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Europäische Zentralbank: Europaparlament verwehrt Yves Mersch Direktoriumsposten

Im Juli wurde Yves Mersch von den Finanzministern der Eurozone für den Posten nominiert. Grund für die Ablehnung Merschs ist der Wunsch des Europaparlaments eine Frau in das Gremium zu berufen.

EZB-Ratsmitglied Yves Mersch muss beim Aufrücken in das Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) auf den Segen des Europaparlaments verzichten. Die Abgeordneten in Straßburg verwehrten dem luxemburgischen Geldpolitiker am Donnerstag mehrheitlich die Zustimmung. 325 Abgeordnete stimmten gegen Mersch, 300 votierten für ihn und 49 enthielten sich der Stimme, wie ein Parlamentssprecher mitteilte. Bereits zuvor hatte der Wirtschaftsausschuss des Europaparlaments Mersch als Kandidaten für das EZB-Direktorium durchfallen lassen. Grund ist der Wunsch der Volksvertreter, den Posten im Führungsgremium der EZB mit einer Frau zu besetzen. Derzeit ist es eine reine Männerdomäne.

Das Europäische Parlament hat bei der Besetzung der Spitzenposten der EZB ein Anhörungsrecht, kann die Ernennung aber nicht durchkreuzen. Die Finanzminister der Eurozone hatten Mersch im Juli für den Direktoriumsposten nominiert. Auch der EZB-Rat hat bereits grünes Licht für den Luxemburger gegeben. Mersch soll den seit Ende Mai vakanten Posten des Spaniers Jose Manuel Gonzalez-Paramo im sechsköpfigen Führungsgremium der Zentralbank einnehmen.

amt/Reuters / Reuters