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Präsidentschaftswahl 2020: US-Wahlkampf startet: Wie die Demokraten Trump aus dem Weißen Haus drängen wollen

Noch sind es anderthalb Jahre bis zur Präsidentschaftswahl in den USA. Schon jetzt aber startet der Wahlkampf. Vieles deutet auf eine besonders harte Auseinandersetzung. Mit viel Geld wollen die Demokraten aus der Defensive kommen.

Donald Trump Wahlkampfauftakt - schon Tage vorher kampieren Anhänger in Orlando

Warten auf den großen Moment: Seit Montag kampieren Anhänger von Donald Trump vor dem Amway Center in Orlando, Florida, wo der US-Präsident seine Wiederwahl-Kampagne startet.

AFP

So mancher politische Beobachter in den USA sagt, Donald Trump sei eigentlich immer im Wahlkampf. Offiziell ist er es seit der Nacht zum Mittwoch sein. In Orlando, Florida hat der amtierende US-Präsident seine Kampagne zur Wiederwahl eröffnet. Die Wahl selbst findet erst am 3. November 2020 statt. Das ist in knapp anderthalb Jahren, und es bedeutet: Von nun an wird sich die ohnehin gereizte politische Stimmung in den USA über mehr als 16 Monate hinweg immer weiter aufheizen.

Beide Lager rüsten derzeit massiv auf. Vieles deutet auf eine besonders harte Auseinandersetzung hin. Hier der selbstverliebte Amtsinhaber, der gar mit einer in der Verfassung nicht vorgesehenen dritten Amtszeit kokettiert, dort die Demokraten, die der Welt beweisen wollen, dass die USA "anders" als Trump sind und die Wahl des sprunghaften Trump zu einer Art Betriebsunfall degradieren wollen.

Donald Trump: Gute Chancen auf Wiederwahl

Dass Trump gute Chancen hat, wiedergewählt zu werden, dessen ist sich die US-Opposition allerdings durchaus bewusst. Ebenso ist den Demokraten klar, dass sie derzeit in der Defensive festsitzen. Schon 40 Stunden vor der Auftakt-Rallye campierten die ersten Trumpianer vor dem Amway Center von Florida, um sicher zu gehen, dass sie ihrem Idol huldigen können. Während Trump also im Wahlkampf gleich durchstarten kann, wissen die Demokraten noch nicht einmal, wen sie denn gegen den populistischen Amtsinhaber ins Rennen um das Weiße Haus schicken wollen.

Ben LaBolt, Berater des demokratischen Ex-Präsidenten Barack Obama, warnte im "The Atlantic", dass Trump praktisch "ohne Widerstand" ins Rennen um die Wahl 2020 gehe. Außerdem betonte er, dass die letzten Präsidenten, die wiedergewählt wurden, nicht etwa im Schlussspurt vor dem Wahltag ihren Sieg gesichert hätten, sondern über die lange Strecke, indem sie schon während der Kandidatenkür ihrer Gegner die Verbindung mit ihrer Wählerbasis auffrischten und wach hielten. Bei Obama sei das nicht anders gewesen.

Pete Buttigieg will der nächste US-Präsident werden

Gegenwind auch ohne Gegenkandidaten

Um diesem Effekt entgegenzuwirken, setzen die Demokraten auf eine massive, 150 Millionen Dollar schwere Kampagne, wie "Politico" berichtet. Sogenannte SuperPACs werden in Kürze mit einjährigen Werbemaßnahmen gegen die Wiederwahl des Präsidenten beginnen, um den in Wahrheit längst angelaufenen Wahlkampf des Trump-Lagers zu kontern.

Bei SuperPACs handelt es sich um formal unabhängige Ausgabenkomitees, die unbegrenzt Geld von Unternehmen, Verbänden oder Einzelpersonen einsammeln können, um eben dieses Geld ebenfalls ohne Einschränkungen offen gegen politische Kandidaten einzusetzen. Auch wenn dies ausdrücklich ohne Abstimmung oder direkte Zusammenarbeit mit einem konkreten Kandidaten geschehen muss, ist das Ziel klar: Donald Trump soll reichlich Gegenwind spüren – noch bevor sein demokratischer Kontrahent feststeht.

Demokraten müssen Trumps Vorsprung aufholen

Dies umso mehr, da der parteiinterne Kampf um den demokratischen Präsidentschaftskandidaten voraussichtlich lang und aufreibend sein wird. Die 23 einzelnen Anwärter dürfte er zudem persönlich und finanziell auslaugen. Frühestens am sogenannten Super Tuesday, dem vorentscheidenden Vorwahltag der Demokraten in 13 Bundesstaaten am 3. März 2020, könnte sich abzeichnen, wer gegen Donald Trump antreten wird (selbst wenn dann schon längst nicht mehr alle ursprünglichen Anwärter im Rennen sein dürften).

Bis der Gegenkandidat feststeht, müsse der Parteiapparat mit aller Kraft dagegenhalten. Trotzdem befürchten laut "Politico" einige der auf die direkte Bekämpfung Trumps spezialisierten Aktivisten, dass das Präsidentenlager sich bis dahin gerade in den umkämpften "Battlegroundstaaten" einen nur schwer einholbaren Vorsprung verschafft haben könnten.

Milliardär finanziert Ausarbeitung neuer Strategien

Spürbare Hindernisse gibt es bereits: Während das Republikanische Nationale Komitee in diesem Jahr schon 62 Millionen Dollar für den Wahlkampf einsammeln konnte, kommt das demokratische Gegenstück DNC nicht einmal auf die Hälfte der Summe (27 Millionen). Und Geld ist im US-amerikanischen Wahlkampf einer der entscheidenden Faktoren.

Umso wichtiger für die Demokraten, dass der Milliardär Tom Steyer – ein bekannter Fondsmanager, Umweltschützer und Philanthrop – Gruppen finanziert, die eine Reihe neuer Strategien testet, die Menschen dazu bringen sollen, sich registrieren zu lassen und zur Wahl zu gehen. Das DNC hat zudem bereits damit begonnen, Hunderte von College-Studenten dafür zu gewinnen, als Wahlhelfer durch die umkämpften Staaten zu ziehen und die Menschen davon zu überzeugen, dass ein Politikwechsel nötig sei.

Joe Biden steht vor blaume Hintergrund und neben einer US-Flagge und richtet sich mit der rechten Hand die Krawatte

Evangelikale machen für Trump mobil

Allerdings schläft auch das Gegenlager nicht. Angesichts der Gräben in der US-Gesellschaft scheint auch vielen Trump-Anhängern bewusst zu sein, dass es besonderer Anstrengungen bedarf, um den 73-jährigen Amtsinhaber im Weißen Haus zu halten. Bestes Beispiel: Ralph Reed, Führer der "Faith and Freedom Coalition", versprach dem Präsidenten die "ehrgeizigste und weitreichendste" Wählermobilisierung in der Geschichte der evangelikalen Gemeinde, berichtet die "Washington Post".

Laut Reed seien Pläne zur Registrierung von einer Million evangelikaler Wähler, zum Klinkenputzen an drei Millionen Türen und zur Verbreitung von Wahlkampfschriften in mehr als 117.000 Kirchen in den Schlüsselstaaten weit gediehen. Das entspräche in etwa dem dreifachen Aufwand von 2016, so Reed – und laut dem unabhängigen Pew Research Center hat Trump gerade unter den weißen Evangelikalen die höchsten Zustimmungswerte. Bei der Wahl 2016 erreichte er über 80 Prozent der Stimmen in dieser streng religiösen Gemeinschaft. 

Wahlkampf längst im Gange

Jetzt, da der US-Wahlkampf offiziell eröffnet wird, hat er also schon längst begonnen. Die Wahl 2020 wird noch mehr als andere Präsidentschaftswahlen im Fokus der Welt-Öffentlichkeit stehen. Die beiden Lager rüsten für einen langen Kampf, der noch unappetitlicher werden könnte als Trumps Duell gegen Hillary Clinton. Werden die Amerikaner diesen Präsidenten wiederwählen? Einen Präsidenten, der ihre Nation gespalten hat, dem Rassismus und Frauenfeindlichkeit vorgeworfen werden, dem Wahlmanipulationen aus dem Ausland keine Sorgen zu machen scheinen und mit Macht am Weltfrieden rüttelt? Stand jetzt lautet: Vorteil Donald Trump.

Mehr zum US-Wahlkampf und zu den Chancen der demokratischen Kandidaten gegen Donald Trump lesen Sie im aktuellen stern.

Quellen: "The Atlantic", "Politico", "The Hill", "clickorlando.com", "Pew Research Center""Twitter"

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(