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News von heute Leipziger Zoo trauert um einjähriges Elefantenjunges Kiran

Der Elefantenbulle Kiran im Alter von vier Monaten
Der Elefantenbulle Kiran im Alter von vier Monaten
© Hendrik Schmidt / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker: 

22.16 Uhr: Mindestens 27 Tote bei Busunglück in Peru

Bei einem Busunglück in Peru sind mindestens 27 Menschen ums Leben gekommen. In dem Bus saßen Bergleute, die nach Angaben ihres Unternehmens auf dem Weg von der Silbermine Pallancata im Süden Perus in die Regionalhauptstadt Arequipa waren. "Wir bedauern den Tod von 27 unserer Kollegen, nachdem der Bus, der sie nach Arequipa bringen sollte, in eine Schlucht gestürzt ist", erklärte die Bergbaugesellschaft Ares. Medienberichten zufolge stürzte der Bus von einer Straße in den Anden in einen 400 Meter tiefen Abgrund. Nach Unternehmensangaben wurden 16 Insassen mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. 

News von heute: Leipziger Zoo trauert um einjähriges Elefantenjunges Kiran

19.45 Uhr: Niederlande heben meiste Corona-Maßnahmen auf – "Ende der Krise nahe"

Die Niederlande werden fast alle Corona-Maßnahmen aufheben. Ab dem 26. Juni gelte als zentrale Regel nur noch die Abstandsregel von 1,5 Meter, sagte Ministerpräsident Mark Rutte in Den Haag. Veranstaltungen, bei denen kein Abstand eingehalten werden könne, seien möglich, wenn Besucher einen Test- oder Impfbeweis vorweisen. Das gelte auch für Sportwettkämpfe, Festivals, Gaststätten oder Theater. Auch die Maskenpflicht werde fast vollständig aufgehoben.

"Das Ende der Krise ist in Sicht", sagte Rutte, mahnte aber weiter zur Vorsicht angesichts neuer Virusvarianten. Gerade die Delta-Variante greife auch in den Niederlanden um sich. Wegen der stark zurückgehenden Zahl von Infektionen und den Fortschritten bei der Impfkampagne werden die Einschränkungen nach den Worten des Premiers schneller als geplant aufgehoben.

18.48 Uhr: WHO: Corona-Lage in Afrika ist "sehr, sehr besorgniserregend"

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt die Corona-Lage in Afrika als "sehr, sehr besorgniserregend" ein. WHO-Notfalldirektor Michael Ryan führte dies vor allem auf die Ausbreitung ansteckender Virusvarianten und die niedrigen Impfraten auf dem Kontinent zurück. Großen Teilen der afrikanischen Bevölkerung und auch gefährdeten Bevölkerungsgruppen werde der nötige Impfschutz "vorenthalten", beklagte Ryan. "Das ist das Ergebnis einer höchst ungerechten Verteilung der Impfstoffe."

Nach Angaben der WHO wurden in Afrika in der vergangenen Woche 116.500 Neuinfektionen registriert – 25.500 mehr als in der Vorwoche. In einigen Ländern hat sich Zahl der Infektionen zuletzt sogar verdoppelt. Bisher sind in Afrika nur ein Prozent der Menschen zweifach und damit vollständig gegen Corona geimpft. Nach Angaben der WHO mussten viele arme Länder ihre Impfprogramme zuletzt sogar abbrechen, weil sie nicht genug Impfstoff haben. 

17.59 Uhr: Leipziger Zoo trauert um einjähriges Elefantenjunges

Trauer im Leipziger Zoo: Der vor rund anderthalb Jahren geborene Elefantenbulle Kiran ist tot. "Die Pfleger fanden ihn heute morgen liegend im Stall inmitten der Herde", teilte der Tierpark mit. Das Elefantenjunge hatte den Angaben zufolge in den vergangenen Tagen Symptome von reduziertem Appetit und einer leichten Abgeschlagenheit gezeigt und sei durch Tierärzte versorgt worden. Der plötzliche Tod mache die Mitarbeitenden des Zoos "fassungslos", hieß es. Mutter Rani und andere Tiere der Herde haben in den Morgenstunden Abschied von Kira genommen. Die Todesursache soll nun untersucht werden.

17.43 Uhr: Gesetzliche Krankenkassen mit Defizit von 148 Millionen Euro im ersten Quartal

Aufgrund der Corona-Pandemie haben die 103 gesetzlichen Krankenkassen auch im ersten Quartal des laufenden Jahres ein Defizit verbucht. Dieses belief sich auf 148 Millionen Euro, wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilte. Die Finanzreserven der Krankenkassen lagen demnach trotz einer anteiligen Vermögensabführung von rund zwei Milliarden Euro an den Gesundheitsfonds Ende März 2021 bei rund 16,6 Milliarden Euro.

Damit entsprächen die Reserven im Durchschnitt 0,7 Monatsausgaben. Die gesetzlich vorgesehene Mindestreserve für die einzelnen Krankenkassen beträgt 0,2 Monatsausgaben. 

16.49 Uhr: Deutschland als heißeste Region Europas: Bis 37 Grad und Unwetter

Die Hitzewelle hat Deutschland zum Temperatur-Hotspot in Europa gemacht. Auf Hitze und Unwetter müssen sich die Menschen im Land auch am Wochenende einstellen. Bis zu 37 Grad erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Samstag im Osten des Landes. Besonders an den Küsten bleibt es etwas kühler. Vor einer Fahrt an den Badesee oder zum Schwimmbad lohnt vielerorts aber trotzdem noch mal ein Blick in den Wetterbericht: Im Laufe des Samstags werden laut DWD teils schwere Gewitter aufziehen. Auch die Nacht kann weiterhin zu einer schwitzigen Angelegenheit werden.

15.59 Uhr: Bouffier ehrt Hanauer Anschlagsopfer mit Medaille für Zivilcourage

Knapp eineinhalb Jahres nach dem rassistischen Anschlag von Hanau mit neun Toten hat Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) eines der Opfer posthum mit der hessischen Medaille für Zivilcourage geehrt. Der damals 22-jährige Vili Viorel Paun hatte den Täter verfolgt, um ihn zu stoppen – und war von dem Attentäter in seinem Auto erschossen worden.

15.58 Uhr: Astrazeneca zur Lieferung von 50 Millionen Dosen an EU verurteilt

Ein belgisches Gericht hat Astrazeneca verurteilt, bis Ende September 50 Millionen Dosen Corona-Impfstoff an die Europäische Union zu liefern. Das teilt das Brüsseler Gericht erster Instanz auf Anfrage der Nachrichtenagentur DPA mit. Dabei handelt es sich um Mengen, die für das erste Quartal zugesagt waren, aber nicht rechtzeitig geliefert wurden. Wird das Urteil nicht eingehalten, drohen Zwangsgelder. Ein Teil des Rückstands aus dem ersten Quartal ist allerdings nach Angaben von Astrazeneca bereits wettgemacht. Die aus dem Urteil resultierende Menge werde bis Ende Juni erreicht, betonte das Unternehmen.

Die EU-Kommission hatte Astrazeneca verklagt, weil der Hersteller viel weniger Corona-Impfstoff geliefert hat als vertraglich zugesagt. Bestellt waren 300 Millionen Dosen von Astrazeneca bis Ende Juni. Doch gingen im ersten Quartal nur 30 Millionen statt 120 Millionen Impfdosen an die 27 EU-Staaten. Die Kommission verlangte per Eilverfahren Ende Mai zunächst rasche Lieferung der ausstehenden 90 Millionen Dosen aus dem ersten Quartal. Das Gericht gestand der EU aus dieser Forderung nun immerhin 50 Millionen Dosen aus dem ersten Quartal zu.

15.37 Uhr: Fridays for Future streikt wieder – Rufe nach sozialer Klimawende

Nach mehrwöchiger Corona-Pause haben die Klimaaktivisten von Fridays for Future ihre wöchentlichen Streiks wieder aufgenommen. In mehr als 30 Städten, darunter Berlin, Köln und Hamburg, versammelten sich bei sengender Hitze die Anhänger der Bewegung, um für eine ambitioniertere und sozial gerechte Klimapolitik einzutreten.

Fridays for Future wirft der Bundesregierung seit längerem vor, nicht genügend zu unternehmen, um eine Erderwärmung von deutlich mehr als 1,5 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter zu verhindern. Auch Vertreter von Sozialverbänden, Gewerkschaften und Kirchen beteiligten sich an den Protestaktionen, die von nun an wieder wöchentlich stattfinden sollen. Pandemiebedingt war der Protest in den vergangenen Monaten nur eingeschränkt möglich gewesen. Wie die Organisatoren am Nachmittag mitteilten, gab es vielerorts, etwa in Berlin, München und Düsseldorf, erstmals seit langem wieder Fußmärsche – mit Abstand und Maske.

15.16 Uhr: Vollversammlung beruft UN-Chef Guterres für zweite Amtszeit

Der Portugiese António Guterres wird die Vereinten Nationen für fünf weitere Jahre führen. Die UN-Vollversammlung berief den 72-jährigen wie erwartet für eine zweite Amtszeit. Die Annahme einer entsprechenden Resolution erfolgte einstimmig. Guterres war ohne Gegenkandidat und mit der Unterstützung des mächtigen Sicherheitsrates angetreten.

14.53 Uhr: Spahn will Verdacht bei Intensivbetten-Register klären

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will dem Verdacht nachgehen, ob deutsche Kliniken in der Pandemie die Zahl freier Intensivbetten zum Kassieren von Freihaltepauschalen heruntergerechnet haben könnten. Das müsse aufgeklärt werden, sagte Spahn vor der Bundespressekonferenz. "Aber es muss auch jenseits von Vermutungen gearbeitet werden. Und da ist auch viel Vermutung im Raum." Seit rund einer Woche gibt es Spekulationen darüber, ob Kliniken durch bewusst falsche Angaben bei Intensivbetten versucht haben könnten, Ausgleichszahlungen durch die Regierung zu erhalten. 

14.22 Uhr: Bund und Länder wollen Kompetenzen beim Katastrophenschutz bündeln

Bund und Länder wollen ihre Kompetenzen beim Bevölkerungs- und Katastrophenschutz stärker bündeln. Möglichst schon im kommenden Jahr soll dazu ein gemeinsames Kompetenzzentrum Bevölkerungsschutz eingerichtet werden, wie die Innenminister von Bund und Ländern zum Abschluss ihrer Konferenz in Rust erklärten. Teil des Konzepts soll unter anderem eine "datenbasierte Krisenkommunikation" sein. Angesiedelt werden könnte das Kompetenzzentrum am Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn.

13.46 Uhr: Griechenland und fast ganz Frankreich nicht mehr auf Risikoliste

Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen streicht die Bundesregierung am Sonntag Griechenland, fast ganz Frankreich, die Schweiz und Belgien von der Liste der Risikogebiete. Das teilte das Robert Koch-Institut mit. Wer von dort auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten.

13.27 Uhr: US-Außenminister kommt nach Deutschland

US-Außenminister Antony Blinken wird in der kommenden Woche in Berlin erwartet. Am Mittwoch werde Bundeskanzlerin Angela Merkel ihn im Kanzleramt empfangen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. "Er nimmt an der am selben Tag stattfindenden zweiten Libyen-Konferenz im Auswärtigen Amt teil – auf Einladung von Außenminister Heiko Maas", sagte Seibert. Maas werde Blinken auch zu einem bilateralen Gespräch über außenpolitische Themen treffen, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes. Am Donnerstag würden die beiden Minister am Denkmal für die ermordeten Juden Europas eine Vereinbarung zu einer engeren Zusammenarbeit der USA und Deutschlands unterschreiben.

13.26 Uhr: Seehofer zu Greenpeace – "Das war eine total idiotische Aktion"

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat die missglückte Protestaktion von Greenpeace im Münchner EM-Stadion hart kritisiert. "Das war eine total idiotische Aktion, die durch nichts entschuldigt werden kann", sagte der CSU-Politiker beim Abschluss der Innenministerkonferenz im badischen Rust. Greenpeace sei in der Pflicht, "klipp und klar zu sagen, dass solche oder ähnliche Aktionen künftig nicht mehr stattfinden", sagte Seehofer, der bei dem EM-Spiel zwischen Deutschland und Frankreich am Dienstagabend selbst im Stadion saß. "Wir sind haarscharf an einer Katastrophe vorbeigegangen." Man müsse sich in der Aufarbeitung damit beschäftigen, wie man künftig auf solche Ereignisse reagiert. 

12.49 Uhr: Fünf Männer wegen Attacken auf Demokratie-Aktivisten in Hongkong verurteilt

In Hongkong sind fünf Männer wegen ihrer Beteiligung an einem Massen-Überfall auf Anhänger der Demokratie-Bewegung vor zwei Jahren schuldig gesprochen worden. Bezirksrichter Eddie Yip urteilte, dass die Angeklagten an dem Überfall beteiligt waren, der durch Live-Mitschnitte dokumentiert wurde. Der Überfall, bei dem es zahlreiche Verletzte gab, ereignete sich im Bahnhof Yuen Long, unweit der Grenze zu Festlands-China. Die weiß gekleideten Angreifer waren mit Stöcken bewaffnet. Sie überfielen Anhänger der Demokratie-Bewegung, die von einer Kundgebung in der Innenstadt Hongkongs zurückkehrten, Reporter und völlig Unbeteiligte. 50 Menschen mussten zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden.

12.18 Uhr: Autofahrer in den USA erschießt einen Menschen und verletzt zwölf weitere

Ein Autofahrer hat im US-Bundesstaat Arizona im Vorbeifahren einen Menschen erschossen und zwölf weitere verletzt. Der Mann fuhr nach Polizeiangaben am Donnerstag nahe Phoenix rund anderthalb Stunden lang durch die Gegend und schoss aus dem Autofenster heraus offenbar wahllos auf Passanten. Bei einer Verkehrskontrolle konnte er schließlich gestoppt und festgenommen werden. Das Motiv war zunächst unklar.

Der Mann hatte den Polizeiangaben zufolge an mindestens acht verschiedenen Orten in Vororten der Großstadt Phoenix aus seinem Wagen heraus geschossen. Neben dem Todesopfer erlitten mindestens drei weitere Menschen Schussverletzungen. Mindestens neun andere Menschen trugen kleinere Verletzungen davon, darunter durch Glassplitter.

12.12 Uhr: Zahl der Biohöfe seit 2010 deutlich gestiegen

Der ökologische Landbau hat in den vergangenen zehn Jahren an Bedeutung gewonnen – regional gibt es dabei in Deutschland aber teils erhebliche Unterschiede. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wirtschafteten im Jahr 2020 knapp 26.100 landwirtschaftliche Betriebe nach den Regeln des ökologischen Landbaus. Das sind 58 Prozent mehr als im Jahr 2010. 

Der Anteil der Ökobetriebe an allen landwirtschaftlichen Betrieben legte im selben Zeitraum von sechs Prozent auf zehn Prozent zu. Mehr als die Hälfte aller Ökobetriebe ist dabei nach Angaben des Bundesamtes in Bayern (38 Prozent) und Baden-Württemberg (17 Prozent) angesiedelt. Mit zunehmender Zahl an Ökobetrieben wird auch mehr landwirtschaftlich genutzte Fläche ökologisch bewirtschaftet – hier wurde ein Anstieg um 69 Prozent von 941.500 Hektar im Jahr 2010 auf 1,6 Millionen Hektar 2020 verzeichnet. Zum Vergleich: Das ist mehr als die Fläche Schleswig-Holsteins. 

11.41 Uhr: Frau in Russland irrtümlich für tot erklärt

Weil ihre Bankkarte bei einer Leiche gefunden wurde, ist eine Frau in Russland irrtümlich für tot erklärt worden. Das sei nur deshalb bemerkt worden, weil die Frau im Februar keine Rente mehr überwiesen bekommen habe, teilte die Staatsanwaltschaft in der westsibirischen Stadt Kemerowo der Staatsagentur Ria Nowosti zufolge mit.

Bei einer Nachfrage im zuständigen Amt sei ihr gesagt worden, dass sie angeblich im vergangenen November gestorben sei. Der Staatsanwaltschaft zufolge war in einem Wohnheim eine Frauenleiche gefunden worden – wegen der Bankkarte hätten die Ermittler ihr eine falsche Identität zugeordnet. Drei Polizisten würden nun zur Verantwortung gezogen, so die Staatsanwaltschaft. Unklar war zunächst, wie die Bankkarte der lebendigen Frau zu der Leiche gelang.

11.07 Uhr: Partnerin aus Eifersucht mit Samurai-Schwert getötet – Täter zu sechs Jahren Haft verurteilt

Für die Tötung seiner 42 Jahre alten Freundin mit einem Samurai-Schwert soll ein Mann aus Herford für sechs Jahre ins Gefängnis. Der 37-Jährige tötete die Frau im Januar 2021 nach Überzeugung des Landgerichts Bielefeld aus Wut und Eifersucht mit einem Schwertstich in den Bauch. Die Aussage des Deutschen im Prozess wurde als Geständnis gewertet. Er hatte die Tat eingeräumt, aber Erinnerungslücken geltend gemacht.

Nach Ansicht der Richter war der Täter zum Tatzeitpunkt nur eingeschränkt steuerungsfähig, er wurde wegen Totschlags verurteilt. Nach Berechnungen eines Sachverständigen hatte der 37-Jährigen bei der Tat über drei Promille Alkohol im Blut. Opfer und Täter waren nach Ansicht des Gerichts alkoholkrank.

11.04 Uhr: Dutzende Frauen verklagen Pornhub wegen Filmen von sexueller Gewalt

Dutzende Frauen haben in den USA Klage gegen die Porno-Plattform Pornhub wegen Aufnahmen von Vergewaltigungen und anderen Formen sexueller Gewalt eingereicht. Die 34 Klägerinnen werfen dem Mutterhaus MindGeek vor, mit Pornhub einen Marktplatz für Kinderpornos und "jede andere Form" von nicht einvernehmlichem Sex geschaffen zu haben und fordern Schadenersatz. Es gehe "um Vergewaltigung, nicht um Pornografie", heißt es in der Klage.

Bis auf eine Frau wollen alle Klägerinnen anonym bleiben. 14 von ihnen geben an, sie seien minderjährig gewesen, als sie für später auf Pornhub vertriebene Filme gefilmt worden seien. Die Klägerin Serena Fleites berichtete, sie sei 2014 dahinter gekommen, dass ein "sexuell eindeutiges Nacktvideo", zu dem ihr damaliger Freund sie gedrängt hatte als sie erst 13 war, ohne ihre Zustimmung auf Pornhub gelandet sei. Pornhub habe den Film erst entfernt, nachdem sie sich als ihre Mutter ausgegeben und die Entfernung gefordert habe. 

10.40 Uhr: Kramp-Karrenbauer: Entgleisungen von Soldaten gefährden Deutschlands guten Ruf

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat die Entgleisungen von Bundeswehr-Soldaten in Litauen scharf verurteilt. Die Soldaten hätten "völlig inakzeptable Verfehlungen begangen", sagte sie bei einem Auftritt in der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. "Diese Soldaten setzen mit ihrem Verhalten leichtfertig den Ruf der gesamten Bundeswehr aufs Spiel. Mit ihren Verfehlungen schädigen sie den Einsatz und die Leistung all ihrer Kameradinnen und Kameraden und gefährden den guten Ruf unseres Landes."

10.40 Uhr: Delta-Variante kommt: RKI warnt vor Verspielen von Erfolgen

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat vor dem Verspielen von Erfolgen in der Pandemiebekämpfung gewarnt. Durch die ansteckendere Delta-Variante, die bisher auf niedrigem Niveau (rund sechs Prozent) in Deutschland kursiere, könne sich das Virus wieder verbreiten, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler in Berlin. Es sei nicht die Frage, ob Delta das Infektionsgeschehen in Deutschland dominiere, sondern wann, ergänzte er.

Vor allem durch Impfen, Masketragen in Innenräumen und Abstandhalten könnten wiedergewonnene Freiheiten aber erhalten bleiben. Bei mangelnder Vorsicht könne das Virus jedoch vor allem Ungeimpfte und erst einmal Geimpfte treffen. "Das dürfen wir einfach nicht riskieren", sagte Wieler.

10.39 Uhr: Großbritannien will bessere Strafverfolgung von Vergewaltigungen

Die britische Regierung will künftig sensibler mit Vergewaltigungsopfern umgehen und die Verfolgung solcher Sexualstraftaten verbessern. Es habe sich gezeigt, dass "der Prozess der Strafverfolgung in allen Stadien daran scheitere, die Beschwerden Tausender Opfer zu bewältigen", sagte der britische Justizminister Robert Buckland der BBC zu einem Untersuchungsbericht. Der Minister entschuldigte sich persönlich bei den Opfern für die Versäumnisse.

10.06 Uhr: Spahn: Jeder zweite Bundesbürger mit erster Corona-Impfung

Bei den Corona-Impfungen hat nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn inzwischen jeder zweite Bundesbürger mindestens eine Spritze bekommen. Stand heute erhielten 41,5 Millionen Menschen oder 50,1 Prozent der Gesamtbevölkerung eine erste Dosis, wie der CDU-Politiker in Berlin mitteilte. Vollständig mit der meist notwendigen zweiten Spritze geimpft sind demnach 29,6 Prozent der Bevölkerung.

9.56 Uhr: Hitzewelle im Westen der USA mit rekordverdächtigen Temperaturen

Der Westen der USA brütet unter einer anhaltenden Hitzewelle – vielerorts mit Temperaturen von mehr als 45 Grad Celsius. In den US-Bundesstaaten Kalifornien, Nevada, Arizona und Utah sei am Freitag und Samstag mit rekordverdächtigen Temperaturen zu rechnen, teilte der Nationale Wetterdienst mit und warnte vor "gefährlicher und exzessiver Hitze" in weiten Teilen der Staaten.

9.30 Uhr: Klage eines von Covid-19 Genesenen wegen Benachteiligung gescheitert 

Das Bundesverfassungsgericht hat die Beschwerde eines ehemaligen Corona-Infizierten abgelehnt, dessen Ansteckung gemäß der bundesweiten Ausnahmen für Genesene und Geimpfte zu lange zurückliegt. Die Verfassungsbeschwerde sei unzulässig, entschieden die Karlsruher Richter.

Der Mann hatte sich Ende März 2020 mit Sars-CoV-2 infiziert und kann auch heute noch nachweisen, genügend Antikörper im Blut zu haben, wie das Gericht erläuterte. Als genesen gelten nach der Covid-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung aber nur Menschen, deren Infektion weniger als sechs Monate zurückliegt.

8.58 Uhr: Braun: Erstarkter Rechtsextremismus bleibt auch nach der Pandemie

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) sieht den im Zuge der Corona-Pandemie erstarkten Rechtsextremismus in Deutschland als bleibendes Problem an. "Wir haben eine Zunahme von Rechtsextremismus und Verschwörung erlebt und ein großer Teil davon wird bleiben, auch wenn Corona vorbei ist", sagte er den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Das sei neben den gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen einer der Schäden dieser Pandemie.

8.36 Uhr: Bericht: Koalition einig über neue Vorgaben für Einbürgerung

Die große Koalition hat sich einem Bericht zufolge auf neue vorgaben für den Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft geeinigt. Künftig solle jede Verurteilung wegen einer antisemitisch oder rassistisch motivierten Straftat zu einem Ausschluss von der Einbürgerung führen, berichtete die "Bild"-Zeitung. Auch Urteile für sogenannte Bagatelldelikte würden berücksichtigt.

8.32 Uhr: Sattelzug gerammt – Mann von schwangerer Fahrerin stirbt

Beim Unfall mit einem Sattelzug auf der Bundesstraße 72 in Cloppenburg ist ein 31-Jähriger ums Leben gekommen. Eine 26 Jahre alte Frau, im siebten Monat schwanger, sei mit dem 31-Jährigen, ihrem Ehemann, am Donnerstagnachmittag in einem Auto mit Anhänger in Richtung Friesoythe gefahren, teilte die Polizei mit. An einer zunächst zweispurigen Stelle überholte die Frau einen anderen Wagen, beim Einscheren nach rechts kam ihr mit Steinen beladener Anhänger ins Schlingern und das Auto geriet in den Gegenverkehr, wo es den Sattelzug eines 43-Jährigen rammte. Bei dem Zusammenstoß wurde der 31-Jährige im Auto eingeklemmt, er verlor das Bewusstsein, die Atmung setzte aus. Einsatzkräfte der Polizei bargen ihn aus dem Fahrzeug, dennoch starb er noch an der Unfallstelle. Die 26-Jährige kam per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus.

7.58 Uhr: Britney Spears – Weiß nicht, ob ich wieder auf der Bühne stehe

US-Popstar Britney Spears ("Toxic") lässt die Frage offen, ob sie wieder auf einer Bühne stehen wird. "Ich habe im Moment Spaß – für mich beginnt gerade ein neuer Lebensabschnitt, und ich genieße es", sagte die 39-Jährige in einem Video auf Instagram. Die Sängerin beantwortet in dem Clip drei Fragen ihrer Fans. Bevor sie auf die Frage eingeht, ob sie bereit sei, wieder aufzutreten, verrät sie, welche Geschäftsreise ihre liebste gewesen ist (ein Besuch in Italien bei Donatella Versace) sowie ihre Schuhgröße (Größe sieben). Dann sagt sie: "Werde ich wieder auf der Bühne stehen? Werde ich jemals wieder auf der Bühne stehen? Ich habe keine Ahnung."

6.42 Uhr: "FAZ" – Baerbock strebt Pakt von Politik und Industrie für Klimaschutz an

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock strebt laut einem Zeitungsbericht einen Pakt zwischen Politik und Industrie an, durch den die Wirtschaft beim Umstieg auf eine klimafreundliche Produktion unterstützt werden soll. Der Pakt solle Unternehmen vor allem aus CO2-intensiven Branchen die nötige Planungssicherheit für ihre Umstrukturierung verschaffen, zitiert die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" ("FAZ") aus einem Positionspapier Baerbocks. Mit Hilfe von Klimaschutzverträgen will die Grünen-Parteichefin demnach die Finanzierungskosten von klimafreundlichen Investitionen senken und somit "die richtigen Anreize für Emissionsminderungen" setzen. 

6.36 Uhr: Kim – Nordkorea zu Konfrontation und Dialog mit den USA bereit

Nordkorea muss sich nach den Worten von Machthaber Kim Jong Un zugleich zum Dialog und zur Konfrontation mit den USA bereithalten. Kim betonte jedoch am dritten Tag eines Treffens des Zentralkomitees der herrschenden Arbeiterpartei in Pjöngjang, dass es nötig sei, "sich besonders auf Konfrontation vollständig vorzubereiten". Es gelte, die Würde des Staats und seine Interessen für eine unabhängige Entwicklung zu schützen, wurde Kim von den Staatsmedien zitiert. Kim ist auch Parteichef.

5.55 Uhr: Mann schießt in Arizona über anderthalb Stunden um sich

Ein Mann hat im US-Bundesstaat Arizona nacheinander an verschiedenen Orten um sich geschossen und dabei einen Menschen getötet sowie mehrere weitere verletzt. Der mutmaßliche Täter wurde schließlich bei einer Verkehrskontrolle gefasst, wie die Polizei mitteilte. Dabei habe der Mann keinen Widerstand geleistet. Sein Motiv war zunächst unklar. Seine Opfer habe der Schütze offenbar zufällig ausgewählt. 

Der Mann hatte den Polizei-Angaben zufolge über anderthalb Stunden hinweg an mindestens acht verschiedenen Orten in Vororten der Großstadt Phoenix um sich geschossen. Neben dem Todesopfer erlitten mindestens drei weitere Menschen Schussverletzungen. Mindestens neun andere Menschen trugen kleinere Verletzungen davon, darunter durch Glassplitter.

5.26 Uhr: Schäuble bestreitet Tendenz nach Rechts in der CDU

Der CDU-Politiker und Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble bestreitet, dass es einen Rechtsruck in seiner Partei geben könnte. Zur Bundestagskandidatur des früheren Verfassungsschutzchefs Hans-Georg Maaßen sagte Schäuble den Zeitungen der Funke Mediengruppe, der rechtskonservative Politiker wäre bei einem Erfolg "einer von mindestens 598 Bundestagsabgeordneten". Eine Volkspartei wie die CDU müsse unterschiedliche Persönlichkeiten "aushalten". Die Grenze sei aber spätestens erreicht, wenn sich "jemand rassistisch oder antisemitisch verhält", betonte Schäuble

5.11 Uhr: RKI registriert 1076 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 10,3

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1076 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.52 Uhr wiedergeben, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 2440 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 10,3 an (Vortag: 11,6; Vorwoche: 18,6). 

5 Uhr: Curevac-Chef sieht Wirksamkeit des Impfstoffs zu Unrecht in Kritik

Die vorläufig geringe Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs von Curevac steht nach Ansicht des Vorstandsvorsitzenden Franz-Werner Haas zu Unrecht in der Kritik. Kein anderes Vakzin sei an so vielen Virusvarianten getestet worden, sagte Haas im Gespräch mit der Nachrichtenagentur DPA. "Es ist faktisch eigentlich nicht korrekt, die Zahl der vorläufigen Wirksamkeit unseres Corona-Impfstoffs und die Zahlen zur Wirksamkeit anderer Impfstoffe nebeneinander zu stellen", sagte Haas. In der Studie zum Corona-Impfstoffkandidaten CVnCov seien 29 Virusvarianten enthalten. Das ursprüngliche Virus, der Wildtyp, spiele kaum mehr eine Rolle. "Die Zahlen zur Wirksamkeit der anderen Impfstoffe sähen vermutlich anders aus, wenn man deren Studien zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt hätte."

4.30 Uhr: Präsidentenwahl im Iran angelaufen – Machtwechsel erwartet

Die Präsidentenwahl im Iran hat begonnen. Mehr als 59 Millionen Stimmberechtigte wählen einen Nachfolger für Präsident Hassan Ruhani, der nach zwei Amtsperioden nicht mehr antreten durfte. Wegen der Corona-Krise wurde die Öffnungszeit der Wahllokale verlängert und ihre Zahl auf mehr als 70.000 erhöht. Erste Ergebnisse werden laut Innenministerium am Samstag oder spätestens Sonntag erwartet. Der neue Präsident soll dann im August vereidigt werden. Nach der Wahl erwarten Beobachter einen politischen Machtwechsel. Von den zunächst sieben zugelassenen Kandidaten gingen am Wahltag nur noch vier ins Rennen. Ein erzkonservativer Kleriker, ein Reformer, ein ehemaliger General und ein Hardliner. Als klarer Favorit wird der Kleriker und Justizchef Ebrahim Raeissi gehandelt. 

4.23 Uhr: Zwei Menschen ertrinken in Ostsee

In der Ostsee sind zwei Menschen ertrunken. Vor Rügen zogen Rettungskräfte am Donnerstag einen 43-Jährigen nahe Göhren leblos aus dem Wasser, wie die Polizei mitteilte. Ihre Versuche, ihn wiederzubeleben, blieben erfolglos. Sein Bruder hatte den Mann als vermisst gemeldet. Nach Polizeiangaben war es das erste derartige Badeunglück auf Rügen in dieser Saison. In der Nähe von Greifswald starb zudem eine 71-Jährige Frau nach dem Baden in der Ostsee. Vom Strand in Lubmin aus hatte ihr Mann bemerkt, dass sie leblos im Wasser trieb. Er zog sie mit der Hilfe von anderen Strandbesuchern aus dem Wasser. Doch auch in diesem Fall blieben Reanimationsversuche ohne Erfolg. Die Frau starb auf dem Weg ins Krankenhaus.

3.17 Uhr: Waldbrandgefahr angesichts von Hitze und Trockenheit hoch

Mit der ersten Hitzewelle des Jahres in Deutschland steigt die Gefahr von Waldbränden weiter an. Der Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zeigte für das Wochenende einschließlich heute alarmierende rote bis dunkelrote Flecken. Der Index rase auf die höchste Waldbrandwarnstufe zu, sagte ein DWD-Sprecher. Die Wetterexperten sehen vor allem im Nordosten Deutschlands eine hohe Gefahr. Dort seien die obersten Bodenschichten zu trocken. DWD-Waldbrandexperte Christopher Böttcher fasst es so zusammen: Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit, Niederschläge, Temperatur und Sonneneinstrahlung sind wichtige Faktoren.

Hohe Temperaturen: So schützen Sie Ihre Gartenpflanzen vor der Hitze

2.53 Uhr: Israel fliegt erneut Luftangriffe auf Ziele im Gazastreifen

Zum zweiten Mal in dieser Woche hat Israel Luftangriffe im Gazastreifen geflogen. Als Vergeltung für neue Attacken mit Brandballons aus dem Palästinensergebiet beschossen Kampfjets eine Militärbasis und eine Raketenabschussstellung der radikalislamischen Hamas, wie die Armee mitteilte. AFP-Reporter im Gazastreifen berichteten von mehreren Detonationen. Die Hamas reagierte nach eigenen Angaben auf die Luftangriffe mit dem Feuer aus Maschinengewehren.

1 Uhr: Montgomery besorgt über Delta-Virusvariante

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, befürchtet eine rasche Ausbreitung der als besonders infektiös geltenden Delta-Variante des Coronavirus und sieht Handlungsbedarf bei der Politik. Es sei zu erwarten, dass sich die Delta-Variante in Deutschland noch schneller ausbreite als die bisherigen Varianten, sagte Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Das Tückische bei dieser Variante ist, dass Infizierte sehr schnell eine sehr hohe Viruslast im Rachen haben und damit andere anstecken können, bevor sie überhaupt merken, dass sie sich infiziert haben", sagte Montgomery.

0.37 Uhr: Hitze ohne Ende in ostdeutschen Bundesländern

Schwitzen um die Wette: Auch über Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist am Donnerstag die Hitze hereingebrochen. Am heißesten wurde es dabei in Sachsen-Anhalt, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Donnerstagabend mitteilte. 34,7 Grad Celsius wurden demnach etwa in Genthim im Kreis Jerichower Land sowie in Seehausen (Altmark) und Gardelegen (Salzwedel) gemessen. Der heißeste Ort Deutschlands war am Donnerstag der Flughafen Münster/Osnabrück. Laut DWD wurde dort eine Spitzentemperatur von 35,5 Grad erreicht.

dho / luh / wue DPA AFP

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