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Sojus-Rakete: Abgehoben mit Besuch an Bord

Atlantis hat abgedockt, jetzt ist Sojus dran. Die Rakete ist heute Morgen erfolgreich zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Zum ersten Mal ist eine Weltraumtouristin mit an Bord - für schlappe 20 Millionen Dollar Reisekosten.

Mit der ersten Weltraumtouristin Anousheh Ansari an Bord ist am Montagmorgen eine russische Sojus-Rakete in Richtung Internationale Weltraumstation ISS gestartet. Die Rakete hob pünktlich um 6.08 Uhr MESZ vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ab, wie die russische Flugleitzentrale mitteilte. Ansari, eine aus dem Iran eingewanderte amerikanische Geschäftsfrau, begleitet die Astronauten Michael Lopez-Alegria (USA) und Michail Tjurin (Russland) in die Erdumlaufbahn. Die neue Langzeitbesatzung wird am Mittwoch auf der ISS auch vom Deutschen Thomas Reiter erwartet.

Sekunden vor dem Start hatten die zusammengezwängten Raumfahrer noch einmal ihre dicken Handschuhe übereinander gelegt und sich Glück gewünscht. Ansari erlebte den Start mit weit aufgerissenen Augen, wie Bilder der US-Weltraumbehörde Nasa zeigten. Die weltraumbegeisterte Telekom-Unternehmerin hat für ihren Flug etwa 20 Millionen US-Dollar gezahlt. Vor ihr flogen nur drei männliche Laienastronauten ins All.

Der eine kommt, der anderer geht

Am Sonntag hatte die US-Raumfähre "Atlantis" die Andockstelle an der Raumstation für die Sojus-Kapsel freigemacht. Die 14. Langzeitbesatzung wird für ein halbes Jahr Dienst auf der ISS tun. Hauptaufgaben sind der Ausbau der Station und wissenschaftliche Forschungen in der Schwerelosigkeit. Die 40-jährige Weltraumtouristin Ansari soll am 28. September mit der abgelösten 13. ISS- Langzeitbesatzung auf die Erde zurückkehren.

DPA / DPA