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+++ Ticker +++

News von heute: Tödliche Schüsse an Supermarkt in Niederbayern - zwei Festnahmen

Johnson will Parlament erneut in Zwangspause schicken +++ Sanders setzt Wahlkampagne aus +++ Höcke gibt Unterlassungserklärung ab +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Mord in Abensberg

Abensberg, Bayern: Vor einem Supermarkt sind Schüsse gefallen, ein Mensch kam dabei ums Leben, zwei Menschen wurden festgenommen

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Zwei Festnahmen nach tödlichen Schüssen in Niederbayern  (20.19 Uhr)
  • Johnson will neue Zwangspause fürs Parlament (19.28 Uhr)
  • US-Demokrat Sanders setzt Wahlkampgne aus (16.53 Uhr)
  • Grönemeyer: Unterlassungserklärung von Höcke (16.33 Uhr)
  • Entlaufenes Zebra erschossen (12.16 Uhr)
  • Schlagerstar Karel Gott ist gestorben (10.30 Uhr)

Die News von heute im stern-Ticker: 

+++ 20.19 Uhr: Zwei Festnahmen nach tödlichen Schüssen in Niederbayern +++

Nach tödlichen Schüssen im niederbayerischen Abensberg hat die Polizei zwei Menschen festgenommen. Die Fahndungsmaßnahmen liefen am Abend aber weiter, teilte die Polizei mit. Zuvor war ein Mensch erschossen und ein weiterer schwer verletzt worden. Die Täter waren zunächst geflüchtet. Details nannte die Polizei zunächst nicht.

+++ 19.28 Uhr: Johnson will Parlament erneut in Zwangspause schicken +++

Der britische Premierminister Boris Johnson will das Parlament in London ab Dienstag erneut in eine Zwangspause schicken. Johnson wolle die Sitzungen vom 8. Oktober bis zu einer Rede der Queen zum Regierungsprogramm am 14. Oktober aussetzen, teilte Downing Street mit. Eine von Johnson angeordnete fünfwöchige Zwangspause des Parlaments hatte das Oberste Gericht des Landes Ende September für "illegal" erklärt.

Video: Johnson: Lasst uns den Brexit durchziehen

+++ 19.09 Uhr: BND soll bislang unbekanntes Amri-Video besitzen +++

Dem Bundesnachrichtendienst liegt offenbar ein bislang unbekanntes Video des Attentäters vom Berliner Weihnachtsmarkt, Anis Amri, vor, in dem dieser vor seiner Tat Terror ankündigte. Wie "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR berichten, soll der BND die Ermittler des Bundeskriminalamts zwar im März 2017 über die Existenz der Aufnahme informiert, sich aber geweigert haben, das wohl mit einem Handy gefilmte Video zu den Ermittlungsakten zu geben. Auch die Untersuchungsausschüsse des Bundestags und verschiedener Landesparlamente, die an der Aufklärung des Falls arbeiten, hätten es offenbar nicht gezeigt bekommen, hieß es. Den Medien zufolge gibt es keine Hinweise, dass dem BND und anderen deutschen Behörden das Amri-Video schon vor der Tat bekannt war. Der BND soll das Video den Berichten zufolge von einem ausländischen Geheimdienst erhalten haben. Seine Weigerung, es weiterzugeben, wurde demnach mit der Vertraulichkeit begründet, zu der er gegenüber dem ausländischen Dienst verpflichtet sei.

+++ 18.59 Uhr: Gedenken an Karel Gott vor Champions-League-Spiel in Prag +++

Die Mannschaften von Slavia Prag und Borussia Dortmund sowie rund 20.000 Fans im Sinobo Stadion haben Karel Gott die letzte Ehre erwiesen. Begleitet von einem Song des gestern im Alter von 80 Jahren verstorbenen Sängers erhoben sich die Zuschauer von ihren Sitzen und applaudierten. Zwischen dem Fußball-Bundesligisten und dem populären Tschechen bestand eine besondere Beziehung. Im Meisterjahr 1996 hatte Gott zusammen mit dem Dortmunder Stadionsprecher Norbert Dickel den Song "Schwarzgelb - wie Biene Maja" aufgenommen. Diese Fan-Version erinnerte an den größten Hit des Sängers, den Titelsong für die Zeichentrickserie "Biene Maja".

Karel Gott ist im Alter von 80 Jahren verstorben

+++ 18.38 Uhr: Friedensmarsch begibt sich auf 14.000-Kilometer-Strecke von Neu Delhi nach Genf +++

In der indischen Hauptstadt Neu Delhi hat ein Friedensmarsch im Andenken an den Unabhängigkeitskämpfer Mahatma Gandhi begonnen, der in einem Jahr über 14.000 Kilometer und zehn Länder nach Genf führen soll. Mehrere hundert Menschen beteiligten sich an dem Ereignis, das unter dem Motto "Jai Jagat" (etwa: "Gegrüßet sei die Welt") steht. Der Friedensmarsch soll Gandhis Lehre vom gewaltlosen Widerstand verbreiten und zum Kampf gegen Armut und Klimawandel beitragen. Der Friedensmarsch startete am 150. Jahrestag des Geburtstags von Mahatma Gandhi, der eine Ikone des indischen Widerstands gegen die britische Kolonialherrschaft ist. Wenn Gewaltlosigkeit in Indien möglich sei, so sei sie es auch "weltumspannend", sagte der Organisator Rajagopal PV.

+++ 18.19 Uhr: Stundenlange Störung bei Twitter +++

Twitter-Nutzer rund um die Welt sind von einer Störung des Kurznachrichtendienstes betroffen gewesen. Unter anderem in Asien und Europa konnten einige von ihnen keine Tweets absetzen oder bekamen keine Direktnachrichten zu sehen - für andere Anwender funktionierte dagegen alles normal. Twitter behob die Probleme bei der Plattform und seiner App Tweetdeck erst nach mehreren Stunden. Gründe wurden nicht genannt. Zuletzt war Twitter im Juli von einem rund einstündigen Ausfall nach einer internen technischen Umstellung betroffen gewesen.

+++ 18.14 Uhr: EU will über Johnson-Vorschlag verhandeln +++

Die EU-Kommission sieht in den neuen Brexit-Vorschlägen des britischen Premierministers Boris Johnson eine Grundlage für Verhandlungen. Es gebe "positive Fortschritte", ließ Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker nach einem Telefonat mit Johnson erklären. Allerdings blieben einige "problematische Punkte, die weitere Arbeit in den nächsten Tagen erfordern". Treffen der Verhandlungsteams beider Seiten seien geplant. Johnson hatte vorgeschlagen, die Garantieklausel für eine offene Grenze in Irland - den sogenannten Backstop - aus dem EU-Austrittsabkommen zu streichen. Als Ersatz schlug er vor, dass im britischen Nordirland vorläufig weiter EU-Standards für Agrarprodukte und andere Waren gelten sollen. Zugleich soll eine Zollgrenze zwischen Nordirland und dem EU-Staat Irland verlaufen. Zollkontrollen sollen aber nicht dort, sondern dezentral vorgenommen werden.

+++ 17.44 Uhr: "Pippi Langstrumpf" soll neu verfilmt werden +++

Mit "Pippi Langstrumpf" schrieb sich Astrid Lindgren in die Herzen vieler Kinder. Nun soll die Geschichte des rothaarigen Mädchens erneut verfilmt werden. Die Produktionsfirmen Studiocanal und Heyday Films entwickeln mit der Astrid Lindgren Company eine Kinoverfilmung, wie die Unternehmen ankündigten. Die Bücher über Pippi Langstrumpf waren bereits vor rund 50 Jahren verfilmt worden. Damals spielte Inger Nilsson die mutige Pippi. Auch als Zeichentrickserie waren die Geschichten schon zu sehen. Nun sollen erneut echte Schauspieler vor der Kamera stehen. Wann der Film ins Kino kommen könnte, wurde nicht bekanntgegeben.

+++ 17.39 Uhr: Mann scheitert mit Klage zu Mobbing wegen ostdeutscher Herkunft +++

Das Berliner Arbeitsgericht hat die Klage eines Ostdeutschen abgewiesen, der sich von zwei Vorgesetzten wegen seiner Herkunft gemobbt fühlte und deshalb Entschädigung, Schadenersatz und Schmerzensgeld verlangte. Dem Vize-Ressortleiter eines Verlages stehe eine Entschädigung nicht zu, weil eine Benachteiligung wegen seiner ethnischen Herkunft oder Weltanschauung nicht erfolgt sei, so wie es in dem Gleichbehandlungsgesetz geregelt ist, entschied das Gericht. Ostdeutsche seien nicht Mitglieder einer ethnischen Gruppe oder Träger einer einheitlichen Weltanschauung. Einen Schadenersatz wegen Persönlichkeits- oder Gesundheitsverletzung lehnte das Arbeitsgericht ab, weil der Kläger den Arbeitgeber nicht rechtzeitig auf das Verhalten seiner Vorgesetzten und die Gefahr eines Schadens aufmerksam gemacht habe. 

+++ 17.26 Uhr: Politiker in Ägypten verteidigt Hitler und vergleicht ihn mit Al-Sisi +++

Ein höchst fragwürdiger Hitler-Vergleich hat den ägyptischen Parlamentsvorsitzenden Ali Abdul Aal in Bedrängnis gebracht. Abdul Aal hatte den Nazi-Diktator am Dienstag mit dem Argument verteidigt, dieser habe wie Ägyptens Präsident Al-Sisi große Infrastrukturprojekte angestoßen. Kritiker werfen Al-Sisi vor, mit öffentlichen Geldern große Bauvorhaben umzusetzen, etwa eine neue Hauptstadt, während weite Teile der Bevölkerung in Armut leben. Am Mittwoch erklärte Abdul Aal schließlich, missverstanden worden zu sein. Nicht einmal jemand mit "Halbwissen" würde Hitler loben, der "Verbrechen und Sünden" begangen habe. "Das Lob galt dem deutschen Volk und der deutschen Infrastruktur", sagte Abdul Aal der Nachrichtenseite Al-Ahram zufolge.

+++ 17.20 Uhr: Kabinett beschließt verkürzte Ausbildung für Cyberspezialisten +++

Um effektiver gegen Cyberkriminalität vorgehen zu können, hat die Bundesregierung eine Änderung der Laufbahn für Kriminalbeamte in diesem Spezialgebiet beschlossen. Wie das Innenministerium nach der Kabinettssitzung mitteilte, sollen Bewerber, die bereits ein informationstechnisch, ingenieurwissenschaftlich oder naturwissenschaftlich geprägtes Studium absolviert haben, künftig als Tarifbeschäftigte eine verkürzte Laufbahn von 20 Monaten durchlaufen können. Anschließend werden die "Cyberkriminalisten" zu Kriminaloberkommissaren ernannt. Diese Stufe erreicht man bei der Polizei normalerweise erst nach 36 Monaten.

+++ 16.53 Uhr: Gesundheitsprobleme: Sanders setzt US-Wahlkampagne aus +++

Der US-Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders hat seine Wahlkampagne wegen eines Gesundheitsproblems vorübergehend ausgesetzt. Bei Sanders sei eine blockierte Arterie diagnostiziert worden, teilte der Sanders-Berater Jeff Weaver mit. Dem Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur der oppositionellen Demokraten seien deshalb bereits erfolgreich zwei Stents eingesetzt worden.

+++ 16.33 Uhr: Streit mit Grönemeyer: AfD-Politiker Höcke gibt Unterlassungserklärung ab +++

AfD-Politiker Björn Höcke hat eine Unterlassungserklärung gegenüber Sänger Herbert Grönemeyer abgegeben. Höcke darf demnach nicht mehr behaupten, Grönemeyer sei vor dem "bunten" Bochum und dem Finanzamt geflohen.  Die Anwaltskanzlei hat die Unterlassungserklärung auf Twitter gepostet und dem stern die Echtheit des Schreibens bestätigt.

Herbert Grönemeyer

+++ 16.07 Uhr: USA dürfen EU-Importe mit Strafzöllen belegen +++

Wegen jahrelanger rechtswidriger EU-Subventionen für den Flugzeugbauer Airbus dürfen die USA Strafzölle auf EU-Importe im Umfang von 7,5 Milliarden US-Dollar im Jahr erheben. Das gab die Welthandelsorganisation (WTO) in Genf bekannt.

+++ 16.01 Uhr: Belgien: Aufregung um vermutlich getötete trächtige Wölfin +++

Das Verschwinden und die vermutete Tötung einer trächtigen Wölfin sorgt derzeit in Belgien für Aufregung. "Der Tod von Naya ist eine Schande für Belgien", erklärte die Umweltschutzorganisation WWF. Ihr Kadaver wurde zwar bislang nicht gefunden, die flämische Forst- und Naturschutzbehörde ANP geht jedoch davon aus, dass die Wölfin Opfer von Wilderern wurde.

Naya wurde erstmals im Januar 2018 in der nordöstlichen Provinz Limburg registriert und mit einem Transponder-Halsband ausgestattet. Im August 2018 wurde sie in Begleitung eines männlichen Wolfs namens August gesichtet. Auf Videoaufnahmen der ANP vom Mai war sie trächtig.     Seitdem ist sie vom Radar der Behörden verschwunden.

+++ 15.53 Uhr: Wirbelsturm "Lorenzo" richtet auf den Azoren keine größeren Schäden an +++

Deutschland soll vom kommenden Jahr an einen höheren Anteil an den Gemeinschaftskosten der Nato tragen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wird im Militärbündnis derzeit geplant, dass die Bundesrepublik von 2020 an genauso viel Geld beisteuert wie die USA. Dazu könnte der US-Anteil an den Gemeinschaftskosten von derzeit 22,1 Prozent auf 15,9 Prozent gesenkt werden und der deutsche Anteil von 14,8 Prozent auf 15,9 Prozent steigen.

Für Deutschland würde dies bei konstanten Kosten eine jährliche Mehrbelastung in Höhe von knapp 25 Millionen Euro bedeuten. Die USA könnten dagegen rund 131 Millionen Euro sparen. 2019 zahlen die Vereinigten Staaten fast 470 Millionen Euro in die Gemeinschaftskasse, während Deutschland nur rund 313 Millionen überweist.

+++ 15.52 Uhr: Deutschland zahlt ab 2020 wohl mehr Nato-Beitrag +++

Deutschland soll vom kommenden Jahr an einen höheren Anteil an den Gemeinschaftskosten der Nato tragen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wird im Militärbündnis derzeit geplant, dass die Bundesrepublik von 2020 an genauso viel Geld beisteuert wie die USA. Dazu könnte der US-Anteil an den Gemeinschaftskosten von derzeit 22,1 Prozent auf 15,9 Prozent gesenkt werden und der deutsche Anteil von 14,8 Prozent auf 15,9 Prozent steigen.

Für Deutschland würde dies bei konstanten Kosten eine jährliche Mehrbelastung in Höhe von knapp 25 Millionen Euro bedeuten. Die USA könnten dagegen rund 131 Millionen Euro sparen. 2019 zahlen die Vereinigten Staaten fast 470 Millionen Euro in die Gemeinschaftskasse, während Deutschland nur rund 313 Millionen überweist.

+++ 15.39 Uhr: Wirtschaftsforscher rechnen nur noch mit 0,5 Prozent BIP-Wachstum +++

Die führenden deutschen Wirtschaftsforscher blicken immer skeptischer auf die deutsche Konjunktur: Für dieses Jahr gehen die Institute nur noch von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,5 Prozent aus - verlangsamt durch eine "Industrie in der Rezession", wie es im Herbstgutachten hieß. Die Forschungsinstitute stellten vor diesem Hintergrund das Festhalten an der schwarzen Null in Frage.

In ihrem Frühjahrsgutachten waren die Wirtschaftsforschungsinstitute noch leicht optimistischer und hatten für 2019 einen BIP-Zuwachs von 0,8 Prozent prognostiziert. Nun senkten die Forscher auch ihre Prognose für 2020 von 1,8 Prozent im April auf lediglich 1,1 Prozent ab.

+++ 15.28 Uhr: Mali: Viele Tote und Verletzte bei Angriff auf Armeecamps +++

Bei schweren Gefechten zwischen der Armee und mutmaßlichen Islamisten in Mali sind nach einer offiziellen Mitteilung mindestens 25 Soldaten sowie 15 Angreifer ums Leben gekommen. Insgesamt 60 Soldaten würden vermisst, teilte die Regierung des westafrikanischen Landes in der Nacht auf Mittwoch in einer Erklärung mit. Zudem habe es zahlreiche Verletzte gegeben. Die Kämpfe gelten als die bisher heftigsten in diesem Jahr.

+++ 15.21 Uhr: 132.000 Nachfahren vertriebener Juden beantragen spanische Staatsbürgerschaft +++

Mehr als 500 Jahre nach der Judenvertreibung von 1492 aus dem katholischen Spanien haben gut 132.000 Nachfahren der Vertriebenen einen Antrag auf Erteilung der spanischen Staatsangehörigkeit gestellt. Nach den am Mittwoch vorliegenden Zahlen machten bis zum Stichtag am Montag 132.226 Antragsteller von dem Angebot Gebrauch, das mit einem Gesetz im Oktober 2015 eingeführt worden war. Bislang wurden nach Angaben des Justizministeriums 6000 Anträge bewilligt.

Die Judenvertreibung in Spanien geht auf das Königspaar Ferdinand und Isabelle zurück. Wenn Juden nicht zum Katholizismus konvertierten, drohte ihnen der Tod auf dem Scheiterhaufen - oder sie mussten ins Ausland fliehen. Im Nachhinein wurde das von der spanischen Regierung als "historischer Fehler" anerkannt. Rund 200.000 Juden ergriffen die Flucht. Bevorzugte Ziele waren das Osmanische Reich und Südamerika. Von dort kamen nun die meisten Anträge auf Einbürgerung - 20.000 aus Mexiko, rund 15.000 aus Venezuela, 14.000 aus Kolumbien, mehr als 4000 aus Argentinien und 3000 aus Israel.

+++ 14.55 Uhr: 20.000 Polizisten bei "Wutmarsch" durch Paris +++

Gewalt bei "Gelbwesten"-Protesten, Anschlagsgefahr und Suizide: Mit einem "Wutmarsch" haben Frankreichs Polizisten für bessere Arbeitsbedingungen demonstriert. An der Pariser Kundgebung beteiligten sich am Mittwoch tausende Sicherheitskräfte, wie AFP-Reporter berichteten. Aufgerufen hatten erstmals seit 2001 alle großen Polizeigewerkschaften. Der Protestmarsch richtete sich auch gegen die geplante Rentenreform der Regierung.

"Stoppt die Suizide" war auf Plakaten zu lesen oder "Die Polizei wird angegriffen". Auf einem anderen hieß es: "Wenn Amazon Autos hätte wie die nationale Polizei, würde nie ein Paket ankommen." Die Organisatoren sprachen von rund 22.000 Teilnehmern.

+++ 14.42 Uhr: Schweigeminute für Khashoggi in Istanbul +++

Mit einer Schweigeminute für Jamal Khashoggi ist vor dem Konsulat Saudi-Arabiens in Istanbul des dort vor einem Jahr ermordeten Journalisten gedacht worden. "Heute vor einem Jahr stand ich hier und wartete, dass mein Mann das Konsulat verlässt", sagte Khashoggis Verlobte Hatice Cengiz bei der Gedenkfeier am Mittwoch. Er sei ihr "bester Freund und die Liebe meines Lebens gewesen", sagte Cengiz, die erneut Auskunft über den Verbleib der Leiche forderte.

Der "Washington Post"-Kolumnist war am 2. Oktober 2018 bei einem Termin im Konsulat von einem extra angereisten Agententeam ermordet worden. Seine Leiche wurde anschließend zerteilt und beseitigt.

+++ 14.19 Uhr: Haftbefehle gegen Thüringer Polizisten wegen Verdacht des sexuellen Missbrauchs +++

Gegen zwei Thüringer Polizisten sind Haftbefehle wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs erlassen worden. Sie sollen am Samstag im Dienst ihr in behördlicher Verwahrung befindliches Opfer missbraucht und vergewaltigt haben, wie die Staatsanwaltschaft Erfurt mitteilte. Das Amtsgericht erließ demnach am Dienstag Haftbefehle gegen die Polizisten. Beide äußerten sich laut Staatsanwaltschaft zunächst nicht zu den Vorwürfen. Weitere Einzelheiten wollte die Behörde aus ermittlungstaktischen Gründen und zum Schutz der Beteiligten nicht nennen.     

+++ 14.08 Uhr: Mutter wegen Kindesmisshandlung in Hannover zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt +++

Nach schweren Misshandlungen ihrer Tochter hat das Landgericht Hannover eine 44-Jährige zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Richter sahen es nach Angaben eines Gerichtssprechers als erwiesen an, dass die Frau ihr zur Tatzeit sechs- bis siebenjähriges Kind unter anderem mit einer Peitsche sowie Holzstücken geschlagen und nachts in eine Hundetransportbox gesperrt hatte. Nach Angaben des Sprechers hoben die Richter in der Urteilsbegründung die traumatischen Folgen der Taten der mit der Erziehung ihres Kinds nach ihrer Einschätzung "heillos überforderten" Mutter hervor. Zugute hielten sie ihr das umfassende Geständnis, das sie nach anfänglichem Abstreiten im Laufe des Strafprozesses schließlich abgelegt hatte. Die Taten hatten sich vor etwa zwei bis drei Jahren ereignet. Laut Anklage soll die Frau ihre Tochter als Strafe für aus ihrer Sicht "fehlerhaftes Verhalten" gequält haben.

+++ 13.59 Uhr: Zwei Todesfälle durch Keime in Wurst - Behörde schließt Firma +++

Nach zwei Todesfällen durch Keime in Wurstwaren muss ein Fleischhersteller in Nordhessen die Produktion stoppen. Das Veterinäramt des Landkreises Waldeck-Frankenberg habe den Betrieb geschlossen, sagte eine Kreis-Sprecherin. Zuvor hatte die "Hessische-Niedersächsische Allgemeine" (HNA) darüber berichtet.

+++ 13.36 Uhr: Säbel-Angreifer in Finnland wohl Einzeltäter +++

Bei dem tödlichen Angriff in einer Berufsschule in Finnland hat der Täter nach Erkenntnissen der Polizei wohl allein gehandelt. Das Motiv des 1994 geborenen Finnen sei weiterhin unbekannt, teilte das finnische Bundeskriminalamt mit. Man ermittele wegen Mordes und mehrmaligen Mordversuchs. Bei dem Vorfall wurden neun Menschen sowie der Täter verletzt.

Der mutmaßliche Täter war Schüler an der Bildungsstätte gewesen, deren Räumlichkeiten sich in einem Einkaufszentrum der Stadt Kuopio befinden. Den Ermittlern zufolge griff er dort am Dienstag mehrere Menschen mit einem Säbel an. Eine Frau wurde dabei getötet - ob es sich um eine Schülerin oder Lehrerin handelte, gab die Polizei bislang nicht bekannt. Laut Kriminalamt schossen Polizisten zweimal auf den Mann, um ihn zu stoppen.

+++ 13.27 Uhr CSU will mehr Zeit für Prüfung des Klimapakets +++

Die CSU hat die Verabschiedung des ausführlichen Klimaschutzprogramms der großen Koalition im Kabinett verschoben und nimmt sich zusätzliche Zeit, die Details zu prüfen. Das rund 200 Seiten starke Programm sei erst am Mittwochmorgen um 6.30 Uhr in seiner letzten Version an die Ressorts gegangen, sagte der Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Dobrindt, in Berlin. Es werde zu Recht erwartet, dass Ministerien und Koalitionsparteien sich intensiv mit den Details auseinandersetzten. Er zeigte sich zuversichtlich, dass der Kabinettsbeschluss kommende Woche komme.

In der CSU wurde betont, wann wolle das Paket nicht aufhalten, aber vor dem endgültigen Beschluss erstmal lesen. Es gebe an einigen Stellen des 200-Seiten-Papiers auch noch gewisse Bedenken, die noch geprüft und ausgeräumt werden müssten. Das wolle man seriös und in Ruhe machen und nicht "verstolpern".

+++ 13.17 Uhr: Menschenrechtler fordern Gerechtigkeit für Khashoggi +++

Internationale Menschenrechtsgruppen haben Gerechtigkeit für den vor einem Jahr ermordeten saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi gefordert. In einer Erklärung zum ersten Jahrestag des Verbrechens warf Human Rigths Watch (HRW) Saudi-Arabiens Regierung am Mittwoch vor, bis heute keine echte Verantwortung für die Ermordung des "Washington Post"-Kolumnisten im Istanbuler Konsulat des Königreichs übernommen zu haben.

Der mächtige Kronprinz Mohammed bin Salman hatte zwar kürzlich in einem Interview als Staatsführer Saudi-Arabiens "volle Verantwortung" für die Tat übernommen, aber erneut jede Kenntnis von dem Plan bestritten, der am 2. Oktober 2018 zur Tötung Khashoggis führte. Wenn es ihm ernst sei, sollte der Kronprinz alles offenlegen, was er über die Planung und die Ausführung des Mordes wisse, forderte nun die HRW-Vertreterin Sarah Leah Whitson.

+++ 13.04 Uhr: Streit um Ostukraine: Kiew und Moskau nähern sich an +++

In den Streit zwischen der Ukraine und Russland um die von prorussischen Separatisten kontrollierten Gebiete im Osten der Ukraine ist neue Bewegung gekommen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte am Dienstag im ukrainischen Fernsehen, die "letzten Hindernisse" vor einem neuen Treffen im sogenannten Normandie-Format seien "ausgeräumt".

Auch Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) sagte, die Tür zu einem Gipfel im Normandie-Format und "weiteren Etappen bei der Umsetzung der Minsker Abkommen" stehe offen. Im Normandie-Format bemühen sich die Ukraine und Russland gemeinsam mit Deutschland und Frankreich um eine Beilegung des Konflikts in der Ostukraine, in dem seit 2014 rund 13.000 Menschen getötet wurden.

+++ 12.45 Uhr: Brexit: Johnson und Juncker telefonieren am Nachmittag +++

In den Gesprächen über neue Vorschläge Großbritanniens zum Brexit telefoniert EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Nachmittag mit Premierminister Boris Johnson. Das Telefonat sei für 17.15 Uhr geplant, sagte eine Sprecherin. Ihr zufolge hat die EU bisher noch keinen Vorschlag aus London erhalten. Die EU wolle eine Vereinbarung, sagte sie. Dafür müssten aber alle Voraussetzungen der EU für die Lösung des Nordirland-Problems erfüllt werden.

Johnson hat für Mittwoch ein "letztes Angebot" angekündigt, um eine Vereinbarung mit der EU zu treffen. Sollte Brüssel diesem nicht zustimmen, werde Großbritannien die EU am 31. Oktober ohne Abkommen verlassen. 

+++ 12.42 Uhr: Australien: Premier weist Kritik an Trump-Telefonat zurück +++

Australiens Premierminister Scott Morrison hat Kritik an telefonischen Absprachen mit US-Präsident Donald Trump in Zusammenhang mit den Nachforschungen des Sonderermittlers Robert Mueller zurückgewiesen. Trump habe ihn in dem Telefonat um einen "Kontaktpunkt" zwischen australischer Regierung und US-Justizminister William Barr gebeten, sagte Morrison am Mittwoch im Fernsehsender Sky News. "Das habe ich gern gemacht - auf der Grundlage, dass das etwas war, wozu wir uns ohnehin schon verpflichtet hatten."

Nach Medienberichten soll der US-Präsident Australiens Premierminister gebeten haben, ihm bei Ermittlungen zu helfen, mit denen Muellers Nachforschungen gegen Trump diskreditiert werden sollten. Der Sonderermittler hatte untersucht, ob Trump im Wahlkampf 2016 Hilfe aus Russland bekam. Die australische Opposition verlangt nun, eine komplette Mitschrift des Telefonats zu veröffentlichen. Australiens Außenministerin Marise Payne sagte, dies sei eine Entscheidung der USA. 

+++ 12.19 Uhr: Irak: Polizei schießt wieder auf regierungskritische Demonstranten +++

Einen Tag nach den schweren Ausschreitungen im Irak mit zwei Toten haben Polizisten bei regierungskritischen Protesten in Bagdad erneut Schüsse abgegeben. Polizisten eröffneten am Mittwoch im nördlichen Hauptstadtbezirk Al-Schaab und im südlichen Bezirk Saafaranija das Feuer, wie ein AFP-Journalist berichtete. Präsident Barham Saleh hatte die Polizei zuvor zu "Zurückhaltung" aufgefordert und die Gewalt vom Vortag verurteilt.

+++ 12.16 Uhr: Polizei: Entlaufenes Zebra erschossen +++

Ein aus einem Zirkus entlaufenes Zebra ist nach Angaben der Polizei erschossen worden. Das Tier wurde am Mittwoch in der Nähe des kleinen Ortes Liepen nördlich der Autobahn 20 in Mecklenburg-Vorpommern getötet. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt. Das Zebra hatte zuvor einen Unfall auf der Autobahn bei Tessin nahe Rostock verursacht. Verletzt wurde am Mittwochmorgen dabei wohl niemand, aber das Tier war danach zunächst verschwunden, wie ein Polizeisprecher sagte. Es war mit einem Artgenossen in der Nacht aus einem Zirkus ausgebüxt. Das andere Zebra konnte problemlos wieder eingefangen und zurückgebracht werden.

Dieses Zebra ist mit einem Artgenossen aus einem Zirkus ausgebrochen. Weil es nicht eingefangen werden konnte, wurde es erschossen

Dieses Zebra ist mit einem Artgenossen aus einem Zirkus ausgebrochen. Weil es nicht eingefangen werden konnte, wurde es erschossen

DPA

+++ 11.47 Uhr: "Ocean Cleanup" sammelt ersten Plastikmüll aus dem Meer +++

Nach einer einjährigen Testphase hat der Plastikmüll-Fänger der Organisation "The Ocean Cleanup" nun im Pazifik erste Erfolge erzielt. Das System treibe Plastikmüll zusammen und sammele es ein, teilte der Initiator und Leiter der Organisation, der Niederlände Boyan Slat, in Rotterdam mit. "Unser Ziel ist erreichbar." 

Das System habe Müll und industrielle Fischernetze, aber auch Mikro-Plastik eingefangen. Die technischen Probleme, die Ende vergangenen Jahres zunächst zu einem vorzeitigen Abbruch des Einsatzes geführt hatten, wurden nach Angaben der Initiatoren behoben. Das Projekt wird von Unternehmen, Universitäten und auch der niederländischen Regierung unterstützt. Ziel ist es, die Ozeane vom Plastikmüll zu säubern.  

+++ 11.44 Uhr: Diesel-Skandal: Musterprozess gegen VW verzögert sich +++

Das milliardenschwere Musterverfahren von VW-Anlegern in der Dieselaffäre verzögert sich um mehrere Monate. Jeweils zwei geplante Termine für Oktober und November seien aufgehoben worden, teilte das Oberlandesgericht Braunschweig mit. Als Grund werden umfangreiche Privatgutachten genannt, mit denen sich das Gericht und die jeweils andere Partei vor dem nächsten Termin beschäftigen müssten.

VW-Investoren fordern in dem Prozess nach dem  Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMug) Schadenersatz in Milliardenhöhe für erlittene Kursverluste nach Bekanntwerden des Dieselbetrugs. Die Richter müssen beurteilen, ob VW die eigenen Investoren rechtzeitig über die Affäre rund um millionenfachen Betrug mit manipulierten Dieselmotoren informiert hat.

+++ 11.18 Uhr: USA und Taliban verhandeln in Pakistan +++

Knapp einen Monat nach dem Abbruch der Verhandlungen der USA mit den islamistisch-militanten Taliban über Wege zum Frieden in Afghanistan wurden am Mittwoch Vertreter beider Seiten zu Gesprächen in Islamabad erwartet. US-Chefunterhändler Zalmay Khalilzad sei bereits in der pakistanische Hauptstadt, wo er sich mit Vertretern der Regierung treffen wolle, teilte das Außenministerium am Mittwoch mit. 

Der Taliban-Vizechef Mullah Abdul Ghani Baradar sollte im Tagesverlauf mit einer Delegation ankommen, um die pakistanische Führung zu treffen. Das teilte sein Sprecher Suhail Schahin bei Twitter mit.

+++ 11.03 Uhr: US-Militär übt 2021 Verlegung von 20.000 Soldaten in Deutschland+++

Deutschland wird im kommenden Jahr logistische Drehscheibe bei einer von den US-Streitkräften geführten Übung zur Verlegung von Soldaten nach Polen und ins Baltikum. Daran seien auch 16 weitere Nato-Staaten beteiligt, darunter Deutschland, teilte das Verteidigungsministerium den Obleuten der Fraktionen im Verteidigungsausschuss mit. Mit der Übung "Defender 2020" trainiere das US-Militär die Verlegung einer Division, heißt es in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Nach US-Berichten werden bei der größten Übung dieser Art in Europa seit 25 Jahren bis zu 20.000 Soldaten verlegt. 

Zwischen April und Mai würden die Truppen mit Unterstützung der Bundeswehr durch Deutschland geführt, heißt es in dem Schreiben. Dazu seien drei sogenannte Convoy-Support-Zentren für die Marschkolonnen und der Aufbau einer Tankanlage auf dem Truppenübungsplatz Bergen in der Lüneburger Heide geplant. Das Heer beteilige sich zudem "in den Bereichen Kampf, Kampfunterstützung und Führung".

+++ 10.54 Uhr: Fünf Tote nach Brückeneinsturz auf Taiwan geborgen +++

Nach dem Einsturz einer Brücke im Osten Taiwans sind fünf Tote geborgen worden. Es handle sich um ausländische Arbeiter aus Indonesien und den Philippinen, teilte die Notfallzentrale mit. Sie seien in Booten entdeckt worden, die von herabfallenden Brückenteilen getroffen worden seien. Die Arbeiter hatten auf den Abzug des Taifuns "Mitag" gewartet. Eine Person galt noch als vermisst. "Die Suche am Unglücksort wird fortgesetzt", sagte Transportminister Lin Chia-lung. 

+++ 10.30 Uhr: Schlagerstar Karel Gott ist gestorben +++

Der tschechische Schlagersänger Karel Gott ist tot. Er starb am Dienstagabend kurz vor Mitternacht im Alter von 80 Jahren, wie die tschechische Nachrichtenagentur CTK unter Berufung auf seine Sprecherin berichtete.

Gott wurde 1939 in Pilsen geboren. Sein Titellied zur Zeichentrickserie "Biene Maja" aus dem Jahr 1975 war sein bekanntester Hit, er veröffentlichte aber noch hunderte weitere Songs, darunter "Einmal um die ganze Welt" und "Bábička" und galt als einer der erfolgreichsten Schlagersänger, war Stammgast in Sendungen wie der "ZDF-Hitparade".

2015 wurde bekannt, dass Gott an Krebs erkrankt ist, er galt seit 2016 jedoch als geheilt. Erst vor einem Monat teilte er einem tschechischen Magazin mit, dass er an Leukämie erkrankt sei.

Die "goldene Stimme aus Prag" ist nun in der tschechischen Hauptstadt für immer verstummt.

In seinem letzten großen Interview im stern sprach Karel Gott im Juli offen über seine Krankheit und den Tod:

+++ 10.07 Uhr: Wirtschaftsforscher rechnen für 2019 nur noch mit BIP-Wachstum von 0,5 Prozent +++

Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognose für dieses und das nächste Jahr deutlich nach unten korrigiert. Die Experten erwarten 2019 nur noch einen Anstieg des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,5 Prozent und im kommenden Jahr ein Plus von 1,1 Prozent, wie sie mitteilten. Die Industrie befinde sich angesichts von Handelskonflikten und politischer Unsicherheit in einer Rezession - das erfasse auch andere Wirtschaftsbereiche.

+++ 9.43 Uhr: Nach Beschimpfungen im Netz: Künast geht gegen Gerichtsbeschluss vor +++

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Renate Künast will gegen eine Entscheidung des Berliner Landgerichts zu Beschimpfungen auf Facebook gegen sie vorgehen. Gemeinsam mit der Initiative HateAid werde sie am Beschwerde einlegen, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung. "Im Unterschied zum Landgericht halte ich die getätigten Äußerungen über mich keineswegs für hinnehmbar!", wird Künast zitiert. "Als demokratische Gesellschaft dürfen wir einen solchen Umgangston nicht akzeptieren." HaiteAid will Opfern von Hasskommentaren im Internet helfen, sich juristisch zu Wehr zu setzen.

+++ 9.38 Uhr: Tausende protestieren in Hongkong nach Polizeischuss auf jungen Demonstranten +++ 

Einen Tag nach den gewaltsamen Protesten in Hongkong mit einem durch einen Polizeischuss verletzten Demonstranten sind erneut tausende Menschen auf die Straße gegangen. Schüler, Studenten und Büroangestellte zogen  trotz eines Demonstrationsverbots durch das Zentrum der chinesischen Sonderverwaltungszone. Stunden zuvor hatten hunderte junge Menschen an einem Sitzstreik an der Schule des durch den Polizeischuss verletzten 18-Jährigen teilgenommen.    

Die Protestaktion begann mit einer Kundgebung in einem Park, anschließend zogen die Demonstranten unter regierungs- und polizeikritischen Protestrufen durch das Geschäftsviertel der Finanzmetropole.  Die Hongkonger seien es satt, sich "nur mit ächtenden Worten gegen tödliche Kugeln und Gewehre" zur Wehr setzen zu können, sagte ein maskierter Demonstrant vor Journalisten.

+++ 9.11 Uhr: Junger Australier wegen absichtlichen Überfahrens von 20 Kängurus festgenommen +++

Die australische Polizei hat einen 19-Jährigen festgenommen, der 20 Kängurus absichtlich überfahren haben soll. Der junge Mann habe die Beuteltiere bereits am Samstagnacht mit seinem Geländewagen in Tura Beach im Bundesstaat New South Wales, 450 Kilometer südlich von Sydney gezielt getötet, erklärte die Polizei am Mittwoch. Nach tagelanger Suche nach dem Verdächtigen sei er am Dienstag festgenommen worden.

+++ 8.52 Uhr: Fast jeder vierte Haushalt heizt Wohnung mit Öl +++

Beim Heizen der Wohnung hat sich in deutschen Privathaushalten in den vergangenen Jahren nur wenig geändert. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, wurde 2018 in knapp jeder vierten Wohnung (23,5 Prozent) Öl für die Beheizung der Räume genutzt. Das sind 2,3 Prozentpunkte weniger als im Jahr 2014. Auch für die Warmwasserversorgung kamen im vergangenen Jahr noch in 20 Prozent der Wohnungen Ölheizungen zum Einsatz.

+++ 8.01 Uhr:  Kreise: CSU stoppt vorerst Kabinettsbefassung mit Klimaprogramm +++

Die CSU hat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Koalitionskreisen die Befassung des Bundeskabinetts mit dem Klimaschutzpaket vorläufig gestoppt. Das von der CSU geführte Innenministerium sowie das ebenfalls CSU-geführte Verkehrsministerium hätten kurzfristig die für den heutigen Mittwoch im Kabinett vorgesehene Beratung darüber abgelehnt, nachdem am Dienstagabend Einigkeit über den Ergänzungshaushalt für das Paket erzielt worden sei. Die Ablehnung ist demnach offenbar nach Rücksprache mit CSU-Chef Markus Söder erfolgt.

+++ 7.54 Uhr: Teenager droht Haftstrafe wegen Tötung von 20 Kängurus +++

Wegen der absichtlichen Tötung von 20 Kängurus muss ein australischer Teenager mit einer hohen Geldstrafe oder sogar Gefängnis rechnen. Dem 19-Jährigen wird zur Last gelegt, die Tiere mit seinem Auto am Wochenende in einem kleinen Ort an der Südostküste überfahren zu haben, wie die Polizei am Dienstagabend (Ortszeit) mitteilte. Wegen Tierquälerei drohen ihm nun bis zu 15.000 Euro Geldstrafe oder sogar bis zu fünf Jahre Haft.

Er soll in der 3000-Einwohner-Gemeinde Tura Beach eine Stunde lang regelrecht Jagd auf die Kängurus gemacht haben. Den Ermittlungen zufolge blendete er sie in der Dunkelheit mit einem Scheinwerfer, so dass sie stehen blieben, und überfuhr sie dann. Die Vorgärten waren am nächsten Morgen mit toten Tieren übersät. In Australien sind nach Schätzungen insgesamt etwa 45 Millionen Kängurus zu Hause - fast doppelt so viele wie Menschen.

+++ 7.04 Uhr: Proteste in Hongkong: Angeschossener Schüler in "stabilem Zustand" +++

Der 18 Jahre alte Demonstrant, der bei den jüngsten Ausschreitungen in Hongkong angeschossen wurde, ist in einem "stabilen Zustand". Das teilte die Krankenhaus-Behörde in Hongkong am Mittwoch auf Nachfrage mit. Wie die Hongkonger Zeitung "South China Morning Post" berichtete, wurde bei einer Operation ein Projektil aus seiner Brust entfernt.

Der junge Demonstrant war am Dienstag bei schweren Zusammenstößen von einem Polizisten angeschossen worden. Zwar gaben Beamte in den seit Monaten anhaltenden Protesten für Demokratie und Menschenrechte bereits mehrfach Warnschüsse ab. Der Vorfall am Dienstag war aber der erste, bei dem ein Demonstrant von scharfer Munition verletzt wurde. 

+++ 5.49 Uhr: Nordkorea testet erneut Rakete +++

Nur einen Tag nach der Ankündigung neuer Atomverhandlungen mit den USA hat Nordkorea einen weiteren Raketentest vorgenommen. Die ballistische Rakete flog nach Angaben des südkoreanischen Generalstabs am Mittwochmorgen 450 Kilometer weit Richtung Osten und stürzte dann ins Meer. Es könnte sich demnach um eine von einem U-Boot aus abgefeuerte Rakete vom Typ Pukkuksong gehandelt haben.

+++ 5.19 Uhr: Deutschland überweist mehr Geld in syrische Rebellenregion Idlib +++

Wegen der humanitären Not in Syriens letztem großen Rebellengebiet Idlib hat Deutschland seine Hilfe für die Region ausgeweitet. In diesem Jahr seien bisher Mittel in Höhe von 42 Millionen Euro bereitgestellt worden, teilte das Auswärtige Amt auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Im vergangenen Jahr hatte Deutschland demnach 37 Millionen Euro für humanitäre Hilfe in dem Gebiet ausgegeben. Mit dem Geld sollten vor allem die Grundbedürfnisse von Binnenvertriebenen und der lokalen Bevölkerung sichergestellt werden.

+++ 5.16 Uhr: Missouri richtet schwer kranken Mörder hin +++

Der US-Bundesstaat Missouri hat einen schwer kranken Mörder hingerichtet. Russell Bucklew wurde am Dienstagabend im Gefängnis von Bonne Terre per Giftspritze getötet, wie die Behörden mitteilten. Der 51-Jährige hatte 1996 den neuen Freund seiner früheren Lebensgefährtin getötet. Dann entführte und vergewaltigte er seine Ex-Freundin.

Bucklew litt im Gefängnis an Gefäßtumoren, die ihm das Atmen erschwerten. In den vergangenen Monaten musste er durch einen Katheter atmen, der ihm nach einem Luftröhrenschnitt eingeführt worden war.

Seine Anwälte argumentierten, bei der Hinrichtung drohe ihm ein grausamer Tod: Bucklew könnte am eigenen Blut ersticken, sollte es zu Blutungen der Tumoren kommen. Sie forderten, die Todesstrafe in lebenslange Haft umzuwandeln. Der Gouverneur von Missouri, der Republikaner Mike Parson, lehnte dies aber ab.

Russell Bucklew auf einem undatierten Foto

Russell Bucklew wurde am Dienstagabend im Gefängnis von Bonne Terre per Giftspritze getötet. Das undatierte Foto wurde von den Justizbehörden Missouris veröffentlicht

AFP

+++ 4.49 Uhr: Gantz sagt Gespräche über Einheitsregierung Israels ab +++

Das Mitte-Bündnis des früheren israelischen Militärchefs Benny Gantz hat die für Mittwoch angesetzten Gespräche mit der Likud von Regierungschef Benjamin Netanjahu über die Bildung einer Einheitsregierung überraschend abgesagt. Die Voraussetzungen für ein "effektives Treffen" der Unterhändler seien gegenwärtig nicht gegeben, teilte das Bündnis nach Medienberichten am frühen Mittwochmorgen mit.

"Notfalls könne das Treffen später in dieser Woche oder in der kommenden Woche abgehalten werden", zitierte "Haaretz" aus der Mitteilung von Blau-Weiß. Auch ein Treffen von Gantz und Netanjahu sei unter den gegenwärtigen Bedingungen "unwahrscheinlich".

+++ 4.04 Uhr:  Reichste 10 Prozent in Deutschland besitzen 56 Prozent des Vermögens +++

Die Menschen in Deutschland sind in den vergangenen Jahren reicher geworden. Die Ungleichheit bleibt aber weiter hoch. Das geht aus einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die reichsten zehn Prozent besitzen demnach mehr als die Hälfte des gesamten Vermögens (56 Prozent). Die ärmere Hälfte hat dagegen nur einen Anteil von 1,3 Prozent.

Menschen, die in den eigenen vier Wänden wohnen, profitierten vom Immobilienboom - ihr Vermögen wuchs besonders kräftig. Der Studie liegen die Ergebnisse einer Befragung von etwa 30.000 Menschen zugrunde.  

+++ 3.18 Uhr: Mindestens 25 malische Soldaten bei Gefechten getötet +++

Bei heftigen Gefechten mit Dschihadisten sind in Mali mindestens 25 Soldaten getötet worden. Rund 60 malische Soldaten würden nach Attacken auf zwei Armee-Stützpunkte vermisst, erklärte die Regierung des afrikanischen Krisenstaates am Dienstag. Bei den Gefechten seien 15 Dschihadisten getötet worden.

Angreifer hatten am Montag zwei Armee-Stützpunkte in Boulkessy und Mondoro unweit der Grenze zu Burkina Faso attackiert. Die Gefechte dauerten am Dienstag weiter an. Malischen Soldaten gelang es nach Angaben der Regierung inzwischen, die Kontrolle zurückzugewinnen. An den Kämpfen waren auch Truppen des Nachbarlandes Burkina Faso sowie Einheiten der französischen Barkhane-Mission beteiligt.

+++ 2.27 Uhr: Berichte: Spahn verzichtet auf geplante bundesweite AOK-Öffnung +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verzichtet Medienberichten zufolge auf sein Vorhaben einer bundesweiten Öffnung der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK). Das Vorhaben sei aus dem neuen Entwurf für eine Krankenkassenreform gestrichen worden, berichten "Handelsblatt" und "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf das Papier. Außerdem wurde demnach der Text von "Faire-Kassenwahl-Gesetz" in "Fairer-Kassenwettbewerb-Gesetz" umbenannt.

Spahn wollte die meisten regionalen Krankenkassen bundesweit öffnen, was insbesondere die Allgemeinen Ortskrankenkassen betroffen hätte. Der Gesundheitsminister wollte damit den gesetzlich Krankenversicherten größere Wahlmöglichkeiten geben und für mehr Wettbewerb sorgen. Gegen das Vorhaben gab es aber Widerstand aus den Bundesländern, beim Koalitionspartner SPD und von den AOKs.

+++ 1.44 Uhr: Sorge in Litauen wegen Bau von Atomkraftwerk in Weißrussland +++

In Litauen wächst die Sorge vor einem neuen Atomkraftwerk im benachbarten Weißrussland. Am Dienstag starteten die Behörden deshalb eine großangelegte viertägige Katastrophenschutzübung. Der litauische Präsident Gitanas Nauseda warnte, die Atomanlage entspreche nicht den internationalen Sicherheitsstandards und stelle eine Bedrohung für sein Land dar. Das Kernkraftwerk, das 2008 vom weißrussischen Staatschef Alexander Lukaschenko genehmigt wurde und vom russischen Energiekonzern Rosatom gebaut wird, befindet sich in der baulichen Endphase.

+++ 0.27 Uhr: Ex-Polizistin in Texas wegen Tötung ihres Nachbarn verurteilt +++

Eine weiße Polizistin dringt in die Wohnung eines schwarzen Nachbarn ein und erschießt den unbewaffneten 26-Jährigen: Dieser Fall aus dem US-Bundesstaat Texas hatte im September vergangenen Jahres für großes Aufsehen gesorgt und zu Protesten gegen die Polizei geführt. Geschworene sprachen die inzwischen entlassene Polizistin am Dienstag des Mordes schuldig, wie die örtliche Zeitung "Dallas Morning News" berichtete. Ihr drohe nun lebenslänglich oder eine lange Haftstrafe, die das Gericht in Kürze festsetzen wolle.

Die damalige Polizistin hatte angegeben, sie habe beim Heimkommen nach einer langen Schicht irrtümlicherweise gedacht, sie hätte ihre eigene Wohnung betreten. Sie habe den Mann daher für einen Eindringling gehalten, argumentierte sie weiter. Das Opfer saß den Berichten zufolge in seiner Wohnung auf der Couch vor dem Fernseher.

+++ 0.15 Uhr: Zwei Tote und mehr als 200 Verletzte bei Protesten im Irak +++

Bei regierungskritischen Protesten im Irak sind am Dienstag zwei Menschen getötet worden. Mehr als 200 weitere Menschen wurden nach Angaben des irakischen Gesundheitsministeriums verletzt, darunter auch 40 Polizisten. Die Sicherheitskräfte hatten Wasserwerfer, Tränengas, Gummigeschosse, aber auch scharfe Munition eingesetzt, um die mehr als tausend Demonstranten im Zentrum der irakischen Hauptstadt Bagdad auseinanderzutreiben.

Die Menschen protestierten vor allem gegen Korruption im irakischen Regierungsapparat, aber auch gegen die chronischen Engpässe bei der Strom- und Wasserversorgung. Es war die größte Kundgebung in Bagdad seit Oktober 2018, als der heutige Regierungschef Adel Abdel Mahdi ins Amt kam.

anb / wue / DPA / AFP
VERNUFT -- grundsätzlich als KRIMINELL definiert ??
Kinder und Hartz4-Empfänger werden „zur Vernunft“ diszipliniert. Persönliches Fortkommen, ohne Stillstand, ist das, was man vorgibt. Zweifel seien unvernünftiges Verhalten; Widerspruch, krankhaftes. Rationales oder pragmatisches Verhalten wird nur der „Führung“ (also dem Regierungs- und Verwaltungsapparat) zugebilligt. Nirgends ist ein demokratische Verhalten hinsichtlich der „Führung“ definiert. Demokratie bedeutet: man gibt der gewählten Führung den Auftrag, dem Volk (exakt dem Wohl des Einzelnen) zu dienen. Statt dessen werden Gruppeninteressen vertreten, die ein starkes Veto einlegen oder die Richtung (eigene Vernunft) straffrei umsetzen dürfen. Was ist Vernunft ? Wir kennen nur „unsinnige“ Gruppeninteressen, wie a) den Bau eines Schutzwalles gegen Imperialisten b) den Bau eines weltbedeutenden Drehkreuz-Flughafens (als Abschreckung der Konkurrenz) c) die Einführung von Hartz4 (Motto: nur Billig-Arbeit macht reich) d) eine Mobilität, wo Jedem erlaubt wird so schnell zu fahren, wie er sich es finanziell leisten kann e) ein gewinnorientiertes Verhalten, das „Schwache“ (entgegen der Gesetzeslage) „übertölpelt und ausraubt“; 1) Menschen werden kaufsüchtig / spielsüchtig / sexsüchtig gemacht, mit staatlicher Förderung >> Vogelfreiheit 2) der Enkeltrick ist eine Ableitung des kapitalistischen Systems >> SUB-Randgruppe gegen SUB-SUB-Randgruppe Vernunft heißt ursprünglich: „den eigenen Trieben Einhalt zu gebieten -- Anderen Freiheiten zu geben !!“ (Antikes Rechtsmotto) „Vernunft heißt, Anderen Frieden zu gewähren und Selbst im Gegenzug zu beziehen“ (Biblisches Gemeinwohl ) Warum geht das nicht in einer DEUTSCHEN Demokratie ? Fehlt den Deutschen die Einsicht ? Fehlt den Deutschen ein demokratisches Verständnis ? .. oder sogar Beides ? Oder kann sich in Deutschland nur jemand (verhaltensgestörtes Egozentrisches) politisch an die Spitze setzen, der BEIDES eben gerade nicht praktiziert und umsetzt, gegen die Schwächeren „vernünftig Handelnden“ ???? ... ähnlich, wie das bei kriminellen Banden die Regel ist ? Ist kriminelle Egozentrik nicht die beste Vernunft ? ... Resumee: das sollten die Kinder und Hartz4-Empfänger angeleitet werden, solches ebenfalls umsetzen ? ... sich nicht manipulirren / ausnutzen zu lassen, um nicht in einer Endlosschleife einer Opferrolle zu verharren ?