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Malaysia Airlines: Kein Frieden für die Opfer des Fluges MH17

Am 17. Juli stürzte Flug MH17 über der Ostukraine ab. Jetzt wurden erneut Überreste der 298 Opfer geborgen. Das teilte die niederländische Regierung in Den Haag mit.

An der Absturzstelle des Fluges MH17 liegen noch immer Leichenteile

An der Absturzstelle des Fluges MH17 liegen noch immer Leichenteile

Gut hundert Tage nach dem mutmaßlichen Abschuss des Passagierfluges MH17 über der Ostukraine sind an der Absturzstelle weitere Überreste der Opfer geborgen worden. Sie würden von forensischen Experten im ukrainischen Charkow untersucht und sollten dann in die Niederlande zur Identifizierung geflogen werden, teilte die niederländische Regierung am Wochenende in Den Haag mit. Bei dem Absturz der Maschine der Malaysia Airlines am 17. Juli waren alle 298 Menschen an Bord getötet worden - die meisten der Opfer kamen aus den Niederlanden.

Bisher konnten 289 Menschen identifiziert werden. Darunter waren alle 43 malaysischen Opfer, teilte ein Regierungsvertreter in Kuala Lumpur mit. Von neun Opfern konnten die Experten im niederländischen Hilversum bisher keine DNA feststellen.

"Die Sicherheitslage bleibt undeutlich"

Wegen der andauernden Kämpfe in dem Gebiet waren die Bergungsarbeiten im August unterbrochen worden. Ein niederländisches Bergungsteam hatte am Freitag überraschend die Unglücksstelle gemeinsam mit dem ukrainischen Katastrophenschutz besucht.

Ob und wann die Bergungsarbeiten fortgesetzt werden, ist unklar. "Die Sicherheitslage bleibt undeutlich", sagte Ministerpräsident Mark Rutte. "Wir entscheiden das von Tag zu Tag."

Die Ermittlungen zur Ursache der Katastrophe dauern an. Der niederländische Sicherheitsrat, der die internationale Untersuchung leitet, hatte technisches und menschliches Versagen sowie einen Bombenanschlag ausgeschlossen.

lib/DPA / DPA