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Evakuierung aus Libyen: Deutschland und Großbritannien verabreden enge Zusammenarbeit

Deutschland und Großbritannien wollen bei der Evakuierung ihrer letzten Landsleute aus Libyen eng zusammenarbeiten. Das vereinbarten Bundeskanzlerin Angela Merkel und der britische Premierminister David Cameron am Samstag in einem Telefongespräch.

Deutschland und Großbritannien wollen bei der Evakuierung ihrer Bürger aus Libyen eng zusammenarbeiten. Das hätten Bundeskanzlerin Angela Merkel und der britische Premierminister David Cameron am Samstag in einem Telefonat verabredet, teilte der stellvertretende Regierungssprecher Christoph Steegmans mit. Beide Regierungschefs hätten sich auch für Sanktionen der Europäischen Union und einen möglichst raschen Beschluss des UN-Sicherheitsrates über drastische Strafmaßnahmen gegen die Regierung von Muammar Gaddafi ausgesprochen. Die menschenverachtende Politik von Oberst Gaddafi müsse ein Ende haben. Eine Entscheidung des UN-Gremiums könnte noch am Samstag fallen, die EU wird nach Angaben von Diplomaten am Montag Sanktionen beschließen.

Zur Evakuierung von Deutschen und anderen EU-Bürgern aus Libyen waren am Freitag drei Schiffe der Deutschen Marine in Malta eingetroffen. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes befinden sich noch rund 150 Deutsche in Libyen. Großbritannien hat unter anderem die Fregatte "Cumberland" zur Evakuierung eingesetzt. Das Schiff soll am Sonntag erneut die ostlibysche Hafenstadt Benghasi anlaufen, um ausreisewillige Landsleute aufzunehmen.

Reuters/DPA / DPA / Reuters