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CIA- und M16-Einsatz in Libyen: US-Agenten unterstützen offenbar Rebellen gegen Gaddafi

Spezialeinheiten des britischen und amerikanischen Geheimdienstes sollen einer US-Zeitung zufolge schon seit Wochen in Libyen operieren. US-Präsident Barack Obama lehnte bisher den Einsatz von Bodentruppen in Libyen ab.

Seit Wochen schon soll die CIA die libyschen Rebellen unterstützen. Wie die "New York Times" aus Regierungskreisen erfuhr, sind Spione in Libyen im Einsatz, um mögliche Ziele für Luftanschläge auszukundschaften und mit den Gaddafi-Gegnern Kontakt aufzunehmen.

Den Einsatz von Bodentruppen in dem Land hatte US-Präsident Barack Obama bisher abgelehnt. Momentan ist sich die international Staatengemeinschaft uneinig darüber, ob sie die Rebellen mit Waffen ausstatten soll. Dennoch "sind kleine Gruppen von CIA-Agenten als Teil einer Schatteneinheit von Westlern seit mehreren Wochen in Libyen im Einsatz", berichtet die Tageszeitung in ihrer Online-Ausgabe.

Neben den US-Geheimagenten sollen nach Angaben britischer Regierungsbeamter gegenüber der "New York Times" auch dutzende britische Spezialeinheiten und M16-Agenten in Libyen operieren. Sie hätten die Luftangriffe britischer Truppen gelenkt und Informationen über das libysche Militär gesammelt haben.

Das Weiße Haus lehnt eine Erklärung zu den Darstellungen ab. "Es ist gängige Praxis für diese und alle anderen US-Regierungen, sich zu Geheimdienst-Angelegenheiten nicht zu äußern", teilte Präsidentensprecher Jay Carney mit. Es gebe nach wie vor keine Entscheidung darüber, die Regimegegner oder irgendeine andere Gruppe in Libyen mit Waffen zu versorgen. "Weder schließen wir es aus, noch schließen wir es ein", erklärte er. "Wir erörtern und prüfen Optionen für alle Arten von Unterstützung, die wir dem libyschen Volk geben können." Man habe sich dabei direkt mit der Opposition wie auch den internationalen Partnern der USA beraten.

Bei den CIA-Mitarbeitern handelt es sich laut "New York Times" um eine unbekannte Zahl von US-Geheimdienstoffizieren, die entweder bereits in Tripolis arbeiteten oder neu hinzukamen.

liri/DPA / DPA