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Gaza-Streifen: Hamas wollen sich mit Israel auf Waffenruhe einigen

Die blutige Eskalation entlang der Gaza-Grenze hat noch kein Ende gefunden. In den letzten Tagen wurden Granaten und Raketen auf Israel abgefeuert, jetzt will sich die radikalislamische Hamas auf eine Waffenruhe einigen. 

Unruhen in Israel und dem Gaza-Streifen: Rauchwolken steigen von Gebäuden in Gaza-City auf

Rauchwollken steigen am vergangenen Dienstag von mehreren Gebäuden in Gaza-City auf. Die angebotene Waffenruhe könnte ein erster Schritt sein, um die Gewalt zwischen Israel und den Palästinensern zu beenden.

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Nach einer Eskalation der Gewalt zwischen militanten Palästinensern und Israel gilt nach Angaben der radikalislamischen Hamas eine Waffenruhe in Gaza. Man habe sich auf eine Rückkehr zu den Vereinbarungen von 2014 geeinigt, teilte die Hamas in der Nacht zu Mittwoch auf Twitter mit. 

Nach dem Gaza-Krieg im Sommer 2014 hatte Ägypten eine entsprechende Waffenruhe vermittelt. Sollte die Lage ruhig bleiben, will Israel die Vereinbarung nach Medienberichten akzeptieren, um Ägypten als moderierende Kraft zu stärken.

Mörsergranaten und Raketen auf israelische Ziele

Mehr als 70 Mörsergranaten und Raketen sind seit Dienstag aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert worden, wie die israelische Armee mitteilte. Im Gegenzug griff die Luftwaffe dutzende Ziele der radikalen Palästinenserorganisationen Islamischer Dschihad und Hamas an. Es ist die schwerste Eskalation der Gewalt an der Gaza-Grenze seit dem Krieg im Jahr 2014.

Bereits am Dienstabend hatte ein Sprecher der militanten Gruppe Islamischer Dschihad die Einigung auf eine Waffenruhe unter Vermittlung Ägyptens verkündet. Man werde sich an die Kampfpause halten, solange Israel dies auch tue, hieß es.

120 getötete Palästinenser am Gaza-Streifen

Allerdings wurden auch in der Nacht zu Mittwoch weiter Raketen auf israelische Ziele abgefeuert. Eine Rakete traf nach Medienberichten ein Haus in einem Kibbutz im Süden Israels. Die Familie habe sich in ihrem Schutzraum befunden. Niemand sei verletzt worden. Eine weitere Rakete schlug demnach in der südisraelischen Stadt Netivot ein.

Am Dienstag waren zum ersten Mal seit Beginn der Proteste entlang der Gaza-Grenze am 30. März Geschosse auf Israel abgefeuert worden. Seit Ende März sind mehr als 120 Palästinenser bei Massenprotesten und Konfrontationen mit israelischen Soldaten am Grenzzaun zwischen Israel und dem Gazastreifen getötet worden. Tausende wurden verletzt.


sve / DPA