Friedliche Wahl in Kenia Bevölkerung stimmt mit deutlicher Mehrheit für neue Verfassung


In Kenia hat sich am frühen Donnerstagmorgen eine deutliche Mehrheit für die neue Verfassung abgezeichnet. Nach Auszählung von drei Viertel der Stimmen votierten 66,8 Prozent für das als überfällig angesehene Dokument, das den Reformprozess in dem ostafrikanischen Land beschleunigen soll.

In Kenia hat sich am frühen Donnerstagmorgen eine deutliche Mehrheit für die neue Verfassung abgezeichnet. Nach Auszählung von drei Viertel der Stimmen votierten 66,8 Prozent für das als überfällig angesehene Dokument, das den Reformprozess in dem ostafrikanischen Land beschleunigen soll. Die Verfassung soll unter anderem die Macht des Präsidenten deutlich begrenzen, auch Landreformen und eine teilweise Legalisierung von Abtreibungen sind vorgesehen. Im Parlament wird eine Senatskammer eingeführt, die Rolle der Kommunen gestärkt.

Zweieinhalb Jahre nach den von blutigen Unruhen überschatteten Präsidentenwahlen im Dezember 2007 war das Referendum von Ängsten vor neuer Gewalt begleitet worden. Die Wahl selbst verlief aber friedlich, ohne größere Zwischenfälle und mit hohem Wählerandrang.

Zehntausende Polizisten hatten den Urnengang gesichert, vor allem im zentralkenianischen Rift Valley, dass nach den Präsidentenwahlen Schwerpunkt brutaler ethnischer Gewalt war. Das Rift Valley ist die einzige Region Kenias, in der die neue Verfassung auf breite Ablehnung stieß - mehr als eine Million Menschen stimmten dort gegen die Verfassung, 654 000 Wähler billigten sie.

DPA DPA

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