FLUGZEUGUNGLÜCK Russland verlangt von Ukraine Aufklärung über Rakete


Wegen der ungeklärten Explosion des russischen Flugzeugs über dem Schwarzen Meer hat Russland von der Ukraine Aufklärung über einen möglichen Raketentreffer verlangt.

Wegen der ungeklärten Explosion des russischen Flugzeugs über dem Schwarzen Meer hat Russland von der Ukraine Aufklärung über einen möglichen Raketentreffer verlangt. Die Suche nach den Flugschreibern der mit bis zu 78 Menschen abgestürzten Tupolew-154 blieb weiter ergebnislos, meldete die Agentur Itar-Tass. Am Samstag waren im Meer außer Trümmern des Flugzeugs auch »Teile einer anderen Konstruktion« gefunden worden, wie die russische Untersuchungskommission mitteilte.

»Informationen über Rakete S-200 gewünscht«

Die ukrainischen Streitkräfte hatten bei einem Manöver auf der Halbinsel Krim am Donnerstag elf Flugabwehrraketen abgefeuert, einen fehlgeleiteten Treffer auf die Zivilmaschine bislang aber dementiert. Der russische Verteidigungsminister Sergej Iwanow sagte in Moskau: »Ich habe meinen ukrainischen Kollegen Alexander Kusmuk dringend gebeten, weitere technische Informationen über den Abschuss einer Rakete S-200 am 4. Oktober um 13.41 Moskauer Zeit zu geben.« Die Tupolew war drei Minuten später explodiert und aus 11.000 Metern Höhe abgestürzt.

»Durchschussartige Löcher«

Die geborgenen Flugzeugtrümmer hätten »durchschussartige Löcher« aufgewiesen, sagte der Chef der russischen Untersuchungskommission, Wladimir Ruschailo. Weil die meisten Passagiere des Fluges von Tel Aviv nach Nowosibirsk Israelis waren, trafen israelische Experten und Militärrabbiner in der russischen Hafenstadt Sotschi ein, von der aus die Bergungsaktion geleitet wird.


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