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US-Wahl 2016: Neues Buch: Fox-News-Moderatorin Megyn Kelly im Visier von Trump-Anhängern

Ivana Trump will US-Botschafterin in Prag werden +++ Hillary Clinton hat ihren ersten Auftritt +++ Bernie Sanders wehrt sich gegen Bannon als Chefstratetegen Donald Trumps +++ Alle News rund um die US-Wahl.

Portrait von Fox-News-Moderatorin Megyn Kelly

In den USA ein bekanntes TV-Gesicht: Megyn Kelly

Die Nachrichten des Tages rund um die US-Wahl 2016:

+++ 14.18 Uhr: 46 Prozent der Deutschen verstehen Beweggründe der Trump-Wähler +++

Wie konnte es soweit kommen? So lautet eine oft gestellte Frage in Zusammenhang mit dem überraschenden Wahlsieg von Donald Trump. Laut einer Umfrage der Meinungsforscher des Forsa-Instituts für das RTL-Trendbarometer können 46 Prozent der Deutschen - und damit knapp die Hälfte - die Beweggründe der amerikanischen Trump-Wähler nachvollziehen. Laut der Umfrage gilt dies für vergleichsweise viele Männer (58 %), Ostdeutsche (52 %) sowie AfD- (82 %) und FDP-Wähler (66 %). Trump hatte seinen Wahlkampf zum Kampf gegen das Washingtoner Establishment - verkörpert durch Hillary Clinton - ausgerufen. Laut dem RTL-Trendbarometer fühlen sich auch hierzulande nur 35 Prozent der Bürger von den etablierten Parteien alles in allem ernst genommen und ausreichend repräsentiert. Unter den 59 Prozent, die dies in der aktuellen Meinungsumfrage dagegen verneinten, waren vergleichsweise viele Ostdeutsche (66 %) und Befragte mit mittlerem oder niedrigerem Schulabschluss (Hauptschule: 68 %, Mittlerer Abschluss: 72 %). Besonders Anhänger der AfD (95 %) und der Linken (82 %) fühlen sich laut RTL-Trendbarometer nicht ausreichend ernst genommen, bei den Nichtwählern liegt der Anteil bei 92 Prozent.

+++ 13.57 Uhr: Wird Gouverneurin aus South Carolina Außenministerin? +++

Neue Personalspekulationen um das Kabinett von Donald Trump: Die TV-Sender CNN und MSNBC berichten, South Carolinas Gouverneurin Nikki Haley sei als künftige Außenministerin im Gespräch. Bislang hatte der frühere New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani als Favorit für den Posten des Top-Diplomaten gegolten. Der Ex-General Michael Flynn könnte laut NBC News Nationaler Sicherheitsberater werden. Flynn leitete von 2012 bis 2014 den Militärgeheimdienst DIA, gab den Posten jedoch nach Personalquerelen auf. Als möglichen künftigen Energieminister nannte das "Wall Street Journal" den früheren Gouverneur des Öl-Staates Texas, Rick Perry. Sollte er ernannt werden, dürfte dies Stirnrunzeln auslösen: Perry hatte im parteiinternen Vorwahlkampf der Republikaner 2011 angekündigt, als Präsident würde er drei Ministerien auflösen: "Handel, Bildung..." - das dritte Ministerium hatte er dann aber auch auf Nachfrage vergessen. Er meinte das Energieministerium.

+++ 13.19 Uhr: FPÖ-Mann Hofer glaubt an Rückenwind für Europas Populisten +++

Norbert Hofer, Präsidentschaftskandidat der FPÖ geht davon aus, dass der Wahlsieg von Donald Trump den europäischen Populisten, darunter seiner Partei, Rückenwind verschafft. Der Republikaner habe bei den US-Amerikanern im Wahlkampf mit ähnlichen Themen gepunktet, die auch die FPÖ in Österreich vertrete. Dazu zählten die Begrenzung der Zuwanderung und die generelle Unzufriedenheit mit der Politik. "Dort, wo sich die Eliten vom Wähler entfernen, werden die Eliten abgewählt", sagte Hofer der Nachrichtenagentur Reuters.

+++ 11.15 Uhr: Trump-Anhänger fahren Kampagne gegen Buch von Fox-Moderatorin +++

Donald Trump und die in den USA bekannte Moderatorin von Fox News, Megyn Kelly, haben während des Wahlkampfs einen langen und unappetitlichen Streit ausgetragen. Nun hat die TV-Frau ihr Buch "Settle for More" mit Erinnerungen aus ihrem Arbeitsalltag veröffentlich - und wird prompt Opfer einer Kampagne von Trump-Anhängern. Mehr als 100 schlechte Bewertungen innerhalb von zwei Tagen bekam Kellys Buch bei Amazon. Das Gros der Kommentare kam dabei über das Pro-Trump-Forum "The_Donald" auf Reddit. Dort werden User angehalten Kellys Buch anzufeinden. "Es wäre eine Schande, wenn ihre voreingenommenen Berichte in den Kunden-Rezensionen widergespiegelt würden", heißt es da. Dasselbe Forum war auch schon mit einer Kampagne gegen das letzte Buch von Hillary Clinton aufgefallen. In "Settle for More" beschreibt Megyn Kelly auch ihre Erlebnisse mit Donald Trump. Der neu gewählte Präsident habe sie bedroht, und auch aus Trumps Umfeld seien Drohungen gekommen. Unter anderem habe ein Anwalt des Unternehmers einen Tweet verbreitet, in dem es heißt: "Lasst uns sie ausweiden."

Ivana Trump im Portrait - Ex-Frau von Donald Trump will Botschafterin in Prag werden

Neuer Job für Ivana Trump: Die Ex-Frau von Donald Trump will US-Botschafterin in ihrem früheren Heimatland Tschechien werden

+++ 9.00 Uhr: Ivana Trump will US-Botschafterin in Prag werden +++

Die Trump-Familie macht sich mehr und mehr in der US-Regierung breit. Das gilt sogar für Donalds Ex. Das frühere Model Ivana Trump, von 1977 bis 1992 mit dem neu gewählten Präsidenten verheiratet, stößt mit ihren Plänen, US-Botschafterin in ihrem Heimatland Tschechien zu werden, auf Begeisterung bei der Regierung in Prag. "Das wäre eine exzellente Entscheidung", erklärte Tschechiens Präsident Milos Zeman. Washington "könnte keine bessere Botschafterin nach Prag entsenden". Tschechiens Regierungschef Bohuslav Sobotka sagte dem Radiosender CRo, sollte Donald Trump seine Ex-Frau zur Botschafterin machen, würden die Beziehungen zwischen den USA und Tschechien noch enger als bislang. Die 1949 im Osten Tschechiens geborene Ivana Trump hatte der "New York Post" vom Freitag gesagt, sie werde anregen, dass sie Botschafterin in ihrer früheren Heimat werde. Nicht nur spreche sie Tschechisch, auch sei sie "ziemlich bekannt in der ganzen Welt", fügte die Unternehmerin hinzu.

+++ 5.34 Uhr: Hillary Clinton hat ersten Auftritt +++

Hillary Clinton scheut das Licht der Öffentlichkeit nach ihrer Niederlage nicht. Am Mittwochabend (Ortszeit) hatte sie ihren ersten Auftritt vor einer Kinderschutzorganisation in Washington. Es sei nicht einfach gewesen herzukommen, sagte die 69-Jährige. "Es gab in dieser Woche einige Momente, in denen ich mich einfach nur mit einem guten Buch oder unseren Hunden verkriechen und das Haus niemals mehr verlassen wollte." Die Demokratin war sichtlich gezeichnet von den Anstrengungen der vergangenen Wochen. "Ich weiß, dass viele von Euch sehr enttäuscht sind über das Wahlergebnis. Ich bin es auch. Mehr als ich jemals werde sagen können."


+++ 3.58 Uhr: Trump will fünfjähriges Lobbyverbot für Regierungsvertreter

Der künftige US-Präsident Donald Trump will abwanderungswilligen Regierungsmitgliedern einen zu schnellen Wechsel zu Lobby-Unternehmen verbieten. Hochrangige Vertreter seiner Administration müssten eine entsprechende Erklärung unterzeichnen, erklärte Trumps Sprecher Sean Spicer am Mittwochabend in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. So solle sichergestellt werden, dass sie nach ihrem Ausscheiden für fünf Jahre keine Lobbytätigkeiten aufnehmen könnten.

Bernie Sanders fordert den Verzicht auf Bannon als Chefstratege

Bernie Sanders kritisiert die Nominierung Bannons


+++ 1.30 Uhr: Bernie Sanders nennt Bannon als Chefstrategen "völlig inakzeptabel" +++

Der bei den US-Vorwahlen bei den Demokraten unterlegene Senator Bernie Sanders hat den designierte US-Präsidenten Donald Trump aufgefordert, den ultrarechten Wahlkampfmanager Stephen Bannon nicht zum neuen Chefstrategen zu machen. "Die Nominierung eines "Rassisten" für eine Leitungsposition sei "völlig inakzeptabel" erklärte der Senator aus dem Bundesstaat Vermont am Mittwoch. In einer Demokratie sei Platz für Meinungsverschiedenheiten, aber "Rassismus und Sektierertum" hätten in der Politik keinen Platz. "Die Nominierung von Herrn Bannon durch Herrn Trump muss annulliert werden", forderte Sanders.

Bannon, der in den vergangenen Monaten die Wahlkampagne von Trump geleitet hatte, wird als Chefstratege im Weißen Haus einer der mächtigsten Mitglieder des Regierungsteams. Der 62-Jährige war Chef der ultrakonservativen Nachrichten-Website "Breitbart News", die sich mit einem Anti-Eliten- und Anti-Einwanderer-Kurs vor allem an weiße, rechtskonservative Leser richtet.

dho/tim/DPA/AFP