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Gefangenenaustausch US-Basketballerin Griner kehrt nach Hause zurück


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Bilder des russischen Fernsehens zeigten die Sportlerin Brittney Griner an Bord eines Flugzeugs. Der im Gefangenenaustausch gegen sie freigekommene Waffenhändler russische But wurde in Moskau von Familie und Reportern empfangen.

Sehen Sie im Video: Gefangenenaustausch bringt Brittney Griner aus Russland zurück.

Brittney Griner auf dem Weg nach Hause. Die in Russland zu einer neunjährigen Haftstrafe verurteilte US-Basketballerin war am Donnerstag in einem Gefangenenaustausch gegen den russischen Waffenhändler Viktor Bout freigekommen. Beide trafen jeweils mit einem Privatflugzeug aus Washington beziehungsweise Moskau in Abu Dhabi ein. Der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Mohammed bin Sajed al-Nahjan, und der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman hatten nach eigenen Angaben in dem Fall vermittelt. Bout wurde am späten Donnerstagabend von seiner Familie und Reportern am Flughafen Moskau begrüßt. Zu seiner Reise sagte er: "Ich habe es geschafft, das ist die Hauptsache." Über seine Freilassung sei er vorab nicht informiert worden. Bout war vor seiner Verhaftung 2008 in Bangkok einer der meistgesuchten Männer der Welt. Wegen seiner Fähigkeit, Waffenembargos zu umgehen, wurde er auch "Händler des Todes" und "Sanktionsbrecher" genannt. 2010 wurde er in die USA ausgeliefert und dort später zu 25 Jahren Haft verurteilt. Brittney Griner, die in der US-Nebensaison Basketball für ein russisches Team spielte, war im Februar in Russland kurz vor Beginn des Ukraine-Kriegs wegen Drogenbesitzes festgenommen und im August zu Haft in einem Straflager verurteilt worden. Im Prozess sagte sie, dass sie Cannabisöl zur Linderung von chronischen Schmerzen verwendet habe. In den USA hatte sie ein Rezept dafür, in Russland ist das Mittel verboten. Bei aller Freude über die Freilassung der 32-jährigen Spitzensportlerin empfinden einige in den USA es als bitteren Beigeschmack, dass im Austausch gegen den Waffenhändler Bout nicht Griner und der US-Ex-Marine Paul Whelan freikommen konnten. US-Außenminister Anthony Blinken sagte dazu: "Wir konnten uns nicht aussuchen, welche Amerikaner wir nach Hause bringen. Es hieß: Einen oder keinen." Whelan war 2020 in Russland wegen mutmaßlicher Spionage zu 16 Jahren Haft verurteilt worden. Ein Verbrechen, das laut Aussage des Ex-Soldaten nie stattgefunden hat. Die US-Regierung hat versprochen, sich weiter für Whelans Freilassung einzusetzen.

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