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News von heute Boris Johnson prescht mit Corona-Öffnungen in England voran

Premier Boris Johnson
Premier Boris Johnson bestätigt Corona-Öffnungen und bittet Briten um Vorsicht
© Daniel Leal-Olivas / AFP
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker: 

22.22 Uhr: Mindestens 20 Tote bei Großbrand auf Corona-Station im Irak

Bei einem Großbrand auf einer Corona-Station in der südirakischen Stadt Nasiriyya sind mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Die Suche nach möglichen weiteren Opfern dauere an, sagte ein Sprecher der Gesundheitsbehörden der Nachrichtenagentur AFP. Den Angaben zufolge hat die Station 60 Betten. 

21.51 Uhr: Müller offiziell für UN-Spitzenposten nominiert

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) ist offiziell für einen Spitzenposten bei den Vereinten Nationen nominiert worden. Das Leitungsgremium der UN-Organisation für industrielle Entwicklung (Unido) in Wien habe Müller als neuen Generaldirektor der Organisation vorgeschlagen, teilte das Bundesentwicklungsministerium mit. Damit sei zum ersten Mal ein Kandidat aus Deutschland und einem Industrieland für diesen Posten vorgeschlagen worden.

21.24 Uhr: Finnland stoppt Abschiebungen nach Afghanistan

Angesichts der  verschlechterten Sicherheitslage in Afghanistan setzt Finnland die Abschiebungen in das Land vorerst aus. Die finnische Einwanderungsbehörde teilte mit, bereits seit Freitag sei für afghanische Staatsbürger die "Ausstellung negativer Bescheide" suspendiert. Deutschland hält hingegen an den Abschiebungen nach Afghanistan vorerst fest. Die Regierung in Kabul hatte am Wochenende an die europäischen Staaten appelliert, für drei Monate auf Abschiebungen nach Afghanistan zu verzichten. Parallel zum fortschreitenden Abzug der Nato-Truppen aus Afghanistan hatten die  radikalislamischen Taliban zuletzt weite Teile des Landes zurückerobert. 

20.17 Uhr: Macron: Frankreich führt Impfpflicht für Gesundheitspersonal ein

Frankreich führt eine Corona-Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegekräfte ein. Präsident Emmanuel Macron begründete dies in einer Fernsehansprache mit der rapiden Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus. Alle Mitarbeiter von Krankenhäusern, Alten- oder Pflegeheimen müssen sich nach seinen Worten bis spätestens zum 15. September impfen lassen.

19.14 Uhr: Griechische Regierung verschärft Druck auf ungeimpfte Bürger

In Griechenland dürfen sich die Menschen künftig nur noch in den Innenräumen von Gastronomie- und Kulturbetrieben aufhalten, wenn sie gegen Corona geimpft sind. Das gab der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis am Abend bekannt. Beschäftigte im Gesundheitssektor und in der Altenpflege müssen sich zudem künftig verpflichtend impfen lassen - sonst können sie von ihrer Arbeit freigestellt werden. "Wir werden das Land wegen der Haltung einiger nicht wieder schließen", sagte der Premier bei einer Ansprache im Staatsfernsehen. Die Patienten auf den Intensivstationen seien "zu 99 Prozent nicht geimpft", begründete Mitsotakis die Maßnahme.

18.21 Uhr: Kritik an Sicherheitskonzept nach Randale am Rande von EM-Finale

Nach den chaotischen Szenen am Rande des EM-Fußballfinales in London ist Kritik am Sicherheitskonzept für das Großereignis laut geworden. Die Polizei leitete Ermittlungen ein, nachdem dutzende Fans ohne Tickets am Sonntag die Absperrungen am Wembley-Stadion überwunden hatten. Als sie an anderen Zuschauern vorbei in die Arena stürmten, kam es zu Rangeleien. Beobachter monierten, dass sich zahlreiche Fans ohne Eintrittskarten auf der Zufahrt zum Stadion versammeln konnten. "Das war die schlimmste Erfahrung, die ich je als Fan bei einem Fußballspiel gemacht habe", schrieb der "Daily Mail"-Fußballexperte Mike Keegan im Onlinedienst Twitter. "Chaotische Organisation, die Polizei nirgends zu sehen und Fans ohne Ticket, die Amok laufen." Er habe Schlägereien und Flaschenwürfe beobachtet.

18.15 Uhr: Johnson bestätigt Corona-Öffnungen und bittet um Vorsicht

Angesichts der angekündigten Corona-Lockerungen in England hat der britische Premierminister Boris Johnson die Bevölkerung zu Vorsicht und Rücksichtnahme aufgefordert. "Diese Pandemie ist bei weitem nicht vorbei. Diese Krankheit gefährdet weiterhin Sie und Ihre Familien", sagte Johnson in London. Die Bevölkerung könne nicht einfach zum Leben wie vor der Corona-Pandemie zurückkehren. Dennoch bestätigte der Regierungschef, dass fast alle Corona-Regeln vom 19. Juli an aufgehoben werden sollen.

Die Regierung empfehle mit Nachdruck, an Orten mit vielen Menschen wie im öffentlichen Nahverkehr weiterhin Masken zu tragen, sagte Johnson. Außerdem bitte die Regierung Nachtclubs und andere Veranstaltungsorte darum, den Impfstatus ihrer Gäste und Besucher mithilfe eines digitalen Nachweises zu überprüfen. Eine gesetzliche Grundlage dafür gibt es dann aber nicht mehr. Die harten Einreiseregeln, die für nicht Geimpfte oder Einreisende aus "roten Ländern" eine Quarantäne vorschreiben, blieben in Kraft.

17.58 Uhr: Sanierte Görlitzer Synagoge als Kulturforum wiedereröffnet

Mit einem Bekenntnis zu Offenheit und Toleranz ist am Montag nach rund 30 Jahren Sanierung die Görlitzer Synagoge als Kulturforum wiedereröffnet worden. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) warnte in ihrer Ansprache vor Antisemitismus. "Das Wiederaufblühen jüdischer Kultur ist das größte Geschenk der deutschen Nachkriegsgeschichte". Sie hoffe, dass dieser Ort das Verantwortungsbewusstsein der Besucher schärfe.

17.22 Uhr: 14 Giftschlangen in Wohnung gefunden

In einer Wohnung in Brandenburg sind am Wochenende 14 gefährliche Giftschlangen gefunden worden. Einsatzkräfte des Ordnungsamtes mit Unterstützung der Feuerwehr beschlagnahmten die Tiere in der Landeshauptstadt Potsdam, wie eine Sprecherin der Stadt mitteilte. Reptilienexperte Marko Hafenberg war eigenen Angaben zufolge als Sachverständiger vor Ort und transportierte die Schlangen am frühen Samstagnachmittag in eine von ihm geführte Auffangstation für exotische Tiere. Laut Hafenberg handelte es sich unter anderem um Tigerklapperschlangen, zwei Kettenvipern und Felsenklapperschlangen. Die Kettenviper sei für einen Großteil aller tödlichen Giftschlangenbisse in Asien verantwortlich.

16.58 Uhr: Britischer Minister bestätigt Ende der Corona-Maßnahmen in England

In England werden am 19. Juli wie geplant fast alle verpflichtenden Corona-Maßnahmen aufgehoben. Das bestätigte der britische Gesundheitsminister Sajid Javid im Parlament in London. Die Voraussetzungen dazu seien erfüllt, sagte Javid. Das sei den Bemühungen der Briten und dem Impfprogramm zu verdanken. Zwar sei zu erwarten, dass die Zahl der Neuinfektionen weiter steigen werde, doch glaube die Regierung nicht, "dass die Infektionszahlen einen unaushaltbaren Druck auf den Gesundheitsdienst NHS" ausüben werden, so Javid.

Von kommender Woche an fallen damit voraussichtlich Abstandsregeln, Maskenpflicht und die verpflichtende Registrierung etwa beim Restaurantbesuch weg. Auch Nachtclubs und Diskotheken dürfen dann wieder Besucher empfangen. Zahlenmäßige Beschränkungen für Feiern der Veranstaltungen soll es nicht mehr geben.

16.37 Uhr: Biden: USA stehen an der Seite von Demonstranten in Kuba

US-Präsident Joe Biden hat den Demonstranten im autoritär regierten Kuba die Unterstützung der Vereinigten Staaten zugesichert. Die Menschen in Kuba forderten Grundrechte ein, hieß es in einer vom Weißen Haus verbreiteten Mitteilung Bidens. "Diese Rechte, einschließlich des Rechts auf friedlichen Protest und des Rechts, die eigene Zukunft frei zu bestimmen, müssen respektiert werden. Die Vereinigten Staaten rufen das kubanische Regime dazu auf, in diesem entscheidenden Moment auf sein Volk zu hören und seinen Bedürfnissen zu dienen, anstatt sich selbst zu bereichern." Angesichts einer schweren Wirtschaftskrise waren am Wochenende in Kuba erstmals seit Jahrzehnten wieder Demonstranten in großer Zahl gegen die sozialistische Regierung auf die Straßen gegangen. In der Hauptstadt Havanna zogen sie am Sonntag durch den historischen Stadtkern und skandierten "Freiheit, Freiheit" und "Wir haben keine Angst", wie auf in sozialen Netzwerken veröffentlichten Videos zu sehen war.

15.55 Uhr: Altenheimbewohner in Amberg erstochen aufgefunden

Ein Bewohner eines Altenheims im bayerischen Amberg ist in seinem Zimmer erstochen worden. Der Mann wurde am Mittag mit Stichverletzungen gefunden, wie das Polizeipräsidium Oberpfalz in Regensburg mitteilte. Trotz des Einsatzes von Rettungsdiensten und Notarzt konnte nur noch sein Tod festgestellt werden.Die Hintergründe waren zunächst unklar. Die Kriminalpolizei in Amberg nahm Ermittlungen auf.

15.27 Uhr: Gericht: Abschiebung von Clan-Chef war 2019 rechtswidrig

Die beiden Abschiebungen des Clan-Chefs Ibrahim Miri im Juli und im November 2019 aus Deutschland in den Libanon waren rechtswidrig. Das entschied das Bremer Verwaltungsgericht, das damit einer Klage des in Beirut lebenden Miri folgte. Dennoch dürfe der Kläger nicht nach Deutschland einreisen, weil zugleich ein entsprechendes Einreise- und Aufenthaltsverbot von insgesamt sieben Jahren rechtmäßig sei. Die Kammer halte Miri immer noch für eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit in Deutschland. Gegen das Urteil sind Rechtsmittel beim Oberverwaltungsgericht möglich.

14.34 Uhr: Mindestens ein Toter und zehn Vermisste nach Hoteleinsturz in China

Beim Einsturz eines Hotels im Osten Chinas ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen, zehn weitere werden noch vermisst. Nach Angaben des staatlichen Fernsehsenders CCTV war das Billighotel "Siji Kaiyuan" in der bei Touristen beliebten Stadt Suzhou aus noch ungeklärter Ursache eingestürzt. Bisher wurden sieben Überlebende aus den Trümmern geborgen, drei von ihnen waren laut CCTV schwer verletzt. Bergungsmannschaften suchten unter Hochdruck nach weiteren Verschütteten, berichtete CCTV. Laut der chinesischen Reisebuchungsseite Ctrip wurde das "Siji Kaiyuan" 2018 eröffnet. Es verfügte über 54 Zimmer, einen Festsaal und Konferenzräume. In der Volksrepublik kommt es immer wieder zu Einstürzen von Gebäuden. Dafür verantwortlich ist oftmals Pfusch am Bau und Korruption.

14.19 Uhr: Toter Säugling in Kölner Babyklappe gefunden Foto

In Köln ist ein Neugeborenes tot in der Babyklappe eines Frauenhauses gefunden worden. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Im Vordergrund stünden dabei die Todesursache und die Frage, ob der kleine Junge zum Zeitpunkt der Geburt noch gelebt habe und lebensfähig gewesen sei, teilte die Polizei mit. Der Säugling solle dafür obduziert werden. Das Frauenhaus liegt im Stadtteil Bilderstöckchen.

14.02 Uhr: Papst muss nach Darm-OP noch einige Tage im Krankenhaus bleiben

Papst Franziskus muss nach seiner Darm-OP vor rund einer Woche noch einige Tage im Krankenhaus bleiben. Dies sei nötig, "um die medizinische und Rehabilitations-Therapie zu optimieren", erklärte Vatikan-Sprecher Matteo Bruni. Franziskus hatte sich wegen einer Entzündung des Dickdarms im Gemelli-Universitätskrankenhaus in Rom einer geplanten Operation unterzogen. Am Sonntag hielt der 84-Jährige bereits wieder ein Gebet vor Gläubigen von einem Balkon des Krankenhauses aus.

13.16 Uhr: Erneut mehr Kegelrobben im Wattenmeer der Nordsee geboren

Im Wattenmeer sind zuletzt erneut mehr Kegelrobben geboren worden. Wie das gemeinsame Wattenmeersekretariat Deutschlands, der Niederlande und Dänemarks am Montag in Wilhelmshaven mitteilte, stieg die Zahl neugeborener Tiere im Vergleich zum Vorjahr um 201 oder rund zehn Prozent auf 1927. Das entsprach etwa dem durchschnittlichen jährlichen Anstieg der vergangenen fünf Jahre, den das Wattenmeersekretariat auf elf Prozent bezifferte.

12.31 Uhr: Pilotprojekt in Berlin und Brandenburg: ADAC startet Pannenhilfe für Fahrräder

Deutschlands größter Automobilclub widmet sich verstärkt den Fahrradfahrern: Der ADAC testet im Rahmen eines Pilotprojektes eine Pannenhilfe für Radler. Mitglieder, die in Berlin und Brandenburg mit einer Fahrradpanne liegen bleiben, sollten im Rahmen des Projektes "ab sofort" kostenlose Pannenhilfe erhalten, teilte der ADAC mit.

Helfen sollen die "Gelben Engel" des Verkehrsclubs demnach vor allem Radfahrern, die mit Reifen-, Ketten- Brems- oder Akkuproblemen nicht mehr weiterfahren können. Nach ADAC-Angaben werden die Pannenhelfer entsprechend geschult und ausgestattet. Zum Einsatz kommen sollen sie unter anderem bei der Pannen- und Unfallhilfe direkt an Ort und Stelle, beim Transport zur nächsten geeigneten Werkstatt und auch bei der Bergung von Gepäck oder Ladung.

11.53 Uhr: Betrunkener 18-Jähriger schläft im Bahnhof von Neumünster auf Schienen

In Neumünster in Schleswig-Holstein haben Bundespolizisten einen betrunkenen 18-Jährigen gerettet, der mitten auf einem Bahngleis schlief. Der junge Mann habe am frühen Samstagmorgen im Bahnhof der Stadt "mit allen Vieren von sich gestreckt auf den Schienen" gelegen, teilte die Bundespolizei in Flensburg mit. Die Beamten hätten große Schwierigkeiten gehabt, ihn zu wecken. Darüber sei er aggressiv geworden.

11.16 Uhr: Öffentliche Bezeichnung der AfD Thüringen als Prüffall nicht rechtens

Der Thüringer Verfassungsschutz hätte die Einstufung des AfD-Landesverbandes mit dem Vorsitzenden Björn Höcke als Prüffall nicht öffentlich machen dürfen. Ein entsprechendes Urteil verkündete das Verwaltungsgericht Weimar.

Lediglich für den Beobachtungs- und Verdachtsfall gebe es eine Rechtsgrundlage für Öffentlichkeitsarbeit des Landesverfassungsschutzes, nicht aber für den Prüffall, argumentierte das Gericht. "Nicht Gegenstand des Verfahrens ist die Beobachtungs- und Ermittlungstätigkeit selbst", betonte der Vorsitzende Richter der achten Kammer, Thomas Lenhart.

Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Berufung ließ das Gericht nicht zu, es kann aber ein Antrag auf Berufung beim Oberverwaltungsgericht eingelegt werden.

In dem Prozess ging es nicht um die Einstufung als Prüffall selbst, sondern nur um die Frage, ob der Verfassungsschutz diese Einstufung hätte öffentlich kommunizieren dürfen. Ein Prüffall ist die Thüringer AfD längst nicht mehr, sondern nach Ansicht des Landesverfassungsschutzes inzwischen gesichert extremistisch.

11.12 Uhr: Kurzschluss verursachte Stromausfall bei "RTL Aktuell"

Der Stromausfall während der Sendung "RTL Aktuell" am Sonntagabend ist durch einen Kurzschluss verursacht worden. Das sagte eine Sprecherin von RTL in Köln. Im westlichen Gebäudeteil sei dadurch der Strom ausgefallen. Der Kurzschluss löste eine Rauchentwicklung aus, die zu einem Feueralarm führte. Es habe sich aber nicht um einen Brand gehandelt, betonte die Sprecherin. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden.

10.54 Uhr: Gesundheitsministerium: Inzidenz ist und bleibt wichtiger Parameter

In der Debatte um Kennwerte zur Beurteilung der Corona-Lage weist das Bundesgesundheitsministerium darauf hin, dass die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz auch weiterhin berücksichtigt werden wird. "Die Inzidenz war nie einziger Parameter, um das Pandemiegeschehen zu beurteilen. Aber sie ist und bleibt ein wichtiger Parameter", teilte ein Sprecher mit. Der Wert gibt die Zahl der Ansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen an und ist Grundlage für viele Corona-Maßnahmen, etwa für die zuletzt ausgelaufene Bundesnotbremse.

Richtig sei aber auch, dass die Inzidenz bei steigender Impfquote an Aussagekraft verliere, fügte der Sprecher hinzu. Zumal dann, wenn die besonders vulnerablen Gruppen bereits geimpft seien. Deshalb sollen künftig weitere Daten stärker berücksichtigt werden. Das Bundesgesundheitsministerium hatte am Wochenende bekanntgegeben, dass die Kliniken mehr Details zu Covid-19-Fällen melden sollen. Neben der Belegung von Intensivstationen müssen alle Krankenhauseinweisungen wegen Corona übermittelt werden, zuzüglich Alter, Art der Behandlung und Impfstatus der Patienten. Die entsprechende Verordnung dazu solle zügig auf den Weg gebracht werden, hieß es am Sonntag aus dem Ministerium.

10.46 Uhr: EU verlängert Wirtschaftssanktionen gegen Russland

Die EU hat ihre gegen Russland verhängten Wirtschaftssanktionen wegen des andauernden Ukraine-Konflikts um weitere sechs Monate verlängert. Die Handels- und Investitionsbeschränkungen sind nun bis zum 31. Januar des kommenden Jahres gültig, wie die Vertretung der Mitgliedstaaten nach einem Beschluss der EU-Außenminister in Brüssel mitteilte.

In dem Konflikt in der Ostukraine stehen sich seit 2014 Truppen der Regierung und von Russland unterstützte Separatisten gegenüber. Derzeit gilt eigentlich ein Waffenstillstand. Er wurde aber in den vergangenen Monaten öfter verletzt. Nach UN-Schätzungen wurden seit Ausbruch des Konflikts schon mehr als 13.000 Menschen getötet.

Nach der aktuellen EU-Beschlusslage kann Russland erst auf eine Aufhebung der Wirtschaftssanktionen hoffen, wenn die Vereinbarungen des sogenannten Minsker Friedensplans komplett erfüllt sind. Mit der Koppelung der Sanktionen an den Plan wollen die EU-Staaten den russischen Präsidenten Wladimir Putin dazu bewegen, seinen Einfluss auf die prorussischen Separatisten in der Ostukraine stärker für eine Beilegung des Konfliktes zu nutzen.

10.43 Uhr: Ausgebüxter Waran ist wieder da

Ein ausgebüxter Waran im Klimahaus in Bremerhaven ist nach rund drei Tagen wieder aufgetaucht. Weit gekommen war er nicht: Ein Tierpfleger fand das Reptil im Ausstellungsbereich "Kamerun" ganz in der Nähe des Geheges, versteckt unter einem mehrschichtigen Bodenbelag. "Das Tier ist gesund", sagte ein Klimahaussprecher. Es erhole sich jetzt von der Aufregung hinter den Kulissen im Quarantäne-Bereich. Besucher seien zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen.

Der fast ausgewachsene Nilwaran war aus seinem Ausstellungsgehege verschwunden, als dieses wegen einer technischen Störung nicht komplett verschlossen war. Als die Tierpfleger am Freitagmorgen ihre Kontroll- und Fütterungsrunde machten, entdeckten sie, dass das rund 80 Zentimeter lange Schuppenkriechtier fehlte. Kurze Zeit später wurde das Haus vorübergehend für Besucher geschlossen.

9.35 Uhr: Taiwan erhält 10 Millionen Biontech-Impfdosen aus Deutschland

Die Inselrepublik Taiwan hat sich mit Hilfe zweier großer Technologieunternehmen 10 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffes von Biontech aus Deutschland gesichert. Wie Taiwans Regierung mitteilte, spendeten der taiwanesische Chiphersteller TSMC und der Elektronikhersteller Hon Hai die Dosen, nachdem die Unternehmen zuvor Vereinbarungen über den Kauf des Impfstoffes geschlossen hatten. 

Die Hilfe der Unternehmen sei laut einem Regierungssprecher notwendig geworden, nachdem Taiwans Regierung selbst beim Kauf von Dosen auf Schwierigkeiten gestoßen war. Ende Mai hatte Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen China dafür kritisiert, dass es die Inselrepublik daran gehindert habe, eine Vereinbarung mit Biontech über die Lieferung seines Impfstoffes zu unterzeichnen.

10.08 Uhr: Indien: Dutzende sterben bei Blitzeinschlag – einige machten Selfies

Beim Selfiemachen sind mindestens elf Menschen in Indien vom Blitz getroffen worden und gestorben. Bei dem Sturm während der Monsunsaison vorwiegend in Nordindien sind noch 58 weitere Menschen ebenfalls vom Blitz getroffen worden und gestorben, wie ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur DPA sagte.

Die elf Menschen, die beim Selfiemachen starben, blieben trotz des heftigen Unwetters mit starkem Regen auf einem Wachturm der Festung Amber Fort aus dem 12. Jahrhundert im Bundesstaat Rajasthan, wie der Sprecher sagte. Einige weitere Menschen seien zu dem Zeitpunkt am Sonntag ebenfalls auf dem Gebäude gewesen – und teils nach unten gesprungen.

8.28 Uhr: Premier Johnson verurteilt Rassismus nach vergebenen Elfmetern

Nach rassistischen Beleidigungen gegen die beim Elfmeterschießen im EM-Finale erfolglosen Profis hat auch der britische Premierminister Boris Johnson zu mehr Respekt gemahnt. "Dieses England-Team verdient es, als Helden verehrt und nicht rassistisch beschimpft zu werden", twitterte der Regierungschef am Morgen. "Die Verantwortlichen für diese entsetzlichen Beschimpfungen sollten sich schämen."

Bukayo Saka, 19, vom FC Arsenal hatte im verlorenen Finale gegen Italien den letzten Elfmeter vergeben. Zuvor hatten bereits Marcus Rashford, 23, von Manchester United und Jadon Sancho (21) verschossen. Nur die ersten beiden Schützen Englands trafen ihre Versuche. Italien gewann das Elfmeterschießen 3:2.

8.21 Uhr: Parlamentswahl in Moldau: Ex-Sowjetrepublik stimmt klar für EU-Kurs

Die Bürger der Ex-Sowjetrepublik Moldau haben bei einer vorgezogenen Parlamentswahl für eine prowestliche Ausrichtung ihres Landes gestimmt. Nach Auszählung fast aller Stimmen wurde die Partei Aktion und Solidarität (PAS) der Präsidentin Maia Sandu mit knapp 53 Prozent klar stärkste Kraft, wie aus Zahlen hervorgeht, die die zentrale Wahlkommission in der Nacht veröffentlichte. Sandu hatte ihrem krisengeschüttelten Land eine weitere Annäherung an die EU in Aussicht gestellt. Bislang fehlte ihr aber die nötige Unterstützung der Regierung.

Die prorussischen Kommunisten und Sozialisten um den früheren Präsidenten Igor Dodon kamen laut Wahlkommission auf rund 27 Prozent der Stimmen, die Partei Schor auf knapp 6 Prozent. Damit haben nur drei der mehr als 20 zugelassenen Parteien den Einzug ins Parlament mit seinen 101 Sitzen geschafft. Stimmberechtigt waren 3,3 Millionen Moldauer, die Wahlbeteiligung lag aber bei nur rund 48 Prozent.

7.00 Uhr: Zahl der Piratenangriffe 2021 bislang stark rückläufig

Die Zahl der Piratenangriffe auf den Weltmeeren ist in der ersten Jahreshälfte 2021 deutlich zurückgegangen. Nach Daten des des Internationalen Schifffahrtsbüros (IMB) gab es 68 Piratenangriffe und bewaffnete Raubüberfälle auf Schiffe – verglichen mit 98 Vorfällen im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das sei die "bislang niedrigste Zahl an Piraterieangriffen seit 1994", berichtete das zur Internationalen Handelskammer (ICC) gehörende Schifffahrtsbüro. Demnach wurden 61 Schiffe geentert, vier Schiffe angegriffen, zwei Schiffe beschossen und ein Schiff gekapert.

Trotz leichter Entspannung bleibt der Golf von Guinea in Westafrika die gefährlichste Gegend mit 32 Prozent aller gemeldeten Piraterieakte. "Auf die Region entfielen alle 50 Fälle von entführten Besatzungsmitgliedern und das einzige Todesopfer unter den Besatzungsmitgliedern, das das IMB in der ersten Hälfte des Jahres 2021 verzeichnete", heißt es in der Mitteilung. "Das IMB warnt, dass Fischereifahrzeuge im Golf von Guinea gekapert und später als Mutterschiffe genutzt werden, um Handelsschiffe anzugreifen."

6.06 Uhr: Unbekannte malen riesiges Hakenkreuz auf Straße

Unbekannte haben ein mehrere Meter großes Hakenkreuz auf eine Straße im sächsischen Markneukirchen gemalt. Rund zwei Mal zwei Meter sei die Schmiererei in der Stadt im Vogtlandkreis groß, teilte die Polizei am Morgen mit. Mit einem Fettstift hätten die Unbekannten in der Nacht zum Sonntag außerdem ein zweites, kleineres Hakenkreuz an einer öffentlich zugänglichen Gebäudefassade angebracht. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen eingeleitet.

6.00 Uhr: Seehofer verbietet Rockergruppe Bandidos West Central

Die Rockergruppe "Bandidos MC Federation West Central" ist ab sofort verboten und aufgelöst. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) veröffentlichte die Verbotsverfügung in Abstimmung mit den Innenministern von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Rheinland-Pfalz, wie das Ministerium mitteilte.

In diesen vier Bundesländern sowie in Thüringen hatten fast 1800 Polizeibeamte Anfang Juli Vereinshäuser und Wohnungen von mutmaßlichen Mitgliedern der Gruppierung durchsucht. Dabei wurden unter anderem Waffen, Munition, Drogen, Motorräder und größere Mengen Bargeld sichergestellt.

5.48 Uhr: Peking rüstet sich für heftigen Sturm und Unwetter

Starke Windböen und sintflutartige Regenfälle: In der chinesischen Hauptstadt Peking haben sich die Vorboten eines heftigen Sturms bemerkbar gemacht. Schulen und touristische Attraktionen wurden geschlossen, hunderte Flüge wurden gestrichen. Die Behörden forderten die Menschen auf, Zuhause zu bleiben.

Die Wetterbehörden warnen vor "extremen Regenstürmen" sowie Unwettern mit Donner und Blitz, die bis zum Abend über Peking und die angrenzenden Gebiete ziehen sollen. In einigen Gegenden werden binnen eines Tages bis zu 100 Millimeter Regen vorhergesagt. 

4.16 Uhr: Mutmaßlicher Drahtzieher von Präsidentenmord in Haiti festgenommen

Haitis Nationalpolizei hat die Festnahme eines mutmaßlichen Drahtziehers des Mordes am Präsidenten Jovenel Moïse verkündet. Es handelte sich um einen haitianischen Arzt, der im US-Bundesstaat Florida wohnt, wie Polizeichef Léon Charles am Sonntag in einem Pressebriefing sagte. Die tatverdächtigen Söldner hätten ihn nach dem Attentat angerufen. Der Mann habe mutmaßlich eine private venezolanische Sicherheitsfirma mit Sitz in Florida engagiert – zunächst, um ihn zu schützen. Er habe politische Absichten gehabt.

Der Arzt ist den Angaben zufolge der dritte US-Bewohner haitianischer Herkunft, und der 21. Mann insgesamt, der als Tatverdächtiger festgenommen wurde. Auch die anderen beiden lebten Berichten zufolge in Florida, das nur rund 1000 Kilometer von Haiti entfernt liegt. Bei den übrigen 18 handelte es sich um Kolumbianer. Insgesamt waren der Polizei zufolge 26 kolumbianische Söldner, die sich als Agenten der US-Anti-Drogenbehörde DEA ausgaben, an dem Mord beteiligt. Drei von ihnen wurden getötet, nach den übrigen fünf wurde noch gefahndet.

4.11 Uhr: Weiter extreme Hitze im Westen der USA – mehr als 53 Grad im Death Valley

Die Menschen im Westen der USA müssen sich auch zu Wochenbeginn auf extreme Hitze und Waldbrände einstellen. "Die übermäßige Hitze wird in Teilen des Westens weiter anhalten", teilte der Nationale Wetterdienst in seiner Vorhersage mit. Im kalifornischen Death Valley, das für seine unglaubliche Hitze berüchtigt ist, wurden am Sonntag 53,3 Grad Celsius gemessen. Das war minimal weniger als am Vortag. Die Hitzewarnung wurde dort bis Dienstag verlängert. In Las Vegas im Bundesstaat Nevada stieg das Thermometer am Sonntag auf 45,6 Grad – nach 47 Grad am Samstag.

Wegen der hohen Temperaturen hatte der Wetterdienst zum Wochenende für mehr als 30 Millionen Menschen in westlichen US-Bundesstaaten Warnungen ausgesprochen. Extrem heiß wurde es auch in den Bundesstaaten Utah und Arizona.

4.00 Uhr: Scheuer lehnt Tempolimit auf Autobahnen ab

Verkehrsminister Andreas Scheuer hat Forderungen nach einem Tempolimit auf Autobahnen im Bundestagswahlkampf eine klare Absage erteilt. "Die Argumentation für ein generelles Tempolimit ist ein politisches Kampfinstrument, für manche sogar ein Fetisch", sagte der CSU-Politiker der Nachrichtenagentur DPA. "Die Bürger können sich bei der Wahl entscheiden, ob sie die Freiheit bei der Mobilität haben wollen – oder Beschränkungen und Verbote. Und da sind die Grünen ganz vorne."

Der Minister betonte, das System der empfohlenen Richtgeschwindigkeit von 130 Kilometern pro Stunde (km/h) habe sich bewährt. Etwa ein Drittel des Autobahnnetzes habe zudem bereits ein Tempolimit. "Mit alternativen Antrieben, Automatisierung und autonomem Fahren wird die Durchschnittsgeschwindigkeit ohnehin sinken." Derzeit liege sie bei 117 km/h. "Die deutschen Autobahnen sind die sichersten Straßen der Welt. Wir haben eher Probleme bei der Verkehrssicherheit auf Landstraßen, darauf muss unser Fokus liegen", sagte Scheuer.

3.44 Uhr: 49 Tote bei Angriff mutmaßlicher Dschihadisten im Niger

Bei einem bewaffneten Angriff im westafrikanischen Niger sind laut Regierungsangaben 49 Menschen getötet worden. Fünf Zivilisten, vier Soldaten und 40 "Terroristen" seien am Sonntag bei dem Anschlag in der westlichen Region Tillabéri ums Leben gekommen, teilte das Verteidigungsministerium mit. Die Regierung in Niger verwendet den Begriff "Terroristen" für mutmaßliche Dschihadisten. 

Etwa hundert mutmaßliche Dschihadisten griffen den Angabe zufolge auf Motorrädern das Dorf Tchoma Bangou an. Sie seien schwer bewaffnet gewesen. Dank einer schnellen Reaktion der Sicherheitskräfte sei der Angriff abgewehrt worden, wobei "dem Feind schwere Verluste zugefügt wurden", erklärte das Ministerium.

3.06 Uhr: Tausende Menschen gehen gegen kubanische Regierung auf die Straße

Erstmals seit Jahren sind in Kuba wieder Demonstranten in großer Zahl gegen die sozialistische Regierung auf die Straßen gegangen. Vor allem in der Ortschaft San Antonio de los Baños südwestlich der Hauptstadt Havanna protestierten am Sonntag zahlreiche Menschen gegen Mangelwirtschaft und Unterdrückung, wie auf in den sozialen Netzwerken veröffentlichten Videos zu sehen war. Auch in Havanna und den Städten Holguín, Matanzas, Camagüey und Santiago de Cuba kam es demnach zu Demonstrationen.

Präsident Miguel Díaz-Canel fuhr selbst nach San Antonio de los Baños und wandte sich im Staatsfernsehen an die Kubaner. "Wir werden die Souveränität und Unabhängigkeit dieser Nation nicht aufgeben", sagte der Erste Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei. "Wenn sie die Revolution bezwingen wollen, müssen sie über unsere Leichen gehen." Nach Angaben von Regierungsgegnern gingen Sicherheitskräfte am Sonntag gegen die Demonstranten vor. "Wir rufen alle Revolutionäre dazu auf, auf die Straßen zu gehen und die Revolution an allen Orten zu verteidigen", sagte Díaz-Canel.

2.42 Uhr: Umschwung nach Parlamentswahl in Bulgarien

Nach der zweiten Parlamentswahl in Bulgarien innerhalb von gut 100 Tagen können die Gegner des früheren Ministerpräsidenten Boiko Borissow sich Hoffnungen auf die Regierungsbildung machen. Prognosen sehen die populistische Partei ITN des Entertainers Slawi Trifonow als Sieger mit knappem Vorsprung vor der Partei GERB des Ex-Ministerpräsidenten Borissow. Auch die beiden anderen Protestparteien haben den Prognosen zufolge ihre Ergebnisse im Vergleich zur Wahl vom 4. April verbessert. Amtliche Endergebnisse soll es erst binnen vier Tagen geben.

Die erst 2020 gegründete systemkritische ITN ("Es gibt so ein Volk") erhielt nach Schätzungen von drei Meinungsforschungsinstituten am Sonntag 22,8 bis 24 Prozent der Stimmen. Borissows GERB kommt demnach auf 22,5 bis 23,5 Prozent, gefolgt von den Sozialisten (Ex-KP) mit etwa 13 Prozent. Insgesamt sollen in das Parlament wieder sechs Parteien einziehen. Die Nationalisten konnten die Vier-Prozent-Hürde auch bei dieser Wahl nicht überwinden.

2.10 Uhr: Bayerns Gesundheitsminister: Rufe nach Aufhebung aller Corona-Maßnahmen zu früh

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat die Forderungen nach einer Aufhebung aller Corona-Einschränkungen kritisiert. "Es bleibt wichtig und richtig, das Virus ernst zu nehmen und konsequent strenge Hygiene- und Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Die lauten Rufe, die Schutzmaßnahmen aufzuheben, halte ich daher für absolut verfrüht", sagte Holetschek der "Rheinischen Post". Notwendig seien weiterhin allerhöchste Wachsamkeit, Vorsicht und Umsicht, vor allem mit Blick auf die deutlich ansteckendere Delta-Variante. "Maske tragen, Abstand halten und Impfen sind nach wie vor die wirksamsten Mittel, die jeder Einzelne dem Virus selbst entgegensetzen kann", sagte der CSU-Politiker.

Außenminister Heiko Maas (SPD) hatte sich jüngst für eine Aufhebung aller Corona-Einschränkungen ausgesprochen, sobald alle Menschen in Deutschland ein Impfangebot bekommen haben. Damit sei im Laufe des Augusts zu rechnen. Für den Vorstoß bekam Maas viel Zustimmung aus der Union und der FDP.

2.05 Uhr: Ethikratmitglied fordert Impfpflicht für Lehrkräfte und Kita-Personal

Der Humangenetiker Wolfram Henn vom Deutschen Ethikrat hat eine Corona-Impfpflicht für Beschäftigte in Schulen und Kitas gefordert. "Wer sich aus freier Berufswahl in eine Gruppe vulnerabler Personen hineinbegibt, trägt eben besondere berufsbezogene Verantwortung", sagte Henn der "Rheinischen Post" (Bezahlinhalt). "Wir brauchen eine Impfpflicht für das Personal in Kitas und Schulen." Lehrkräfte, Erzieher und Erzieherinnen sollten vor allem Kinder unter zwölf Jahren schützen, die keine Impfung bekommen könnten.

Zwar hätten Kinder selbst ein geringes Risiko, schwer an Covid zu erkranken, man müsse aber weiter damit rechnen, "dass sie das Virus in ihre Familien tragen und Menschen aus Risikogruppen infizieren", sagte der Humangenetiker. Als Beispiel nannte er der Zeitung zufolge etwa Krebspatienten in Familien, die aufgrund akuter Therapien noch gar nicht geimpft werden konnten. Diese Gruppe gelte es jetzt durch eine Impfpflicht bestimmter Berufsgruppen zu schützen. Eine allgemeine Impfpflicht lehnte Henn aber ab.

1.17 Uhr: Videospielkassette "Super Mario 64" für 1,31 Millionen Euro versteigert

Eine Videospielkassette des Nintendo-Klassikers "Super Mario 64" ist für eine Rekordsumme von 1,56 Millionen Dollar (rund 1,31 Millionen Euro) versteigert worden. Das am Sonntag im US-Bundesstaat Texas verkaufte Videospiel ist das erste, das für mehr als eine Million Dollar den Besitzer wechselte. Erst vor zwei Tagen hatte das Videospiel "The Legend of Zelda" aus dem Jahr 1987 die bisherige Rekordsumme von 870.000 Dollar (732.000 Euro) erzielt.

Die beiden Videospiele wurden von dem in Dallas ansässigen Auktionshaus Heritage Auctions versteigert. Zu den Käufern der beiden Videospielkassetten machte das Auktionshaus keine Angaben.

0.43 Uhr: Kassenärzte-Chef: Über 70 Prozent Geimpfte wären eine hohe Quote

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, hält eine Impfquote von 90 Prozent für illusorisch und auch die vom Robert Koch-Institut angestrebten 85 Prozent für wenig realistisch. "Wir müssen uns klarmachen, dass Impfquoten von 90 Prozent science fiction sind. Wir werden die niemals erreichen", sagte Gassen am Sonntagabend im "Bild"-Politiktalk "Die richtigen Fragen". Eine hohe Impfquote würde er "bei jenseits der 70 Prozent ansiedeln." Man werde bei der Impfkampagne "an einen Punkt kommen, wo man gegen eine unsichtbare Wand läuft, weil Menschen sich nicht impfen lassen wollen, weil sie Corona ignorieren oder weil sie Impfungen misstrauen", sagte Gassen.

0.24 Uhr: Torwart Donnarumma als Spieler der EM geehrt

Italiens Torwart Gianluigi Donnarumma ist nach dem Finalsieg im Elfmeterschießen gegen England am Sonntagabend als bester Spieler der Fußball-EM ausgezeichnet worden. Der 22-Jährige hatte im gesamten Turnier nur vier Gegentore kassiert – und er hielt gegen England im Wembley-Stadion zwei Elfmeter.

0.16 Uhr: RKI will wohl Hospitalisierungen als zusätzlichen Leitindikator einführen

Zur Einordnung des Pandemiegeschehens in Deutschland will das Robert-Koch-Institut (RKI) einem Medienbericht zufolge die Hospitalisierung als zusätzlichen Leitindikator einführen. Das berichtete die "Bild" unter Berufung auf eine interne Präsentation des RKI. Eine solche Praxis würde eine Abkehr vom Inzidenzwert als wichtigste Kennzahl der Corona-Politik bedeuten. 

Es seien "weiterhin mehrere Indikatoren zur Bewertung notwendig, aber die Gewichtung der Indikatoren untereinander ändert sich", hieß es laut "Bild" in dem RKI-Papier. Das Institut begründet die Hinzunahme der Hospitalisierung demnach mit den "Konsequenzen zunehmender Grundimmunität". 

tkr / kng / wue DPA AFP

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