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News von heute Republikanischer Senator zerpflückt Trumps Wahlbetrugsbehauptungen

Ben Sasse
Der republikanische Senator Ben Sasse geht hart mit dem Präsidenten und eigenen Parteikollegen ins Gericht
© Stefani Reynolds/ / Picture Alliance
Walter Tröger ist tot +++ Papst sagt wegen Ischias-Schmerzen Messen ab +++ Zehn Vermisste nach Erdrutsch in Norwegen +++ Trump und First Lady verbringen Silvester überraschend in Washington +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

Republikaner zerpflückt Trumps Wahlbetrugsbehauptungen

Die geplante Störaktion mehrerer Republikaner bei der offiziellen Verlesung der Ergebnisse der US-Präsidentschaftswahl im Kongress am 6. Januar stößt auch parteiintern auf Kritik. Der republikanische Senator Ben Sasse bezeichnete die Pläne mehrerer Parteikollegen, bei der Kongresssitzung Einspruch gegen die Wahlresultate einzulegen, am Donnerstag als "gefährlichen Trick".

In einem langen Beitrag auf Facebook zerpflückte Sasse die Wahlbetrugsbehauptungen des amtierenden Präsidenten Donald Trump und seiner Unterstützer. Es gebe keinerlei Belege für die Vorwürfe, betonte Sasse. "Der Präsident und seine Verbündeten spielen mit dem Feuer." In internen Gesprächen habe er von "keinem einzigen" Republikaner aus dem Kongress Zweifel am Wahlergebnis gehört.

Trump hatte die Wahl Anfang November gegen seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden verloren - mit deutlichem Abstand. Trump weigert sich jedoch bisher hartnäckig, seine Niederlage einzugestehen. Am 6. Januar kommen das Repräsentantenhaus und der Senat zusammen, um die Stimmen aus den Bundesstaaten zu verlesen und das Wahlergebnis offiziell zu verkünden. Dann ist amtlich, wer die Wahl gewonnen hat.

Eine Gruppe republikanischer Abgeordneter aus dem Repräsentantenhaus und ein republikanischer Senator haben angekündigt, an jenem Tag Einspruch gegen die Resultate aus einzelnen Staaten einzulegen. Damit können sie erzwingen, dass sich beide Kongresskammern zu getrennten Sitzungen zurückziehen müssen, um den Einwand zu debattieren und am Ende abzustimmen, ob sie diesem folgen oder ihn zurückweisen. Das dürfte die gesamte Prozedur jedoch lediglich verzögern. An Bidens Sieg ist nicht zu rütteln. Die Demokraten haben die angekündigte Protestaktion ebenfalls scharf kritisiert.

+++ Die Nachrichten zur Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier. +++

Die Nachrichten von heute im stern-Ticker:

+++ 19.22 Uhr: Lage für Flüchtlinge in Bosnien nach Brand von Lager weiter unklar +++

Nach dem Brand des ehemaligen Flüchtlingslagers im Nordwesten Bosniens bleibt die Lage für tausende Menschen weiter unklar. Die Flüchtlinge litten am Donnerstag unter eisigen Temperaturen und Schnee, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Ein Versuch der Behörden, eine neue Unterkunft für die Bewohner des Lagers zu finden, scheiterte an Protesten der bosnischen Anwohner. Am Dienstag hatten die Behörden versucht, die Flüchtlinge mit Bussen in eine ehemalige Kaserne im Süden des Landes zu bringen. Die Flüchtlinge konnten die Busse an ihrem Zielort jedoch nicht verlassen, da Anwohner dort gegen ihre Ankunft protestierten. Nachdem sie einen Tag und eine Nacht in den Bussen verbracht hatten, wurden die Flüchtlinge zurück in das abgebrannte Lager nahe der nordwestbosnischen Gemeinde Lipa gebracht. "Leider habe ich gelernt, wie ein Tier zu leben", sagte der 35-jährige Flüchtling Nuha. "Ob sie uns woanders hinbringen oder uns hier lassen, ist mir egal", fügte er hinzu. Das ehemalige Lager bei Lipa war vor rund einer Woche durch einen Großbrand zerstört worden. Die Infrastruktur des Lagers wurde dabei vollständig von den Flammen vernichtet.

+++ 19.11 Uhr: Portugal übernimmt EU-Ratsvorsitz von Deutschland +++

Portugal übernimmt am Freitag die EU-Ratspräsidentschaft von Deutschland. Eine der wichtigsten Aufgaben in den kommenden sechs Monaten wird die Koordinierung des immensen EU-Corona-Hilfspaketes im Umfang von 750 Milliarden Euro sein. Deutschland leistete dazu die Vorarbeit, indem es bei den Verhandlungen vermittelte. "Die nächste Stufe ist aber nicht weniger anspruchsvoll", warnte der portugiesische Ministerpräsident Antonio Costa. Ganz oben auf die Agenda hat der portugiesische Vorsitz auch die europäische Sozialpolitik gesetzt. Bei einem Sozialgipfel in Porto im Mai sollen die Mitgliedsstaaten Schlüsse aus der Corona-Pandemie ziehen und die sozialen Rechte der Europäer weiter ausbauen. Profitieren könnte die portugiesische Ratspräsidentschaft vom Amtsantritt des künftigen US-Präsidenten Joe Biden. Dieser ist der EU weniger feindlich gesinnt als sein republikanischer Vorgänger Donald Trump. 

+++ 19.03 Uhr: Boris Johnson: "Großartiger Moment für dieses Land" +++

Der britische Premier Boris Johnson hat den finalen Bruch mit der Europäischen Union als Meilenstein für sein Land hervorgehoben. Zum Jahreswechsel tritt Großbritannien nach einer elfmonatigen Brexit-Übergangsphase auch aus dem EU-Binnenmarkt und der Zollunion aus. "Dies ist ein großartiger Moment für dieses Land. Wir haben die Freiheit in unseren Händen, und es liegt nun an uns, das Beste daraus zu machen", sagte Johnson am Donnerstag in seiner Neujahrsansprache ans britische Volk. Großbritannien könne Dinge nun anders machen - "und wenn nötig besser als unsere Freunde in der EU".

Großbritannien war nach 47 Jahren Mitgliedschaft bereits Ende Januar 2020 aus der EU ausgetreten. Das in letzter Minute mit der EU ausgehandelte Handels- und Partnerschaftsabkommen soll nun einen harten Bruch vermeiden. 

+++ 18.56 Uhr: Urteil gegen Hongkong-Aktivisten: Pompeo nennt China fragile Diktatur +++

US-Außenminister Mike Pompeo hat die Verurteilung von Hongkonger Aktivisten in China scharf kritisiert und die chinesische Führung als diktatorisch bezeichnet. Ein Regime, das seine eigenen Bürger daran hindere wegzugehen, könne keinen globalen Führungsanspruch erheben, sagte Pompeo am Donnerstag. "Es ist nichts als eine fragile Diktatur, die Angst vor dem eigenen Volk hat." Die strafrechtliche Verfolgung der Aktivisten zeige einmal mehr die Brutalität Pekings, beklagte Pompeo.

Wegen eines Fluchtversuchs nach Taiwan waren in China zehn Hongkonger Aktivisten zu teils langen Gefängnisstrafen verurteilt worden. Sie gehören zu einer Gruppe von zwölf Hongkongern, die im August von Chinas Küstenwache bei der Flucht nach Taiwan auf einem Schnellboot aufgegriffen, festgenommen und nach China gebracht worden waren. Sie wollten sich aus Angst vor dem neuen Sicherheitsgesetz der chinesischen Sonderverwaltungsregion absetzen.

+++ 18.39 Uhr: Australien ändert Hymne zur Anerkennung von indigener Bevölkerung +++

Als Zeichen der Anerkennung für seine indigene Bevölkerung hat Australien zum Jahreswechsel den Text seiner Nationalhymne verändert. Wie Premierminister Scott Morrison ankündigte, soll die zweite Zeile der Hymne künftig nicht mehr "dass wir jung und frei sind", sondern "dass wir einig und frei sind" lauten. Die Änderung nehme "nichts weg, füge jedoch "viel hinzu", schrieb Morrison am Donnerstag in der Zeitung "The Age". "Australien als moderne Nation mag relativ jung sein, aber die Geschichte unseres Landes ist uralt", erklärte der Premierminister. Das Land erkenne seine indigene Bevölkerung an und respektiere sie, fügte er hinzu. Die Änderung war ins Spiel gebracht worden, um die Geschichte der australischen Ureinwohner, die Zehntausende von Jahren zurückreicht, anzuerkennen. Australien hadert mit seiner kolonialen Vergangenheit und der Ungleichheit zwischen indigenen Einwohnern und dem Rest der Bevölkerung. In den vergangenen Monaten hatte es zahlreiche Proteste in mehreren Städten gegeben, bei denen die Demonstranten gegen die zahlreichen ungeklärten Todesfälle von Ureinwohnern in Haft protestierten.

+++ 18.13 Uhr: Griechenland will Bau eines neuen Flüchtlingslagers auf Lesbos beschleunigen +++

Die griechische Regierung will nach der Zerstörung des Camps Moria die Errichtung eines neuen Flüchtlingslagers auf der Insel Lesbos beschleunigen. Die örtlichen Behörden hätten inzwischen eine Baugenehmigung erteilt, erklärte Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis am Donnerstag bei einem Besuch auf Lesbos. Er hoffe nun auf eine beschleunigte Ausschreibung für den Bau eines neuen Lagers, "das eine dauerhafte Lösung darstellt". Mitsotakis besuchte am Donnerstag erstmals das provisorische Zeltcamp, in dem mehr als 7000 frühere Bewohner des im September bei einem Brand zerstörten Lagers Moria untergebracht sind. Der Bau des neuen Flüchtlingslagers, der sich wegen des Widerstands der Bewohner und der örtlichen Behörden verzögert hatte, wird mit EU-Geldern finanziert. Insgesamt leben mehr als 17.000 Menschen in Flüchtlingscamps auf den griechischen Inseln.

+++ 17.25 Uhr: Beobachter: Weniger Tote im Syrien-Krieg - 6800 Opfer 2020 +++

Der Krieg in Syrien hat im Jahr 2020 mehr als 6800 Menschen das Leben gekostet. Das ist die niedrigste jährliche Todesrate seit Beginn des Konflikts vor fast einem Jahrzehnt, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag meldete. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor waren den Menschenrechtsbeobachtern zufolge in dem Konflikt noch mehr als 10 000 Menschen getötet worden.

Seit Beginn des Konflikts bis Anfang Dezember sollen mindestens 387 000 Menschen bei Kämpfen zwischen Rebellen und der syrischen Armee getötet worden sein, darunter 117 000 Zivilisten. Das tödlichste Jahr in dem Konflikt war 2014, als mehr als 67 000 Todesfälle dokumentiert wurden, so die Beobachtungsstelle. Die Beobachtungsstelle mit Sitz in Großbritannien dokumentiert seit 2011 Opferzahlen in Syrien. Ihre Informationen bezieht die Gruppe aus einem breiten Netzwerk im Bürgerkriegsland selbst.

+++ 17.04 Uhr: Un-Friedensmission für Darfur nach 13 Jahren beendet  +++

Ungeachtet jüngster gewaltsamer Auseinandersetzungen in Darfur haben die Vereinten Nationen am Donnerstag ihre Friedensmission in der sudanesischen Unruheregion beendet. Damit gehe die "Verantwortung für den Schutz von Zivilisten" an die Regierung des Sudans über, hieß es in einer Unamid-Erklärung. Die gemeinsame Mission von UNO und Afrikanischer Union (AU) war 13 Jahre lang in Darfur aktiv. Der UN-Sicherheitsrat hatte sich erst vor gut einer Woche auf die Einstellung der Mission zum 31. Dezember geeinigt. Mit dem Abzug von Personal und Ausrüstung soll gemäß der Resolution am Freitag begonnen werden; abgeschlossen sein soll sie am 30. Juni.  Die Übergangsregierung in Khartum hatte um die Einstellung der 2007 ins Leben gerufenen Mission ersucht. Sowohl die Vereinten Nationen als auch die Afrikanische Union hatten sich ungeachtet von Protesten zahlreicher Darfurer vor dem Hauptquartier der Mission in der Regionalhauptstadt Nyala ebenfalls für diesen Schritt ausgesprochen. 

+++ 16.56 Uhr: Röhöl-Preise 2020 um ein Fünftel eingebrochen +++

Angesichts der Corona-Krise sind die Preise für Rohöl auf dem Weltmarkt in diesem Jahr um mehr als ein Fünftel eingebrochen. Der Preis für europäisches Nordsee-Rohöl lag am Donnerstagnachmittag bei umgerechnet 41,67 Euro pro Barrel. Das ist ein Rückgang von mehr als 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt. Zu Beginn des Jahres 2020 verzeichnete der Ölmarkt noch steigende Preise, was unter anderem auf Spannungen in den rohstoffreichen Regionen des Nahen Ostens zurückging, die einen Versorgungsengpass befürchten ließen.     Bereits im März sanken die Preise jedoch stark, als die Corona-Pandemie sich ausbreitete. Lockdowns und Geschäftsschließungen in zahlreichen Ländern führten zu einer geringeren Nachfrage. Zudem führte ein Streit innerhalb der Organisation der erdölexportierenden Länder (OPEC) zu einem drastischen Preisabfall. Mittlerweile haben sich die Ölpreise wieder etwas erholt, sind aber noch nicht auf das Niveau vor der Pandemie zurückgekehrt.

+++ 16.37 Uhr: Französischer Schauspieler und Regisseur Robert Hossein gestorben +++

Der französische Schauspieler und Regisseur Robert Hossein ist tot. Er starb im Alter von 93 Jahren, wie seine Frau Candice Patou der Nachrichtenagentur AFP sagte. Hossein sei nach "Atemproblemen" im Krankenhaus gestorben. Berühmt wurde er als Schauspieler in den 60er Jahren durch seine Rolle in den "Angélique"-Filmen, als Regisseur verantwortete er Großproduktionen von Klassikern wie "Les Misérables".

+++ 16.30 Uhr: Drei Skitourengeher befreien sich in Österreich aus Lawine +++

Eine Lawine hat im Maltatal in Österreich drei Skitourengeher verschüttet, aber die beiden Männer (je 33) und eine Frau (34) hatten Glück im Unglück: Einer hatte einen Lawinen-Airbag auf dem Rücken und wurde dadurch nur teils verschüttet, wie die Polizei in Kärnten berichtete. Er habe sich ausgraben und dann die beiden anderen befreien können. Die drei Österreicher waren nach diesen Angaben auf dem Weg zur 2633 Meter hohen Tandlspitze, als sie ein Schneebrett lostraten. Zwei Personen wurden bei dem Unglück leicht verletzt.

+++ 16.22 Uhr: Strafverfahren nach Brand in Affenhaus in Krefeld beendet +++

Ein Jahr nach dem Brand des Affenhauses in Krefeld ist das Strafverfahren nun beendet. "Meine Mandantin hat die Geldstrafe über 3600 Euro akzeptiert", so Verteidiger Oliver Allesch. Er habe das nötige Schreiben an das Amtsgericht gesendet. Statt bislang 9000 Euro wurden 180 Tagessätze à 20 Euro festgesetzt. Es sei der rationalste Weg gewesen, das zu akzeptieren, so Allesch. Seine Mandantin könne damit leben und nun ins neue Jahr starten. Drei Frauen sollen in der letzten Silvesternacht Himmelslaternen steigen gelassen haben, die das Affenhaus anzündeten. Es wurde komplett zerstört, rund 50 Tiere starben - darunter acht Menschenaffen. Ein schwer verletzter Gorilla musste von einem Polizisten erschossen werden. Das völlig zerstörte Affenhaus wurde abgerissen.

+++ 16.07 Uhr: Großes Feuerwerk in Sydney fast ohne Besucher +++

Mit großen Feuerwerken - aber großteils ohne Besucher - hat die Welt den Start ins neue Jahr begonnen. Wie jedes Jahr erhellten unzählige Raketen in der Nacht zum Freitag um Mitternacht den Himmel über dem Hafen von Sydney. Im Gegensatz zu sonst waren in der australischen Metropole aber wegen der Corona-Pandemie nur ganz wenige Besucher vor Ort erlaubt.

Wie in Australien gelten wegen der Corona-Pandemie in vielen Ländern der Welt zu Silvester und Neujahr strenge Ausgangsbeschränkungen, die große Feiern und Feste verhindern sollen. Auch in Deutschland gelten strikte Begrenzungen für Zusammenkünfte. Der Verkauf von Silvesterfeuerwerk war zudem in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie bundesweit verboten, um die Krankenhäuser vor Überlastung zu schützen.

Ganz anders sah es dagegen in Neuseeland aus, wo unter anderem dank strikter Einreiseverbote seit Wochen kein neuer Corona-Fall mehr registriert wurde. In Auckland und anderen Städten versammelten sich riesige Menschenmengen, um die Feuerwerke um Mitternacht gemeinsam zu bestaunen.

+++ 14.40 Uhr: Spanien: Gibraltar tritt Schengen-Raum bei +++

Spanien und Großbritannien haben im letzten Augenblick eine Grundsatzeinigung erzielt, wonach Gibraltar dem Schengen-Raum in der Regel ohne Grenzkontrollen beitritt. Damit werde vermieden, dass die Grenze zwischen Spanien und Gibraltar am Südzipfel der Iberischen Halbinsel ab dem 1. Januar 2021 zu einer undurchlässigen EU-Außengrenze werde, sagte Spaniens Außenministerin Arancha Gonzalez Laya in Madrid.

+++ 14.18 Uhr: Ehemaliger Spitzensportfunktionär Tröger gestorben +++

Der frühere deutsche Spitzensportfunktionär Walther Tröger ist tot. Der ehemalige Präsident des Nationalen Olympischen Komitees sei am Mittwoch im Alter von 91 Jahren gestorben, teilte die Familie am Donnerstag mit.

+++ 13.30 Uhr: Vater von Boris Johnson will französische Staatsbürgerschaft beantragen +++

Angesichts des endgültigen Vollzugs des von seinem Sohn maßgeblich vorangetriebenen Brexit will der Vater von Boris Johnson die französische Staatsbürgerschaft beantragen. Dadurch wolle er eine persönliche "Verbindung" zur Europäischen Union erhalten, sagte Stanley Johnson dem französischen Radiosender RTL. "Ich werde immer Europäer sein, das steht fest."

+++ 13.21 Uhr: Papst sagt wegen Ischias-Schmerzen zwei Jahresend-Messen ab +++

Papst Franziskus hat wegen Ischias-Schmerzen nach Angaben des Vatikans zwei Termine zum Jahreswechsel abgesagt. Wie Vatikansprecher Matteo Bruni mitteilte, wolle das katholische Kirchenoberhaupt aber am 1. Januar trotzdem wie geplant sein Angelus-Gebet in der Bibliothek im Apostolischen Palast sprechen.

Eigentlich sollte der 84-jährige Franziskus am frühen Silvestertag ein feierliches Abendgebet im Petersdom leiten. Zum Abschluss der Dankvesper erklingt dabei traditionell das "Te Deum", ein kirchlicher Lobgesang. Bei diesem Termin am Donnerstag sollte der Papst nun von Kardinal Giovanni Battista Re vertreten werden, wie der Vatikansprecher erläuterte. Wegen der Corona-Maßnahmen war der Gottesdienst nur im kleinen Kreis geplant.

Am Neujahrstag werde Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin dann Franziskus bei der Messe zum Jahresbeginn im Petersdom ersetzen, hieß es. Das anschließende Angelus-Gebet am Freitagmittag in der Bibliothek solle aber von Franziskus geleitet werden.

+++ 12.18 Uhr: Regierung: 25 Tote und mehr als 100 Verletzte nach Explosion im Jemen +++

Die Zahl der Todesopfer nach der schweren Explosion auf dem Flughafen in der südjemenitischen Stadt Aden ist auf 25 gestiegen. Weitere 110 Menschen seien verletzt worden, teilte Gesundheitsminister Kasim Buhaibeh via Twitter mit. Unter den Toten waren drei Mitarbeiter des internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), wie die Organisation in Genf mitteilte: Ein Jemenit, der am Flughafen die Logistik koordinierte, ein Röntgenspezialist aus Ruanda und ein angehender jemenitischer Arzt, der in einem Krankenhaus tätig war.

Die Explosion ereignete sich am Mittwoch kurz nach der Landung eines aus Saudi-Arabien kommenden Flugzeuges mit der neuen Regierung des Jemens an Bord. Die Hintergründe waren am Donnerstag weiter unklar. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Angriff.

+++ 12.11 Uhr: Weiterer schwedischer Atomreaktor wird vom Netz genommen +++

Ein Jahr nach der Abschaltung eines ersten Reaktorblocks wird im schwedischen Kernkraftwerk Ringhals ein weiterer Atomreaktor stillgelegt. Nach knapp 45 Jahren im Betrieb wird der Reaktor Ringhals 1 pünktlich zum Jahreswechsel in der Nacht zum Freitag vom Stromnetz genommen, wie der Haupteigentümer Vattenfall vorab ankündigte. Der umfassende Rückbau von Ringhals 1 und 2 soll Anfang 2023 eingeleitet werden. Der gesamte Abriss dürfte nach Angaben von Vattenfall zwischen acht und zehn Jahre dauern.

+++ 11.04 Uhr: Pandemie-Silvester: Samoa und Kiribati begrüßen 2021 +++

Im östlichsten Teil der Welt hat 2021 bereits begonnen: Als Erste begrüßten die Bewohner der Südsee-Inseln Samoa und Kiribati um 11.00 Uhr MEZ das neue Jahr. In beiden Ländern ist die Neujahrsstimmung aufgrund der Corona-Pandemie eher gedämpft. Obwohl es auf Kiribati noch keine Corona-Infektionen gegeben haben soll und in Samoa der erste Fall erst Mitte November gemeldet worden war, wurden öffentliche Feuerwerke abgesagt. Ausländische Touristen dürfen die Inseln im Südpazifik derzeit nicht besuchen.

Auch blicken beide Länder aufgrund des weltweiten Klimawandels besorgt ins neue Jahr. In Samoas Hauptstadt Apia haben Stürme zu Überflutungen geführt. Die 3000 Inseln, die zu Kiribati gehören, kämpfen aufgrund des steigenden Wasserspiegels des Pazifiks mit Überschwemmungen.

+++ 10.53 Uhr: Zehn Vermisste nach Erdrutsch in Norwegen +++

Mehr als 24 Stunden nach einem heftigen Erdrutsch in Norwegen gelten zehn Menschen weiterhin als vermisst. Einsatzkräfte suchten in der Nacht mit Drohnen und Hubschraubern weiter nach ihnen, sie fanden dabei einen Hund in dem Gebiet, wie die Polizei am Vormittag mitteilte. Zugleich forderte sie die Menschen in der Region auf, vor 23 Uhr kein Feuerwerk in der Region zu zünden, um die Helikopter und Drohnen in der Luft nicht zu gefährden.

Berichte über Tote gab es bis zum Vormittag nicht. Die Polizei machte bereits gestern Abend klar: "Der Fokus des Einsatzes liegt darauf, Leben zu retten."

Der Erdrutsch in Ask etwa 40 Kilometer nördlich der Hauptstadt Oslo hatte sich am frühen Mittwochmorgen ereignet. Er dehnte sich auf einer Länge von etwa 700 Metern und einer Breite von 300 Metern aus. Mindestens zehn Menschen erlitten Verletzungen.

+++ 10.50 Uhr: 150 Migranten aus Booten vor Kanaren gerettet +++

Die spanische Seenotrettung hat im Atlantik vor der spanischen Kanareninsel Gran Canaria etwa 150 Migranten aus drei Booten gerettet. Die Menschen aus Afrika seien zur Versorgung und Registrierung an Land gebracht worden, schrieb die Seenotrettung auf Twitter.

Die Zahl der Menschen, die die lebensgefährliche Überfahrt von Afrika über den Atlantik Richtung der Inselgruppe wagen, ist in diesem Jahr stark gestiegen. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR wurden seit Jahresbeginn 22.249 Migranten gezählt. Im Vorjahr waren es nur knapp 2700. Wie viele Menschen auf See starben, ist nicht bekannt. Das UNHCR geht von mehr als 400 Todesopfern aus.

+++ 10.13 Uhr: Hongkonger Aktivist und Medienmogul Jimmy Lai muss wieder in Haft +++

Der Hongkonger Medienmogul und Demokratie-Aktivist Jimmy Lai, der auf Kaution aus dem Gefängnis entlassen worden war, muss wieder in Untersuchungshaft. Hongkongs Oberstes Berufungsgericht entschied zugunsten der Staatsanwaltschaft, die eine erneute Prüfung der Kautionsentscheidung des Obersten Gerichts gefordert hatte. Der 73-Jährige war Anfang Dezember zunächst wegen Betrugsvorwürfen und kurz darauf wegen angeblicher Verstöße gegen das Hongkonger Sicherheitsgesetz angeklagt worden. Bei einer Verurteilung droht ihm im schlimmsten Fall eine lebenslange Haftstrafe. Nach 20 Tagen Untersuchungshaft hatte Lai unter strengen Auflagen das Gefängnis am 23. Dezember verlassen, musste sich aber in Hausarrest begeben. Diese Entscheidung wurde nun revidiert.

+++ 9.18 Uhr: Ein Toter und sechs Verletzte nach Explosion in Wohnhaus in Lettland +++

Bei einer Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Lettlands Hauptstadt Riga ist ein Mensch ums Leben gekommen, sechs weitere Menschen wurden verletzt. Das dreistöckige Gebäude wurde von der Wucht der vermutlich durch Gas verursachten Explosion teilweise zerstört, meldete der lettische Rundfunk unter Berufung auf die Einsatzkräfte. Die Feuerwehr rettete demnach drei Bewohner aus dem der Stadt Riga gehörenden Haus, fünf weitere brachten sich selbst in Sicherheit. Die genaue Unglücksursache wird noch ermittelt.

+++ 7:55 Uhr: Weitere Nachbeben in Kroatiens Zentralregion +++

Nach dem Erdbeben am Dienstag haben in der Nacht weitere Nachbeben die Zentralregion Kroatiens erschüttert. Das European-Mediterranean Seismological Centre (EMSC) meldete im Raum Petrinja einen Erdstoß der Stärke 3,8 sowie zwei der Stärke 3,1. Das Beben am Dienstag hatte die Stärke 6,4. Es hatte die Kleinstädte Sisak, Petrinja und Glina sowie dazwischen liegende Dörfer verwüstet. Sieben Menschen waren ums Leben gekommen, 26 weitere hatten Verletzungen erlitten. In der Region südöstlich von Zagreb bebt die Erde seit Montag. Mit Stand Mittwochnachmittag waren 66 Erdstöße innerhalb von 58 Stunden verzeichnet worden. 

+++ 5.11 Uhr: Trump und First Lady verbringen Silvester überraschend in Washington +++

Der abgewählte US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania verbringen Silvester überraschend in Washington. Die beiden sollten am Donnerstagvormittag (Ortszeit) und damit früher als geplant in Florida aufbrechen, wie aus dem vom Weißen Haus veröffentlichten Tagesprogramm hervorging. Trump wird somit auch nicht bei der Neujahrsparty in seinem Club-Resort Mar-a-Lago zugegen sein, obwohl Gäste dies erwartet hätten, berichteten US-Medien. Gründe für die verfrühte Abreise nannte das Weiße Haus nicht.

+++ 4.50 Uhr: "Schlimmster Serienmörder der US-Geschichte" im Alter von 80 Jahren gestorben +++

Der "schlimmste Serienmörder der US-Geschichte" ist im Alter von 80 Jahren in Kalifornien gestorben. Samuel Little, der im vergangenen Jahr die Ermordung von 93 Menschen gestanden hatte, sei am frühen Mittwoch (Ortszeit) in einem Krankenhaus gestorben, teilte die Gefängnisleitung mit. Das Obduktionsergebnis steht demnach noch aus.

Little hatte gestanden, 93 Menschen - die meisten davon Frauen - zwischen 1970 und 2005 umgebracht zu haben. Seine Mordserie von Küste zu Küste blieb jahrzehntelang unentdeckt. Die Opfer des ehemaligen Boxers waren meist Drogenabhängige und Prostituierte, nicht alle konnten bislang identifiziert werden. Die Ermittler wiesen Littles Beteiligung an 50 Morden nach, hielten jedoch auch seine Angaben zu den 43 weiteren Fällen für glaubwürdig.

+++ 4.10 Uhr: Trierer Amokfahrer macht keine Angaben zum Motiv +++

Rund einen Monat nach der Amokfahrt in Trier mit fünf Toten und vielen Verletzten ist das Motiv des Täters weiter unklar. Der Inhaftierte habe dazu bislang keine Einlassungen gemacht, teilte Polizeisprecher Karl-Peter Jochem auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Trier mit. Die 50-köpfige Sonderkommission "Fußgängerzone" sei derzeit dabei, das Tatgeschehen anhand von Zeugenaussagen, Spuren und Videos zu rekonstruieren.

+++ 2.45 Uhr: Ärger über Wahlergebnis: Trump startet neuen Versuch am Supreme Court +++

Der amtierende US-Präsident Donald Trump hat sich in seinem Ärger über den Ausgang der Wahl erneut an das Oberste Gericht gewandt. Trump habe eine Klage beim Supreme Court in Washington eingereicht, mit der er erreichen wolle, dass die Wahl im Bundesstaat Wisconsin wegen "mehrfacher Rechtsbrüche" für verfassungswidrig und ungültig erklärt werde, teilte sein Wahlkampfteam mit. Trump wolle zudem erreichen, dass das Parlament in dem Bundesstaat alternative Wahlleute ernennt.

+++ 2.18 Uhr: USA verhängen neue Zölle auf französische und deutsche Produkte +++

Im langjährigen Streit über Subventionen für die Flugzeughersteller Airbus und Boeing wollen die USA zusätzliche Zölle auf französische und deutsche Produkte erheben. Die Zölle betreffen "Flugzeugbauteile aus Frankreich und Deutschland, bestimmte Weine sowie Cognacs und andere Branntweine aus Frankreich und Deutschland", wie der US-Handelsbeauftragte (USTR) mitteilte. Den Schritt bezeichnete der USTR als Maßnahme gegen die von der Europäischen Union verhängten Zölle, die er als unfair erachtet. Die Zölle sind Teil des Streits um öffentliche Beihilfen, die an Airbus und Boeing gezahlt werden. Außerdem wurde die EU in diesem Jahr von der Welthandelsorganisation (WTO) ermächtigt, zusätzliche Zölle auf US-Produkte zu erheben.

+++ 1.32 Uhr: Königin Elizabeth setzt britisches Brexit-Gesetz in Kraft +++

Der Weg für den Brexit-Handelspakt zwischen Großbritannien und der Europäischen Union ist frei. Königin Elizabeth II. stimmte dem Ratifizierungsgesetz des britischen Premierministers Boris Johnson in der Nacht zu. Damit tritt es nun in Kraft.

+++ 1.03 Uhr: Raumfahrer der ISS können 16 Mal ins neue Jahr rutschen +++

Die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS kann in diesem Jahr gleich 16 Mal ins neue Jahr starten. So oft umrundet die Station die Erde am Silvestertag, wie Kosmonaut Sergej Kud-Swertschkow im Kurznachrichtendienst Twitter schrieb. Das erste Mal werden die Raumfahrer um 13 Uhr (MEZ) anstoßen - wenn sie in 400 Kilometer Höhe über der Halbinsel Kamtschatka fliegen. Die ISS umkreist den Planeten alle eineinhalb Stunden.

+++ 0.43 Uhr: Bericht: Bund und Länder rechnen mit Krisen-Ausgaben von 1,3 Billionen Euro für 2020 +++

Die Kosten zur Bewältigung der Corona-Pandemie für Bund und Länder belaufen sich allein in diesem Jahr einem Medienbericht zufolge auf bis zu 1,3 Billionen Euro. Die Berechnung umfasst die Staatshilfen und öffentlichen Ausgaben, wie aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt.

Darin enthalten sei der Gesamtbetrag "aller Hilfspakete, die in der Corona-Krise bislang seitens der Regierungen in Bund und Ländern auf den Weg gebracht wurden", die erwarteten Einnahmeausfälle durch die Krise sowie die Summe der Garantien von rund 826,5 Milliarden Euro, die Bund und Länder gewährleisten. Für das Jahr 2021 rechnet die Bundesregierung dem Bericht zufolge mit weiteren Corona-Folgekosten von rund 184 Milliarden Euro, die aber auch nicht oder unvollständig in Anspruch genommene Gelder aus dem Jahr 2020 beinhalten können.

kng DPA AFP

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