grenze zwischen Königswinter und Bad Honnef abgestürzt.

12.36 Uhr: 65,3 Prozent vollständig geimpft – rund 1 Million Booster-Impfungen

In Deutschland sind 65,3 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Die Quote unter den Erwachsenen lag am Sonntag bei 75,8 Prozent, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Mindestens einmal gegen das Virus geimpft sind demnach 68,5 Prozent aller Bürger und Bürgerinnen, sowie 79,3 Prozent der Erwachsenen.

Unter den Kindern und Jugendlichen von 12 bis 17 Jahren haben inzwischen 43,2 Prozent mindestens eine erste Spritze bekommen, 37,0 Prozent sind vollständig geimpft. Das RKI geht davon aus, dass vermutlich mehr Menschen geimpft sind, als die Daten nahelegen. So hieß es in einem Bericht Anfang Oktober, dass die Quote bei einmal und vollständig Geimpften bis zu 5 Prozentpunkte höher sein dürfte.

Eine Auffrischungsimpfung haben inzwischen bereits über eine Million Menschen in Deutschland bekommen. Den Wert gab das RKI mit 1.021.344 an.

12.23 Uhr: Unbekannte stecken Obdachlosencamp in Berlin in Brand

Unbekannte haben ein Obdachlosencamp in einer Unterführung am Berliner Ostbahnhof in Brand gesteckt. Wie die Polizei mitteilte, wurde niemand verletzt. Den fünf zum Teil schon schlafenden 24 bis 52 Jahre alten Bewohnern des Zelt-Camps in Berlin-Friedrichshain sei es bei dem Feuer am Sonntagabend gelungen, sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Laut Feuerwehr hat ein Fläche von etwa 20 Quadratmetern in Flammen gestanden. Ein Teil des Camps brannte vollständig ab. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Es gebe keine belastbaren Hinweise auf eine politisch motivierte Tat, hieß es. Die Polizei ermittelt wegen versuchten Totschlags und Brandstiftung.

12.20 Uhr: England schafft diskriminierende Blutspende-Regel ab

Die britische Regierung will zum Jahresende eine in England geltende Regel beim Blutspenden abschaffen, die seit längerem als diskriminierend gegenüber Schwarzen angeprangert wird. Schottland und Wales hatten die Regel bereits im vergangenen Jahr aufgehoben. Derzeit werden potenzielle Blutspender in England gefragt, ob sie Sex mit einem Partner hatten, der in Teilen der Welt sexuell aktiv war oder gewesen sein könnte, wo Aids und das HI-Virus stark verbreitet sind – dies betrifft ein Großteil der Länder südlich der Sahara.

Bei einem Ja werden sie für einen Zeitraum von drei Monaten nach dem letzten sexuellen Kontakt vom Blutspenden ausgeschlossen. Dieser Umstand könnte laut Gesundheitsministerium vor allem Spender afrikanischer Herkunft sowie deren Partner von einer Blutspende abhalten. Die Abschaffung der Regel werde voraussichtlich zu mehr Spenden von selteneren Blutgruppen führen, "ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen".

12.01 Uhr: Im Rhein festgefahrener Tanker geborgen

Ein im Rhein festgefahrener Tanker ist am Morgen bei Oberwesel geborgen worden. Das mit knapp 1300 Tonnen Diesel beladene Schiff hatte sich am Sonntagabend festgefahren. Grund dafür war, dass es wegen eines entgegenkommenden Schiffs anhalten musste, wie Peter Knopp von der Wasserschutzpolizei St. Goar mitteilte. Dadurch sei die Ruderkraft verloren gegangen und das Schiff wurde durch die Strömung auf einen felsigen Mittelgrund getrieben, wo es hängen blieb. Ein Leck hatte es dadurch nicht gegeben.

Geborgen werden konnte das Schiff erst bei Tageslicht. Die fünfköpfige Crew musste die Nacht an Bord verbringen. Zwei Schleppschiffe konnten den Tanker schließlich ohne Schäden am Schiff und ohne Verletzte bergen. Der Tanker wurde überprüft und befindet sich nun wieder auf seiner ursprünglichen Route in die Schweiz.

11.48 Uhr: Achtjährige beim Wandern an tschechischer Grenze verschwunden

Ein achtjähriges Mädchen ist am Sonntag bei einer Wanderung an der bayerisch-tschechischen Grenze verschwunden und wird seitdem vermisst. Rund um den tschechischen Berg Cerchov (Schwarzkopf), etwa zwei Kilometer hinter der Grenze, liefen seitdem intensive Suchmaßnahmen, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz. Bisher seien mehrere Personensuchhunde der bayerischen Polizei, zwei bayerische Polizeihubschrauber und mehrere Streifen vor Ort.

11.21 Uhr: Schadstoffwerte nach Flutkatastrophe im Ahrtal derzeit "nicht beunruhigend"

Fast drei Monate nach der Flutkatastrophe hat eine erneute Messung der Schadstoffbelastung an der Ahr laut Umweltministerium keinen Grund zur Beunruhigung gegeben. Die Flutkatastrophe habe "erwartungsgemäß" zu höheren Schadstoffwerten in Wasser, Boden und Luft geführt, erklärte Umweltministerin Anne Spiegel (Grüne) bei der Vorstellung der Zwischenergebnisse des Sondermessprogramms. "Allerdings sind diese Werte derzeit nicht beunruhigend und lassen auch keine längerfristigen gravierenden Belastungen befürchten."

Für das Sondermessprogramm untersucht das Landesamt für Umwelt seit dem 4. August die Umweltfolgen des verheerenden Hochwassers. Für die Gewässeruntersuchung seien bisher an 14 Messpunkten entlang der Ahr sowie per Schiff an der Ahrmündung in den Rhein Proben entnommen und analysiert worden. Bisher habe es vier Messdurchgänge gegeben.

11.08 Uhr: Tunesien hat eine neue Regierung

Tunesien hat eine neue Regierung. Ein entsprechendes Dekret habe Staatschef Kaïs Saïed erlassen, teilte die Präsidentschaft des nordafrikanischen Landes mit. Die Vereidigung des neuen Kabinetts sollte demnach vom Staatsfernsehen übertragen werden. Vor knapp drei Monaten war die vorherige Regierung um Ministerpräsident Hichem Mechichi in einem umstrittenen Manöver von Saïed entmachtet worden.

Saïed hatte Ende Juli mit Hilfe eines Notstandsartikels der Verfassung Regierungschef Mechichi abgesetzt, die Arbeit des Parlaments ausgesetzt und die Immunität der Abgeordneten aufgehoben. Die bis dahin regierende Ennahdha-Partei warf ihm einen "Putsch" vor, in der Bevölkerung kam es immer wieder zu Protesten. Am Sonntag hatten sich im Zentrum von Tunis mehrere tausend Menschen zum Protest gegen Saïed versammelt.

10.23 Uhr: Irak meldet Festnahme von mutmaßlichem IS-Finanzchef

Die irakischen Behörden haben die Festnahme des mutmaßlichen Finanzchefs der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gemeldet. Der von den USA gesuchte Sami Dschasim al-Dschaburi sei bei einem Geheimdiensteinsatz "außerhalb der irakischen Grenzen" festgenommen worden", erklärte der irakische Ministerpräsident Mustafa al-Kadhemi im Online-Dienst Twitter.  

Bei Al-Dschaburi soll es sich um den Top-Verantwortlichen beim IS für Finanzen handeln. Er soll zudem der Stellvertreter des früheren IS-Anführers Abu Bakr al-Baghdadi gewesen sein. Auf die Ergreifung von Al-Dschaburi hatten die USA eine Belohnung von bis zu fünf Millionen Dollar (4,3 Millionen Euro) ausgesetzt. 

10.03 Uhr: Bus stürzt in Fluss in China: Zwei Tote und zwölf Vermisste

Bei einem Busunglück in China sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen, während noch zwölf vermisst werden. Der Bus mit 51 Insassen stürzte von einer Brücke in einen Fluss. Das Unglück passierte im Kreis Pingshan nordwestlich der Stadt Shijiazhuang in der Provinz Hebei, wie das Staatsfernsehen CCTV berichtete. 37 Insassen konnten lebend gerettet werden.

Einige hatten nach dem Sturz in die Fluten des Hutuo-Flusses aus dem Bus klettern und sich auf dem Wrack in Sicherheit bringen können, wie auf einem Video zu sehen war. Der Fahrer wurde festgenommen, während die Ursache des Unfalls untersucht wurde. Die Suche nach den zwölf in dem Fluss vermissten Insassen verlief zunächst erfolglos.

9.56 Uhr: Staatsschutz ermittelt wegen Vermummter vor Privathaus von Minister

Nach einer Versammlung von Vermummten vor dem Privathaus des NRW-Innenministers Herbert Reul (CDU) hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Es gehe um Verstöße gegen das Versammlungsgesetz und gegen das Sprengstoffgesetz, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Hintergründe der "Spontanversammlung" am Sonntag in Leichlingen waren noch unklar, möglicherweise stand die Aktion "in Zusammenhang mit dem neuen Versammlungsgesetz", hieß es von der Polizei.

Mindestens 15 Menschen hatten mitgemacht, sie zogen durch die Straßen der 28 000-Einwohner-Stadt. Einige Randalierer zündeten laut Polizei Bengalos vor Reuls Wohnhaus. Sie riefen Parolen und hielten Banner hoch - was darauf stand, ist nicht übermittelt. Die Versammlung löste sich am Sonntag rasch auf, der CDU-Politiker war nicht zu Hause.

9.50 Uhr: Tanker fährt sich im Rhein fest

Ein Tankmotorschiff hat sich am Sonntagabend bei St. Goar in Rheinland-Pfalz auf dem Rhein festgefahren. Beladen ist der Tanker mit knapp 1300 Litern Diesel, wie die Polizei am Sonntagabend erklärte. Aufgrund eines Fehlers bei der Führung des Schiffes war der Tanker auf den sogenannten Geisenrücken aufgefahren. Aufgrund des festgefahrenen Tankers musste das Fahrwasser auf der linken Seite des Rheins gesperrt werden.

Die restlichen Schiffe mussten aufgrund der Sperrung über die rechte Rheinhälfte ausweichen. Bei dem Vorfall kam es zu keinem Wassereinbruch in das Schiff, es seien auch keine Kraftstoffe ausgetreten, erklärte die Polizei weiter. Verletzt worden sei niemand. Die Bergung des Schiffs sollte bei Tageslicht beginnen.

9.49 Uhr: Mexikanische Marine beschlagnahmt Drogen auf hoher See

Die mutmaßlichen Drogenschmuggler vor der Küste Mexikos hatten es nicht ohne Grund eilig. Gegen die Hubschrauber und Boote der mexikanischen Marine hatten sie allerdings keine Chance. Das Schnellboot war den Behörden zuvor durch unregelmäßige Bewegungen aufgefallen. Auf hoher See in der Nähe von Ensenada in Baja California wurde das Boot mit fünf Personen gestoppt. An Bord stellten die Beamten mehrere Tonnen Methamphetamine und einen Beutel mit Marihuana fest. Außerdem waren mehr als 3.500 Liter Benzin dabei. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.

9.42 Uhr: Nordkoreas Machthaber sieht "düstere Lage" der Wirtschaft

Nordkoreas Generalsekretär Kim Jong Un hat seine Staatsbeamten dazu aufgefordert, sich angesichts einer "düsteren Lage" darauf zu konzentrieren, "die Lebensumstände der Bevölkerung" zu verbessern. Das Land stehe zudem vor großen Aufgaben bei der Entwicklung der Staatswirtschaft und beim Erreichen der festgelegten Wirtschaftsziele, sagte Kim während einer Rede zum 76. Jahrestags der Gründung der Arbeiterpartei Koreas.

Nordkoreas ohnehin durch Sanktionen angeschlagene Wirtschaft befindet sich seit der Corona-Pandemie in einem zunehmend desolaten Zustand. Das Land ist nach wie vor praktisch vollständig von der Außenwelt isoliert. Am Wochenende sollen zwei rumänische Botschaftsmitarbeiter Nordkorea verlassen haben, wie das Fachmedium NK News unter Berufung auf informierte Quellen berichtet. Damit sei die letzten diplomatische Vertretung eines Landes der Europäischen Union in Nordkorea geschlossen worden.

10.30 Uhr: Ecuadors Parlament stimmt wegen "Pandora Papers" für Untersuchung gegen Präsident

Die ecuadorianische Nationalversammlung hat nach den Enthüllungen in den "Pandora Papers" für eine parlamentarische Untersuchung gegen Präsident Guillermo Lasso gestimmt. Dabei solle geprüft werden, ob der konservative Politiker durch den Besitz von Vermögenswerten in Steueroasen gegen ecuadorianisches Gesetz verstieß, teilte das Parlament am Sonntag (Ortszeit) mit. 

Laut den "Pandora Papers" kontrollierte der 65-Jährige 14 Offshore-Firmen, die meisten davon in Panama. Nachdem 2017 in Ecuador ein neues Gesetz verabschiedet wurde, das Präsidentschaftskandidaten den Besitz von Firmen in Steueroasen verbietet, gab er sie auf. 

10.15 Uhr: Weltnaturkonferenz beginnt in China - Warnung vor Artensterben

Die Weltnaturkonferenz mit Beratungen zum Kampf gegen das rasante und gefährliche Aussterben von Arten hat begonnen. Knapp 200 Vertragsstaaten der UN-Konvention für die biologische Vielfalt (CBD) nehmen daran teil. Das einwöchige Treffen findet unter dem Vorsitz Chinas vor allem virtuell und mit örtlichen Vertretern in der südwestchinesischen Stadt Kunming statt. Experten des Weltbiodiversitätsrates warnten vor dem Aussterben von einer Million Arten schon in den nächsten zehn Jahren und den Folgen für die Lebensgrundlagen der Menschen. Es geht um Ziele für ein neues Rahmenabkommen – vergleichbar mit dem Pariser Klimaabkommen, auch wenn es weniger bindend sein wird.

09.05 Uhr: Neuseeland führt Impfpflicht für Mitarbeiter im Gesundheits- und Bildungswesen ein

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat die neuseeländische Regierung eine weitgehende Impfpflicht für Mitarbeiter im Gesundheitswesen sowie für Lehrer angekündigt. "Wir können nichts dem Zufall überlassen", sagte Chris Hipkins, der im Kabinett von Premierministerin Jacinda Ardern sowohl Bildungsminister als auch für das Corona-Krisenmanagement zuständig ist. Deshalb werde die Impfung für bestimmte Berufsgruppen obligatorisch. 

Den neuen Regelungen zufolge müssen Ärzte, Krankenpfleger und andere Mitarbeiter im Gesundheitswesen bis zum 1. Dezember zweifach gegen das Coronavirus geimpft sein. Menschen im Bildungssektor mit direktem Kontakt zu Schülern haben bis zum 1. Januar Zeit, um sich vollständig immunisieren zu lassen. Weiterführende Schulen werden dazu verpflichtet, eine Datenbank über den Impfstatus ihrer Schüler zu führen. Eine Entscheidung zu einer möglichen Impfpflicht an Hochschulen steht noch aus.

8.50 Uhr: Taliban: Erste persönliche Gespräche mit USA "gut gelaufen"

Die Taliban haben die ersten persönlichen Gespräche mit Vertretern der USA seit ihrer Machtübernahme im August als positiv eingestuft. Der Dialog zwischen Delegationen der USA und der Taliban sei "gut gelaufen", hieß es in einer Erklärung des afghanischen Außenministeriums. Die Delegation der Islamisten habe in den Gesprächen am Wochenende in der katarischen Hauptstadt Doha erklärt, humanitäre Hilfe sollte nicht mit politischen Fragen verknüpft werden.

Laut der Taliban-Erklärung sagten US-Vertreter zu, dass sie den Afghanen humanitäre Hilfe leisten und andere humanitäre Organisationen unterstützen würden, Hilfe zu leisten. Die Taliban hätten dies begrüßt und erklärten, dass man mit Hilfsorganisation zusammenarbeiten wolle, um auf transparente Weise Hilfe zu leisten.

08.30 Uhr: Vietnam startet nach drei Monaten erstmals wieder Inlandsflüge

Seit Monaten steht in Vietnam wegen der Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante das Leben still. Wegen sinkender Corona-Zahlen durften jetzt erstmals wieder Inlandsflüge den Betrieb aufnehmen - fast drei Monate, nachdem der Flugverkehr in dem Land am Mekong komplett lahmgelegt worden war. Der Vietnam-Airlines-Flug VN213 sei am Sonntag von der Hauptstadt Hanoi nach Ho-Chi-Minh-Stadt (früher: Saigon) geflogen, viele weitere Verbindungen würden folgen, berichtete die staatliche Zeitung "VnExpress".

Jedoch dürfen nur vollständig Geimpfte, Genesene oder Passagiere mit negativem Corona-Test die Maschinen besteigen. Zudem gelten weiter strenge Regeln: Wer im Land reist, muss sich sieben Tage lang in häusliche Quarantäne begeben und während dieser Zeit Gesundheitstests unterziehen.

07.50 Uhr: Lockdown-Ende nach 106 Tagen: Großraum Sydney lockert für Geimpfte

Im australischen Bundesstaat New South Wales mit der Metropole Sydney ist der strikte Corona-Lockdown nach 106 Tagen beendet worden. Die Maßnahmen wurden erheblich gelockert, nachdem in der Vorwoche über 70 Prozent der Bevölkerung ihre zweite Impfdosis erhalten hatten. Landesweit liegt die Impfquote in Australien aktuell bei knapp 62 Prozent. Medien feierten die Lockerungen als "Freedom Day" (Freiheitstag). Allerdings gelten die neuen Freiheiten nur für vollständig Geimpfte.

Wegen eines von der Delta-Variante ausgelösten Corona-Ausbruchs in der Region durften die Bürger seit Ende Juni nur noch in Ausnahmen ihre Häuser verlassen. Seither wurden Behördenangaben zufolge 63.000 Infektionsfälle und mehr als 430 Tote in Verbindung mit Covid-19 verzeichnet.

nib DPA AFP

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