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News von heute: Messerattacke in Manchester: Festnahme wegen Terrorverdachts

Friedensnobelpreis geht an Abiy Ahmed Ali +++ Halle: Mutmaßlicher Täter gesteht rechtsextremistisches Motiv +++ Niedrigste Inflation seit Februar 2018 +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Video: Messerstecher im Einkaufszentrum

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Junge Union für Urabstimmung über Unions-Kanzlerkandidaten (22.44 Uhr)
  • Iran-Konflikt: USA verlegen weitere Soldaten nach Saudi-Arabien (17.56 Uhr)
  • Messerattacke in Manchester: Festnahme wegen Terrorverdachts (16.44 Uhr)
  • Friedensnobelpreis geht an Abiy Ahmed Ali (11.00 Uhr)
  • Halle: Attentäter gesteht antisemitisches Motiv (10.28 Uhr)

Die News von heute im stern-Ticker:

+++ 22.44 Uhr: Junge Union für Urabstimmung über Unions-Kanzlerkandidaten +++

Der nächste Kanzlerkandidat von CDU und CSU soll nach dem Willen des Partei-Nachwuchses in einer Urwahl von den Mitgliedern bestimmt werden. Mit diesem Beschluss stellte sich der Deutschlandtag der Jungen Union in Saarbrücken mit großer Mehrheit gegen den ausdrücklichen Wunsch der Parteivorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer. 

+++ 21.49 Uhr: Verkehr am Kölner Hauptbahnhof wieder freigegeben +++

Der Bahnverkehr am Kölner Hauptbahnhof ist wieder freigegeben. Der Einsatz vor Ort sei beendet, teilte die Polizei per Twitter mit. Wegen Polizei-Ermittlungen waren Teile des Hauptbahnhofs für Stunden gesperrt. In einer S-Bahn nahe der Haltestelle Hansaring in Bahnhofsnähe habe es einen Zeugenhinweis auf zwei Personen gegeben, die sich verdächtig verhalten hätten, hatte ein Polizeisprecher gesagt. Es seien auch verdächtige Gegenstände beobachtet worden. Die Sperrung begann um 19.12 Uhr.

+++ 20.17 Uhr: SPD beschließt Koalitionsverhandlungen für Kenia-Bündnis in Sachsen  +++

Die sächsische SPD will in Koalitionsverhandlungen mit CDU und Grünen eintreten. Das teilte die Parteiführung in Dresden mit. Ein solches sogenanntes Kenia-Bündnis gibt es bislang nur in Sachsen-Anhalt.

+++ 20.01 Uhr: Kölner Hauptbahnhof wegen Polizei-Ermittlungen teilweise gesperrt +++

Der Kölner Hauptbahnhof ist um 19.12 Uhr wegen polizeilicher Ermittlungen teilweise gesperrt worden. Das teilte ein Bahnsprecher mit. Betroffen seien die Strecken unter anderem in Richtung Bonn, Aachen, Euskirchen und Neuss. Züge warteten zunächst in den Bahnhöfen. Es gebe Umleitungen, Verspätungen und Teilausfälle. Wie lange die Teilsperrung dauern würde, war zunächst unklar. "Wir handeln auf Anweisung der Behörden und haben keinen Einfluss darauf", sagte der Bahnsprecher.

+++ 19.45 Uhr: Sachsen-CDU für Koalitionsverhandlungen mit Grünen und SPD +++

Die sächsische CDU will Koalitionsverhandlungen mit den Grünen und der SPD zur Bildung einer gemeinsamen Regierung aufnehmen. Das entschied der erweiterte Parteivorstand einstimmig in Dresden. Ein solches sogenanntes Kenia-Bündnis gibt es bisher nur in Sachsen-Anhalt.

+++ 19.06 Uhr: Koalitionsarbeitsgruppe zur Grundrente vertagt sich erneut +++

Die Rentenexperten der großen Koalition haben auch bei ihrem zweiten Treffen im Kanzleramt keine Einigung beim Streitthema Grundrente gefunden. Das Treffen der Arbeitsgruppe aus Spitzenpolitikern von Union und SPD ging am Freitagabend ohne Ergebnisse zu Ende. Man habe ein weiteres Gespräch für die kommende Woche vereinbart, an welchem Tag sei noch offen, hieß es aus Teilnehmerkreisen. 

Union und SPD streiten sich vor allem über das Thema Bedürftigkeitsprüfung. Die Unionsseite verweist darauf, dass diese im Koalitionsvertrag steht. Die SPD will die Auszahlung des geplanten Aufschlags auf kleine Renten dagegen nicht an eine solche Prüfung knüpfen. 

+++ 18.39 Uhr: Ehepaar Klarsfeld ruft zum Widerstand gegen Neonazi-Bewegungen auf +++

Nach dem Terroranschlag von Halle haben Beate und Serge Klarsfeld die Deutschen zum Widerstand gegen Neonazi-Bewegungen und die AfD aufgerufen. Wie die Klarsfelds in Paris mitteilten, protestiere die von ihnen geführte "Vereinigung der Söhne und Töchter der deportierten Juden Frankreichs" gegen die "Trägheit der Polizei" in Halle, die verspätet eingegriffen habe. Sie kritisierten auch eine zu passive Überwachung von Neonazi-Bewegungen.

Beate und Serge Klarsfeld waren als "Nazijäger" bekanntgeworden - sie sorgten für die Enttarnung untergetauchter NS-Verbrecher. Für ihren Kampf gegen das Vergessen von Antisemitismus waren sie erst im Juli mit dem Großen Deutsch-Französischen Medienpreis ausgezeichnet worden. 

+++ 18.04 Uhr: Klingbeil: SPD braucht keinen Messias +++

Vor der letzten Vorstellungsrunde im Rennen um den SPD-Vorsitz hat Generalsekretär Lars Klingbeil Partei und Bewerber aufgefordert, sich hinter den Siegern zu sammeln. "In der schwierigen Situation, in der die SPD gerade ist, brauchen wir keinen Messias, kein Wunder, sondern eine Teamleistung", sagte er dem "Münchner Merkur" und der "tz". Er erwarte, dass sich die gesamte Partei am Ende hinter den Gewinner stelle - unabhängig davon, mit welchem Ergebnis dieser gewählt werde. Ab Montag können die Parteimitglieder darüber abstimmen, wer die SPD künftig führen soll. Ein erstes Ergebnis soll am 26. Oktober vorliegen, eine Stichwahl ist aber wahrscheinlich. 

Klingbeil bekräftigte auch, eine Einigung auf eine Grundrente sei ein entscheidender Faktor für die Entscheidung über den Verbleib in der großen Koalition. Der Parteitag soll Anfang Dezember eine Halbzeitbilanz der Bundesregierung ziehen.

+++ 17.56 Uhr: Iran-Konflikt: USA verlegen weitere Soldaten nach Saudi-Arabien +++

Im Konflikt mit dem Iran schicken die USA weitere Soldaten nach Saudi-Arabien. Außerdem würden unter anderem zwei Patriot-Flugabwehrraketensysteme und zwei Kampfjet-Geschwader zur Verteidigung des Landes in die Region verlegt, teilte das Pentagon mit.

Video: Saudi-Arabien fordert Reaktion der Weltgemeinschaft im Iran-Konflikt

+++ 17.27 Uhr: Deutschland fordert schnelles Aus für Schweizer Atomkraftwerk +++

Das Bundesumweltministerium fordert ein rasches und dauerhaftes Abschalten des Schweizer Atomkraftwerks Beznau. Die an der Grenze zum baden-württembergischen Landkreis Waldshut stehende Atomanlage habe mit 50 Jahren ein kritisches Alter erreicht, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD), am Freitag. Nötig sei eine schnellstmögliche Abschaltung. Zudem müssten auch die anderen Schweizer Atomkraftwerke aus Sicherheitsgründen zeitnah ihren Betrieb einstellen.

Schweizer Pläne, dass Atomkraftwerke 60 Jahre und länger in Betrieb bleiben sollten, seien "eine fatale Fehlentwicklung, sagte die Politikerin, die im Bundestag den grenznahen Wahlkreis Waldshut vertritt. Beznau liegt, ebenso wie das rund zehn Kilometer entfernte Schweizer Kernkraftwerk Leibstadt, am Hochrhein und direkt an der Grenze zu Deutschland. Es ist eines der ältesten weltweit noch betriebenen Atomkraftwerke. Beznau 1 ging 1969 ans Netz und läuft weiter.

+++ 17.21 Uhr: Impeachment-Ermittlungen: US-Demokraten können wichtige Zeugin hören +++

Trotz der Blockadehaltung des Weißen Hauses können die US-Demokraten in ihren Untersuchungen für ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Donald Trump eine wichtige Zeugin hören. Die ehemalige US-Botschafterin in der Ukraine, Marie Yovanovitch, kam einer entsprechenden Vorladung nach und erschien im Kongress, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Die Anhörung ist nicht öffentlich. Die Demokraten im Repräsentantenhaus erhoffen sich von der Aussage Erkenntnisse für ihre Untersuchungen für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump.

US-Demokrat: Joe Biden fordert Trumps Amtsenthebung

Das Weiße Haus verweigert jede Kooperation bei den Untersuchungen. Das Außenministerium hatte diese Woche den US-Botschafter bei der Europäischen Union, Gordon Sondland, angewiesen, seiner Vorladung nicht nachzukommen. Warum Yovanovitch nun anders als Sondland im Kongress erschien, war unklar. Allerdings erklärte am Freitag Sondlands Anwalt, der Diplomat werde trotz der Anweisung des Außenministeriums kommende Woche im Kongress aussagen, nachdem er unter Strafandrohung dazu aufgefordert worden war. 

+++ 16.54 Uhr: Trotz Kontroverse: Michael-Jackson-Musical soll an Broadway kommen +++

Trotz der neu aufgeflammten Kontroverse um mögliche Kindesmisshandlung durch Michael Jackson soll ein Musical über den vor zehn Jahren gestorbenen Superstar 2020 an den Broadway kommen. Das Stück mit dem Arbeitstitel "MJ The Musical" solle im Sommer in New York Premiere feiern, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf die Nachlassverwaltung des Musikers. Worum es in dem Musical genau geht und ob die Anschuldigungen Teil des Stücks sein werden, wollten die Produzenten zunächst nicht mitteilen. Anfang des Jahres hatte die Dokumentation "Leaving Neverland" für Schlagzeilen gesorgt. In dem umstrittenen Film erheben zwei Männer heftige Missbrauchsvorwürfe gegen den 2009 gestorbenen Musiker. Im Alter von 50 Jahren war Michael Jackson am 25. Juni 2009 durch eine Überdosis des Narkosemittels Propofol gestorben.

+++ 16.44 Uhr: Messerattacke in Manchester: Festnahme wegen Terrorverdachts +++

Die Polizei geht bei dem Messerangriff mit vier Verletzten in einem Einkaufszentrum im englischen Manchester von Terror aus. Ein etwa 40 Jahre alter Mann sei wegen Terrorverdachts festgenommen worden, teilten die Ermittler in der englischen Großstadt der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge mit.

Video: Messerstecher im Einkaufszentrum

+++ 16.16 Uhr: Pentagon ruft Türkei zu Abbruch der Offensive in Nordsyrien auf +++

Das US-Verteidigungsministerium hat die Türkei zum Abbruch der Offensive in Nordsyrien aufgerufen. In einem Telefonat habe Verteidigungsminister Mark T. Esper seinem türkischen Amtskollegen Hulusi Akar klargemacht, dass die USA die "unkoordinierten Aktionen" ablehnten, da sie Fortschritte der internationalen Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat gefährdeten, teilte das Pentagon am Freitag mit. Esper habe die Türkei "ermutigt", die Maßnahmen im Nordosten Syriens einzustellen, um die Situation zu deeskalieren.

+++ 16.08 Uhr: Durchschnittlicher Krankenkassenbeitrag könnte 2020 leicht steigen +++

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung könnte kommendes Jahr wieder etwas steigen, nachdem er zuletzt zurückgegangen war. Das geht aus dem Ergebnis des Schätzerkreises von Bundesgesundheitsministerium, Bundesversicherungsamt und Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hervor. Danach könnte der durchschnittliche Beitrag von 0,9 Prozent um 0,2 Prozentpunkte oder 0,3 Prozentpunkte steigen. Letztlich wird das Bundesgesundheitsministerium Anfang November entscheiden, wie hoch dieser Anstieg ausfällt.

+++ 16.03 Uhr: Stephan B. tritt Untersuchungshaft in der JVA Halle an +++

Der Todesschütze von Halle wird seine Untersuchungshaft in der dortigen Justizvollzugsanstalt antreten. Das sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. Ein Hubschrauber mit Stephan B. an Bord startete demnach am Nachmittag in Karlsruhe Richtung Halle. In Karlsruhe war der 27-Jährige am Donnerstagabend dem Haftrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt worden, der Haftbefehl erließ. Zuvor hatte sein Verteidiger Hans-Dieter Weber dem Südwestrundfunk (SWR) gesagt, dass sein Mandant zurück nach Halle gebracht werden solle.

+++ 15.56 Uhr: Verteidiger sieht persönliche Misere als Motiv des Attentäters von Halle +++

Der Verteidiger des mutmaßlichen Attentäters von Halle sieht in dem Hang seines Mandanten zu Verschwörungstheorien den Auslöser der Bluttat. "In seinem Weltbild ist es halt so, dass er andere verantwortlich macht für seine eigene Misere", sagte Hans-Dieter Weber am Freitag dem SWR. Dies sei letztendlich der Auslöser für sein Handeln.  Der nach Auffassung der Bundesanwaltschaft für zweifachen Mord und mehrfachen versuchten Mord verantwortliche Stephan B. habe ausgesagt, die Tat vom Mittwoch alleine geplant und begangen zu haben, sagte Weber weiter.

+++ 15.35 Uhr: Koalition berät erneut über Grundrente +++

Spitzenvertreter von Union und SPD sind erneut zu Verhandlungen über das Streitthema Grundrente zusammengekommen. Ob die Arbeitsgruppe zu einer Einigung kommt, war vor dem Treffen im Bundeskanzleramt unklar. Bei der ersten Sitzung Ende September waren tiefgreifende Differenzen zwischen beiden Seiten deutlich geworden.

Sozialminister Hubertus Heil und die SPD-Seite pochen darauf, dass vor Auszahlung des geplanten Aufschlags auf kleine Renten nicht geprüft wird, ob die Betroffenen wirklich bedürftig sind. Im Koalitionsvertrag ist eine Bedürftigkeitsprüfung aber vorgesehen - die Union will nicht darauf verzichten.

Vor dem Koalitionstreffen hatten Gewerkschaften und der Sozialverband VdK beide Seiten zu einer Einigung aufgefordert. "Die Betroffenen haben die Diskussionen um das Thema satt. Die Koalition muss endlich zu einer Einigung kommen", sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele am Freitag.

+++ 15.19 Uhr: Tausende Tschechen nehmen Abschied von Karel Gott +++

Tausende Tschechen haben Abschied von dem verstorbenen Schlagerstar Karel Gott genommen. Vor dem Sophienpalais in Prag, wo der Sarg des Verstorbenen aufgebahrt war, warteten Fans geduldig in langen Schlangen. Die ersten Fans waren bereits am Donnerstag eingetroffen und hatten vor dem Palais übernachtet, um sich von ihrem Idol verabschieden zu können.

Viele verneigten sich am Freitag vor dem unter einem großen Porträtfoto des Sängers aufgebahrten Sarg und legten Blumen nieder. Neben Deutschland, wo Karel Gott einen großen Kreis treuer Fans hat, genoss der Sänger in seinem Heimatland geradezu Kultstatus: 42 Mal gewann er den jährlichen Publikumspreis Goldene Nachtigall. Zu seinem 80. Geburtstag im Juli wurde er in Tschechien mit Sondersendungen gefeiert, ein Prager Plattenladen bot "Null-Euro"-Scheine mit seinem Konterfei an.

Am Samstag findet im Veitsdom auf der Prager Burg ein staatlicher Trauerakt für den Musiker statt, die Zeremonie wird auf Großbildleinwänden übertragen. Karel Gott war am 1. Oktober im Alter von 80 Jahren gestorben.

+++ 14.21 Uhr: EU und Großbritannien starten neue Verhandlungsrunde im Brexit-Streit +++

Nach unerwarteten Fortschritten im Brexit-Streit sieht die Europäische Union neue Einigungschancen und startet eine weitere intensive Verhandlungsrunde mit Großbritannien. Entsprechende Berichte bestätigten Diplomaten der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel.

+++ 13.38 Uhr: Fünf Menschen in Einkaufszentrum in Manchster niedergestochen - Mann festgenommen +++

In Manchester sind nach Angaben der Polizei in einem Einkaufszentrum fünf Menschen durch einen Messerangriff verletzt worden. Laut Medienberichten wurde das Arndale Center evakuiert, der Vorfall soll sich in einer Starbucks-Filiale ereignet haben. Der mutmaßliche Täter wurde laut Polizei bereits festgenommen und wird befragt. Auf einem von der BBC verbreiteten Video soll zu sehen sein, wie der gut 40 Jahre alte Mann von der Polizei festgesetzt wird - offenbar unter Einsatz sogenannter Tazer. Die Untersuchungen dauern zur Stunde an. "Angesichts des Ortes und der Art der Tat führen Beamte der Anti-Terror-Polizei Nordwest die Ermittlungen", erklärte die Polizei für den Großraum Manchester. Gleichzeitig betonte ein Sprecher, es werde in alle Richtungen ermittelt.

Fünf Menschen sind am Freitag bei einer Messerattacke niedergestochen und teilweise schwer verletzt worden.

+++ 12.21 Uhr: Britischer Erfinder Dyson gibt Pläne für Elektroauto auf +++

Der britische Milliardär und Erfinder James Dyson hat seine ehrgeizigen Pläne für ein Elektroauto überraschend aufgegeben. Sein Team habe ein "fantastisches Fahrzeug" entwickelt, aber trotz aller Bemühungen sei es unmöglich, das Projekt "wirtschaftlich" zu machen, erklärte Dyson in einer E-Mail an die Mitarbeiter. "Wir haben ernsthaft versucht, einen Käufer für das Projekt zu finden, was leider bis jetzt ohne Erfolg blieb".

+++ 12.11 Uhr: Bundesrat gedenkt der Opfer des Anschlags von Halle +++

Der Bundesrat hat der Opfer des Anschlags in Halle gedacht. Der Präsident der Länderkammer, Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), sagte vor dem Plenum in Berlin, die Ereignisse vom Mittwoch erfüllten ihn mit Trauer und Entsetzen. "Die Aufgabe der gesamten Gesellschaft ist es, die Verbreitung von Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu verhindern."

+++ 12.09 Uhr: Nacht Attacke in Halle: Ermittler finden 3D-Drucker bei Stephan B. +++

Ermittler haben bei der Durchsuchung von Wohnräumen des Tatverdächtigen von Halle einen 3D-Drucker gefunden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Karlsruhe am Freitag aus Sicherheitskreisen. Zuvor hatte "Der Spiegel" darüber berichtet. Generalbundesanwalt Peter Frank hatte am Donnerstag gesagt, der Attentäter Stephan B. sei mit mehreren augenscheinlich selbstgebauten Waffen bewaffnet gewesen. In einer Mitteilung der Bundesanwaltschaft hatte es geheißen, es sei noch unklar, ob die Waffen und Sprengsätze selbst hergestellt wurden. Die kriminaltechnischen Untersuchungen dauerten noch an.

Nach Informationen von "Spiegel" und dpa stellten die Ermittler bei den Durchsuchungen auch eine Festplatte sicher. In einem Zimmer des 27-Jährigen wurden außerdem mehrere Zettel mit der Aufschrift "Niete" gefunden. Die Ermittler haben die Vermutung, dass B. mit den Durchsuchungen gerechnet hatte und damit die Polizei verhöhnen wollte.

+++11.44 Uhr: Syrische Kurden leisten offenbar heftigen Widerstand gegen türkische Offensive +++

Auch am dritten Tag der türkischen Offensive in Nordsyrien leisten die kurdischen Kräfte erbitterten Widerstand. Die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) und ihre arabischen Verbündeten würden Tunnel, Gräben und Wälle nutzen, um den Vormarsch der türkischen Armee aufzuhalten, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Es gebe heftige Kämpfe an mehreren Fronten, vor allem in den Städten Tal Abjad und Ras al-Ain. Laut der oppositionsnahen Aktivistengruppe haben die türkische Armee und verbündete syrische Milizionäre von der sogenannten Syrische Nationalarmee elf Dörfer eingenommen, doch hätten die YPG zwei zurückerobert. Demnach konzentrieren sich die Kämpfe auf eine 120 Kilometer lange Strecke zwischen Ras al-Ain und Tal Abjad. Fast alle Einwohner seien aus den beiden Städten geflohen, teilte ein Pressezentrum der kurdischen Autonomiebehörde mit. Eine unabhängige Bestätigung der Informationen gibt es bisher nicht.

Syrien

Die Lage in Syrien, Stand 10. Oktober 2019. Die Türkei beansprucht die schraffierten Bereiche als Sicherheitszone.

+++ 11.32 Uhr: Hessische Landesregierung: Jetzt drei Todesfälle durch mit Keimen belastete Wurst +++

Im Skandal um mit Keimen belastete Wurst geht Hessens Verbraucherschutzministerin Priska Hinz (Grüne) jetzt von drei Todesopfern aus. "Seit gestern wissen wir von drei Todesfällen", sagte sie in Darmstadt. Nach einem Bericht des Robert-Koch-Instituts sind Patienten in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt "direkt oder indirekt an der Listeriose" verstorben. Der nordhessische Landkreis Waldeck-Frankenberg, der für die Überwachung und die Schließung der Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH in Twistetal-Berndorf verantwortlich war, sprach bislang von zwei Opfern aus Südhessen.

+++ 11.30 Uhr: Christian Kracht übergibt sein Archiv dem Deutschen Literaturarchiv in Marbach +++

Mit Büchern wie "1979", "Imperium", "Faserland" und "Die Toten" ist der Schweizer Schriftsteller Christian Kracht berühmt geworden - nun übergibt der 52-Jährige dem Deutschen Literaturarchiv Marbach in vergleichsweise jungen Jahren sein Archiv. Neben Manuskripten von Artikeln und Interviews gehören dazu Korrekturfahnen seiner Romane, das Drehbuchmanuskript zu seinem Debüt "Faserland", Fotografien, Plakate und seine aufgeschriebene  Korrespondenz mit Weggefährten. "Seine digitale Korrespondenz und eine weitere Fotosammlung werden zu einem späteren Zeitpunkt nachgeliefert", kündigte das Literaturarchiv an. 

+++ 11.21 Uhr: Renault setzt Co-Chef Bolloré ab +++

Der französische Autobauer Renault will die Ära des geschassten Konzernchefs Carlos Ghosn endgültig hinter sich lassen: Der Verwaltungsrat setzte Co-Chef Thierry Bolloré ab, der den Konzern seit Januar gemeinsam mit dem früheren Michelin-Chef Jean-Dominique Senard leitete. Bolloré war früher Stellvertreter Ghosns, der wegen Betrugsermittlungen in Japan zurücktreten musste. An Bollorés Stelle als Generaldirektorin tritt vorübergehend die bisherige Finanzchefin Clotilde Delbos, wie Renault mitteilte. Über die dauerhafte Leitung soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. Das Verhältnis zwischen den Co-Chefs Senard und Bolloré galt als angespannt. In einem Zeitungsinterview erhob Bolloré schwere Vorwürfe gegen Senard. Dieser vollziehe einen "Gewaltstreich" gegen ihn. "Das einzige, was man mir vorwerfen kann ist, dass ich Anfang 2018 auf Vorschlag von Carlos Ghosn zum stellvertretenden Generaldirektor ernannt wurde", betonte Bolloré.

+++ 11.15 Uhr: Verdurstete IS-Sklavin: Islamist in Deutschland in Haft +++

Nach dem qualvollen Tod eines fünfjährigen jesidischen Mädchens ist ein irakischer Islamist in Deutschland in Haft. Die Bundesanwaltschaft warf ihm Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Der Iraker sei am vergangenen Mittwoch von Griechenland aus nach Deutschland überstellt worden. Das mutmaßliche Mitglied der Terrormiliz IS soll das jesidische Kind mit seiner Mutter 2015 als Sklavin gekauft haben, es mehrfach geschlagen und - zur Strafe - in der prallen Sonne angekettet haben. Das Kind verdurstete qualvoll bei sengender Hitze.

+++ 11.00 Uhr: Friedensnobelpreis geht an äthiopischen Ministerpräsidenten Abiy Ahmed Ali +++

Der äthiopische Premier Abiy Ahmed Ali wird mit dem Friedensnobelpreis 2019 ausgezeichnet. Der Politiker wird "für seine Bemühungen um Frieden und internationale Zusammenarbeit und insbesondere für seine entschlossene Initiative zur Lösung des Grenzkonflikts mit dem benachbarten Eritrea." Das teilte das norwegische Nobelpreiskomitee in Oslo mit. Im Vorfeld war von vielen die schwedische Klima-Aktivistin und Gründerin der Fridays-for-Future-Bewegung, Greta Thunberg, als Favoritin auf den Preis gehandelt worden.

Video: Friedensnobelpreis geht an den äthiopischen Ministerpräsidenten Abiy Ahmed

+++ 10.28 Uhr: Attentäter von Halle gesteht Tat und rechtsextremistisches Motiv +++

Der Todesschütze von Halle hat die Tat gestanden und auch ein rechtsextremistisches, antisemitisches Motiv bestätigt. Der 27-jährige Stephan B. habe in dem mehrstündigen Termin beim Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs am Donnerstagabend umfangreich ausgesagt, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Karlsruhe.

+++ 10.06 Uhr: Woidke zu neuem Bundesratspräsidenten gewählt +++

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) ist künftiger Präsident des Bundesrates. Die Länderkammer wählte den 57-Jährigen turnusgemäß zum Nachfolger des bisherigen Präsidenten, Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). Woidke tritt sein neues Amt am 1. November an. Der Bundesratspräsident repräsentiert die Länderkammer und vertritt den Bundespräsidenten, wenn dieser verhindert ist. Zu Vizepräsidenten wurden Günther und Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) gewählt.

+++ 09.08 Uhr: Unbekannte zünden Auto vor türkischer Botschaft in Berlin an +++

Unbekannte haben in der Nacht zu Freitag in Berlin-Kreuzberg ein Auto der türkischen Botschaft in Brand gesetzt. Wie die Polizei mitteilte, wurden die Einsatzkräfte gegen 03.45 Uhr gerufen, um das Feuer am Wagen zu löschen. Der Pkw sei schwer beschädigt worden. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt wegen des Verdachts auf Brandstiftung. Zuvor hatte die "B.Z" darüber berichtet.

+++ 08.29 Uhr: Bundesamt bestätigt: Niedrigste Inflation seit Februar 2018 +++

Im September sind die Verbraucherpreise in Deutschland so langsam gestiegen wie schon seit Februar 2018 nicht mehr. Sie legten im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,2 Prozent zu - nach einer jährlichen Inflationsrate von 1,4 Prozent im August. Das teilte das Statistische Bundesamt mit und bestätigte damit vorläufige Angaben. Vor allem für Energie (minus 1,1 Prozent) mussten die Menschen weniger ausgeben als noch ein Jahr zuvor. Der Preisanstieg bei Lebensmitteln schwächte sich auf 1,3 Prozent Zuwachs ab. Gegenüber August 2019 blieben die Verbraucherpreise im September unverändert.

+++ 08.17 Uhr: Giffey will Fördermittel gegen Antisemitismus aufstocken +++

Nach dem Angriff auf eine Synagoge in Halle und den tödlichen Schüssen auf zwei Menschen will das Bundesfamilienministerium mehr Fördermittel für die Arbeit gegen Antisemitismus bereitstellen. In einer Mitteilung kündigte Familienministerin Franziska Giffey (SPD) an, man werde die Mittel "weiter aufstocken".

"Neben Modellprojekten im Themenfeld Antisemitismus werden wir auch erstmalig ein eigenes Kompetenznetzwerk mit erfahrenen Trägern etablieren, das Informationen bundesweit bündelt, fachliche Beratung bereitstellt und einen Transfer von erfolgreichen Präventionsansätzen in Bundes-, Landes- und kommunale Strukturen gewährleisten soll", hieß es in der Mitteilung weiter, die bereits am Donnerstag verschickt wurde.

+++ 08.12 Uhr: Explosion auf iranischem Tanker nahe Saudi-Arabien - Raketenangriff vermutet +++

Ein iranischer Öltanker ist nach einer Explosion rund 100 Kilometer vor dem Hafen des saudi-arabischen Dschidda in Brand geraten. Der Betreiber vermutete, dass das Schiff von einer Rakete getroffen wurde. Ermittler an Bord des Schiffes schlossen nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna einen "Terroranschlag" nicht aus.

+++ 08.08 Uhr: Ankara: Ein türkischer Soldat in Nordsyrien-Offensive getötet +++

Bei Gefechten im Rahmen der türkischen Offensive in Nordsyrien ist ein türkischer Soldat getötet worden. Das meldete das Verteidigungsministerium in auf Twitter. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, drei weitere Soldaten seien verletzt worden. Außerdem habe man während der Nacht auf Freitag 49 weitere "Terroristen" getötet. Insgesamt sei damit deren Zahl auf 277 angewachsen, hieß es in einem weiteren Tweet aus dem Ministerium. Mit "Terroristen" sind die Kämpfer der kurdischen YPG-Miliz gemeint, die auf syrischer Seite der Grenze ein großes Gebiet kontrolliert. Die Miliz ist das Ziel der türkischen Offensive. Die Türkei sieht in ihr einen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK in der Türkei und damit eine Terrororganisation.

Türkische Militäroffensive in Syrien: Eine umstrittene Mission

+++ 07.56 Uhr: Dritter Stollen in Steinbruch von früherem Konzentrationslager Buchenwald entdeckt +++

Im Steinbruch des ehemaligen NS-Konzentrationslagers Buchenwald bei Weimar in Thüringen ist ein dritter verborgener Stollen gefunden worden. Experten hätten ihn noch nicht betreten können, berichtete der Mitteldeutsche Rundfunk. Er scheine aber wie die beiden zuvor entdeckten Stollen leer zu sein.

In der vergangenen Woche war bei wissenschaftlichen Untersuchungen ein etwa zehn bis 15 Meter langer unterirdischer Stollen in dem Areal entdeckt worden, der womöglich als Luftschutzbunker dienen sollte. Vor wenigen Tagen wurde dann ein zweiter Stollen gefunden.

Die Stollen waren in der Endphase des Konzentrationslagers Buchenwald im Frühjahr 1945 im Steinbruch angelegt worden. Die SS ließ sie von Häftlingen des KZ graben. Die US-Armee öffnete nach der Befreiung des Lagers im April 1945 zwei dieser Stollen. Sie fand darin tonnenweise Raubgut der SS, das unter anderem aus dem Vernichtungslager Auschwitz stammte. Anfang Oktober wurde ein wissenschaftliches Projekt im Steinbruch von Buchenwald gestartet. Es soll Klarheit über künstlich angelegte unterirdische Hohlräume bringen.

+++ 07.48 Uhr: 24-Jährige in Frankfurt erstochen +++

In Frankfurt am Main ist in der Nacht zu Freitag eine 24 Jahre alte Frau gestorben. Sie sei ersten Erkenntnissen zufolge mit mehreren Messerstichen tödlich verletzt worden, sagte eine Sprecherin der Polizei am Freitag. Die Polizei hat Ermittlungen wegen eines Tötungsdeliktes aufgenommen. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

+++ 06.07 Uhr: Hunderttausende in Kalifornien ohne Strom - Kritik an Blackouts +++

Nach absichtlichen Stromabschaltungen wegen erhöhter Waldbrandgefahr haben in Nordkalifornien Hunderttausende Menschen im Dunkeln gesessen. Wie der US-Energieversorger Pacific Gas & Electric (PG&E) mitteilte, waren rund 600.000 Haushalte und Unternehmen ohne Strom. Die massiven, geplanten Blackouts in 34 Bezirken des Westküstenstaates hatten am Mittwoch begonnen. PG&E sprach von einer Vorsichtsmaßnahme wegen erhöhter Brandgefahr bei starken Winden und Trockenheit. Zeitweise waren mehr als 700.000 Kunden betroffen.

+++ 05.51 Uhr: Bei einem Brückeneinsturz im Osten Chinas sind drei Menschen ums Leben gekommen +++

Zudem gab es bei dem Unglück in der Stadt Wuxi zwei Verletzte, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Unter den Opfern ist demnach ein fünfjähriges Mädchen. Auf einem am Donnerstag veröffentlichten Video des Unglücks war zu erkennen, dass mehrere Autos von dem plötzlich herabstürzenden Brückenelement komplett zerquetscht wurden. Staatsmedien berichten, dass die Brücke kollabierte, nachdem eine Reihe zu schwer beladener Lastwagen über sie gefahren war. 

+++ 05.28 Uhr: Mindestens ein Toter bei Demo gegen Regierung in Ecuador +++

Bei den regierungskritischen Kundgebungen in Ecuadors Hauptstadt Quito ist mindestens ein Demonstrant getötet worden. Nach Angaben der Konföderation der Indigenen Völker (CONAIE) wurde ein regionaler Führer von einer Tränengasgranate am Kopf getroffen und tödlich verletzt. Der Bürgerbeauftragte Ecuadors bestätigte den Tod des Mannes. Es seien auch weitere vier Menschen umgekommen, schrieb er ohne nähere Angaben dazu auf Twitter.

Video: In Ecuador reißen die Proteste gegen die Regierung nicht ab

+++ 05.08 Uhr: CDU-Spitzenkandidat Mohring für einheitliches Abitur in Deutschland +++

Thüringens CDU-Spitzenkandidat Mike Mohring hat einheitliche Standards für Abiturprüfungen in Deutschland gefordert. Hierfür sollten "nationale Bildungsstandards und Prüfanforderungen für alle Fächer und Schulabschlüsse vereinbart und verbindlich eingeführt werden", sagte der Landesvorsitzende der Christdemokraten dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Mit einem solchen "Deutschlandabitur" sollten zwar die Bildungsziele vereinheitlicht werden. "Den Wettbewerb der Länder um den besten Weg zu diesen Zielen wollen wir jedoch erhalten", sagte Mohring. Laut RND gibt es einen Antrag für das Jahrestreffen der Jungen Union, der Nachwuchsorganisation von CDU und CSU. Dieser sieht demnach die Einführung eines Zentralabiturs in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Englisch vor.

+++ 05.05 Uhr: Mülheim: Drei Jugendliche wegen Vergewaltigung angeklagt +++

Nach der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung einer jungen Frau in Mülheim im Ruhrgebiet hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen drei Jugendliche erhoben. Die Jungen waren zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Tat im vergangenen Juli 14 Jahre alt. Gegen zwei damals Zwölfjährige, die ebenfalls an der Tat beteiligt gewesen sein sollen, waren die Ermittlungen eingestellt worden, weil sie strafunmündig sind. Die drei Tatverdächtigen sind nach früheren Angaben der Polizei bulgarische Staatsbürger.

+++ 04.45 Uhr: Linke im Bundestag gegen "Einzeltäter"-Begriff in Halle +++

Nach dem rechtsextremistischen Terroranschlag in Halle hat auch der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion, Jan Korte, den Begriff "Einzeltäter" kritisiert. Damit werde seit Jahrzehnten nach rechten Anschlägen versucht, die Öffentlichkeit zu beruhigen, sagte er. Opferberatungen machten schon lange "auf die rechten Netzwerke und den braunen Sumpf aufmerksam, aus dem all die Täter kamen. Fakt ist: Mit einer rein juristischen Betrachtung vernebelt man die Analyse rechter Gewalt", sagte Korte.

+++ 03.41 Uhr: Migranten blockieren Grenzübergang zwischen den USA und Mexiko +++

Hunderte zentralamerikanische Migranten haben einen Grenzübergang zwischen den USA und Mexiko blockiert. Der Grenzübergang zwischen der mexikanischen Stadt Matamoros und dem texanischen Brownsville wurde deswegen mehr als  neun Stunden lang geschlosssen, wie Behördenvertreter beider Länder sagten.

Die Migranten, die in den USA Asyl beantragen wollen, verbrachten demnach die Nacht auf der Grenzbrücke. Erst nach einer Abmachung mit örtlichen Behördenvertretern verließen sie die Brücke, wie Matamoros' Bürgermeister Mario Alberto López Hernández der Nachrichtenagentur AFP sagte. Angaben zum Inhalt der Vereinbarung machte der Bürgermeister nicht.

+++ 03.49 Uhr: Deutschland schließt Sicherheitsabkommen mit Nordmazedonien +++

Deutschland will in der kommenden Woche mit Nordmazedonien eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Terrorismus und organisierter Kriminalität schließen. Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des europapolitischen Sprechers der Linksfraktion, Andrej Hunko hervorgeht, ist die Unterzeichnung des Sicherheitsabkommens für den 17. Oktober geplant. Entsprechende Gespräche zwischen Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und seinem nordmazedonischen Kollegen Oliver Spasovski dazu liefen noch, hieß es. Spasovski hatte im vergangenen Jahr mehrfach betont, sein Land könne wie bisher nur Transitland, aber in keinem Fall ein Ort für den längeren Aufenthalt von Flüchtlingen sein,

+++ 03.04 Uhr: Leiche von Abdul D. wird obduziert - tot im Gefängnis entdeckt +++

Nach dem Tod des Mörders der 15-jährigen Mia in einer Gefängniszelle wird die Leiche von Abdul D. obduziert. Experten des rechtsmedizinischen Instituts in Mainz sollen unter anderem Ursache und Zeitpunkt des Todes bestimmen. Die Justiz geht davon aus, dass sich der aus Afghanistan stammende Mann selbst getötet hat. Sie sieht keine Anhaltspunkte für Fremdeinwirkung. Die Staatsanwaltschaft im pfälzischen Frankenthal will noch am Freitag das Obduktionsergebnis bekannt geben. Abdul D. war am Donnerstag tot in der Jugendstrafanstalt Schifferstadt gefunden worden. Er hatte 2017 in Kandel seine Ex-Freundin Mia erstochen - wohl aus Eifersucht. Der Mord an der 15-Jährigen löste bundesweit Entsetzen aus. Im Streit über deutsche Flüchtlingspolitik wurde Kandel zum Reizwort.

+++ 02.35 Uhr: Inzwischen 26 Todesfälle in den USA im Zusammenhang mit E-Zigaretten +++

Die Zahl der Toten in den USA nach dem Konsum von E-Zigaretten ist auf 26 gestiegen. Seit März wurden zudem im Zusammenhang mit E-Zigaretten 1299 Fälle von Lungenerkrankungen registriert, wie die US-Gesundheitsbehörde CDC mitteilte.

Die Ursachen sind nach wie vor unklar. Die Behörden gehen unter anderem dem Verdacht nach, dass die Erkrankungen durch den Cannabiswirkstoff THC verursacht worden sein könnten, der manchmal der zu verdampfenden Flüssigkeit beigefügt wird.

+++ 02.09 Uhr: Selenskyj stellt mit zwölfstündiger Pressekonferenz Rekord auf +++

Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj stand zuletzt vor allem wegen seines ominösen Telefonats mit US-Präsident Donald Trump im Fokus der Medien. Jetzt sorgte der 41-Jährige mit einem ganz anderen Auftritt für Schlagzeilen: Der frühere Komiker stellte mit einer mehr als zwölf Stunden langen Pressekonferenz wohl einen neuen Weltrekord auf.

Der Staatschef hielt am Donnerstag in Kiew seine erste große Pressekonferenz seit seinem Amtsantritt im Mai ab. Nach rund acht Stunden erhob sich ein Vertreter der ukrainischen Rekorde-Agentur und sagte, der 41-Jährige habe eine neue Bestmarke aufgestellt. Selenskyj selbst gab sich überrascht und betonte, er sei "bescheiden" und gegen große Feierlichkeiten.

Der ukrainische Präsident hielt die Pressekonferenz mit hunderten Medienvertretern in einem angesagten Food-Court in Kiew ab. Journalisten setzten sich abwechselnd zu Selenskyj an einen großen Tisch, um Fragen zu stellen. Der Präsident äußerte sich zu Themen wie dem Konflikt in der Ostukraine, dem Verhältnis zu Russland - und natürlich seinem Telefonat mit Trump, das im Mittelpunkt der Ukraine-Affäre in den USA steht.

+++ 01.29 Uhr: SAP-Chef Bill McDermott tritt nach zehn Jahren zurück +++

Der Chef des Softwarekonzerns SAP, Bill McDermott, gibt nach zehn Jahren seinen Posten auf. Wie der Walldorfer Konzern bekanntgab, wird der 58-Jährige seinen Vertrag nicht verlängern und von seiner Position als Vorstandsvorsitzender zurücktreten. Seine Nachfolge übernehmen mit sofortiger Wirkung die Vorstandsmitglieder Jennifer Morgan und Christian Klein als Co-CEOs.

McDermott werde bis Jahresende in einer "beratenden Rolle" im Unternehmen bleiben und so einen "reibungslosen Übergang" gewährleisten, erklärte SAP. Der US-Manager war 2002 zu dem Software-Riesen gestoßen und 2008 in den Vorstand berufen worden. Anfang 2010 übernahm er den Vorstandsvorsitz. Er war einer der Spitzenverdiener in der deutschen Wirtschaft.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Hasso Plattner dankte McDermott nun für seine Arbeit. "Ohne Bill McDermott wäre SAP nicht das Unternehmen, das es heute ist", erklärte der Konzern-Mitgründer. Der 58-Jährige habe "maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens beigetragen", unter anderem als die "treibende Kraft in Richtung Cloud".

+++ 01.00 Uhr: Mutmaßlicher Angreifer von El Paso plädiert auf nicht schuldig +++

Der Mann, der im August im texanischen El Paso 22 Menschen getötet haben soll, hat vor Gericht auf nicht schuldig plädiert. Patrick Crusius wurde einem Gericht in El Paso vorgeführt. Der 21-Jährige "hat auf nicht schuldig plädiert und Staatsanwalt Jaime Esparza wird die Todesstrafe fordern", teilte die Staatsanwalt anschließend mit.

Der 21-Jährige soll am 3. August in einem Einkaufszentrum in El Paso aus rassistischen Motiven 22 Menschen getötet haben. Nach seiner Festnahme sagte Crusius nach Angaben der Polizei, der Angriff habe sich gezielt gegen Mexikaner gerichtet. Vor der Attacke hatte er zudem ein rechtsextremes Manifest gegen Einwanderer aus Lateinamerika im Internet veröffentlicht, in dem er vor einer "hispanischen Invasion" warnte.

kng / dho / fs / DPA / AFP