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Angriff auf Syrien Möglicher Militärschlag wäre Warnung an Nordkorea


Eine Intervention in Syrien würde laut US-Regierung auch ein klares Signal an Nordkorea senden: Keine Toleranz für Giftgas-Einsätze. Nordkorea besitzt ein großes Arsenal an chemischen Waffen.

Ein Militärschlag gegen Syrien könnte nach Einschätzung der USA Nordkorea von einem Chemiewaffen-Einsatz abhalten. Bei Gesprächen im chinesischen Verteidigungsministerium habe er am Montag für eine militärische Intervention in Syrien geworben, sagte der Staatssekretär im US-Verteidigungsministerium, James Miller, am Dienstag. "Ich habe das massive Chemiewaffen-Arsenal Nordkoreas hervorgehoben und betont, dass wir nicht in einer Welt leben wollen, in der Nordkorea das Gefühl hat, die Schwelle für den Einsatz derartiger Waffen sei niedriger geworden." Eine klare Antwort auf den Giftgasangriff in Syrien sei damit auch im Interesse Chinas. Der Vize-Stabschef der chinesischen Armee, Wang Guanzhong, habe seine Worte zur Kenntnis genommen und ihn zugleich an das Außenministerium verwiesen.

Die USA und Frankreich machen die syrische Regierung für einen Giftgasangriff nahe der Hauptstadt Damaskus verantwortlich, bei dem bis zu 1400 Menschen ums Leben gekommen sein sollen. China lehnt einen Militärschlag gegen Syrien ab und forderte die USA auf, mit "extremer Vorsicht" vorzugehen. Die Ergebnisse der UN-Untersuchungen dürften nicht voreilig interpretiert werden. Wer den Giftgas-Einsatz befohlen habe, müsse aber zur Verantwortung gezogen werden.

Auch Russland lehnt einen Militärschlag ab. Die Regierung in Moskau schlug nun vor, das Chemiewaffen-Arsenal Syriens unter internationale Kontrolle zu stellen und brachte damit Bewegung in die Krise. US-Präsident Barack Obama kündigte daraufhin an, den Vorstoß zu prüfen. "Meine Präferenz war immer eine diplomatische Lösung für dieses Problem", sagte er in einem Fernsehinterview.

amt/Reuters Reuters

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