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China rettet Ungarn China kauft ungarische Staatsanleihen


Nicht nur Griechenland steckt in einer Schuldenkrise. Auch andere Länder innerhalb und außerhalb der Euro-Zone sind betroffen. Hilfe kommt von China, das an Stabilität und Einfluss interessiert ist.

Die chinesische Regierung will trotz der drückenden Schuldenprobleme in Griechenland nach eigenem Bekunden weiterhin in europäische Staatsanleihen investieren. Die Volksrepublik bleibe ein langfristig orientierter Investor, sagte Ministerpräsident Wen Jiabao am Samstag bei einem Besuch in Ungarn. Er sei zuversichtlich, dass Europa die Schuldenkrise bewältigen könne. China werde Europa und den Euro weiter unterstützen. Wen sagt aber nicht, wie viel Geld China an Mitglieder der Eurozone verleihen wird.

Budapest ist die erste Station der Europareise des chinesischen Regierungschefs. Ungarn hat derzeit die EU-Ratspräsidentschaft inne. Nach einem Aufenthalt in Großbritannien wird Wen am Montag und Dienstag in Deutschland erwartet. China hat einen großen Teil seiner Währungsreserven in Euro-Anlagen gesteckt. Die Europäische Union ist zudem der wichtigste Handelspartner Chinas.

Wen kündigte bei der Pressekonferenz mit seinem ungarischen Kollegen Viktor Orban zudem an, Staatsanleihen des osteuropäischen Staates zu kaufen, nannte aber auch dabei keine Summen. Nach Orbans Worten sichert das Engagement Chinas Ungarn mittelfristig die Finanzierung.

ste/DPA/AFP DPA

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