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+++ Der Tag im Ticker +++: Trump: Schüsse von Clubbesuchern auf Mateen wären "schön" gewesen

Heftige Unwetter in Baden-Württemberg +++ Löw "entspannt" +++ Großer Anti-Terror-Einsatz in Belgien +++ Obama verurteilt Mord an britischer Abgeordneten +++ "The Times" plädiert für Europa +++ Das Wichtigste des Tages im stern-Newsticker.

Donald Trump

Donald Trump lässt seinen Wählern ihre Waffen

+++ 21.45 Uhr: Drei Verdächtige nach Anti-Terror-Einsatz in Belgien in Haft +++

Nach dem großangelegten Anti-Terror-Einsatz in Belgien sind drei Männer in Haft genommen worden. Ihnen werde "versuchter terroristischer Mord" sowie "Beteiligung an den Aktivitäten einer terroristischen Gruppe" vorgeworfen, teilte die belgische Staatsanwaltschaft am Samstagabend mit. Neun weitere Verdächtige, die im Zuge der Razzien in Gewahrsam genommen worden waren, seien nach ihrer Vernehmung wieder freigelassen worden. Wegen einer "unmittelbaren Bedrohung" hatte die Polizei in der Nacht zum Samstag bei dutzenden Einsätzen in 16 Städten Wohnungen und Garagen durchsucht und zwölf Verdächtige festgenommen. Insgesamt wurden laut Staatsanwaltschaft 40 Verdächtige vernommen. Nach Angaben des Fernsehsenders VTM erhielten die Behörden einen Hinweis, dass während des EM-Spiels der belgischen Fußball-Nationalmannschaft gegen Irland am Samstagnachmittag Anschläge verübt werden sollten.

+++ 20.30 Uhr: Hillary Clinton ist zum zweiten Mal Oma +++

US-Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton ist zum zweiten Mal Oma geworden. Tochter Chelsea brachte am Samstag einen Jungen zur Welt, wie die glücklichen Eltern via Twitter mitteilten. Chelsea ist seit 2010 mit dem Investmentbanker Marc Mezvinsky verheiratet. Das Paar hat bereits eine Tochter, Charlotte, die im September zwei Jahre alt wird. Hillary Clinton schrieb ihrer Tochter auch im Namen des stolzen Opas, Ex-Präsident Bill Clinton auf Twitter: "Dein Vater und ich könnten nicht glücklicher sein. Wir freuen uns so darauf, unser zweites Enkelkind kennenzulernen."

+++ 19.13 Uhr: Vierjähriger erschießt sich selbst +++

Ein Vierjähriger hat sich im US-Staat Iowa versehentlich in den Kopf geschossen und ist kurz darauf im Krankenhaus gestorben. Nach Angaben des lokalen Senders WHOTV und anderer Medien hatte die Mutter des Jungen am Freitag mit insgesamt drei Kindern eine Freundin in Elgin besucht. Zu dem Schuss sei es gekommen, als sich die Erwachsenen draußen und die Kinder allein im Haus befanden, hieß es unter Berufung auf Polizeiangaben.

+++ 19.08 Uhr: Gay-Pride-Parade in Bulgarien unter Polizeischutz +++

Schwule, Lesben und Bisexuelle in Bulgarien haben trotz des Widerstands von Kirche und von Nationalisten unter Polizeischutz für gleiche Rechte demonstriert. Mit Regenbogenfahnen versammelten sich am Samstag Hunderte Demonstranten am Denkmal der Roten Armee in der Hauptstadt Sofia, um Toleranz mit sexuellen Minderheiten zu fordern. Die Schwulen- und Lesbengemeinschaften stoßen in dem Balkanland oft auf Unverständnis und Ablehnung und berichten von Diskriminierung am Arbeitsplatz. Ein großes Polizeiaufgebot übernahm den Schutz der nachfolgenden Gay-Pride-Parade, um Zusammenstöße mit Nationalisten zu verhindern.

+++ 17.55 Uhr: De Maizière räumt Fehler ein wegen Zahlen zu Flüchtlings-Attesten +++

Nach dem Wirbel um nicht gedeckte Zahlen zu Flüchtlings-Attesten hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière einen Fehler eingeräumt. "Dass ich durch meine Antwort in einem Interview den Eindruck erweckt habe, dass die Zahl von 70 Prozent eine allgemeingültige, statistisch belegbare Größe ist und eben nicht nur ein Erfahrungswert, war nicht meine Absicht", sagte de Maizière am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

In einem Zeitungsinterview hatte der Minister Ärzten vorgeworfen, dass sie Asylbewerbern zu oft ungerechtfertigt Atteste ausstellen und jene so vor einer Abschiebung bewahren. Dabei berief er sich aber auf nicht gedeckte Zahlen, wie das Innenministerium am Freitag einräumte.

+++ 15.51 Uhr: Trump: Schüsse von Clubbesuchern auf Mateen wären "schön" gewesen +++

Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hätte es "schön" gefunden, wenn einer der Clubbesucher in Orlando den Angreifer Omar Mateen erschossen hätte. In einer Wahlkampfrede in Texas gab Trump - wie schon nach den Anschlägen von Paris und Brüssel - zu verstehen, dass in Orlando weniger Blut geflossen wäre, hätten Besucher in dem Schwulenclub Waffen getragen: "Wenn wir Menschen gehabt hätten, die Kugeln in die umgekehrte Richtung geschickt hätten, - genau richtig zwischen die Augen dieses Wahnsinnigen (...), Boom, Boom, wisst Ihr was? Das wäre ein schöner, schöner Anblick gewesen (...)", sagte Trump.

Erneut versprach der Immobilienmogul, dass unter ihm als Präsidenten niemand um seinen Waffenbesitz bangen müsste. "Wir werden eure Waffen retten. Sie werden euch eure Kugeln nicht wegnehmen", sagte Trump.

+++ 15.27 Uhr: Junger Hamburger Zverev besiegt Federer +++

Mit einem Sieg über Roger Federer hat Davis-Cup-Spieler Alexander Zverev zum ersten Mal das Endspiel beim Rasenturnier in Halle erreicht. Der 19 Jahre alte Tennisprofi aus Hamburg gewann am Samstag im Halbfinale gegen den Schweizer Rekordsieger überraschend mit 7:6 (7:4), 5:7, 6:3. Im Kampf um seinen ersten ATP-Titel trifft Zverev am Sonntag (15.00 Uhr/ZDF) auf den Österreicher Dominic Thiem oder den Bayreuther Florian Mayer. Der 17-fache Grand-Slam-Sieger Federer hat das Turnier in Halle schon achtmal für sich entschieden. Zverev stand vor vier Wochen in Nizza erstmals in einem Endspiel auf der ATP-Tour.

+++ 15.02 Uhr: US-Polizei findet zwölf Mädchen im Haus eines Mannes +++

Die Polizei hat im Haus eines 51-jährigen Mannes im US-Staat Pennsylvania zwölf Mädchen gefunden, die bei ihm lebten.
Nach Berichten verschiedener Fernsehsender sind sie zwischen sechs Monaten und 18 Jahren alt.

Wie es unter Berufung auf Polizeiangaben weiter hieß, gab der Vater des ältesten Mädchens an, er habe dem Mann aus Feasterville seine Tochter vor vier Jahren geschenkt. Er habe sich damit dafür revanchiert, dass der Mann ihm aus einer schweren finanziellen Klemme geholfen habe. Den Berichten zufolge sind das älteste Mädchen und der Mann die Eltern zweier Mädchen im Haus. Woher die anderen Mädchen stammen, versucht die Polizei zu klären.

Die Nachbarn hatten wegen möglicher Vernachlässigung Alarm geschlagen. Ihnen war aufgefallen, dass anscheinend keines der Kinder eine Schule besuchte. Den Berichten zufolge wurde der Mann festgenommen und soll sich unter anderem wegen sexuellen Angriffs auf eine Minderjährige verantworten. Auch die Eltern der heute 18-Jährigen seien angeklagt worden.

+++ 14.23 Uhr: Strafverfahren gegen zwei Verdächtige nach Polizistenmord in Frankreich +++

Nach dem islamistischen Anschlag auf eine Polizistenfamilie in Frankreich ist gegen zwei Verdächtige aus dem Umfeld des Attentäters Larossi Abballa ein Strafverfahren eröffnet worden. Wie die Staatsanwaltschaft am Samstag mitteilte, sollen die beiden Männer im Alter von 27 und 29 Jahren nun einem Haftrichter vorgeführt und wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung in Untersuchungshaft genommen werden. Ein dritter Verdächtiger wurde freigelassen, die Ermittlungen gegen ihn werden eingestellt.

+++ 13.42 Uhr: Experte: Teile der Terrornetzwerke um Brüssel liegen noch im Dunkeln +++

Nach Einschätzung des Terrorexperten Rolf Tophoven sind die Netzwerke rund um die Anschläge von Brüssel und Paris noch längst nicht vollständig aufgeklärt. Die jüngsten Anti-Terror-Einsätze in Belgien zeigten, dass es wohl noch weitere Mitwisser und Operateure gebe, sagte Tophoven der dpa.

"Über Jahre hat sich in Belgien eine militant-islamistische Szene entwickelt. Da ist ein sehr fruchtbarer Boden für den Islamismus entstanden", sagte er. Es gebe aber auch eine große Nähe zu terroristischen "Nestern" in Frankreich und eine Art "Terrorschiene" zwischen den Staaten. Hinzu kämen enge Verbindungen zwischen europäischen Rückkehrern aus Dschihad-Gebieten, sagte Tophoven. "Die kennen sich zum Teil, sind einander zum Beispiel in Ausbildungslagern begegnet." Es sei deshalb davon auszugehen, dass es in Europa länderübergreifende Netzwerke von Dschihad-Rückkehrern gebe. "Und da ist längst nicht alles erkannt und aufgespürt."

+++ 13.28 Uhr: Lebenslang für Ägyptens Ex-Staatschef Mursi wegen Geheimnisverrats +++

Ein Gericht in Kairo hat Ägyptens Ex-Präsidenten Mohammed Mursi wegen des Verrats von Staatsgeheimnissen zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Richter sah es am Samstag als erwiesen an, dass der Islamist während seiner Zeit an der Macht heikle Informationen an das Emirat Katar weitergab. Mursi hatte bereits vor einem Jahr wegen Verschwörung zu einem Gefängnisausbruch während der arabischen Aufstände die Todesstrafe erhalten. Der 64 Jährige war der erste frei gewählte Präsident Ägyptens. Im Sommer 2013 hatte das Militär Mursi nach Massenprotesten gegen ihn gestürzt.

+++ 12.52 Uhr: Moskau ermittelt gegen früheren Leiter von Anti-Doping-Labor +++

 Nach dem Olympia-Ausschluss der russischen Leichtathleten hat die russische Justiz gegen Whistleblower Grigori Rodtschenkow Ermittlungen eingeleitet. Dem inzwischen in die USA ausgereisten ehemaligen Chef des Moskauer Doping-Kontrolllabors werde Missbrauch vorgeworfen, sagte Wladimir Markin, Sprecher der russischen Ermittlungsbehörde.

Rodtschenkow habe 2014 die Zerstörung von 1437 Dopingproben angeordnet, nachdem die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA darum gebeten hatte, diese für ihre Untersuchungen aufzubewahren, teilte Markin mit. Rodtschenkow habe versucht, eigene Versäumnisse und Fehlverhalten zu vertuschen. Damit habe er dem Ruf Russlands geschadet und die Anti-Doping-Politik der Sportmacht diskreditiert. Die WADA-Kommission hatte Rodtschenkow zuvor vorgeworfen, Doping bei russischen Athleten vertuscht und 1417 Proben vernichtet zu haben. Die Diskrepanz bei der Anzahl der Proben ist unklar.


+++ 12.17 Uhr: Deutscher Urlauber auf Mallorca zu Tode gekommen +++

Ein deutscher Urlauber ist auf der spanischen Ferieninsel Mallorca wenige Stunden nach seiner Ankunft am Strandgebiet beim "Ballermann" zu Tode gekommen. Wie die Lokalpresse am Samstag berichtete, wurde der 33-Jährige von Freunden und Rettungsschwimmern bewusstlos aus dem Wasser gezogen.
Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Die Todesursache stand zunächst nicht fest. Der Mann war nach diesen Informationen am Freitagmorgen zusammen mit Freunden mit einem Flugzeug aus Nürnberg auf der Insel angekommen. Nach dem Besuch einer Gaststätte seien die Urlauber baden gegangen, hieß es.

+++ 11.25 Uhr: Helfer in Baden-Württemberg kämpfen wieder gegen Unwetter +++

Heftige Gewitter haben den von Unwettern geplagten Menschen in Baden-Württemberg erneut zu schaffen gemacht. Vor allem in der Südhälfte des Bundeslandes sind Einsatzkräfte seit Freitag mit Überflutungen von Straßen und anderen Gewitter-Folgen beschäftigt, wie das Lagezentrum des Stuttgarter Innenministeriums am Samstag mitteilte.

Auf dem Oberrhein geht es für rund 100 Schiffe nicht weiter. Wegen Hochwassers pausieren sie zwischen Iffezheim (Baden-Württemberg) und Germersheim (Rheinland-Pfalz). Nach Angaben des Schifffahrtsamtes in Mannheim bleibt die Sperrung bis mindestens Anfang der neuen Woche bestehen. Am Bodensee kam es bei der Bahn zu Einschränkungen. Die Strecke von Radolfzell nach Konstanz konnte die ganze Nacht zu Samstag wegen eines umgestürzten Baums nicht befahren werden.

Für Samstag erwartete der Deutsche Wetterdienst erneut verbreitet Schauer und Gewitter - mit Ausnahme des Küstenumfeldes. Vor allem in der Südosthälfte Deutschlands seien lokale Unwetter mit Starkregen und Hagel nicht auszuschließen.

Löw sieht die EM bis jetzt ganz entspannt: "Wir wollen gegen Nordirland gewinnen, wir werden gewinnen, wir werden die Gruppe gewinnen."

Löw sieht die EM bis jetzt ganz entspannt: "Wir wollen gegen Nordirland gewinnen, wir werden gewinnen, wir werden die Gruppe gewinnen."

+++ 11.02 Uhr: Löw "entspannt": Werden Gruppensieger - Özil und Müller weiter fix +++

Joachim Löw ist weiterhin davon überzeugt, dass die deutsche Fußball-Nationalmannschaft die Gruppe C als Erster abschließen wird. "Wir wollen gegen Nordirland gewinnen, wir werden gewinnen, wir werden die Gruppe gewinnen", sagte der Bundestrainer am Samstag in Évian-les-Bains. Trotz der fehlenden Durchschlagskraft der Offensive sprach Löw den Weltmeistern Mesut Özil, Thomas Müller und auch Mario Götze weiterhin sein Vertrauen aus. "Ich glaube an ihre Fähigkeiten." Am Dienstag in Paris gegen Nordirland setzt er auf erfahrene Kräfte statt Talente. "Ein Spiel, wo es um so viel geht, ist eine andere Situation", so Löw.

+++ 11.01 Uhr: Kanzlerin will iranischen Präsidenten nun doch empfangen +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihren grundsätzlichen Widerstand gegen einen Besuch des iranischen Präsidenten Hassan Ruhani laut "Spiegel" aufgegeben. Möglicherweise komme Ruhani bereits in diesem Jahr nach Deutschland, berichtet das Nachrichtenmagazin unter Berufung auf Regierungskreise in Berlin. Allerdings müssten noch Einzelheiten geklärt werden.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (beide SPD) drängen Merkel seit längerem, Ruhani einzuladen. Auch die deutsche Wirtschaft hat dem Bericht zufolge massiv Druck auf das Kanzleramt ausgeübt. Dies habe dazu beigetragen, dass Merkel ihre Haltung geändert habe, zitiert das Blatt einen Unionsminister. Bisher hatte die Kanzlerin ein Treffen mit Ruhani abgelehnt, weil Iran die schiitische Hisbollah-Miliz im Libanon und in Syrien unterstützt und Israel nicht anerkennt.

+++ 10.18 Uhr: UEFA eröffnet Disziplinarverfahren gegen Kroatiens Verband +++

Nach den Ausschreitungen kroatischer Fans wird die Europäische Fußball-Union UEFA ein Disziplinarverfahren gegen Kroatiens Verband eröffnen. Dies sagte sagte ein UEFA-Sprecher am Samstagmorgen der Deutschen Presse-Agentur. Ein genauer Termin der Anhörung stehe noch nicht fest. Beim EM-Spiel gegen Tschechien (2:2) am Freitag in Saint-Etienne waren aus dem kroatischen Fanblock Bengalos und Feuerwerkskörper auf den Platz geflogen. Anschließend hatten sich Anhänger der Kroaten untereinander Schlägereien geliefert. Die Partie war daraufhin kurz vor dem Ende für fünf Minuten unterbrochen worden.

+++ 09.41 Uhr: Großer Anti-Terror-Einsatz in Belgien +++

 Bei einem großen Anti-Terror-Einsatz haben belgische Sicherheitskräfte zahlreiche Verdächtige festgesetzt. Zwölf seien festgenommen und 40 Menschen vernommen worden, teilte die Staatsanwaltschaft am Samstag in Brüssel mit. Dutzende Häuser und Garagen in 16 Gemeinden seien in der Nacht auf Samstag durchsucht worden - darunter auch in der als Islamisten-Hochburg bekannten Brüsseler Gemeinde Molenbeek. Es seien keine Waffen oder Sprengstoff gefunden worden, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit. Ermittlungsergebnisse hätten jedoch ein "unmittelbares Einschreiten" erfordert. Nähere Details wurden zunächst nicht genannt. 

+++ 08.25 Uhr: Putin: Cameron will EU mit Brexit-Referendum "erpressen" +++

Russlands Präsident Wladimir Putin hat dem britischen Premierminister David Cameron vorgeworfen, die EU mit dem Brexit-Referendum "erpressen" zu wollen. Putin sagte am Freitagabend vor Journalisten in St. Petersburg: "Warum hat er dieses Referendum angesetzt? Um Europa zu erpressen? Um jemanden zu erschrecken?" Er frage sich, was Cameron mit dem Referendum erreichen wolle, wenn er selbst für den Verbleib Großbritanniens in der EU sei.

Putin sagte, er habe selbst auch eine Meinung, ob die Briten in der EU bleiben sollten oder nicht, werde sich aber nicht dazu äußern. "Das ist nicht unsere Sache, das ist die Sache des britischen Volkes", sagte der Präsident. Die Entscheidung sei "sehr kompliziert". Putin führte als Beispiel die von britischen EU-Gegnern kritisierten Fischereiregeln an. In anderen Bereichen habe die EU aber auch "Vorteile". Auch die Folgen eines Brexits für die EU seien schwer vorherzusagen, fügte Putin hinzu. Manche Experten seien der Ansicht, dass ein Austritt Großbritanniens der EU schaden werde. "Andere sagen, dass die EU stabiler sein wird", erklärte der Präsident.

+++ 08.19 Uhr: Buffon und die Torlatte: Zweiter Jubel-Versuch gelingt +++

Seinen verunglückten Torjubel beim 2:0-Auftaktsieg gegen Belgien konnte Italiens Torhüter Gianluigi Buffon nicht auf sich sitzen lassen. Nach dem 1:0-Sieg gegen Schweden nahm der italienische Kapitän einen neuen Anlauf, sprang mit Schwung an die Torlatte, grinste und zeigte den Fans den erhobenen Daumen. Im Belgien-Spiel war der 38-Jährige dabei noch abgerutscht und unsanft auf dem Rücken gelandet. "Sicherlich musste ich einen zweiten Versuch machen", erzählte Buffon später grinsend. "Ich wollte beweisen, dass es eine unglückliche Episode war, die nur der rutschigen Torlatte geschuldet war."

Ungewöhnliche Trainingsphilosophie vom englischen Nationalspieler Jamie Vardy: Meidet Fitnessstudio, konsumiert Kautabak und Energydrinks

Ungewöhnliche Trainingsphilosophie vom englischen Nationalspieler Jamie Vardy: Meidet Fitnessstudio, konsumiert Kautabak und Energydrinks

+++ 08.15 Uhr: Englands Vardy meidet Fitnessstudio: "Würde mich langsamer machen" +++

Jamie Vardy hat ein weiteres Geheimnis seiner ungewöhnlichen Trainingsphilosophie enthüllt. Neben dem Konsum von Kautabak und Energydrinks meide er das Fitnessstudio, erzählte der englische Nationalstürmer. "Das würde mich langsamer machen. Ich gehe nicht Gewichte heben oder so", sagte Vardy vor dem entscheidenden Gruppenspiel bei der Fußball-EM gegen die Slowakei am Montag (21.00 Uhr) in Saint-Étienne. 

"Jede Person ist anders und das ist mein Weg. Ich bin sicher, dass es wahrscheinlich nicht funktionieren würde, wenn es jemand anderes versuchen würde." Das letzte Gewicht, dass er gehoben habe, sei wahrscheinlich die Dose Energydrink gewesen, als er damit und einem Döschen Kautabak vor dem EM-Quartier fotografiert wurde, scherzte der 29-Jährige.

+++ 08.02 Uhr: Frankreich fordert erneut deutschen Begleitschutz für Anti-IS-Einsatz +++

Auf die deutsche Marine kommen neue Belastungen zu. Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet, hat die französische Regierung für den Spätsommer erneut eine deutsche Fregatte als Begleitschutz für den Flugzeugträger "Charles de Gaulle" angefordert. Von dort starten Kampfflugzeuge im Zuge der internationalen Mission gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu Einsätzen im Irak und in Syrien. 

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums bestätigte dem Magazin, dass die Anfrage der französischen Regierung zurzeit geprüft werde. Von Dezember 2015 bis März 2016 hatte die deutsche Fregatte "Augsburg" mit mehr als 200 Soldaten an Bord schon einmal den Begleitschutz der "Charles de Gaulle" im Mittelmeer und im Persischen Golf übernommen. Ein erneuter Einsatz wäre dem Bericht zufolge durch das Anti-IS-Mandat des Bundestags gedeckt.

+++ 07.27 Uhr: Schwimmende Flüchtlinge legen Hafen von Calais lahm +++

Im Hafen von Calais haben Flüchtlinge versucht, schwimmend auf die Fähren von Frankreich nach Großbritannien zu gelangen. Wegen einer Rettungsaktion wurde der Fährverkehr in der Nacht zum Samstag vorübergehend gestoppt, wie Rettungskräfte mitteilten. Die Flüchtlinge waren demnach kurz nach 02.00 Uhr auf dem Weg zu den Verladestegen der Autofähren im Wasser entdeckt worden. Ein Flüchtling erreichte selbst das Ufer, ein zweiter wurde von einem Rettungsboot geborgen.

An der Rettungsaktion waren Boote von Hafen- und Zollbehörden, Fischkutter, Rettungsschwimmer und ein Helikopter der französischen Marine beteiligt. Der Hafen war eineinhalb Stunden lahmgelegt. Alle Fähren nach England blieben vorerst im Hafen, auch auf der anderen Seite des Ärmelkanals in Dover mussten Schiffe warten.

Tausende Flüchtlinge campieren seit Jahren in einem Lager bei Calais an der Küste des Ärmelkanals, um zu versuchen, auf Lastwagen oder Fähren nach Großbritannien zu kommen. In dem für seine miserablen Zustände bekannten "Dschungel" von Calais halten sich nach Behördenangaben derzeit noch knapp 4000 Menschen auf, vor allem aus Afghanistan und dem Sudan.

+++ 05.00 Uhr: Nach Mord an Cox konzentriert sich Polizei auf rechtsextreme Spur+++

Nach dem Mord an der britischen Abgeordneten Jo Cox prüft die Polizei mögliche Kontakte des Verdächtigen zu rechtsextremen Kreisen. Man gehe von einem "isolierten, aber gezielten Angriff" aus, hieß es. Die BBC meldete, in der Wohnung des Mannes seien Nazi-Insignien gefunden worden. Zuvor hatten Medien berichtet, dass der mutmaßliche Täter Verbindungen zu US-Neonazis und südafrikanischen Rassisten gehabt haben soll. Das politische Leben in Großbritannien war am Tag nach der Bluttat wie gelähmt.

+++ 05.00 Uhr: Weiterer Terrorverdächtiger in Belgien in Haft genommen +++

Knapp drei Monate nach den verheerenden Brüsseler Terroranschlägen haben die Behörden in Belgien einen 30 Jahre alten Mann in Haft genommen. Im Zusammenhang mit den Attentaten am Flughafen sowie in einer Metrostation in der Innenstadt werden ihm "terroristische" Morde und Mordversuche vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft am Abend mit. Zudem werde er verdächtigt, an einer terroristischen Vereinigung beteiligt zu sein. Den Namen des Verdächtigen gaben die Behörden mit Youssef E.A. an.

+++ 05.00 Uhr Iraks Regierungschef verkündet Befreiung der IS-Hochburg Falludscha +++

Der IS gerät im Irak immer stärker unter Druck. Iraks Ministerpräsident Haidar al-Abadi hat die Befreiung der Stadt Falludscha im Westen des Landes aus den Händen der Terrormiliz erklärt. In einer TV-Ansprache sagte der Premier, nächstes Ziel sei die nordirakische IS-Hochburg Mossul. Irakische Regierungskräfte waren zuvor rund vier Wochen nach Beginn einer Offensive auf Falludscha ins Zentrumm der Stadt eingedrungen. Dort konnten sie das Hauptregierungsgebäude und das Krankenhause zurückerobern.

+++ 4.23 Uhr: Bekommen "Rock am Ring"-Fans Geld zurück? Prüfung läuft noch +++

Nach dem wetterbedingten Abbruch von "Rock am Ring" könnte die Frage nach einer Teilrückerstattung der Ticketpreise bis Ende Juni geklärt sein. "Die Anliegen der Fans werden mit unserer Schadensversicherung in den nächsten ein, zwei Wochen geprüft", sagte Konzertveranstalter Marek Lieberberg der Deutschen Presse-Agentur. "Wir streben eine faire Lösung an und benötigen hierfür die erforderliche Zeit." 1300 der 92 500 Besucher des Musikfestivals, das Anfang Juni in Mendig in der Osteifel wegen Gewitters abgebrochen wurde, hätten sich bislang gemeldet. "Die wenigsten nehmen juristische Hilfe in Anspruch." 

+++ 1.57 Uhr: Obama verurteilt "abscheulichen" Mord an britischer Abgeordneter Cox  +++

US-Präsident Barack Obama hat das tödliche Attentat auf die britische Labour-Abgeordnete Jo Cox als "abscheuliches Verbrechen" verurteilt. Die Welt sei "ein besserer Ort wegen ihres selbstlosen Dienstes" für die Allgemeinheit und es könne "keine Rechtfertigung für dieses abscheuliche Verbrechen geben", erklärte das Weiße Haus am Freitag. Demnach rief Obama den Witwer Brendan Cox an, um ihm und seinen beiden kleinen Kindern sein Mitgefühl auszusprechen.

Die 41-jährige Unterhausabgeordnete war am Donnerstag im nordenglischen Birstall auf offener Straße erschossen worden. Womöglich wurde die Labour-Politikerin ermordet, weil sie sich mit Nachdruck für den Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union ausgesprochen hatte. Der 52-jährige Tatverdächtige hatte laut Medienberichten seit Jahren Verbindungen in die rechtsextreme Szene und soll auch die US-Neonazi-Gruppe National Alliance unterstützt haben.

+++ 0.33 "The Times" plädiert für Verbleib in der Europäischen Union +++

Die konservative britische Zeitung "The Times" hat sich für den Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union ausgesprochen. "Das beste Ergebnis des Referendums nächste Woche wäre eine neue Allianz souveräner EU-Nationen unter Führung Großbritanniens, die sich für Freihandel und Reform einsetzt", schrieb die Zeitung am Samstag in einem Leitartikel unter dem Titel "Europa neu gestalten".

Die Briten stimmen am kommenden Donnerstag in einem Referendum über den Verbleib ihres Landes in der EU ab. Die Debatte darüber wird zunehmend heftig geführt. Die "Times" gehört zum Medienimperium von Rupert Murdoch, zu dem auch "The Sunday Times" und "The Sun" zählen. Das Boulevardblatt, das Großbritanniens auflagenstärkste Tageszeitung ist, hat sich seinerseits für einen Brexit ausgesprochen.

+++ 0.23 Uhr: Kurz vor Olympia: Rio ruft Finanz-Notstand aus +++

Brasiliens Bundesstaat Rio de Janeiro soll kurz von den Olympischen Spielen eine Geldspritze wegen akuter Finanzprobleme erhalten. Die Regionalregierung Rios rief dafür am Freitag den Finanz-Notstand aus. Durch das Notstands-Dekret werden demnach Sonderausgaben der Zentralregierung Brasiliens möglich, um etwa die öffentlichen Dienste sicherzustellen. Laut dem Portal "Globo" sollen so 3 Milliarden Reais (etwa 780 Millionen Euro) in die klammen Kassen Rios fließen, um so Olympia zu finanzieren.

Der Bundesstaat Rio ist seit langem von Finanznöten geplagt, unter anderem weil die Einnahmen aus dem Erdölgeschäft weggebrochen sind. In den örtlichen Krankenhäusern gab es zuletzt eine Versorgungskrise, dort soll noch einmal drastisch gespart werden. 

Brasilien steckt in einer schweren Rezession. 2015 war die Wirtschaftsleistung um 3,8 Prozent eingebrochen, für das laufende Jahr wird auch ein Minus erwartet.

Die Olympischen Sommerspiele von Rio finden vom 5. bis zum 21. August statt.

+++ 0.23 Uhr: Steinmeier warnt vor starrem Abschreckungskurs gegenüber Russland +++

Angesichts der Militär-Manöver in Osteuropa und vor dem Nato-Gipfel in Polen hat Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) vor einer Fokussierung auf Abschreckungsmaßnahmen gegen Russland gewarnt. "Was wir jetzt nicht tun sollten, ist durch lautes Säbelrasseln und Kriegsgeheul die Lage weiter anzuheizen. Wer glaubt, mit symbolischen Panzerparaden an der Ostgrenze des Bündnisses mehr Sicherheit zu schaffen, der irrt", sagte Steinmeier der "Bild am Sonntag". Es wäre "fatal, jetzt den Blick auf das Militärische zu verengen und allein in einer Abschreckungspolitik das Heil zu suchen". Die Geschichte lehre, dass es neben dem gemeinsamen Willen zur Verteidigungsbereitschaft auch immer die Bereitschaft zum Dialog und Kooperationsangebote geben müsse. 

Am Dienstag hatte die Nato beschlossen, je 1000 Soldaten in Polen, Lettland, Estland und Litauen zu stationieren. Auch Deutschland will Truppen dafür bereitstellen. Die östlichen Mitgliedstaaten der Nato fühlen sich seit der russischen Annexion der Krim vor gut zwei Jahren von ihrem mächtigen Nachbarn bedroht. Das Bündnis will bei seinem Gipfeltreffen in Warschau am 8. und 9. Juli weitere Maßnahmen zum Schutz der Bündnispartner beschließen. Dem Treffen voraus gehen mehrere Militärübungen im östlichen Nato-Gebiet.

Der US-amerikanische Rockmusiker Bruce Springsteen heizt den Münchnern ein

Der US-amerikanische Rockmusiker Bruce Springsteen heizt den Münchnern ein

+++ 0.10 Uhr: Bruce Springsteen begeistert 57 000 Fans in München+++

Mit einer mehr als dreistündigen Show hat Rocklegende Bruce Springsteen am Freitagabend rund 57 000 Fans im Münchner Olympiastadion begeistert. Mehr als 30 Titel spielten der 66-Jährige und seine "E Street Band", darunter viele Klassiker wie "Born in the USA", "I'm on Fire" und einige Titel seines 1980 erschienen Albums "The River", das der aktuellen Tour auch den Namen gegeben hat. 

Anders als bei Springsteens letztem Gastspiel in München vor drei Jahren, als es in Strömen geregnet hatte, spielte diesmal das Wetter mit. "Erinnert ihr euch an letztes Mal?", fragte Springsteen in die Menge - und meinte rückblickend: "Oh mein Gott - da habe ich mir den Hintern abgefroren." Das zweite und letzte Deutschland-Konzert auf Springsteens aktueller Tournee ist am Sonntagabend in Berlin.

DPA / AFP