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Neue Rassismus-Vorwürfe Trump pestet gegen Baltimore – CNN-Moderator aus der US-Stadt kommen fast die Tränen

US-Präsident Donald Trump, CNN-Moderator Victor Blackwell
CNN-Moderator Victor Blackwell (r.) sprang den Bewohnern seiner Heimatstadt mit emotionalen Worten zur Seite, nachdem US-Präsident Donald Trump sie beleidigt hatte
© Carolyn Kaster / AP / DPA, CNN / Screenshot
Mit emotionalen Worten richtet sich CNN-Moderator Victor Blackwell an US-Präsident Donald Trump. Der hatte zuvor die Heimatstadt des Journalisten beleidigt.

Victor Blackwell ist Moderator beim US-Nachrichtensender CNN. Und Victor Blackwell stammt aus Baltimore, jener US-Großstadt im Bundesstaat Maryland, gegen die Präsident Donald Trump am Wochenende in einer beispiellosen Tirade giftete. Der Bezirk sei "ein widerliches, von Ratten und Nagetieren befallenes Chaos", twitterte Trump. Er sei der "schlimmste" und "gefährlichste" Ort der USA. "Kein Mensch würde dort leben wollen."

Dabei griff Trump den Kongressabgeordneten des Wahlbezirks, Elijah Cummings, scharf an, nachdem dieser Kritik an der Migrationspolitik des Weißen Hauses äußerte. Cummings habe sich über die "großartigen Männer und Frauen des Grenzschutzes" und die Lage an der Südgrenze der USA ausgelassen, während "sein Baltimore-Wahlkreis weitaus schlimmer und gefährlicher" sei. 

US-Präsident Donald Trump, CNN-Moderator Victor Blackwell
CNN-Moderator Victor Blackwell (r.) sprang den Bewohnern seiner Heimatstadt mit emotionalen Worten zur Seite, nachdem US-Präsident Donald Trump sie beleidigt hatte
© Carolyn Kaster / AP / DPA, CNN / Screenshot

Rassismus-Vorwürfe gegen Donald Trump

Cummings selbst twitterte seine Antwort: "Herr Präsident, ich kehre täglich in meinen Wahlkreis nach Hause zurück. Jeden Morgen wache ich auf, und ich gehe raus und kämpfe für meine Nachbarn. Es ist meine verfassungsgemäße Pflicht, die Aufsicht über die Exekutive auszuüben. Aber es ist meine moralische Pflicht, für meine Wähler zu kämpfen."

Baltimore wird überwiegend von Schwarzen bewohnt, die Beschimpfung der Stadt und ihrer Einwohner löste heftige Kritik an Trump aus. "Wir alle weisen die rassistischen Attacken gegen ihn zurück", erklärte die Vorsitzende des Abgeordnetenhauses, Nancy Pelosi, die selbst in Baltimore geboren wurde. Ihr Vater war dort einst Bürgermeister. Das heutige Stadtoberhaupt, der afroamerikanische demokratische Politiker Bernard Young, kritisierte Trumps Rhetorik als "schmerzlich und gefährlich". Seine Äußerungen seien eine "Beleidigung". "Wir werden niemanden ignorieren, der Baltimore und seine Verantwortlichen schlecht macht, niemanden."

CNN-Moderator setzt sich für Baltimore ein

In der Sendung "Newsroom" des US-Senders CNN setzte sich Victor Blackwell mit den Tweets Trumps auseinander, mit eindeutigem Fazit: Wann immer Trump das Wort "befallen" nutze, gehe es um Verunglimpfungen Schwarzer. In seiner Heimatstadt gebe es sicherlich Herausforderungen, sagte Blackwell mit brüchiger Stimme in die Kamera und kämpfte dabei mit den Tränen. "Aber die Menschen dort sind auch Amerikaner."

Trump stand zuletzt heftig in der Kritik, weil er vier Abgeordnete der Demokraten immer wieder attackiert hatte. Er forderte die Frauen mehrfach auf, in ihre vermeintlichen Heimatländer zurückzugehen, wenn es ihnen in den USA nicht gefalle. Alle sind US-Bürgerinnen. Die Demokraten verurteilten die Äußerungen des Präsidenten als rassistisch.

Quellen: Donald Trump bei Twitter, Elijah Cummings bei TwitterCNN bei Twitter, Nachrichtenagenturen DPA und AFP

wue

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