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Kalte Pfingsten Hochwasser, Flugausfälle, Erdrutsche - Im Süden toben heftige Unwetter


Das Wetter zeigt sich in Süddeutschland von seiner miesesten Seite. Starker Regen setzt Straßen und Keller unter Wasser, Flüge fallen aus. Das ganze Pfingstwochenende soll es so ungemütlich bleiben.

Starker Regen und heftige Gewitter haben zum Auftakt des Pfingstwochenendes in Süddeutschland etliche Schäden angerichtet. Die Wasserstände der Flüsse stiegen infolge der Niederschläge deutlich an. In Mannheim und im Rhein-Neckar-Kreis verzeichneten Polizei und Feuerwehr laut Mitteilung zahlreiche Notrufe wegen überfluteter Straßen. An einigen Stellen stand das Wasser demnach bis zu 30 Zentimeter hoch. 

Schuld ist polare Kaltluft, die über die Nordsee direkt nach Deutschland strömt und vier Tage lang kühles und regnerisches Wetter bringt. Auf den Gipfeln der Mittelgebirge und in den Alpen sollte es sogar schneien.

In Hessen hatten heftiger Regen und Gewitter schon am Freitag zu Flugausfällen, Überschwemmungen und Evakuierungen geführt. Am größten Flughafen des Kontinents in Frankfurt fielen rund 60 Flüge aus, andere Verbindungen verspäteten sich oder wurden umgeleitet. Die Einkaufsgalerie "MyZeil" im Zentrum des Finanzmetropole wurde evakuiert. "Ursache ist der immense Niederschlag", teilte die Polizei auf Twitter mit.

Wetter: DWD warnt vor Hochwasser und Erdrutschen

Am Hoch- und Oberrhein sowie an kleineren Gewässern im Südosten von Baden-Württemberg herrschte am Samstag Hochwasser. Heftige Niederschläge hatten die Wasserstände innerhalb von 24 Stunden um bis zu zwei Meter steigen lassen, wie die Hochwasservorhersagezentrale in Karlsruhe mitteilte. Am Rheinpegel Maxau wurde für Samstagnachmittag die Hochwassermarke von 7,5 Meter erwartet. Dann dürfen dort keine Schiffe mehr auf dem Rhein fahren.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Samstag vor den Folgen des Dauerregens in der Region von Oberschwaben bis ins Berchtesgadener Land. Dort müssten die Menschen mit Hochwasser in Bächen und Flüssen, der Überschwemmung von Straßen und Erdrutschen rechnen. 

Am Freitag waren laut DWD schon bis zu 50, mancherorts auch mehr als 80 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Autofahrer mussten in der Nacht örtlich vom Dauerregen überflutete Straßen umfahren. Zudem herrschten schlechte Sicht und Gefahr wegen rutschiger Fahrbahnen. Im Schienenverkehr kam es hingegen zu keinerlei Behinderungen, wie ein Bahnsprecher sagte.

kis DPA

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