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News von heute: Bundeswehr setzt Ausbildung im Irak wegen Eskalation aus

Britisches Gericht: Veganismus ist geschützte Weltanschauung +++ Mindestens ein Todesopfer bei Messerangriff nahe Paris - Angreifer erschossen +++ Krefelder Zoo wieder geöffnet +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Ein Soldat der Bundeswehr steht am Flughafen nahe des Stützpunktes im Norden Malis

Ein Soldat der Bundeswehr steht am Flughafen nahe des Stützpunktes im Norden Malis

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Bundeswehr setzt Ausbildung im Irak wegen Eskalation aus (23.11 Uhr)
  • Pentagon: USA entsenden Tausende zusätzliche Soldaten in den Nahen Osten (19.15 Uhr)
  • Mindestens ein Todesopfer bei Messerangriff nahe Paris - Angreifer erschossen (16.45 Uhr)
  • Britisches Gericht: Veganismus ist geschützte Weltanschauung (16.26 Uhr)
  • US-Außenminister: "Wollen keinen Krieg mit Iran" (14.20 Uhr)

Die News von heute im stern-Ticker:

+++ 23.11 Uhr: Bundeswehr setzt Ausbildung im Irak wegen Eskalation aus +++

Die Bundeswehr setzt die Ausbildung von Sicherheitskräften im Irak nach der Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani durch einen US-Luftangriff aus. Eine entsprechende Entscheidung im Hauptquartier der Koalition gegen die Terrormiliz IS sei zum Schutz der eigenen Kräfte getroffen worden, teilte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr den Obleuten im Verteidigungsausschuss des Bundestages mit.

+++ 22.10 Uhr: US-Schauspieler Martin West mit 82 Jahren gestorben +++

Der amerikanische Schauspieler Martin West, aus Dutzenden Spielfilmen und TV-Serien bekannt, ist tot. Er starb am 31. Dezember im Alter von 82 Jahren, wie seine Familie in einem Nachruf in der "New York Times" bekanntgab. In den 1960er Jahren wurde West durch das Drama "Freckles" und die Teenie-Komödie "Mollymauk, der Wunderknabe" bekannt. Alfred Hitchcock holte ihn für "Familiengrab" vor die Kamera, John Carpenter für den Thriller "Assault - Anschlag bei Nacht". West trat in TV-Serien wie "Dallas", "Bonanza" und "Rauchende Colts" auf. In der Seifenoper "General Hospital" spielte er von 1966 bis 1975 den Arzt Dr. Phil Brewer.

+++ 20.56 Uhr: EU-Außenbeauftragter: Spirale der Gewalt im Irak muss gestoppt werden +++

Nach der Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani durch die US-Armee hat die EU alle Beteiligten zur Zurückhaltung aufgerufen. "Die derzeitige Spirale der Gewalt im Irak muss gestoppt werden, bevor sie außer Kontrolle gerät", sagte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell in Brüssel. Die EU rufe alle Beteiligten und ihre Partner dazu auf, größte Zurückhaltung zu üben und Verantwortung in diesem entscheidenden Moment zu zeigen. 

Die fortlaufende Eskalation bedrohe die gesamte Region, die bereits enorm gelitten habe, sagte Borrell. Für langfristige Lösungen und eine Stabilisierung des Mittleren Osten seien mehr Dialog nötig sowie das Fördern gegenseitigen Verständnisses. Die EU sei bereit, ihr Engagement mit allen Seiten fortzusetzen, um zur Entschärfung der Spannungen beizutragen und die Dynamik des Konflikts umzukehren. Die iranische Führung hatte den USA am Donnerstag mit Vergeltung gedroht, nachdem General Soleimani im Irak durch einen gezielten US-Angriff getötet worden war.

+++ 20.13 Uhr: Estland erinnert an Freiheitskrieg vor 100 Jahren +++

Mit landesweiten Gedenkveranstaltungen hat Estland der Teilnehmer und Opfer des Freiheitskrieges gedacht, in dem sich der kleine Baltenstaat im Nordosten Europas vor 100 Jahren seine Unabhängigkeit erkämpft hatte. Pünktlich um 10:30 Uhr wurde an den Waffenstillstand mit dem bolschewistischen Russland erinnert, der am 3. Januar 1920 um dieselbe Zeit in Kraft trat.

+++ 19.43 Uhr: Iran-Krise: New York verstärkt Sicherheitsvorkehrungen +++

Nach der Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani sind in der Millionenmetropole New York die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt worden. "Sie werden viel mehr Polizisten sehen, die sehr schnell einsatzbereit sind", sagte Bürgermeister Bill de Blasio bei einer Pressekonferenz. "Es gibt keine Möglichkeit vorherzusagen, was als nächstes passiert." Zuvor hatte De Blasio bereits per Twitter geschrieben, dass er mit der New Yorker Polizei beraten habe, wie zentrale Orte in New York "von jeglichem Versuch des Irans oder seinen terroristischen Verbündeten, Vergeltung gegenüber Amerika zu suchen" geschützt werden könnten. "Wir werden gegenüber dieser Bedrohung auf lange Zeit wachsam sein müssen." Polizeichef Dermot Shea betonte allerdings, dass es derzeit keine "spezifische glaubhafte Bedrohung" gebe.

+++ 19.15 Uhr: Pentagon: USA entsenden Tausende zusätzliche Soldaten in den Nahen Osten +++

Nach der gezielten Tötung des iranischen Generals Kassem Soleimani im Irak entsenden die USA tausende zusätzliche Soldaten in den Nahen Osten. Ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums sagte am Freitag, es würden zwischen 3000 und 3500 Soldaten in die Region geschickt. Die USA hatten bereits nach der Erstürmung der US-Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad am Dienstag 750 Soldaten in die Region entsandt.    

Die Tötung Soleimanis durch einen US-Drohnenangriff hat Sorgen vor einer Gewalteskalation geweckt, der Iran hat Vergeltung angedroht. Der einflussreiche Kommandeur der berüchtigten Al-Kuds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden war in der Nacht zum Freitag bei einem US-Drohnenangriff unweit des Flughafens von Bagdad getötet worden. Getötet wurde auch der irakische Milizenführer Abu Mehdi al-Muhandis, die Nummer zwei der pro-iranischen Hasched-al-Schaabi-Milizen.

+++ 18.34 Uhr: Spanische Wahlkommission setzt katalanischen Regionalpräsidenten ab +++

In Spanien hat die Wahlkommission die Absetzung des katalanischen Regionalpräsidenten Quim Torra verfügt. Die Wahlkommission entzog dem Unabhängigkeitsbefürworter sein Mandat im Regionalparlament in Barcelona - damit muss er auch sein Amt als Regionalpräsident abgeben. Ein Gericht in Barcelona hatte Torra im Dezember wegen "Ungehorsams" für 18 Monate die Berechtigung zum Ausüben öffentlicher Ämter entzogen. Der 56-Jährige hatte sich im Frühjahr der Anordnung der spanischen Wahlbehörde widersetzt, eine gelbe Solidaritätsschleife und ein Banner vom Sitz der Regionalregierung zu entfernen, auf dem "Freiheit für politische Gefangene und Exilierte" stand.

+++ 17.51 Uhr: Nordmazedoniens Ministerpräsident Zaev hat Rücktritt eingereicht +++

Nordmazedoniens Ministerpräsident Zoran Zaev ist zurückgetreten und hat damit den Weg für Neuwahlen freigemacht. Zaev habe seinen bereits im Oktober angekündigten Rücktritt am Freitag offiziell eingereicht, bestätigte sein Kabinett. Das Parlament in Skopje sollte Zaevs Rücktritt noch im Laufe des Tages bestätigen und eine Übergangsregierung wählen, die das Westbalkanland bis zur Parlamentswahl im April regieren soll. Zaevs Regierung war in eine Krise geraten, nachdem sich die EU-Mitgliedstaaten bei einem Gipfeltreffen im Oktober nicht auf die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit Nordmazedonien und Albanien einigen konnten. Zaev hatte zuvor - wie von der EU gefordert - einen jahrzehntelangen Namensstreit mit Griechenland beigelegt, um die Beitrittsverhandlungen zu ermöglichen. 

+++ 17.35 Uhr: Zehntausende demonstrieren in Indien gegen Staatsbürgerschaftsgesetz +++

Zehntausende Menschen haben in Indien landesweit gegen das neue Staatsbürgerschaftsgesetz demonstriert, das Kritikern zufolge Muslime diskriminiert. In der südindischen Stadt Bangalore gingen rund 30.000 Menschen auf die Straße, mehr als 20.000 in Siliguri und tausende in Chennai. Große Demonstrationen fanden auch in Neu Delhi, Guwahati und anderen Städten statt. Die Demonstranten skandierten Parolen gegen die hinduistisch-nationalistische Regierung von Premierminister Narendra Modi.    

Seit der Verabschiedung des Gesetzes durch das Oberhaus im Dezember kommt es immer wieder zu Protesten. Dabei starben mindestens 27 Menschen, hunderte weitere wurden bei Zusammenstößen mit der Polizei verletzt. Das neue Gesetz gewährt Angehörigen religiöser Minderheiten aus Bangladesch, Pakistan und Afghanistan, die vor 2015 ohne gültige Papiere ins Land kamen, Vereinfachungen bei der Einbürgerung. Muslime sind jedoch davon ausgeschlossen. Kritiker werfen der hinduistisch-nationalistischen Partei BJP von Premierminister Modi vor, die 200 Millionen Muslime im Land zu diskriminieren. 

+++ 16.45 Uhr: Mindestens ein Todesopfer bei Messerangriff nahe Paris - Angreifer erschossen +++

Bei einem Messerangriff in der Nähe von Paris hat ein Mann mindestens einen Menschen getötet. Zwei weitere Menschen wurden bei dem Angriff in einem Park im südlichen Vorort Villejuif verletzt, einer davon schwer, wie es aus Ermittlerkreisen hieß. Der Angreifer wurde nach übereinstimmenden Angaben mehrerer Quellen in der Nachbargemeinde Haÿ-les-Roses von der Polizei erschossen. Gegen 14.00 Uhr hatte ein Mann in einer Parkanlage von Villejuif aus unbekannten Gründen mehrere Passanten mit einem Messer angegriffen, wie die Polizeipräfektur kurz nach dem Angriff mitteilte. Polizisten hätten den Mann "neutralisiert".

+++ 16.26 Uhr: Britisches Gericht: Veganismus ist geschützte Weltanschauung +++

Eine aus ethischen Gründen vegane Lebensweise hat in Großbritannien den Status einer philosophischen Weltanschauung und ist damit vom Diskriminierungsverbot geschützt. Das entschied ein Arbeitsgericht im ostenglischen Norwich. Geklagt hatte ein 55 Jahre alter Mann, der nach eigenen Angaben wegen seiner Überzeugung entlassen wurde. "Ich bin ein ethischer Veganer. Das beinhaltet viel mehr, als keine Lebensmittel mit tierischen Inhaltsstoffen zu essen. Es ist eine Philosophie und eine Weltanschauung, die die meisten Aspekte meines Lebens umfasst", sagte Jordi Casamitjana einer Mitteilung seiner Anwälte zufolge. Dieser Argumentation folgte nun auch das Gericht. Ethischer Veganismus sei "wichtig" und des Respekts einer demokratischen Gesellschaft würdig, zitierte die BBC den Richter. Entscheidend war für das Urteil, dass Casamitjana sich nicht nur vegan ernährt, sondern auch beispielsweise bei seiner Bekleidung auf tierische Materialien verzichtet.

Greta Thunberg

+++ 16.11 Uhr: Briefe mit Sprengsätzen erschrecken niederländische Firmen +++

Eine Serie von mit Sprengsätzen präparierten Briefen hat mehrere niederländische Firmen aufgeschreckt. In Amsterdam, Utrecht und Rotterdam waren in den vergangenen Tagen solche Briefe beispielsweise bei einem Autohändler eingegangen, wie die Polizei mitteilte. Zuletzt hatte ein Luxushotel in Amsterdam am Freitag einen solchen Brief erhalten. In allen Fällen konnten Experten die Sprengsätze entschärfen, Menschen kamen nicht zu Schaden. "Es hätte aber zu schweren Verletzungen führen können", warnte die Polizei.

+++ 16.09 Uhr: Anti-Iran-Kundgebung in Berlin nach Tötung Soleimanis +++

Nach der Tötung des ranghohen iranischen Generals Ghassem Soleimani durch das US-Militär haben Dutzende Demonstranten in Berlin gegen das politische System im Iran protestiert. Knapp 70 Menschen versammelten sich vor der iranischen Botschaft in der Podbielskiallee im Stadtteil Dahlem, wie ein Polizeisprecher sagte. Der Nationale Widerstandsrat Iran (NRWI), der zu dem Protest aufgerufen hatte, sprach von gut 120 Teilnehmern. Vor allem Deutsch-Iraner hätten sich beteiligt, sagte ein Sprecher der Organisation. Soleimani sei ein Kriegsverbrecher gewesen, sagte der Sprecher. Sein Tod werde den "Trend zum Abgrund des iranischen Regimes" beschleunigen. Man fordere ein härteres Vorgehen der Bundesregierung gegen das Land.

+++ 15.50 Uhr: Mutmaßlicher PKK-Funktionär am Frankfurter Flughafen festgenommen  +++

Die Bundesanwaltschaft hat am Frankfurter Flughafen ein mutmaßliches Mitglied der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK festnehmen lassen. Bundespolizisten fassten den Mann mit türkischer Staatsangehörigkeit am Donnerstag im Fernbahnhof des Flughafens, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Inzwischen befinde er sich in Untersuchungshaft. Die Ermittler werfen dem Mann vor, von April 2018 bis Juni 2019 als hauptamtlicher Kader mehrere PKK-Regionen und -Gebiete im Westen Deutschlands geleitet zu haben, schwerpunktmäßig in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Er habe Anweisungen erteilt, Propagandaveranstaltungen und Versammlungen mitorganisiert und Geld eingetrieben. Ihm wird Mitgliedschaft in einer ausländischen Terrorvereinigung vorgeworfen.

+++ 15.36 Uhr: 21-Jährige bewahrte Urne ihres Onkels im Schlafzimmer auf +++

Eine auf einem Friedhof in Lüdenscheid in Nordrhein-Westfalen ausgegrabene Urne ist wieder aufgetaucht - im Schlafzimmer der Nichte des Verstorbenen. Der "Lieblingsonkel" der jungen Frau war im Sommer gestorben und eingeäschert worden, berichtete die Polizei. Kurze Zeit später bemerkten Verwandte, dass die Urne wieder ausgegraben wurde. Der Verdacht fiel bald auf die 21-jährige Nichte und ihren Lebensgefährten. Bei einer Hausdurchsuchung am Montag fanden die Beamten die Urne: Sie stand neben dem Doppelbett des Paares. Nun ermittelt die Polizei wegen Störung der Totenruhe.

+++ 15:30 Uhr: Trump stellt getöteten Soleimani in Tweet als Massenmörder dar +++

Der von den USA getötete iranische General Ghassem Soleimani ist nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump im Lauf der Jahre für die Verletzung oder den Tod von "Tausenden Amerikanern" verantwortlich gewesen. Der Kommandeur der iranischen Al-Kuds-Brigaden habe noch "viele weitere" töten wollen, sei nun aber "erwischt" worden, schrieb Trump auf Twitter. "Er war direkt und indirekt verantwortlich für den Tod von Millionen Menschen, inklusive der großen Zahl jüngst im Iran selbst getöteter Demonstranten." "Er hätte vor vielen Jahren getötet werden sollen", schrieb Trump mit Blick auf den von ihm angeordneten US-Luftangriff im Irak, bei dem Soleimani am Donnerstag (Ortszeit) getötet worden war. Auch im Iran selbst sei Soleimani verhasst und gefürchtet gewesen. Die Führung in Teheran sei längst nicht so traurig wie sie behaupte.

+++ 15.26 Uhr: Pompeo behauptet, Soleimani habe Angriffe auf US-Bürger geplant gehabt +++

Der bei einem US-Drohnenangriff getötete iranische Elite-General Kassem Soleimani plante nach Angaben der US-Regierung Angriffe, die das Leben "dutzender oder gar hunderter" US-Bürger gefährdet hätten. Solche Angriffe hätten "unmittelbar bevorgestanden", sagte US-Außenminister Mike Pompeo im Nachrichtensender CNN. Die Entscheidung zur Tötung des Anführers der iranischen Al-Kuds-Brigaden sei aufgrund von Geheimdienstinformationen erfolgt. Nähere Angaben zu den angeblichen Angriffsplänen machte Pompeo nicht. Sie hätten sich aber auf den Nahen Osten bezogen, sagte der Außenminister.

+++ 15.13 Uhr: Pferd stirbt nach Unfall bei Kutschausflug mit deutscher Familie +++

Bei einem Kutschausflug mit einer deutschen Urlauberfamilie ist im schweizerischen Bad Ragaz ein Auto mit dem Gespann kollidiert. Der Kutscher und seine Gäste blieben unverletzt, aber eines der Pferde starb an einem schweren Schock, wie die Polizei im Kanton St. Gallen berichtete. Vier der fünf Kutschgäste stammten aus dem Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg, sagte Polizeisprecher Hanspeter Krüsi, darunter ein dreijähriges Kind. 

+++ 15.11 Uhr: Mann greift Menschen mit Messer südlich von Paris an +++

Ein Mann hat bei Paris mehrere Menschen mit einem Messer angegriffen. Der Täter sei am Freitagnachmittag "neutralisiert" worden, bestätigte die Polizei der Deutschen Presse-Agentur. Wenn die Sicherheitskräfte in Frankreich von "neutralisieren" sprechen, meinen sie in der Regel, dass der Täter außer Gefecht gesetzt wurde. Es ist aber nicht klar, ob er getötet wurde oder nicht. Medienberichten zufolge wurde er von der Polizei erschossen.

+++ 14.48 Uhr: Bericht: Mann greift Menschen mit Messer bei Paris an +++

Ein Mann hat Berichten zufolge bei Paris mehrere Menschen mit einem Messer angegriffen. Der Täter sei "neutralisiert" worden, berichtete der Sender BFMTV. Wenn die Sicherheitskräfte in Frankreich von "neutralisieren" sprechen, meinen sie in der Regel, dass der Täter außer Gefecht gesetzt wurde. Es ist aber nicht klar, ob er getötet wurde oder nicht. Die Polizeipräfektur von Paris bestätigte einen Einsatz in Villejuif rund um einen größeren Park. Man solle den Bereich meiden.

+++ 14.23 Uhr: Ghosn nutzte "illegal" türkische Privatjets für Flucht +++

Der frühere Autoboss Carlos Ghosn hat für seine Flucht aus Japan in den Libanon Jets der türkischen Firma MNG genutzt. Das gab die Charterfirma auf ihrer Webseite bekannt. Die Privatflugzeuge - eines für die Strecken Dubai-Osaka und Osaka-Istanbul sowie eines für die Reise von Istanbul nach Beirut - seien "illegal" benutzt worden. Die Firma habe Anzeige erstattet, "um jene zu belangen, die beteiligt waren".

+++ 14.20 Uhr: US-Außenminister Pompeo: "Wir wollen keinen Krieg mit dem Iran" +++

Nach der gezielten Tötung des ranghohen iranischen Generals Ghassem Soleimani durch das US-Militär hat US-Außenminister Mike Pompeo Teheran zur "Deeskalation" aufgefordert. Iran solle sich nun wie ein normales Land verhalten und nicht mehr Terroristen in der ganzen Region unterstützen, sagte Pompeo im Gespräch mit dem US-Sender Fox News. "Wir wollen keinen Krieg mit dem Iran", sagte Pompeo. Er war der erste ranghohe Vertreter der US-Regierung, der sich nach dem tödlichen Luftangriff in Bagdad öffentlich äußerte.

+++ 13.36 Uhr: Netanjahu lobt Trump: USA haben Selbstverteidigungsrecht +++

Nach der gezielten Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani durch die USA hat sich Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu an die Seite Amerikas gestellt. "So wie Israel das Recht zur Selbstverteidigung hat, haben auch die Vereinigten Staaten exakt dasselbe Recht", sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros. "Ghassem Soleimani ist verantwortlich für den Tod amerikanischer Bürger und vieler anderer unschuldiger Menschen." Er habe weitere solche Angriffe geplant.

Netanjahu sagte zudem: "Präsident Trump gebührt alle Anerkennung, schnell, energisch und bestimmt gehandelt zu haben." Israel stehe an der Seite der USA in "ihrem Kampf für Frieden, Sicherheit und Selbstverteidigung".

+++ 13.36 Uhr: Polen tötet wegen Vogelgrippe Zehntausende Tiere +++

Nach mehreren Ausbrüchen der Vogelgrippe sind in Polen Zehntausende von Puten und Hühnern getötet worden. In der ostpolnischen Woiwodschaft Lublin wurde das Virus H5N8 laut Nachrichtenagentur PAP am Freitag in einem Betrieb mit 13.000 Perlhühnern festgestellt. Zuvor war der Erreger in der gleichen Region bereits bei drei Putenmast-Betrieben aufgetreten. Insgesamt seien bereits mehr als 40.000 Tiere getötet worden, sagte der örtliche Amtsveterinär laut PAP. Nach Angaben des Leiters des Staatlichen Veterinärmedizinischen Instituts handelt es sich um die hochpathogene Form des Erregers.

+++ 13.34 Uhr: Polizeieinsatz in Leipziger Silvesternacht soll aufgearbeitet werden +++

Der Polizeieinsatz in der Silvesternacht in Leipzig soll aufgearbeitet werden. Das kündigte Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) an. "Jeder Polizeieinsatz wird kritisch ausgewertet und aufgearbeitet. Das wird auch mit diesem geschehen", so Wöller.

+++ 13.20 Uhr: Bundesregierung warnt vor "Eskalation" der Gewalt nach Tötung Soleimanis im Irak +++

Nach dem tödlichen US-Angriff auf den ranghohen iranischen General Kassem Soleimani im Irak hat die Bundesregierung vor einer Spirale der Gewalt in der Region gewarnt. "Angesichts der jüngsten Entwicklung sehen wir die Gefahr einer Eskalation", sagte Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer in Berlin. Es komme nun darauf an, "mit Besonnenheit und Zurückhaltung zu einer Deeskalation beizutragen".

+++ 13.09 Uhr: Großteil des Schutzzauns gegen Schweinepest fertiggestellt +++

Der Bau von mobilen Elektrozäunen zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Brandenburg ist fast abgeschlossen. Im Landkreis Spree-Neiße fehlen noch etwa fünf Kilometer, die bis Montag fertiggestellt werden sollen, wie ein Kreis-Sprecher sagte. Insgesamt sollen die mobilen Elektro- und Duftzäune von Frankfurt (Oder) aus nach Süden rund 120 Kilometer bis zur sächsischen Grenze reichen. Am Donnerstag war bekannt geworden, dass die Afrikanische Schweinepest in Polen erneut näher an die deutsche Grenze gerückt ist.  

+++ 12.34 Uhr: Zehntausende Iraner demonstrieren in Teheran gegen "Verbrechen" der USA +++

Nach der Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani durch einen gezielten US-Angriff im Irak sind in Teheran zehntausende Demonstranten auf die Straße gegangen. Sie protestierten im Anschluss an die Freitagsgebete in der iranischen Hauptstadt gegen die "Verbrechen" der USA, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Teilnehmer riefen "Tod für Amerika" und zeigten Plakate mit Bildern Soleimanis.

+++ 12.21 Uhr: Iraks Regierung: US-Mitarbeiter von Ölfirmen verlassen das Land +++

Nach der Tötung des iranischen Top-Generals Ghassem Soleimani in Bagdad verlassen US-Mitarbeiter von Ölfirmen den Irak. Damit kämen sie einer Aufforderung ihrer Regierung nach, teilte das irakische Ölministerium mit. Die US-Botschaft in Bagdad hatte ihre Staatsbürger zuvor zur sofortigen Ausreise aus dem Land aufgerufen. Das Ölministerium wies zugleich Meldungen zurück, auch andere ausländische Mitarbeiter von Ölfirmen verließen den Irak. Auch die Produktion und der Export von Öl seien nicht betroffen.

+++ 12.02 Uhr: Konflikt mit USA: Iran bestellt Schweizer Diplomaten in Teheran ein +++

Das iranische Außenministerium hat nach der Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani durch die USA den Geschäftsträger der Schweizer Botschaft in Teheran einbestellt. Der Iran habe dem Schweizer Diplomaten seinen Protest gegen den "Staatsterrorismus" der USA weitergeleitet, twitterte Außenamtssprecher Abbas Mussawi am Freitag. Die Schweiz vertritt die diplomatischen Interessen Washingtons in Teheran, da Teheran und Washington seit mehr als 40 Jahren keine diplomatischen Beziehungen mehr haben.

+++ 12 Uhr: Iran ernennt nach Tod von Top-General neuen Chef der Al-Kuds-Brigaden +++

Der Iran hat nach dem tödlichen US-Angriff auf den Elite-General Kassem Soleimani einen neuen Chef der Al-Kuds-Brigaden ernannt. Den Posten übernehme nach dem "Märtyrertod" des "glorreichen" Generals Soleimani der Brigadegeneral Esmail Kaani, teilte Irans geistliches Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei auf seiner Internetseite mit.

+++ 11.55 Uhr: Russland stoppt Öllieferungen an Weißrussland +++

Russland hat offenbar vorläufig seine Öllieferungen an den Nachbarn Weißrussland gestoppt. Der weißrussische Energieversorger Belneftekim teilte mit, die zwei Raffinerien des Landes würden von Russland nur noch mit dem "technischen Minimum" beliefert. Es werde aber daran gearbeitet, die Lieferverträge für Januar noch abzuschließen.

Das Vorgängerabkommen war am 31. Dezember ausgelaufen. Es regelt Preise und Mengen sowie Durchleitungsgebühren. Die Präsidenten beider Länder, Alexander Lukaschenko und Wladimir Putin, hatten mehrfach über ein neues Abkommen verhandelt, jedoch ohne Ergebnis.

+++ 11.46 Uhr: US-Angriff auf iranischen General: London ruft zu Deeskalation auf +++

Nach der Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani in Bagdad hat der britische Außenminister Dominic Raab alle Seiten zur Deeskalation aufgerufen. "Wir haben die aggressive Bedrohung durch die iranischen Al-Kuds-Streitkräfte, die Ghassem Soleimani führte, stets wahrgenommen", sagte Raab einer Mitteilung zufolge. "Nach seinem Tod rufen wir alle Parteien zur Deeskalation auf." Ein weiterer Konflikt sei in niemands Interesse.

+++ 9.58 Uhr: Zahl der Arbeitslosen steigt im Dezember leicht +++

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Dezember auf 2,227 Millionen gestiegen. Das waren 47.000 Arbeitslose mehr als im November und 18 000 mehr als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 4,9 Prozent.

+++ 9.45 Uhr: Nach Gewalttaten an Silvester in Leipzig: Haftbefehle erlassen +++

Das Amtsgericht Leipzig hat Haftbefehle gegen vier Männer erlassen, die in der Silvesternacht am Connewitzer Kreuz in Polizeigewahrsam genommen worden waren. Das bestätigte Tom Bernhard vom Landeskriminalamt (LKA) Sachsen.

Die Männer im Alter von 27, 29, 30 und 32 Jahren waren schon am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt worden. Den drei älteren wird von der Staatsanwaltschaft tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte, versuchte und vollendete Körperverletzung sowie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen. Wegen dieser Vorwürfe sei nun auch Haftbefehl erlassen worden, sagte Bernhard.

+++ 9.41 Uhr: Marine holt von Flammen eingeschlossene Menschen aus australischer Küstenstadt +++

Die australische Marine hat mit einer Rettungsaktion für hunderte von den verheerenden Buschbränden eingekesselte Menschen begonnen. Ein Landungsboot der Marine legte im Urlaubsort Mallacoota an der Südostküste des Landes an, wo Bewohner und Urlauber seit Silvester am Strand festsaßen. Familien gingen mit ihren Haustieren und wenigen Habseligkeiten an Bord. Bis zum Nachmittag sollten auf diese Weise etwa 1000 Menschen in Sicherheit gebracht werden, sagte Premierminister Scott Morrison.

+++ 9.21 Uhr: Israel alarmiert nach Tötung von iranischem Kommandanten +++

Nach der Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani durch die USA befindet sich Israel in erhöhter Alarmbereitschaft. Das Skigebiet am Berg Hermon nahe der Grenze zu Syrien bleibe nach einer Lageeinschätzung geschlossen, schrieb die Armee auf Twitter. Israel und der Iran sind Erzfeinde. Vertreter des Irans haben in der Vergangenheit mit Vergeltungsschlägen gegen den US-Verbündeten Israel gedroht.

+++ 9.14 Uhr: Krefelder Zoo nach Brand in Affenhaus wieder geöffnet +++

Der Krefelder Zoo hat zwei Tage nach dem verheerenden Brand im Affenhaus wieder geöffnet. Bereits vor dem Einlass um 9 Uhr warteten mehrere Besucher vor dem Gelände, wie ein dpa-Reporter berichtete. Weiterhin zündeten Menschen vor dem Eingang des Tierparks Kerzen als Zeichen von Trauer und Betroffenheit an.

In dem traditionsreichen Zoo kamen in der Silvesternacht mehr als 30 Tiere, darunter mehrere Menschenaffen, bei einem Feuer ums Leben. Das Affenhaus wurde zerstört und ist einsturzgefährdet. Unmittelbar nach dem Brand war der Zoo an Neujahr und am Donnerstag geschlossen geblieben.

+++ 8.53 Uhr: USA rufen ihre Bürger zur "sofortigen" Ausreise aus Irak auf (Botschaft) +++

Nach dem tödlichen US-Angriff auf den einflussreichen iranischen Elite-General Kassem Soleimani hat die US-Regierung ihre Bürger aufgerufen, den Irak umgehend zu verlassen. Die US-Botschaft in Bagdad rief alle US-Bürger in dem Krisenstaat zur "sofortigen" Ausreise auf. Soleimani war in der Nacht bei einem von US-Präsident Donald Trump befohlenen Raketenangriff in Bagdad getötet worden. Trump selbst hatte kurz zuvor per Tweet lediglich das Bild einer US-Flagge verbreitet - ohne Kommentar. In den Stunden davor war er auf Twitter ungewöhnlich still gewesen. 

+++ 8.29 Uhr: Iraks Schiitenführer Moktada al-Sadr reaktiviert seine Anti-US-Miliz +++

Der einflussreiche irakische Schiitenführer Moktada al-Sadr reaktiviert nach dem tödlichen US-Angriff auf den iranischen Elite-General Kassem Soleimani seine Anti-US-Miliz. Über Twitter rief er die Kämpfer seiner vor gut einem Jahrzehnt offiziell aufgelösten Mahdi-Armee auf, sich "bereit zu halten". Während der jahrelangen US-Präsenz im Irak war die etwa 60.000 Mann starke Mahdi-Armee von al-Sadr lange der mächtigste Gegner der US-Truppen.

Brennender Flughafen

+++ 7.24 Uhr: Zahl der Toten bei Überschwemmungen in Indonesien steigt auf mehr als 40 +++

In den Überschwemmungsgebieten in der Region um die indonesische Hauptstadt Jakarta ist die Zahl der Toten auf mindestens 43 gestiegen. Rund 400.000 Menschen wurden bislang in Notunterkünften untergebracht, wie die Behörden mitteilten. Die meisten von ihnen könnten voraussichtlich nicht in ihre überfluteten Häuser zurückkehren. Die Behörden suchten weiter nach Vermissten.

+++ 6.53 Uhr: CSU fordert pro Jahr drei Milliarden Euro mehr Verteidigungsausgaben +++

Die deutschen Verteidigungsausgaben sollen nach Ansicht der CSU um drei Milliarden Euro pro Jahr erhöht werden. "Wir wollen die von uns durchgesetzte Trendwende bei der Bundeswehr fortsetzen und schon vor 2030 das Zwei-Prozent-Ziel der Nato erreichen", heißt es in einem Beschlusspapier der CSU-Landesgruppe, welches der Deutschen Presse-Agentur in München vorliegt. Das Papier soll in der kommenden Woche bei der Winterklausur im oberbayerischen Kloster Seeon von den Bundestagsabgeordneten beschlossen werden.

+++ 6.48 Uhr: Irans oberster Führer droht den USA "schwere Rache" an +++

Irans oberster Führer hat nach der Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani den USA "schwere Rache" angedroht. "Soleimanis Weg wird auch ohne ihn weitergeführt, aber die Kriminellen erwartet eine schwere Rache", schrieb Ajatollah Ali Chamenei am Freitag in einem Beileidsschreiben, das im iranischen Staatsfernsehen zitiert wurde.

Protestierende Demonstranten vor ukrainischer Botschaft mit Flaggen

+++ 6.04 Uhr: Wieder Passagierrekord an Berliner Flughäfen +++

Im Jahr vor der BER-Eröffnung hat es an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld einen Passagierrekord gegeben. Rund 35,5 Millionen Passagiere seien in den vergangenen zwölf Monaten über Tegel und Schönefeld gereist, teilte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup mit.

Obwohl die beiden Flughäfen in die Jahre gekommen sind, ist das Passagieraufkommen in der Hauptstadt damit noch einmal um 2,2, Prozent gewachsen. Sie liegt nahezu doppelt so hoch wie im Jahr 2006, dem Jahr, in dem der Bau des neuen Hauptstadtflughafens BER begonnen wurde. Er soll nach jahrelangen Verzögerungen in diesem Herbst in Betrieb gehen.

+++ 6 Uhr: Tausende retten sich vor Buschbränden in Australien +++

Im Südosten Australiens herrscht Katastrophenalarm: Tausende Menschen sind auf der Flucht vor den verheerenden Buschbränden. In den Bundesstaaten New South Wales und Victoria sollten mehr als ein halbes Dutzend Städte evakuiert werden, darunter beliebte Touristenorte. Am Freitag bildeten sich lange Staus, das Benzin wurde knapp. Die Polizei eskortierte die Autos aus den Feuergebieten. In der Küstenstadt Mallacoota brachte die Marine Menschen in Sicherheit, die sich an den Strand gerettet hatten.

+++ 5.49 Uhr: Söder bleibt im Ferienstreit hart - Termine fest in Bayern verankert +++

Trotz massiver Kritik aus den meisten anderen Bundesländern will Bayern im Streit um die Termine für die Sommerferien nicht einknicken. "Wir bleiben bei unseren Ferienterminen. Das hat sich so bewährt und das ist in der bayerischen Kultur fest verankert", sagte Ministerpräsident Markus Söder in München.

+++ 5.19 Uhr: Greta Thunberg wird 17 +++

Mit 15 setzte sie sich aus Protest für das Klima vor das Parlament in Stockholm, mit 16 wurde sie weltberühmt – an diesem Freitag ist die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg 17 Jahre alt geworden. Nach einem umtriebigen Jahr 2019 mit zwei Atlantik-Überquerungen, Dutzenden Klimaprotesten sowie Reden auf Kundgebungen und Gipfeln in Europa und Amerika dürfte die junge Schwedin ihren Geburtstag an diesem Freitag aller Voraussicht nach in ihrer Heimatstadt Stockholm verbringen.

+++ 5.11 Uhr: Tausende fliehen vor Buschbränden in Australien +++

Im Südosten Australiens fliehen weiter Tausende Menschen vor den verheerenden Buschbränden. In den Bundesstaaten New South Wales und Victoria sollten mehr als ein halbes Dutzend Städte evakuiert werden, darunter beliebte Touristenorte. Am Freitag bildeten sich lange Staus, das Benzin wurde knapp. Die Polizei eskortierte die Autos aus den Feuergebieten. In der Küstenstadt Mallacoota brachte die Marine Menschen in Sicherheit, die sich an den Strand gerettet hatten. In Victoria gilt erstmals in der Geschichte des Bundesstaates der Notstand. Dort allein werden nach Angaben der Regierung 28 Menschen vermisst. In New South Wales ist es bereits der dritte Notstand dieser Brandsaison. Die Buschfeuer auf dem Kontinent wüten bereits seit Oktober. Landesweit starben 19 Menschen.

+++ 5.05 Uhr: Esken stellt Polizeitaktik in Leipzig infrage +++

Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken hat nach der schweren Verletzung eines Polizisten in Leipzig in der Silvesternacht eine Überprüfung des Polizeieinsatzes gefordert. "Im Sinne der Polizeibeamten muss jetzt schnell geklärt werden, ob die Einsatztaktik angemessen war", sagte Esken den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Sollte eine falsche Einsatztaktik Polizistinnen und Polizisten unnötig in Gefahr gebracht haben, liegt die Verantwortung dafür beim sächsischen Innenminister" - Roland Wöller (CDU). Linke Kreise, auch Linkspartei-Politiker, hatten der Polizei vorgeworfen, mit ihrem Durchgreifen nach Stein- und Flaschenwürfen provoziert zu haben.

+++ 5.04 Uhr: Washington und Moskau kritisieren Erdogan wegen Truppen für Libyen +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ist mit seinem Plan, Truppen in das nordafrikanische Bürgerkriegsland Libyen zu entsenden, in Washington und Moskau auf Kritik gestoßen. Das türkische Parlament hatte ihm für eine mögliche Militärintervention grünes Licht gegeben. Er will damit die international anerkannte Regierung unter Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch in Tripolis stützen. Die liefert sich einen Machtkampf mit dem einflussreichen General Chalifa Haftar. In Libyen herrscht seit dem Sturz von Langzeitherrscher Muammar al-Gaddafi 2011 Bürgerkriegschaos.

+++ 4.59 Uhr: Gefährliche Eskalation: US-Militär tötet hohen iranischen General +++

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran spitzt sich mit der Tötung einer der ranghöchsten iranischen Generäle gefährlich zu. Der Kommandeur der iranischen Al-Kuds-Brigaden, Ghassem Soleimani, kam am Donnerstag (Ortszeit) bei einem US-Raketenangriff nahe dem Flughafen der irakischen Hauptstadt Bagdad ums Leben, wie die iranischen Revolutionsgarden bestätigten. Das Pentagon in Washington übernahm die Verantwortung: Die Bombardierung sei auf Anweisung von Präsident Donald Trump erfolgt, um weitere Angriffe auf US-Kräfte zu verhindern - als "Akt der Verteidigung". Soleimani habe aktiv an Plänen gearbeitet, um amerikanische Diplomaten und Einsatzkräfte im Irak und der Region zu attackieren, hieß es zur Begründung des Angriffs.

Ebenfalls getötet wurde der stellvertretende Leiter der irakischen Volksmobilisierungskräfte, Abu Mahdi al-Muhandis, wie die Medienstelle der vom Iran unterstützten Milizen erklärte. Damit wächst die Sorge vor einem Krieg zwischen den USA und dem Iran.

+++ 4.26 Uhr: Leipziger Polizei wendet sich gegen Zeitungsbericht zu Verletzung von Beamtem +++

Die Polizei in Leipzig hat sich gegen einen Zeitungsbericht gewandt, wonach sie mit ihren Angaben zu den Verletzungen des in der Silvesternacht attackierten Polizisten möglicherweise übertrieben haben könnte. Der Beamte sei "schwer verletzt" worden und habe "dringlich operiert" werden müssen, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP. Die "Tageszeitung" hatte berichtet, "Krankenhauskreise" seien "verwundert" über die Schilderung der Verletzung durch die Polizei und deren Angaben, dass es eine "Notoperation" gegeben habe.  

+++ 4.26 Uhr: US-Regierung verbietet Verkauf zahlreicher aromatisierter E-Zigaretten +++

Die US-Regierung verbietet eine Vielzahl aromatisierter E-Zigaretten, geht aber weniger weit als ursprünglich geplant. Verboten wird der Verkauf von Kartuschen mit allen Geschmacksrichtungen außer Tabak und Menthol, wie die Gesundheitsbehörde FDA mitteilte. Strafen drohen allen Unternehmen, die entsprechende Produkte nach Ablauf einer Frist von 30 Tagen weiter verkaufen. Die US-Regierung hatte im September noch angekündigt, alle E-Zigaretten mit Aromastoffen verbieten zu wollen. Dagegen lief die Branche Sturm. US-Präsident Trump warnte vor einem Verlust von Arbeitsplätzen.   

+++ 3.58 Uhr: Bahn will neun Milliarden in Brücken-Sanierungen stecken +++

Die Deutsche Bahn plant für die kommenden zehn Jahre eine Rekordinvestition in Eisenbahnbrücken. Für rund neun Milliarden Euro sollen in diesem Zeitraum rund 2000 Brücken modernisiert oder erneuert werden, wie ein Bahn-Sprecher bestätigte. Zuvor hatte die Funke Mediengruppe über die Zahlen berichtet. In den ersten fünf Jahren sollen vier Milliarden Euro in die Brücken-Infrastruktur gesteckt werden, in den zweiten fünf Jahren dann fünf Milliarden Euro. Dies sei deutlich mehr als in den Vorjahren.

+++ 2.26 Uhr: Klimawandel sorgt für neue Brandregionen - auch Deutschland gefährdet +++

Wissenschaftler warnen vor mehr Waldbränden als Folge der menschengemachten Erderwärmung. "Das betrifft auch neue Regionen, in denen es vorher noch keine regelmäßigen Brände gab", sagte die Klimaforscherin Gitta Lasslop in Frankfurt am Main. Derzeit lodern riesige Buschfeuer in Australien. Die Feuer könnten aber auch in Deutschland zu einem Problem für die Natur werden. Denn auch hiesige Wälder würden wegen der heißen Sommer immer trockener.

Kevin Spacey

+++ 0.25 Uhr: Weitere Klage gegen Schauspieler Kevin Spacey fallengelassen +++

Eine weitere Klage wegen sexueller Belästigung gegen den US-Schauspieler Kevin Spacey (60) ist fallengelassen worden. Die Nachlassverwaltung eines Mannes aus Los Angeles, der im September im Alter von 62 Jahren gestorben war, zog eine Klage gegen den Schauspieler zurück, wie Spaceys Anwältin der "New York Times" sagte. Der Physiotherapeut hatte Spacey im vergangenen Januar beschuldigt, ihn bei einer Massage unangemessen berührt zu haben.

Im vergangenen Sommer hatte bereits ein Schauspieler eine Klage gegen Spacey zurückgezogen. Der Mann hatte Spacey beschuldigt, ihn in einem Restaurant auf der Insel Nantucket betatscht zu haben.

Zahlreiche weitere Menschen beschuldigen Spacey seit einiger Zeit ebenfalls sexueller Übergriffe, der oscargekrönte Schauspieler, der vor allem mit der Serie "House of Cards" weltweit berühmt geworden war, tritt seitdem kaum noch öffentlich auf.

anb / rw / fs / DPA / AFP