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News von heute: Keine Rettungsgasse: Tausende Euro Bußgeld gegen Dutzende Autofahrer

Keine Rettungsgasse - Tausende Euro Bußgeld gegen Dutzende Autofahrer +++ Tote bei Schüssen in Supermarkt in den USA +++ Mutmaßlicher Täter von Frankfurt seit Tagen gesucht +++ Polizei stellt Ermittlungen gegen Neymar ein +++ Die News von heute im stern-Ticker

Eine Rettungsgasse auf einer Autobahn

So sollte eine Rettungsgasse aussehen

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • 400 Menschen gedenken bei Andacht des in Frankfurt getöteten Jungen (20.19 Uhr)
  • Keine Rettungsgasse - Tausende Euro Bußgeld gegen Dutzende Autofahrer (17.03 Uhr)
  • Mutmaßlicher Täter von Frankfurt seit mehreren Tagen gesucht (15.25 Uhr)
  • USA bitten Deutschland um Teilnahme an Hormus-Mission (12.15 Uhr)
  • Bankenunion verstößt nicht gegen Grundgesetz (10.18 Uhr)

Die News von heute im stern-Ticker:

+++ 23.43 Uhr: Macron telefoniert mit Ruhani - Spannungen mit USA abbauen +++ 

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat seinen iranischen Kollegen Hassan Ruhani in einem Telefongespräch dazu angehalten, Spannungen im Verhältnis mit den USA zu entschärfen. Macron betonte, dass die Voraussetzungen für eine Deeskalation geschaffen werden müssten, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf den Élyséepalast. Es sei die Aufgabe Frankreichs, alle Anstrengungen zu unternehmen, um sicherzustellen, dass alle Parteien zu offenen Verhandlungen bereit seien. Der französische Präsident bleibe in Kontakt mit Ruhani und US-Präsident Donald Trump.

Trotz der Spannungen im Persischen Golf kämpft Frankreich um den Erhalt des Atomabkommens mit dem Iran, aus dem die USA ausgestiegen sind. Der französische Präsident versucht derzeit, zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln. Macron handele "in Absprache" mit Deutschland und Großbritannien und sei "in Kontakt" mit Russland und China, so der Élyséepalast. 

+++ 23.36 Uhr: Yonhap: Nordkorea feuert "mehrere unbekannte Projektile" ab +++ 

Wenige Tage nach dem Test zweier Kurzstreckenraketen hat Nordkorea nach südkoreanischen Angaben "mehrere unbekannte Projektile" abgefeuert. Das berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Südkoreas Generalstab. Demnach wurden die Projektile von der Halbinsel Hodo nahe der Ostküstenstadt Wonsan abgefeuert.

+++ 22.06 Uhr: Britischer Kunsthändler wegen Diebstahls in den USA zu Haftstrafe verurteilt +++ 

Ein US-Gericht hat einen britischen Kunsthändler wegen des unrechtmäßigen Verkaufs von Bildern im Gesamtwert von bis zu 30 Millionen Dollar (27 Millionen Euro) zu einer Haftstrafe von mindestens vier Jahren verurteilt. Nach Ablauf der vierjährigen Gefängnisstrafe soll der Fall des 63-jährige Timothy Sammons erneut begutachtet werden, um über bis zu acht weitere Jahre Haft zu befinden, wie das Gericht in Manhattan entschied.    

Sammons hatte sich zuvor in allen 15 Anklagepunkten schuldig bekannt. Der in London, New York und Zürich ansässige Kunsthändler hatte zwischen 2010 und 2015 mehrere Kunstwerke ohne Wissen der Eigentümer verkauft. Sie hatten ihm die Bilder zur Aufbewahrung anvertraut. Der Erlös der Verkäufe betrug zwischen zehn und 30 Millionen Dollar. Auf weitere Kunstwerke erhielt er Kredite von Banken.

+++ 21.21 Uhr: Scholz warnt vor Eskalation im Persischen Golf +++ 

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hat angesichts der Spannungen im Persischen Golf zu Besonnenheit aufgerufen. "Das Ziel von allen verantwortungsvollen Politikerinnen und Politikern muss es sein, sehr nüchtern und überlegt die Lage zu beobachten und nicht schlafwandelnd in eine noch größere Krise zu geraten", sagte Scholz den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Deutschland müsse "alles tun, eine weitere Eskalation im Persischen Golf zu verhindern".

Seit dem Ausstieg der USA aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran und der Verhängung neuer Handels- und Finanzsanktionen haben die Spannungen in der Golfregion massiv zugenommen. Seit Anfang Mai gab es eine Reihe von Zwischenfällen mit Schiffen vor den Vereinigten Arabischen Emiraten und Angriffe auf Tanker im Golf von Oman, für die Washington die iranischen Revolutionsgarden verantwortlich macht. 

+++ 20.42 Uhr: Mindestens fünf Tote und 25 Verletzte bei Bombenanschlag in Pakistan +++ 

Bei einem Bombenanschlag im Südwesten Pakistans sind mindestens fünf Menschen getötet und mehr als 25 weitere verletzt worden. In Quetta, der wichtigsten Stadt in der Provinz Baluchistan, explodierte nach Behördenangaben eine ferngezündete Bombe, die auf einem Motorrad deponiert worden war. "Das Ziel der Attacke war ein Polizeiwagen, der vor einer Polizeiwache geparkt war", sagte der Polizeichef von Baluchistan, Mohsin Hassan Butt, der Nachrichtenagentur AFP.

+++ 20.19 Uhr: 400 Menschen gedenken bei Andacht des in Frankfurt getöteten Jungen +++ 

Nach der Attacke im Frankfurter Hauptbahnhof haben rund 400 Menschen mit einer Andacht an den getöteten achtjährigen Jungen erinnert. Der Tod des Kindes sei für die Angehörigen eine "sinnlose Katastrophe", sagte der Leiter der Frankfurter Bahnhofsmission, Carsten Baumann. "Wir können nicht glauben, dass ein Leben sinnlos abbricht, das gerade erst begonnen hat." Baumann lud die Trauernden ein, sich in ein Kondolenzbuch einzutragen. Zunächst war geplant, die Andacht in der Bahnhofshalle abzuhalten, wegen des erwarteten großen Andrangs wurde sie aber auf den Vorplatz verlegt.

"Wir dürfen nicht zulassen, dass jetzt Gedanken von Hass um sich greifen", sagte die Pfarrerin der Evangelischen Hoffnungsgemeinde, Jutta Jekel. Jetzt gelte es, bei den Opfern zu stehen. "Es geht darum, dass wir zusammenhalten, dass wir uns nicht hinreißen lassen von Wut und Gewalt", sagte Jekel. An dem Gottesdienst nahmen Vertreter der katholischen und evangelischen Gemeinden in Frankfurt teil - darunter auch Mitarbeiter der Bahnhofsmission und der eritreischen Kirchengemeinden Frankfurt.

+++ 19.40 Uhr: Richter: Keine Gefahr mehr für Jesiden im Nordirak - Asyl abgelehnt +++ 

Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht sieht keine Gefahr einer massenhaften Verfolgung von Jesiden im Norden des Iraks mehr. Das Gericht in Lüneburg lehnte deshalb die Asylanträge eines irakischen Jesiden und seiner Schwester ab. Seit die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verdrängt sei, sei eine Gruppenverfolgung von Jesiden im Schindschar-Gebirge nicht mehr "hinreichend wahrscheinlich", hieß es zur Begründung. (Az. 9 LB 133/19 und 9 LB 148/19)

IS-Terroristen hatten im August 2014 mehr als 10 000 Angehörige der religiösen Minderheit im Sindschar-Gebirge eingekesselt. Sie nahmen Tausende jesidische Frauen und Kinder gefangen und versklavten sie. Tausende Männer wurden getötet. Die jesidische Gemeinde in Niedersachsen will am Samstag an das Massaker erinnern und sich für die Zuflucht in Deutschland bedanken.

+++ 19.11 Uhr: Kretschmer: Bedürftigkeitsprüfung für Grundrente soll möglichst simpel sein +++ 

Im Koalitionsstreit über die geplante Grundrente plädiert Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) für eine möglichst simple Bedürftigkeitsprüfung. "Es muss schnell gehen und ein anständiger Schonbetrag, die kleine Eigentumswohnung oder das Häuschen sollten bei der Berechnung unberücksichtigt bleiben", sagte er den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Die Bedürftigkeitsprüfung solle "so vereinfacht werden wie nur irgend möglich".

+++ 18.16 Uhr: Indie-Konzert im Libanon nach Protesten christlicher Gruppen abgesagt +++ 

Nach Protesten christlicher Gruppen ist im Libanon ein Konzert der bekannten Indie-Rockband Mashrou Leila abgesagt worden. Das Veranstaltungskomitee des Byblos International Festival teilte mit, es sei zu der Absage gezwungen gewesen, um ein "Blutvergießen" zu vermeiden und Sicherheit zu gewährleisten, wie die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete. 

Mashrou Leila aus dem Libanon gehört zu den bekanntesten Bands in der arabischen Welt. Weil sich ihr Sänger Hamed Sinno zu seiner Homosexualität bekennt, wird sie immer wieder angefeindet. Die Band sollte am 9. August bei dem Festival in Byblos auftreten. Dagegen war unter anderen in den sozialen Medien starker Protest laut geworden.

+++ 17.58 Uhr: Rumäniens Innenminister tritt nach Skandal um Ermordung von 15-Jähriger zurück +++ 

Nach dem Skandal um die Ermordung einer 15-Jährigen in Rumänien ist der erst kürzlich ernannte Innenminister Nicolae Moga zurückgetreten. Er habe sich nach nur einer Woche im Amt zum Rückzug entschlossen, um das "Ansehen des Ministeriums zu schützen", erklärte Moga am Dienstag. 

Die 15-jährige Alexandra war am Mittwoch vergangener Woche verschwunden, als sie versuchte, per Anhalter in ihren Heimatort Dobrosloveni im Süden des Landes zu gelangen. Am Donnerstag konnte sie drei Mal den Notruf wählen und der Polizei Hinweise zu dem Ort geben, an den ein Autofahrer sie mitgenommen hatte. Erst mehr als zwölf Stunden nach ihren Notrufen stieß die Polizei nach der Durchsuchung mehrerer Häuser auf das Gebäude, in dem die 15-Jährige festgehalten wurde. Obwohl in Notfällen wie diesem kein Durchsuchungsbefehl nötig ist, beantragten die Ermittler einen solchen - und warteten dann noch einmal bis zur Morgendämmerung, um das Haus zu durchsuchen. Die Polizei nahm am Samstag einen 65-jährigen Verdächtigen fest. Dieser gestand, Alexandra und eine weitere junge Frau getötet zu haben. 

+++ 17.47 Uhr: Proteste nach Autounfall von Vergewaltigungsopfer in Indien +++ 

Der schwere Autounfall eines Vergewaltigungsopfers im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh hat neue Proteste ausgelöst. "Es gibt zu viele Zufälle in diesem Fall", sagte einer der Organisatoren der Proteste. Die 19-Jährige, die bei dem Unfall lebensgefährlich verletzt wurde, beschuldigt den einflussreichen Abgeordneten Kuldeep Singh Sengar, sie 2017 vergewaltigt zu haben. Sengar sitzt deshalb seit einem Jahr im Gefängnis. Bei dem Unfall am Sonntag waren zwei Tanten der 19-Jährigen gestorben. Ihr Anwalt wurde bei dem Zusammenstoß ihres Autos mit einem Lkw ebenfalls lebensgefährlich verletzt.    

Die Demonstranten beschuldigten den Regierungschef des Bundesstaats Uttar Pradesh, Yogi Adityanath, die junge Frau nicht ausreichend geschützt zu haben. Die Familie des Opfers beschuldigte Sengar, den Unfall aus dem Gefängnis heraus angeordnet zu haben. Auch zahlreiche Oppositionspolitiker nahmen an der Kundgebung teil. Als die Familie des Opfers die Vergewaltigung damals zur Anzeige bringen wollte, lehnte die Polizei dies zunächst ab. Erst als die junge Frau damit drohte, sich vor dem Büro des Regierungschefs anzuzünden, nahm die Polizei Ermittlungen auf. Kurz darauf starb der Vater des Vergewaltigungsopfers im Polizeigewahrsam. 

+++ 17.38 Uhr: Prinzessin Haja von Jordanien sucht Schutz in Großbritannien wegen Zwangsehe +++ 

Eine der Frauen des Emirs von Dubai hat in Großbritannien um Schutz vor einer Zwangsehe ersucht. Die 45-jährige Prinzessin Haja von Jordanien beantragte am Dienstag vor einem Gericht in London eine entsprechende Anordnung zum Schutz vor ihrem Ehemann, dem 70 Jahren alten Scheich Mohammed bin Raschid al-Maktum, wie die britische Nachrichtenagentur PA berichtete. Zudem habe Prinzessin Haja bei dem Familiengericht eine Anordnung zum Schutz vor Übergriffen durch Scheich Mohammed sowie die Vormundschaft über die gemeinsamen Kinder beantragt. Scheich Mohammed ist auch Regierungschef der Vereinigten Arabischen Emirate. Haja ist die Tochter des verstorbenen jordanischen Königs Hussein. 

+++ 17.08 Uhr: UN: 2018 mehr als 12 000 Kinder bei Konflikten getötet oder verletzt +++ 

Bei gewaltsamen Konflikten sind nach Angaben der Vereinten Nationen im vergangenen Jahr weltweit 12.000 Kinder getötet oder verstümmelt worden - und damit so viele wie noch nie zuvor seit Beginn der UN-Aufzeichnung dazu. Insgesamt verzeichneten die UN mehr als 24 000 Vergehen an Kindern, darunter auch sexuelle Gewalt, Angriffe auf Schulen und Krankenhäuser oder die Rekrutierung von Kindersoldaten, wie aus einem am Dienstag in New York veröffentlichten Bericht hervorgeht. UN-Generalsekretär António Guterres zeigte sich "niedergeschlagen" und "erschüttert" von dem Bericht. 

+++ 17.03 Uhr: Keine Rettungsgasse - Tausende Euro Bußgeld gegen Dutzende Autofahrer +++ 

Dutzende Autofahrer sind nach einem tödlichen Unfall auf der Autobahn 6 bei Heilbronn angezeigt worden, weil sie keine Rettungsgasse gebildet, die Polizei behindert oder die Beamten beleidigt hatten. Insgesamt waren der Polizei bei dem Unfall Mitte Juli rund 100 Autos aufgefallen, es konnten allerdings nur 67 Verstöße angezeigt werden, wie ein Sprecher der Polizei am Dienstag sagte. Die Summe der Bußgeldbescheide beläuft sich auf 9000 Euro. Zuvor berichtete die "Heilbronner Stimme".

Wer keine Rettungsgasse bildet, kann von der Polizei mit 200 Euro zur Kasse gebeten werden. Nach dem Unfall war ein Fahrer selbst durch die Gasse gefahren, um schnell zum Flughafen zu gelangen. Ein Lastwagenfahrer hatte ein Feuerwehrauto angespuckt und die Einsatzkräfte beleidigt. Zuvor hatte sich das Feuerwehrauto mit eingeklappten Spiegeln an dem Lastwagen vorbeiquetschen müssen, weil der Fahrer keinen Platz gemacht hatte. 

+++ 16.57 Uhr: Ukrainisches Gericht ordnet Beschlagnahme von russischem Tanker an +++ 

Wenige Tage nach der Festsetzung eines russischen Tankers in einem ukrainischen Schwarzmeer-Hafen hat ein Gericht in Odessa die Beschlagnahme des Schiffes angeordnet. Die "Nika Spirit" liegt im ukrainischen Hafen Ismail in der Region Odessa. Die ukrainischen Behörden hatten sie vor einer Woche an der Donaumündung gestoppt, weil sie im vergangenen November im Verband mit anderen russischen Schiffen vor der von Russland annektierten Halbinsel Krim an der Beschlagnahme ukrainischer Marineschiffe beteiligt gewesen sein soll. Die "Nika Spirit", die nach ukrainischen Angaben damals noch "Neyma" hieß, soll den ukrainischen Schiffen die Einfahrt in die Straße von Kertsch versperrt haben. Mehrere ukrainische Marinesoldaten wurden bei dem Vorfall verletzt. 24 Besatzungsmitglieder wurden festgenommen und sind seitdem in Russland in Haft.   

Ermittler des ukrainischen Geheimdienstes SBU durchsuchten das Schiff. Sie beschlagnahmten nach SBU-Angaben "Dokumente" und befragten die Besatzung. Russland drohte umgehend mit Konsequenzen. Die zehn russischen Besatzungsmitglieder durften ohne Anklage aus der Ukraine ausreisen.    

+++ 16.47 Uhr: Söder fordert bundesweites Plastiktütenverbot +++

Bayern will eine Bundesratsinitiative für ein deutschlandweites Plastiktütenverbot starten. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Kabinettssitzung in München an. "Wir wollen ein Signal für die Umwelt setzen, über das Thema Energie hinaus", sagte er.

Bayerische Ministerien und Behörden sollen mit gutem Beispiel voran gehen und auf Tüten, Folien und sonstiges Einwegplastik verzichten. Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) will außerdem im Herbst mit dem Einzelhandel besprechen, wie sich Plastikmüll bei Verpackungen reduzieren lässt.

Der Vorstoß ist Teil eines bayerischen Klimaschutzprogramms, das die Staatsregierung im Herbst beschließen will. Den Großteil der einzelnen Maßnahmen hatten Söder und seine Minister in den vergangenen Wochen schon verkündet. So sollen die Bayerischen Staatsforsten - mit 800.000 Hektar Fläche der größte deutsche Forstbetrieb - alljährlich eine Million mehr Jungbäume pflanzen als bisher. Zudem will die Regierung den weitgehend zum Erliegen gekommenen Ausbau der Windenergie in Bayern wieder leicht anschieben.

+++ 16.34 Uhr: Pilot stirbt bei Absturz von Segelflugzeug in Baden-Württemberg +++

Beim Absturz eines Segelflugzeugs in Baden-Württemberg ist der Pilot ums Leben gekommen. Der Mann sei bei Rickenbach nahe einem Golfklub abgestürzt, teilte die Polizei in Freiburg mit. Erkenntnisse zur Unfallursache lagen zunächst nicht vor.

Die Kriminalpolizei und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung nahmen die Ermittlungen auf. Auch zur Identität des Toten wurden noch keine Angaben bekannt.

+++ 16.34 Uhr: Paul-Lincke-Ring geht an Schlagersänger Roland Kaiser +++

Schlagersänger Roland Kaiser (67) erhält den Paul-Lincke-Ring 2020 der Stadt Goslar. Das gab Oberbürgermeister Oliver Junk bekannt. Kaiser habe mit Songs wie "Santa Maria", "Sieben Fässer Wein", "Dich zu lieben" und "Manchmal möchte ich schon mit dir" in den 1970er und 1980er Jahren Musikgeschichte geschrieben, heißt es in der Begründung der Jury. Der Erfolg habe sich später fortgesetzt. So habe Kaisers Duett mit Maite Kelly - "Warum hast du nicht nein gesagt" - 2014 rund 100 Millionen YouTube-Aufrufe und mehr als 200.000 verkaufte Singles gehabt.

+++ 16.19 Uhr: Ex-Zehnkämpfer und Volleyball-Präsident von Moltke gestorben +++

Der ehemalige Zehnkampf-Europameister und Volleyball-Verbandschef Werner Graf von Moltke ist tot. "Werner von Moltke war eine der prägendsten Figuren, die es im Volleyball jemals gegeben hat. Er hat unglaublich viel für die Sportart Volleyball getan und war - obwohl er aus der Leichtathletik kam - positiv volleyballverrückt", sagte DVV-Präsident René Hecht in einer Erklärung des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV), den von Moltke von 1997 bis 2012 als Präsident geführt hatte. Von Moltke starb in der Nacht im Alter von 83 Jahren.

+++ 16.16 Uhr: Tatverdächtiger von Frankfurter Hauptbahnhof war in psychiatrischer Behandlung +++

Der mutmaßliche Angreifer vom Frankfurter Hauptbahnhof, der einen achtjährigen Jungen und seine Mutter vor einen Zug gestoßen haben soll, hat sich nach Angaben der Schweizer Behörden in diesem Jahr in psychiatrischer Behandlung gefunden. Es hätten aber "keine Hinweise auf eine Radikalisierung oder ein ideologisches Motiv" vorgelegen, teilten die Schweizer Ermittler in Zürich mit. Es liefen weitere Ermittlungen zu seinem Gesundheitszustand. Er habe aber "ganz offensichtlich psychische Problemen" gehabt.

+++15.59 Uhr: Polizei sucht wieder in Münchner Wald nach Mutter und Tochter +++

Im Fall einer seit gut zwei Wochen verschwundenen Mutter und ihrer Tochter hat die Polizei erneut in einem Wald im Südosten von München gesucht. Rund 100 Beamte seien unter anderem mit Suchstöcken und Schaufeln unterwegs gewesen, sagte ein Sprecher. Auch Diensthunde wurden eingesetzt.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Vermissten im Alter von 41 und 16 Jahren vom neuen Ehemann der Mutter getötet wurden. Der 44-Jährige sitzt seit Tagen unter anderem wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Welche Hinweise die Polizei hat, dass in dem Waldstück die Leichen der Vermissten versteckt sein könnten, blieb am Dienstag weiter unklar.

+++ 15.57 Uhr: Zwei Tote bei Schüssen in Supermarkt in den USA +++

Bei Schüssen in einem Supermarkt in den USA sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Mindestens zwei weitere - darunter ein Polizist und der mutmaßliche Täter - seien bei dem Vorfall in dem Supermarkt in der Stadt Southaven im US-Bundesstaat Mississippi verletzt worden, berichteten US-Medien unter Berufung auf die lokale Polizeibehörde. Ersten Erkenntnissen zufolge waren die beiden Todesopfer Mitarbeiter des Supermarkts. Der mutmaßliche Täter hatte dort bis Montag ebenfalls gearbeitet. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

+++ 15.23 Uhr: Mutmaßlicher Täter von Frankfurt seit mehreren Tagen in der Schweiz gesucht +++

Der mutmaßliche Täter von Frankfurt am Main wurde seit dem vergangenen Donnerstag von der Schweizer Polizei gesucht. Der Mann habe seine Nachbarin mit einem Messer bedroht, eingesperrt und sei dann geflohen. Daraufhin sei er in der Schweiz zur Festnahme ausgeschrieben gewesen, sagte Bundespolizeipräsident Dieter Romann in Berlin. "Er war auch im Vorfeld mit entsprechenden Delikten bereits in der Schweiz auffällig."

+++ 15 Uhr: 25.000 Menschen zu Demo gegen Ausgrenzung in Dresden erwartet +++

Als Zeichen für Solidarität und gegen Ausgrenzung wollen Tausende Menschen in wenigen Wochen erneut unter dem Motto #unteilbar auf die Straße gehen. Zu einer für den 24. August in Dresden geplanten Demonstration erwarten die Veranstalter nach eigenen Angaben rund 25.000 Teilnehmer. "Unsere Stärke ist unsere Vielfalt", sagte Sprecher Ario Mirzaie am Dienstag in Berlin für die Organisatoren. "Hass und Ausgrenzung verstellen den Blick auf die wirklichen Herausforderungen der Zukunft."

+++ 14.41 Uhr: Suche nach Weltkriegsbomben in Modellregion Oranienburg ausgeweitet +++

Im Rahmen eines bisher bundesweit einmaligen Projekts wird die Suche nach gefährlichen Weltkriegsbomben in der Modellregion Oranienburg ausgeweitet. In den kommenden drei Jahren bekommt der Kampfmittelbeseitigungsdienst mehr Kompetenzen und Personal, um die Blindgänger aufzuspüren und zu entschärfen. 

+++ 14.11 Uhr: Leiche von Vermisstem in Loire gefunden +++

Die Leiche eines wochenlang verschwundenen 24-Jährigen aus dem französischen Nantes ist Berichten zufolge in einem Fluss entdeckt worden. Der Fall sorgt in Frankreich für große Aufregung, weil der junge Mann möglicherweise Opfer von Polizeigewalt geworden ist. Wie mehrere französische Medien berichteten, handelt es sich bei der am Montag entdeckten Leiche in der Loire um den Vermissten. Die Staatsanwaltschaft von Nantes hat nach dem Fund der Leiche eine Untersuchung wegen Totschlags eingeleitet, wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete. 

+++ 14.00 Uhr: Knapp dreijähriger Junge stürzt in Salzgitter aus drittem Stock +++

Ein knapp dreijähriger Junge ist im niedersächsischen Salzgitter aus dem dritten Stock eines Hauses gestürzt. Das Unglück ereignete sich bereits vor einer Woche, wie die Polizei mitteilte. Das Kind sei nach dem Sturz ansprechbar gewesen und mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht worden. Hinweise auf ein Verbrechen lagen laut Polizei nicht vor. Die Beamten gingen vielmehr von einem Unfall aus.

+++ 13:44 Uhr: Falscher Spider-Man behindert Bahnverkehr zwischen Prag und Berlin +++

Ein Mann auf einem Oberleitungsmast hat mehr als sieben Stunden lang den Fernzugverkehr zwischen Prag und Berlin behindert. Zu dem Vorfall vom frühen Morgen bis weit in den Vormittag kam es im Bahnhof der Grenzstadt Decin (Tetschen) im Nordwesten Tschechiens. "Er hat etwas in dem Sinne erklärt, dass er ein Actionfilm-Held vom Typ Spider-Man sei", sagte ein Feuerwehrsprecher dem Fernsehsender Nova.

+++ 13.23 Uhr: Rumäniens Innenminister nach Skandal um Tötungsfälle zurückgetreten +++

Rumäniens Innenminister Nicolae Moga ist nach nur sechs Tagen Amtszeit zurückgetreten. Er reagierte damit auf massive Vorwürfe gegen die Polizei im Zusammenhang mit Ermittlungen zur mutmaßlichen Tötung zweier junger Frauen. Das Thema erschüttert derzeit Rumänen und könnte nach Meinung von Beobachtern angesichts der Präsidentenwahlen im November weitere politische Folgen haben.

Eine 15-Jährige und eine 18-Jährige sind offenbar von einem Mann in der südrumänischen Stadt Caracal vergewaltigt und getötet worden. Die 15-Jährige galt tagelang als verschwunden. Sie hatte mehrmals mit einem Mobiltelefon per Notruf die Polizei darüber verständigt, dass sie in einem Haus in Caracal gefangengehalten werde. Dennoch wurde sie von der Polizei nicht gerettet. Noch vor diesen Notrufen hatte eine Nachbarin des Verdächtigen nach eigenen Angaben aus dem Haus Schreie gehört und dies der Polizei gemeldet, die darauf nicht reagiert habe. Von dem 18 Jahre alten Opfer hatte seit April jede Spur gefehlt.

+++ 12.58 Uhr: Bayerische AfD-Spitze will weiteres Mitglied ausschließen +++

In der von Grabenkämpfen zerrissenen bayerischen AfD verschärfen sich die Auseinandersetzungen zwischen den verfeindeten Lagern. Der Landesvorstand will nach dem Regensburger Benjamin Nolte ein zweites Mitglied aus dem Führungsgremium ausschließen, den Kulmbacher Kreisvorsitzenden Georg Hock. Dieser bestätigte entsprechende Medienberichte als "grundsätzlich richtig", er wolle sich gegen seinen Ausschluss aus dem AfD-Landesvorstand gerichtlich zur Wehr setzen.

Wie "Frankenpost" und "Münchner Merkur" berichteten, wirft der Landesvorstand Hock in einer Rundmail an die Mitglieder Nähe zu einem umstrittenen Freiherrn vor, den dessen Gegner für einen Hochstapler halten. Zu den Details äußerte Hock sich nicht: "Ich bitte um Verständnis, dass ich mich wegen des schwebenden Verfahrens nicht weiter äußern möchte." Der Landesvorsitzende Martin Sichert war zunächst nicht zu erreichen.

+++ 12.54 Uhr: Mehr als 160 Naturschützer 2018 getötet - Philippinen an Spitze +++

Mehr als 160 Menschen sind im vergangenen Jahr wegen ihres Engagements für die Umwelt nach Angaben einer Nichtregierungsorganisation getötet worden. In ihrem am Dienstag veröffentlichten Jahresbericht zählte die Organisation Global Witness 164 Todesfälle auf. Das entspricht etwas mehr als drei Fällen pro Woche. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl aller Todesfälle um 37 zurück (201).

Die meisten Opfer (43) seien in Verbindung mit Bergbauprojekten verzeichnet worden. Auch bei Konflikten um Agrarprojekte (21) und Holzfällarbeiten (13) waren die Zahlen zweistellig. 55 Todesfälle konnten nicht klar zugeordnet werden. Besonders stark stieg die Zahl bei der Verteidigung von Wasserressourcen: Waren es 2017 noch 4 Fälle gewesen, stieg die Zahl im vergangenen Jahr auf 17.

Erstmals seien 2018 die meisten Naturschützer auf den Philippinen mit 30 Fällen getötet worden (2017: 48). In Brasilien sank die Zahl im gleichen Zeitraum von 57 auf 20 Tötungen. Mehr als die Hälfte aller Tötungen fand laut Global Witness in Lateinamerika statt.

+++ 12.49 Uhr: 17 Wochen Nummer Eins: Lil Nas X bricht Chart-Rekord von Mariah Carey +++

Länger auf Platz eins als Mariah Carey und Justin Bieber: US-Rapper Lil Nas X hat einen Rekord in den USA aufgestellt. Seit 17 Wochen steht das Lied "Old Town Road" des 20-Jährigen mit Countrysänger Billy Ray Cyrus nun auf dem Top-Platz der viel beachteten Billboard-Hot-100-Charts - so lange wie kein anderes zuvor, wie der Branchendienst mitteilte.

Damit stellte der Musiker einen 24 Jahre alten Rekord ein. 16 Wochen hielten sich Sängerin Mariah Carey und die Boyband Boyz II Men im Jahr 1995 mit ihrem Stück "One Sweet Day" auf dem ersten Platz der Charts, die eine 60 Jahre alte Historie haben. 2017 zogen Justin Bieber, Luis Fonsi und Daddy Yankee mit dem Sommerhit "Despacito" gleich.

+++ 12.47 Uhr: Schriftsteller Werner Heiduczek mit 92 Jahren gestorben +++

Der Schriftsteller Werner Heiduczek ist im Alter von 92 Jahren gestorben. Er starb am Sonntag an den Folgen eines Schlaganfalls in einer Klinik bei Leipzig, wie seine langjährige Lebensgefährtin Traudel Thalheim der Deutschen Presse-Agentur sagte. Heiduczek gehörte zu den bekanntesten Schriftstellern der DDR. Der 1926 in Oberschlesien im damaligen Hindenburg (heute: Zabrze) geborene Heiduczek war Gymnasiallehrer und Dozent am Leipziger Herder-Institut und seit den 60er Jahren als freischaffender Schriftsteller tätig. Seit 1972 lebte er in Leipzig. Heiduczek war Gründungsmitglied der Freien Akademie der Künste in Leipzig und Mitglied des PEN-Clubs sowie des Verbands Deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS). 1999 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Auch mit dem Eichendorff-Literaturpreis 1995 der Stadt Wangen im Allgäu wurde er ausgezeichnet.

+++ 12:45 Uhr: Energieverbrauch in Deutschland geht zurück +++

Wirtschaft und private Haushalte sind in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mit weniger Energie ausgekommen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum reduzierte sich der Verbrauch von Primärenergie um 1,7 Prozent auf 223 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten, wie die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen in Berlin nach vorläufigen Berechnungen mitteilte. Wäre das Wetter etwas wärmer gewesen, hätte der Rückgang sogar zwei Prozent betragen.

+++ 12.41 Uhr: Teheraner Ex-Bürgermeister wegen Mordes an Ehefrau zum Tode verurteilt +++

Der frühere Teheraner Bürgermeister Mohammed Ali Nadschafi ist wegen der Ermordung seiner Ehefrau zum Tode verurteilt worden. Der 67-Jährige sei schuldig befunden worden, seine zweite Frau Mitra Ostad am 28. Mai in ihrem Haus in Teheran erschossen zu haben, teilte ein Justizsprecher mit. Das Gericht verurteilte ihn demnach wegen vorsätzlichen Mordes zum Tode. Nadschafi kann noch Berufung einlegen.

+++ 12.33 Uhr: Nach Protest: Mehr als 40 Demonstranten und Kremlkritiker verurteilt +++

Nach den Massenfestnahmen bei den Protesten in der russischen Hauptstadt Moskau sind mehr als 40 Demonstranten zu Arreststrafen verurteilt worden. Bis zum späten Montagabend seien auch zahlreiche Organisatoren und Kremlkritiker mit hohen Geldstrafen belegt worden, berichtete der russische Radiosender Echo Moskwy am Dienstag. Der prominente Kremlkritiker Ilja Jaschin erhielt in zwei Fällen insgesamt 20 Tage Arrest, ein Mitstreiter von Alexej Nawalny wird 30 Tage eingesperrt. Der Oppositionelle Nawalny war bereits vor den Protesten zu 30 Tagen Arrest verurteilt worden.

+++ 12.32 Uhr: China und USA nehmen Handelsgespräche wieder auf  +++

Nach monatelanger Pause haben die USA und China ihre Handelsgespräche wieder aufgenommen. Die US-Delegation um Finanzminister Steven Mnuchin und den US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer traf  in Shanghai ein. Die Verhandlungen, die auf chinesischer Seite von Vizepremier Liu He geleitet werden, sollen bis Mittwoch andauern. Details zu den Inhalten wurden zunächst nicht bekannt. 

Es sind die ersten direkten Handelsgespräche der beiden größten Volkswirtschaften seit dem Scheitern der Verhandlungen im Mai. Vor knapp vier Wochen hatten sich US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping am Rande des Gipfels der großen Wirtschaftsnationen in Osaka in Japan auf einen "Waffenstillstand" in ihrem Handelskrieg und eine Wiederaufnahme der Gespräche geeinigt.

+++ 12.08 Uhr: USA bitten Deutschland förmlich um Beteiligung an Hormus-Mission +++

Die USA haben Deutschland nach eigenen Angaben förmlich darum gebeten, sich an der Sicherung des Handelsverkehrs in der Straße von Hormus zu beteiligen. "Wir haben Deutschland förmlich gefragt, zusammen mit Frankreich und Großbritannien bei der Sicherung der Straße von Hormus mitzuhelfen und iranische Aggression zu bekämpfen", teilte eine Sprecherin der US-Botschaft in Berlin der Deutschen Presse-Agentur mit.

+++ 12.00 Uhr: Bilanz: Wenige Naturkatastrophen im ersten Halbjahr +++

Die meisten Länder dieser Welt sind im ersten Halbjahr von verheerenden Naturkatastrophen verschont geblieben. Die globale Bilanz von Januar bis Ende Juni: Volkswirtschaftliche Gesamtschäden von 42 Milliarden Dollar, erheblich weniger als im langjährigen Mittel. "Das erste Halbjahr war ein sehr schadenarmes, was die Naturgefahren betrifft, und zwar sowohl im Vergleich mit 2018 als auch im langjährigen Durchschnitt", sagte Ernst Rauch, der Chef-Geowissenschaftler der Munich Re.

Der langjährige Durchschnittswert ist mehr als doppelt so hoch: 92 Milliarden Dollar. Der Rückversicherer dokumentiert seit mehreren Jahrzehnten die Naturkatastrophen rund um den Globus, da die Höhe der Schäden für die Versicherungsbranche von großer Bedeutung ist.

Die meisten Todesopfer forderte der Zyklon Idai, der März über Mozambique und das südliche Afrika hinweggefegt war, über 1000 Menschen kamen ums Leben. Die teuersten Zerstörungen aber gab es in der zweiten Maihälfte bei einer Serie von Tornados und Unwettern in den USA, die Schäden in Höhe von 3,3 Milliarden Dollar anrichteten.

+++ 11.52 Uhr: Mutmaßlicher Täter von Frankfurter Bahnhof Vater von drei Kindern +++

Der Verdächtige im Fall der tödlichen Attacke auf ein Kind im Frankfurter Hauptbahnhof ist ein verheirateter Familienvater. "Er soll seit 2006 in der Schweiz leben, er soll verheiratet sein und Vater von drei Kindern sein", sagte die Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft, Nadja Niesen. "Er hat angegeben, er sei vor wenigen Tagen von Basel mit dem Zug nach Frankfurt gefahren." In Deutschland sei er bislang nicht polizeibekannt.

+++ 11.47 Uhr: Leichtes Erdbeben am Bodensee +++

In der Nähe des Bodensees hat in der Nacht zum Dienstag die Erde spürbar gebebt. Etwa elf Kilometer nordwestlich von Konstanz ereignete sich um 1.17 Uhr laut Erdbebendienst Südwest ein leichtes Erdbeben der Stärke 3,7. Vorausgegangen war ein kleineres Beben etwa zehn Minuten zuvor mit der Stärke 2,7. Bei der Polizei hätten etwa 100 besorgte Menschen aus dem Kreis Konstanz und dem westlichen Bodenseekreis angerufen, sagte ein Sprecher am Vormittag. Es waren zunächst keine Schäden infolge der Erdstöße bekannt. Den Angaben nach wurde auch niemand verletzt.

+++ 10.39 Uhr: Prozess gegen US-Rapper ASAP Rocky in Stockholm begonnen +++

Knapp einen Monat nach der Inhaftierung des US-Rappers ASAP Rocky wegen einer Straßenschlägerei in Schweden hat sein Prozess vor einem Stockholmer Gericht begonnen. Der 30-jährige Musiker, der mit bürgerlichem Namen Rakim Mayers heißt, muss sich wegen Körperverletzung verantworten. Zum Auftakt des Prozesses wies der Rapper den Vorwurf zurück.

Der Musiker gebe zu, den Kläger zu Boden gestoßen, auf seinen Arm getreten und ihm gegen die Schulter geschlagen zu haben, sagte Mayers Anwalt Slobodan Jovicic zum Prozessauftakt. Es handele sich jedoch nicht um Körperverletzung, sondern um einen Akt der "Selbstverteidigung".

ASAP Rocky war am 30. Juni in Stockholm nach einem Konzert an einer Schlägerei beteiligt. Er wurde am wenige Tage später festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Handy-Aufnahmen zeigen, wie der Rapper einen jungen Mann zu Boden schleudert und auf ihn einschlägt. Der New Yorker Musiker gibt an, er habe in Notwehr gehandelt, da er von dem Kläger belästigt und provoziert worden sei.

+++ 10.37 Uhr: Frankfurter Bahnhofsmission lädt zu öffentlicher Andacht +++

Nach der tödlichen Attacke auf einen achtjährigen Jungen soll es Abend im Frankfurter Hauptbahnhof eine öffentliche Andacht geben. Das Gedenken soll um 18.30 Uhr in der Nähe von Bahnsteig 7 stattfinden, wo der Junge starb, wie die Frankfurter Bahnhofsmission mitteilte. Dabei seien Vertreter von katholischen und evangelischen Gemeinden in Frankfurt am Main.

Ein 40-jähriger Eritreer, der in der Schweiz lebt, soll am Montag den achtjährigen Jungen und seine Mutter vor einen einfahrenden ICE gestoben haben. Der Junge starb noch im Gleisbett, seine Mutter konnte sich retten und wurde verletzt. Beide stammen aus dem Hochtaunuskreis. Eine dritte Person, die er auch attackiert hatte, konnte sich in Sicherheit bringen, ohne auf die Gleise zu stürzen.

+++ 10.36 Uhr: Mehr als die Hälfte der Deutschen hat ein Haustier +++

Mehr als die Hälfte der Deutschen hat einer Umfrage zufolge ein Haustier. Insgesamt besitzen 57 Prozent Katzen, Hunde, Kaninchen oder andere Tiere, wie eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Splendid Research ergab. Mit 63 Prozent halten fast zwei Drittel der Frauen ein Tier, bei den Männern sind es 53 Prozent. Katzen und Hunde sind demnach erwartungsgemäß die Lieblingstiere der Deutschen.

+++ 10.56 Uhr: Razzien bei Rechtsextremen in vier Bundesländern +++

Wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung hat die Bundesanwaltschaft Wohnungen in vier Bundesländern durchsuchen lassen. Sechs Beschuldigte stünden im Verdacht, im vergangenen Jahr innerhalb der Gruppierung "Wolfsbrigade" die Untergruppierung "Sturmbrigade" als "bewaffneten Arm" gebildet zu haben, teilte die Behörde in Karlsruhe mit. Erklärtes Ziel der Gruppierung, das offenbar auch mit Gewalt verfolgt werden sollte, sei das "Wiedererstarken eines freien Vaterlandes" nach dem "germanischen Sittengesetz".

+++ 10.22 Uhr: Mutmaßlicher Täter vom Frankfurter Bahnhof lebte im Kanton Zürich +++

Der mutmaßliche Täter vom Frankfurter Hauptbahnhof hat bis zuletzt im Kanton Zürich in der Schweiz gelebt. Wie die Schweizer Polizei via Twitter mitteilte, war der Mann mit eritreischer Staatsbürgerschaft im Besitz einer sogenannten Niederlassungsbewilligung. Diese wird Ausländern in der Schweiz nach einem Aufenthalt von fünf oder zehn Jahren im Land ausgestellt. Niedergelassene haben damit laut dem Staatssekretariat für Migration ein unbeschränktes Aufenthaltsrecht.

Der 40-Jährige soll am Montag einen achtjährigen Jungen vor einen einfahrenden ICE in den Tod gestoßen haben. Auch die Mutter des Jungen soll er ins Gleisbett gestoßen und es bei einer weiteren Person versucht haben. Die Mutter aus dem Hochtaunuskreis wurde verletzt. Die dritte Person konnte sich in Sicherheit bringen, ohne auf die Gleise zu stürzen. Erkenntnisse zum Tatmotiv gibt es bisher nicht.

+++ 10.18 Uhr: Europäische Bankenunion verstößt nicht gegen das Grundgesetz  +++

Die europäische Bankenunion verstößt nicht gegen das Grundgesetz und nicht gegen EU-Recht. Wie das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschied, haben Bundesregierung und Bundestag bei ihrer Zustimmung zur gemeinsamen Bankenaufsicht und zur möglichen Abwicklung maroder Banken nicht ihre Kompetenzen überschritten. Die Kläger hatten Verfassungsbeschwerde eingelegt, weil es nach ihrer Auffassung in den Beschlüssen zur Bankenunion keine Rechtsgrundlage in den Europäischen Verträgen gibt.

+++ 10.08 Uhr: Rap-Star Cardi B unterstützt US-Demokrat Bernie Sanders in Präsidentschaftsrennen +++

US-Senator Bernie Sanders erhält im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten Unterstützung durch die Rap-Sängerin Cardi B. Gemeinsam mit dem 77-Jährigen drehte Cardi B ein Wahlkampfvideo in einem Nagelstudio in Detroit. Sanders sagte dem Sender CNN, das Video solle vor allem junge Menschen mobilisieren.

Die für ihre kunstvollen Fingernägel bekannte Rap-Sängerin Cardi B empfahl ihren Fans im Onlinedienst Instagram, dem linksgerichteten Sanders Fragen zu seiner politischen Agenda zu stellen. Umfragen sehen Sanders unter den demokratischen Kandidaten für die Präsidentschaftskandidatur auf dem zweiten Platz. Demnach kommt er allerdings nur auf die Hälfte der Zustimmungswerte von Favorit Joe Biden.

+++ 10 Uhr: Vorglühen in Wacken - Tausende Heavy-Metal-Fans stimmen sich ein +++

Tausende Heavy-Metal-Fans bereiten sich in Wacken auf das morgen beginnende Festival "Wacken Open Air" (W:O:A) vor. Seit heutefrüh seien bereits 37 Prozent der Campingflächen belegt und gut 20.000 Besucher auf dem Gelände, teilte die Polizei Itzehoe mit. "Offenbar haben sich viele Festivalbesucher dazu entschlossen, ihren Aufenthalt in Wacken nicht ausschließlich auf die Dauer der eigentlichen Veranstaltung zu beschränken, sondern ihn um ein paar Tage zu verlängern." Deshalb sei es schon gestern zu kurzfristigen Staus im Anreiseverkehr gekommen, berichtete die Polizei. Insgesamt werden bis Sonntag wieder 75.000 zahlende Fans in der kleinen schleswig-holsteinischen Gemeinde erwartet.

+++ 9.51 Uhr: Motiv nach Todesstoß am Frankfurter Hauptbahnhof noch unklar +++

Nach dem Tod des vor einen Zug gestoßenen Kindes in Frankfurt am Main ist das Motiv des mutmaßlichen Täters weiter unklar. Der 40-Jährige soll im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt werden, wie die Staatsanwaltschaft heute noch einmal bestätigte. Der Mann soll am Montagvormittag am Frankfurter Hauptbahnhof einen Achtjährigen und seine Mutter vor einen einfahrenden ICE gestoßen haben. Das Kind starb, die Mutter konnte sich retten. Der Angreifer soll zudem versucht haben, einen weiteren Menschen in die Gleise zu stoßen. Dieser habe sich aber in Sicherheit bringen können. Der mutmaßliche Täter wurde nach kurzer Flucht von Passanten überwältigt.

+++ 9.43 Uhr: Mehr als 40 Demonstranten und Kremlkritiker nach Protesten in Moskau verurteilt +++

Nach den Massenfestnahmen bei den Protesten in der russischen Hauptstadt Moskau sind mehr als 40 Demonstranten zu Arreststrafen verurteilt worden. Bis zum späten Montagabend seien auch zahlreiche Organisatoren und Kremlkritiker mit hohen Geldstrafen belegt worden, berichtet der russische Radiosender Echo Moskwy. Der prominente Kremlkritiker Ilja Jaschin erhielt demnach zehn Tage Arrest, ein Mitstreiter von Alexej Nawalny wird 30 Tage eingesperrt. Der Oppositionelle Nawalny war bereits vor den Protesten zu 30 Tagen Arrest verurteilt worden.

+++ 9.34 Uhr: Wanderer verletzt sich bei Flucht vor Wespen +++

Bei einer Pinkelpause im Wald ist ein Mann in Nordrhein-Westfalen einem Wespennest zu nahe gekommen und von den Tieren derart bedrängt worden, dass er sich auf der Flucht leicht verletzte. Wie die Polizei in Wuppertal mitteilte, stürzte der von den Wespen verfolgte Spaziergänger über eine Baumwurzel und lädierte sich das Bein. Zudem bekam er mehrere Wespenstiche ab. Ein Rettungswagen brachte den 37-Jährigen in ein Krankenhaus. Der Vorfall ereignete sich am Montag in einem Wald bei Solingen. Der Polizei wurde ein Verletzter nach einem Unfall im Wald gemeldet. Beamte machten sich auf die Suche und stießen auf dem am Boden liegenden Mann. Er hatte für sein dringendes Bedürfnis den Wanderweg verlassen und dabei das Wespennest übersehen.

+++ 8.43 Uhr: Brennende Strohballen beeinträchtigen Bahn- und Autoverkehr in Hessen +++

Rund 1000 brennende Strohballen haben in der Nacht bei Hofheim am Taunus in Hessen zu erheblichen Verkehrsstörungen geführt. Wegen der starken Rauchentwicklung mussten nach Angaben der Polizei eine Autobahn und eine ICE-Strecke der Deutschen Bahn zeitweise sogar ganz gesperrt werden. Nach Bahn-Angaben kam es wegen der Löscharbeiten am Morgen noch immer zu Verspätungen auf der ICE-Trasse von Köln in Richtung Frankfurt am Main. Aus Rücksicht auf die Einsatzkräfte am Brandort verkehrten Züge mit reduzierter Geschwindigkeit.

Die brennenden Strohballen befanden sich nach den Angaben der Polizei auf einem Feld der Gemeinde Hofheim am Taunus östlich von Frankfurt am Main. Autofahrer hatten die Flammen gegen 23 Uhr von der nahen Autobahn 66 und einer Landstraße aus gesehen und den Notruf gewählt. Die Brandursache ist unklar. Die Beamten schließen Brandstiftung nicht aus und bitten um Zeugenhinweise.

+++ 8.04 Uhr: Konsumklima sinkt zum dritten Mal in Folge +++

Die sich abschwächende Konjunktur lässt die Bundesbürger beim Geldausgeben zunehmend vorsichtiger werden. Laut der vom Marktforschungsinstitut GfK monatlich erstellten Konsumklimastudie nahm die Kauflaune der Verbraucher im Juli zum dritten Mal in Folge ab. "Die Stimmung der Verbraucher zeigt in diesem Monat ein weniger optimistisches Bild", teilte die GfK in Nürnberg mit. Für August prognostizieren die Marktforscher einen Rückgang beim Konsumklima um 0,1 Punkte auf 9,7 Zähler nach 9,8 Punkten im Juli. Das ist der nierigste Wert seit April 2017.

Trotz des aktuellen Dämpfers bleibe die Binnennachfrage in diesem Jahr eine wichtige Stütze der deutschen Konjunktur, betonte GfK-Konsumklimaexperte Rolf Bürkl. Für das Gesamtjahr gehe er bisher weiter von einem Anstieg der privaten Konsumausgaben um etwa 1,5 Prozent aus - im vergangenen Jahr lag das Plus bei 1,1 Prozent.

+++ 7.23 Uhr: Juli zu warm und trocken - aber kein Rekordmonat +++

Trotz gleich mehrerer Hitzerekorde ist der Juli in Sachen Temperatur kein außergewöhnlich heißer Monat gewesen. Im Schnitt lagen die Temperaturen zwar rund zwei Grad über dem vieljährigen Mittel, dies sei aber nicht rekordverdächtig, sagte Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. In anderen Jahren habe es im Juli noch höhere Durchschnittswerte gegeben, etwa 2003 oder 2015. 

Vergangene Woche war mit 42,6 Grad in Lingen ein neuer Hitzerekord für Deutschland aufgestellt worden. Auch an zahlreichen anderen Messstationen wurde die 40-Grad-Marke deutlich überschritten. Allerdings war es in der ersten Julihälfte ungewöhnlich kühl, was den Monatsschnitt drücke, sagte Friedrich. Der Juli 2019 war den vorläufigen Angaben des DWD zufolge auch zu trocken, es fielen demnach nur um die 78 Prozent des Monatssolls an Regen. Die Sonnenscheindauer lag mit etwa 112 Prozent dagegen etwas über dem vieljährigen Mittel.

+++ 6.53 Uhr: 5000 Puten sterben bei Großbrand auf Bauernhof +++

Bei einem Großbrand auf einem Bauernhof in der Nähe von Heilbronn sind etwa 5000 Puten getötet worden. Ein Stall und eine Lagerhalle in Kirchardt seien bei dem Feuer in der Nacht völlig zerstört worden, teilte die Polizei mit. Der Schaden liege zwischen dreieinhalb und vier Millionen Euro. 145 Feuerwehrleute konnten demnach verhindern, dass die Flammen auf einen weiteren Putenstall übergingen. Für die Löscharbeiten sei eine mehr als zwei Kilometer lange Wasserleitung gelegt worden. In der zerstörten Halle lagerten den Angaben nach etwa 500 Tonnen Weizen, 30 Tonnen Futter sowie 200 Ballen Stroh. Bis auf einzelne Glutnester war das Feuer am Morgen gelöscht. Die Brandursache ist noch unklar.

+++ 6.27 Uhr: Katy Perry hat laut Gericht Teile ihres Songs "Dark Horse" kopiert +++

Juristische Schlappe für Katy Perry: Die US-Sängerin (34) soll Teile ihres Hits "Dark Horse" (2013) vom Song eines christlichen Rappers kopiert haben. Zu dem Schluss kam eine Jury in Los Angeles, wie US-Medien berichteten. Demnach benutzte Perry Elemente des Songs "Joyful Noise" des Musikers Marcus Gray aus dem Jahr 2008 für ihren eigenen Hit. Als Nächstes soll das Gericht nun entscheiden, wieviel Schadenersatz die Sängerin, ihre Songwriter und Produzenten dem Urheber zahlen müssen. Gray, der unter dem Künstlernamen Flame bekannt ist, hatte erstmals 2014 wegen Urheberrechtsverletzung gegen Perry geklagt.

Die US-Sängerin gab während des Prozesses an, bei "Dark Horse" handle es sich um ein komplett originäres Werk. Sie habe den Song des Rappers überhaupt nicht gekannt. Ihre Anwältin argumentierte, der elektronische Beat von "Joyful Noise" sei so gewöhnlich, dass er gar nicht unter Urheberrecht stehen könne. Die Anklage und die Jury sahen das anders. Sie argumentierten, das kopierte Segment des älteren Songs sei ein originelles Werk.

+++ 5.09 Uhr: Motiv für Todesschüsse auf US-Volksfest weiter unklar +++

Nach den tödlichen Schüssen bei einem Volksfest in Nordkalifornien gibt das Motiv des mutmaßlichen Täters weiter Rätsel auf. Mit einem Sturmgewehr hatte ein 19-Jähriger am Sonntag während des Festivals in der Kleinstadt Gilroy das Feuer eröffnet und drei Menschen getötet, darunter einen sechsjährigen Jungen und ein 13 Jahre altes Mädchen. Der Schütze wurde von Polizisten am Tatort erschossen.

Es scheine, als habe der Angreifer wahllos um sich geschossen, sagte Polizeichef Scot Smithee. Es werde aber weiter untersucht, ob der Täter nicht doch gezielt seine Opfer ausgesucht habe.

+++ 4.34 Uhr: Etwa 9000 Visa für Angehörige von Bürgerkriegsflüchtlingen erteilt +++

Seit der Neuregelung des Familiennachzugs vor einem Jahr haben etwa 9000 Angehörige von Flüchtlingen mit eingeschränktem Schutzstatus Visa für Deutschland bekommen. Von August 2018 bis Ende Juni wurden insgesamt 8758 Einreiseerlaubnisse erteilt, wie das Auswärtige Amt der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mitteilte. 

Vor einem Jahr trat die Regelung in Kraft, wonach auch "subsidiär Schutzberechtigte" - in der Regel Bürgerkriegsflüchtlinge - wieder Angehörige zu sich nach Deutschland holen dürfen. CDU, CSU und SPD hatten sich nach mühsamen Verhandlungen auf die Öffnung geeinigt. Allerdings gibt es eine monatliche Obergrenze von 1000 positiven Entscheidungen beim Bundesverwaltungsamt.

+++ 4.03 Uhr: Juli endet trocken - vereinzelt Gewitter +++

Nach der Hitzewelle endet der Juli zwar mit kühleren Temperaturen, heute kann es aber noch einmal warm werden. Während es laut Deutschem Wetterdienst vor allem im Westen heiß wird, sollen die folgenden Tagen etwas kühler werden. Heute dürften die Höchsttemperaturen zwischen 26 und 31 Grad liegen. Das Wetter zeigt sich wechselhaft und wird von Gewittern begleitet. Gestern Abend zogen bereits Unwetter über Berlin und andere Regionen Ostdeutschlands. In der Hauptstadt lösten Regen und Gewitter rund 100 Feuerwehreinsätze aus. Keller liefen voll, Bäume stürzten auf die Straßen, auch die S-Bahn musste streckenweise unterbrochen werden.

Da das Wetter dem DWD zufolge aber grundsätzlich trocken bleibt, hält auch die hohe Waldbrandgefahr in vielen Regionen Deutschlands an. Besonders im Osten Brandenburgs galt zuletzt die höchste Warnstufe.

+++ 3.09 Uhr: Hacker in USA stiehlt Daten von gut 100 Millionen Bankkunden +++

Ein Hacker hat Kreditkartendaten von gut 100 Millionen Kunden der US-Bank Capital One gestohlen. Der inzwischen vom FBI Festgenommene verschaffte sich Zugang zu den Daten von Kreditkartenanträgen und existierenden Kreditkarten, wie die Bank mitteilte. Demnach waren in den USA die Daten von rund 100 Millionen Menschen betroffen, zudem sechs Millionen Kunden in Kanada. Es seien aber keine Kreditkartennummern oder persönliche Login-Daten ausgespäht worden, hieß es weiter. Nach bisherigen Erkenntnissen sei es unwahrscheinlich, dass der Hacker die erbeuteten Daten weiterverbreitet oder betrügerisch eingesetzt habe, erklärte Capital One.

+++ 2.56 Uhr: Mindestens 15 Tote bei Flugzeugabsturz in Pakistan +++

Bei einem Flugzeugabsturz in Pakistan sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Rettungskräfte wurden zwölf weitere Personen verletzt, als das kleine Flugzeug in der Stadt Rawalpindi abstürzte. Die Maschine zerschellte demnach in einem Wohngebiet von Rawalpindi. Bei den bislang geborgenen Toten handle es sich um zehn "Zivilisten" und fünf Besatzungsmitglieder, sagte ein Sprecher der Rettungskräfte. Rawalpindi liegt nahe der pakistanischen Hauptstadt Islamabad.

+++ 1.35 Uhr: Polizei stellt Vergewaltigungs-Ermittlungen gegen Neymar ein +++

Die brasilianische Polizei will das Vergewaltigungsverfahren gegen Fußballstar Neymar zu den Akten legen. Laut der Staatsanwaltschaft von São Paulo sieht die Polizei keine ausreichenden Belege für den Vorwurf der Vergewaltigung. Das Ergebnis ihrer Ermittlungen soll demnach heute an die Staatsanwaltschaft übergeben werden. Diese entscheidet dann binnen zwei Wochen über das weitere Vorgehen.

Eine Brasilianerin wirft Neymar vor, sie Mitte Mai bei einem Treffen in einem Pariser Hotel vergewaltigt zu haben. Der 27-jährige Nationalstürmer in Diensten des französischen Meisters Paris Saint-Germain wies die Vorwürfe stets zurück und sprach von einvernehmlichen Sex. An der Glaubwürdigkeit der Frau, die für ein Treffen mit Neymar nach Paris gereist war, wurden bald Zweifel laut. Mehrere Anwälte legten wegen Widersprüchen in den Aussagen des Models ihr Mandat nieder.

+++ 1.03 Uhr: 650.000 Menschen ohne eigene Wohnung +++

In Deutschland haben Schätzungen zufolge etwa 650.000 Menschen keine eigene Wohnung. Die meisten von ihnen leben in Notquartieren. Von Obdachlosigkeit betroffen seien etwa 48.000 Menschen, berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf Schätzungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) für 2017. Unter den Wohnungslosen sind demnach auch 375.000 anerkannte Asylsuchende und Flüchtlinge in Flüchtlingsunterkünften und Erstaufnahmeeinrichtungen der Bundesländer. Nimmt man die Geflüchteten aus der Zählung, waren 2017 dem Bericht zufolge gut  275.000 Menschen ohne Wohnung in Deutschland. 

Die Arbeitsgemeinschaft schätzt die Zahl der Kinder und Jugendlichen unter diesen Wohnungslosen auf acht Prozent, 2017 waren es in ganz Deutschland 22.000 junge Menschen. Die meisten Betroffenen seien Männer, ein Viertel Frauen.

+++ 0.52 Uhr: US-Sicherheitsbeamte entdecken Raketenwerfer in Fluggepäck +++

Ein ungewöhnliches "Souvenir" haben Sicherheitsbeamte an einem US-Flughafen im Gepäck eines Reisenden entdeckt: Sie fanden im Aufgabegepäck des Mannes einen Raketenwerfer. Die Waffe wurde am internationalen Flughafen Baltimore/Washington konfisziert, wie die Verkehrssicherheitsbehörde TSA auf Twitter mitteilte. Der Mann habe angegeben, er habe den Raketenwerfer als "Souvenir" aus Kuwait mitgebracht. "Vielleicht hätte er sich besser für einen Schlüsselanhänger entscheiden sollen", schrieb TSA-Sprecherin Lisa Farbstein.

Nach Angaben der Behörde gab der Mann aus dem US-Bundesstaat Texas an, Angehöriger der US-Armee zu sein. Der Raketenwerfer war demnach nicht funktionsfähig - im Flugzeug durfte er trotzdem nicht mitgeführt werden. "Militärische Waffen sind weder im Handgepäck, noch im Aufgabegepäck erlaubt", betonte die Verkehrssicherheitsbehörde. Der Mann durfte seinen Flug aber antreten.

mad / rw / fs / DPA / AFP